Ausführliche Antwort auf eine Frage aus den Kommentaren

Da dieser Text beim Schreiben immer länger wurde und möglicherweise von gewissem allgemeinen Interesse ist (und da der Schriftgrad bei den Kommentaren, wie wir alle wissen, ein wenig klein ist), habe ich jetzt einfach mal einen Blogeintrag daraus gemacht!

Die Frage von Thomas:

“Was mich immer schon mal interessiert hat:

Auf MU haben die neuen Redakteure der Seite in einer Eingangsmeldung wortwörtlich veröffentlicht:
“Auch Andreas Pischner und Professor Pischner von der Magic University bleiben uns erhalten”.
Hattest du den beiden damals konkrete Zusagen gemacht weiterhin für MU tätig zu sein oder nur ein vages “schaun wir mal”?
Hättest du bei einem guten und kreativen Neustart des MU – Artikelprogramms tatsächlich dem Lockruf von Tobi und PMTG wiederstanden und wärst weiterhin für MU tätig gewesen?”

Meine Antwort:

Also: Ich hatte in der Zeit nach dem plötzlichen Wechsel von Tobi zu PlanetMTG sowohl mit ihm als auch mit dem Betreiber von Magic Universe (eine Redaktion gab es dort damals noch nicht) gesprochen und dabei meinen Standpunkt klargestellt, dass ich am liebesten neutral bleiben und für beide Seiten schreiben wollte. Natürlich haben die beiden Seiten, deren Sponsoren geschäftlich in Konkurrenz zueinander stehen, ein gewisses Interesse daran, dem anderen Autoren und Leser abzunehmen. Daher kam auch die Idee auf, dass ich exklusiv für den Planeten schreiben könnte (wie es einige andere Schreiber auch tun). Diese Idee wurde aus folgenden Gründen verworfen:

1. Meine typischen Artikelformate eigneten sich nicht dazu, regelmäßig und häufig auf PlanetMTG veröffentlicht zu werden. Das betrifft insbesondere die Magic University, die auf einer anderen Seite logischerweise deplatziert ist, aber auch die Wochenschau, an welcher der Planet schlicht kein besonderes Interesse hatte. Da ich an diesen beiden Konzepten hänge (gut, an der Universität deutlich mehr), und da Magic Universe auch weiterhin Interesse an ihnen bekundete, hielt ich es für am sinnvollsten, mit ihnen weiter für MU tätig zu sein und für den Planeten gelegentliche Einzelartikel zu veröffentlichen.

2. Ich halte mich nicht für geldgierig, aber die Zusicherung, exklusiv nur für eine Seite zu schreiben, ist offensichtlich mit potenziellen geldwerten Nachteilen für mich verbunden. Daher hätte ich mir für diese Exklusivität ein wenig extra zahlen lassen. Aus Budget-Erwägungen war Tobi damit nicht ganz so glücklich.

So war also der Stand der Dinge, und ich wartete darauf, dass sich eine neue MU-Redaktion fand. Das war dann gut zwei Wochen später der Fall, und jetzt hätte ich normalerweise auch damit begonnen, Artikel auf MU zu veröffentlichen (die finanziellen Modalitäten waren längst geklärt), aber an dieser Stelle kam mir das Real Life ™ dazwischen: Durch meinen Umzug ergab sich ein Rattenschwanz von Dingen, die ich erledigen musste, und ich hatte wenig Zeit und noch weniger Nerven, mich auf das Schreiben von Magic-Artikeln zu konzentrieren. (Ein wenig Gefühl für diese Situation kann man erhalten, wenn man meine Einträge auf Ein Platz für Andi aus dieser Zeit liest.) Daher stellte ich meine Tätigkeit als Magic-Autor erst einmal hintenan.

Dadurch allerdings erhielt ich die Zeit, die Entwicklung von Magic Universe zu verfolgen und war mit dieser SEHR unzufrieden. Das Umfeld, in dem meine Artikel erscheinen, ist mir eben nicht vollständig egal, und außerdem (wie ich bereits ausführlich dargelegt habe) liegt mir auch ganz speziell etwas an Magic Universe. Ich äußerte (in privatem Rahmen, per Mail) Kritik an dieser Entwicklung und nahm mir die Zeit, eine ausführliche Liste mit konkreten Vorschlägen, die Seite attraktiver zu gestalten zu erstellen.

Nach dieser Mail brach der Emailkontakt zur MU-Redaktion erst einmal ab. Philipp versicherte mir zwar später, dass er sich über die konstruktive Kritik gefreut und es sich nur um ein technisches Problem gehandelt habe, bei dem auch andere Emails verschwunden seien, aber Tatsache war, dass ich zunächst einmal lange auf eine Antwort wartete und dann so nach und nach zu der Überzeugung gelangte, dass die MU-Redaktion nicht mehr an einer Zusammenarbeit mit mir interessiert war. Auf die Idee, sich von ihrer Seite aus bei mir zu melden, kam diese mehrere Wochen lang nicht, und ich hatte immer noch genügend andere Dinge im Kopf, um mich nicht aufdrängen zu wollen.

Als der Kontakt dann irgendwann wieder hergestellt war, war das Kind im Brunnen. Das Erscheinungsbild von Magic Universe hatte einen absoluten Tiefpunkt erreicht, und Philipp gab selbst zu, dass er sich zu diesem Zeitpunkt einfach nur Artikel von mir wünschte, weil der Redaktion nichts anderes einfiel, die Seite zu füllen. Als Lückenbüßer wollte ich aber nicht fungieren. Ich stieß noch einmal die Diskussion über neue Konzepte und Formate an, aber die blieb irgendwo zwischen könnenwirnicht-dürfenwirnicht-wollenwirnicht hängen.

Wir einigten uns also darauf, dass ich noch einige Wochen abwarten würde, in welche Richtung sich MU entwickelte, und ich bot noch einmal an, von der Redaktion entwickelte Konzepte zu unterstützen. Ich wartete ab, die Seite blieb eine Enttäuschung, eigene Ideen blieben Mangelware, und eine Kommunikation fand nicht mehr statt. Als ich dann gerade einzusehen begann, dass ich wohl zu viel von Magic Universe in der Zeit nach Tobi erwartet hatte, kamen Bertholds Artikel und machten meine Entscheidung eindeutig.

Nun, dann schreibe ich halt nur noch für PlanetMTG, wo ich redaktionell weiterhin ausgezeichnet von Tobi betreut werde. Es ist ja keineswegs so, dass ich schreiberisch ansonsten nicht ausgelastet wäre…

Exklusivrechte besitzt der Planet an mir jedoch immer noch nicht, und bei einem hinreichend interessanten Angebot (das meine ich nicht nur finanziell, sondern auch konzeptuell) schließe ich eine Schreibtätigkeit auf einer anderen Seite keineswegs aus!

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10 Comments on “Ausführliche Antwort auf eine Frage aus den Kommentaren”

  1. Thomas Says:

    Danke für die ausführliche Antwort…da kriegste doch gleich eine ebenso ausführliche von mir zum Thema MU (ich bin unbeteiligter Leser und ehemeliger Premium – Abonnent)

    In gewisser Hinsicht kann ich mich schon in das Dilemma reinversetzen, in das die MU – Redaktion sicherlich steckt:
    Die meisten der beliebten Schreiber sind mit dem Chefredakteuer zur Konkurrenz gewandert (hier könnte man dem MU-Eigentümer vorwerfen sein Content-Modell zu sehr auf die Person Tobi fokussiert zu haben… man stelle sich vor, der Chefredakteur der Bild-Zeitung verließe den Verlag und mit ihm gehen plötzlich alle Redakteuere…).

    Neue fähige Schreiber in Deutschland zu finden ist kaum möglich, und potzentielle Schreiberlinge im Bereich “Casual” entsprechen doch meist nicht den Qualitätsansprüchen der Leser.

    Jedenfalls steht nun eine Redaktion praktisch ohne feste Artikelschreiber da (positiv ist hier denke ich Philip Summereder rauszuheben, dessen Artikel wahrscheinlich sogar einen Platz im MU-Premiumbereich gehabt hätten) und muss praktisch um jeden potentiellen Schreiber persönlich kämpfen.
    Wenn man nun die Meßlatte höher hängt und Artikel wie die von Berthold ablehnt und damit den entsprechenden Schreiber wohl für immer vergrault wird die Anzahl der Artikel wohl noch mehr sinken und der neue Betreiber die Fähigkeit seiner Redakteure anzweifeln.
    Davon abgesehen benötigt man schon ein gutes strategisches und historisches Verständnis und viel Zeit um Bertholds Artikel (ohne Zuhilfenahme deines Kommentars) als großen Mist zu entlarven.
    Ich möchte ganz ehrlich gesagt nicht in der Redaktion sitzen, eine fundierte Qualitätskontrolle ist wohl auch nur mit sehr viel Idealismus gepaart mit strategischem Verständnis (was Tobi beides hatte) möglich.
    Ich würde mir nicht zutrauen Artikel abzulehnen, da dafür hohes Verständnis der Materie nötig ist (insb. auch aktuelle Metagame-Kenntnisse) um so nicht versehentlich fundierte Artikel abzulehen. (wie hieß das in Statistik … Fehler zweiter Ordnung? k.a. vergessen)

    Du sagst zurecht, dass du in Sachen Magic-Theorie in Deutschland ein Vorreiter in Deutschland bist. Gleichzeitig erwartest du aber, dass Publikationen anderer Autoren deinem persönlichen Anspruch an einen Strategieartikel genügen und sonst nicht veröffentlicht werden sollten.
    Ich denke, wenn die in Stein gemeisselte Ansprüche an einen Artikelschreiber sind Leistungen wie du, Tobi oder TrashT abzuliefern wird MU keine Autoren mehr finden.
    Ich würde behaupten, dass du jegliche Deckliste, besonders wenn sie noch die Überschrift Budget trägt, von einem Autor der zweiten Reihe in Deutschland zerpflücken kannst, da sicher nicht alle Grundsätze die in der Magic University geleert wurden eingehalten worden sind.

    Selbst Tobi mit seinen Kontakten tut sich schwer neue gute Autoren zu aktivieren… wie sollen dann erst Leute wie die neuen Redakteure, ohne große Kontakte in die dt. Turnierspielerszene erfolgreich sein? Höhere Bezahlungen für gute Artikel?
    Sollten wirklich alle Artikel abgelehnt werden die nicht den Qualitätsansprüchen genügen, auch wenn dann praktisch keine Artikel auf MU veröffentlicht werden und die beiden sich vor ihrem Budgetgeber wegen Erfolglosigkeit rechtfertigen müssen?

    Sorry für die etwas wirre Darstellung, hab einfach mal meine Gedanken zu dem Thema verfasst.


  2. Oh ja, die Schriftgröße in den Kommentaren ist wirklich zu klein… wie gut, dass es Steuerung plus Mausrad gibt!

    Zunächst einmal in aller Klarheit: Zwischen einem rundum gelungenen Artikel und Bertholds Artikeln ist jede Menge Luft, denn diese waren einfach absolute Unterkante. Dass 22 Länder in einem aggressiv eingestellten Deck mit 10+ Vier-Manaslots zu wenige sind (oder genauer: dass es zu viele Vier-Manaslots sind), das ist das kleine 1×1 der Magic-Strategie. Einen mittelmäßgen, ja selbst einen “nur” schlechten Artikel hätte ich nicht in dieser Form verrissen, aber diesen hier musste ich mit dem Spachtel vom Boden der Niveauskala kratzen!

    Was magichistorische Artikel angeht, so besteht einfach keine Notwendigkeit, sie zu schreiben, wenn man sich damit nicht auskennt.

    Das Dilemma, in dem sich die Redaktion befindet, ist mir bewusst, aber es ist meines Erachtens lösbar, sobald folgende Rahmenbedingungen gegeben sind:

    a) Das Budget der Seite ist immer noch groß genug, um der Redaktion Gestaltungsspielräume zu geben (kann ich nicht nachprüfen, aber hatte der Inhaber zumindest angekündigt).

    b) Die Redaktion ist kreativ, kompetent und engagiert (dazu sage ich jetzt nichts weiter).

    Ich weiß da mehrere Ansätze, die man verfolgen könnte, und die ich der Redaktion auch mitgeteilt habe. (Und nein, ich bin nicht böse, dass sie diese Anregungen nicht aufgegriffen haben, aber sehr enttäuscht, dass sie sie nicht durch eigene Ideen ersetzt haben!)

    Nun, ich weiß ja zumindest, in welchem Rahmen sich das Budget alleine für meine geplanten Artikel bewegt hätte. Entweder der Inhaber hat diese Mittel zurückgezogen, oder da ist doch eine gewisse Menge Geld vorhanden, mit der man neue Konzepte umsetzen könnte!

    Schließlich lege ich die Messlatte für einzelne Artikel bei MU keineswegs besonders hoch an (wie man daran sieht, dass ich vor Bertholds Artikeln keinen einzigen Verriss verfasst habe!) Für das Gesamtkonzept, und damit für die Redaktion, hingegen schon. Das ist aber auch gerechtfertigt, denn mittelmäßige Artikel ohne eigenständes Konzept ergeben halt eine uninteressante Seite.

    Was das Rechtfertigen der beiden vor ihrem Brötchengeber angeht: Dieser musste wissen, was er tat, als er zwei Leute ohne jegliche editorielle und mit kaum schreiberischer Erfahrung verpflichtete. Jegliche Vorwürfe, die er ihnen macht, fallen also auf ihn selbst zurück!

  3. Boneshredder Says:

    Ich für meinen Teil finde die ‘Standard on a budget’-Reihe per se ausgesprochen sinnvoll, und halte sie für einen wichtigen Beitrag für die vielen Standar-interessierten Leser, die kein kleines Vermögen in temporäre Wettbewerbsfähigkeit investieren wollen oder können. Ob sich das besser realisieren ließe als Berthold das getan hat, sei dahingestellt. Lustigerweise habe ich den Artikel gar nicht gelesen, sondern nur die Kommentare dazu. Aber Deine geradezu epische Kritik läßt den Gesichtspunkt einer Relevanz des Grundkonzepts leider völlig untergehen, und das finde ich nicht gut. Die Umsetzung dieses Konzepts ist nämlich sehr wohl ein Beispiel für gelungene Redaktionsarbeit.


  4. Die Idee der Reihe an sich mag ja gut sein (ich bin zwar prinzipiell nicht der Ansicht, dass es Sinn hat, über Budget-Decks zu schreiben, habe diesen Punkt aber bewusst ausgeklammert, weil er für meine Kritik am Artikel nicht relevant war), aber die Umsetzung war eben nicht nur SCHLECHT, sondern sogar SCHÄDLICH. Desinformation ist eben schlimmer als gar keine Information!

    Keine Aufklärung über AIDS ist schlimm. Zu behaupten, dass Beten dagegen hilft, ist schlimmer!

    Wenn Budget-Spieler jetzt tatsächlich anfangen, ihre Decks nach den Vorbildern, die Berthold ihnen geliefert hat zu modellieren, dann haben er und die MU-Redaktion ihnen wahrlich einen Bärendienst erwiesen!

    Abgesehen davon ist das Konzept weder neu noch originell, und meiner Ansicht nach auch nicht wirklich hilfreich, denn sich die nötigen Karten für ein wohlüberlegtes Deck zu besorgen, ist absolut machbar, ohne sich in zu große Unkosten zu stürzen.

    Budget-Decks für Casual Players sind noch einmal ein anderes Thema, aber der Versuch, mit Casual-Decks wettbewerbsfähig zu werden, führt nur zur Frustration. Wer kompetetiv spielen will, der muss per Definition viel Zeit investieren, und das Besorgen der nötigen Karten kostet eben einen Teil dieser investierten Zeit. (Zeit und Geld sind die beiden zu einem gewissen Teil austauschbaren Faktoren, welche man in die Errichtung seines Kartenpools investieren muss).

    So oder so ist das Ganze kein originelles Konzept, denn hinter der Fassade des “Budget-Decks” mit dem farbenblinden Anstrich der misslungenen historischen Betrachtung verbergen sich schlicht allgemeine Deckbautipps. Wenn die fundiert vermittelt werden, dann fällt der Artikel in die Kategorie “Allgemeine Magic-Strategie” – das wäre gut! So, wie er aber ist, fällt er in die Kategorie “Schlechte Ratschläge von einem Scrub an andere Scrubs”, und dieses Konzept findet man in jedem Magic-Forum zuhauf.

  5. Boneshredder Says:

    Naja, von Originalität habe ich auch nichts gesagt. Andererseits ist es bekanntermaßen nicht leicht, in Deinen Augen originell zu erscheinen. ^^ Ich finde es dennoch bemerkenswert, daß diese Artikelform mal wieder im deutschen MagicNetz aufzufinden ist.

    Was den Nutzen angeht: Auch hier ist Dein Anspruch von Konkurrenzfähigkeit durch Budget-Material mE nicht repräsentativ. Viele FNM-Spieler (und solche sind wohl das größte und leiseste Publikum von Standard-Artikeln) haben für Konkurrenzfähigkeit eher solche Vorstellungen:

    – Deck geht im Schnitt auf einem Turnier nicht negativ
    – Deck ist imstande, bei guter Pilotierung ein FNM zu gewinnen

    Budget-Decks können diese Ansprüche auf einer Kostenbasis von, sagen wir, 20 bis 30 € erfüllen.


  6. Originalität ist ja auch kein Muss, hilft aber, wenn die Qualität nicht übermäßig hoch ist. Deawegen wären originelle Konzepte für MU ja so wichtig, weil sie auf dem Gebiet “konventioneller” Artikel mit dem Angebot von PlanetMTG halt nicht mithalten können.

    Eine mäßige Drahtseilshow ist unterhaltsam, wenn die anderen Zirkusse nur Clowns, Pferdedressur und Jongleure bieten, aber langweilig, wenn die Konkurrenz eine bessere solche Show im Programm hat!

    Nun, es gibt schon ein paar Beispiele für originelle Artikel oder Konzepte. (Klar, viele davon sind von mir, weil ich eben Originalität sehr schätze!) Tobis “Battle of the Pros” war zum Beispiel eine neue, einfallsreiche Idee. Sein Grand Prix Amsterdan in drei Akten war ein ausgesprochen origineller einzelner Artikel.

    Mit Originalität meine ich in diesem Zuammenhang aber hauptsächlich, dass MU in eine Lücke stoßen muss, um etwas anzubieten, was die Konkurrenz nicht hat. Solche Lücken zu finden und zu besetzen, das sind Dinge, die eine fähige Redaktion auszeichnen!


  7. Ach ja, und zum Thema FNM: Ich weiß nicht, wie es bei Dir in der Gegend aussieht. Bei den FNMs, die ich aus Berlin kenne, sind immer drei bis sechs getunede Decks am Start. Da haben es “echte” Budget-Decks sehr schwer, und selbst das nicht negativ gehen ist schwierig, weil auch weniger gut getunede Nicht-Budget-Decks immer noch schwierig zu besiegen sind.

    Andererseits kann man mit einer Investition von 30€ PLUS der Investition von Zeit, die man in Tauschgeschäfte, An- und Verkauf auf Ebay oder schlicht das Knüpfen von Kontakten zu Leuten, die einem Karten leihen können, steckt, eigentlich jedes gewünschte Deck zusammenbekommen.

    Nur: Wenig Geld und wenig Zeit, beides zusammen geht nicht – aber dann ist eine Turnierumgebung auch einfach nicht der richtige Ort für die eigenen Magic-Aktivitäten!

  8. Sebastian Says:

    Genau wie du halte ich von Bertholds Budgetartikeln bei MU absolut garnichts. Die Listen sind einfach grausam schlecht und derjenige der sich mit der letzten WW Liste qualifiziert hat muss schon sehr gut gespielt und/oder Glück gehabt haben.

    Das schlimmste ist eigentlich das Berthold es absolut nicht einsieht und nach seinem schlechten Slight Artikel wieder den selben Mist schreibt. Die Casualspieler möchten keine Zeit und kein Geld investieren (wie du schon richtig sagtest) um Turniererfolge zu erreichen und für Leute die auf FNM Turnieren nicht auf den letzten drei Plätzen landen wollen sind die Listen einfach viel zu schlecht.

    Überhaupt finde ich es immerwieder erschreckend wie niedrig das Niveau mancherorts in Deutschland ist. Fast jedes FNM im Ruhrpott, Rheinland, Bayern, Hamburg, BaWü und Berlin hat ein höheres Niveau als die NQs in MeckPom und Sachsen(-Anhalt). Ich halte es für äußerst unwahrscheinlich das Berthold sich mit seiner Blinkliste in Dortmund oder Mayen qualifiziert hätte, aber das ist natürlich nur eine Spekulation und man kann es nie nachprüfen.


  9. Ja, Bertholds Blinkliste ist so ein Fall, wo ich meine Klappe gehalten habe, weil ich mir nicht sicher war – ohne Spielpraxis war sie mir zu komplex, als dass ich mich zuversichtlich dazu äußern konnte. Sie kam mir aber höchst suspekt vor (und andere haben das auch gesagt).

    Turniere in MV oderr SA bringen immer wieder sehr zweifelhafte Siegerdecks hervor. Ich fürchte, die Sieger dort sind oft Einäugige unter Blinden – Spieler, die ein gewisses spielerisches Niveau erreicht haben und deswegen ihre selbstgebauten Kreationen erfolgreich durch ein sehr schwaches Feld navigieren.

  10. Von MtG enttäuscht Says:

    Mit Budget-Decks kann man doch erstaunlich weit kommen, meistens ist es dass monorote Aggrodeck mit 20 Burnsprüchen dass gegen viele Gegner die sich auf das Metagame eingerichtet haben doch ganz gut abschneidet.
    Die Frage ist es wie Budget definiert ist, Keine Rares? Also die 1-2 Euro Crap-rares sind meistens leicht zu ertauschen und sollten meiner Meinung nach schon benutzt werden.

    der Ravnica Block hat es Spielern auf Budget sehr schwer gemacht da zum Wechseln eines Decks die ganze Manabasis zu wechseln schon sehr schwer war. Daher bin ich auch auf das WoW-tcg ausgewichen wo ich nicht nur wie bei MtG mir ein Turnierdeck leisten kann sondern bei ähnlichen Investitionen fast das ganze Metagame zuhause habe. Erstens liegt es daran dass es noch nicht soviele Karten gibt und Rares nicht grundsätzlich stärker sind sondern vorallem durch hohe Manakosten, sehr komplizierte Effekte oder die Eingeschränktheit auf wenige Decks auszeichnen.
    bei Mtg war man der Anfänger mit billig Deck, bei WoW kann man mit dem selben Geldaufwand zur kompetiven Spitze gehören.


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