Dinge, die passiert oder nicht passiert sind

Es war schließlich zuletzt wieder einmal Einiges los in der Magic-Szene! Deswegen gibt es von mir einen kurzen Überblick über ein paar Dinge, die mich beschäftigt haben.

1. Shameless Plug

Wenn ich Magic-Artikel veröffentliche, sollte ich die in meinem Magic-Blog auch verlinken! Da ich das zuletzt vergessen habe, hier noch einmal der Hinweis auf meine Reihe Magic-Decks im Wandel der Zeit, die aus der Idee “Pischner im Wunschkonzert” geboren wurde und auf PlanetMTG jetzt bereits seit sechs Wochen läuft (und so schnell auch kein Ende finden wird). Sie besteht bislang aus folgenden Teilen:

Teil 1
Teil 2
Teil 0
Teil 3
Teil 3,5
Teil 4

2. To Team or not to Team

Jeder, der sich dafür interessiert hat, kam wohl kaum umhin zu bemerken, dass beim Projekt MU-Team zuletzt offensichtlich Sand ins Getriebe geraten ist. Welcher Art dieser Sand war, was das für das Getriebe bedeutet hat, und wie dieses Gefährt in Zukunft weiter gesteuert werden wird, könnt Ihr voraussichtlich diesen Donnerstag in einem Artikel von mir auf Magic Universe lesen.

3. Casual-Artikel

Der aktuelle Casual-Wettbewerb bei MU ist noch in vollem Schwung, und ich werde mich noch einmal dazu äußern, wenn alle Beiträge veröffentlicht wurden. An dieser Stelle will ich aber auf einen Artikel von The Ferret auf magicthegathering.com verweisen, der meiner Ansicht nach den perfekten Wettbewerbsbeitrag in der Sparte FFA darstellte! Ich bin ehrlich doch sehr enttäuscht, dass beim Wettbewerb niemand wirklich auf Emperor- oder FFA-spezifische Taktiken eingegangen ist. Für mich ist das ein Indiz dafür, dass sich “echte” Casual-Spieler einfach nicht auf Magic-Seiten herumtreiben. Wo sind denn nur die ganzen Leute, die seit Jahren diese Formate spielen und uns aus ihrem reichhaltigen strategischen Erfahrungsschatz berichten könnten? Sitzen sie wirklich alle in Hinterzimmern kleiner Magic-Shops und vertauschen Kiddies Craw Wurms gegen Doppelländer?

4. TrashT verliert PT Valencia

Wahrscheinlich wusstet Ihr das ja schon, aber falls nicht: Hier steht’s. Oh, und falls Euch die Abschnittsüberschrift wundert: Die Pro Tour hat nur einen Gewinner, also müssen alle anderen wohl Verlierer sein! Das ist die amerikanische Denkweise. Gewöhnt Euch besser daran, falls Ihr es nicht schon längst habt, denn sie steht auch in Deutschland immer stärker im Vordergrund. Immerhin kann man Trash dazu gratulieren, hier als Letzter verloren zu haben!

5. Sind Deutsche die neuen Franzosen?

Eigentlich noch interessanter ist eine andere Geschichte von dieser Pro Tour: Zwei unserer (durchaus nicht übermäßig zahlreichen) deutschen Pros wurden disqualifiziert! Ist Deutschland die neue Nummer Eins unter den Cheatern?

Nun… ich weiß, wie viele Menschen bescheißen, wann immer sie glauben damit durchzukommen, und bin daher bislang immer sehr skeptisch gewesen, wenn ein disqualifizierter Spieler seine Unschuld beteuert. Und dann kenne ich den Thaler und den Jöns ja nicht persönlich, aber ist der Erstere nicht von Beruf Gebrauchtwagenhändler, und hat der Letztere nicht diesen wirklich bösen mephistophelischen Spitzbart?

Muss ich ihnen deswegen nicht absolut zutrauen, dass sie – Moment, was steht da – vor einer Partie einen Prize Split ausmachen (was erlaubt ist) und dann besprechen, wer von ihnen aufgeben sollte, weil der andere bessere Gewinnchancen hat (was auch erlaubt ist)?

Noch einmal Moment mal! Sie haben also zwei Dinge getan, die erlaubt sind, und wurden dafür disqualifiziert, dass sie sie beide zusammen getan haben – obwohl sie diese beiden Dinge zeitlich separat getan haben?

“Conceding in the hopes of getting more money from a split qualifies as Bribery” – WTF??? Wie absurd ist das denn, bitteschön? Wie kann man einerseits den Spielern erlauben, Prize Splits zu vereinbaren und ihnen dann verbieten, eine ebenfalls erlaubte Concession durchzuführen, um ihre finanziellen Gewinnchancen zu maximieren?

Die Regeln bezüglich Bribery waren schon immer äußerst heikel, aber bislang GLAUBTE ich zumindest, sie verstanden zu haben. Klar, man darf den Gegner nicht auffordern aufzugeben, indem man ihm etwas dafür anbietet, wie zum Beispiel einen Prize Split. Hier aber war der Prize Split bereits VORHER beschlossen worden! Im Zusammenhang mit der Concession wurde also keinerle Angebot gemacht; die Konsequenzen daraus standen längst fest.

Ich muss hier deutlich sagen: Für dieses Vergehen hätte ich auch disqualifiziert werden können, wenn es mich durch einen kosmischen Schluckauf wieder auf eine Pro Tour verschlagen hätte! Ein vorher ausgemachter Prize Split (zum Beispiel auch in einem Team), eine Concession basierend darauf, wer die besseren Gewinnchancen hat – ich wäre nie auf die Idee gekommen, dass das illegal ist, und ich würde sogar behaupten, es WAR bislang auch nicht illegal!

Die DCI Policy zum Thema Bribery wird immer undurchsichtiger, undurchschaubarer und unlogischer. Diese Entscheidung hier kann ich überhaupt nicht nachvollziehen!

6. MTG Blogs

Das längste Thema zum Schluss: Seit letzter Woche sind bei GerMagic die MTG Blogs gestartet. Ich bin in den Kommentaren gefragt worden, was ich davon hielte, und tatsächlich hatte sogar EvilBernd himself mich bereits angemailt, ob ich nicht Zeromagic dorthin verlegen wollte!

Nun, was halte ich davon? Zunächst einmal ist es ein durchaus wichtiges Projekt für die deutsche Magic-Szene, und auch wenn ich mein Blog im Gegensatz zu GerMagic keineswegs als Nachrichtenportal begreife und daher auch keinerlei Anspruch auf Erwähnung aller Community-relevanten Ereignisse erhebe, hatte ich sowieso vor, ein paar Sätze dazu zu sagen, sobald ich dazu komme (und etwas zu sagen wusste). Was das Ganze soll? Nun, einmal nehme ich EB durchaus die Motivation ab, damit etwas für die Gemeinschaft tun zu wollen, indem er die Blogging-Szene belebt. Zum anderen sehe ich aber auch ganz klar sein Bedürfnis, damit seiner Seite und sich selbst einen höheren Stellenwert zuzuweisen! Das ist sein gutes Recht, und wer etwas Gutes tut, darf sich damit auch in den Mittelpunkt stellen, aber diese Motivation kollidiert ein wenig mit dem Sinn des Projektes.

Da ist einerseits der Aspekt, dass potenziellen Bloggern ein technisch eingerichteter Ort, sowie eine prominente Verlinkung zu ihren Beiträgen geboten wird, was sicherlich dazu führt, dass mehr Leute bloggen. Da ist aber andererseits das mehrfach artikulierte Bedürfnis, alle deutschen Magic-Blogs auf einer Seite zu versammeln, und da muss ich schon einmal nachfragen: Warum eigentlich? Was hat zum Beispiel – außer EB selbst natürlich – irgendjemand davon, wenn Zeromagic plötzlich von Germagic gehostet wird? Wenn es darum geht, die Community darüber zu informieren, wenn ich etwas gepostet habe, dann kann man meine Einträge dort so oder so verlinken; das ist also ein Scheinargument. Was an einer Monopolisierung der deutschen Blog-Szene jetzt genau so erstrebenswert ist, begreife ich auch nicht: Ein Portal mit einer Linkübersicht, logisch, das ist eine tolle Sache – aber wieso sollen die ganzen Blogger sich dafür auf der GerMagic-Domain versammeln müssen?

Hier sehe ich eine Vermischung zwischen einem Dienst an der Magic-Gemeinde und dem Versuch, einen größeren Teil der Magic-Szene für sich zu vereinnahmen. Insbesondere ich weiß wirklich nicht, warum ich mich ausgerechnet vom bekennenden Pischner-Hasser EvilBernd hosten lassen sollte!

Noch ein paar Worte zu den postiven Aspekten des Ganzen: Ein Portal zu allen Magic-Blog-Einträgen, das klingt erst einmal sehr interessant (würde aber bedeuten, dass EB eben auch zu nicht von ihm gehosteten Blogs verlinkt, wie eben Zeromagic, oder auch die ZK-Blogs etc…) Wenn das so nicht gedacht ist, dann bleibt als potenzielles Positivum noch die Belebung der Blog-Szene. Viele werden das automatisch als Positivum sehen, und das war auch mein erster Gedanke, aber nachdem ich dann ein wenig mehr nachgedacht hatte und das Projekt dann tatsächlich gestartet war, fiel mir auf, dass ich diese Wirkung im Endeffekt als NEGATIV begreifen muss!

Wie allgemein bekannt sein dürfte: Ich bin kein Freund von Quantität zu Lasten von Qualität. Genau das passiert hier aber: MTG Blogs wird von Blogeinträgen überschwemmt, die schlicht und einfach nicht lesenswert sind. Das führt nur dazu, dass ich auch die paar lesenswerten nicht mehr lese, weil ich keine Lust habe, in diesem Riesenhaufen Verbalmüll danach zu suchen! Bevor MTG Blogs eingerichtet wurde, habe ich die auf der Frontseite von Germagic verlinkten Blogs ALLE gelesen. Das waren zu Stoßzeiten vielleicht 2 bis 3 Blogs pro Tag, in ruhigen Zeiten die gleiche Anzahl in einer Woche. Auch damals war nicht alles lesenswert – ich würde den Anteil mit ca. 50% angeben – aber es waren übersichtliche Mengen, und das Verhältnis von Körnern zu Spreu erträglich.

Jetzt lese ich, nachdem ich die Anfangsphase noch genau mitverfolgt hatte, in MTG Blogs unterdessen gar nicht mehr, wenn mir nicht der Autor bereits bekannt (UND natürlich einigermaßen positiv aufgefallen) ist, und bei der schnellen Rotation der Einträge geht mir möglicherweise sogar ein solches Blog ab und zu durch die Lappen. Das geht mit Sicherheit nicht nur mir so! Es werden also zwar mehr Blogs geschrieben, aber deswegen keineswegs mehr Blogs gelesen, und insbesondere muss man befürchten, dass gerade die lesenswerten Beiträge von weniger Lesern aufgesucht werden, als es bei dem alten System der Fall gewesen wäre!

Von den ganzen Schreiberlingen, die sich jetzt neu auf GerMagic tummeln, sind vielleicht 10% Korn; der Rest ist Spreu. EB hat Leute dazu gebracht zu bloggen, die von alleine ihren Arsch dazu nicht dazu hochgekriegt haben – aber warum eigentlich? Wenn jemand nicht von alleine auf die Idee gekommen ist, sich ein Blog einzurichten, wie groß ist die Chance, dass derjenige auch wirklich etwas Interessantes zu sagen hat?

Unterdessen bin ich zu dem Schluss gekommen, dass das gesamte Konzept ein Fehler ist! EB hat es Leuten ermöglicht, mit dem selben geringen Aufwand ein Blog zu betreiben, mit dem man einen Forenthread vollspammt, und die Ergebnisse sind vergleichbar. Diejenigen Blogger, die sich mit ihrem Blog tatsächlich Mühe geben, gehen unter. Das ist genau das Gegenteil von dem, was ich mir wünsche!

Nach entsprechendem Feedback von unterdessen doch schon zahlreichen Kommentatoren wird EB nicht umhin kommen, einen Selektionsprozess zu beginnen, der darauf hinausläuft, dass lesenswerte Blogger prominent gefeaturet werden, und weniger lesenswerte eben nicht. Das macht letztlich eine subjektive (und mit einem gewissen Zeitaufwand verbundene) Auswahl nötig, die bislang einfach dadurch, dass das Einrichten eines eigenen Blogs mit einem Minimum an Mühe verbunden war, ganz gut ersetzt wurde.

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39 Comments on “Dinge, die passiert oder nicht passiert sind”

  1. Boneshredder Says:

    3. Casual-Artikel

    “Wo sind denn nur die ganzen Leute, die seit Jahren diese Formate spielen und uns aus ihrem reichhaltigen strategischen Erfahrungsschatz berichten könnten? Sitzen sie wirklich alle in Hinterzimmern kleiner Magic-Shops und vertauschen Kiddies Craw Wurms gegen Doppelländer?”

    Einige priorisieren gegenwärtig die Steigerung ihrer Arbeitsmarktqualitäten. Davon abgesehen bin zum. ich gegenwärtig auch ein wenig in dem Dilemma gefangen, meinen eigenen Ansprüchen nicht zu genügen. Meine frühere Beiträge zum Thema sind mittlerweile längst aus dem Wahrnehmungsrahmen der Gemeinschaft gefallen und wenn ich an dieses Niveau anschließe, wird das zwangsläufig mit den neuen ebenfalls passieren. Man müßte also eigentlich etwas monolithisches auf die Beine stellen, das imstande ist, die Zeiten (also wenigstens ein paar Jährchen) zu überdauern, und dafür fehlt einfach (immer noch) die Energie. Eigentlich schulde ich EB noch eine generelle Stellungnahme zu “Was ist Casual?” (die gegenwärtig auf Eis liegt, weil – wie hier unter Punkt 6 angeführt – der Content sich bei dem Anfangsspamming der MTGBlogs ohnehin nicht lange obene halten würde) und dem trischai noch eine Lösung der Spielgruppen-Balance-Probleme. Beides wird jedoch eher nicht kommen, bevor ich nicht die Chance sehe, daß es wenigstens eine Woche lang auf der germagic-Hauptseite stehen bleibt.

    5. DQs

    Sehe ich ziemlich genauso. Ich finde auch die begleitenden Aphorismen, welche die Judges da von sich gaben, nicht sehr hilfreich:

    “split plus concede is always bad and almost always leads to a DQ.”
    “Think of two ingredients that just don’t go together very well.”
    “Both splits and concessions are legal, but together, they are venom.”

    Geht’s bitte noch kryptischer? ‘Almost always’, aha. Und wann nicht? “Conceding in the hopes of getting more money from a split qualifies as Bribery” Im Endeffekt stellt sich doch hier genau das gleiche Problem, mit dem man früher schon den IDs nachgeben mußte: Wenn sie wollen, können die Spieler auch einfach so spielen, daß das passende Ergebnis rauskommt. Die Anforderung ist der Praxis schlichtweg nicht angemessen, bekanntermaßen nicht völlig neues bei den DCI-Regeln.

    6. MTG Blogs

    Der Vorteil einer zentralisierten Seite für ganz .de ist ganz einfach der, daß dann keine Randzonenblogger mehr aus dem Wahrnehmungsbereich der Community herausfallen. (*hust*Couchmagic*hust* ;>) Schon ein einzelner Klick mehr und die notwendige psychische Ausrichtung auf eine neue Art von Seiten-Navigation sind ein Hindernis, das Leser davon abhält, regelmäßig auf eine nicht-zentrale Themenseite zu klicken.

    Mit der Zentralisierung hat man nun freilich ein anderes Problem, nämlich das, daß man sich eine andere Selektierungsstrategie suchen muß, da die Lesezeit immer noch begrenzt ist. Das aktuelle MTG-Blog-Begrüßungsspamming betrachte ich allerdings als eine vorübergehende Erscheinung. Langfristig werden dort vor allem die Leute schreiben, die auch wirklich etwas zu sagen haben, während man auf Blogs notorischer Spammer einfach gar nicht mehr klicken wird (bzw. jeder nach eigenem Geschmack).

    Vielleicht ließe sich ja ein automatisches Klick- und Kommentar-abhängiges Feature-System einrichten, daß besonders gut besuchte / besonders kontroverse Themen länger ‘oben’ hält als andere.

  2. TobiH Says:

    DQs — Ich bin aktuell noch am Nachforschen werde dazu dann aber noch etwas schreiben, wenn ich alles weiß.

    Blogs — Ein Public Voting für diejenigen Blogs/Blogeinträge, die prominent aufgeführt werden sollten, kommt hier in den Sinn. Oder vielleicht eine Jury? Schwierig und wohl nie wirklich zufriedenstellend lösbar dieses Thema…

  3. atog28 Says:

    @Randzonenblogger: ich komm dir gleich da rüber! ^^

    @Bloxxs: das Spamming wird sich mE über den Markt regeln

    @AP: so denkst du also.

  4. auenland Says:

    @DQ: Bitte betrachtet das mal von einer anderen Seite: Hätten sich die beiden ohne die Prize Split Vereinbarung auch auf Concede geeinigt? Das wird wohl kaum jemand ernsthaft mit “ja” beantworten, oder? Mit anderen Worten: Der vereinbarte Prize Split wirkt sich durchaus auf die Concede-Diskussion aus, auch wenn Split und Concede zeitlich etwas auseinander liegen. Und warum sollte eine illegale Sache plötzlich dadurch legal werden, dann man zwischen Teil A und Teil B einfach ein paar Minuten Pause macht? Diesen Umstand habe ICH nämlich noch nie verstanden in den DCI Richtlinien, von daher scheint mir die jetzige Umsetzung durchaus sinnvoll zu sein.

    Auf einem anderen Blatt steht allerdings, ob diese Umsetzung vorher allen Spielern hätte bekannt sein können. Das kann ich nicht beurteilen, da ich seit einiger Zeit keine Regelupdates mehr gelesen habe.

    Und noch etwas verstehe ich nicht: Angeblich soll ja der Split total legal sein. (Selbst Head Judge Jaap Brouwer sagt das im Interview.) Seit wann ist das denn so? Zu meiner Zeit (also noch vor einem Jahr) war ein Split nur im Finale eines Single Elimination legal, sonst nicht. Wurde das geändert?

  5. B. Says:

    Naja, erstens geht die DCI das sehr wohl etwas an, da die Pro Tour für sie ja eine Werbeveranstaltung für das Spiel ist. Und wie in den letzten Jahren immer wieder deutlich wurde, reagiert Wizards allergisch auf Sabotage dieses Zweckes. Wenn man z.B. wie Nassif und der andere damals nicht spielen kann, deshalb das Spiel persönlich vorverlegt. Das ist an sich ja auch nicht illegal, aber es gibt eben ein richtiges Spiel weniger. So wie hier. Natürlich ist das den Spielern gegenüber nicht ganz fair, aber es ist doch bekannt dass Wizards da öfters so reagieren.

    Zweitens, warum wird eigentlich dieser Teil von niemandem registriert:

    “The other major issue leading to the disqualifications was an attempt by the two players to change the match results after the match was over, which is Cheating — Fraud according to the DCI Penalty Guidelines. If one player wants to concede, it must be done before the match concludes (that is, before the final game of the match ends); otherwise, it constitutes falsifying the results of the match.”


  6. Du verwechselst da etwas. Der nur im Finale mögliche Split war eben ein solcher, der gleichzeitig mit dem Verhandeln des Ergebnisses erlaubt war, d.h. man konnte seinen Finalgegner mit den Worten begrüßen “Hi, wollen wir splitten, dann gebe ich auf!”

    Das generelle Splitten der erzielten Gewinne ist ein seit Anbeginn der Pro Tour übliches Verfahren, bei dem Spieler ausmachen, ihre gewonnenen Preise untereinander aufzuteilen, um Risiken abzufangen. Das war nie verboten und wird nie verboten sein, weil es VERDAMMT NOCH EINMAL DIE DCI EINEN SCHEISSDRECK ANGEHT! Was zwei oder mehrere Menschen beschließen, wie sie mit ihren Besitztümern verfahren, hat mit der DCI nicht das geringste zu schaffen.

    Was die DCI regeln kann (und offenbar auch entschlossen ist, es zu tun) ist zu regeln, wie Spiele während eines Turniers entschieden werden. Deswegen verbietet sie Verhandlungen über einen Spielausgang, bei dem Spieler einander Vergünstigungen anbieten. “Gib auf, dann gebe ich Dir 500€” – das geht daher nicht. Ebenso wenig “Ich gebe auf, wenn wir dann splitten”, denn das ist eine Umformulierung des vorigen Prinzips.

    Jetzt allerdings hat die DCI eine Entscheidung getroffen, mit der sie das Verhalten von Spielern VOR dem Bestimmen des Ausgangs einer Partie sanktioniert. Effektiv sagt sie: Wenn Ihr Euch über einen Preis-Split geeinigt habt, dann dürft Ihr nicht mehr aufgeben! Mit anderen Worten, sie macht die Legalität einer Concession davon abhängig, was Spieler vorher privat miteinander besprochen haben. Bedenke die Implikationen:

    Ich habe Dir versprochen, Dich auf der Rückfahrt in meinem Auto mitzunehmen. Du darfst nicht gegen mich aufgeben, denn ich biete Dir eine geldwerte Leistung, und eine Aufgabe gegen mich könnte daher als angenommene Bestechung interpretiert werden!

    Klar, wenn ich Dir sage: “Gib gegen mich auf, oder ich nehme Dich auf der Rückfahrt nicht mit”, DANN ist das Bribery.

    Gneau so wäre es Bribery gewesen, wenn einer von den beiden gesagt hätte: “Gib auf, oder ich annulliere den zwischen uns bereits vereinbarten Prize Split!” Das ist aber, wie ich es der Stellungnahme des Head Judges entnehme, nicht geschehen.

    Die DCI hat diesmal einfach die Grenzen ihrer Zuständigkeit überschritten.

  7. Meikel Says:

    Das habe ich aber vorher nirgendwo gelesen mit dem “change of match result” – ist das irgendwo untergegangen? 2. Ich sehe nicht den unterschied zwischen einem ID in die T8 wo beide spieler Geld gewinnen und einem Prizesplit vorher und dann aufgeben – beides “manipuliert” die Ergebnisse – solange Ids erlaubt sind sollte auch split und concede erlaubt sein .


  8. B.: Das habe ich auch nirgends gefunden – wo hast Du das der?

    Das wäre natürlich ein nachvollziehbarer DQ-Grund.

    Das Privatleben der Spieler aber geht die DCI nichts an.

  9. Huy Dinh Says:

    @B.: Es war nicht Gabriel Nassif, sondern zwei seiner Landsmaenner; Nicolas Labarre und Yann Hamon waren beide in den Top 8 der Extended Pro Tour vor zwei Jahren (oder doch schon drei?), hatten beide ihren Flug zurueck nach Frankreich fuer den Sonntag gebucht und haetten beide ihren Flug umbuchen muessen, wenn beide angetreten waeren.

  10. EvilBernd Says:

    “aber wieso sollen die ganzen Blogger sich dafür auf der GerMagic-Domain versammeln müssen?” – es gibt keine GerMagic-“Blog”-Domain (mehr), die Domain für die Blogs ist eben MTGBlogs.de. Die einzige Verbindung zu GerMagic sind die Standard-Links, die man über zwei Klicks ändern/löschen kann und die Übersicht auf GerMagic selbst.

    Das viel zitierte “Portal zu allen Magic-Blog-Einträgen” gibt es bereits und findet sich unter MTGPop.de. Auch dieser Zug ist also abgefahren und mein Ego und ich sitzen am Steuer. Zu gut.

    Was das Blog-Spamming angeht, so habe ich bisher fast nur anregende Ansätze gelesen. Sei es der Community-Blog (hey, der hat sogar eine eigene “Pischner”-Kategorie, wenn das nicht mal fluffartige Wirkungen entfaltet…), die Casual-Spieler an vielen Ecken oder die beiden Judges, die sich schon geoutet haben. Letztlich regelt es der Markt, die Evolution oder einfach die eingebaute Pischner-Kommentarsperre (hier scherze ich; es gibt kein Zeichenlimit in den Kommentaren, also immer ran da).

  11. Teardrop Says:

    Ich empfinde es auch als störend, in der Masse der Blogger unterzugehen. Das hat evrschiedene Gründe, vor allem, dass man weniger Leser haben könnte, oder zumindest nicht mehr so individuell wahrgenommen wird.

    Aber: Evil ist zwar der Webmaster, aber bei Mtgblogs nun nicht gerade omnipräsent. Eher so im Hintergrund.
    Und: Aus Deinem Selbstverständnis heraus dürftest Du vor der Masse bei mtgblogs keine Angst haben…

  12. Martin Golm Says:

    Das Zitat von B. stammt aus dem von Dir verlinkten Artikel auf mtg.com (sind die letzten beiden Absätze).

  13. Christopher EUcken Says:

    Die DIskussion über das Für und Wider hinsichtlich des DoubleDQ aus Valencia verfolge ich mit grossem Interesse, dennoch muss ich sagen, dass mich ein anderer Punkt stört, der sich auf der Pro Tour ererignet hat: Andre Müller wurde zweiter.

    An dem Erfolgreicen Turnierverlauf und -abschluss selbst ist natürlich nichts was stört – im Gegenteil!
    Ich selbst (und ihr wisst, was das bedeutet!!) bin kürzlich auf einem FNM auf dem zweiten Platz gelandet und habe mich zu recht darüber gefreut.

    Ich muss allerdings sagen, dass es mich erschüttert, wie AP hingehen kann und Andre als Verlierer bezeichnen kann….wieso das. Er hat einen hohen Pro Tour Level und die Chance einen noch höheren zu erreichen.

    Wird in der Fussball Bundesliga auch der Vizemeister als Verlierer bezeichnet, weil er nicht Meister wurde? Nein! Auch als zweitplatzierter einer Pro Tour, die in diesem Falle über einen 10 Runden (!) Tag lief, gehört man zu den Gewinnern des Turniers.

    Aucxh der 9. und noch einige darunter dürften sich gefreut haben….stelle dir vor, dass nur einer davon auf seiner ersten Pro Tour den 9. Platz macht….oder wollen wir uns mal mit Jan Moritz Merkel unterhalten, der seine erste Pro Tour auf anhieb gewann!!

    Mich würde einmal interessieren, wie ein Teilnehmer, zweiter werdend – sich fühlt, wenn er dann von AP öffentlich als Verlierer dargestellt werden will.

    AP hat ganz recht…er ist nicht als Sieger aus dem Turnier hervorgegangen.

    Auf Greund der Haltung, die AP in seinem Eintrag aufzeigt, wird mir klar, weshalb es Leute gab und gibt, die öffentlich Kritik an Herrn Pischner üben.

    Und wenn es sein soll, gehe ich nächstes Mal als Sieger aus dem FNM hervor.
    Wie gesagt, FNM….nicht Pro Tour


  14. Okay, jetzt muss mir mal einer aushelfen: Der Artikel zum DQ, den ich verlinkt habe – enthielt er diesen Absatz wirklich von Anfang an? Oder ist der vielleicht editiert worden?

    Ich würde es nicht beschwören, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass dieser Artikel ursprünglich mit dem Satz “Both splits and concessions are legal, but together, they are venom.” geendet hat!

    Wurde da also nachträglich Info eingefügt, ohne ausdrücklich darauf hinzuwesien?

    Ach ja, und noch etwas zum Thema Eucken: Was denkt Ihr darüber – soll ich seine Kommentare hier einfach stehen lassen (das ist der Default, denn ich zensiere eigentlich nur in Notfällen), oder sollte man ihm vielleicht in seinem eigenen Interesse die Möglichkeit nehmen, sich hier komplett zum Löffel zu machen?

  15. zyklopf Says:

    Mich verwundert der DQ nicht. Ich habe mich, sobald Prize Splits interessant wurden, beim Judge meines Vertrauens informiert und klar gesagt bekommen: Prize Splits ok und nach Consession fragen auch ok, aber beides eben nicht.

    “gibts du auf?”
    “nein.”
    “nagut dann bitte ich dir einen prize split an!”

    klingt nicht gut.

  16. mitsch Says:

    sorry Eucken, aber das geht halt nie was du da von dir gibst. (und ja sowohl Schalke als auch Bayern und Bremen haben letztes jahr VERLOREN, und sie haben bestimmt nicht den 2.(bzw. 3. , 4.) Platz gewonnen… warum fange ich überhaupt damit an)

    Vote for Dismiss Eucken!

    Die Geschichte mit den beiden Franzosen ist aber ja mal lustig, hab das damals gar nicht mitbekommen, hat jemand nen Link wo man das nomal genauer nachlesen kann?

    Btw muss man aber auch zum Thema MU-Casual-Wettbewerb die Artikel vom Phips und vom Evil auch mal loben, die stechen ein wenig hervor.

  17. atog28 Says:

    @comment-2024: Da hast du vollkommen recht, die beiden letzten Absätze sind erst später hinzugekommen. Wann genau weiss ich nicht, ich habe den Eintrag ziemlich zügig nach Erscheinen gelesen und diese Absätze fehlten da noch.

    Zur Sache Eucken: heisst das in Konsequenz, dass du dich selbst dann auch zensierst?^^

  18. auenland Says:

    Au Mann, Eucken ist ja genauso ironieimmun wie David Blüher (Siehe Magic Universe)…

    @DQ: Andreas, wo willst du denn die Grenze ziehen? Wieviel Zeit muss zwischen Split und Concede vergehen, damit sie nicht mehr in einem kausalen Zusammenhang stehen? Übrigens hast du gar nicht bestritten, dass auch in diesem Fall Split und Concede in kausalem Zusammenhang standen, wie ich oben schon schrieb …

    Und auch ich bin mir sicher, dass die beiden Absätze ursprünglich nicht im Bericht standen. Wenn das inhaltlich so stimmt, dann rechtfertigt das natürlich einen DQ um so mehr.


  19. Auenland: Ich denke, die verstrichene Zeit kann kein Maßstab sein; es muss stattdessen darum gehen, was die DCI etwas angeht, und was nicht!

    Was immer für Absprachen außerhalb des Turniers getroffen werden, geht sie in jedem Fall einen Scheißdreck an! Wenn mich ein Judge fragt, was ich am Tag zuvor mit einem anderen Spieler für finanzielle Vereinbarungen getroffen habe, was ich zu Mittag gegessen habe, wie die Telefonnummer meiner Freundin ist, und ob mir Jessica Alba oder Alyson Hannigan besser gefällt, dann lüge ich ihn an wie ich will, und sollten daraus irgendwelche Konsequenzen für mich entstehen, dann erwäge ich eine Klage gegen die DCI wegen Nötigung!

    Letztlich ist die Situation die gleiche wie beim Coaching: Erst, wenn die Spieler sich für ein Match (einen Draft, Deckbau) an den Tisch gesetzt haben, beginnt der Einflussbereich der DCI (Komme mir jetzt keiner mit Gegenbeispielen, die mit dem Hausrecht des Veranstalters zu tun haben, wie Nichtrauchen oder nicht im Gang Herumstehen). Alles andere ist Privatsache.

    Die DCI KANN also die Diskussion eines Prize Splits zwischen zwei an ihrem Tisch sitzenden Spielern sanktionieren, aber nicht vorher im Hotel, auf dem Klo oder im Gang vereinbarte Splits, denn diese sind Privatangelegenheit der Spieler. Diskussionen, wer aus Metagame.Erwägungen aufgibt, sind daher auch bei einem vorher ausgemachten Prize Split erlaubt, und wenn ein Judge nachfragt, ob die beiden Spieler außerhalb ihres Einflussbereiches einen Split vereinbart haben, dann geht ihn das einfach nix an, und die Spieler dürfen lügen, wie sie wollen!

  20. TümR Says:

    1. War der letzte Absatz bezüglich der Thaler/Joens-DQ definitiv nicht am Wochenende im DCI-Statement.
    2. Es ist für die DCI praktisch unmöglich, die auf einer PT wirklich dutzendfach vereinbarten Splits der Spieler nachzuvollziehen. Daher finde ich den hier verfolgten Ansatz wirklich suboptimal. Wenn Joens/Thaler am Vortag einen Split verabredet hätten und sich dann am Spieltisch über ihre Metagame-Chancen austauschen, woraufhin einer concedet, kann die DCI auch nichts machen. Das ist ähnlich wie der Wechsel-DM auf der DM: Begeht er seinen Fehler beim Pairing-Aushang, würde kein Hahn danach gekräht haben.
    Riecht für mich alles nach “Was ihr im Hinterzimmer treibt ist egal, hauptsache der Vorgarten ist schön und die Nachbarn reden nicht”. A new Sheriff is in town und so, das Grossreinemachen des Cheaterpfuhls ProTour.
    Diesmal bin ich sogar der Meinung, daß die beiden überhaupt gar nichts anrüchiges getan haben :>.
    3. Der andere Vorfall bezog sich auf Nicola Labarre und Yann Harmon. Beide gingen überraschend Top8 (gegeneinander), was mit ihren Flügen kollidierte oder so. Es gab nur noch einen billigen Ersatzflug und um diesen wollten die beiden würfeln bzw. das match am Vorabend entscheiden.
    Die DCI hat dort so vorfahren, daß es ihnen grundsätzlich egal ist, wer dort am Sonntag zur T8 erscheint, daß sie aber auf keinen Fall das Match unter offiziellen Bedingungen an einem anderen Zeitpunkt als die anderen Viertelfinalspiele stattfinden lassen werden.
    Also haben die beiden das wohl im Hotel ausgezockt und am Sonntag ist nur Hamon erschienen. Im Bracket steht auch “Labarre forfeits”.
    Aber kA mehr welche Tour :)

  21. sgtpepper87 Says:

    meine haltung zu den mtgblogs ist ungeföhr die selbe. früher habe ich alle blogs auf germgaic gelesen, ausnahmslos. seitdem die ganze sache jetzt aber so unübersichtlich geworden ist, vielleicht höchstens noch 10%. da verpasst man natürlich meist alles lesenswerte, das konzept halte ich nicht für gut.

  22. sgtpepper87 Says:

    @ änderung von diesem link: http://www.wizards.com/default.asp?x=mtgevent/ptval07/dqnews

    AP, du hast vollkommen recht, der letzte Satz wurde geändert, ich kann mich auch noch an den “Both splits and concessions are legal, but together, they are venom.” Satz erinnern, weil dieser eben so einprögend ist. das zeigt ja nur dass die dci selber nicht ganz so weiss was mit den bribery regeln los ist und da die aussage jetzt nachträglich “neutraler” gemacht wurde…

  23. auenland Says:

    Andreas: Woher weißt du eigentlich, wann genau die beiden sich auf einen Split geeinigt haben? Stand das in dem Bericht? Vielleicht saßen sie schon am Tisch, als sie sich vor der Partie geeinigt haben!?

    Zur verstrichenen Zeit: Natürlich ist die wichtig! Wenn zwei Spieler innerhalb von 10 Sekunden sage “Splitten wir?” “Okay” “Concedest du?” “Ja, mache ich”, dann ist das wohl ein klarer Fall von Bribery. Aber wie ist es, wenn nach “Splitten wir?” “Okay” erst mal 10 Minuten vergehen, bevor “Concedest du?” “Ja, mache ich” folgt? Ist das dann immer noch Bribery? Und bei 40 Minuten? Wo ziehst du die Grenze? Dein letzter Post klang so, als würdest du die Grenze an der Stelle ziehen wollen, sobald sich beide Spieler an den Tisch gesetzt haben, verstehe ich das richtig?


  24. Ja, tust Du.

    Ich halte das für den einzig gangbaren Weg (und genau deswegen wird die Coaching-Thematik auch so gehandhabt).

  25. juge Says:

    Der Fall mit Nicolas Labarre und Yann Hamon war bei der PT New Orleans:
    http://www.wizards.com/default.asp?x=sideboard/events/ptno03

  26. auenland Says:

    Andreas, wieder mal weichst du meiner ersten Frage geschickt aus, indem du nur auf die letzte antwortest …


  27. Ich verstehe jetzt nicht, was Du meinst – Split-Vereinbarungen, die am Tisch getroffen werden, kann die DCI sanktionieren; alle anderen nicht. Was ist da noch zu klären?

  28. auenland Says:

    Und ich verstehe jetzt nicht, was an meiner Frage nicht zu verstehen ist, darum noch mal von vorne: Woher weißt du eigentlich so genau, zu welchem Zeitpunkt sich Jöns und Thaler auf einen Split geeinigt haben? Vielleicht saßen sie schon am Tisch, als sie sich vor der Partie geeinigt haben!? Immerhin heißt es im dem oben verlinkten Bericht: “After interviewing the players, we discovered that they had agreed on a prize split at the beginning of the match.” Das klingt für mich so, als wäre es durchaus möglich, dass sie auch schon am Tisch saßen!


  29. Nein, offensichtlich weiß ich das nicht – woher auch? Ich habe das für eine rhetorische Frage gehalten.

    Nur, nach der BISHERIGEN DCI Policy kommt es ja noch auf die Reihenfolge an! Was ich hier beschreibe, ist ja der Versuch einer schlüssigen Lösung des Problems.

    BISLANG gibt es keine Regelung, welche die Diskussion von Prize Splits während des Matches untersagt (weswegen es die beiden wohl auch im guten Glauben getan haben). BISLANG gab es nur eine Regelung gegen das Angebot eines Splits in Verbindung mit einer Concesion.

    aus der Stellungnahme des Head Judges geht eindeutig hervor, dass diese beiden Dinge hier separat passiert sind. Natürlich hat die BISHERIGE Regelung Sinnlücken (deswegen schlage ich ja eine andere vor), aber dass der Head Judge seine Unzufriedenheit damit auf dem Rücken von Spielern austrägt, die etwas nach BISHERIGER Interpretation Legales tun und jetzzt dafür DQed werden, das ist ein Skandal!

    (Und ja, ich gehe hier davon aus, dass die Stellungnahme des HJ korrekt wiedergegeben wurde.)

  30. realalien Says:

    Blogs: Die Blog-Gedanken kann ich voll und ganz teilen. Viel Quantität und wenig Qualität. Ich lese in der Zwischenzeit gar nichts mehr davon, nachdem die ersten etwa 10 Blogs nicht mehr enthielten als: Ich bin der XY, bitte sag’ Du mir doch weshalb es mich im Netz gibt!
    DQ: Ich freu mich jedenfalls auf eine Aufklärung beim Planeten. Sollte doch beim Jöns nicht so schwierig sein, oder?!

  31. Flippi Says:

    diese naiven und sturen diskussionen immer..
    Keiner ändert seinen Standpunkt, jeder bringt immer die gleichen “Argumente” .
    Da macht es gar keinen Spass mal was sinnvolles zu antworten, auch wenn ich das eh nie mache, weil ich allgemein immer nur lese, nicht schreibe…

    aber..
    wie wäre es wenn man sich mal an jemanden wendet der sich auskennt,..zum Beispiel den Judge oder Head Judge. Ich bezweile dass diese keine Ahnung davon haben, was die DCI “darf” oder “tun soll”. Es kommt mir eher vor, dass die Hundertschaften von Spielern dieses Wissen nicht haben, denn eins is klar: Wenn der Head Judge sagt, zwei spieler hätten etwas illegales getan, liegt das sicher weder an deren Nationalität, noch an deren genauen Worte, bzw deren Satzbau, sondern eher daran, dass sie konkret gegen die Regeln (Bribery is not allowed..) verstoßen haben.

  32. JohnWayne Says:

    Oh man, Horst Eucken macht sich ja echt zum Eimer, viel hohler gehts nicht mehr. Fällt mir eigentlich nur Nuhr ein:
    “Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten.”

    @DQ, in meinen Augen ziemlich lächerlich. Der Split ist bereits ausgemacht und die beiden wollen nur noch sicherstellen, dass der mit den besseren Chancen weiterspielt, weil das für beide von Vorteil. Sie versuchen für sich beide das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. An welcher Stelle besticht da wer wen? Welche Beweggründe ausser Geld, was ja wegen des Splits eigentlich nicht mehr zählt, gibts denn noch? Entweder Aussicht auf Top8-Platzierung und damit Erwähnung auf diversen Comunityseiten-Tja wer es bracuht. Mehr ProPoints um den Level zu pushen, keinen Plan ob da einer was braucht. Sein Gesicht auf einer ProPlayer Card im Starter…hmm, das wirds bestimmt sein. Oder den Turniersieg, worauf sie aber keinen nennenswerten Einfluss haben.

  33. Jaya Ballard Says:

    Laß den Eucken weiter kommentieren!!!
    Das alles gehört doch zu seiner Bewerbungskampagne für das Model und der Freak…

  34. valtl Says:

    Ich würd ein bisschen aufpassen mit dem, was ich schreibe…

    Was die DCI mit dir während eines Turnieres anstellt (damit meine ich Sanktionen des Judges) werden wohl nicht strafrechtlich verfolgt (zumindest nicht die Sachen, deren du die Judges beschuldigst und weben Nötigung anzeigen willst).

    Mit Anmeldung zu einem DCI-legalen Turnier unterwirfst du dich deren Regeln, die da besagen, dass der Head Judge ‘nur’ den ausreichenden Verdacht benötigt, dass es sich (z.B.) um eine Verletzung der Integrität des Turnieres handelt, damit er einen Spieler disqualifizieren kann. Liegt einfach daran, dass zumeist Aussage gegen Aussage trifft und die Aufklärung zu lange dauern würde.

    Sollte sich der Vorwurf als nicht haltbar erweisen, ist ja nicht viel passiert und der Spieler darf alsbald wieder Turniere spielen. Liegt aber wirklich etwas Gröberes vor, dann darf der Spieler pausieren, je schlimmer das Vergehen, desto länger.

    Für die DCI steht nunmal die Integrität des Turnieres im Vordergrund, und diese MUSS mit allen Mitteln erhalten bleiben, damit ich als semi-kompetitiver Spieler auch noch Spass habe, versuche, mich für PTs zu qualifizieren und bei GPs gut abzuschneiden, ganz zu schweigen von diversen Drafts und FNMs.
    Wenn diese Integrität einmal verloren ist, dann ist (zumindest das Organized Play von) Magic tot, und wer will das schon?

    Diese Eitelkeit, Verletztheit, dieses Kindische gehabe, dass seit fünfzig Jahren nur auf euch rumgehackt wird, weil ihr Deutsche seid, ist auch etwas eigen.
    Im Moment sind 21 Amis, 8 Chinesen, aber nur 2 Deutsche auf der Suspended List (nicht vollständig, da bei einigen kein Land dabeisteht), welche Nation darf sich denn da benachteiligt fühlen?

    Ich denke, da muss man schon ein wenig Realitätssinn behalten.

  35. Georg Sheljasov Says:

    DQ Thaler/Jöns:

    Der Schlüsselsatz ist meines Erachtens: “Conceding in the hopes of getting more money from a split qualifies as Bribery” – so steht es in der Begründung der DQs in der Valencia-Coverage. Damit lässt sich klar abgrenzen, wann Concession in Verbindung mit Prize Split geht und wann nicht: wenn ein Prize Split vereinbart wird und danach ein Spieler aufgibt, kommt es darauf an was subjektiv mit dem conceden bezweckt war. Damit wird eben nicht, wie von Andreas Pischner unterstellt, ein Verhalten (Prize Split), was vor der Concession lag, sanktioniert, sondern die Intention, mit der die Concession erfolgt. Wenn nun so deutliche Anhaltspunkte da waren wie im konkreten Fall Thaler/Jöns dass verhandelt wurde, welches Deck im Metagame besser ist, ist doch sehr naheliegend dass die konkrete Aufgabe erfolgte um mehr Geld zu erlangen. Klar könnte man auch annehmen, dass das Metagame erörtert wird, damit der mit dem im Metagame schlechteren Deck quasi aus Altruismus aufgibt; andererseits, ist das lebensnah? In der Realität wird man wohl davon ausgehen können, dass es in einem Fall in dem vorher der Split vereinbart war ums Geld geht.

    Konsequenterweise dürfte es dann keine Strafe geben, wenn jemand im späteren Spielverlauf einfach so (ohne Verhandlungen und Metagameerörterungen) aufgibt, obwohl vor der Partie ein Prize Split vereinbart war, weil dann nicht ersichtlich ist, dass sich jemand durch die Concession bereichern will.

    Eine ganz andere Frage wäre allerdings, ob der Satz “Conceding in the hopes of getting more money from a split qualifies as Bribery”, wie er in Valencia Anwendung fand, sich als vernünftige Auslegung der Penalty Guidelines darstellt. Wenn nicht, müsste man schon fragen ob Thaler & Jöns überhaupt damit rechnen mussten, für ihre unterstellten finanziellen Absichten disqualifiziert zu werden. Die Penalty Guidelines sagen folgendes:

    “Bribery occurs when a player offers an incentive to entice an opponent into conceding, drawing, or changing the results of a match”.

    Also: ein Spieler muss dem Gegner einen Anreiz bieten um aufzugeben, zu drawen oder das Ergebnis eines Matches zu verändern. Hier gibt es folgendes Problem: wenn zwei Spieler nach einem Prize Split anfangen zu spielen und dann irgendwann diskutieren wer mal besser conceden soll, damit der Prize Split sich für beide am meisten lohnt, liegt kein Anreiz bieten mehr vor. Es geht einzig allein um eine Einschätzung, wer wohl bessere Chancen hat im Metagame und damit auf höhere Gewinne hat. Dies ist aber nur Informationsaustausch und kein Angebot. So gesehen sagen die Penalty Guidelines uns: es kommt nicht allein auf die Absicht an, mittels einer Concession mehr Geld zu machen, sondern ein Spieler muss dem anderen als Gegenleistung für die Concession etwas anbieten. Der Satz “Conceding in the hopes of getting more money from a split qualifies as Bribery” ist somit angesichts der Definition von Bribery nach den Penalty Guidelines nicht haltbar. Ich fände es allerdings nicht verkehrt, die Penalty Guidelines so umzuformulieren, dass die Bereicherungsabsicht alleine beim Conceden ausreicht. Aufgeben aus finanziellen Erwägungen jeglicher Art hat meiner Meinung nach bei Magic nichts verloren.

    Nun schreibt Hanno Terbuyken auf PlanetMTG allerdings, dass nach dem Split zwischen Jöns und Thaler Uneinigkeit bestand, ob man jetzt auch vereinbart hatte dass einer der beiden concedet, weswegen die beiden angefangen haben das Match auszuspielen. Im Falle dessen der dachte, man hätte gleich Split + Concession vereinbart, lag Bribery dann aber auf jeden Fall vor, und zwar von Anfang an. Für den anderen… tja, schlauer wäre dann wohl gewesen, dann auf ein korrektes Ausspielen der Partie zu bestehen. So liegt der Verdacht schon sehr nahe, dass auch er von Anfang hingenommen hat dass zusätzlich zum Prize Split concedet wird, und nachher nur noch ausdiskutiert wird, wer von beiden denn nun tatsächlich aufgibt. Und ob man nun Anfang oder am Ende bestimmt, wer genau concedet sollte da nicht den Unterschied machen.

  36. max Says:

    Die Konsequenzen aus diesem DQ sind doch einfach:

    Ab jetzt wird einfach niemand mehr zuegeben im Vorfeld einen Prize Split vereinbart zu haben. Warum sollte er auch, dabei kann man nur verlieren.

  37. CS Says:

    “Conceding in the hopes of getting more money from a split qualifies as Bribery”

    Wenn Spieler A und B einen Split machen und B dann aufgibt weil sein Deck im Metagame z.B. schlecht ist ohne diesen Grund A mitzuteilen, würde A dann ebenfalls bestraft?
    Seit wann muss man eigentlich gründe fürs aufgeben angeben? Reicht “kein Boch mehr” oder “brauche die Zeit für eine Zigarettenpause”?
    Dann wäre beim Aufgeben bei Preisplits es angeraten sich eine gute Ausrede zu suchen, da man ja unter dem Generalverdacht steht wegen des Splits aufgegeben zu haben.

  38. Bastian Says:

    Was mir überhaupt völlig unverständlich ist, wieso erwähne ich Prize Split ggüber dem Judge? Das würde mir nie in den Sinn kommen (gutwillig). Kenne den Strafenkatalog überhaupt nicht und wenn ich mal nen Turnier zocke, dann beschränke ich mich bei Judgecalls immer auf das Spielrelevante.

    Immerhin kann ich ggüber dem Turnierveranstalter ja eh nichts geltend machen, wenn ich einen Prize Split vereinbart habe. Oder wird das dann offiziell, wenn man das dem Judge mitteilt?

  39. Georg Sheljasov Says:

    @ CS: Ich glaube es geht nicht darum gute Gründe zu haben warum man aufgibt – es darf sich nur nicht aufdrängen, dass man schlechte hat :-)

    Im Prinzip ist das ein altes juristisches Problem – die Motivationen für irgendein Verhalten herauszufinden kann im Einzelfall schwierig sien, man kann schließlich nicht in die Köpfe der Beteiligten hineinschauen. Was man dann halt immer macht, ist dass man sich das Verhalten der Leute anguckt und daraus Rückschlüsse auf die Motivation zieht. Sogesehen würde ich nicht sagen, dass man sich besser eine gute Ausrede für die Aufgabe nach Prize Split sucht; man muss halt nur aufpassen, dass man sich nicht nach außen hin so verhält, dass der Rückschluss naheliegt, man habe aus finanziellen Gründen aufgegeben. Ich denke mal, dass genau das auch die Logik war die hinter der Jöns/Thaler-Entscheidung stand; die Sätze à la “Split and concede don’t go well together and make venom” klingen für mich wie unbeholfene, untechnische Erläuterungsversuche. Vielleicht erfährt man da ja in Zukunft noch mehr von Wizards-Seite.


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