Schlussstrich

(Dies hier ist der dritte Teil von Magic ist WICHTIG und die Fortsetzung von Desinformation.)

Wie nutzt man den Platz auf der Präsentationsfläche eines Tisches im Supermarkt besser aus – indem man die auf Papprücken eingeschweißten Produkte ordentlich übereinander stapelt, oder indem man sie wirr durcheinander hineinwirft? Wenn Ihr denkt, diese Antwort sei eindeutig – ich habe tatsächlich schon einmal die Argumentation gehört “Durcheinander ist besser, denn dann kann man immer noch eine Packung hineinstopfen!”

Wie ich jetzt darauf komme? Nun, stellt Euch folgenden Fall vor: Ihr seid Filialleiter in einem Supermarkt oder Abteilungsleiter in einem Kaufhaus. Ihr betreut zwei junge, nicht übermäßig helle Praktikanten, und beobachtet diese dabei, wie sie eine der Präsentationsinseln kreuz und quer mit Ware auffüllen. Ihr nehmt Euch geduldig und ausführlich die Zeit, ihnen zu erläutern, warum ein ordentliches Aufstapeln den zur Verfügung stehenden Raum besser ausnutzt. Dann widmet Ihr Euch wieder Euren anderen Pflichten.

Am nächsten Morgen seht Ihr, wie die beiden Jungs bei einem anderen Tisch wieder alles durcheinander werfen. Ihr fragt die beiden, wieso, und sie erklären Euch freudestrahlend: “Berthold hat gesagt, wenn man die Waren wirr hineinwirft, dann kann man immer noch eine Packung hineinstopfen, und so geht mehr hinein!” Und daneben steht der alte Berthold, dem die Geschäftsführung nicht kündigen will, weil er doch schon so lange in der Firma und so billig ist und grinst debil.

Möglicherweise würdet Ihr Euch ärgern, oder?

Ich habe für Magic Universe ein Dreivierteljahr lang Artikel verfasst. Das ist zwar keine übermäßig lange Zeitspanne, aber die Zusammenarbeit mit dem damaligen Redakteur TobiH war trotzdem etwas Besonderes für mich, aus mehreren Gründen:

Einmal hatte Tobi mich, wie er selbst stolz sagt, “reaktiviert”. Ich hatte vorher knapp zwei Jahre lang als Magic-Autor pausiert. Tobi sprach mich an, fragte ob ich nicht wieder schreiben wollte, bot mir eine anständige Entlohnung und schmierte mir vielleicht auch ein wenig Honig um den Bart.

So etwas tut dem Selbstwertgefühl eines Schreiberlings natürlich gut! Auch in der weiteren Zusammenarbeit wurde ich von Tobi ausführlich betreut und wurde auf meine Wünsche und Vorstellungen eingegangen. Das war schon eine gewisse Abwechslung dazu, wie ich früher bei PlanetMTG behandelt worden war (weswegen ich ja für diese Seite nicht mehr schrieb)!

Wichtiger aber war, dass Tobi bei Magic Universe etwas aufbaute. Alles das, was PlanetMTG damals falsch machte, machte er richtig! Er holte die besten deutschen Magicschreiber ins Boot. Er unterwarf die eingesandten Artikel einer Qualitätskontrolle (die nur selten versagte). Er entwickelte eigene Konzepte.

Eines dieser Konzepte entstand in engster Zusammenarbeit mit mir: Die Magic University. Dieses Projekt bot zahlreiche Schwierigkeiten: Würde es ein Publikum finden? War es nicht einfach zu langfristig angelegt? Und war es nicht schlicht zu teuer für Tobis Budget?

Wir haben gemeinsam an diesen Problemen gekaut. Ich habe eine deutlich geringere Entlohnung für die MU-Artikel akzeptiert, obwohl sie VIEL zeitaufwändiger zu schreiben waren als normale. Tobi ist das Risiko eingegangen, dass diese Idee völlig floppen könnte.

Die Magic University ist zu Stande gekommen, weil wir beide WOLLTEN, dass sie zu Stande kam! Sie ist ein in der Magic-Artikellandschaft einmaliges Projekt und besitzt einen ganz besonderen Stellenwert. Obwohl sie nie die Popularität von eher als Mainstream zu bezeichnenden Texten wie Setanalysen, Turnierberichten oder Deck-Tech-Artikeln erreichte, erarbeitete sie sich doch eine kleine, aber insgesamt sehr zufriedene Leserschaft und vor allem den Respekt zahlreicher deutscher Spitzenspieler. Sie ist meiner Ansicht nach das Gelungenste und Interessanteste, was ich im Magic-Bereich geschrieben habe, und ihr könnte etwas gelingen, was hier eine absolute Seltenheit ist, nämlich auch Jahre nach ihrer Veröffentlichung noch interessanter Lesestoff zu sein! Deswegen bin ich stolz auf sie.

Und deswegen bin ich auch stolz auf Tobi und auf Magic Universe, denn auf einer anderen Seite, mit einem anderen Redakteur wäre dieses Projekt vermutlich nicht zu verwirklichen gewesen! Deswegen besitzt MU einen besonderen Platz in meinem Herzen.

Nun, wie Ihr wisst, haben sich die Dinge geändert. Tobi arbeitet jetzt ironischerweise als Redakteur für PlanetMTG – ausgerechnet jene Seite also, die er als MU-Redakteur gezwungen hatte anzuerkennen, dass man es besser machen kann als sie! (Ebenso ironischer- aber durchaus auch nachvollziehbarerweise schreibe ich jetzt auch wieder für PlanetMTG.) Magic Universe wiederum befindet sich in neuen redaktionellen Händen.

Und diese Hände sind mit ihrer Aufgabe leider völlig überfordert! Magic Universe besitzt jetzt genau diejenigen Schwächen, die vor Kurzem noch den Planeten plagten: Zu wenige Artikel. Zu schlechte Artikel. Keine inhaltlichen Neuerungen oder originelle Konzepte.

Klar ist es eine gewaltige Hypothek, in Tobis Fußstapfen treten zu müssen, insbesondere wenn man möglicherweise auch noch ein geringeres Budget besitzt. NATÜRLICH kann die neue Redaktion nicht einfach MU in der selben Weise auf dem früheren Niveau weiterführen! Das gesteht sie selbst ein, und dafür mache ich ihr auch keinen Vorwurf.

Was sie aber hätte tun können und müssen, ist der Seite eine neue Ausrichtung und ein neues Gesicht zu geben, anstatt sie einfach nur zu einem qualitativ und quantitativ abgespeckten Schatten ihres früheren Selbst werden zu lassen! Das ist mein großer Vorwurf an die beiden neuen Redakteure (den ich ihnen per Mail auch mehrfach mitgeteilt habe, natürlich immer im Verein mit gut gemeinten Rat- und Vorschlägen).

Und jetzt erscheinen dort solche Artikel wie die von Berthold. Weswegen wollte ich damals die Magic University unbedingt ins Leben rufen, und weswegen bin ich heute so stolz auf das Ergebnis? Weil ich Wissen verbreiten wollte! Die Magic University ist ein Lehrbuch der Magic-Strategie, und ich habe mein schreiberisches Herzblut dort einfließen lassen. Ich wollte ein Fundament der Magictheorie damit aufbauen, und ich denke, das ist mir auch gelungen.

Und dann kommt ein ebenso ahnungsloser wie größenwahnsinniger Autor daher und behauptet, dass Schwarz Weiß sei und dass Läufer wertvoller als Türme seien, und die Redaktion verweigert jegliche Qualitätskontrolle und veröffentlicht diesen Mist auch noch und reißt somit mit ihren Ärschen wieder ein, was Tobi und ich früher mühsam aufgebaut haben!

Wer immer noch nicht begreifen will, warum mich das so ärgert, der soll noch einmal einen Blick in das Magic-University-Archiv werfen und überschlagen, wie viel Zeit mich das Verfassen dieser Artikel gekostet hat (Hinweis: im Schnitt habe ich für einen davon inklusive Rechereche ca. 8 Stunden, also einen kompletten Arbeitstag gebraucht!) Die Zeit, die Tobi mit dem Editieren der Texte und dem Erstellen des Glossars verbracht hat, darf er gerne hinzuaddieren.

Ich kann damit leben, wenn Magic Universe mäßig gut geschriebene Turnierberichte und halbgare Deckanalysen veröffentlicht. Ich würde mich darüber freuen, wenn es zur Anlaufstelle für gute, durchdachte Casual-Artikel würde (das ist nämlich die Marktlücke, die PlanetMTG ihm noch lässt). Ich wäre begeistert, wenn es ein originelles Konzept umsetzen könnte, in dessen Rahmen es ihm sogar gelänge, dem Planeten im strategischen Bereich Konkurrenz zu machen!

Wenn sie jedoch auf das Niveau massiver Desinformation ausgerechnet bei meinem Lieblingsthema, der grundlegenden Magicstrategie, herabsinkt, dann kann und will ich mich mit dieser Seite nicht mehr identifizieren, denn damit verrät sie genau das, weswegen ich mich eigentlich mit ihr verbunden fühlte.

Und deswegen, um Boneshredders Frage aus den Kommentaren zu beantworten, habe ich mich nach langem Abwarten und der Beobachtung der Entwicklung, welche die MU-Redaktion eingeschlagen hat, dazu entschieden, für Magic Universe nicht mehr schreiberisch tätig zu werden, denn mit dessen derzeitigem Erscheinungsbild möchte ich nicht mehr in Verbindung gebracht werden.

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18 Comments on “Schlussstrich”

  1. Boneshredder Says:

    Hm. Also meine spontanen Assoziationen dazu: Viel Lärm um nichts. Sturm im Wasserglas.

    Damit will ich nicht Deine Haltung zu der ganzen Sache und Deine Entscheidung kritisieren. Ebensowenig den inhaltlichen Teil an der Kritik an Bertholds Deckauswahl-Stil. Doch aber Umfang und Art und Weise. Ich meine, Du hast in diesem Zusammenhang bestimmt an die 15 Word-Seiten Text produziert, wenn nicht sogar noch mehr. Auch wenn Du fünfmal so schnell zu schreiben scheinst wie ich, das muß Dich doch arg Zeit gekostet haben. Lohnte das denn, nur um die drei Punkte rüberzubringen? Die Magic University-Reihe wird schleißlich auch durch den qualitativen Fall der Seite nicht schlechter.

    Immerhin: Die Tischpräsentationsgeschichte fand ich sehr unterhaltsam. :)


  2. Ich musste das Goethe-Zitat eine Weile suchen, aber jetzt habe ich es gefunden:

    “Man muß das Wahre immer wiederholen, weil auch der Irrtum um uns her immer wieder gepredigt wird”

    Der Kampf gegen die Dummheit ist ein immerwährender.

  3. bishop Says:

    wie gern würde ich dazu (und der gesamten Geschichte) was schreiben, und wie schwer sind mir die Finger das zu tun.

    ich habe dir schonmal gesagt, dass es dir an Demut mangelt, und das ist nicht etwas, das man mit einem “ja, aber zurecht” oder ähnlichem beiseitewischen sollte, sondern du könntest dich durchaus damit beschäftigen was das für dein Auftreten bedeutet.
    Das ist nicht im bertholdschen Sinne gedacht im Sinne von “such dir ne freundin”, sondern vielmehr als eine Lebensweisheit.
    Denn jeder, der kritisiert gibt sich selbst der Kritik frei, und mein Vorschlag wäre es du versuchst die “ichs” in deinen Schreiben zu reduzieren.

    Doch wie so oft, ergeht mein Comment auch dem Schicksal das zunichte zu machen, was ich versucht habe aufzuzeigen (man zähle nur die “ichs”).
    Der Kampf mag immerwährend sein, er ist aber letzten Endes vergeblich, vergiss das nicht

  4. atog28 Says:

    Du solltest mal die Schriftgrössen in deinem Blog vergrössern.


  5. Atog: Das geht leider nicht, die Schriftgröße ist nicht veränderbar, wenn ich kein anderes Theme wähle.

    Die Schriftgröße des eigentlichen Blogs finde ich aber völlig okay (sie entspricht auch der von zum Beispiel PlanetMTG), und sie war auch ein mitentscheidendes Kriterium bei der Auswahl dieses Themes. Nur die Kommentare sind leider schlecht zu erkennen, was ich aber erst später gemerkt habe (leider hatte ich nicht daran gedacht, Testkommentare zu erstellen).

    Damit muss ich wohl leben, auch wenn es schade ist, aber andere Themes haben halt andere Nachteile.

    bishop: In meinem Blog schreibe ich über MICH und darüber, was ICH denke. Das ist meiner Ansicht nach auch der Sinn eines Blogs! Wen meine Gedanken nicht interessieren, nun, der ist hier eben falsch.

    Ich glaube allerdings nicht, dass es mir an Demut mangelt – es gibt SOO viele Dinge, die ich nicht kann, und sie sind mir alle schmerzhaft bewusst! Im Gegenteil mangelt es mir eher an Durchsetzungsvermögen und dem Talent, meine Fähigkeiten ins richtige Licht zu rücken. Daran arbeite ich zuletzt aber massiv.

  6. bishop Says:

    naja, du schreibst eben nicht nur in deinem Blog über DICH, sondern auch auf PMTG und MU, dachte nur, dass ich dich hier eher erwische als dort.

    Das tut dir alle Ehre, dass du dir deiner Fehler bewusst bist, aber das bedeutet nicht, dass du diese Erkenntnis einer Seitenlangen Ode folgen lässt wie gut du doch bist, und wie wenig der Berthold es doch draufhat. Hört man dir zu (du weisst wie ich das meine), dann kann man sich des Mitleides nicht erwehren, wo doch der Berthold all das zerstört, was du mühevoll aufgebaut hast.
    Im Internet ist kein Platz für Selbstdarstellungen, den meisten Respekt erwirbt man sich dadurch, dass man etwas nützliches beigetragen hat, und es selbst möglichst nicht mehr erwähnt


  7. Zitat bishop:

    “Im Internet ist kein Platz für Selbstdarstellungen”

    …wir beide leben nicht in der gleichen Realität. oder?

  8. bishop Says:

    die Antwort darauf ist offensichtlich

    alles eitel..

  9. Centauri Says:

    Schriftgröße kann individuell über strg + Mausrad drehen eingestellt werden.

    Blogeintrag war interessant. Auch wenn ich die Kritik etwas überzogen fand. Aber da mich casual nicht die Bohne interessiert, kann ich vll auch nicht so viel dazu sagen, wie gut bzw. schlecht die Artikel waren.


  10. Okay, Centauri – das gibt einen riesigen Schokoladenkeks mit Zuckerguss für den besten Computertipp, den ich seit langem erhalten habe!

    Steuerung + Mausrad, das ist wirklich leicht und praktisch – warum weiß das nur niemand?

    Zu den Artikeln allerdiings muss ich Dir sagen, dass sie mit Casual kaum etwas zu tun hatten. Im Gegenteil ging es um den Bau von Budget-Decks für eine Turnierumgebung (die Beiträge wurden von der Redaktion auch korrekt mit dem “Standard”-Icon gekennzeichnet). Ihr Thema war das Bauen von Decks und damit fundamentale Magic-Strategie, die JEDER Magic-Spieler benötigt, egal ob Casual oder Pro!

  11. atog28 Says:

    Weil Backspace eine neue Seite mit lesbarer Schrift produziert – noch einfacher als STRG-Mausrad (Mausrad? Nie gesehen…).

    Also muss ich festhalten, es ist dir egal, ob es lesbar ist.


  12. Nein, Marcus, es ist mir nicht egal, ich kann es nur nicht ändern. WordPress-Themes erlauben keine Veränderung des Schriftgrades.

    Das mit dem Backspace verstehe ich übrigens nicht.

  13. Thomas Says:

    Was mich immer schon mal interessiert hat:

    Auf MU haben die neuen Redakteure der Seite in einer Eingangsmeldung wortwörtlich veröffentlicht:
    “Auch Andreas Pischner und Professor Pischner von der Magic University bleiben uns erhalten”.
    Hattest du den beiden damals konkrete Zusagen gemacht weiterhin für MU tätig zu sein oder nur ein vages “schaun wir mal”?
    Hättest du bei einem guten und kreativen Neustart des MU – Artikelprogramms tatsächlich dem Lockruf von Tobi und PMTG wiederstanden und wärst weiterhin für MU tätig gewesen?


  14. Meine Antwort wurde beim Schreiben immer länger, deswegen mache ich da besser gleich einen Blogeintrag daraus.

  15. AlfredTetzlaff Says:

    Fasse dich Kurz
    …, dieser hilfreiche Satz fand sich in den 20iger Jahren des vorhergehenden Jahrhunderts in den meisten öffentlichen Fernsprechhäusschen, der Mangel mit einem prägnanten kurzen Satz eine Aussage zu einem Thema zu treffen ist bei dir leider offensichtlich @andreas.

    Eigenlob stinkt
    …zusätzlich ist es sehr contraproduktiv wenn du meinst immer wieder darstellen zu müssen wie toll usw du bist, selbst auf den ureigensten gebieten die deiner aussage nach dein revie sind gibt es locker dutzende von menschen die das besser draufhaben und das auch angenehmer rüberbringen.

    Überheblichkeit

    Einhergehend mit vorgenannten punkten kommt diese negative charaktereigenschaft noch hinzu , jenach dem wie flach deine Lernkurve diesbezüglich ist kann amn erwarten das in ca 10-20 Jahren ein etwas umgäglicherer Andreas bei herauskommt.

    So wie bisher wirst du nicht besonders weit kommen denke ich mal und der erfolg dieses jahr ist nach 12! Jahren Magic spielen zwar überfällig aber erst wenn er reproduziert wird kann “eine schwalbe macht noch keinen sommer” entkräftet werden.


  16. Ich habe auch schon kürzere Kommentare als Deinen gelesen…

    Wie kurz man sich fasst, hängt davon ab, wie viel man zu sagen hat, und wie ausführlich man es erklären will. Ein mathematischer Beweis kann manchmal in wenigen Zeilen geführt werden, aber wenn man will, dass die Leser ihn verstehen, erstreckt sich die Erläuterung dazu vielleicht über mehrere Kapitel.

    Ich lege meine Standpunkte ausführlich dar, damit ich diejenigen, die prinzipiell dazu bereit sind, mit meiner Argumentation überzeugen kann. Diejenigen, die sich nicht überzeugen lassen wollen, würden das auch nicht tun, wenn ich mich kürzer fasste.

    “Dutzende von Menschen”, die mehr von Magicstrategie verstehen als ich, wirst Du im deutschsprachigen Raum nicht finden! Und “Angenehmer rüberbringen” klingt zwar nett nach politisch korrektem Sozialarbeiterdeutsch, aber vor die Wahl gestellt, freundlich verklausuliert oder unmissverständlich deutlich zu formulieren, bevorzuge ich das Letztere.

    Als überheblich sehe ich mich nicht. Zu meinen Schwächen stehe ich offen. Stattdessen folge ich dem Prinzip, klar herauszustellen, was ich kann, und ebenso klar herauszustellen, was ich nicht kann, um ein Maximum an Information zu bieten.

    Ich weiß nicht, wie Du darauf kommst, dass ich mir auf einen bestimmten Erfolg (ich nehme an, Du meinst meine Qualifikation zur DM dieses Jahr) etwas Besonderes einbildete! Wenn Du meine Texte aufmerksam lesen würdest, würdest Du klar erkennen, dass das NICHT der Fall ist. Ganz im Gegenteil predige ich immer, in Diskussionen Argumenten zu folgen und nicht punktuellen Erfolgsbilanzen!

    Abgesehen davon hatte ich meine größten Magic-Erfolge nicht nach 12 Jahren Magic-Spielens, sondern nach ungefähr drei, als ich mich für mehrere Pro Touren qualifiziert hatte. Seitdem ist meine Erfolgsbilanz, bedingt hauptsählich durch fehelnde Spielpraxis, aber auch durch möglicherweise altersbedingte Konzentrationsschwächen deutlich zurückgegangen, und daran ändert auch meine glückliche Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft nichts.


  17. Also, da muss ich aber auch mal den Zeigefinger erheben. Du darfst Leute “öffentlich” zerreißen, aber wenn ich das mache, sogar noch ohne Namen zu erwähnen, so dass eigentlich niemand, der nicht sehr eng damit zu tun hatte, wissen konnte, wer gemeint war, dann ist das ein Kapitalverbrechen.
    /me schüttelt Zeigefinger vor deiner Nase und sagt, “Du Du Du!”.

    (Ich weiß, du weißt, meine Meinung entspricht sehr genau der der Vorposter, und daher wollte ich ja auch nichts mehr sagen, aber dieser Eintrag war einfach zu… passend.)


  18. Du, es gibt da einen Unterschied zwischen persönlichen Dngen (die andere Leute dann auch nicht nachprüfen können) und Diskussionen über Inhalte veröffentlichter Artikel. Bei letzteren kann man durchaus auch jemanden “zerreißen”, weil ja alle Leser sich davon überzeugen können, worauf die Vorwürfe beruhen.

    Übrigens gilt auch für dieses Blog hier, dass ich keine privaten Dinge in den Kommentaren diskutieren möchte, Doreen, und ich werde es entsprechend ebenso moderieren. Bitte halte Dich daran, ja?

    Liebe Grüße,
    Andreas


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