Wochenrückblick 33/2008

Das Link zur vorigen Woche.

Am Wochenende fand in Denver ein Grand Prix im Block Constructed Format (Lorwyn/Shadowmoor) statt. Die gute Nachricht ist, dass die Top 8 beweisen, dass dieses Format sich nicht mehr ausschließlich um Kithkin und Faeries dreht. Die schlechte Nachricht ist, dass es jetzt aus Kithkin, Faeries und 5-Color-Goodstuff zu bestehen scheint. Was diesem Format fehlt, ist Magus of the Moon, oder besser Blood Moon (Price of Progress wäre wohl ein wenig over the top)! Fulminator Mage reicht nicht annähernd aus, die Buntheit im Zaum zu halten. Buntheit kann ja mal auch gut und schön sein, wie einst im Invasion-Block, wenn die verschiedenen Decks auch tatsächlich VERSCHIEDENE DECKS waren, aber die Übergänge hier sind dermaßen fließend, dass man bei einer Kontrollliste mit einem Dutzen Commands beginnen kann und jeweils durch Austauch von 4 Karten eine neue spielbare Liste erhält, bis man bei einem 5-Color-Aggro-Build wie Doran plus Merfolk oder so anlangt. Naja, Block Constucted war sowieso höchst selten ein wirklich gutes Format.

Zur Streichung der Magic Invitationals gibt es hier übrigens einen Thread bei MTGSalvation, in dem die Diskussion sich irgendwann darum dreht, ob der Ölpreis in absehbarer Zeit wieder fallen wird… Es ist einfach faszinierend, mit welcher Sturheit sich die Amis weigern zu begreifen, dass Öl eine verschwindende Ressource ist, und dass sein Preis, von kurzfristigen Schwankungen abgesehen, nur in eine Richtung gehen kann. Ist es da ein Wunder, wenn der amerikanische Wahlkampf sich zur Zeit hauptäschlich darum dreht, wie Öl in den USA wieder billiger werden könnte?

Montag:

PlanetMTG:

Ich schreibe wieder über das Schreiben von Magic-Artikeln, diesmal zu Deckentwicklung, Deckanalyse und Metagameanalyse.

magicthegathering.com:

Mark Rosewater beantwortet mal wieder öffentlich Emails. Seine Antworten sind wie üblich sehr informativ, auch wenn sie einem inhaltlich nicht immer gefallen können.

Tim Willoughby schreibt etwas, was ich nicht einordnen kann: “Going Rogue”, wenn es sich nicht auf den Kreaturentyp bezieht (und das tut es nicht) weist darauf hin, dass er Deckkonzepte für das Turnierformat Standard vorstellt, keine Casual-Decks, aber selbst mit gutem Willen wären seine Kreationen nicht annähernd turniertauglich, selbst wenn sie Sideboards besäßen! Also bekommen wir von WotC im Slot des Feature-Artikels unter falschem Label einen WEITEREN sinnlosen Casual-Artikel vorgestzt (sinnlos deswegen, weil der Autor viel zu wenig auf das wofür und warum eingeht und einfach unausgegorene Decklisten dahin knallt). Okay, natürlich HAT der Artikel einen Sinn – er macht Werbung für ein paar Eventide-Rares.

Dienstag:

Magic Universe:

Ich befasse mich ganz eiskalt mal wieder mit Causal.

PlanetMTG:

Zu Florian Hess’s Vintage-Artikel haben sich im dazu gehörigen Kommentarthread einige Leute geäußert, die mehr von Vintage verstehen als ich (keine Leistung natürlich), und er scheint erhebliche inhaltliche Angriffspunkte zu bieten. Vintage geht mir ja eigentlich eher am Arsch vorbei (im Gegensatz zu Legacy, welches ich immer noch mit einem gewissen Wohwollen verfolge), aber wenn dieser Artikel sich bei zwei von drei geposteten Decklisten für solche von 2003 (Zweitausendunddrei!) entscheidet, dann stimmt entweder etwas mit dem Artikel nicht, oder mit dem Format, oder vielleicht auch beides.

magicthegathering.com:

Steve Sadin schreibt über Matchups im Limited. Die grundlegende Erkenntnis hierbei ist, dass es so etwas (und ein dazu gehöriges Metagame) im Limited überhaupt GIBT – nicht wirklich neu, aber auch noch nicht übermäßig häufig im Netz beschrieben. Allerdings bleibt der Autor die Antwort darauf schuldig, wieso er überhaupt beim Draften Decks forciert hat, von denn er weiß, dass sie gegen einen der beliebtesten und stärksten Archetypen dieses Metagames keine Chance haben! Interessant übrigens folgende Aussage: “Thanks to hybrid, colors tend to be very fluid in Shadowmoor/Shadowmoor/Eventide so you don’t see as many clear-cut archetypes.” Ich verstehe übrigens überhaupt nicht, wie Fenaux-Briot Lindgren schlagen konnte! Seinem Deck fehlte doch alles das, was Mono-R in diesem Format ausmacht: Intimidator Initiate, Burn Trail, gute 2-Drops, effizienter Burn (unterhalb von 6 Mana), es hat nur 1 Giantbaiting – eigentlich ein Paradebeispiel dafür, wie man es NICHT macht!

Kelly Digges lässt meine schlimmsten Befürchtungen zunächst noch nicht wahr werden, indem er sich in der jetzt ihm gehörenden Serious Fun Kolumne mit tatsächlich existierenden Fragestellungen im Casual-Bereich auseinander setzt. (Seine Sammlung nötigt mir allerdings keinen Respekt ab. Hm.) Irritierend finde ich jedoch, dass das Thema “Multiplayer” völlig außen vor bleibt – ist das nicht das eigentliche Thema dieser Kolumne? Generelle Casual-Artikel gibt es auf dieser Seite ja weiß Gott genug…

Mittwoch:

Magic Universe:

Florian Pogutter liefert in einem nicht wirklich passenden, aber auch nicht schlimm störenden Tagebuch-Stil jede Menge relevanter und fundiert erscheinender Informationen aus dem Standard-Playtesting des MU-Team Linz. Die Prozentzahlen zu den Matchups sollte man jedoch, wie üblich, mit einer Prise Salz und einem Schluck Abführmittel genießen.

PlanetMTG:

Martin Peters’ US Nationals Bericht scheint die meisten Leser gut unterhalten zu haben, aber mir hat eine Ballung misslungener Formulierungen in den ersten beiden Absätzen das Lesen gründlich vermiest, deswegen habe ich es aufgegeben. (Ich werde nämlich nicht dafür bezahlt, Magicartikel zu lesen, deswegen quäle ich mich auch nicht grundlos hindurch.)

Außerdem produziert Tobi wieder einen vermutlich unterhaltsamen Montasrückblick, doch Videos schaue ich mir im Internet nach Möglichkeit nicht an. Ich will immer noch die Cartoons zurück haben!

magicthegathering.com:

Bleiweiss, die vorletzte. Am Ende seiner Tätigkeit als Kolumnenschreiber gestaltet er seine Decks ganz bewusst besonders random – das passt!

Doug Beyer beweist in “Spark“, dass er ein sehr talentierter Schreiberling ist – aber auch, dass er wieder einmal keine wirkliche Idee für seine Kolumne hatte, denn inhaltlich liegt sein Artikel nahe am Nullpunkt. Ein guter Stil ist wichtig, aber bei Weitem nicht alles!

Und dann ist da der dritte Teil des Webcomics. Er gefiel mir noch schlechter als die beiden vorigen, hauptsächlich deswegen, weil ich nicht glaube, dass ich begriffen habe, was darin eigentlich passiert.

Donnerstag:

PlanetMTG:

Der erste Teil des Grand-Prix-Berichtes von Gerald Leitzinger beweist, dass man nicht Glück mit seinem Sealed Pool haben muss, um den zweiten Tag eines GP zu erreichen – man muss dann eben auf alle anderen möglichen Arten Glück haben (schoflige Gegner, screwte Gegner, immer die eigene Bombe ziehen). Drei Byes helfen natürlich auch. Ein solider, ein wenig sehr nach Schema F abgespulter Turnierbericht.

Dann macht Trash bei seinem Eventide-Limited-Preview weiter, diesmal mit Rot und Rot-Weiß. Hey, diese Analyse zieht sich ja bald zwei Monate hin! Ganz ehrlich, das dauert mir zu lange – ein Grund mehr, warum ich für eine Aufteilung nach Häufigkeit statt nach Farben plädiere. Wie immer hält er an seinen Archetypen fest, und wie immer gelangt er dadurch zu etwas verschobenen Einschätzungen, gerade bei den rot-weißen Hybriden. Völlig von der Rolle aber ist er bei Scourge of the Nobilis: ” Selbst wenn jede Kreatur in meinem Deck rotweiß wäre, würde ich dieses Ding nicht zocken.” Was soll man dazu noch sagen? Ist Armadillo Cloak nicht sogar Constructed-tauglich (von Limited einmal ganz zu schweigen)? Trash lebt in seiner eigenen Welt, was Limited angeht. Diese deckt sich zwar zum großen Teil mit der Realität, aber an einigen Stellen verkantet er seine Perspektive völlig, und in diesen toten Winkeln entstehen katastrophale Fehleinschätzungen.

magicthegathering.com:

Mike Flores analysiert die Top-8-Decks des GP Denver. Den Hauptteil seines Artikels füllt er mit Erklärungen, warum Runed Halo in defensiven Decks sehr stark ist – eine Offensichtlichkeit eigentlich vom ersten Blick auf diese Karte an, aber sie brauchte eben noch ein passendes Deck. Seit bunte Kontrolle im Lorwyn-Block Weiß als Hauptfarbe entdeckt hat, gibt es dieses jetzt.

Und Chris Millar listet ein paar nutz- und größtenteils fantasielose Kombos auf. Shambling Shell + Woodlurker Mimic ist davon die einzige, die ich mir im Casual vorstellen könnte – alle anderen sind auch dafür zu kompliziert oder aber overpowered (kann es denn der Sinn von Casual sein, mit 2-Karten-Kombos zu gewinnen, weil der Gegner mit seinem eigenen Casual-Deck dagegen wehrlos ist?)

Freitag:

Magic Universe:

Phips führt uns wieder durch einen Draftwalkthrough – da auf MTGO passiert, im veralteten SSS-Format. Wie so oft bei dieser Artikelform stellt sich die Frage, ob das Deck WEGEN oder TROTZ einiger Entscheidungen des Drafters (einigermaßen) erfolgreich war. Wenn man Firespout über Windbrisk Raptor nimmt (okay), dann aber Spectral Procession über Devoted Druid pickt, draftet man grundlos in zwei verschiedene Richtungen.

PlanetMTG:

Sebastians Judge-Quiz ist diese Woche stellenweise etwas einfach geraten – einige der Fragen sind wirklich idiotensicher.

magicthegathering.com:

Devin Low spricht in Latest Developments das eigentlich sehr interessante Thema an, wie viel kombinierte Effekte auf einer Karte kosten sollten. Leider verzettelt er sich zunächst in viel zu vielen Beispielen und schafft damit nicht einmal eine vernünftige Diskussionsgrundlage, weil er nicht konsequent Karten benutzt, die unstrittig den Standard für ihre Manakosten darstellen. Grizzly Bears sind schon unzählige Male obsolet gemacht worden, ebenso wie Durkwood Boars, und vor Shock gab es schon einmal Lightning Bolt. Ohne ein Fundament von standardisierten Kosten für Effekte verpufft das ganze Thema einfach. Außerdem fehlt in seiner Aufzählung noch der wichtige Punkt “Ein kombinierter Effekt hat nicht immer die gleiche Wirkung wie die Summe der beiden Effekte.” So ist zum Beispiel Recumbant Bliss ein Lifegain, der sich von einem gegnerischen Nantuko Husk abstellen lässt, und Mystic Snake ist ein Counter, den man mittels Bounce wieder verwerten kann. Vom Head Developer hätte ich schon erwartet, dass er diesen Aspekt erwähnt!

BDM stellt die Klasse für die Wahl in die Hall of Fame 2008 vor – immerhin ist diese den Einsparungen noch nicht zum Opfer gefallen! Das neue System mit einer nicht fest gelegten Anzahl Neuzugänge ist… unübersichtlich. Wieso habe ich den Verdacht, das hauptsächliche Ziel dieser Regelung ist es, weniger Spieler aufzunehmen, ohne das ausdrücklich zu sagen? Aber vielleicht ist es ja auch genau umgekehrt und wir haben dieses Jahr zehn neue Hall of Famer… Jedenfalls sind da immer noch eine Menge illustrer Namen dabei! Scott Johns, Mark Justice, Olivier Ruel und Alex Shvartsman sind für mich gesetzt. Beim fünften Platz wird es kniffliger, aber ich denke, ich würde Dirk Baberowski benennen – immerhin hat er drei Pro Touren gewonnen, wenn auch zwei davon im Schlepptau vom Kai. Naja, und Mark Rosewater wird wieder einmal für Mike Long stimmen, und in der Diskussion wird irgendein Schwachkopf wieder sagen, wenn Long nicht in die HoF gehörte, dann auch Ruel nicht… Den Unterschied zwischen dem Emperor und Han Solo wollen manche Leute eben einfach nicht begreifen! Ich gehe übrigens davon aus, dass immer noch genau 5 Stimmen abgegeben werden, weil BDM nichts anderes gesagt hat, aber bei dem neuen System könnte das Ganze natürlich auch irgendwie anders geregelt sein. Oh, und BDM gibt das Worlds-Teamformat bekannt, welches auf der entsprechenden Infoseite längst zu finden gewesen war. (Diese wiederum war erstaunlich schwierig zu lokalisieren: Ich wollte wissen, wo dieses Jahr die Worlds stattfinden – ich muss doch einschätzen, wie ernsthaft ich mich auf die DM vorbereite, newa – und hatte bestimmt eine Viertelstunde gesucht! Memphis, Tennessee, hmpf. Hasbro spart weiter, scheint’s – mich reizt das jedenfalls nicht.)

Ach ja, irgendwo auf einem unbekannten Server verrotten meine MTGO-Karten

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6 Comments on “Wochenrückblick 33/2008”

  1. Eliminator Says:

    Warum tust du dir MtgSalvation an?
    Inwiefern der T2/extended Bereich dort zu gebrauchen ist kann ich nicht beurteilen (spiele das nicht), aber der Legacy-Teil ist eher mässig und im OT wird viel zu häufig so diskutiert, wie man es von einem “Klischee-Ami” erwarten würde.
    Zu gebrauchen ist eigentlich nur dir Rumor Mill, wobei deren Nutzen in letzter Zeit auch dahin schwindet, deine Theorie bezüglich dem dortigen Spoilern und Wizards einfluss halte ich für relativ vernünftig.
    Ich muss allerdings zugeben, nicht sonderlich häufig dort zu stöbern, vielleicht kann mich ja jemand eines besseren belehren.

  2. Boneshredder Says:

    “Wenn man Firespout über Windbrisk Raptor nimmt (okay), dann aber Spectral Procession über Devoted Druid pickt, draftet man grundlos in zwei verschiedene Richtungen.”

    Ich hab mir justament den Artikel und die zugehörigen Kommentare durchgelesen. Anscheinend bin ich da in der absoluten Minderheit, aber der Phips bekommt an dieser Stelle von mir ein eindeutiges Backup für seine drei ersten Picks und möchte hinzufügen, daß – so sehr Du sonst immer Trash für seine Archetyp-Scheuklappen kritisierst – Du hier auch nicht ofener an die Sache herangehst.

    Richtig ist zunächst einmal: man KANN p2 auch den Druiden picken. Aber dann sollte man auch bedenken, was genau man von senem Firespout erwartet (spielt man es nicht mit Rot, hält es auch nicht die Aggro-Welle auf, sondern gewinnt “nur” gegen das Fliegerdeck). Vor allem möchte man sich überlegen, ob es wirklich besser ist, sich nun schon mit Pick Zwo auf RG festzulegen, oder an der Stelle noch völlig flexibel zu bleiben, ob man vielleicht 1) tief-weiß mit Rotsplash 2) tief-Rot mit weiß-Splash wird, oder 3) eine der Karten eben am Ende doch nicht spielt, sondern einem anderweitigen Splash opfert (was auch kein Weltuntergang ist).

    Was Phips am Ende aus seinem Start gemacht hat, erscheint auch mir recht inkonsistent, ist aber in dieser Form gar nicht zwingend. So hätte ich mit dem ersichtlichen Grünanteil (leider fehlen uns die roten Alternativmöglichkeiten zu Heartmender und Safehold Elite, womöglich käme es gar nicht zu einem 50/50-Plan, wenn man schon dort anders pickt) weder Gouger über Scar gepickt noch den Bolt für Flask weitergeschoben, und am Ende nur eine Ebene und die beiden Safewright Quests gespielt (für die Hexe und eine eben nicht mehr ganz so bombige Procession-Vergünstigung).


  3. Du übersiehst, dass Firespout auch ganz wunder bar in G ohne R funktioniert, da die sich eh nur gegen Flieger wehren müssen.

    Außerdem ist der Druid eine sehr flexible Karte, Spectral Procession nicht gar so sehr – WW2 muss schon drin sein, und richtig stark ist sie auch nur in aggressiven Decks (was nicht heißt, dass defensivere sie nicht auch spielen).

    Hauptsächlich aber muss man diesen Pick in Verbindung mit dem ersten sehen. Wenn man den Raptor schiebt, dann braucht man einen wirklich guten Grund, doch noch in W zu gehen, und Procession über Druid ist das NICHT.

  4. Boneshredder Says:

    “Du übersiehst, dass Firespout auch ganz wunder bar in G ohne R funktioniert, da die sich eh nur gegen Flieger wehren müssen.”

    Tu ich nicht, das ist oben im Mittelteil klar beschrieben. ;) Ich bin allerdings nicht sicher, ob ein nur-G FS wirklich noch im Maindeck landet.

    “Außerdem ist der Druid eine sehr flexible Karte, Spectral Procession nicht gar so sehr – WW2 muss schon drin sein, und richtig stark ist sie auch nur in aggressiven Decks (was nicht heißt, dass defensivere sie nicht auch spielen).”
    Da muß ich wiedersprechen: Procession ist mindestens so flexibel wie der Druide, und die Stärke ist von der Kontroll/Aggro-Ausrichtung überhaupt nicht abhängig (defensiv eingesetzt stellt es oft mit Tempogewinn multiple Tiere ab, wenn das nicht solides frühes Removal ist, was dann?) und für 4W gespielt liegt der Spielwert immer noch knapp über dem eines Füller, denke ich.

    “Hauptsächlich aber muss man diesen Pick in Verbindung mit dem ersten sehen. Wenn man den Raptor schiebt, dann braucht man einen wirklich guten Grund, doch noch in W zu gehen, und Procession über Druid ist das NICHT.”

    Man KANN auch das bedenken. Allerdings hat ein sehr schlauer Spieler, den ich kenne, einmal gesagt, daß der erste Booster, den man geschoben bekommt, SELTEN ein wirklich eindeutiges Signal enthält und daß sich erst im Kontext der nachfolgenden Booster wirklich erschließt, welche Farben offen ist sind. Wenn mein Hintermann meint, eine 7-Mana-Finisher-Karte im zweiten Booster sei ein vollkommen unzweifelhaftes Signal, daß ich ihm weiß überlasse; und er hält für den Rest des Drafts daran fest, OBWOHL ich gleich mit dem nächsten Pick selbst in weiß einsteige, weil gute Argumente kommen, dann muß ER seine Draft-Kompetenz verbessern, nicht ich.

  5. Boneshredder Says:

    Unsere Hauptkonfliktpunkte scheinen folgende zu sein:

    1) Du schätzt den Elfen als ebenso stark ein wie die Procession. Ich sehe sie deutlich stärker.
    2) Du glaubst, man hält sich mit dem Druidenpick mehr Möglichkeiten offen. Ich finde, das Gegenteil ist der Fall. (Ich sehe da vor allem ein zu starkes Festhalten an einer zufällig gefirstpickten Farbe.)


  6. Ich halte den Druiden tatsächlich für nur wenig schwächer. Und gerade als 2. Pick eröffnet er einem gute Chancen, tatsächlich eine Ramp-Strategie zu draften – eine Option, die ohne Druiden einfach nicht attraktiv ist, aber mit Druiden plötzlich ansonsten unspielbare Picks gut spielbar und ordentliche, aber ansonsten klobige, exzellent macht.

    An den ersten Pick darf man sich nicht zu sehr klammern, aber wenn ich die Wahl habe, mich zwischen einem zweiten zu entscheiden, der zum erstem passt, und einem solchen, der nicht dazu passt (gschobene Karten einbezogen), dann erwarte ich als Belohnung mehrr Power-Differenz als zwischen diesen beiden Karten hier. (Thistledown Liege zum Beispiel hätte ich geweiss nicht verschmäht.) So ist mir die Chance zu groß, dass eine Entscheidung für SP eine Entscheidung gegen DD UND Firespout ist, oder dass ich den DD für eine Karte verschmähe, die ich dann nicht gebrauchen kann (so wie es bei Phips letztlich auch der Fall war, Omen-Albernheiten hin ider her).


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