Private Anmerkungen aus dem Exil

Das Paket mit der Hardware wurde mir immerhin schon zugeschickt, aber die Telekom hält es immer noch nicht für nötig, meinen Anschluss freizuschalten… Naja, das interessiert hier ja nicht, also zu Magic und so:

Für nächsten Montag brauche ich für den Planeten keinen Artikel zu schreiben, also kümmere ich mich doch mal wieder um mein verwaistes Blog. Meine Anekdoten-Reihe hat einige aufschlussreiche Reaktionen hervorgerufen, zu denen ich hier Stellung nehmen will.

Zunächst einmal: Namensnennung. Wenn ich den guten Atog28 (alias Marcus Malden, wie es in seinem Impressum auf Couchmagic zu finden ist) richtig verstanden habe, ist er der Ansicht, dass bereits das Nennen von Namen im Internet überhaupt ein Verstoß gegen das Persönlichkeitsrecht sei! Also, DIESE Auffassung geht ja sogar über die Auslegung jener berüchtigten Hamburger Kammer hinaus! Irgendwie erinnert mich das an diese Geschichte, als die Bereitsteller von Online-Telefonbüchern sich das Recht erklagt hatten, diese Adressenlisten nach allen Kriterien suchbar zu machen. Datenschutz und Persönlichkeitsrecht sind wichtige Rechtsgüter, aber man darf dabei den Bezug zur Realität nicht völlig verlieren! Jemanden, der aus seinem Leben erzählt, generell dazu zu verpflichten, Namen unkenntlich zu machen, ist absurd.

Wozu man ihn allerdings verpflichten kann und soll ist, wahrheitsgemäß zu erzählen. Womit wir bei der Jonas-Bodmann-Anekdote sind: Die ist genau so passiert. Klar, nach längerer Zeit kann ich nicht mehr beschwören, dass die Unterhaltung in jenem exakten Wortlaut stattgefunden hat, oder dass Jonas beim dritten Mal wirklich noch röter geworden ist als beim zweiten Mal etc… Im Rahmen dessen, was man bei einer erzählerischen Wiedergabe für Maßstäbe anlegen kann, ist sie jedoch schlicht wahr, und deswegen habe ich auch das Recht, davon zu berichten.

Natürlich legt diese Geschichte nahe, dass Jonas damals mit Gras gedealt hat, aber nicht den Mut besaß, dazu zu stehen. Vielleicht war das auch genau so. Vielleicht war er aber auch kein Dealer, sondern nur ein Endverbraucher, der in seiner typisch großspurigen Art (ich hatte jedenfalls nicht den Eindruck, dass es ihm finanziell allzu schlecht ginge) das Zeug recht freigiebig zu verteilen pflegte und deswegen den Eindruck hervorrief, er “hätte immer Gras”. Vielleicht hatten die Typen ihn auch nur verwechselt. Vielleicht wollten sie ihn nur aus irgendeinem Grund bloßstellen. Vielleicht kannten sie ihn nicht einmal und wollten sich einen merkwürdigen Scherz erlauben. Wenn ich es so recht bedenke, geht mir die Lösung dieses Rätsels eigentlich ziemlich am Arsch vorbei.

In jedem Fall ist Dealen mit Gras, wenn es über zehn Jahre zurück liegt, nicht gerade ein Schwerverbrechen, insbesondere, wenn es nicht aktenkundig ist. Wer im Netz kreuz und quer googlet, wird die merkwürdigsten Dinge zu seinem Namen finden. Ein Personalchef, der nach solchen Kriterien einstellt, ist erstens ein unfähiger Personalchef und zweitens einer, unter dem man vielleicht besser nicht arbeiten sollte. In jedem Fall ist es absurd, so eine Geschichte tot schweigen zu müssen. Wenn sie Jonas gestört hätte, hätte er sich DAMALS um eine Klärung bemühen müssen.

Zu seinem damaligen charakterlichen Profil passt diese Anekdote jedenfalls wie die Faust aufs Auge! Ein Personalchef, welcher den Jonas von damals einstellte, wäre sowieso ein Ausbund von Unfähigkeit. Jonas, falls er heute noch lebt, ist aller Wahrscheinlichkeit nach eine andere Person, und wenn er sich irgendwo bewirbt, dann wird er danach beurteilt werden, und nicht nach irgendwelchen Geschichtchen, die vor mehr als einem Jahrzehnt stattgefunden haben. Man muss aber in jedem Fall zu dem Scheiß, den man gemacht hat, stehen, und darf nicht von anderen erwarten, dass sie gnädig darüber schweigen!

Ach ja: Warum um alles in der Welt sollte es einer Person zum Nachteil gereichen, wenn sie mit dem Hobby Rollenspiel in Verbindung gebracht wird? Ende der Achtziger, Anfang der Neunziger gab es da zwar mal eine Hexenjagd von Bild und Konsorten, als DSA-Spieler, LARPer und Satanisten mal eben in einen Topf geworfen wurden, aber diese Zeiten sind erstens schon lange vorbei, und zweitens war das auch damals schon ein Grund, sich gegen absurde Unterstellungen zu wehren und sie nicht totzuschweigen! Um Himmelswillen, ich “oute” (ehemalige) Rollenspieler! (Was man macht, dazu muss man auch stehen.)

Dabei wühle ich keineswegs allzu tief im Privatleben von Leuten herum! Gelegentlich erwähne ich einmal etwas, was mich betrifft, aber ansonsten erzähle ich nicht aus dem Boudoir. Klar, ich hätte da eine Geschichte von jemandem auf Lager, der mir erlaubte, auf seinem Computer eine Datei herunterzuladen, und in dessen Download-Übersicht, die er aufzuräumen vergessen hatte, sich Bilder von kackenden Schulmädchen befanden. Eine witzige Story, wenn man sie richtig aufbereitet, und natürlich besonders interessant, wenn ich den Namen nenne – irgendjemand wird ihn schon kennen!

Nur – DAS ist privat. Wäre er eines Tages zu Serious Games hereingekommen und hätte allen Anwesenden stolz die scharfen Bilder gezeigt, die er aus dem Internet heruntergeladen hatte, DANN wäre das öffentlich gewesen, und ich könnte darüber schreiben.

Wenn ich schwul wäre, und ich würde in der Magic-Szene jemanden kennen lernen und etwas mit ihm anfangen, dann würde ich nicht darüber schreiben, denn das wäre sein Privatleben (und meines, aber das ist ja meine Sache). Wenn ich denjenigen jedoch in einer Schwulendisco beim wilden Herummachen anträfe, dann täte ich das, wenn es einen Grund dafür gäbe (obwohl Euch aufgefallen sein sollte, dass ich solche Dinge nicht allzu häufig thematisiere, aber dazu gleich noch mehr).

Wer Mitglied in einem Rollenspielverein ist, tut das öffentlich. Wer bei Burger King in Gegenwart eines halben Dutzend Zeugen in höchst aufschlußreicher Weise angesprochen wird, der tut dies ebenfalls öffentlich.

Kommen wir zu einem erheblich ernsteren Thema, der Krankheit von David Hafemann. Diese war kein Geheimnis, und er hat auch selbst darüber gesprochen. Kann mir bitte schön irgendjemand einmal erklären, was die Kommentare ala “Das ist nicht witzig” zu bedeuten hatten? Wie, um alles in der Welt, kann man auf den Gedanken kommen, DASS es witzig wäre? Selbst wenn ich nicht für meine verständnisbehinderten Leser diesen Abschnitt ausdrücklich markiert hätte, indem ich darauf hinwies, dass ich Trauriges zu berichten hatte, gäbe es da eigentlich keinerlei Zweideutigkeit.

Aber auch hier gilt: Davids Krankheit war öffentlich. Er hat mir nicht unter vorgehaltener Hand davon berichtet, sondern dazu gestanden. Und nein, ich weiß nicht, ob er sich unterdessen vielleicht wieder vollständig davon erholt hat. Wie könnte ich? Die Aussage, dass sein Gehirn “bleibenden Schaden” genommen hätte, stammt von ihm. Und ansonsten habe ich geschrieben “er war nie wieder ganz der Alte”, woraus eindeutig hervorgeht, dass ich mich nur auf denjenigen Zeitraum beziehe, in dem ich Kontakt mit ihm hatte. (Für diejenigen, welche grammatikalisch herausgefordert sind: Um diese Feststellung bis in die Gegenwart wirken zu lassen, hätte ich geschrieben “er ist nie wieder ganz der Alte geworden”. Der Satz “Er wurde nie wieder ganz der Alte” hingegen wäre uneindeutig gewesen.) Ist es pietätloser, dieses Thema im passenden Zusammenhang (und da ich vom Team “Banane” berichtet habe, war er passend) zu erwähnen oder es zu verschweigen, obwohl der Betroffene selbst dazu stand? Vielleicht kennt Ihr ja das Phänomen: Ein Mensch, der seit kurzem im Rollstuhl sitzt, erscheint bei einer Party. Schlagartig verstummen alle Gespräche. Alle sind ausgesucht höflich zu dem Rolli-Fahrer, und niemand spricht ihn auf seine Behinderung an. Ich habe mir sagen lassen, dass das dem Betroffenen furchtbar auf die Eier gehen kann…

Man darf Pietät nicht mit dem Unbehagen verwechseln, das einen selbst befällt, wenn man über das Schicksal von anderen nachdenkt. Gewiss ist es uns oft lieber, NICHT daran erinnert zu werden, dass es anderen Menschen – insbesondere solchen, die wir kennen – schlecht geht. Das hat aber nichts mit Pietät zu tun, sondern mit Tabus: Pietät bedeutet, dass man sich bemüht, die Gefühle Betroffener nicht zu verletzen. Tabus hingegen dienen nur der emotionalen Bequemlichkeit derjenigen, die nicht betroffen sind und es auch nicht sein wollen. Ich halte nichts von Tabus.

Da die meisten Menschen bei dem Wort Tabu eh an Sex denken, leite ich zum nächsten Punkt über: Wieso reagiert die Magic-Gemeinde eigentlich immer wie eine Horde virtueller Brüllaffen, wenn aus einem meiner Texte hervorgeht, dass ich eine Freundin habe/hatte? Lest Ihr eigentlich auch “Frau im Spiegel” und das “Goldene Blatt”, oder von mir aus die “Super-Illu”? Da dieser Punkt ja immer wieder für erhebliches öffentliches Interesse sorgt, werde ich mal kurz ein paar Dinge klarstellen, in der vermutlich vergeblichen Hoffnung, dass danach wieder über interessantere Dinge diskutiert werden kann. Also: Seit ich Magic spiele (und auch schon vorher) gab es Frauen in meinem Leben. KEINE Jungs oder Männer, egal wie oft Deuteritum alias Powerlusche alias CushingPower alias Gerwald Brunner und möglicherweise alias Dietmar Umundum das auch andeutet (Wunschdenken?). Wer mich persönlich kennt und ein wenig die Augen offen gehalten hat, weiß das auch.

Ich schreibe das nicht, weil es mir wichtig wäre, ob Ihr mich für hetero-, homo, bi- oder asexuell haltet; das ist mir wurscht. Ich schreibe es, weil mir die ständigen Unterstellungen, ich würde Dinge erfinden, auf den Wecker fallen! Ich lege großen Wert auf Ehrlichkeit, und wenn ich etwas schreibe, dann stimmt das auch (außer natürlich, es ist mit angemessenem Leseverständnis als Phantasie oder Satire zu erkennen). Das gilt für die – sehr sporadischen – Einblicke in mein Privatleben nicht weniger, als für alle andere Dinge. Und die geistreichen Leute, welche der Ansicht sind, wer so aussieht wie ich, solle ihnen nichts über Frauen erzählen, sollten da noch einmal genau darüber nachdenken. Es gibt etwas zu lernen. Wer hingegen erfundene sexuelle Andeutungen von einem Menschen mit Minderwertigkeitskomplexen lesen will, wird auf einem anderen Blog fündig. Nein, kein Link hier.

Ehrlichkeit ist ein gutes Stichwort für das einzige Thema, was es meiner Ansicht nach wirklich wert ist, hier diskutiert zu werden: Die Cheaterei in der Berliner Magicszene. Ein gewisser “Jacques der cheatergott” hat voller Stolz davon berichtet, wie er und seine Kumpels früher systematisch betrogen hätten, und wie er sie sogar “ausgebildet” hätte. Was ist davon zu halten?

Nun, laut Profil des Cheatergottes verbirgt sich hinter diesem Nick ein gewisser Jacques Punt. Dieser ist mir wohlbekannt, und er WAR ein Cheater. Diese Überzeugung leite ich nicht nur aus seinem sehr eindeutigen Leumund ab, und auch nicht nur aus einer Anhäufung von bis zur Gewissheit verdichteten Verdachtsmomenten, sondern vor allem daher, dass er es mir gegenüber zugegeben hatte (Zitat: “Aber keine Sorge, Pischner; ich bescheiße nicht mehr.”) Postet dieser Jacques dort wirklich, oder stellt sich jemand anders als er dar, um ihm eins reinzuwürgen? Und wenn es wirklich Jacques “die Kröte” Punt ist, der dort postet – sagt er die Wahrheit?

Ich glaube, dass Menschen immer dann betrügen, wenn das Verhältnis zwischen dem Risiko, erwischt zu werden und dem potenziellen Gewinn zu verlockend wirkt. Diese Schwelle mag bei individuellen Personen an verschiedener Stelle anzutreffen sein, aber sie ist vorhanden. Die meisten Menschen bescheißen daher, wo sie können, ob beim Schwarzfahren oder bei der Steuererklärung.

Bei Magicturnieren zu betrügen, war früher unglaublich einfach. Also haben auch unglaublich viele Spieler betrogen. Heute dürfte das nur wenig anders sein, außer vielleicht auf den höchsten Ebenen der Pro Tour, wo möglicherweise die Kontrollen streng genug sind (ich weiß es nicht; ich verfüge über keinerlei persönlichen Erfahrungen aus jüngerer Zeit). Wenn die DCI bei einem beliebigen FNM heimlich sämtliche Tische mit Kameras und Mikrofonen überwachen und dann ihren achso perfekt ausgearbeiteten Penalty Guide so anwenden würde, wie sie ihre Judges verpflichtet es zu tun, dann müsste sie wohl um die 90% der Teilnehmer disqualifizieren.

Von diesem Allerweltsbetrug schreibt Jacques aber nicht: Vom wissentlich den Gegner einen Fehler machen lassen; vom Bemerken eines eigenen Fehlers, ohne es dem Judge zur Kenntnis zu bringen; von den zahllosen Partien, die durch einen Würfelwurf oder einen Fall von Bagatell-Bestechung entschieden werden. Er spricht von systematischem, geübtem, absichtlichem Cheating. Von Kartentricks und dem bewussten Anlügen des Judges, um dem Gegner einen Penalty zu verpassen. Vermutlich (auch wenn er es nicht ausdrücklich erwähnt) schließt er auch das beliebte “Build-your-own-Limited-Deck”-Spiel hier mit ein.

Hat diese Form des Cheatings in Berlin tatsächlich so massiv stattgefunden, wie er es behauptet? Ich denke, er übertreibt. Tendenziell stimmen seine Aussagen vermutlich. Ich kannte über ein halbes Dutzend Berliner Spieler, bei denen ich mit einer Sicherheit zwischen massivem Verdacht und absoluter Gewissheit sagen könnte, dass sie gewohnheitsmäßige Betrüger waren (Die Doomies, so unsympathisch sie mir auch waren, gehören übrigens nicht dazu!). Ich tue es trotzdem nicht, sofern ich nicht Gewissheit habe, bzw. von eigenen Erfahrungen mit ihnen berichten kann, wie es bei Andreas Huhn der Fall ist. DAS ist nämlich eine Frage des Persönlichkeitsrechtes.

Gewissheit habe ich letzen Endes nur dann, wenn diejenigen mir gegenüber ihre Betrügereien zugegeben haben. Das ist außer bei Jacques nur bei Dirk Hein der Fall, der mir mehrfach im Jahresabstand versicherte, früher habe er beschissen, aber seit einem Jahr nicht mehr. Bei vielen anderen juckt es mir in den Fingern, ihre Namen zu nennen, aber da ich kein entsprechendes persönliches Erlebnis vorzuweisen habe, muss ich es unterlassen; denn das WÄRE Rufmord (kein exakter juristischer Begriff hier).

Ein halbes Dutzend systematischer Betrüger in der Berliner Magic-Szene; das passt. Besonders in den Anfangsjahren, als die Berliner Judges gerne blauäugig so taten, als GÄBE es einfach keine Cheater – Matthias Nagy, aber auch Lutz Hofmann bekleckerten sich zunächst nicht gerade mit Ruhm! Trotzdem: Eine systematische Ausbildung? Ständiger Betrug in jedem einzelnen Spiel? Cheater vs. Cheater Matchups, welche durch die besser vorgebrachte Lügengeschichte entschieden wurden?

Ich glaube, dass Jacques übertreibt, weil davon etwas durchgesickert wäre. So schlau sind Menschen nicht! Ausnahmen bestätigen die Regel: Dirk hat, meines Wissens, niemals einen entsprechenden Penalty erhalten. Nichtsdestotrotz verriet er sich durch seine übertriebene “Sportsmanship” – und die Tatsache, dass er seine Tricks gelegentlich bei den Teamtreffen “zum Spaß” übte – so dass jeder, der sich auskannte, Bescheid wusste. Jacques war schon sehr rasch als Betrüger gebrandmarkt.

Einige derjenigen, die aller Wahrscheinlichkeit nach absichtlich gecheatet haben, waren, mit Verlaub, reichlich blöde. Sie erhielten gelegentlich für kleinere Vergehen Penalties. Sie schlampten immer mal wieder bei ihren Decklisten und kassierten dafür Game Losses. Sie waren sozial auffällig und holten sich Strafen für unsportliches Verhalten, spielten betrunken oder bekifft Turniere, bestahlen einander gegenseitig und ließen sich voneinander bestehlen. Ein “professioneller” Cheater, der in Dutzenden Turnieren mit Hilfe von Kartentricks betrügt, benimmt sich nicht so, und wenn er sich so benimmt, dann fliegt er einhundertprozentig sehr bald auf.

Und schließlich, um noch einmal Klartext zu reden, ist der Erfolg, den Berliner Spieler überregional oder international zu verzeichnen hatten (und haben), auch in keiner Weise mit “professionellen” Kartenkünstlern in Übereinkunft zu bringen!

Deswegen bin ich davon überzeugt, dass Jacques seine damalige Rolle glorifiziert. Berlin war (und ist es vermutlich noch) ein Hort für mickrige, kleine Cheater, die bei lokalen Turnieren Anfänger und Casualspieler übers Ohr hauen und sich als die Größten vorkommen, so lange sie nur nicht auf ernst zu nehmende Konkurrenz treffen. Spieler von Format waren immer selten und sind heute noch seltener. Die Liste derjenigen Spieler, die tatsächlich besser als ich waren (und wir können uns gerne darauf einigen, dass ich zu keiner Zeit internationales Format besessen habe!) ist kurz:

Frank Schacherer
Daniel Brickwell
Dirk Hein
Rosario Maij
Peer Kröger (zugezogen)

Alles andere spielte bestenfalls in meiner Liga – nur eben in der Regel häufiger – und half gegebenenfalls seinem Rating durch das Spielen zahlreicher kleinerer Turniere mit niedrigem Cheating-Protection-Level nach. Berlin ist eine Magicprovinz, in der sich die Bauernlümmel gegenseitig die Ohren lang ziehen.

Zum Thema Cheaten noch eines: Vereinzelt lese ich zuletzt immer wieder Behauptungen, dass mein Team Istari ebenfalls durch Cheating erfolgreich gewesen sein solle. Dem kann ich mit voller Überzeugung widersprechen, abgesehen natürlich von Dirks Person.

Zunächst einmal habe ich zu den aktiven Zeiten des Teams nie solche Äußerungen zu Ohren bekommen. Das wäre schon äußerst ungewöhnlich, wenn solche Verdachtsmomente erst Jahre später bekannt würden! Zum anderen kann ich mir einfach nicht vorstellen, dass meine Team-Mitglieder entsprechende Tricks irgendwann heimlich geübt hätten, sie aber aus unseren Teamtreffen zu 100% herausgehalten hätten. Außerdem kannte ich die meisten Team-Mitglieder auch privat gut und hatte daher nicht nur Einblick in ihren Charakter, sondern vor allem auch in ihre Zeitgestaltung: So viel Platz nahm das Magic-Spielen in ihrem Leben einfach nicht ein, dass sie irgendwelche Tricks geübt hätten!

Deswegen schreibe ich solche Unterstellungen einfach als Gehässigkeiten ab. Team Istari besaß von Anfang an gute Regelkenntnisse und hat vermutlich oft deswegen Partien gewonnen, sowohl dadurch, dass wir unsere Gegner normalerweise Fehler nicht zurück nehmen ließen (auch das wird von manchen Leuten bereits als “Cheating” bezeichnet). Ansonsten besaß Sven Grottke eine Zeit lang die nervige Angewohnheit, über einen Spruch auf dem Stapel zuerst sekundenlang nachzudenken, und dann “okay” zu sagen, womit er aber nicht Priorität abgab, sondern nur meinte “okay, ich habe jetzt verstanden, was dieser Spruch in dieser Spielsituation bewirkt”, was ich ihm aber rasch abgewöhnte; und Daniel Brickwell hat eine Zeit lang mit (legalen) “Jedi-Mind-Tricks” experimentiert, zum Beispiel, indem er in meinem Draw Step einen Funeral Charm auf mich spielte und sagte: “Discarde mal die Karte, die Du gerade gezogen hast”, obwohl ich andere Karten in der Hand hatte. Oh, und wenn Ihr meine Anekdoten-Reihe weiter verfolgt, erwähne ich irgendwann auch einmal den einzigen Fall, an den ich mich erinnern kann, bei dem ich “gecheatet” habe, und ich bezweifle sehr, dass Ihr mich dafür moralisch verurteilen werdet…

Ansonsten hätte ich mich in einem Team voller Cheater einfach nicht wohl gefühlt. Wenn ich mit den Leuten privat kaum zu tun gehabt hätte, könnte ich mir ja noch vorstellen, dass ich naiv genug gewesen wäre, dass sie mich jahrelang hinters Licht führten, aber ich kannte sie dazu zu gut. Ich kann für keinen Menschen die Hand ins Feuer legen, dass er nicht irgendwann einmal “Gelegenheits-Cheating” betreibt und zum Beispiel den Gegner nicht darauf hinweist, dass er gerade 2 Leben bekommen haben müsste, aber geplante oder gar systematische Betrügereien kann ich beim Team Istari (minus Dirk) absolut ausschließen.

Zurück zur Werbung.

P.S.: Dieses Blog findet man bestimmt bald auf Google über die Suchbegriffe “Marcus Malden” und “Bilder von kackenden Schulmädchen”. Ob das mehr über Marcus oder mehr über Google aussagt, sollte jeder alleine entscheiden können.

Nachtrag: Ein “Jonas B” und ein “Dietmar Umundum” haben in den Kommentaren Stellung zu diesem Artikel genommen. Vielleicht wollt Ihr das lesen,um nicht nur einseitig meine Darstellung zu konsumieren.

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46 Comments on “Private Anmerkungen aus dem Exil”

  1. sokyong Says:

    willkommen zurück! habe die einträge in diesem blog schon vermisst…

  2. Jones Says:

    Euren Kleinkrieg finde ich zwar ziemlich langweilig, doch es ist trotzdem nett, mal wieder was von Dir zu lesen.
    Ich kann übrigens verstehen, dass Du Dich (wie viele andere passable bis gute, aber ernsthafte Magicspieler) gern von der miefigen Ladenszene hier in Berlin absetzen möchtest, aber irgendeine frei erfundene bzw. auf Deiner sicher leicht narzisstisch gefärbten Sichtweise basierende Liste mit Hanseln aufzustellen, die besser seien als Du, ist mal wieder ausgesprochen kleingeistig. Gut, ich denke das gehört zu diesem Blog dazu wie Deine Ausflüge “genau ins Schwarze”. Und solange es schwarz genug ist, lese ich weiter.
    Gruß
    Jones

  3. EvilBernd Says:

    Bleibt doch eigentlich nur die Frage, wo sind die Schulmädchen??

  4. beefman Says:

    Wer hingegen erfundene sexuelle Andeutungen von einem Menschen mit Minderwertigkeitskomplexen lesen will, wird auf einem anderen Blog fündig. Nein, kein Link hier.
    LOLOLOL!!! nice one!

    P.S.: Dieses Blog findet man bestimmt bald auf Google über die Suchbegriffe “Marcus Malden” und “Bilder von kackenden Schulmädchen”. Ob das mehr über Marcus oder mehr über Google aussagt, sollte jeder alleine entscheiden können.
    das auch :-)

    Wäre es vielleicht möglich einen blocksatz zu verwenden?

  5. Michael W Says:

    Sehr netter Artikel mit netten Anekdoten aus den frühen Magicjahren in Berlin.

    Zum Thema Cheater in Berlin: Gab es nicht da mal einen der sogar auf der Suspend Liste war?

  6. Zickzack Says:

    Vollkommen daneben meiner Meinung nach.

    IMHO ist deine Einstellung zur Privatsphäre anderer Leute echt mies.

  7. GFBrunner Says:

    Gott seis gedankt das du eine klemmschwaester bist und irgendwann wenn du jenseits der 60 bist traurig bist das du dich nicht geoutet hast.
    Generell halte ich es aber für positiv das du hetero bist, ist einfach besser.
    btw krieg ich wieder ladenverbot? achja ich vergass du arbeitest ja nicht mehr ber SG.

    schönes jahr noch olle kackbratze

  8. Dietmar Umundum Says:

    Alter gehts dir noch gut? Wie wäre es wenn du meinen Namen aus deinen persönlichen Verwirrungen raushältst.

    Du kennst mich nicht und bis auf das das mir deine Artikel und Kommentare ab und zu unterkommen hab ich null mit dir zu tun. Was fantasierst du da von Alias “CushingPower” oder wen auch immer herum? Hast du vollkommen den Verstand verloren?

  9. Dietmar Umundum Says:

    Und kannst du bitte meinen Namen aus deinem Blog raushalten(löschen)! Ich will nichts mit dir zu tun haben und werd auch in Zukunft deine Artikel weder lesen noch kommentieren.

  10. Jones Says:

    Mein Vorposter darf sich herzhaft ausgelacht fühlen.

    Armer schwarzer Kater…

  11. Dieter Umundum Says:

    Ich liebe dich Andy.


  12. Wie lustig, dass “Dietmar Umundum” und “Zickzack” die gleiche IP haben…

  13. Dieter Umundum Says:

    Ich hasse Dich Andy.

  14. Chickenfood Says:

    loool.

    der artikel und dann diese kommentare.

    mensch andy, du hättest den EB dissen müssen.
    der konnte dich wenigstenz vorher schon nicht ausstehen.

  15. Dietmar Umundum Says:

    @Andreas Pischner:
    Ja und. Ich darf ja wohl noch schreiben das ich das scheiße finde wenn ich ungefragt in deinen Blogs auftauche(Wie ich heute sehen mußte nicht mal zum ersten Mal).

    Nochdazu im Zusammenhang mit irgendwelchen regionalen Berliner Schlammschlachen die mir herzlich egal sind und mit denen ich Nichts zu tun habe.

  16. Dietmar Says:

    Wie du an der IP-Adresse möglicherweise erkennen kannst ist das nicht mal eine deutsche IP sondern eine österreichische. D.h. Wer immer du glaubst das ich bin, ich bin es nicht.

    P.S.: Bitte meinen Namen auch aus den Kommentaren zu löschen.

  17. Joey Says:

    schon ein lustiges Völkchen, welches sich hier die Ehre gibt..

  18. TimR Says:

    Uiuiui, Geisterbahn.

  19. AlfredTetzlaff Says:

    Einfach irgendwann einmal sich damit abzufinden das wenn mann selber krass austeilt was komentare angeht und dergleichen das man dann nicht rumemmen muss wenn welche mit gleichem Schrott zurückdissen.

  20. Jonas B Says:

    So da du leider auf meine Email nicht antwortest schreibe ich es nochmal im den Kommentaren. Ich möchte NICHT namentlich erwähnt werden. Ich habe auch kein Interesse über die Geschichte zu reden da es nur ein hin und her geben würde. Da du aber als Autor der Geschichte in der Beweis pflicht bist solltest du dir überlegen was du schreibst. Hiermit bitte ich dich meinen Namen aus deinem Blog zu nehmen. Schreib von mir aus Jonas B weil was du an sich schreibst interessiert mich nicht aber nicht mein vollständiger name. Solltest du interesse einer klärung haben kannst du mir gerne eine email schicken da ich keine lust hab solche dinge in foren zu klären.

  21. Eliminator Says:

    Meine Fresse Pischner, du scheinst es einfach nicht zu verstehen.
    Blos weil du nicht der Meinung bist, dass es gegen die Persöhnlichkeitsrechte der genannten Person verstößt, heisst das noch lange nicht, dass das moralisch in Ordnung ist.
    Inweiweit man rechtlich gegen die Namensnennung in Verbindung mit dem Vorwurf des Handelns mit Rauschmitteln vorgehen kann (§187 StGB kommt mir gerade in den Sinn) weiss ich nicht und das interessiert mich als nicht-betroffenen auch herzlich wenig, ein guter guter Anwalt kann dich da ja mal beraten.
    Das rechtliche mal aussen vorgelassen scheinst du aber unter einem nicht unerheblichen Mangel an Anstand und Sozialkompetenz zu leiden wenn du einfach nicht begreifen kannst, dass man gewisse Dinge einfach nicht macht (lies: über Personen zur belustigung anderer in einer Art herzuziehen, die geeignet ist ihren Ruf nachhaltig zu schädigen). Du bist kein 8x oder 9xer Jahrgang, “Anstand” und “Moral” solltest du also nicht im Duden oder bei Wikipedia nachschlagen müssen.

    Mit dem Knigge werf
    Eliminator

  22. gilp Says:

    Ganz ernsthaft…. das ist schon alles hart an der Grenze… ok, cheaten in irgendeinem Fantasyspiel ist halt eher egal, aber wenn ich die Person wäre, die mit dem Dealen in Zusammenhang gebracht wird, würde ich mir unter Umständen nen Anwalt konsultieren. Fakt ist nunmal, dass in Personalabteilungen “gegoogelt” wird, und wenn dann sowas auftaucht ist das mit Sicherheit nicht Vorteilhaft!

  23. Dietmar Says:

    Mir zu unterstellen ich wäre jemand anderer der nichts besseres zu tun hat als öffentlich über deine Sexualpraktiken zu spekulieren und von dem du dich offensichtlich verfolgt fühlst ist doch vollkommen absurd und höchstgradig seltsam. Sowas passiert einen nicht alle Tage.

    Wenn es nicht so ärgerlich wäre wäre es sogar komisch.

    Wenn du willst kannst du ja mit magicuniverse telephonieren oder per Email nachfragen ob es mich wirklich gibt. Vielleicht glaubst du ja denen. Aber hör auf sochen Unsinn über mich zu verbreiten.

  24. AlfredTetzlaff Says:

    Oder einen teil des Traums mal wahr werden lassen(ich mein jatzt aber nicht den teil mit den Frauen….)…n8 euch

  25. nizza Says:

    guter, umfangreicher artikel.

    ich selbst war natürlich auch besser als du zum damaligen zeitpunkt, aber zum glück auch viel zu faul…

    grüße an jonas “dealer” bodmann

  26. TimR Says:

    “Jonas Bodmann” liefert an 4ter Stelle den Marihuana-accident.

    Nais. nais. nais.

    Und nomma geklickt!

  27. Didi Drumherum Says:

    Seit ca. 7 Jahren ist der AP die Flamebait Nr. und ihr werdet nicht müde^^


  28. So. Dietmar und Jonas: Eure E-Mails habe ich jetzt beantwortet (diese Adresse kann ich zur Zeit nicht so oft checken, aber jetzt habt ihr ja meine Hauptadresse).

    Eure Stellungnahmen befinden sich ja nun hier und können von jedem nachgelesen werden.

    Eliminator: DU scheinst etwas nicht zu verstehen, nämlich dass DEINE Vorstellungen von Moral nicht allgemeingültig sind! Ich habe mir sehr ausführlich Gedanken darüber gemacht, was ich für moralisch richtig und falsch halte, und ich bin auch weiterhin dabei, meine Vorstellungen zu hinterfragen und zu modifizieren.

    Deinem Standpunkt jedenfalls werde ich mich nicht annähern.

  29. Eliminator Says:

    Uhuhu, das ist ja ne wahrhaft ausgefeilte Erwiderung.
    Naja, wenn du ausser ein paar hohlen Phrasen welche im großen und ganzen nur bedeuten “ich bin aber der Meinung dass ICH recht habe PUNKT” keine Argumente bringen kannst tust du mir echt leid
    Auf die genannten Punkte scheinst du ja nicht eingehen zu wollen/können, zumindest kann ich jetzt auch einige der Dinge weitaus besser nachvollziehen die so über dich im Umlauf sind.

  30. TimR Says:

    Andi, nimmst jetzt Jonas` Nachnamen aus deinen Veröffentlichungen? Immerhin hat er Dich ja recht freundlich drum gebeten.

  31. AlfredTetzlaff Says:

    Tim das macht der nie im Leben ausser es gibt entsprechenden Druck von kompetenter Stelle(Anwalt etc), ist übrigens auch ein Grund weshalb der Mann hier in Berlin auf jeder beliebtheitsskala ziemlich weit unten rangiert.

  32. Didi Drumherum Says:

    Warum habt ihr den noch nie einem code red unterzogen ?

  33. TimR Says:

    Naja, das gehts ja nicht um Prinzipien. Jonas hat nett gefragt, ob man seinen Nachnamen aus den Texten entfernen kann. Fernab jeglicher rechtlicher Relevanz, ist es einfach nur höflich, einer derartigen Bitte zu entsprechen.


  34. Nein, hier geht es tatsächlich um Prinzipien.

    Nachdem Jonas herausgefunden hat, dass ihm die Nennung meines Namens in meinem Blog nicht passt, haben sich auch schon mehrere andere Leute zu Wort gemeldet, welche ihren Namen aus meinem Blog entfernt haben wollen. Sagen Euch die Worte “Büchse der Pandora” etwas?

    Natürlich kann ich in EINEM bestimmten, begründeten Fall, an EINER bestimmten Stelle einen Namen abkürzen. Einen Namen hingegen generell nicht mehr zu verwenden – das würde bedeuten, sämtliche Veröffentlichungen durchzuchecken, einschließlich Decklisten und Turnierplatzierungen, die sich irgendwo befinden. Und natürlich müsste ich diesen Namen dann auch noch aus jedem Kommentar entfernen, in dem er genannt wurde, was ich kontinuierlich überprüfen müsste!

    Und dann gibt es natürlich noch die Nachahmer: Jeder, dem irgendetwas nicht passt, was ich jemals über ihn geschrieben habe, meldet sich dann auf einmal. Plötzlich wird mein gesamtes Blog zur namenfreien Zone.

    Habt Ihr übrigens einmal die entsprechenden Nebeneffekte bedacht? Als im Artikel auf dem Planeten Jonas’ Name noch, wie alle anderen, vollständig ausgeschrieben war, stand er in einer lustigen Anekdote von früher. Die Abkürzung “Jonas B.” hingegen, inmitten all der ausgeschriebenen Namen, implizierte auf einmal eine beabsichtigte Anschuldigung. Die Aussage “Ich bin der Ansicht, dass Jonas mit Drogen gedealt hat”, die dort vorher nicht stand, wird durch die vorgebliche Notwendigkeit der Anonymisierung dieses Namens überhaupt erst suggeriert!

    (Abgesehen davon kommen jene hypothetischen Personalchefs mit Blockwart-Methoden selbstverständlich auch auf den Gedanken, nach “Jonas B.” zu googlen! Wie schade für Jonas Biehler, Jonas Behrendt, Jonas Baumgart und was es alles für Jonasen auf der Welt geben mag, dass diese Personalchefs, welche den Mitarbeiter natürlich niemals dirket mit ihren Vorwürfen konfrontieren würden, sie jetzt ebenfalls unter diesen “Verdacht” stellen…)

    Mein Name befindet sich tausendfach an allen möglichen Stellen in Artikeln, Blogs und Foren, sehr häufig in Zusammenhängen, die überhaupt nicht schmeichelhaft für mich sind (hat da eigentlich jemals jemand geschrieben, den solle man besser entfernen?) Wenn nicht gerade ein Straftatbestand erfüllt wird, dann muss ich damit leben. Irgendjemand schreibt etwas Abwertendes, Gehässiges oder Peinliches über mich? Tja, das ist sein Recht. DAS ist Meinungsfreiheit. Er hat meinen Namen dabei ausgeschrieben? Nun, wenn der Kontext dazu geeignet ist, dann ist das Pressefreiheit.

    Wenn man einmal anfängt, sich von anderen Menschen vorschreiben zu lassen, wie man sich äußern darf, dann ist da kein Halten mehr. Tobi muss auf dem Planeten auf verschiedene andere Gesichtspunkte Rücksicht nehmen. Gesellschaftlichen und ökonomischen Druck sollte man jedoch nicht mit “Moral” und “Anstand” verwechseln!

    Namen dienen dazu, Menschen zu identifizieren. Ich schreibe hier (und auf Magic-Seiten) für eine Community. Innerhalb derer ist die Möglichkeit, eine Person als jemand, den man kennt zu identifizieren, ein prinzipiell wünschenswerter Aspekt meines Schreibens. Auf “Ein Platz für Andi”, welches sich nicht an eine zusammengehörige Community richtet, werde ich persönliche Bekannte nicht mit vollem Namen erwähnen, denn dort gehört dies nicht hin.

    Jonas war viele Jahre lang in der Magic-Szene aktiv, und die von mir beschriebene Magic-Anekdote fand in dieser Magic-Szene statt. Dietmar Umundum hat mit diesem Nick jede Menge Kommentare auf Magicuniverse und an anderer Stelle verfasst. Jemand anders, von dem mir zugetragen wurde, dass er seinen Namen gerne aus einem bestimmten Zusammenhang entfernt sähe, ist intensiv schreiberisch in der Szene tätig und wurde von mir im Zusammenhang mit dieser Tätigkeit erwähnt.

    Es geht tatsächlich ums Prinzip, Tim: Es geht darum, dass man etwas nur dann nicht schreiben darf, wenn tatsächlich ein zwingender Grund dafür vorliegt, und nicht umgekehrt jedes Mal überlegen muss, wenn man etwas schreibt, ob es jemand, dem es nicht passt, wieder einkassieren kann! Jonas, der Deiner Ansicht nach “freundlich” darum gebeten hat, seinen Namen zu entfernen, hat höchst wahrnehmbar angedeutet, dass er ansonsten möglicherweise auch auf andere Weise vorgehen würde. Ich kann mir verschiedene Möglichkeiten vorstellen, wie seine Mail tatsächlich freundlich hätte verfasst werden können. Seine gehörte nicht wirklich dazu, sondern fiel eher in die Kategorie “unterschwellige Drohung”.

    Wir haben in Deutschland eine zunehmende Kultur der Drohzensur, ganz besonders im Netz: Wenn jemand etwas schreibt, was jemand anders nicht passt, dann steht immer die Drohung im Raum, dass man einen Anwalt finden könnte, der einen dafür kostenpflichtig abmahnt, ohne dass die Rechtmäßigkeit dieser Abmahnung wirklich geklärt würde, weil der Abgemahnte voller Panik lieber den Wünschen des Zensoren entsppricht, als es auf ein Gerichtsurteil ankommen zu lassen. Dadurch ist der Eindruck entsatanden, es gebe ein Persönlichkeitsrecht, welches es Schreibern generell untersage, Dinge zu schreiben, welche den Betroffenen nicht passen!

    Es GEHT hier ums Prinzip, Tim: Es geht um die Freheit der Meinungsäußerung! Die tut manchmal weh (und das weiß ich selbst auch sehr gut), sie ist aber ein ungleich höheres Gut als die persönlichen Empfindlichkeiten einiger Leute. Für eine “freundliche Bitte”, die in Wirklichkeit eine versteckte Drohung und vor allem ein Präzedenzfall für andere ist, werde ich dieses Gut nicht aufgeben.

    Ach ja, und zum Thema Moral: Andere dazu zu drängen, etwas zu verschweigen, was einem peinlich ist – nicht moralisch. Zu dem zu stehen, was man getan hat – moralisch. Das ist mein Standpunkt, Herr Knigge.

  35. Jonas B Says:

    klarstellung:

    ich hab legendlich darauf hingewiesen das ich juristisch im recht bin. Wenn du das als Drohung siehst ist das deine interpretation . Ich wollte/will die sache einfach aus der weltschaffen und wenn es nach mir geht ohne juristische Mittel.Da diese nur zeit und geld kosten. Es gibt zu diesem Fall ein Urteil vom Landgericht Berlin was ziemlich deutlich kar macht das ich im Recht bin.

    http://www.foren-und-recht.de/urteile/Landgericht-Berlin-20071025.html

    hiermit bitte ich dich also ein letztes mal meinen vollständigen Namen aus deinen Artikeln zu löschen.

  36. Günther Says:

    Sag mal Andreas, hast du dich eigentlich schon mal bei der Bild beworben? Dort wird doch auch immer über Menschen geschrieben, auch wenn die es gar nicht wollen.

    Ich persönlich finde es nicht ok, etwas zu schreiben, was jemanden peinlich ist, du redest von Meinungsfreiheit, ich von Privatsphäre.

    Ich könnte jetzt noch mehr schreiben, aber das ist der Aufwand nicht wert, da du dich ja eh nicht ändern wirst…

  37. AlfredTetzlaff Says:

    Code Red wäre mal ne Idee aber ich warte lieber darauf das der gute Mann in der Berliner U-bahn mal einigen Jungspunden mit migrationshintergrund auf das Rauchverbot hinweist….

    fällt grade dazu ne Situation am nollendorfplatz(da gabs den Laden da noch, so lange ist das schon wieder her) ein wo er mit einigen anderen und ACP (dem stressmagneten überhaupt, er selber war aber eher normal drauf) von einigen Leuten belastet wurde die ich kurz vorher ohne irgendwelche probleme alleine passiert habe,erst als ich von JPD zurückgerufen wurde war da entgültig schluss solange hat Andi die Jungs totgelabert…

    wie gesagt ist schon mindestens 8 jahre her daher nicht mehr so alle genauen details im kopp


  38. Dann wollen wir die Namen mal ausschreiben: Arthur Christian Papendieck (für die Richtigkeit der “H”s kann ich nicht garantieren) und Jean-Pierre Dziedzicki (DEN Namen kann ich immer noch aus dem Eff-Eff tippen). Nur wer DU bist, AlfredTetzlaff, weiß ich jetzt nicht, obwohl ich natürlich gezielt raten könnte…

    An diese Situation erinnere ich mich übrigens auch noch. Der gute Arthur war nämlich von jenen Jugendlichen angemacht und ziemlich bedrängt worden, und ich kam daraufhin dazu und klärte die Situation. Passt vielleicht nicht in Dein Weltbild, aber hier habe ich den kleinen, der Stress hatte, rausgehauen (wofür er sich auch sehr artig bedankt hat).

    Meine unangenehmen Erfahrungen mit “Jugendlichen mit Migrationshintergrund” halten sich übrigens in engen Grenzen. Meine unangenehmen Erfahrungen mit Magic-Spielern hingegen sind ungleich zahlreicher. Der Hauptverdächtige für “AlfredTetzlaff” steht dabei übrigens ziemlich weit an der Spitze…

  39. TimR Says:

    Ich tippe ja auf GerwaldB!

  40. GFBrunner Says:

    Also dann mal Fakten auf den Tisch Herr Pischner , es gab und gibt keine einzigen Vorfall wo ich dir gegenüber strafrechtlich relevant gegenüber aufgetreten bin, weil wenn ich das getan hätte wärst du memme als allererstes zur nächsten polizeiwache gelaufen und hättest eine Anzeige aufsetzen lassen.
    Das ich dir gegenüber unfreundlich und sonstwie unangenehm aufgetreten bin beruht auf gegenseitigkeit und streite ich keinesfalls ab.
    Den Beliebtheitspreis in der Magiccomunity werde ich nicht beanspruchen können, werde aber auf jeden Fall vor deiner Person auf jeglicher Liste rangieren.
    Bezüglich des Vorfalls am Nollendorfplatz kann ich nach so langer Zeit nichts genaues mehr sagen da ich mich an dem Vorfall nur flüchtig erinnern kann und wer da noch meint Details zu wissen lügt.
    Zu guter Letzt lege ich dir nahe unterlasse weitere explizite namensnennung von personen die dieses nicht wollen, habe keinen Bock irgendwann mal von random Polizisten morgens um halb 6 in meiner wohnung belastet zu werden weil dich irgend einer auf die Intensivstation befördert hat, ok?

    A pro pos schwul: ich bin schwul , wenn da jemand Probleme mit hat kann er das mir direktsagen , Andreas wird bestimmt meine Daten dafür zur verfügung stellen.
    So oft wie ich von Herrn Pischner hier im Internet angebaggert werde könnte der Verdacht aufkommen das du irgendwas von mir willst(fragt sich nur was?), zum Glück sprechen dagegen 2 tatsachen das es sich um sexuelles interesse handelt: Andi ist alles andere aber bestimmt nicht homosexuell und zwotens wäre er niemals manns genug es zuzugeben wenn er es doch wäre.

    btw TimR und andi ergeen durchaus ein nettes liebespaar…:P

  41. GFBrunner Says:

    Da mal wieder wie üblich mir der Mund verboten wird also Kommentarfunktion aberkannt wird muss Andi sich nicht Wundern wenn er bei der nächsten gelegenheit angepflaumt wird, manche sind eben merkbefreit.

  42. GerwaldBrunner Says:

    Da du dir eh alles so zurechtdrehst wie du es willst werde ich nur kurz anmerken das ich es auch nicht gut finde das du meinen Namen ausschreibst aber wenn du diese Erfolgserlebnisse so nötig hast sollen sie dir vergönnt sein.

    bezüglich Nollendorfplatz werd ich christian und Jean mal fragen wie sie die Situation in Erinnerung haben, auf jeden fall bist du lange nicht so heldenhaft in erscheinung getreten wie du es glaubst hier den leuten unter die Nase zu reiben, soweit ich weiss wärst du sogar gerne davongerannt wenn denn eine sinnvolle chance dazu bestanden hätte.

    In der Annahme das auch dieser Post nicht erscheint wünsche ich dir weiterhin so Erfolge wie die dauerhafte mitarbeit bei Serious Games oder dem Aufbau des MU teams, jeder bekommt eben das was er verdient.


  43. Das ist höchst interessant: Die letzten drei Kommentare von GFBrunner & GerwaldBrunner sind automatisch im Spamfilter gelandet – und ich weiß nicht, warum! (Ich meine, sooo intelligent ist Akismet nicht, dass es sich die durchliest, oder?)

    Weder die von ihm benutzte IP, noch seine Pseudo-E-Mail-Adresse, noch er selbst oder irgendein Wort, das er verwendet hat, sthet bei mir auf der Schwarzen Liste, und eine Verlinkung enthalten seine Posts auch nicht.

    Ich kann daraus doch nur schließen, dass von dieser IP oder von dieser E-Mail-Adresse aus bereits so viele Kommentare auf anderen WordPress-Blogs als Spam markiert wurden, dass Akismet sie von sich aus in diese Kategorie schiebt! Na sowas!

    Wie auch immer – wie üblich verabscheue ich das meiste von dem, was Gerwald von sich gibt und muss einem Teil davon auch widersprechen, aber da es nicht die Schwelle des zu Beanstandenden überschreitet (knapp), zensiere ich es auch nicht. Freie Meinungsäußerung ist ein Recht, das für alle gilt, auch für Gerwald.

    Nichtsdestotrotz könnte man durchaus auf den Gedanken kommen, dass all diese Andeutungen bezüglich “Code Red” und “Intensivstation”, von denen man annehmen kann, dass sie auf die selbe Person zurück gehen, eine indirekte Aufforderung darstellen. Und warum die Polizei dann bald ausgerechnet bei Gerwald vor der Tür stehen würde, kann er ja gerne selbst einmal erklären, denn diese Geschichte befindet sich tatsächlich in der Grauzone dessen, worüber man im Rahmen des Persönlichkeitsrechtes möglicherweise nicht berichten darf.

    In jedem Fall möchte ich darauf hinweisen, dass es Dinge gibt, die sich in einer Personalakte ERHEBLICH schlechter machen als ein random ergoogleder Verdacht, jemand habe in seiner Teenager-Zeit möglicherweise einmal mit Gras gedealed!

    Vielleicht gibt es ja doch noch so etwas wie einen Sinn für Verhältnismäßigkeit bei Personalchefs…

  44. GerwaldBrunner Says:

    Ganz simpel:

    sollte einem Menschen irgendwann etwas zustoßen was sich nicht mit Unfall oder so begründen lässt wird doch überprüft was daran die Ursache war und wenn ein anderer Mensch als Quelle der Ereignisse vermutet wird überprüft wer denn dazu ein Motiv hätte dieses zu machen. Somit müsste ich wenn dir sowas passiert, mich darauf einstellen das ich von der Juztiz als möglicher Verdächtiger gehandelt werde.

    bezüglich spam weiss ja nicht was so vom WordPress alles gehostet wird aber gestern hab ich nur hier was kommentiert und die Foren in denen ich üblicherweise poste sind meist ganz woanders angelegt.

    Bezüglich Personalakten da steht im Regelfall auch nur das drin was in der Zeit passierte wo ich in der entsprechenden Firma arbeite, was man im Privatleben so anstellt ist der Firma primär egal sofern nicht irgendwelche konflikte sich daraus ergeben oder der Firmenphilosophie zuwiederhandeln(dauernd zu spät kommen, alkoholisiert,nebenjob beim mitbewerber z.B.)

    Edit Andreas: Dieser Post, den Gerwald 2 Minuten später problemlos ablassen konnte, war noch im Spamfilter gelandet. Es lag wohl an seiner aol.net Adresse…

  45. GerwaldBrunner Says:

    dies ist ein test(spamfilter anyone?)

  46. GerwaldBrunner Says:

    Ganz simpel:

    sollte einem Menschen irgendwann etwas zustoßen was sich nicht mit Unfall oder so begründen lässt wird doch überprüft was daran die Ursache war und wenn ein anderer Mensch als Quelle der Ereignisse vermutet wird überprüft wer denn dazu ein Motiv hätte dieses zu machen. Somit müsste ich wenn dir sowas passiert, mich darauf einstellen das ich von der Juztiz als möglicher Verdächtiger gehandelt werde.

    bezüglich spam weiss ja nicht was so vom WordPress alles gehostet wird aber gestern hab ich nur hier was kommentiert und die Foren in denen ich üblicherweise poste sind meist ganz woanders angelegt.

    Bezüglich Personalakten da steht im Regelfall auch nur das drin was in der Zeit passierte wo ich in der entsprechenden Firma arbeite, was man im Privatleben so anstellt ist der Firma primär egal sofern nicht irgendwelche konflikte sich daraus ergeben oder der Firmenphilosophie zuwiederhandeln(dauernd zu spät kommen, alkoholisiert,nebenjob beim mitbewerber z.B.)

    just my 2 cents


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