Ich wär’ ja so gerne gefa-a-ahren…

…aber gegen RL hat Magic letztendlich nun einmal ein beschissenes Matchup. Nun ja. Also, die DM fand ohne mich statt – zumindest war ich da ja in guter Gesellschaft, es fehlten ja offenbar so einige bekannte Namen.

Um so begieriger verfolgte ich daher die Coverage beim Planeten. Und kann nur sagen: Das war ja wohl nicht so dolle! Wenn nicht doch noch heute Abend, als ich wieder einschaltete, plötzlich die meisten vermissten Features aufgetaucht wären, hätte ich sogar gesagt: Das war fast gar nichts!

Irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass es so schwer ist, nachzuvollziehen, was die Leser wollen:

Zeitnahe Standings, und zwar nicht nur vom Main Event, sondern auch von den wichtigen Turnieren im Begleitprogramm, also LCQs, PTQ, JSS und Legacy DM. Decklisten der erfolgreichsten Teilnehmer. Die Top-8-Brackets. Weiterhin, wenn ein Spieler DQed wird, die Info dazu. Das ist das Pflichtprogramm. Was der Head Judge zum Frühstück gegessen hat, und welches Gesicht er dabei gemacht hat, das kommt dann danach!

Bei drei bis vier Leuten vor Ort (auch wenn der Hanno für WotC tätig war, heißt das ja nicht, dass man nicht mit ihm zusammenarbeitet und keine Infos von ihm bekommt) kann man dann natürlich auch mehr erwarten, so wie Feature Matches, Quick Questions, Interviews und Foto-Orgien (auch wenn ich, ehrlich gesagt, bei 99% der Fotos nicht weiß, warum man sie sich anschauen wollen sollte – ich jedenfalls weiß, wie Magic-Spieler aussehen!) Für die Feature Matches hätten sich übrigens Kommentatoren angeboten, bei denen die Überarbeitung ihrer Texte hin zu einer lesbaren Form nicht länger dauert als das Verfassen derselben. In jedem Fall habe ich beim größten Teil der gecoverten Matches nicht durchgeblickt, was genau denn nun eigentlich im Spielverlauf passiert ist.

Also, die Match Coverage las sich mühsam, die Videos waren von geringer Qualität und die Fotots langweilig – aber das war mir letztlich egal, denn das alles gehört für mich zur Kür: Die Leute vor Ort sind keine Profis (und ich unterstelle einmal, dass sie deswegen auch nicht so bezahlt werden). Die Pflicht allerdings, die erwarte ich! Drei Leute sind mehr als genug “Ressourcen”, um alle nötigen Infos der Events zu liefern. Übrigens kann man zum Decklisten Abtippen auch durchaus einmal Freiwillige einspannen, wenn Not am Mann ist (also, wenn man nicht zu dritt ist)! Da findet sich immer jemand. Und Standings kann man exportieren. Ich bin sicher, dass die Scorekeeper da kooperieren!

– Während ich dies hier tippe, hat Huy in die Kommentare eine ellenlange Erklärung gepostet, warum die Coverage doch eigentlich gar nicht so schlecht gewesen sei… nur, wenn man genau hinliest, dann sagt er letztlich: Klar war die Coverage schlecht, aber das musste sie sein, weil das Coverage-Team beschissen organisiert war (mit Tobi als Engpass, über den alles lief) und die Schreiber ohne Hilfe nicht schreiben konnten! Das sind aber doch wohl genau solche Dinge, wie man sie kritisieren muss?

Also, so viel Semiprofessionalität erwarte ich, dass man sich als Erstes ein System ausdenkt, mit dessen Hilfe grundlegende Informationen (Standings, Decklisten) zügig hochgeladen werden können, und als Zweites dann freie Mitarbeiter zu zusätzlichen Aufgaben delegiert, die sie bewältigen können! Ich erwarte keine Wunder, so wie zehn Feature Matches am Tag, lediglich zügige und vollständige Berichterstattung plus so viele Extras, wie dann noch möglich sind. Wer genau dafür verantwortlich ist, wenn das nicht klappt, ist mir als Leser wurscht! Ich glaube Huy ja gerne, dass Tobi für drei gearbeitet hat, aber irgendjemand ist eben dafür verantwortlich, dass das Ergebnis der Coverage nicht die Arbeit von drei Leuten widerspiegelt, und dieser jemand sollte sich die Kritk zu Herzen nehmen! –

So, dann will ich mir jetzt mal die Decklisten aus den Standard-Events ansehen:

LCQ1: Leider wurde das Bracket nicht mitgeliefert. Angelfire schlägt im Finale Gruul, in den Top 4 sind außerdem Dredge und ein weiteres Angelfire.

LCQ2: (kein Bracket) Angelfire setzt sich in einer Top 4 mit Monoblau, Rakdos und No-Touch durch.

LCQ3: (kein Bracket) Dredge setzt sich im Finale gegen OmniChord durch, Rakdos und AggroLoam vervollständigen die Top 4.

LCQ4: (kein Bracket) Monoweißes Idiot Life gewinnt im Finale gegen Rakdos, Halbfinalisten waren weiß-rotes Idiot Life und AggroLoam.

Ich denke, das LCQ-Metagame (bei dem man übrigens durchaus vermuten darf, dass es sich im Verlauf des Tages bereits ein wenig weiterentwickelt hat), stellt die nächste Entwicklungsstufe nach dem Prä-DM-Metagame dar: URW profiiert von seinem guten Matchup gegen das zuvor erfolgreichste Deck, Gruul. Rakdos profitiert wiederum davon, dass URW Gruul zurückdrängt und wird wieder spielbar. Dredge und Omnichord positionieren sich dazwischen. AggroLoam kommt ein wenig auf, da es vermutlich ein gutes Matchup gegen URW hat (Gerade bei Angelfire weiß ich nicht so recht, wie es sich dagegen wehren soll). Besonders bemerkenswert ist aber die Rückkehr von Idiot Life: Ein Deck, das gleichzeitig Gruul und Dredge verprügelt, stellt eine gute Antwort auf das aktuelle Metagame dar!

Ein Tipp an dieser Stelle für TrashT: Mark Rosewater hat in seiner Kolumne einmal davon geschrieben, dass man bei manchen Problemen sich einfach nur erinnern muss, dass sie bereits gelöst wurden! Trashs Turbo-Fog-Monstrosität ist im Prinzip nur eine unnötig umständliche und daher unzuverlässige Variante des längst bekannten Idiot Life – zwar mit ganz anderem Karten, aber letztlich mit dem gleichen Plan: Dem Gegner das Gewinnen über Schaden unmöglich zu machen! Dafür hat Trash nachdrücklichst unterstrichen, dass er draften kann – jedenfalls, wenn er sich vernünftigerweise nicht an seine eigenen hanebüchenen Strategien hält, sondern ganz solide zweifarbige Decks draftet! Sein 4:0 Deck war ein schlichtes UW mit 8 Picks aus Time Spiral im Deck, also das absolute Gegenteil von dem Chaos, das Trash beim Battle of the Pros angeleiert hatte!

Zurück zu Standard! Die 17 erfolgreichsten Standard-Decks schlüsseln sich wie folgt auf:

19 Punkte: Project X und BGW-Kontrolle
18 Punkte: Angelfire, Gruul, Predator-Zoo, TarmoRack und ein Unbekannter (laut Kommentator-Info Project X)
17 Punkte: OmniChord
16 Punkte: Gruul (ohne Gargadon), schneeweiße Kontrolle (Splash Blau)
15 Punkte: Vier mal Gruul (!), Teachings-Control, Angelfire, ein Unbekannter

(Die Unbekannten sind echt eine schwache Leistung vom Coverage-Team… oder soll ich glauben, dass die Judges diese Listen verschlampt haben? Ich vermute, dass sich da einfach zu spät drum gekümmert wurde!)

Vergleichen wir das mit dem Metagame-Breakdown:

Gruul – 23
Omnichord – 17
TarmoRack – 14
Life – 10
UWR-Blink – 9
Angelfire (ohne Blink) – 8
Dredge – 7
Project X – 6
GWB-BeachhouseControl – 6
U/R-Storm – 5
SolarFlare – 5
Rakdos – 5
Dralnu – 5
U/W-Control – 4
AggroLoam – 4
Panda Connection – 3
Boros – 3
G/W-Glare – 3
U/WG-Blink – 3
MGA – 2
Rogue – 8

Dabei würde ich UWR mit und ohne Blink (Also Blinktouch bzw. No-Touch und Angelfire) zusammenfassen, auch wenn das eine mehr Tempo- und das andere mehr Kontrollelemente besitzt, aber ihre Matchups sind ähnlich.

Gruul war am verbreitesten, lief aber auch sehr stabil. Offensichtlich ist die Metagame-Entwicklung, die in den LCQs zu beobachten war (ein sehr Gruul-unfreundliches Klima), nicht bei der DM angekommen. Der Grund dafür ist vermutlich, dass die DM ein Mixed Event war: Man musste nicht 7:0 mit seinem Standard-Deck gehen, ein 5:2 reichte vollig, wenn man beim Draft gut abschnitt. Da stellte Gruul eine zuverlässige Alternative dar. Ich denke, wenn die DM ausschließlich im Format Standard stattgefunden hätte, wäre weniger Gruul am Start gewesen!

Durch die Massen an Gruul wurden Dredge, Rakdos und letztlich auch TarmoRack in ihre Schranken verwiesen. OmniChord, URW und BGW stritten sich um den selben Platz im Metagame, als das Deck, das Gruul tötet. Angelfire erwies sich als etwas robuster als OmniChord (allerdings befürchte ich, dass da viele Versionen einfach nicht ausgereift, sondern zu behäbig waren – Tobias Gräfensteiner hingegen hat mit 4 Tarmogoyfs im Hauptdeck erkannt, dass die beste Kreatur des Formats in dieses Deck gehört, auch wenn sie dessen Strategie nicht ausdrücklich unterstützt!), während BGW in diesem Feld am besten abschnitt, ob mit oder ohne Kombo!

Ach ja, die JSS gab es ja auch noch: Im Viertelfinale schlägt Dredge Angelfire, Dredge monogrüne Aggro, Orzhov Project X und Gruul Tarmorack (also alles streng nach der Papierform!) Im Halbfinale haut ein Dredge das andere raus, und Orhov besiegt Gruul. Im Finale schließlich triumphiert Dredge.

Zusammenfassung: Das Metagame wird zur Zeit von starken Kreaturen bestimmt – Tarmogoyf, Troll Ascetic, Greater Gargadon, Lightning Angel, Vesuvan Shapeshifter, Loxodon Hierarch… Dass Bodo Rösner mit seinem Angelfire den Gesamtsieg einfahren konnte, liegt allerdings, wenn man sich die Coverage seiner Top-8-Matches ansieht, an einer weiteren Kreatur: Am Dodecapod! Da die Top 8 im Best-of-five-Modus gespielt wurden, kam diese Sideboardkreatur besonders stark zur Geltung.

Ich denke, URW stellt zu Recht das Meisterdeck: Diese Farbkombination bietet zur Zeit fast alles, was man brauchen kann – seien es Wrath of God, Lightning Helix und Pyroclasm für Aggromatchups; Aeon Chronicler, Avalanche Riders und Detritivore gegen Kontrolle; sei es Lifegain, Enchantment- oder Artifact-Removal, Bounce oder Armageddon, man kann sich sein URW gegen alles zurechttunen, was man erwartet… bis auf Dredge, fürchte ich, denn dieses Matchup ist mit vertretbarem Sideboard-Aufwand ungewinnbar! Da aber Dredge von Gruul unter Kontrolle gehalten wird (und außerdem immer noch viele Spieler einfach nicht wissen, wie gut dieses Deck ist), ist URW die perfekte Wahl für jeden Spieler, der gegen alles andere gute Chancen haben will!

Noch schnell ein Blick auf die japanischen Nationals: Nach dem Metagame-Breakdown war auch dort Gruul das meistgespielte Deck. Leider liegen nur die Top-8-Decklisten vor, die nur begrenzt etwas darüber aussagen, welche Decks am erfolgreichsten waren, aber eine gewisse Tendenz zu Kontrolldecks (da sind 13 Aeon Chronicler in den Top 8 vertreten!) sowie zu TarmoRacks (vermutlich als Reaktion darauf) ist zu verzeichnen. TarmoRack hat zwar das Turnier gewonnen, aber ich denke nicht, dass eine Top 8, in der Aggro praktisch nicht vorhanden ist, als allgemeiner Maßstab gelten darf. Bemerkenswert allerdings, dass der Vizemeister offensichtlich ein Storm-Deck zum Laufen bekommen hat – das scheint hier in Deutschland keiner zu schaffen! Oder ist es doch nur Random Variance?

Wie auch immer, dieses Format liegt ja so langsam im Sterben… Noch gut 6 Wochen, dann verschwindet der Ravnica-Block, und Lorwyn kommt stattdessen hinzu. Alleine schon der Verlust des ganzen guten Manafixings wird für ein Erdbeben sorgen! Deswgeen vermute ich: Auch, wenn er noch ein weiteres Jahr legal bleibt, ist es so langsam an der Zeit, sich vom Lightning Angel zu verabschieden…

Und das ist ein gutes Stichwort. Genug gebloggt für heute Nacht!

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33 Comments on “Ich wär’ ja so gerne gefa-a-ahren…”

  1. Boneshredder Says:

    Der Tobi sollte Dir für die nächste PMtG-Coverage eine Berufung zum Chefkoordinator schicken, und sich dann mal von Dir zeigen lassen, wie’s richtig gemacht wird. Da wär ich ja sowas von gespannt drauf. :>

  2. TümR Says:

    Najo, habs schon beim Friseur geschrieben: Wenigstens quantitativ war auf früheren DMen deutlich mehr los, was Coverage angeht.
    Tag 2 wurde die Match Coverage zu 9/10 von Leuten gemacht, die nicht zum eigentlichen Team gehören (Matthias Ludewig, Kai Fiedler, David Liersch), also müsste ohne diese Leute dann wohl gar nix gegangen sein?

    Nächstes Jahr einfach mich fragen – ich helfe gerne gegen Kost und Logis :)


  3. Boneshredder, wieso sollte ICH es besser machen? Ist es MEIN Job?

    Wenn der Automechaniker das Licht und die Bremsen nicht repariert hat, willst Du dann hören “Na, wenn Sie alles besser wissen, machen Sie es doch alleine”?

    Man muss ein Gericht nicht zubereiten können, um feststellen zu dürfen, dass es nicht schmeckt.

    Ganz ehrlich, diese ständigen “Mecker’ nicht herum, wenn Du es nicht besser kannst” – Anspielungen gehen mir so etwas von auf den Sack! (Viel mehr als die “Mecker nicht herum, nur weil Du es besser kannst”-Anspielungen, wenn ich Artikel kritisiere!)

    Mensch, ich stelle mir vor, Du gehst ins Kino, und der Film ist unscharf und verwackelt, der Ton bleibt ab und zu für ein paar Minuten weg, und zwischendurch fällt das Bild einfach mal für eine halbe Stunde aus, und dann kommt der Vorführer und sagt “Ihr habt ja alle gar keine Vorstellung davon, wie schwierig das ist, so einen Film vorzuführen, also meckert nicht so viel herum!”, und Boneshredder nickt verständnisvoll dazu…

    PlanetMTG ist keine Hobbyseite! Die Coverage hat nicht viel getaugt, und die Verantwortung dafür liegt irgendwo bei den Machern und nicht beim zu anspruchsvollen Publkum.


  4. zwei Schlaue und recht ähnliche Gedanken….

    Ich will da mal die kompetenz der deutschen T8 auch nicht untergraben, aber wnn man sich mal die JAP T8 ansieht un die dort erziehlten PT/GP erfolge und das mit “uns” vergleicht… uiuiui, da wird einem ja angst und bange…

  5. TümR Says:

    war ja auch vergleichsweise niemand da und mit Ausnahme von Michael Müller habens ja auch die 3 noch halbwegs profilierten Leute ins Team geschafft.
    Schau auf DM Coverages der letzten Jahre, da denkt man sich beim Überfliegen der Namen: “WTF, wo sind all die grossen Namen hin?”


  6. Das ist eben der Unterschied zwischen echten Nationals mit einem professionellen Payout, an denen die Pros auch wirklich teilnehmen, und wo sie sich professionell vorbereiten, und einem glorifizierten PTQ, bei dem die besten Spieler entweder gar nicht auftauchen oder mit mäßiger Vorbereitung.

  7. TümR Says:

    Naja, früher gabs noch weniger Kohle – und trotzdem war jeder namhafte Spieler da. Nats waren immer vor allen Dingen eine Art nationales Player-Meeting. Diese besondere Atmosphäre scheint irgendwo verloren gegangen zu sein.
    Zum Beispiel gabs dieses Jahr nur 5 Grinder (früher mal bis zu 10).

    Magic ist halt tot!^^

  8. Mathias Says:

    das unbekannte 6-1 Deck war übrigens auch Project X – nur der Vollständigkeit halber.

  9. Boneshredder Says:

    “Boneshredder, wieso sollte ICH es besser machen? Ist es MEIN Job?”

    Nein. Dein Job ist es, eine FAIRE Beurteilung der Coverage-Leistung zu geben, und die findet man hier nicht einmal ansatzweise.

    Ich hatte eben damit begonnen, mal aufzulisten, was alles von den Leuten vor Ort geleistet wurde, aber es schlichtweg ZU VIEL, und ich spare mir daher die Mühe, das aufzulisten und Euch die runterzuscrollen. Abgesehen von der Legacy-Coverage war inhaltlich alles gegeben, was eine Coverage braucht. Selbst die zeitlichen Verzögerungen waren absolut im Rahmen des Vertretbaren.

    Aber alles was den Kommentatoren dazu einfällt ist im großen Stil RUMZUHEULEN, weil die Rapports ein halbes bis ganzes Stündchen brauchen, bis sie auf der Site eingehen. Dieses Verhalten ist vollkommen unverhältnismäßig, ungerechtfertigt, ja man möchte fast sagen, es ist UNTER ALLER SAU. Das muß man schließlich auch einmal feststellen dürfen. Wär ich Tobi, gäbe’s demnächst gar keine Coverages mehr für eine derart undankbare Leserschaft.


  10. Wärest Du Tobi, hättest Du dann auch bald keine Leserschaft mehr. Aber glücklicherweise bist Du ja NICHT Tobi!

    Wenn die Bremsen nicht funktionieren, freue ich mich auch nicht darüber, dass der Mechaniker mir die Sitze neu bezogen hat. Wie viel die Jungs gearbeitet haben, kann und will ich nicht beurteilen, ich beurteile, was dabei herausgekommen ist:

    Keine zeitnahe Berichterstattung vom Legacy Event (ich spreche hier nicht von Match Coverages, sondern von simplen Standings), bevor nicht massiv herumgemeckert wurde. Völlige Ignorierung der JSS (bevor nicht herumgemeckert wurde). Keine Decklisten zu den Standard-Standings (bevor nicht…) Kriechend langsame Updates von den Grindern, und keine Brackets. (Top 8 statt Top 4 wäre übrigens auch angemessen gewesen!) Kein Bericht zum dritten DQ (bevor…) Unvollständige Standard-Decklisten bis zum Schluss. Keine Standings vom PTQ.

    Ich erwarte, wie gesagt, keine Wunder vom Coverage Team, nur soliden Journalismus! Wie viele Liegestütze Tobi mit dem Spam auf dem Rücken gemacht hat, geht mir da am Arsch vorbei, auch wenn es ihn gewiss sehr angestrengt hat.

    Standings und Decklisten, sowie DQ-Info, und das Ganze zeitnah, das ist nicht “zu viel”, das ist das, was ich von einer Ein-Mann-Covergae als Selbstverständlichkeit erwarte! Mit zwei Leuten mehr darf man dann diese ganzen netten zusätzlichen Features erwarten, welche die anderen Leser einfordern, denn zu irgendeinem Zweck müssen die Jungs ja vor Ort gewesen sein!

  11. TümR Says:

    Vorweg:

    Ich war NICHT unzufrieden mit der Coverage!

    Mir hat sie aber ein paar Mal auf anderen DMs schlicht besser gefallen.
    Was mir sauer aufgestossen ist: Die Matchreports waren nicht immer gut, gerade nicht vom Default-Schreiber (Christian Reinschmidt?), die Gastautoren fand ich dagegen deutlich besser. Von Tobi gabs imho leider nur ein Matchreport und der war wie immer super.
    Und es sind Artikel unkorrigiert live gegangen mit Höllen-Rechtschreibfehlern.
    Man schreibt Holen nicht “Hohlen”. Das ist mit Sicherheit auch kein Tippfehler.

  12. Boneshredder Says:

    Die DQ-Info vom SA war afaik schon frühzeitig verfügbar, wenn man sich mal die Mühe gemacht hat, Hannos 1-Mann-Coverage auf der Wizards-Seite zu studieren. Ich find es auch gut, daß doppelter Content hierbei weitestgehend vermieden wurde. Mich persönlich nervt das, wenn ich mitten in einem Feature Matchbericht merke, daß ich den doch schon kannte. Ansonsten hat’s der Friseur meines Erachtens drüben auf der anderen Blogsite schön auf den Punkt gebracht:

    “die Erwartungshaltung war evtl. zu groß”

    Und “bevor nicht herumgemeckert wurde” ist kein ganz so toller Argumentationspunkt. Wenn da im Feedbackthread frühzeitig bemerkt wird, ‘wasiseigentlichmitjss’ und es befand sich gerade schon jemand von der Coverage-Crew in der Spur, genau diese Infos abzutippen, dann verstellt das nämlich den Blick auf das wirkliche Engagement, und diskreditiert dieses ungerechtfertigt. Warst Du denn da und weißt sicher, daß erst das ‘Gemecker’ die Leute darauf angesetzt hat?

  13. mitsch Says:

    lol@japanese nationals:

    Also wie viele fehler müssen die sich denn noch erlauben, dass man die “professionellen” Spieler als schlecht einstufen kann! Zum Glück hat er diesesmal nicht gewonnen.
    Zur Erinnerung: Vor 2 Jahren wurde ein Japaner Weltmeister, ich glaube Mori war es, mit unglaublichen Spielfehlern.
    Bei den diesjährigen Nationals macht Komuro Edge auf Hallowed Fountain und durchsucht seine Bibliothek nach einer Ebene. Und das ist derjenige der das meiste Geld mit Mtg in den Top8 verdient hat! Also ein kein Plan was der auf der Players Party zu sich genommen hat( falls es diese in Japan überhaupt gab, trinken tun die eh nichts), aber soo nervös als Pro….
    Das glaub ich einfach nicht, dagegen waren unsere Top8 ja “fehlerfrei”.
    Und irgendwann kommt hoffentlich auch der Zeitpunkt, an dem Wizards auch zu uns einen Ami schickt der das mit covered( oder ein ganzes Team, wobei wir ja natürlich schon den Hanno dafür haben).

    Magic-Deutschland wird meiner Meinung nach von Jahr zu Jahr besser, hoffentlich spielt der Max dann auch wieder mit. Schade natürlich dass die aktuell besten Spieler nicht dabei waren, aber so kurzfristig wie die Nats dieses Jahr angesetzt waren kann man es ihnen einfach nicht übel nehmen. Ich hätte genauso gerne einen Thaler oder Brucker spielen/gewinnen gesehen.
    Somit geht die Macht wieder nach Norden ;)
    Aber der Bodo hat es auf jeden Fall verdient, und der Rest des Teams auch, nur beim Paul bin ich mir nicht sicher, also die Draft Decks…..

    so far, mitsch


  14. Das wurde nicht “frühzeitig” bemerkt, sondern EINEN TAG SPÄTER, Shredder! Ja, da gehe ich davon aus, dass erst das Gemecker dazu geführt hat, dass überhaupt noch jemand sich darum gekümmert hat. Ich habe nämlich mit dem Meckern gewartet, bis ich sicher war, dass es etwas zu meckern gab!

    Übrigens war meine Erwartungshaltung erheblich niedriger als die vieler anderer, die sich noch mehr Feature Matches und Interviews und bessere Videos gewünscht haben: Ich wollte einfach nur die Basics haben, aber selbst diese niedrige Erwartungshaltung wurde nicht erfüllt!

    Und das mit dem “doppelten Content” ist ja wohl ein Scherz, oder? Mal ganz abgesehen davon, dass Du hier eine deutsche und eine englische Coverage vergleichst, ist es ja auch nicht so, dass irgendein Schaden dadurch entstünde, wenn man alle Informationen an einer Stelle versammekt hat!

    Ich “diskreditiere” hier kein “Engagement”, ich kritisiere die erbrachte Leistung, das ist etwas völlig anderes! Ich habe mit keinem Wort behauptet, dass irgendjemand hier faul war, aber das Ergebnis ist nun einmal mies!


  15. LOOLOLOLOL

    ey Boneshredder, wenn du zitierst, dann doch bitte DEN GANZEN SATZ!!!!

    “Darum geht es nicht ob es “schlimm” war. Es geht darum das es nicht so gut war; die Erwartungshaltung war evtl. zu groß. Aber die ist ja nicht nur vom Leser so hoch gehalten”

    Das sagt doch wohl etwas GANZ ANDERES AUS!

    Muss ich wirklich noch suchen wo uns von PMTG Seite einer SUPER Coverage angepriesen wurde?

    MAcht euch doch mal die Mühe und vergleicht 2006 mit 2007:

    Weniger Spieler, weniger Grinder, das gleiche Event an der gleichen Location mit doch mind. dem selben EQuipment.

    Also, warum ist es dann schlechter?

    Letztes Jahr gab es doch all dies was hier diese Jahr eingefordert wurde.

    DAS ist es was mir auf den Sack geht!

    Und das nächste: TobiH wir dafür bezahlt! Das macht er nicht aus Spass an der Freude sondern weil er dafür entlohnt wird!

    Und dann muss er sich gefälligst den Vergleich zum Jahr davor gefallen lassen und sich erklären . Das eingeheimste Geld (zur Erinnerung: ein Großteil des Budgets bei PMTG kommt aus einem exclusiven Sponsoring von WOTC.de; ergo dein und mein Geld was sie uns von überteuerten Boosterpreisen abziehen!) bedeutet für mich ein mindestmaß an qualität und nicht mal Standings den ganzen Tag vom Legacyevent zu posten ist unproffesionell und schlecht!

  16. Boneshredder Says:

    “Muss ich wirklich noch suchen wo uns von PMTG Seite einer SUPER Coverage angepriesen wurde?”

    Vielleicht wär das dienlich. Ich hab die Coverage OHNE eine derartige Behauptung der Seitenbetreiber im Hinterkopf konsumiert. Vermutlich erklärt das schon unsere verschiedenen Blickwinkel.

  17. sok-yong Says:

    “Also, warum ist es dann schlechter?”

    weil ich nicht dabei war ;P…

    mal im ernst. eine coverage ist harte vor-ort arbeit, bei der die grenzen mit sicherheit noch nicht ausgelotet sind. es gibt berechtigte kritikpunkte (ap hat sie ja ganz gut aufgelistet), die dem tobih anlass geben werden sich seine gedanken zu machen.

    andererseits…

    viel mehr als eine gelungene coverage der letzten dm kann ich mir für meine zeit bei pmtg nicht anrechnen lassen (dabei eingeschlossen ist die aquirierung von hanno als neuen redakteur, was auf der dm erfolgt ist). im direkten vergleich dazu ist pmtg ein jahr später auf einer ganz anderen stufe.

    tobih und hanno sind nicht nur auf einem guten weg mit ihrer arbeit; nein, pmtg muss sich auch global nicht verstecken, wenn es um die qualität als magic-seite geht, die content, coverages, news u.v.m. bietet. ich bin mir nicht sicher in welchen ländern (oder ob) es vergleichbare strukturen gibt.

    wie weit nun professionalität eingefordert werden kann…na ja. der einzige der eine journalstische qualifikation mitbringt ist der hanno, und der arbeitet schon bei den profis. alle anderen bemühen sich im rahmen ihrer möglichkeiten und die sollten nicht unberücksichtigt bleiben.

    in diesem zusammenhang bin ich eher für eine glas halbvoll bewertung zu haben. mir hat die coverage gefallen, auch wenn der schreibstil einiger feature-matches unterdurchschnittlich war. vielleicht wäre ja eine überblickszusammenfassung über spannende matchereignisse pro runde sinnvoller gewesen.

    in diesem sinne, auf eine bessere coverage nächstes jahr

    sok-yong


  18. Ich habe gerade den (unterdessen) jüngsten Kommentar von TümR aus dem Spam-Filter gerettet – ich habe keine Ahnung, wie der dort hineingekommen ist, er enthielt ja nicht einmal ein Hyperlink! (Einen Zweitkommentar habe ich auch gerettet, damit Akismet lertn, dass es kein Spam ist, aber gelöscht, weil er nur ein Reposting war.)

  19. Tigris Says:

    Ok wenn man mit rl beschäftigt ist dann hat man zeit alle paar minuten auf planetmtg anchzusehen ob auch die legacy listen oder standings oder was auch immer schon da sind?

    Meine güte geh nächstes mal selbst hin abgsehen davon willst du doch sonst auch als schreiberling brillieren also ist das AUCH DEIN JOB und schlechte vergleiche anstellen, naja birngt da wohl auch nichts.

    dann wegen Hohlen und so meine güte ihr wisst was gemeint ist oder seid ihr zu dumm dafür? Rechtschreibung ist nicht nötig um einen Text lesen zu können solange man einen gewissen iq und keine verbortheit auf korektheit hat…

    und so merkwürdig fand ich die draftdecks die immer kritisiert werden acuh nicht, ok paar dinge die ich sicher auch anderst machen würde aber normalerweise wird ja auch nur an erfolg gemessen und der hatte er also muss es gut genug gewesen sein.

  20. Meikel Says:

    Sorry Tigris aber ueberleg erst mal was du schreibst – man kann auch gewinnen in einem Deck mit 4 Kreaturen und 36 Laendern – nur weil man das dann geschafft hat heißt das noch lange nicht, dass dein Deck was konnte, sondern nur dass du extrem viel Glück hattest.

  21. Dozer Says:

    “(auch wenn der Hanno für WotC tätig war, heißt das ja nicht, dass man nicht mit ihm zusammenarbeitet und keine Infos von ihm bekommt)”

    Naja, ich bin ja eher der Profiteur, weil ich z.B. ohne PMTG im Leben nie den Deck-Breakdown gehabt hätte. Ich habe während der DM mtg.com-Coverage gemacht und mich aus den PMTG-Sachen rausgehalten, außer eben den diversen Gesprächen, die wir nebenher geführt haben.

    Von mir ging aber null Arbeitskraft in die PMTG-Coverage. Welche zwei Probleme die hatte, ist sowohl mir als auch Tobi völlig klar, und eigentlich war das sogar vorhersehbar. Wir haben da hinterher schon drüber gesprochen, was Tobi und sein Team besser hätten machen können/ müssen.

    Eines aber will ich kurz mal anmerken. Die meisten Schreiber, darunter auch TobiH selbst, brauchen für ein Feature Match zwischen 30 min und einer Stunde nach Ende des Matches. In der Zeit können sie nichts anderes machen, verpassen möglicherweise sogar die nächste Runde komplett.

    Ich schreibe meine (englischen) Feature Matches am Tisch direkt in den Laptop, und man merkt es auch an den Texten. Da fehlt z.T. die Struktur, Tippfehler sind zuhauf drin, die ich dann beim Nachlesen direkt hinterher nicht alle sehe. Aber das führt dazu, dass ich nach jedem Feature Match genug Zeit habe, noch ein Feature in irgendeiner Form zu machen — wenn ich nicht gerade zwischendurch was essen muss. Wenn das Match lang war, sind die 15 Minuten, die man für die Nachbearbeitung einfach braucht, eventuell sogar so schlecht gelegt, dass ohnehin schon die nächste Runde begonnen hat und man die Story, die man schreiben will, vor dem anstehenden Feature Match zwei Runden weiter eventuell gar nicht mehr schafft.

    Die meisten der PMTG-Coverage-Schreiber können nicht direkt in den Laptop featuren, sondern brauchen Zeit, um das Feature Match hinterher erstmal zu schreiben. Mit Tobi an der Technik und zwei Schreibern kann man also eine Stunde nach dem Ende eines Matches einen Text erwarten, d.h. einen pro Stunde, wenn die zwei versetzt arbeiten.

    Drei Leute vor Ort können also insgesamt jede Stunde einen Text produzieren. Das ist die Realität einer normalen Coverage auf dem Level der Schreiber, mit denen PMTG in Aschaffenburg war. Schneller geht es nur in anderer Besetzung (mit anderen Schreibern), definitiv eine Aufgabe für die Zukunft. Dazu müssen organisatorisch-technische Probleme gelöst werden.

    Thema JSS + live: Da war von vornherein klar, dass Willy die Coverage macht, und er und Tobi hatten sich drauf geeinigt, dass sie halt nicht live, sondern später kommt. Dass das den PMTG-Lesern keiner gesagt hat

    Legacy: Während der Top 8 war Tobi ziemlich bottle-necked, eines der Grundprobleme mit dem aktuellen System sowohl software-technisch als auch personell. Da trat Legacy in den Hintergrund, zumal Willy eben auch dort als Reporter eingeplant und eingesetzt war und viel gemacht hat – aber eben nicht live.

    Nur mal so als Info, damit ihr seht, was wirklich geht: Die sieben Matches der Top 8 wurden auf PlanetMTG von fünf Schreibern gecovert. Nur weil Jan Ruess sein Halbfinale schnell fertig hatte, mussten es nicht sechs werden. Ich habe den Eindruck, was generell von einer Live-Coverage erwartet wird in den Kommentaren hier, auf GM und auf PMTG, ist ziemlich überzogen.

    Allein einen Text zu tippen dauert schon ewig lange, und wenn man dazu noch denken muss, geschweige denn Spieler/ Judges suchen, mit denen man erstmal redet, dann ist das alles summa summarum mehr Arbeit als man in einer Stunde erledigen kann! Dazu kommt so Zeug wie Bilder einstellen und benennen, Videos hochladen und Decklisten abtippen, was mehr Arbeit ist als hinterher auf der Seite überhaupt erkennbar.

    A.P.: “…dass das Ergebnis der Coverage nicht die Arbeit von drei Leuten widerspiegelt”
    25 verschiedene Items am Samstag? Wie viel denn bitte noch? Klar, es waren eher fünf als drei Leute, aber für Schreiberlinge ohne Coverage-Erfahrung oder nur mit wenig (Spam, Kai, Mathias) völlig im Rahmen.

    Dass die PMTG-Coverage qualitativ besser hätte sein können, ist ein völlig anderes Thema als dass sie mengenmäßig unzureichend gewesen sein soll. Trennt das voneinander, dann kann man die Diskussion besser führen.

    Ach ja, eins noch: Schnelle Berichterstattung von DQs wurde ja auch immer wieder eingefordert. Dazu muss man a) den DQ mitkriegen (was meistens nicht der Fall ist – normalerweise erfährt man erst nachträglich davon), b) dann mit dem Spieler und den Judges reden, c) dann mit dem Head Judge klären, was und wie man das veröffentlicht, d) den Text schreiben, e) den Head Judge die sachliche Richtigkeit des Geschriebenen prüfen lassen, und dann erst kann man das hochladen. Und nebenbei hat der Head Judge eben genauso wie man selbst auch noch andere Dinge zu tun. DQs sind nicht “mal eben schreiben, was war”. Da darf man sich nämlich erst Recht keinen Fehler erlauben, sonst kriegt man Ärger mit der DCI.

    Ihr habt einfach keine Vorstellung davon, wie lange solche Sachen während eines Events dauern. Wenn ihr zwei Stunden nach einem DQ die Story erfahrt, ist das schon schnell. Meistens schnackt man nämlich nach dem Tag mit den Judges über so was, und dann erfährt man erst die Details und merkt überhaupt, dass es DQs gab. (Beispiel auf dieser DM: die drei DQs vom ersten Tag.)

  22. Dozer Says:

    Ach ja: Am Freitag hatten Tobi und ich zwischendurch beide gleichzeitig über eine Stunde Sendepause, weil wir ein Gespräch mit Wizards führen mussten, für das es keinen anderen Termin gab. Diese Unterbrechung war der Grund, warum Freitag weniger gelaufen ist als Samstag.


  23. Nun, im Gegensatz zu vielen anderen habe ich mich über die Feature Matches nicht beschwert. Ich werfe noch einmal die Gebetsmühle an: Standings und Decklisten, Standings und Decklisten, Standings und Decklisten!

    Standings müssen innerhalb von maximal einer Stunde nach Ende der entsprechenden Runde online sein. Nur so hat man als Leser den Eindruck, ein Geschehen mitzuverfolgen! Und selbstverständlich gilt das auch für Standings aus den anderen Events. Meine Güte, bei den ÖM hat der HEAD JUDGE das sogar hinbekommen! Und der hat nun wirklich Wichtigeres zu tun – Coverage-Reporter hingegen haben absolut NICHTS Wichtigeres zu tun, denn das ist ihre Pflicht Nummer eins!

    Decklisten wiederum erwarte ich spätestens am Ende des Tages, für den sie relevant sind (und sei es auch nur, damit Listen nicht “verloren gehen”, wie es hier ja offensichtlich peinlicherweise passiert ist)! Eine Coverage ohne Decklisten, das ist gar nichts!

    Zu den DQs schließlich: Nein, nicht unbedingt zwei Stunden später, aber bitteschön noch am selben Tag! Übrigens bin ich sicher, dass auch der Head Judge in der Regel bereit ist, mit Coverage-Reportern zusammen zu arbeiten. Wenn man sich mit dem vorher also mal kurz zusammengesetzt und ihn gebeten hat, bei solchen Vorkommnissen ein kurzes Statement abzugeben, dann klappt das bestimmt auch zügig. Und “verpassen” kann man einen DQ als Reporter schon gar nicht, denn dass man in Tuchfühlung mit dem Scorekeeper bleibt, ist doch wohl eine Selbstverständlichkeit? (Weil man sich nämlich nach jeder Runde die Standings abholt!)

    Nachdem Huy und Hanno sich zu Wort gemeldet haben, scheinen die Probleme ja festzustehen: Das Schreiberpersonal war unqualifiziert, und die Software war ungeeignet (das sind beides Dinge, welche PlanetMTG zu verantworten hat!), und deswegen war Tobi als verantwortliche Person zeitlich so sehr davon in Anspruch genommen, Krisen-Management zu betreiben, dass er sich nicht um die Grundlagen der Coverage kümmern konnte.

    Dass die Schreiber unerfahren waren, bringt jetzt auch Hanno so an, als wenn das irgendwie die Coverage beser machen würde! Nein, das macht sie nicht das kleinste bisschen besser – es bedeutet lediglich, dass die Verantwortung dafür woanders liegt (nämlich nicht bei den Schreibern, sondern bei der Organisation!)

    Besonders peinlich ist es aber, wenn man von der Leserschaft darauf hingewiesen wird, dass man die Legacy DM vollständig ignoriert hat und darauf mit “Was sollen wir denn noch alles machen?” antwortet!

    Ganz einfach: Aktuelle STANDINGS posten! Darauf hinweisen, dass eine ausführliche Coverage in den nächsten Tagen kommen wird. Natürlich am Ende des Tages die Top-Decklisten posten. Dann wird auch kaum jemand meckern, dass es keine Feature Matches gibt. Dass das Team nicht zwei Events gleichzeitig featuren kann, wird wohl jeder verstehen, aber dass eines der Events einfach ignoriert wird, nicht!

    Ach ja, und noch eines: Kaum etwas nervt mich beim Versuch, eine Coverage zu verfolgen so sehr, wie auf Links zu klicken, die nicht funktionieren! Dafür gibt es keine Entschuldigung – wer ein Link setzt, muss es auch überprüfen!

  24. Christoph Says:

    Benutz doch bitte einfach weniger Sätze mit Ausrufezeichen. Ich fühl mich immer so angeschrien, wenn ich deine Kritik, lese.

  25. Sebastian Says:

    Vielleicht liest Pischner zu viele Lustige Taschenbücher (ihr wisst schon, ehapa, Donald Duck und so). In laufenden Studien auf dem eigenen Klosett finde ich in ca. 50 Bänden durchschnittlich nur zwei Sätze, die mit einem Punkt enden. Der Rest mit “!”.

    Gutes Statement, Hanno.

  26. Dozer Says:

    Zum Thema Standings: “Coverage-Reporter hingegen haben absolut NICHTS Wichtigeres zu tun, denn das ist ihre Pflicht Nummer eins!”

    Pflicht Nummer eins eines Reporters ist, so sagt zumindest Wizards das in den internen Dokumenten für Coverage-Reporter, die Stimmung ders Turniers einzufangen, Feature Matches von mindestens einem Quarter, einem Semi und dem Finale zu machen und ein Foto des Gewinners zu haben, sowie die Standings, Pairings und Results in die USA zu schicken (oder vom Scorekeeper schicken zu lassen). Das hat auf der DM super geklappt.

    Wenn ich das richtig sehe, ist die Grundlage dieser speziellen Beschwerde, dass die Legacy-Meisterschaft untergegangen ist. Die war aber “nur” ein Side-Event der DM, weswegen es auf Magicthegathering.com dafür auch keine Pairings & Standings gab. Daran gibt es von offizieller Seite schlicht kein Interesse, weil der Aufwand viel zu hoch ist und das relevante Turnier für das internationale Publikum die eigentliche DM ist. Auf magicthegathering.com hätte ich gar keine Legacy-Top-8-Listen veröffentlichen können, weil der Kontakt in den USA nach den Top 8 Feierabend hat! Auch wenn das Legacy-Event noch lange nicht vorbei ist, ist das einfach nicht vorgesehen. Dass ich da noch einen Blog-Eintrag hinterherquetschen konnte, war Glück.

    Für PMTG gilt möglicherweise anderes. Meine Einschätzung ist (und das ist jetzt persönliche Spekulation, weil ich mit den Top 8 mehr als genug zu tun hatte), dass das PMTG-Team das Interesse an einer Live-Coverage für Legacy schlicht unterschätzt hat und davon ausging, dass die nachträglich einlaufende Komplettberichterstattung völlig ausreicht. Darum haben Tobi und die Schreiber ihre Energie auf die Top 8 konzentriert. Die Legacy-Decklisten haben wir abgetippt, nachdem die Top 8 feststanden, während also die Quarterfinals liefen.

    Da waren übrigens schon alle Coverage-Reporter weg außer Tobi, Willi und mir, weil sie ihre Mitfahrgelegenheiten nutzen mussten/ wollten, genau wie die Judges, die nicht für’s Legacy eingeteilt waren, und Huy, der nur die DM gescorekeepert hat.

    Sind Standings für euch wirklich so wichtig? In meinen Augen kann man nämlich eine “Coverage”, die nur Standings postet und Top-8-Decklisten, keine Coverage, weil sie mega unvollständig ist. Dazu würde ich gerne ein paar Meinungen lesen. Wärt ihr mit Standings + Decklisten zufrieden, wenn es keine Feature Matches gäbe, sondern nur alle 60-80 Minuten ein Text-Update zusätzlich zu den Standings?

    (Dann könnte man nämlich viel einfacher und effektiver covern, weil man nur noch maximal anderthalb Leute brauchte: Einen, der die Standings hochlädt und zwischendurch immer mal wieder über den Floor latscht und guckt.)


  27. Um diese Diskussion hier mal korrekt einzuordnen:

    1. Die magcithegathering.com Coverage stand hier nie zur Debatte. (Das soll nicht heißen, dass sie gut war.)

    2. Mein Urteil über die MTG-Coverage war “nicht so dolle”, nicht “unter aller Sau”!

    3. Organisatorische Probleme, wie zum Beispiel auch, dass Leute nicht mehr vor Ort sind, sind zu kritisierende Umstände, keine entlastenden!

    4. Natürlich sind aktuelle Standings wichtig – sie machen den Unterschied zwischen einer Coverage und einem zusammenfassenden Bericht aus. Es hat schon seinen Grund, warum WotC seine Coverage sogar “Live Coverage “nennt, obwohl sie diesen Namen selten verdient: Man will als Leser den Event “live” mitverfolgen. Genau aus diesem Grund gibt es zum Beispiel auch bei Fußballspielen Live-Ticker.

    5. Nachträgliche Berichterstattung ist völlig prima, wenn sie entsprechend aufbereitet ist (mehr Überblick und Zusammenfassung, weniger zeitversetzte Pseudo-Aktualität)! Standings und Decklisten hingegen sind das Skelett, und wie Du richtig anmerkst, braucht man dazu nur eineinhalb Leute (eigentlich nur einen, der gut mit der Turnierorganisation zusammenarbeitet). Deswegen erwarte ich ja auch dieses Skelett plus mehr! Beim “mehr” bin ich dann nicht so wählerisch wie andere, aber selbstverständlich müssen drei Reporter ein solches “mehr” auch erbringen – nur eben ZUSÄTZLICH zu den Essentials.

  28. Dozer Says:

    Ich will das ja nicht unendlich ausbreiten, weil ich glaube ich alles gesagt habe, was ich sagen wollte und das was du schreibst ja auch total nachvollziehen kann.

    Zu 3. allerdings: Die zu kritisierenden Umstände will ich gar nicht zur Entlastung heranziehen, sondern zur Erklärung, damit deutlich wird, *warum* das “nicht so dolle” war.

    Die mtg.com-Coverage habe ich nur angeführt, um eine andere Sichtweise zu illustrieren. Dass sie nicht so gut war, weiß ich auch (da kannst du mir im übrigen mal eine eMail schicken, würde mich interessieren).

  29. kai Says:

    Solange Covearge nicht bezahlt wird, lieber mal selber helfen, als meckern. Ich glaub kaum, dass pmtg tobi geld/produkt gegeben hat, damit er sich Helfer holen kann. Woher soll das Geld denn kommen?

    Und ausserdem:
    “Man musste nicht 7:0 mit seinem Standard-Deck gehen, ein 5:2 reichte vollig, wenn man beim Draft gut abschnitt. Da stellte Gruul eine zuverlässige Alternative dar. Ich denke, wenn die DM ausschließlich im Format Standard stattgefunden hätte, wäre weniger Gruul am Start gewesen!”

    Wow, was fuer ein Quatsch mit Sosse. :)
    Ist die Logik ‘Puh, die anderen sind so viel schlechter als ich, da spiel ich lieber Gruul, damit sie ne Chance im T2 haben. Im draft mach ich sie eh platt.’, oder was soll der Gedankengang von den Gruul Spielern gewesen sein?
    Das ist genauso bescheuert, wie die Leute, die auf einem 3-Formate-Event, wie z.b. Worlds, super stehen und dann am lezten Tag Sligh/Goblins spielen, ‘weil man ja eh nur 3 Matche gewinnen muss’. Leider extrem daemliche Logik

    Die Anzahl Gruul kommt durch zwei Sachen zustande: Einmal testen Leute nicht genug und greifen sich das beste Aggro deck, weil die generell am Einfachsten zu spielen sind. Und zum anderen, weil das Deck nunmal sehr stark ist, wie man bei den Sued-Bayern gesehen hat.
    Den Gedankengang ‘mit einem 5-2 waere ich extrem zufrieden’ gibt es sicherlich auch, aber solche Leute spielen typischer Weise nicht Aggro, sondern ein Matchup abhaengiges Deck, wie z.B. OmniChord oder IdiotLife. Wenn man mit einem Feld mit wenigen schlechten Matchups rechnet, ist das durchaus eine vernuenftige Sache. Wobei man sehr, sehr viel Glueck fuer ein sehr gutes Ergebnis braucht und mit etwas Pech (2-3 schlechte Matchups und man kann nunmal auch ein eher gutes Matchup verlieren) schnell eingestampt wird.
    Und grade bei einem Turnier, wo die wichtigste Runde KO System ist, bietet sich das eigenltich nicht an. Michael wird sich z.b. nicht gefreut haben, als er sein Matchup fuers Viertelfinale gesehen hat … :)


  30. PlanetMTG befindet sich zur Zeit irgendwo im Niemandsland zwischen einer kommerziellen Seite (ein Image, an dem sie selbst auch schuld sind) und einer Hobbyseite. Für mich ist der Planet eine kommerzielle Seite, und darüberhinaus der offizielle Partner von WotC in Deutschland, und daran richte ich meine Erwartungshaltung aus. Übrigens habe ich auch an keiner Stelle Quantität eingefordert, sondern lediglich saubere journalistische Arbeit, also nichts, was einen besonderen personellen Aufwand erfordert!

    (Derjenige, dem alles zuwenig war, das ist der Frisör, mit dem ich übrigens genau so wenig wie mit dem Eucken identisch bin.)

    Zu Gruul: Was ich meine ist Folgendes: Gruul ist, unabhängig davon, wie das Metagame sich entwickelt, immer für ein 4:3 bis 5:2 gut – Aggro läuft nun einmal konstanter als andere Archetypen. Ausgefeiltere Strategien wie Dredge, Tarmorack oder Idiot Life hingegen sind eher Top- oder Flop-Decks, die einen mit einem exzellenten Score belohnen, wenn man das Metagame richtig gelesen hat, aber auch furchtbar in die Hose gehen können, wenn man daneben liegt. Gruul war bei dieser DM gewissermaßen der “safe bet” mit eher mäßigen Gewinnaussichten, während ein Deck, welches versuchte, das Metagame auszuspielen, riskanter war, aber mit potenziell höherer Belohnung rechnen konnte.

    In einem Standard-only-Event ist ein “safe bet” nicht gut genug, wenn man Top 8 machen will, aber bei 50% Draft-Anteil doch gleich viel attraktiver.

  31. Dozer Says:

    Ich glaube, wir sind uns einig, nur ich versuche halt, PMTG noch ein bisschen in Schutz zu nehmen. ;-)

    Mit dem Image sprichst du genau das an, was z.Z. das Problem ist, allerdings ist “kommerziell” das falsche Wort. Das Gegenstück zu Hobby-Seite ist eine professionelle, i.e. hauptberuflich betriebene, Seite. Die (Selbst-)Wahrnehmung von PlanetMTG als eine semi-professionelle Magic-Seite entspricht (noch) nicht dem Aussehen, der Organisationsform und der Technik der Seite. Und das Budget gibt (trotz des Wizard-Sponsoring) keine Professionalisierung her, obwohl die zentralen Figuren von PMTG das eigentlich wollen.

    Ich habe die Diskussion hier und auf GerMagic aufgenommen und werde mich mit Tobi nochmal kurzschließen, so dass wir in Florenz und darüber hinaus zumindest die Organisationsform der Coverage ändern und die Probleme in der Richtung, also die, die vor allem Andreas angesprochen hat, beheben.

  32. david Says:

    zu den japanischen nationals
    täusch ich mich oder hat wizards da eh einen breakdown des metas gegeben mit den spielern (falls namhaft) und den jeweiligen decks mit anzahlen
    (nein ich täusch mich nicht)
    ansonsten danke für meta infos


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