Gedanken zu den Shadowmoor Theme Decks

Heute sind offiziell die Inhalte der Shadowmoor Theme Decks bekannt gegeben worden. Ich gehöre nicht zu den Spielern, die damit etwas anfangen können – ich besorge mir sowieso riesige Mengen Booster jedes neuen Sets und bastele mir daraus eben selbst Decks. Allerdings werfe ich immer einen Blick auf die darin enthaltenen Rares; eine Angewohnheit, die noch aus der Zeit stammt, als ich bei Serious Games für die Auspreisung der Themendecks und die Verwaltung der Einzelkartenordner zuständig war. Schauen wir uns diese doch einmal an:

Aura Mastery:
Thistledown Liege
Twilight Shepherd

Overkill:
Mossbridge Troll
Prismatic Omen

Mortal Coil:
Grim Poppet
River Kelpie

Army of Entropy:
Ashenmoor Liege
Din of the Fireherd

Turnabout:
Rhys the Redeemed
Wilt-Leaf Liege

Ich denke, man kann sagen, dass alle 5 Lieges absolute Topkarten sind! Im Constructed werden sie sich irgendwo zwischen “allgegenwärtig” und “Ein Muss im richtigen Deck” einordnen, und ihr Appeal fürs Casual sollte gigantisch sein. Da finde ich es recht unschön, dass es drei, aber nicht fünf davon in den Theme Decks zu finden gibt!

Aura Mastery enthält neben einem Liege auch noch den Twilight Shepherd, die vielleicht beste weiße Kreatur, für die man auch tatsächlich 6 Mana zahlt (sonst wäre es Exalted Angel), mit der einzigen Konkurrenz in Yosei, the Morning Star, und für Casual-Belange wohl noch einmal deutlich attraktiver. Das ist so ein Deck, das wir früher bei Serious Games geöffnet hätten, um an die Rares heranzukommen und sie einzeln zu verkaufen!

Am anderen Ende der Skala dann Mortal Coil. Triskelion war zwar eine Turnierkarte, aber nie besonders wertvoll, da sie nur in bestimmte Decks ging und ihr der Oomph fürs Casual fehlte. Grim Poppet ist in der allgemeinen Wahrnehmung noch uninteressanter. River Kelpie ist fürs Constructed zu unhandlich und umständlich und wird als typische Johnny-Rare vermutlich für irgendetwas zwischen 50 Cent und 1 Euro bei den Online-Händlern angeboten werden. Darüber hinaus besteht es aus einer Kombination derjenigen Farben, welche Gelegenheitsspieler am wenigsten schätzen: Am beliebtesten ist generell Grün, gefolgt von Weiß und Rot, dann kommt Schwarz und abgeschlagen am Ende Blau.

Preconstructed Decks kann man als Händler nicht einzeln bestellen, muss sie aber einzeln verkaufen. Wenn die Kunden einem nun Aura Mastery aus der Hand reißen, während Mortal Coil wie Blei auf dem Tresen liegen bleibt, dann muss man reagieren, indem man die Preise anpasst. Das kann rasch dazu führen, dass ein Deck doppelt so teuer wie ein anderes ist, was wiederum Unmut bei den Kunden hervorruft.

Ich ärgere mich zwar generell darüber, dass WotC so gedankenlos ist und Theme Decks herstellt, die sich ganz offensichtlich höchst unterschiedlich verkaufen werden. Das finde ich generell unschön, da könnten sie sich mehr Mühe geben! Eigentlich ist das Problem aber doch, dass man als Händler die Dinger nicht einzeln bestellen kann.

Wenn ich mir als Einzelhändler die Themendecks selbst zuammen stellen könnte, dann würde ich es mit einer Erstbestellung in folgenden Mengenverhältnissen versuchen:

5 * Aura Mastery
4* Turnabout
3 * Overkill
3 * Army of Entropy
2 * Mortal Coil

Dann würde ich eine Chance sehen, alle Decks zum gleichen Preis anbieten zu können, ohne entweder von manchen gigantische Restbestände aufzubauen (Geldverlust) oder ständig bei einigen ausverkauft zu sein (Kundenunzufriedenheit).

Bei deutschen Themendecks würde ich übrigens ein bisschen variieren, da deutsche Decks tendenziell deutlich stärker von Anfängern gekauft werden. Overkill zum Beispiel würde sich hier, alleine weil es RG ist, vermutlich noch etwas besser verkaufen, und Turnabout als GW-Deck würde wahrscheinlich Aura Mastery einholen.

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One Comment on “Gedanken zu den Shadowmoor Theme Decks”

  1. Anonymous Says:

    es ist immernoch besser als beim WoW TCG, wo man den Decks nicht von außen ansieht was drinne ist


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