Aufs Ganze gehen!

Frank Karsten hat heute einen extrem theorielastigen Artikel veröffentlicht, der Vorthoses, Timmies und die meisten Johnnies schreiend wegrennen lassen wird und bestimmt auch einige selbsternannte Spikes überfordert. Gerade deswegen ist er allerdings superinteressant und sollte für alle “ernsthaften” Turnierspieler Pflichtlektüre sein! (Okay, der letzte Teil mit der pseudowissenschaftlichen Abschätzung, zu wieviel Prozent Magic Glück ist, nicht unbedingt.)

Insbesondere der erste Teil hat es in sich! Erinnert Ihr Euch noch, wie vor ein paar Blogeinträgen Kai B. (nicht der Berliner, mit dem ich immer teste, sondern der Hall of Famer) nicht verstanden hat, worauf ich hinauswollte, als ich von Gruul bei der DM als einem “soliden” 5:2 Deck sprach und es stärker Metagame-abhängigen Top-oder-Flop-Decks gegenüberstellte? Frank Karsten zeigt hier mit akribischer mathematischer Genauigkeit die Grundlagen dieser Gegenüberstellung auf (Gruul ist natürlich kein “Stable Control”, nahm aber von den Matchup-Wahrscheinlichkeiten her im Standard-Metagame der DM eine vergleichbare Rolle ein).

Das sollte man unbedingt lesen und verstehen, um zu begreifen, warum es sich lohnt, Risiken einzugehen, anstatt auf der “sicheren” Seite zu sein – ein Prinzip, das man übrigens auch auf viele Lebenssituationen übertragen kann! Aber in diesem Blog hier will ich lieber nicht über Frauen schreiben…

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11 Comments on “Aufs Ganze gehen!”

  1. Avi Says:

    Die Karsten Artikel sind so ziemlich das interessanteste was man derzeit im Netz finden kann. (Selbst die SCG Premium artikel können da selten mithalten).
    Das einzige was ich vielleicht noch lieber lese sind die MaRo Artikel. Aber diese enthalten ja keine Strategie-Informationen…


  2. Nee, das tun sie wahrlich nicht!

    Dafür aber ist MaRo wohl einfach der beste Internet-Writer, den ich kenne.

  3. MeMyselfandI Says:

    doch!!! schreib bitte was über frauen!! mit der richtigen überschrift garantiere ich einen click und comment rekord.

  4. atog28 Says:

    Ein Titel schwebt mir auch schon vor.. es sollte nach viel klingen. “Viel Brüste” zum Beispiel. Vielleicht auch lieber nach noch mehr…


  5. Ich weiß nicht – in einem Blog, der keine Bilder bietet, würde ich die Leser doch zwangsläufig enttäuschen müssen?

  6. Chickenfood Says:

    das was ich vewrstanden habe, war erstklassik, leider wars nicht viel. ich kann ahlt nett so gut english wie ich gern wollte.

    gut das du darauf hingewiesen hast.

  7. Boneshredder Says:

    Der ist tatsächlich sehr gut, vor allem weil man die Mathematik bei der Art der Darstellung auch sehr gut nachvollziehen kann. Hat für mich als Spaßspieler zwar keinen allzu großen praktischen Nutzen, weil ich mich ungern in Metagames einarbeite und daher doch eher zu den 50/50/50-Decks greife, aber dennoch gut zu wissen.

  8. Noob-Ally Says:

    Es muss halt auch erstmal ein Metagame entstehen in dem Man Metagame Decks abusen kann.

  9. mart1 Says:

    Interessanter artikel, v.a. die diskussion aufm gleemax board ist interessant.

  10. Kenshin Says:

    Ich hab den Artikel gelesen, er ist toll und so, aber ich weiss jetzt leider immernochnicht, ob ich das stabile Deck spielen soll oder nicht! Vielleicht will ich das Turnier garnicht gewinnen? Vielleicht ziele ich eben auf die Top 50 (Hey das tue ich in Valencia wirklich, auch wenns unrealistisch ist)! Da bringt mir eine high risk/high reward strategie garnix… wenn die nicht fruchtet bin ich nämlich weg von der Tour… wenns aber klappt hab ich n paar Kröten mehr…
    Vielleicht hab ich den Karsten missverstanden… aber ich an seiner Stelle würde genau so weitermachen wie bisher…


  11. Klar ist die Zielsetzung entscheidend. Zumindest Karsten aber muss sich wohl in nächster Zeit gar keine Sorgen darum machen, weiter für Pro Touren qualifiziert zu sein, und da würde es sich gewiss für ihn lohnen, eine Strategie zu fahren, die extremere Ergebnisse bringt!

    Möglicherweise war übrigens genau das damals, als ich noch sehr aktiver PTQ-Spieler war, mein Problem: Bei Limited-PTQs hatte ich mich beinahe jedes Mal, wenn ich den Top-8-Draft erreicht hatte, qualifiziert, aber bei Constructed-PTQs hatte ich eine zweistellige Anzahl Top-8s, bis ich mich endlich einmal qualifizierte… Genau das wird der Grund gewesen sein: Mein Deck war immer solide genug, mich durch das Swiss zu bringen, aber dann traf ich auf diejenigen, die erfolgreich gegamblet hatten.

    Im Nachhinein muss ich sagen: Mit Karstens Erkenntnis wäre ich damals wohl ein viel erfolgreicherer Spieler geworden!


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