Wochenrückblick 32/2008

Hier die vorige Woche.

Da hatte ich mich übrigens gefragt, für wen ich mir eigentlich diese ganze Arbeit mache – und Ihr habt geantwortet! Mein Wochenrückblick scheint also tatsächlich genügend Leser zu interessieren, dass dieser Aufwand sich lohnt. Na schön – dann mache ich halt weiter.

Die Downtimes von magicthegathering.com und MTGSalvation fallen seit ein paar Tagen dann doch nicht mehr zusammen. Tatsächlich schaffe ich es am Montag bislang noch nicht, die neuen Artikel auf der Wizards-Seite zu lesen. Ich vermute, dass der Server unter dem Ansturm von Lesern, die sich für die Coverage der US Nationals interessiert haben, zusammen gebrochen ist (was auch ein Armutszeugnis darstellt).

Zu dieser Coverage: “You must be a Faerie man if you live with Gerry.” Wenn mich meine Englischkenntnisse nicht im Stich lassen, dann gibt es keinen Grund, diese Aussage auf Magic zu beziehen!

“Earlier in the day a number of pros offered up their opinions on what they hoped to draft for the final four rounds of Day 1 play and the verdict seemed unanimous: monocolor strategies, preferably white ones, were in.” Na so was. Allerdings kamen mir die Entscheidungen der gefeaturten Drafter manchmal doch sehr merkwürdig vor. Wieso nimmt Cheon einen in seinem Deck offensichtlich unspielbaren Din of the Fireherd (der dann auch im Sideboard landet) über Scar? Und was soll Scheels blau-schwarzes Deck eigentlich darstellen, ohne Manakurve, ohne klares taktisches Konzept und ohne wirkliche Power? (Erfolgreich war er damit dann auch nicht.)

Das Standard-Metagame jedenfalls scheint immer stärker Richtung Rot zu gehen. Liegt das wirklich nur an Figure of Destiny?

Erwähnenswert finde ich dann noch die Vintage-Top-8-Decklisten, bei denen sich immerhin ein Dredge zwischen 7 Restrictedlisten-Decks versteckt. (Es ist dann im Viertelfinale 0:2 ausgeschieden.)

Montag:

Planet MTG:

Ich schreibe über das Schreiben von Magicartikeln und beginne mit dem Klassiker, dem Turnierbericht.

magicthegathering.com:

Mark Rosewater erforscht weiterhin die Grenzen dessen, wie man Magic-Artikel gestalten kann, und das ist auch gut so! Zugegebenermaßen sind die vielen kleinen Links auf seiner Fake-Facebook-Seite aber nervig, weil man natürlich alle anklicken will, um sicher zu gehen, nichts verpasst zu haben. Der eigentliche Text ist witzig und charakterisiert noch einmal sehr aufschlussreich die Philosophie der Farben, bringt aber inhaltlich nichts wirklich Neues.

Der Feature-Artikel macht Werbung für die Eventide-Themendecks, welche Van Lunen als den besten Weg, in Magic wieder einzusteigen, bezeichnet. (Ironischerweise werden die Themendecks in dieser Form ab der nächsten Edition dann abgeschafft.) Ich kann mir nicht vorstellen, dass es wirklich Spaß macht, diese Haufen zu spielen – schaut Euch doch zum Beispiel einmal die absolut furchtbare Manakurve des so genannten “Battle Blitz” an! Wenn einer der ersten Tuning-Schritte bei einem Themendeck darin bestehen muss, eine der beiden Rares heraus zu nehmen, dann kann das einfach kein gutes Design sein.

Dienstag:

Magic Universe:

Der Atog beschert uns einen Beitrag, der zu wenig strategischen Gehalt für einen Strategie-Artikel besitzt, aber andererseits zu turnierbezogen für einen Casualartikel ist und serviert ihn mit einem sehr unterhaltsamen Schreibstil. Es wäre jedoch wirklich schöner gewesen, er hätte sich für eine Ausrichtung entscheiden – aber da scheint er offenbar auch in seinem Selbstverständnis als Spieler zur Zeit hin- und hergerissen zu sein!

PlanetMTG:

Wuaschti setzt die Legacy-Reihe fort, mit einem genaueren Blick auf sein Survival-Deck. Als Nichtfachmann für dieses Format (und an mich richtet sich diese Reihe dann doch wohl, oder?) fallen mir da eine ganze Reihe merkwürdige Passagen auf: “Die meisten hier im schönen Bayern denken aber automatisch an meine Liste, wenn sie Survival hören, weil andere Piloten meistens lieber in der anonymen Masse untergehen, anstatt zu zeigen, was das Deck wirklich kann.” Was genau will mir der Autor damit sagen? Dass seine Version so viel besser als der Standard ist, dass sie eigentlich der Standard sein sollte, und dass die Spielerschaft zu blöd ist, das zu erkennen? Dann zählt er seine Platzierungen mit dem Deck auf, die mich ehrlich gesagt nicht übermäßig beeindrucken, da ich davon ausgehe, dass die “virtuelle Teilnehmerzahl” dieser Turniere – also nach Abzug all der als Gegner nicht ernst zu nehmenden Funspieler – deutlich niedriger liegt. Insofern sehe ich seine guten Ergebnisse eher als Indikator dafür, dass er ein ernsthafter Legacy-Spieler ist, als dafür, dass sein Deck bsonders gut ist. ” Wenn man sich richtig entscheidet, gewinnt man mit aktiven Survival fast immer. Kommen wir zu dem unschönen Teil: Man hat kein Survival. Das Deckprinzip ist dann, solange zu überleben (to survive), bis man das Survival hat oder über Witness und Therapy soviel Kartenvorteil erzeugt hat, dass man auch ohne gewinnt. Das klingt einfacher, als es in Wirklichkeit ist.” Ist das nicht die primäre Schwäche dieses Decks? Wie kann seine Variante signifikant besser als die Standard-Version des Decks sein, wenn es diese Schwäche nicht behebt? “3 Eternal Witness – Kein Kommentar! Für die vier ist kein Platz und man braucht sie selten viermal.” (Das IST übrigens ein Kommentar.) Eine ausführliche Erläuterung, warum man sie in einem Survival-Deck DREI Mal braucht, aber nicht VIER Mal, wäre hier schon interessanter gewesen, als “kein Kommentar”… “Enlightened Tutor –
Ich war noch nie ein Freund von Carddisadvantage. Man kann die Karte schon spielen. Wenn dann allerdings euer Enchantment gecountert wird und ihr mit leerer Hand dasitzt, müsst ihr nicht das Whinen anfangen, dass ihr so schlecht zieht.” Oder man whined eben, wie der Autor, darüber, dass das Deck ohne Survival nicht gewinnen kann. Sehr überzeugend! Brehn hat im Forum noch mehr Fragen zu diesem Text aufgeworfen. Besonders über die Aussagen zum Zeitlimit habe ich mich auch gewundert, und mir ist auch der Gedanke gekommen, dass Tarmogoyfs einerseits die Gewinnchancen des Decks ohne aktives Survival erhöhen und andererseits mehr günstige Matchups erzeugen könnten.

magicthegathering.com:

I am very pleased to announce that our editor Kelly Digges will be the new author for Serious Fun.” Nein, was für eine Überraschung! Nachdem Digges bereits kurzfristig als Lückenbüßer für The Ferret eingesprungen war, hat sich offenbar niemand Besseres gefunden – oder vielleicht auch einfach nur niemand, der bereit war, sich an die Vorgaben von WotC zu halten, den strategischen Gehalt zu Gunsten von mher Hyperbole zurück zu fahren. Dabei ist dieser Artikel hier gar nicht einmal so schlecht. Ich weiß nicht, wann das Pentagramm-Format zuletzt beschrieben wurde, und Digges gibt einen ordentlichen Überblick darüber.

Steve Sadin schreibt über SSE-Limited (Booster Draft, heißt das natürlich). Einige interessante Thesen formuliert er darin: “When you are drafting Shadowmoor / Shadowmoor / Eventide, there are significantly more incentives to be mono-colored going into the third pack than there are to be enemy-colored.” Das kann ich so unterschreiben. Dann sagt er noch: “My point is, if you have a very good, definite reason to be playing something, then that will often be better than a potential reason to be doing something”, und das kann ich unterschreiben und unterstreichen! (Es ist unter anderen eine Umformulierung von “Klammert Euch beim Draften nicht krampfhaft an irgendwelche Archetypen, sondern macht das Beste aus dem, was ihr in den Boostern tatsächlich vorfindet.”) Dann steht da noch: “if you only have an OK reason to be limiting your options, then you are likely dooming your deck to mediocrity.” Noch etwas, was mir gefällt. Natürlich ist es PRAKTISCH, Draftstrategien möglichst weit zu vereinfachen, aber bessere Ergebnisse erzielt man, wenn man für alle Optionen offen ist! Ansonsten zählt er ein paar einzelne Offensichtlichkeiten auf: Banishing Knack ist wirklich gut, Retrace ist wirklich gut, und Resplendent Mentor kann mit den entsprechenden Synergien wirklich gut sein.

Mittwoch:

Magic Universe:

Clemens’ Analyse des monoroten Decks gefällt mir erheblich schlechter als den ersten paar Kommentatoren. Seine Erkenntnisse hinken mehrere Wochen hinterher: Er gesteht ja selbst ein, dass er im Wesentlichen das Nakamura-Deck übernommen hat, und dieses hat er verschlimmbessert (denn die Blood Knights zu cutten, ist einfach falsch – er hat auch keine vernünftige Begründung dafür gefunden). Dass er mit der Logik, mit der er Rift Bolt für Shock gecuttet hat, nicht Skred gefunden hat, ist schon sehr schade. Dass ihn Figure of Destiny im Testen nicht ünberzeugt hat, spricht NICHT für sein Playtesting – ebenso wenig wie die Tatsache, dass er zwar Einschätzungen für verschiedene Matchups abgibt, aber noch gar kein fertiges Sideboard hat! Das geht natürlich nicht. Alles in allem fehlen seinem Artikel sowohl die überzeugenden eigenständigen Gedankengänge als auch nach dem US-Nats-Wochenende die Aktualität (Letzteres mag eher Schuld der Redaktion sein), und somit fällt er insgesamt eher in die Kategorie “überflüssig”.

PlanetMTG:

Als wäre es ein Zufall (es muss eigentlich einer sein), schreibt Tobi am selben Tag auch über Monorot! Sein Artikel ist deutlich besser: Einmal ist er weitaus unterhaltsamer geschrieben, dann ist die Evolution seines Decks klar besser begründet (und auch das Sideboard blieb nicht außen vor) und das Ergebnis auch überzeugender. (Hinter dem US-Nats-Sieger bleibt es wohl trotzdem zurück – gerade Skred ist wohl der bedeutsamste Unterschied.) Außerdem gibt es ein wenig praktische Erfahrung mit dazu. Top-Tech bekommen wir hier auch nicht geliefert, aber weitaus bessere Denkanstöße und Diskussionsansätze mit einer besseren Schreibe. Warum allerdings auch Tobi – der seine eigenen Artikel ja nun wirklich nicht mit einer Woche Vorlaufzeit schreibt – nicht auf die Ergebnisse der US Nats aufbaut, verstehe ich nicht!

magicthegathering.com:

Hier habe ich mir die Augen gerieben – gleich VIER Artikel am Mittwoch? Aber nein, ganz so ist es ja nicht. Da ist eine Ankündigung zu den Shards of Alara Prereleases (es sieht so aus, als wären die Gerüchte, dass man nur mit bestimmten Farben spiele dürfe, unfundiert gewesen), und die Fortsetzung des Webcomics um die Planeswalker, die mich immer noch nicht wirklich begeistert.

Und dann ist da einer der letzten Bleiweiss-Artikel. Three to go!

Schließlich bleibt ein Doug Beyer Artikel übrig. Prinzipiell finde ich Artikel über die Philosophien der Farben ja sehr interessant, aber Beyer sollte diese doch besser MaRo überlassen – er ist unsystematsich, unstrukturiert und unvollständig in seinen Beobachtungen, und seine Beispiele sind nicht gerade überzeugend. Außerdem ist da einfach verdammt wenig Inhalt, wenn man mal genau hinsieht! Der Verweis auf die Seer’s Parables ist nett, aber dieses Gedicht ist furchtbar lang (was nicht schlimm sein muss) und nicht besonders gut oder unterhaltsam geschrieben (was das erste Problem schlimmer macht). Insgesamt bin ich enttäuscht – zu diesem Thema hätte man deutlich Interessanteres schreiben können!

Donnerstag:

PlanetMTG:

Kalle Preuss analysiert sein Reveillark-Deck (der Titel ist hoffentlich kein Hinweis darauf, dass er daraus sieben Teile machen will!) Positiv daran fallen mir der lockere Schreibstil auf, sowie die aus der Praxis stammenden Erkenntnisse, welche mit theoretischen Überlegungen verbunden werden – das ist das Prinzip, mit dem man Denkanstöße gibt und das einen Analyse-Artikel hilfreich macht. Negativ ist, dass er doch ein wenig zu viel herum labert, und dass er einfach unaktuell ist – PT Hollywood ist dann doch schon sehr lange her, und auch wenn er dafür argumentiert, warum dieser Ansatz immer noch stark sein könnte, müsste er auf aktuelle Veränderungen ausführlicher eingehen. Ich begreife sowieso nicht, warum die Verfasser von Strategie-Artikel sich nicht mehr Gedanken über ihr Timing machen – ob jetzt Trash eine Limited-Analyse wenige Tage VOR Veröffentlichung des offiziellen Spoilers ins Netz rusht, oder ob jetzt, direkt NACH dem Mega-Standard-Wochenende mit US Nats, Canadian Nats, Italian Nats & French Nats plötzlich überall Standard-Artikel erscheinen, die noch VOR diesem Wochenende geschrieben wurden – Leute, das ist doch einfach nur schade, wenn Ihr Eure Mühe durch mangelnde Aktualität auf diese Art teilweise verschwendet! Nun ja, Kalle will das ja in einem zweiten Teil zurecht rücken.

Außerdem macht Trash bei seiner Limited-Analyse mit Schwarz und Schwarz-Grün weiter. Wieder geht er in allem von seinen Archetypen aus, aber seine Karteneinschätzungen leiden diesmal nicht ganz so sehr darunter, erscheinen mir aber trotzdem immer noch ein wenig zu unausgegoren. Dass Mono-Schwarz der wohl unattraktivste einfarbige Draftansatz ist, lässt sich jedenfalls schwer bestreiten, wenn ich mir auch nicht sicher bin, ob nicht selbst das passieren kann, wenn die Booster nun einmal passen. Dass er Desecrator Hag so schlecht macht, wundert mich schon ein wenig – so nutzlos ist ein 2/2 Body ja nun wirklich nicht, und mehrere davon können erstaunliche Dinge tun! Gift of the Deity wiederum ist zwar fragil, braucht aber keinen Stall um gut zu sein, da es den Gegner effektiv am Ausspielen weiterer Kreaturen hindert. Über Raven’s Crime hätte Trash sich vielleicht auch ein paar Gedanken mehr machen können, zumindets als Sideboard-Option. Bei Smoldering Butcher wundert es mich, dass er seine eigenen früheren Erkenntnisse vergisst: Im Limited ist hohe Power zum Blocken da! Das macht der Butcher ja nun wahrlich nicht schlecht. Talara’s Bane ist als Sideboardkarte alles andere als “unspielbar”, sondern für den Gegner höchst unangenehm. Den Mimic lehnt er auf Grund archetypischer Erwägungen ab, was diesem vermutlich nicht gerecht wird. Wieso er Creakwood Ghoul mag, wenn er doch schon die “Hügelriesen” aus Shadowmoor nicht mochte, finde ich auch merkwürdig, und wieso Crumbling Ashes nicht ebenso wie Blowfly Infestation in ein synergetisches Deck integriert werden kann, verstehe ich ebenfalls nicht. Ich weiß auch nicht, für wie schnell Trash das Format hält, wenn er beharrlich die Hatchlings schlecht macht. Mit Stalker Hag verreißt er wieder eine gute Karte auf Grund seines Archetypen-Fetischs. Das (starke) Syphon Life lobt er wiederum ein wenig zu sehr – firstpicken würde ich es nicht, was ich von einer als “Spoiler” titulierten Karte schon erwarte. Klar, in einem lang andauernden Spiel ist er gut… aber kann Trash sich endlich einmal entscheiden, ob das Format für Hatchlings zu schnell ist oder nicht? Ein Hatchling jedenfalls macht normalerweise mehr als der Syphon. Auch der Needle Specter ist in längeren Spielen stärker, denn dann sind die Hände der Spieler nicht so rasch leer. Insgesamt gilt weiterhin für mich: “The Trash can… do much better!”

magicthegathering.com:

Chirs Millar überdeckt inhaltliche Belanglosigkeit dieses Mal ganz ansprechend mit einer unterhaltsamen Wiedergabe seiner Erlebnisse bei den US Nationals. Allerdings stellt sich einem nach dieeser Lektüre schon die Frage, ob Chris nicht vielleicht ein wenig retardiert verplant ist…

Mike Flores arbeitet ausführlich das wichtige voran gegangene Turnierwochenende auf. Jetzt ist also auch Torrent of Souls in Standard angekommen. Diese Karte und Murderous Redcap hatte sich EB nach deren Preview übrigens nicht im Constructed vorstellen können – wie ich schon damals anmerkte: Erstaunlich wenig Phantasie!

Freitag:

Magic Universe:

Phips covert einen PTQ in Graz. Das macht er insgesamt recht unterhaltsam und informativ. Seine Parteinahme für Thomas Preyer (den ich zugegebenermaßen auch als hervorragenden Spieler in Erinnerung habe) übertreibt er aber ein wenig – wer sagt denn, dass dessen Gegner nicht vielleicht auch gut spielen konnten? Und ob Kithkin vs. Kithkin nun gerade ein Mirror ist, in dem Skill eine besonders große Rolle spielt, kann man auch diskutieren.

PlanetMTG:

Diese Woche werde ich Sebastian einfach mal loben, weil er jedes Mal wieder interessante Regelfragen hervor zaubert. (Und so wie es aussieht, sind diesmal nicht einmal Fehler drin, also noch ein Lob an Tobi und ihn!)

Und dann liefert Roland Bode noch eine kleine Fleißarbeit ab, als er den PTQ in Dortmund analysiert. Zwar halte ich allgemein nicht viel von solchen Matrizen, da sie einfach zu viele Faktoren unberücksichtigt lassen, aber mehr Information ist eben (fast) immer gut. Was mir übrigens gefällt, ist der Versuch einer Mini-Analyse unter den gecoverten Partien! Das ist eine Fähigkeit, die jeden Magicpsieler weiter bringen kann: Einen Spielverlauf beobachten und erkennen, WIESO er so verlaufen ist.

magicthegathering.com:

Schon wieder vier Artikel an einem Tag – sollte das ein Trend sein? Natürlich macht Mark Purvis nur Werbung für eine Box mit teuren Glitzerkarten, aber es bleiben noch drei weitere übrig:

BDM ist wieder zurück bei der Hofberichterstattung. Den inhaltlich interessanten Teil hatte Flores ja schon geschrieben.

Devin Lows Ratespielchen sind zwar alles andere als schwierig aufzulösen (auch die letzte Karte fand ich völlig offensichtlich), geben aber ein paar nette Einbliche in den Development-Prozess.

Am interessantesten fand ich hier an diesem Tag die Statistiken von Paul Jordan. Die Aufschlüsselung der Win Percentages nach Pros und anderweitig Qualifizierten ist tasächlich sehr aufschlussreich! Wie ich schon sagte: Gute Spieler sind gute Spieler sind gute Spieler. Klar haben viele ihre Präferenzen, aber vor “Fachidioten” in wenig gespielten Formaten habe ich wenig Respekt. Das gute Abschneiden von Kithkin-Decks ist übrigens ein Aspekt, der beim bloßen Verfolgen der Coverage nicht ins Auge gefallen wäre – hier findet sich vielleich eine Schlüsselinformation, um das Format zu knacken! (Natürlich muss man bei dieser kleinen Stichprobe vorsichtig sein.) Noch interessanter ist aber die hundsmiserable Bilanz von Reveillark – Deck der Wahl für schlechte Spieler oder in diesem Metagame deplatziert? Kalle? Die Matchup-Statistiken untereinander jedoch halte ich aus den selben Gründen wie das letzte Mal für nicht allzu aussagekräftig.

Samstag:

Magic Universe:

Der Atog springt kurzfristig für mich ein, weil ich das Antiquariat nach einem halben Jahr einfach nicht mehr sehen (und schon gar nicht schreiben) kann! (Ich denke, die Häufung von Flüchtigkeitsfehlern darin, die zuletzt zu beobachten war, ist auch darauf zurück zu führen.) Sein Text liest sich ganz witzig, wenn er auch keinen wirklichen Punkt zu haben scheint. Da ich aber selbst daran Schuld bin, dass er hier improvisieren musste, geht Kritik daran letztlich an meine Adresse.

War das jetzt eine voll gepackte Woche oder was? Nur Magic Universe kriegt sein Programm leider immer noch nicht ganz voll. (Und jetzt fällt meinetwegen womöglich auch immer der Samstag aus – tut mir Leid, aber es geht zur Zeit einfach nicht mehr!)

Und spielt eigentlich niemand mehr Magic Online?

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14 Comments on “Wochenrückblick 32/2008”

  1. panda Says:

    Zu dieser Coverage: “You must be a Faerie man if you live with Gerry.” Wenn mich meine Englischkenntnisse nicht im Stich lassen, dann gibt es keinen Grund, diese Aussage auf Magic zu beziehen!

    bezieht sich auf den amerikanischen pro gerry thompson der halt nunmal sagt man muss momentan immer min. 1 mal feen spielen

  2. Handsome Says:

    “Bei Smoldering Butcher wundert es mich, dass er seine eigenen früheren Erkenntnisse vergisst: Im Limited ist hohe Power zum Blocken da!”

    Schon, aber in einem Format voller kleiner 2/1-Viecher ist eine 4/2 Wither halt nicht mehr so gut. Außerdem steht der Butcher in direkter Konkurrenz zu Harvest Gwyllion und stinkt da halt gnadenlos ab.

    “Talara’s Bane ist als Sideboardkarte alles andere als “unspielbar”, sondern für den Gegner höchst unangenehm.”

    Ich hab das Bane letztens mal ausprobiert, und ich mag es auch nicht besonders. Wenn du nicht gerade gegen GW oder Mono-W spielst, hast du keine Garantie, tatsächlich ein lohnendes Target zu erwischen, und im späteren Spiel ist es ein furchtbarer Topdeck.

    “Mit Stalker Hag verreißt er wieder eine gute Karte auf Grund seines Archetypen-Fetischs.”

    Naja, Mono-G und Mono-B kommen einfach nie zusammen, und ansonsten ist die Karte nur noch im GB richtig gut – und der Archetype ist halt wirklich nicht besonders häufig.

  3. TobiH Says:

    “Warum allerdings auch Tobi – der seine eigenen Artikel ja nun wirklich nicht mit einer Woche Vorlaufzeit schreibt – nicht auf die Ergebnisse der US Nats aufbaut, verstehe ich nicht!”

    Mäh! Sie haben doch hier und da (also dort, wo deren Ergebnisse von meinen abweichen) ein bisschen Erwähnung gefunden. Innerhalb von 48 Stunden ist mehr nicht drin.

  4. atog28 Says:

    Oh – ich bin angenehm überrascht. Mindestens einer versteht also, was ich am Samstag geschrieben habe (Randnotiz: Vogel-Witz extra eingebaut, merkt kein Schwein).

    Trotzdem habe ich das Gefühl, hier mehrere Kommentare zusammengefasst zu lesen, die besser unter die jeweiligen Artikel passen. 2900 Wörter kommen so zusammen – genug für eine Folge “Antiquariat”… ^^


  5. Ich habe den Vogel-Witz wohlwollend zur Kenntnis genommen.

    Ansonsten ist es nicht die Wörterzahl, die ich nicht zusammen bekomme – im Gegenteil habe ich das Gefühl, seit ich weiß, dass ich das Antiquariat erst einmal pausieren lasse, bin ich schreibfreudiger als vorher! Ich kann das Thema einfach nicht mehr sehen…

  6. Kalle Says:

    hmmm… die Kurzanalysen von Roland Bode fand ich recht unspannend, nicht weil diese Analysen nicht interessant wären sondern weil man von den Matches davor so wenig mitbekommt, das man diese Analyse halt einfach nur glauben kann oder eben auch nicht …

    aber etwas in eigener Sache:
    “Leute, das ist doch einfach nur schade, wenn Ihr Eure Mühe durch mangelnde Aktualität auf diese Art teilweise verschwendet!”

    Du redest hier von einem Zeitfenster von 24 Stunden oder weniger, immehin gab es am Montag nachdem Wochenende noch immer keine Infos zu Italien, Kanada und Frankreich …

    Ich erinnere mich auch an Zeiten wo gerade Du unter jeder Limited Analyse anmantest sich nicht dem Zeitnahheitswahn anzuschliessen, sondern lieber erst nachzudenken und dann zu schreiben. Da redest Du über drei Wochen ungefähr die zumindest ein zu 90% korrekter Spoiler schon im Netz war, und jetzt verlängst du solchen unsinn! Sorry aber so ein Schwachsinn, ich habe am Montag den Artikel beendet und TobiH geschrieben, dass ich ob der schleppenden Informationslage und der eehh schon erheblichen Länge des Artikels keinen Sinn in halbgaren Aussagen sehe. Für mich selbst hatte ich übrigens im Vorfeld beschlossen, dass ich bevor ich irgendwelche eigenen Entwicklungen einfliessen lasse lieber erstmal eine gemeinsame Grundlage schaffe, bei der dann jeder nochmal sagen kann: “Du siehst das so, meine Erfahrung ist aber eher die …”. Aus meiner Sicht kann eben erst nachdem man ein solches Fundament gebaut hat anfangen sinnvoll das Deck zu ändern. Ohne eine solche Betrachtung ist es jedenfalls viel leichter kompletten Schwachsinn zu betreiben, sagen wir mal aus meiner Liste die beiden Vendilion Cliquen durch Wrath of God ersetzten oder so …

    Aber Hey da Du als Chefkritiker nicht mehr auszusetzten hast nehme ich das ehh als Kompliment, und “ein wenig zu viel herum labert” ? – Du kennst mich das bleibt auf jeden Fall so ;)

    cuKALLE


  7. Mein Kritikpunkt war ja nicht, dass Du 24 Stunden Zeit nicht für eine komplette Analyse genutzt hast, sondern dass Du den Artikel nicht stattdessen zwei, drei Tage später geschrieben hast.

  8. Kalle Says:

    ic – ist verständlich, aber ich glaube dann wäre der artikel zu lang geworden, ich bin jetzt schon wieder bei 3000 worten und hab gerademal metagame und mana abgehandelt und mit magus of the moon angefangen … – und zugunsten der neuerungen hätte ich die ürsprünglichen überlegungen keinesfalls weggelassen

    cuKALLE

  9. Sebastian Says:

    Für die Regelfragen musst du den Tobi loben, denn die kommen zum großen Teil von ihm! Ich muss die dann meist nur noch so umstricken, dass man auch auf vier Antwortmöglichkeiten kommt. (Was sich auch leichter anhört als es ist.)


  10. Wo ich gerade das Link zu Deiner Homepage angeklickt habe, Sebastian:

    Willst Du Deine Turnierreports nicht irgendwo veröffentlichen, wo Leute sie auch finden können?

    Und was war das für eine Geschichte mit den DQs? Wer, warum?

  11. Sebastian Says:

    Turnierreport? (Wobei ich meinen internen Judge-Report demnächst nochmal aufräumen und im Blog posten wollte.) DQ?


  12. Einen Klick auf Deinen Namen von hier entfernt?


  13. Oh, jetzt verstehe ich… ich habe das Datum darüber gesehen.

    Du updatest Dein Blog aber nicht gerade oft, weißt Du…

  14. Sebastian Says:

    So, Blog updated mit langweiligen Fakten von längst vergangenen Turnieren.


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