Friede, Freude, Krebsgeschwüre

Sieg!

So hat zumindest der gute TobiH die Meldung überschrieben, in der er bekannt gibt, dass Hasbro Deutschland jetzt doch eine Kehrtwende gemacht hat und insgesamt 15 Slots (plus einen bei der DM) für die Pro Tour Valencia vergibt.

Na, dann ist doch jetzt alles wieder in Butter, oder? Friede, Freude, Eierkuchen?

…ach so, Ihr habt die Überschrift dieses Beitrags hier ja bereits gelesen und wisst deswegen, dass ich offenbar der Meinung bin, es ist NICHT alles in Butter!

Zunächst einmal kann man zwar mit der nun gefundenen Lösung durchaus zufrieden sein – nicht rundum glücklich, denn sie hat immer noch einige Mängel und Schwächen, aber für eine unter Zeitdruck gefundene Notlösung ist sie akzeptabel. So lange sie nicht zur Dauerlösung wird, selbstverständlich.

Aber.

Ich denke, weder Ihr noch ich müssen Medizin studiert haben, um den Unterschied zwischen der Behandlung von Symptomen und der Bekämpfung ihrer Ursachen zu erkennen!

Die ganze Geschichte mit der Slot-Vergabe, aber vor allem ganz besonders die begleitende Informationspolitik von Hasbro war ein einziges Debakel, das erst auf den letzten Drücker wenigstens einigermaßen ins Reine gebracht werden konnte. Die Frage muss doch jetzt aber lauten: Was wird getan, damit sich so ein Debakel nicht wiederholt? Und wieder und wieder und wieder? Wie konnte es zu dieser Beinahekatatstrophe kommen, und was wurde unternommen, damit nicht bald wieder eine eintritt?

Michael Müller hat unter Tobis News-Meldung einen Kommentar geschrieben, in dem er genau diese Themen anspricht (auch wenn ich mir, ehrlich gesagt, über seine genaue Zielrichtung nicht ganz im Klaren bin). Er wurde größtenteils ignoriert, weil alle viel zu sehr damit beschäftigt waren, sich über das ach-so-großzügige Einlenken von Hasbro DE zu freuen.

Liebe deutsche Magic-Spieler, Ihr denkt da wieder einmal nicht weiter, als eine fette Sau hopst! (Ich weiß ja, das ist gute demokratische Wählertradition…)

Erinnert Ihr Euch noch an die zahlreichen Stellungnahmen, über die wir uns alle so aufgeregt hatten? Das solltet Ihr eigentlich, denn sie sind nur ein paar Tage her! Trotzdem zur Erinnerung:

Dies hier

und dies hier

und dies hier

wurde uns bereits als offizielles Statement aufgedrückt, und wir haben diesen Schwachfug gemeinschaftlich (und völlig zu Recht) in der Luft zerrissen!

Was ändert das erzwungene Nachgeben der Hasbros eigentlich daran, dass ihre Einstellung uns gegenüber sowie ihre Kompetenz in diesem Bereich es ihnen ermöglicht hat, sich dermaßen zu blamieren? Die Strukturen hat sind doch immer noch die selben!

Fakt ist, dass es nicht für nötig gehalten wurde, uns (also die Öffentlichkeit der Magic-Szene) in die Überlegungen, die zur Umverteilung und Kürzung der Slots geführt haben, rechtzeitig einzubinden. Fakt ist, dass wir über die vorgenommenen Änderungen nicht ausdrücklich informiert wurden, sondern sie uns aus den angekündigten Terminen selbst zusammenklauben mussten. Fakt ist, dass selbst nachdem es deswegen bereits ein großes Geschrei gab, uns immer noch keine klaren (oder überhaupt WAHREN) Informationen geliefert wurden, sondern herablassende, beschönigende und widersprüchliche Propaganda. Fakt ist, dass auch jetzt immer noch keine Aufklärung darüber geleistet wurde, wie es zu diesen zahlreichen Fehlleistungen kommen konnte. Fakt ist, dass weiterhin keinerlei Anstalten unternommen werden, den direkten Kontakt zur Magic-Szene zu suchen, sondern dass stattdessen immer noch darum gebeten wird, Kontakt über den nichtöffentlichen und daher für die Frima erheblich bequemeren Weg der Email herzustellen. Fakt ist weiterhin, dass offizielle Statemants von Hasbro Deutschland offensichtlich keiner Endkontrolle bezüglich ihrer äußeren Form unterzogen werden (was vermuten lässt, dass auch der Inhalt nicht noch einmal von kritischen Augen gegengelesen wird).

Es hat sich also NICHTS geändert: Es wurde eine Schlacht geschlagen, und die Community hat dem großen Konzern Zugeständnisse abgerungen, aber der Beginn der nächsten Schlacht ist nur eine Frage der Zeit, denn die Ausgangssituation ist die gleiche geblieben!

Ich versuche Euch das Ganze noch einmal zu erklären:

Hasbro ist ein riesiger Konzern, der sein Geld mit dem Verkauf von Spielen an uns verdient (also mit dem Verkauf von Dingen, die wir NICHT BRAUCHEN!) Sie besitzen das Primärinteresse, an unser Geld zu kommen. Eine ihrer Sekundärinteressen, welche im Dienst dieses Primärinteresses stehen, ist es uns zufriedenzustellen, denn wenn wir mit ihrem Produkt, dessen Preis und dem Service drumherum zufrieden sind, dann kaufen wir es.

Eine anderer ihrer Sekundärinteressen ist es, uns übers Ohr zu hauen. Bevor Ihr jetzt Mund und Ohren aufsperrt: DAS IST NORMAL. So funktioniert freie Marktwirtschaft nun einmal (und übrigens auch das Tauschen von Magic-Karten). Jeder versucht, für sich den größtmöglichen Vorteil herauszuschlagen. So wie wir uns erkundigen, wie wir unsere Displays am günstigsten beziehen können, sucht Hasbro nach Wegen, uns mehr bezahlen zu lassen, als notwendig wäre, und möglichst wenig Geld für uns (insbesondere für Serviceleistungen an uns) auszugeben.

Ganz offensichtlich stehen diese beiden Sekundärinteressen miteinander im Konflikt! Wenn wir merken, dass wir übervorteilt werden sollen bzw. wenn wir merken, dass Hasbro weniger Geld (das schließt auch Arbeitszeit und Qualifikation ihrer Mitarbeiter ein) in den Servicebereich investiert, dann werden wir unzufrieden.

Habt Ihr den letzten Satz genau gelesen? Der entscheidende Abschnitt lautete “wenn wir merken“!

Kundenzufriedenheit ist für einen Anbieter nichtessenzieller Güter (nennen wir sie doch: Spiele!) eines der wichtigsten zu erreichenden Ziele. Deswegen wird ja auch so viel in PR-Maßnahmen investiert! Wenn man aber gleichzeitig an für die Kunden interessanten Bereichen sparen will, dann lässt sich das nur vereinbaren, indem man es verheimlicht, verschleiert oder beschönigt.

Wirtschaft ist Krieg. In diesem Fall sind die Kriegsparteien die Kundschaft, also wir Spieler, und die Firma Hasbro. Sie kämpft darum, ihre Geheimnisse zu bewahren, denn diese Geheimnisse befassen sich mit Wegen, uns mit möglichst geringem Aufwand möglichst viel Geld aus der Tasche zu ziehen. Wir kämpfen darum, diese Geheimnisse zu erfahren, um somit Entscheidungen zu erzwingen, die uns zufriedenstellen.

Unsere einzige Waffe ist dabei, der Firma schlechte Publicity zu verschaffen! Schlechte Publicity bedeutet nämlich ein schlechteres Firmenimage und damit weniger Kundenzufriedenheit, und diese kostet Hasbro Geld! Erst, wenn dieser drohende Verlust größer ist als die Investitionen, welche nötig sind, um die Ursachen der schlechten Publicity zu beseitigen, werden diese Investitionen getätigt. Ein völlig simples wirtschaftliches Prinzip.

Weil wir einen solchen Kampf gewonnen haben, hat Hasbro sich entschieden, ihre Politik der Slot-Verteilung doch noch großzügiger zu gestalten. An der Notwendigkeit weiter zu kämpfen ändert sich dadurch nichts! Im Gegenteil könnte dieses Zugeständnis sich als Bauernopfer erweisen: Die Szene ist siegestrunken und glücklich und hinterfragt weitere Entscheidungen der Firma nicht mehr. Hasbro kann deswegen erst einmal wieder weiter vor sich hinwurschteln wie bisher und zu ihrer Politik der Geheimhaltung und Schönfärberei zurückkehren – so lange, bis sie sich ein weiteres Mal als unfähig erweist zu erkennen, wo diesem Prinzip Grenzen gesetzt sind!

Wir müssen aber davon ausgehen, dass die Jungs bei Hasbro lernfähig sind. Das bedeutet NICHT, dass sie lernen würden, wie sie uns zufrieden stellen könnten, wenn sie bereit wären, das dazu nötige Geld auszugeben (und die Zeit zu investieren) – das wissen sie längst verflucht genau! Es bedeutet, dass sie lernen zu erkennen, wie weit sie mit ihrer Anti-Informationspolitik gehen können, bevor der Aufschrei im Netz so laut wird, dass die Situation außer Kontrolle gerät.

Sie rüsten sozusagen auf. Auch wir müssen aufrüsten, indem wir lernen noch genauer hinzusehen und noch mehr zu hinterfragen – und vor allem, uns noch weniger mit Phrasen und Falschaussagen abspeisen zu lassen!

Dabei sind wir leider dabei, wichtige Verbündete zu verlieren: Unsere Judges sind leider im Begriff, die Seiten zu wechseln! Anstatt die Interessen der Spielerschaft zu vertreten, beteiligen sie sich an den Verdrehungs- und Unterdrückungstaktiken Hasbros, ja, sie bemühen sich sogar, einen Keil zwischen die prinzipiell genügsameren Casual Players und die anspruchsvolleren Turnierspieler zu treiben!

Damit sind sie ein Krebsgeschwür mehr, an dem die deutsche Magic.Szene leidet.

Das beste Mittel gegen Krebs ist die Früherkennung. Ihr solltet längst wissen, dass Ihr Aussagen von Hasbro-Offiziellen immer kritisch hinterfragen müsst – von nun an müsst Ihr Euch das auch bei Aussagen deutscher Judges angewöhnen!

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22 Comments on “Friede, Freude, Krebsgeschwüre”

  1. Dozer Says:

    Ich stimme dir prinzipiell zu, auch wenn ich Wizards auch durchaus manchmal positive Motive unterstelle statt uns nur übers Ohr hauen zu wollen.

    In einem Punkt unterscheiden wir uns aber deutlich in unserer Auffassung. Du schreibst: “wie sie uns zufrieden stellen könnten […] das wissen sie längst verflucht genau!”

    Das ist genau das, was ich anzweifle. Gerade das Pro-Tour-Slot-Debakel hat mir gezeigt, dass Wizards D einfach nicht zu wissen scheint, was in der Spielerbasis vorgeht. Dein Post lässt darauf schließen, dass sie uns absichtlich auflaufen lassen wollten — ich glaube, es ist Unbedarftheit gewesen. Beides ist schlecht.

    Dass du Deutschland Judges kollektiv als “Krebsgeschwür” bezeichnest, halte ich für übertrieben scharf. Was z.B. Dinge wie den PTQ-Ablauf angeht, habe ich von einigen deutschen Judges auch schon gute Ideen gehört. Sicher, die Judges stehen mehrheitlich auf Wizards’ Seite, das ist aber verständlich.

    Ich mag außerdem die “wir gegen die”-Mentalität nicht. Sicher, manchmal müssen wir Wizards auf die richtige Spur setzen, aber letztlich wollen wir alle gemeinsam das Gleiche: Magic größer machen. Sich dann wie zwei Mannschaften auf dem Football-Feld aufzustellen und sich gegenseitig umzurempeln bringt da einfach nichts.

    Du warst mir einfach überflüssig angreiferisch im Grundton deiner Aussagen. Dass wir Wizards nicht blind vertrauen, ist für mich jedenfalls klar. Dass du aber hier ein grundsätzliches Misstrauen schürst, vor allem gegen Judges, damit bin ich nicht einverstanden, denn die Basis dafür sehe ich nicht.

    Aber das liegt daran, dass ich den Wizards Deutschland gute Absichten gepaart mit zeitweiser Unfähigkeit unterstelle, und nicht absichtliche “Anti-Informationspolitik”. (“Politik der Schönfärberei” machen sie aber tatsächlich.)

    Ein letzter Punkt noch: Du implizierst bei dem ganzen Slot-Debakel, dass es Wizards da ums Geld, um ihr Budget ging. Das halte ich immer noch für abwegig, weil WotC seine Budgets meines Wissens nach projektbezogen zuweist. SO wie ich das aufgrund meiner PT- und GP-Coverage-Erfahrung einschätze, kommt Wizards D das Geld nicht einfach für andere Zwecke zu, wenn sie PT-Slots einsparen. Gestehe Wizards doch einfach mal ganz banal Dummheit zu! Vielleicht fällt dir das schwer, aber es muss nicht überall eine Verschwörung sein, wo Unfähigkeit das gleiche tut.


  2. Zunächst einmal ein gibt es da ein Missverständnis, das darauf beruht, dass eben eine “wir-gegen-die” Situation besteht:

    Es handlet sich hier NICHT um einen Kampf “gut” gegen “böse”!

    Hasbro versucht, möglichst viel Geld zu verdienen. Das ist legitim.

    Wir wollen möglichst viel Spaß am Spiel haben. Das ist auch legitim.

    Deswegen denke ich nicht, dass man hier von “positiven” oder “negativen” Motiven reden kann.

    Das Einsparen von Geld äußert sich nicht einfach nur im Einsparen von PT-Slots, sondern vielmehr in Dingen wie dem (nicht geschehenen) Aufbau einer vernündtigen Service- und Kommunikationsabteilung. Mitarbeiter, die sich damit beschäftigen, was genau in den Köpfen der Spielerschaft vorgeht, welche sich auf den gängigen Internetseiten einlesen, die sich auch selbst äußern und die Zeit nehmen, Entscheidungen zu analysieren, den Interessen der Spielerschaft anzupassen und diese Entscheidungen dann begründet und klar (sowie frühzeitig( zu verkünden) – solche Mitarbeiter kosten Geld. Um so mehr Geld übrigens, je qualifizierter sie sind.

    Du schreibst, dass ich WotC (ich habe mich eigentlich auf Hasbro geeignet, aber man weiß ja wirklich nie so genau, was nun die angemessene Zuordnung ist) keine Dummheit zugestehe. Nun, wenn Du mit “Dummheit” “Inkompetenz” meinst, dann tue ich das durchaus! (Geht aus meinen Einträgen auch hervor, finde ich). Nur, wie ich eben auch schreibe, ist es nicht einmal zwingend zu unserem (der Spieler) Vorteil, wenn sie kompetenter werden, da sie diese Kompetenz eben für ihre eigenen Ziele einsetzen, nicht für unsere.

    Hier beschönigst Du zu sehr, Hanno: Hasbro und “wir” stehen nur so lange auf deselben Seite, wie es damit für Hasbro Geld zu verdienen gibt. Sicher gibt es dabei Überschneidungspunkte, insbesondere, wenn es darum geht, das Produkt Magic besser zu machen. An vielen Stellen sind wir aber nun einmal Gegner, weil wir entgegengesetzte Dinge wollen: Hasbro will Gewinn machen. Wir wllen möglichst billig möglichst viel Spaß haben. Das ist ein grundsätzlicher Widerspruch, den zu leugnen uns nicht weiterhilft.

    Hasbro hat die “guten Absichten”, Geld zu machen, und sonst nichts. (Das sind auch nicht etwa “böse Absichten”, denn immerhin stellen sie damit Anleger zufrieden und schaffen Arbeitsplätze.) Wenn Du ihnen stattdessen Idealismus unterstellst, dann solltest Du allerdings mal wieder einen Reality Check einlösen, Hanno!

    Noch zu den Judges: Einmal sind es sicherlich nicht alle, aber die Dichte der zuletzt zu beobachtenden Fälle ist schon besorgniserregend. Dieses “Misstrauen” (ich würde ja den Ausdruck “Wachsamkeit” bevorzugen) ist aber notwendig, denn wenn diese Entwicklung nicht rechtzeitig erkannt wird, gibt es auch keine Hoffnung, sie noch zu stoppen!

    Du schreibst “Sicher, die Judges stehen mehrheitlich auf Wizards’ Seite, das ist aber verständlich.”

    Ist es das? Vielleicht bin ich ja einfach zu alt, aber ich kann mich noch gut an Zeiten erinnern, in denen das NICHT verständlich, auf jeden Fall nicht selbstverständlich war!

    Offenbar ist hier eine Entwicklung bereits weiter fortgeschritten, als ich es gedacht habe, und Magic ist damit noch kränker, als ich es bereits befürchtet habe.

    Judges sind per Definition Autoritäts- und Respektpersonen in der Magic-Szene (Eucken mal ausgenommen). Wenn sie diese Position missbrauchen, um Propaganda für Hasbro zu machen, dann kann man dies nicht scharf genug anprangern!

  3. Dozer Says:

    “Hasbro hat die “guten Absichten”, Geld zu machen, und sonst nichts.”

    Das ist genau das, was ich nicht glaube. Die Menschen da haben einiges an Idealismus zu bieten, zumindest ist das mein Eindruck, wenn ich mit ihnen rede. Konkret bezieht sich das z.B. Scott Larrabee, Greg Collins, Kelly Digges, Randy Buehler, Devin Low, Witney Williams in den USA, auf Helené Bergeot, Tom de Baerdemaeker, Danny Brosens und Gis Hoogendijk in Europa, auf Björn Meyer in Deutschland.

    Ich habe im letzten Jahr alle diese Menschen getroffen und mit lang genug ihnen geredet, um mir einen Eindruck zu machen. Jeder dieser Menschen bringt Enthusiasmus und Idealismus mit, jeder von ihnen hat Ideen, die in verschiedene Richtungen gehen, aber alle sind von Magic überzeugt.

    Natürlich gilt: Selbst wenn sie das Beste für das Spiel wollen, heißt das nicht, dass sie immer unsere Erwartungen treffen. Gerade WotC Deutschland hat sich als eher schwacher Kommunikator erwiesen (ich erinnere nur mal an die Preis-Diskussion bei den Nationals, die dieses Jahr sicher wieder kommt).

    Du schreibst: “An vielen Stellen sind wir aber nun einmal Gegner, weil wir entgegengesetzte Dinge wollen: Hasbro will Gewinn machen. Wir wollen möglichst billig möglichst viel Spaß haben.”

    Du vergisst, die Überschneidung zu erwähnen. WotC will, dass wir Spaß haben – nicht möglichst billig, ok, aber Geld ist nicht ihre einzige Motivation. Du könntest jetzt sagen, dass alle Wizards-Mitarbeiter so gut schauspielen können, dass sie mir alle vorspielen, nicht nur an Geld zu denken. Aber mein Eindruck ist eben doch, dass es der Mehrheit der Menschen bei Wizards auch um die Spieler geht, und zwar zu gleichen Teilen wie dem wirtschaftlichen Erfolg. (Schließlich profitiert davon auch der Umsatz/ Gewinn.)

    Stichwort Inkompetenz: Ich hatte den Eindruck, du würdest Wizards Absicht unterstellen statt einfach nur Unfähigkeit in bestimmten Bereichen.

    Was mein Statement zur Selbstverständlichkeit der Judge/Wizards-Verbindung angeht, das kommt aus meinen Erfahrungen aus dem GP-Circuit. Ich habe leider keine Zeit, da jetzt näher drauf einzugehen, weil ich noch zur Arbeit muss und meine Sachen für den Urlaub packen. Ich würde dich aber bitten, diese Frage nochmal auf den Deutschen aufzuwerfen. Vielleicht sollten wir da eine Podiumsdiskussion organisieren, mit dir, Tobi, mir, Trash, Klau_s, Ingo Muhs, Björn Meyer und über all das reden?

    Anyway, -> work, dann Urlaub!

  4. atog28 Says:

    @Dozer: Word!
    ¡Viva la revolution!

  5. Der Praktikant Says:

    Ich stimme Dir zu Hanno, dass Andreas’ “angreiferischer Grundton” nicht immer der Sache angemessen ist. Bei Hasbro handelt es sich aber um einen Weltkonzern, dessen Ziel es ist Profit zu machen. Ein Konzern dieser Größenordnung entsteht nicht, weil dort idealistische Gutmenschen sitzen, die nichts als das Wohlergehen der Menschheit im Auge haben. Ein solcher Konzern entsteht, weil dort knallhart kalkulierende Manager das Ruder in der Hand halten, die genau abwägen, inwieweit die Marketing-Ausgaben, dem Verkauf des Gesamtprodukts helfen oder nicht. Es wird nicht damit kalkuliert, jeden einzelnen Kundenglücklich zu machen (ein unmögliches Ziel), sondern man sieht sich lediglich die Verkauszahlen an und steuert mittels betriebswirtschaftlicher Methoden, wie Marketing, Personalwesen und angepassten Preiskalkulationen in die gewünschte Richtung.

    Einem solchen Konzern kann nur die Kraft des Markts beeindrucken. Den Markt wiederum kann man nur beeinflussen in dem man die Konsumenten beeinflusst. Die Konsumenten sind die einzigen, die sich der Macht eines solchen Konzerns wiedersetzen können, indem sie a) sich laut und massenhaft beschweren und damit androhen, auf das Produkt zu verzichten oder b) dies direkt tun. Auch wenn ich mir ziemlich sicher bin, dass dieses PTQ-Desaster tatsächlich nicht bewusst provoziert wurde, sondern durch Unfähigkeit entstanden ist, ist es wichtig, dass die Magic-Spieler sich jetzt laut und massenhaft beschweren (für die Abteilung “Laut” ist Andreas nun mal einer der Besten).

    Egal ob es an verbockter Personalpolitik, schlechte Marketig-Strategie oder einfach Einsparmaßnahmen gelegen hat, so sollte Hasbro klar gemacht werden, dass sie hier Gefahr laufen Kundschaft und damit Geld zu verlieren. Vorraussetzung hierfür ist aber, dass die Community dahinter steht und mitmacht, egal ob es sich um Pros oder Casual-Spieler handelt. Eigentlich sollte sich mal jemand daran machen und ein englisches Statement zu dem Thema aufsetzen, welches von den Community-Mitgliedern an Hasbro-USA gesendet werden kann.

    Meine 2c, auch als Nicht-Pro


  6. Miteinander reden halte ich für nicht verkehrt!

    Eine “Podiumsdiskussion” hingegen erregt mein Misstrauen. In solchen Diskussionen – wie auch zum Beispiel im Fernsehen im Wahlkampf – steht derjenige besser da, der sich besser vorbereitet hat und Argumente (oder auch nur Behauptungen) bringt, mit denen sich der Diskussionsgegner noch nicht beschäftigen konnte.

    Im Wahlkampf, wenn beide Seiten sich professionell auf diese Diskussion vorbereiten, mag das fair sein, hier jedoch bedeutet es, dass die Hasbro-Jungs die Gelegenheit nutzen können, ihre Diskussionspartner zu überrumpeln.

    Was den “Idealismus” angeht, so habe ich bei Amigo damals die Entwicklung von Mario und Matthias hin zu Ingo und Bernd erlebt, bei der genau dieser Idealismus verloren gegangen ist (es ist auch durchaus bezeichnend, dass Du mit Ingo den prominentesten Vertreter von Hasbro DE in Deiner Aufzählung ausklammerst). Vielleicht ist das ja auch eine besondere deutsche Entwicklung.

    Was Björn Meyer angeht – wer ist das?

    Okay, ich habe den Namen schon mal gehört, aber der Punkt ist, dass er keinerlei Internetpräsenz besitzt! Ich vermute mal, dass 90% aller PlanetMTG-Leser nichts über ihn wissen.

    Wie wäre es eigentlich einmal mit einem PlanetMTG-Feature, in dem Ihr die Mitarbeiter von Hasbro DE vorstellt (natürlich mit einer genauen Benennung der Aufgaben, für die sie verantwortlich sind)?

    Als regelmäßiger Leser von magicthegathering.com weiß ich erheblich genauer darüber Bescheid, wer in Seattle wofür zuständig ist, als in Dreieich. Das ist wohl kein Zufall!

  7. Ute Says:

    Vorweg sei gesagt, dass ich mir lange überlegt habe ob ich zu diesem Thema überhaupt meine Meinung äußern und mich damit in die Ziellinie stellen soll. Ich habe mich letztlich dazu entschlossen, nachdem ich folgendes gelesen habe:

    Unsere Judges sind leider im Begriff, die Seiten zu wechseln! […] Damit sind sie ein Krebsgeschwür mehr, an dem die deutsche Magic.Szene leidet.

    Noch zu den Judges: Einmal sind es sicherlich nicht alle, aber die Dichte der zuletzt zu beobachtenden Fälle ist schon besorgniserregend. Dieses “Misstrauen” (ich würde ja den Ausdruck “Wachsamkeit” bevorzugen) ist aber notwendig, denn wenn diese Entwicklung nicht rechtzeitig erkannt wird, gibt es auch keine Hoffnung, sie noch zu stoppen!

    Seitenwechsel, Krebsgeschwür, Dichte, Fälle, Wachsamkeit, diese Entwicklung, Stoppen? Deine Wortwahl finde ich erschreckend.

    Wie viele Judges sind es denn deiner Meinung nach, die sich zu bloßen (gar hirnlosen?) Handlangern von WotC machen? Du hast bisher von 4 oder 5 Judges gesprochen, die diese Kriterien deiner Meinung nach erfüllen. Bei einer Anzahl von ca. 110 Judges in Deutschland, finde ich es ungerecht alle über einen Kamm zu scheren. Und den restlichen 105 sollte man doch eine eigene Meinung zubilligen, auch wenn sie diese nicht an die große Glocke hängen. Übrigens sollte man auch den 4 oder 5 angesprochenen eine eigene Meinung zubilligen, selbst wenn sie damit WotC den Rücken stärken.

    Ich bin Judge, ich spreche Wizards nicht alles nach und ich erlaube mir eine eigene Meinung. Das heißt aber auch, dass ich mir erlaube mit Wizards einer Meinung zu sein (was ich im Bezug auf die Art wie hier mit den PTQs umgegangen wurde nicht war). Die Art wie du hier alle Judges pauschal verurteilst gefällt mir nicht und ich finde es mehr als nur unfair gegenüber all jenen namenlosen L1, die sich Mühe geben einfach Turniere zu organisieren und dabei mit der Politik die Wizards betreibt wenn überhaupt nur am Rande zu tun haben.

    Urteile nur über die Judges die du kennst und über die Szene in der du sie erlebst. Ich finde es prinzipiell gut, dass du dich traust zu kritisieren, gerade laut und öffentlich. Denn durch Kritik lernt man und kann Fehler in Zukunft vermeiden, doch dazu muss Kritik konstruktiv sein und genau das sehe ich derzeit bei dir nicht.

  8. playset Says:

    Meine Gedanken dazu: Da ja immer die Professionalität von Pro-Tour und den anderen Veranstaltungen sowie deren sportlicher Charakter unter anderem zu Marketingzwecken derart in den Focus gerückt wird (man denke nur an die gruseligen Pro-Player-Cards), denke ich, sollte die Spielerschaft eine transparente und nachvollziehbare Aufstellung und einen Verteilerschlüssel für derartige Events bereits am Beginn einer Saison erwarten dürfen, die darüber hinaus auch verbindlich ist. Schließlich kann der DFB ja auch nicht während der Saison die Hälfte der Bundesligaspielen absagen, wenn mir hier ein unzureichender Fußballvergleich gestattet ist. Insofern bin ich auch der Meinung, daß sich Wizards eben nicht in Basta-Manier darauf zurückziehen darf, einfach nicht öffentlich zu diskutieren, sondern gemessen an der tatsächlich aktiven Spielerschaft Events und Slots bereitstellen muß. Andererseits kann man so dem Umstand Rechnung tragen, daß bei entsprechend kleiner regionaler / nationaler Spielerzahlen eben auch keine Notwendigkeit besteht, übertrieben viele Slots auf internationaler Ebene bereitzustellen.
    Außerdem würde ich die klare Trennung von DCI und WoTC/Hasbro fordern, denn meiner Auffassung nach sollte die DCI nicht in erster Linie kommerzielle Interessen des Herstellers vertreten.


  9. Die Masse der Level-1-Judges ist nicht das Problem: Bei den Fällen, die ich anspreche, handelt es sich um Judges der Level 2 bis 3 (bei Eucken ist das Problem weniger er selbst, als vielmehr diejenigen, die ihn zum Judge gemacht haben), von denen es in Deutschland ERHEBLICH weniger gibt!

    Wenn Du diesen Kreis dann noch einmal auf die tatsächlich aktiven Judges reduzierst, dann siehst Du, dass diejeinigen Namen, die ich genannt habe, bereits einen sehr großen Anteil daran ausmachen!

    110 Judges in Deutschland über einen Kamm zu scheren, das geht nicht, und das tue ich auch nicht, aber der Fisch stinkt vom Kopfe.

    Eine eigene Meinung billige ich diesen Judges übrigens nicht nur zu, ich FORDERE sie sogar! Damit eine Meinung aber eigenständig ist, muss sie auch auf einer eigenen Entscheidungsfindung beruhen, und nicht auf Tatsachenverdrehungen und blindem Nachplappern argumentativ unhaltbarer Behauptungen.

  10. Sebastian Says:

    Und wie rechtfertigst du gegenüber Ute deine unsagbare Wortwahl, dass “die Judges” – immerhin MENSCHEN – ein Krebsgeschwür seien?

    Ansonsten:

    “110 Judges in Deutschland über einen Kamm zu scheren, das geht nicht, und das tue ich auch nicht […].”

    “Unsere Judges sind leider im Begriff, die Seiten zu wechseln!”

    “[…] von nun an müsst Ihr Euch das auch bei Aussagen deutscher Judges angewöhnen!”

    Also, wenn diese Formulierungen nicht über einen Kamm scheren, dann weiß ich auch nicht. Sei vorsichtiger.

  11. Michael W Says:

    “Wenn Du diesen Kreis dann noch einmal auf die tatsächlich aktiven Judges reduzierst, dann siehst Du, dass diejeinigen Namen, die ich genannt habe, bereits einen sehr großen Anteil daran ausmachen!”

    Hier zu will ich auch mal MEINE Meinung sagen, wie ich dieses Statement deute.
    Ich denke, Andreas und mit Sicherheit auch viele andere wissen garnicht, wie viele aktive Judges es in Deutschland gibt, oder? Und ist vorher nicht viel eher die Frage, wie definiert man “aktiv” in dem Zusammenhang? Reicht es aus, aktiv zu sein, wenn man jede Woche das FNM Judge und ab und zu die Prereleases? Oder muß man ein angehender L2 oder L3 sein? Ich behaupte, egal welche kreterien man annimmt, die 5 (?) Judges, von denen du denkst, sie wären nicht zu einer eigenen Meinung fähig, keinen “sehr großen Anteil daran ausmachen” wie du es behauptest.

  12. auenland Says:

    Es ist sowieso total albern, wie Andreas hier aufgrund einiger Kommentare von Judges deren Kompetenz anzweifelt. Als ob das eine mit dem anderen etwas zu tun hätte …

  13. Kalle Says:

    merkt eigentlich einer das Ihr (JA Ihr (deutschen Judges)) euch schon gleich mal um Andis Formulierung streitet? (finde ich übrigens ziemlich billig!) Was Andi da sagt hat für mich in sofern Hand und Fuss als das er die wenigen deutschen Judges aufzählt die hier im Internet (seit geraumer Zeit ja WotC’s Werbe- und Kommunikationsmedium Nummer 1.) insbesondere unter der Maßgabe Judges zu sein aktiv von sich Reden machen. Was da im einzelnen gesagt bzw. nicht gesagt wurde will ich dagegen gar nicht unbedingt bewerten. Ich sag mal MichaelW der gleich mal das Großdeutsche Reich der Küstenzauberer ausgerufen hat setzt dem für mich die Krone auf. Ich glaube und hoffe (eigentlich hoffe ich es mehr als das ich es glauben kann), dass es sich dabei um MichaelW’s eigene Version von vorrauseilendem Gehorsam handelt und er da mehr oder weniger interpretatorisch blind geschossen hat.

    Was mich allerdings verwundert: Ich glaube es handelt sich bei dem PTQ-Fiasco der vergangenen Wochen werbemäßig um eine totale Katastrophe die sich vermutlich auch so schon also mit den später vorgenommenen Nachbesserungen in Zahlen ausdrücken lässt. In der freien Wirtschaft rollen für solche Fehlschläge auch gerne mal Köpfe.

    Moment mal wir sind ja in der freien Wirtschaft! Hmm… dann hat Andreas schon recht Friede, Freude, Eierkuchen ist völlig unangebracht. Ich versteh sowieso nicht weshalb ich einem Konzern “dankbar” oder so ähnlich sein sollte. Erinnert mich immer irgendwie an Steve Jobs und diese beknackten Zombies auf der IPhone Präsentation die als er IPod sagt wie die bekloppten gejubelt haben ;() (so genug der Schleichwerbung ;) )

    cuKALLE


  14. […] Friede, Freude, Krebsgeschwüre Sieg! So hat zumindest der gute TobiH die Meldung überschrieben, in der er bekannt gibt, dass Hasbro Deutschland jetzt […] […]


  15. Die Pingbacks lassen sich irgendwie nicht abstellen…

    Auenland, die KOMPETENZ jener Judges habe ich nirgends angezweifelt (lies es nach!)

    Wohl aber ihre Eigenständigkeit und Unabhängigkeit.

    Wenn Ihr der Meinung seid, dass diese Judges NICHT entscheidend das Gesamtbild der Judge Community prägen, dann nennt mir doch Gegenbeispiele von Judges, die zuletzt im Internet durch Eigenständigkeit und Kritikfähigkeit aufgefallen sind, möglichst ab Level 2!

    Die Namen, die ich genannt habe, sind nun einmal diejenigen, die im Internet präsent sind.

    Außerdem bin ich ja nicht der einzige, der diese Hasbro-Nähe feststellt – Hanno zum Beispiel setzt sie als selbstverständlich voraus (auch wenn er sie anders bewertet), und man kann vermuten, dass er erheblich mehr mit Judges zu tun hat als ich!

    Wem das Wort “Krebsgeschwür” als Metapher zu drastisch ist, der darf meine Formulierung gerne durch “Diese Entwickung ist doppelplusungut” ersetzen.

  16. auenland Says:

    Nein, natürlich zweifelst du selbst die Kompetenz der Judges nicht öffentlich an. Du schreibst “Ja, das schafft wirklich Vertrauen von Seiten der Spieler in die Kompetenz der Judges!”Du formulierst es also einfach nur so versteckt, dass jeder (nicht genau hinsehende) Leser den Eindruck gewinnt, die Kompetenz wäre anzuzweifeln. Zugleich kannst du deine Hände in Unschuld waschen, weil du das natürlich nicht geschrieben hast und du für die Schlüsse deiner Leser nicht verantwortlich bist. Damit bist du recht erfolgreich, aber bei mir kommst du damit nicht durch.

    Ansonsten sollte dir bei dem gesamten leidigen PTQ Thema in den letzten beiden Wochen aufgefallen sein, dass meine Wenigkeit sich durchaus kritisch gegenüber WotC geäußert hat. Nein, nicht in allen Punkten, denn z. B. den PTQ am DM-Freitag finde ich nach wie vor in Ordnung. Aber insgesamt habe ich einiges genauso kritisiert wie andere Magicspieler. Eigenständigkeit und Kritikfähigkeit kannst du mir sicher nicht absprechen.

    Warum ich das schreibe? Ich bin nach wie vor Level 2 Judge …


  17. Auenland, ich bin auch immer noch Level-2-Judge. Nur, es ist schon eine ganze Weile her, dass ich bei einem großen Turnier gejudged habe, also bin ich wohl kaum als “aktiv” zu bezeichnen!

    Wirst Du bei den Deutschen jdugen? Wann hast Du zuletzt ein wichtiges Turnier mitgejudged?

    Ich weiß nichts davon, und selbst wenn Du WIRST und kürzlich HAST, ändert das nichts daran, dass Du eben nicht als aktiver Magic-Judge wahrgenommen wirst.

    Übrigens sind Kompetenz zu besitzen und Vertrauen in diese Kompetenz zu fördern zwei unterschiedliche Dinge!

    Auch im Fußball beispielsweise werden Schiedsrichter zu Recht nicht nur danach bewertet, wie richtig ihre Entscheidungen sind, sondern auch wie viel Überzeugungskraft sie ausstrahlen.

    Genau diese Überzeugungskraft geht aber verloren, wenn Judges aus Diskussionen aussteigen, wenn ihnen die Argumente ausgehen, und im Dienst an Hasbro Argumente verdrehen! Sie können dabei trotzdem immer noch bei Turnieren kompetent judgen., untergraben aber ihre Integrität und Autorität.

  18. ETiTho Says:

    Ich frag mich manchmal echt, warum in der deutschen Magic Community vieles viel zu wörtlich genommen wird. Es fällt doch in Andi’s Text eindeutig auf, dass seine Formulierungen absichtlich zum Teil übertrieben sind, um eine gewisse Wirkung zu erzeugen. Warum regt ihr euch darüber auf? Ich finde, es kommt deutlich eine Message rüber, die die Communitymitglieder (egal ob Judge oder nicht) dazu aufruft, Hasbro/WotC gegenüber kritisch zu sein und nicht immer ja und Amen zu sagen. Dass sich der Text anhört, wie eine lautes “Viva la Ravolution!” macht ihn doch nur interessanter.
    Allerdings finde ich die Formulierung “Unsere Judges sind leider im Begriff, die Seiten zu wechseln” unglücklich gewählt und es kommt echt so rüber als würdest du das ALLEN deutschen Judges unterstellen bedingundslos mit Hasbro/WotC “zusammenzuarbeiten”. (Wie die Haltung der meisten Judges Hasbro/WotC gegenüber wirklich aussieht kann und will ich hier nicht beurteilen).
    Ich finde es angesichts der abgelaufenen Diskussion um die Slots und der wohl oder übel noch anstehenden Diskussion um DM-Preisgelder durchaus angebracht und wichtig, dass mal jemand zu etwas mehr Kritik aufruft.


  19. Zur Formulierung “Unsere Judges sind leider im Begriff, die Seiten zu wechseln” eine sprachliche Erläuterung:

    “Unsere Judges” sind die Gesamtheit aller Juges. Einige (viele) von ihnen haben die Seiten noch nicht gewechselt. Einige haben sie bereits gewechselt.

    Ein einzelner Judge ist nicht “im Begriff zu wechseln” (jedenfalls nicht über einen hinreichend langen Zeitraum, dass man so darüber schreiben würde). Die Gesamtheit der Judges steht im Begriff, die Seiten zu wechseln, wenn die Zahl derjenigen, welche die Seiten gewechselt haben, langsam ansteigt.

    Alles klar?

    Übrigens rufe ich hier nicht zur Revolution auf, sondern zu mündigem, kritischem Konsumverhalten, welches uns bei einer süchtig machenden Leidenschaft wie Magic eben besonders schwer fällt!

  20. AlfredTetzlaff Says:

    Nja alter Spruch:

    Dessen Brot ich ess dessen Lied ich singe…
    gilt eben auch für DCI – höherlevel2 judges immerhin bekommen ja die hochlevel judges meines wissens durchaus mal flüge und übernachtungen gesponsert wenn sie zu entsprechenden hochkarätigen turnieren zum judgen erscheinen…
    Da diese sponserings aber begrentzt sind meines wissens könnten sich kritisch äussernde Judges mal eben nen loch ins Knie schiessen wenn sie weiterhin im bewerberpool für sponsorship berücksichtigt werden möchten.

    wie gesagt das mus nicht zutreffen aber so reime ich mir meine kenntnisse bezüglich der thematik zusammen.

    und bundesliga ist ja auch nicht mehr ich meine die magic bundesliga damit…..


  21. Es gibt absolut keine Transparenz bezüglich des Verfahrens, nach dem Judge-Sponsorings ausgewählt werden.

    Ich kenne ein paar Einzelfälle, bei denen sich sehr stark der Eindruck aufdrängt, dass bei Hasbro unerwünschte Judges mehrfach übergangen wurden, aber um einen solchen Zusammenhang darzustellen, fehlt es schlicht an Fakten.

    Der gesunde Menschenverstand lässt einen jedenfalls vermuten, dass hier geklüngelt wird, wie eben immer, wenn ein Vergabeverfahren undurchsichtig ist.

  22. 5thNutsFlush Says:

    Mich hat dieser Artikel sehr an einen durchschnittlichen Artikel in der Bild erinnert. Populistisch, spekulativ, verallgemeinernd, eine “Wir (die guten) gegen die (die Bösen)”-Mentalität beschwörend, dabei künstliche Gräben schaufelnd und sich einer militärischen Sprache bedienend. Auch die “Wie ich aus sicherer Quelle erfahren habe”-Statements dürfen nicht fehlen (zumindestens im letzten Kommentar).

    Hätte Franz Josef Wagner nicht besser machen können.


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