MTGO – Geschichte einer Hassliebe

Ich habe die Hoffnung verloren.

Magic Online ist unglaublich teuer, wenn man es so ähnlich wie Real Life Magic betreibt. Wenn man jedoch in der Lage ist, bei Turnieren insgesamt einigermaßen erfolgreich abzuschneiden und Booster zu gewinnen, kann man es sich leisten. Daher war die letzten Jahre mein Plan, auf Teufel komm’ raus zu draften, die Rares immer wieder zu verscherbeln, um mir weitere Drafts leisten zu können, und aus den Commons und Uncommons Casual Decks zu bauen.

Das wäre ein guter Plan gewesen, wenn dieses verdammte Programm funktionieren würde!

Das tut es aber nicht.

Nachdem die Macher eingesehen hatten, dass sie mit dem aktuellen Programmcode einfach keine stabile Umgebung erreichen konnten, beschlossen sie, MTGO von Grund auf neu zu programmieren. Ihr habt bestimmt davon gehört: Das berühmte V3! (Nein, nicht die Rakete aus Peenemünde.) Noch berühmter als das Ungeheuer von Loch Ness – nur dass ich bei diesem eher damit rechne, dass es tatsächlich einmal auftaucht!

Wie viele Jahre ist es her, dass mit der Entwicklung von V3 begonnen wurde? So lange, dass ich es längst vergessen habe. Ich kann mich dunkel erinnern, dass V3 ursprünglich letztes Jahr vorgestellt werden sollte (und das war, glaube ich, bereits eine verschobene Deadline). Dann hieß es, im zweiten Quartal dieses Jahres. Nun, das zweite Quartal dieses Jahres ist abgelaufen, und wir haben jetzt einen V3-Blog, in dem die Entwickler ihre Fortschritte dokumentieren. Darin zählt Mike Lescault grundlegende Funktionen des Programms auf und gibt an, wie weit sie damit sind. Und diese Funktionen sind wirklich absolut grundlegend! Nun – von diesen fünf grundlegenden Funktionen sind drei immerhin schon programmiert, aber noch voller Bugs und zwei noch nicht einmal fertig programmiert.

…hallo??? Wir reden hier über die grundlegenden Funktionen eines Programms, dessen Erscheinen bereits mindestens zwei Mal verschoben wurde, und die sind noch nicht einmal zu Ende programmiert, geschweige denn bugfrei! Was zur Hölle haben die Programmierer eigentlich die letzten zwei bis drei Jahre getan?

Lescault dokumentiert auch die Fortschritte, die sie im letzten Monat gemacht haben. Das heißt, er hat da leider nichts zu dokumentieren, weil alle fünf grundlegenden Funktionen immer noch in der selben Entwicklungsphase sind (aber natürlich viiiiiel weiter darin, nicht wahr?) Um uns irgendwie einen Fortschritt vorzuspiegeln, hat er aber vier weitere Funktionen auf seine Liste gesetzt, von denen eine sogar fertig gestestet ist und eine weitere immerhin zu Ende programmiert. Natürlich können wir nicht nachprüfen, ob diese Funktionen nicht bereits letzten Monat so weit waren, oder auch letztes Jahr. Ich meine, an IRGENDETWAS müssen die Programmierer ja in dieser Zeit gearbeitet haben…

Ach ja, das V3 Beta ist seit einigen Wochen down, soll aber irgendwann wiederkommen, wenn die allerschlimmsten Bugs beseitigt wurden. Nennt man das eigentlich überhaupt noch Betatest, wenn ein Programm immer noch so fehlerverseucht ist, dass man es nach ein paar Wochen Testens noch einmal generalüberholen muss, oder ist das nicht eher die Alphatest-Stufe, in der man überprüft, ob es überhaupt irgendwie funktioniert?

Ich habe den Glauben daran verloren, dass V3 jemals herauskommt, und selbst wenn, dass es einigermaßen spielbar ist.

Die aktuelle Version, 2.5, soll ja angeblich gleichzeitig auch noch betreut werden. Wie gut das getan wird, hat man beim Future Sight Release gesehen. Ich bin ja seit ein paar Editionen bei den Betatests nicht mehr dabei, deswegen muss ich mal ganz naiv fragen: GAB es denn einen Future Sight Betatest? Und wenn ja, was haben die Tester darin gemacht – Cybersexchats? Gestestet haben sie es jedenfalls nicht, denn ansonsten hätte es doch wirklich irgendjemandem auffallen müssen, dass grundlegende Mechaniken wie Affnity oder Convoke nicht mehr funktionierten. Dafür aber hatten die Programmierer Zeit, einen PR-Stunt zu programmieren, den “Gleemox”, der als Promo mehr oder weniger zufällig (oder mit albernen Ritualen) an Spieler verteilt wurde. Die Karte ist natürlich völlig broken, aber das macht ja nichts, weil sie ja in allen Formaten außer Open gebannt ist. Außer natürlich, sie ist es doch nicht, und ein paar findige Spieler räumen damit die Classic-Events ab…

Ach ja, und Crashes gibt es immer noch ständig, sowie abstürzende Spiele. Und das trotz der eingeführten Regelung “Ein Account pro Computer”, die mich gezwungen hatte, in einer Nacht- und Nebelaktion ein paar Tausend Karten (fast alles Commons) auf meinen Tauschaccount zu verschieben, bevor ich nicht mehr an sie herankam. (Das waren acht Stunden meines Lebens, danke schön, WotC!)

Ich glaube, so viele Programmierer beschäftigt WotC gar nicht, wie man bei solchen Pannen feuern müsste. Und das geht ja nun schon seit Jahren so.

Seit ein paar Monaten funktioniert eine meiner Lieblingskarten in meinen casual Aggrodecks, die Grafted Wargear, nicht mehr. Vorher war sie jahrelang in Ordnung, aber jetzt wird sie plötzlich geopfert, wenn die von ihr ausgerüstete Kreatur das Spiel verlässt – eindeutig nicht der Sinn der Sache. Irgendwie nimmt mir das den Spaß daran, mit ihr zu spielen.

Dieser Bug ist seit Monaten auf der “Known Issues”-Liste, und da wird er wohl auch noch weitere Monate bleiben, wie es aussieht. Vor dem Erscheinen von V3 wird das wohl nichts mehr. Und V3 erscheint halt nicht.

Nein, ich habe die Hoffnung wirklich verloren. Selbst, wenn die Macher es tatsächlich hinbekämen, V3 fehlerfrei zu veröffentlichen und die existierenden Bugs zu beseitigen (wovon sie meilenweit entfernt sind), wüsste ich ganz genau, dass die nächste Katastrophe nur eine Frage der Zeit ist.

Ein stabiles System ist WotC offensichtlich nicht so wichtig wie die Möglichkeit, mit neuen Accounts Geld zu verdienen (Die Serverüberlastung wäre nämlich in kürzester Zeit vorüber, wenn es da einen Anmeldestopp gäbe.) Sie verkaufen einfach mehr Accounts, als das System bewältigen kann und schieben den Ärger auf die Schultern der Spieler. Auch wenn V3 dieses Problem lösen sollte, änderte das nichts an der grundlegenden Einstellung dieser Firma: Wir kriegen Euer Geld ja sowieso, also machen wir uns nicht die Mühe, unser Produkt zum Laufen zu bringen.

Das Gleiche gilt für die Bug-Liste. Sie wird eher länger als kürzer, weil neue Editionen programmiert werden, bevor auch nur die alten fehlerfrei funktionieren (denn mit neu erscheinenden Editionen macht man ja Geld), und weil die Programmstruktur der Magic-Regeln ja offensichtlich so funktioniert, dass jede neu programmierte Karte das Funktionieren älterer Karten wieder in Gefahr bringt.

Ich verstehe ja nichts vom Programmieren, aber ich hätte mir vorgestellt, dass man die SPIELREGELN kodifiziert und dann neue Karten einfach nur in Regeltermini beschreibt, so dass alle Änderungen lediglich den Code betreffen, der die Regeln beschreibt. Offensichtlich läuft es aber so nicht, und daher wird wohl beim Erscheinen jedes neuen Sets wieder das Quizspiel losgehen, wer die aktuellen Bugs am schnellsten findet und ausnutzt.

Ach ja, aber dafür erhält V3 eine 3D-Avatar-Animation! Das ist ja SOOO wichtig für ein virtuelles Kartenspiel. Und meine sechs Jahre alte Grafikkarte (die noch älter sein wird, wenn V3 dann tatsächlich eines Tages erscheint) kommt damit bestimmt nicht zurecht. Mal schauen, ob der alternative Modus ohne diese Grafiken dann funktioniert – wenn nicht, geht das den Programmierern bestimmt genau so am Arsch vorbei, wie die Probleme derjenigen Spieler, die ihre Karten auf verschiedenen Accounts aufbewahrten, als sie die 1-Account-Regelung einführten, oder das Anliegen der Spieler, mit ihren Magic-Karten (wie z.B. Grafted Wargear) auch nach Magic-Regeln spielen zu können.

Oh, und ich will nicht vergessen zu erwähnen, dass MTGO Probleme mit Windows Vista hat. Zugegeben, das liegt vermutlich an Vista, aber es macht die Sache auch nicht besser, ganz besonders, wenn man wegen der gestiegenen Programmanforderungen von V3 auf einen Neurechner umsteigen muss.

Es ist zum Heulen: MTGO, wenn es denn richtig funktionierte, wäre ein so tolles, süchtig machendes Spiel! So ist es aber ein beschissenes, süchtig machendes Spiel.

Zur Zeit drafte ich ja nur noch, TSP-Block als Vorbereitung zur DM. Das heißt, seit ein paar Tagen drafte ich nicht mehr. Ich hatte nämlich nie mehr als eine Handvoll Booster und habe diese zuletzt mit zwei in Folge verlorenen Drafts aufgebraucht. Kein Problem eigentlich, ich müsste ja nur meine äußerst zahlreichen und teilweise sogar recht wertvollen Rares zu tix und diese zu Boostern machen, dann hätte ich wieder ein paar Draftsets. Nur, leider bringt der Trade-Bereich von MTGO bei mir das Programm zum Absturz! “Memory Leak” nennt man das, und das ist (bislang noch) keine Magic-Karte. Tauschen ist also nicht, und mir die teuren virtuellen Booster zu kaufen, habe ich keine Lust.

Alles Scheiße. Ich seh dann mal zu, dass ich ein paar RL-Drafts mache. Und vielleicht ein wenig Constructed playteste, sonst werde ich auf den Deutschen tatsächlich noch zum Eucken.

Also wieder ran an die echten Karten. Die zum Anfassen und sich klauen Lassen. Die man nicht in mehreren Decks gleichzeitig haben kann. Und bei denen das Deckbauen zwar kaum länger dauert als am Bildschirm – nur, dass man dann noch stundenlang die eigentlichen Karten zur hingekritzelten Deckliste suchen muss…

Magic Online wäre ja sooo toll, wenn es funktionieren würde…

Advertisements
Explore posts in the same categories: General

Tags: , ,

You can comment below, or link to this permanent URL from your own site.

7 Comments on “MTGO – Geschichte einer Hassliebe”

  1. Masked_Legend Says:

    Hmm, manchaml verstehe ich die ganzen Rants auf den message boards aber auch nicht. Die wird alles und jedes bemängelt (gerade auf den offiziellen mtgo boards)…aber vll liegts auch daran, dass sich dort mehr casual spieler tummeln, und deise einfach stärke durch die ganzen verrückten combos und interaktionen betroffen sind. Ich spiele im Schnitt 1x Sealed in der Woche (an Release Terminen schon mal bis zu 5) und drafte jeden 2ten tag. Und ich hab seit einem Jahr, erst einen kleinen bug erlebt. Downtimes? Während den releases vll mal ab und an für 15 minuten. Kann ich noch mit leben auch wenn es nervt.
    Insgesamt kann ich über V2.5 aber eigentlich nicht wirklich motzen, es tut das für mich was es soll, mich immer wann ich will spielen lassen. Bequem und einfach, Probleme gabs eigentlich keine nennenswerten…
    V3 ist aber wirklich so eine Geschichte für sich, ich kann es auch nicht verstehen wie man so wenig Fortschritte in so langer Zeit erzielen kann. Zumindest die grundlegenden Funktionen sollten doch fertig sein. Aber scheinbar haben sie teilweise selbst diese so richtig verbockt. so war am ersten open Beta die einhellige Spieler Meinung, dass die Karten viel zu klein sind und wenn sie im Spiel liegen kein einziges wort entziffern könnte. Sowas muss einem doch auffallen!!

    Nochmal ein anderer Punkt: Wenn du die mtgo message boards in den letzten zwei Tagen verfolgt hast, da gabs lustige diskussionen über das “Account sharing” Problem, welches dutrch Quentin Martins Artikel entstanden war, weil er da schrieb “Ich habe einen Draft von einem Freund übernommen” so in der Art. Und nun schlagen sich zwei Parteien beinahe zu Tode. Ist Account Sharing gegen die Regeln? Benachteiligt es den “fairen” Spieler wenn jemand nicht unter seinem normalen Namen spielt?
    Ich fand ddie Diskussion interessant und bin gesapnnt was WotC unternimmt.

    P.S. Meine persönliche Meinung ist ja, dass man es eh nicht verhindern kann und es bei weitem nicht so schlimm ist, wer genau sich jetzt hinter welchem account verbirgt. Wie sich manche da auf den Boards aufspielen und den moralapostel spielen ist auch schon wieder zu krass. Dabei ist es eh vergebliche Liebesmüh, sollen sie halt den Quentin Martin aus seiner Kolumne entlassen, war halt ein politscher Fauxpass sozusagen, dann sind die moralapostel zufrieden, aber das account sharing wird es keineswegs verhindern…


  2. Da hast Du wohl Glück mit 2.5 gehabt – ich stoße da ständig auf irgendwelche Probleme.

    Die Diskussion habe ich nicht verfolgt (auch ich kann nur endlich viel Zeit im Internet verbringen), aber ich weiß, dass es zwar erlaubt ist, als eine RL-Person mehrere Accounts zu besitzen, aber dass Accounts nicht übertragbar sind.

    Hintergrund ist schlicht, dass WotC solche Übertragungen nicht nachvollziehen kann, aber eine rechtlich verantwortliche Person benötigt. Die ist dann eben derjenige, der den Account ursprünglich eingerichtet hat – punktaus.

    Die “Account Sharing”-Diskussion ist aber superalbern. Darf Quentin Martin neben mir sitzen, während ich drafte und mir Tipps geben (ob ich darauf hören würde, ist eine andere Frage)? Natürlich darf er. Darf ich seine Vorschläge befolgen? Natürlich darf ich. Muss ich den Knopf an meiner Maus selbst drücken, oder darf er das machen? Das ist eine alberne Frage. Wenn er meine Maus in der Hand hat, muss ich dann daneben sitzen?

    Welche Personen ich physisch an meinen Account lasse, ist meine und nur meine Angelegenheit, so lange ich nicht Turniere oder Ligen “fixe”, indem ich gegen mich selbst spiele (das ist aber ein anderes Problem, nämlich Collusion). Entscheidend ist, dass ich als Accountinhaber rechtlich für die Handlungen auf meinem Account verantwortlich bin. Ob ich da selbst spiele oder Kai Budde oder Paris Hilton ranlasse, geht niemanden etwas an.

    (P.S. – Disclaimer: Paris Hilton würde ich nicht “heranlassen”, in keiner möglichen Bedeutung, es sei denn, sie zahlt mir genügend Geld, dass ich bereit wäre, mich dafür zu prostituieren.)

  3. Zuro Says:

    Ja, ist schon so ne Sache mit dem Magic Online…aber wer einmal damit angefangen hat wird so schnell nicht davon loskommen. Trotz der Fehler.

    http://magic.tcgplayer.com/db/article.asp?ID=7625 dieser Artikel befasst sich ebenfalls mit dem Account Sharing Problem. War interessant, wie ich fand.

    (Hassliebe, nicht Haßliebe ;-))


  4. An dieser Stelle ein Hinweis: Kommentare, die eine URL enthalten, muss ich erst freigeben, bevor sie angezeigt werden. Das soll Euch nicht daran hindern sie zu verfassen, aber seid bitte ein wenig geduldig!

    Manchmal kommt es leider sogar vor, dass Akismet einen solchen Kommentar als Spam markiert. Das wird mir dann nicht ausdrücklich angezeigt, deswegen kann es vorkommen, dass ich ihn übersehe, obwohl ich versuche daran zu denken, meinen Spam häufig zu überprüfen. Bitte weist mich im Zweifelsfall darauf hin, wenn Euer Kommentar gar nicht auftaucht!

  5. DrLambda Says:

    Ich persönlich war Betatester bei Future Sight. Das sah in etwa folgendermaßen aus: Betatest wird releast, cirka 30 der Karten funktionieren (das beinhaltet Vanilla Kreaturen und grundsätzliche Dinge wie Burnspells). Sobald es auch nur minimal komplizierter wurde, funktionierten die Karten entweder gar nicht oder nur bruchstückhaft (Die Creatureshaper zB. machten halt einfach einen Token ohne Abilities). Es wurden dann alle zwei Tage so 1-5 Karten “gefixt” bzw teilweise gefixt.

    Zu dem Zeitpunkt hatten die Betatester schon keinen Bock mehr, zu den meisten Zeiten als ich online war waren höchstens 5 Leute auf dem Server, häufig war ich alleine oder noch ein zweiter, der seine neuen Decks im Solitaire-Modus testete.
    Es ging soweit, das ich die Vanguard-Avatare gar nicht testen konnte, weil die bekam man nur wenn man einen Draft mitgespielt hat, und dafür waren einfach in den letzten Wochen keine Leute anwesend.

    Als der Betatest endete, funktionierten immer noch mindestens 50% des Sets nicht so, wie sie sollten. Ich spreche hierbei nicht von kleinen Interaktionen, sondern davon, das die Karte alleine schon einfach nicht das machte, was drauf stand. Simian Spirit Guide zB. konnte man nicht abwerfen, aber spielen und dann beliebig viele Karten für R abwerfen. Ovinize konnte man überhaupt nicht spielen. Shah of Naar Isle und Enslave crashten deinen Client etc. und es passierte einfach NICHTS. Das man als unbezahlter Betatester da die Lust verliert, ist nur klar, vor allem da alle Bugs schon ewig bekannt waren. Das kein Test von Interaktionen mit alten Karten erfolgen konnte, wenn die Karten grundsätzlich nicht funktionieren, sollte auch verständlich sein.
    Also lief der Betatest aus und es war nie wirklich etwas passiert. Eine Woche später war Release.
    Man kann den Betatestern nicht vorwerfen, sie hätten nichts versucht, es gab einige wütende Threads im Betaforum, aber man musste aufpassen. Wenn man zu patzig reagierte, konnte es nämlich auch einfach passieren, das der Betaaccount auf einmal nicht mehr klappte.

    Ich persönlich habe ein paar Bugs gefunden, von denen soweit ich das sehen konnte genau gar keiner bis zum Ende des Betatests gefixt wurde. Später habe ich einfach ein paar Interaktionen von älteren Karten untereinander getestet (inklusive Bugreports) da die wenigstens funktionierten. Allerdings ist die Hoffnung auf Reperatur da auch nicht wirklich groß.


  6. Ojemine! Aber was Du da beschreibst, ist die logische Fortsetzung derjenigen Zustände, deretwegen ich nach Coldsnap aus dem Betatesting ausgestiegen bin.

    All das hatte ich damals in den Betaforen angesprochen: Dass das Betatesting seinen Namen nicht verdiente, weil die grundlegenden Dinge noch nicht funktionierten; dass zu wenige Leute online waren, weil die meisten eben nicht unbezahlt die Arbeit von WotC machen, sondern eben einen echten Betatest machen wollten (und ja, das heißt, gratis spielen, nur eben mit der Verpflichtung Bugs zu melden!); und dass es frustrierend zu sehen ist, dass die bekannten Bugs sowieso nicht gefixt wurden.

    Jedenfalls bestätigst Du mir hier nachdrücklichst die Richtigkeit meiner Entscheidung auszusteigen, danke!

  7. atog28 Says:

    Du hast vollkommen recht mit der Kritik an Magic Online. Es ist eine Zumutung, was uns da abverlangt wird und wäre es ein Online Rollenspiel, wäre es längst gegen seine Konkurrenz eingegangen.

    Vielleicht ist es bei MTGO auch so, und unlizensierte Software läuft diesem Programm den Rang ab.

    Die fehlende Programmiertechnik wird heute ja im Artikel von Aaron Forsythe selbst angesprochen – wenn auch mehr zwischen den Zeilen, als er von der Online-Testumgebung der Zehnten Edition spricht.

    Ich würde das ganze Testen online machen, dann aber mit einer Software, die Kartentexte erkennt und die Regeln entsprechend anwendet. Das ist sicherlich nicht einfach zu programmieren, würde aber viele Probleme lösen – und letztlich machen es die Online-Rollenspiele vor. Die Finanzierung der Digitalen Objekte ist m.E. auch fragwürdig…

    Just eben lese ich noch einen Artikel (http://magic.tcgplayer.com/db/article.asp?ID=7625) auf Brainburst mit ähnlichem Inhalt aber anderen Schwerpunkten.


Leave a Reply

Please log in using one of these methods to post your comment:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s