Money’s too tight for Magic

Seit der PTQ in Hannover mit sensationellen 38 Teilnehmern über die Bühne gegangen ist, wird in unserer Community wieder fleißig über die Gründe der PTQ-Müdigkeit in Deutschland diskutiert, so in mehreren Threads im P-Forum, aber auch unter einem Blogeintrag von Teardrop, zu dem ich dort schon einen ausführlichen Kommentar abgegeben habe.

Nun, ich habe bereits seit eineindrittel Jahren immer wieder darauf hingewiesen, dass Magic krank ist, genauer: Dass die RL-Turnierszene stirbt! So langsam scheint diese Erkenntnis dann doch Allgemeingut zu werden.

Noch einmal zusammen gefasst: FNMs sterben außerhalb von Großstädten aus (es wird wohl nicht zuletzt auch daran liegen, dass es selbst in Linz keine mehr gibt, dass das MU-Team Richtung MTGO geht), Prereleases werden noch stärker als bereits bisher zu Kindergartenveranstaltungen umgemodelt, PTQs stellen Minusrekorde bei den Teilnehmerzahlen auf. Nicht-Premier-Events gibt es auch kaum noch (der traditionelle “Standard-Marathon” letztes Wochenende in Berlin musste in zwei Turniere aufgesplittet werden, weil die Teilnehmerzahl so gering war, dass der DCI-Reporter dafür keine Paarungen für die gewünschten 8 Runden hin bekommen hätte). Und nachdem PT Berlin in “The Station” statt gefunden hat, wird die nächste wohl unter freiem Himmel auf einer Mülldeponie ausgetragen werden, damit die Magicspieler endlich begreifen, welchen Stellenwert die Pro Tour heutzutage bei Wizards wirklich noch hat. Die einzige RL-Turnierform, die vor Gesundheit strotzt, sind die Grand Prixs – ansonsten ist tote Hose angesagt.

Und mir kann niemand erzählen, dass dies von Wizards nicht in Kauf genommen, wenn nicht sogar bewusst forciert wird! Die Policy-Entscheidungen der letzten Monate sprechen doch eine deutliche Sprache: Sets werden am Tag ihres Erscheinens legal? State Championships werden abgeschafft? Das Turnierspiel in der realen Welt wurde doch intern längst abgeschrieben – Pappkarten werden für Kiddies und Casual-Spieler produziert.

Aber Moment mal – darüber habe ich ja auch schon geschrieben! Was ich hingegen noch nicht so ausführlich beleuchtet habe, ist der Verbraucherstandpunkt. Der lässt sich kurz zusammenfassen: Magic ist einfach zu teuer!

Magicbooster kosten im Brickstore-Einzelhandel heute beinahe doppelt so viel wie vor zehn Jahren (und wenn die Einzelhändler es sich leisten könnten, mit vergleichbaren Gewinnspannen zu kalkulieren wie früher, wären sie wohl sogar mehr als doppelt so teuer). Dabei war damals Magic im Wesentlichen ein Produkt ohne Konkurrenz (die TCGs, die sich damals als Konkurrenten betrachteten, kennt heute kaum noch jemand), insbesondere nicht von einer virtuellen Variante, und die wirtschaftliche Situation erheblich besser als heute.

Übrigens war das auch noch eine Zeit, in der es sich für Läden auszahlte, Turniere auszurichten, weil die Kunden auch tatsächlich noch bei ihnen kauften und nicht etwa im Internet! Heute muss sich ein Ladenbesitzer ernsthaft fragen, ob er Turnierspieler überhaupt im Laden haben will, da sie eh nichts kaufen und stattdessen nur seinen Kunden verklickern, wo sie ihre Karten günstiger kriegen können.

Bloß – kann man den Spielern denn Vorwürfe machen? Selbst im Netz kostet ein Display immer noch 80€. ACHTZIG EURO! Ich habe hier einmal ein Zitat für Euch: “Nach dem ALG II steht einem Kind ein Tagessatz an Lebensmitteln in einer Höhe von 2,57 Euro zur Verfügung, einem Flüchtlingskind sogar nur 1,80 Euro.” Falls Ihr vergessen haben solltet, was ein Euro heutzutage wert ist!

Bei Turnieren wiederum, da wird das Produkt nicht etwa zu diesem günstigen Preis heraus gegeben, sondern zu Konditionen, die denen im Brickstore-Einzelhandel ungefähr entsprechen. So kommen dann Eintrittsgelder von 25-26 Euro für einen Sealed Deck PTQ zu Stande, und deswegen kosteten Side Event Drafts bei der PT Berlin 12 Euro. Natürlich sind da Zusatzkosten wie zum Beispiel für die Anfahrt noch nicht eingerechnet.

Wer soll das eigentlich bezahlen? Nein, Moment: Das war diesmal ausnahmsweise keine rhetorische Frage, also geht noch einmal dorthin zurück und versucht, sie zu beantworten: WER soll das bezahlen?

Das FNM-Kiddie, welches dafür die Hälfte seines monatlichen Taschengeldes aufwänden muss (also offensichtlich kein Kind aus einer Hartz-IV-Familie)? Der Gelegenheitsspieler, der ganz genau weiß, dass seine Chancen, sich für die Pro Tour zu qualifizieren, selbst in einem kleinen Teilnehmerfeld von um die 40 Leuten realistisch gesehen deutlich unter 1% liegen?

Natürlich nicht! Um so viel Geld auzugeben, bedarf es einer ernst zu nehmenden Perspektive hinsichtlich des zu vergebenden PT-Slots (dass es der Attraktivität eines solchen Turniers nicht zuträglich ist, wenn statt 2 Slots, wie früher, nur noch einer vergeben wird, bedarf ja wohl keiner Erklärung). Aber wie viele Spieler können denn – bei aller Selbstüberschätzung, die Magicspielern bekanntlich zu eigen ist – wirklich diese Perspektive sehen? Nicht annähernd genug, um einen PTQ zu füllen, lautet die Antwort natürlich!

Deswegen muss ein PTQ für eine größere Zielgruppe attraktiv sein. Speziell muss er ein besonderes lokales Ereignis sein, ein Termin, welchen die Community gespannt erwartet. Diese Zeiten sind aber lange vorbei! Früher war die Community einmal über jedes statt findende Turnier froh. Heute gibt es eine gefühlte Übersättigung, die aber beileibe nicht der RL-Turnierszene zu verdanken ist, sondern der virtuellen!

Es hat ja seine Gründe, dass die RL-Turnierszene eingeht: Das Interesse ist einfach nicht mehr da! Die Begeisterung dafür, sich am Wochenende zu mehreren in ein Auto zu quetschen oder in den Zug zu setzen, um dann in einer anderen Stadt viel Geld dafür auszugeben, ein Turnier spielen zu dürfen, die existiert nicht mehr. Magic spielen kann man eben auch zu Hause, zu Zeiten, die einem genehm sind, und seine Wochenenden auch anders verbringen. Eigentlich haben sich PTQs dieses Flair des besonderen Ereignisses sogar bereits länger bewahrt, als es angemessen gewesen wäre, einfach aus Tradition, aber irgendwann hat die Realität uns dann doch eingeholt. Heute besitzen nur noch Grand Prixs dieses Flair, auf einer deutlich höhreren Ebene. Wir sind wohl verwöhnt geworden.

Es kann eigentlich gar kein Zweifel daran bestehen, dass Magic sich in einer Krise befindet. Weswegen hat Magic wohl letztes Jahr plötzlich ein Set mehr gehabt? Schlicht und einfach in der Hoffnung, die bestehenden Umsatzeinbußen abzufangen! Weswegen wohl plötzlich ein neuer Kartentyp?

Und wieso jetzt auf einmal eine neue Rarity als Ausgleich dafür, dass das Konzept “wir drucken ganz viele Karten, damit die Leute ganz viele Booster kaufen müssen” nicht aufgegangen ist?

Es ist doch ganz simpel: Es werden weniger Karten gekauft, weil sie teurer geworden sind, und weil (RL-)Magic nicht mehr so ein einzigartiges Produkt ist wie früher. Hasbro will aber natürlich weiterhin so viele Displays verkaufen wie früher und versucht uns mit allen Mitteln dazu zu bringen. Nur leider klappt das nicht so, wie es soll: Der Overload des Lorwyn-Shadowmoor-Jahres hat viele Spieler in eine Verweigerungshaltung getrieben, und die Einzelkartenpreise der Mythic Rares beweisen, dass die Display-Verkäufe von Alara sich keineswegs der neuen Rarity angepasst haben.

Wizards setzen jetzt alle Hoffnung auf die Casual-Spieler. Wie viel sie da noch herausholen können, weiß ich nicht. In jedem Fall aber haben sie die RL-Turnierszene faktisch aufgegeben. Langfristig werden sie wohl nicht umhin kommen, ihre Preise zu senken, denn in der jetzigen weltweiten Wirtschaftskrise riskieren sie mit ihrer Hochpreispolitik den Verlust der Spielerbasis, die nötig ist, damit das Phänomen Magic die kritische Masse behält, die ein Sammelkartenspiel benötigt.

Was die Turnierszene angeht: Sie wird sich zumindest verändern, wenn sie nicht tatsächlich stirbt. Der auf die Pro Tour ausgerichtete Turnierzirkus hat langfristig keine Zukunft. Die Unzufriedenheit mit Magic als mentalem Sport, die man überall im Netz findet, ist kein vorüber gehendes Stimmungstief. Wer mit Kartenspielen Geld verdienen will, der pokert. Magic ist dafür einfach strukturell nicht geeignet. Die Pro Tour ist ein letztlich gescheitertes, zu optimistisches Konzept. Das Turnier der Zukunft ist der Grand Prix – das Großereignis, das Spektakel für die Massen. Natürlich lässt sich gerade das Spektakuläre nicht beliebig vermehren, aber ich denke, lokalisierte Varianten davon könnten durchaus Anziehungskraft besitzen.

Nur dumm, dass ausgerechnet diese Turniere von Wizards gestrichen werden! States, große Prereleases (die es ja in den USA noch gab) – die zogen noch Spieler an! Nur, leider, offensichtlich war die Ausrichtung der States nicht lukrativ, und die lukrativen Prereleases, die von privaten Organisatoren veranstaltet wurden, fielen der neuen “Grassroots”-Policy zum Opfer.

In den Staaten gibt es Turnierveranstalter wie Star City Games, die groß genug sind, dass sie es sich leisten können, Turniere nicht mit Gewinnausrichtung, sondern als Werbeveranstaltungen durchzuführen. In Deutschland sieht das schon wieder anders aus. (Und wenn dann zum Beispiel Jens Kessel doch einmal einen Dreifach-PTQ als großes Event macht, beklagen sich die Leute, dass sie dieses nicht mit der Straßenbahn erreichen können…) Wenn Wizards entscheidet, dass sie in die Turnierszene nicht mehr investieren wollen, dann muss man damit rechnen, dass es niemand mehr tut.

Ich habe bei der PT in Berlin sechs Mal für insgesamt 60€ gedraftet. Das betrachte ich als einen Ausnahmefall! So viel will ich in einem normalen Monat nicht mehr für Magicturniere ausgeben – eigentlich nicht einmal mehr in zwei Monaten. Und ganz ehrlich: Das halte ich für angemessen! Meine Karten finanziere ich mir im Wesentlichen mit dem Schreiben von Artikeln. Wenn ich zusätzlich 30€ im Monat für Magicturniere ausgebe, ist das wirklich genug. Ganz offensichtlich sind in diesem Budget Reisen zu PTQs nicht eingeplant.

Wenn die Preise für Displays und die Eintrittsgelder zu Turnieren um ein Drittel sinken würden… und wenn es keine blödsinnigen Mythic Rares mehr gäbe, und man wieder ein paar Wochen nach Erscheinen einer neuen Edition Zeit hätte, sich die Karten fürs Constructed anzutauschen… Aber nein: Diese Zeiten sind für mich vorbei! Mich kriegen sie nicht zurück.

Aber auch sonst immer weniger. Ob die nächste Magic-Generation (sagen wir, in 5 Jahren) noch wissen wird, wofür die merkwürdige Abkürzung “PTQ” einmal stand?

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54 Comments on “Money’s too tight for Magic”

  1. Phips Says:

    Klar wissen die Leute in 10 Jahren noch, was PTQ bedeutet! Falls es keine Pro Tour mehr gibt, dann doch sicher zumindest die 10. Auflage der Pischner Classics. ^^

    lg Phips ;)

  2. Anonymous Says:

    “Heul”. Die welt ist grausam erst die Weltwirschaftskrise mit der darauffolgende Rezzession (Kenne ich alles direkt aus dem Fernsehen) und jetzt das. Moment wo habe ich eigentlich genau selber was verloren. Oder ist es überhaupt richtig Wirtschaftswachstum und Aktienentwicklung über ein Jahr zu betrachten oder muss ich in solchen Faälllen vieleicht eher 5-10 Jahre Entwicklung beobachten. Egal hier dreht es sich ja nicht um Wirtschaft sondern um Magic.

    Trotzdem gibt es ein paar sachen die verstehe ich bei dir nie. Du heulst, weil deutsche Spieler immer schlechter werden und PTQs immer einfacher. im nächsten Artikel/satz erklärst du das du lieber 6x in einem Sideevent zu draften als: Random einen PTQ zu spielen. Das verstehe ich nicht einerseits sind die Payouts auf den Turnieren zu schlecht und die PTQs einfach, aber du entscheidest dich dann für den 8-Mann-SE-Draft. Da stimmt doch was nicht. Ich bin da genau anders: Ich fahre 1/2 x pro Monat zum PTQ + 1/4 x pro Moant zu nem GP und das war es. Ich wette dabei sind meine Magicausgaben deutlich geringer als deine.

  3. RolandB Says:

    <– Anonym… zumindest dieses mal.


  4. Was Du nicht vertsehst ist, dass ich aus deutlich mehr und vorwiegend anderen Gründen keine PTQs mehr spiele, nämlich weil ich dem Turnierpsiel den Rücken gekehrt habe.

    PTQs werden zwar einfacher, wenn Niveau und Teilnehmerzahl sinken, aber das bedeutet noch lange nicht, dass man mit einer Qualifikation rechenn darf! Abgesehen davon: enn ICH einen PTQ gewönne, dann wäre das ein weiterer Beleg dafür, dass das Niveau gesunken ist! Ich bin nämlich nicht mehr (oder auch einfach nur nicht) gut genug für die Tour. Deswegen wäre es auch sinnlos für mich, wieder eine Qualifikation anzustreben. Was sollte ich bei der PT? Ich bin eindeutig NICHT gut genug, um dort einen Breakeven zu erreichen. Das ist ein Grund (von vielen), warum ich mich zurückziehe.

    Meine Kritik am Payout richtet sich – und dafür scheint Dir als “Pro” wirklich das Verständnis abzugehen! – NICHT an den Erwartungswert für den Möchtegern-Pro, sondern an den Gegenwert, den man als MagicSPIELER erhält. Magic als HOBBY ist zu teuer.

    Übrigens freut es mich für Dich, wenn Du von der aktuellen wirtschaftlichen Krise nichts mitbekommst! Dass DU Dir Dein Hobby Magic auch weiterhin wirst leisten können, das glaube ich. Als Luxushobby für diejenigen, die in einem gesicherten Beschäftigungsverhältnis gut verdienen, wird (RL-)Magic allerdings garantiert nicht überleben können!

  5. Frog Says:

    Ich bin mir aber auch nicht sicher, ob die Wirtschaftskrise jetzt sooo große Folgen auf die Bevölkerung hat. Im Grunde bekommen viele normalsterbliche, die mit Aktien nie was am Hut hatten, hier in D nicht so viel davon mit. (Außer da, wo es um Arbeitsplatzkürzungen geht)

    Alos wenn ich nicht in den Medien davon gelesen hätte was sich da an den Aktienmärkten abspielt, wüsste ich nichtmal dass es eine Krise gibt…

  6. Frog Says:

    Wo ich allerdings zustimme ist, dass Magic schon recht teuer ist, wenn man Booster nicht übers internet einkauft. Also im Vergleich zu vor ein paar Jahren, wo man pro Booster noch 5 DM bezahlt hat ( bei Karstadt wohlgemerkt^^).


  7. Arbeitsplatzkürzungen sind eine Sache. Denkt Ihr wirklich, dass die ganzen FNM-Kiddies aus Familien stammen, die davon nicht betroffen sind?

    Und dann sind da die nicht geschaffenen neuen Arbeitsplätze. Es werden weniger Leute eingestellt und weniger neue Firmen gegründet.

    Schließlich ist es auch schwieriger, gut bezahlte Arbeit zu finden. In der jetzigen Situatioon werden wenige Leute bereit sein, einen schlecht bezahlten Job in der hoffnung aufzugeben, etwas Besseres zu finden.

    Ach ja, und dann versuchen viele Unternehmen auch, die Krise abzufangen, indem sie ihre Produkte verteuern. Habt Ihr wirklich nicht mitbekommen, dass Lebensmittel zuletzt teurer geworden sind? Gut habt Ihr’s! Wenn man plötzlich 25€ im Monat mehr für Lebensmittel ausgibt, ist auch wieder ein PTQ futsch.

    Und dann ist es in der jetzigen Situation schlicht sinnvoll, etwas Geld zu sparen (nicht für die Volkswirtschaft zwar, wohl aber für den Einzelnen).

    Ich meine, ich bin ja WIRKLICH froh, dass sich eine Wirtschaftskrise in Deutschland nicht als Hungersnot niederschlägt1 Natürlich haben wir im Vergleich zu Burkina Faso oder Bangladesch Luxusprobleme. Aber Magic ist eben auch ein ausgesprochenes Luxusprodukt!

  8. jürgen Says:

    warum streich man die tour nicht ganz und bringt dafür die preise bei den worlds wieder auf früheres niveau. was übrigt bleibt kommt dann den gps zu gute.

  9. Cigar Says:

    Tour ganz streichen wäre doch kacke!

    Man braucht doch internationale Turniere für die man sich qualifizieren muss. Dieses GP gezocke ohne großen Preispayout und Pro Punkte…ist doch nicht erstrebenswert.
    JA, ich mag GPs aber es sollte schon noch ein höheres Ziel geben, eben was wo nicht jeder mitspielen kann.
    Und für ein einzelnes Turnier noch nen höheren Payout?…nein danke.

  10. RolandB als "Andreas Pirschner" Says:

    @AP: Ich verstehe eben nicht den Unterschied zwischen: Ich zocke ein Prerelease und einen PTQ kann ich mir nicht leisten. Es geht eben auch genau anderes herum. Ohne große Zusatzkosten und mit mehr Payback. Magic darf man nicht ernst nehmen, aber trotzdem muss man eben nicht die schelchten Turniere spielen. PTQ Top 8 kann ungelogen jeder schaffen und PTQ sieg im constructed auch. Das ist nicht so schwer, man muss eben nur mit einer Portion Realismus ins Turnier gehen und sein Deck entsprechend seines skills auswählen. Denn auch auf der PT spielen die Leute inklusive mir nicht so gut, das war aber schon immer so.

    Beispiel PT Berlin: Carlos Romao spielt im Elfball mirror Weird Harvest ohne gewinnen zu können. Hatte sich beim Mana verzählt. Oder Paulo Vitor dama Rosa (oder so) vergisst einfach mit einer Kreatur von sich zu blocken, geht dadurch auf 1 Leben und kann nicht mehr Fetchen für Tribal Flames für 5. Beides gegen mich passiert auf der PT.

    Es ist nicht schwer auf PT ins Geld zu kommen und erst recht nicht auf einem PTQ zu gewinnen.

  11. derek Says:

    dieser eintrag hört sich für mich wie ein rumgeweine eines Hartz4 empfängers an! es mag sein, dass das Turniersystem an sich nicht in Ordnung ist, die Startgebühr ist jedoch sicher nicht der Grund warum bsp. beim PTQ in hannover sowenig leute waren! geld für 2xptq besuche im monat, was extrem viel ist, die insgesamt 100euro kosten, was auch sehr hoch bemessen ist, das kann jeder Normalverdiener ausgeben! die frage ist ob er diesen betrag ausgeben will,wirtschaftskrise hin oder her, wenn nicht dann gibt er es eben für etwas anderes aus! fakt ist bei magic kann man nie soviel ausgeben, wie man als normal Arbeitender verdient, auch wenn ich in jeder sekunde meiner Freizeit “modo” spiele!


  12. Ich habe mal ein paar aussagelose Kommentare gelöscht, die sich darauf bezogen, dass man hier unter einem beliebigen Nick posten kann:

    Ja, natürlich geht das – was denn sonst? Ändern könnte ich das nur, wenn ich ausschließlich Kommentare von bei WordPress eingeloggten Leuten zulassen würde. Da ich aber Wert auf Kommentare lege und natürlich weiß, dass sich kaum jemand die mühe machen würde, sich einen Account zuzulegen, nur um bei mir zu kommentieren, unterlasse ich das. Es muss halt jedem klar sein, dass das Internet für soclhe Albernheiten sperrangelweit offen ist.

    Zum Thema: Nur weil Pros auch Fehler machen, heißt das nicht, dass sie nicht insgesamt auf höherem Niveau spielen würden!

    Klar KANN (fast) jeder einen PTQ gewinnen, und sicher ist es auch einmal möglich, bei einer PT glücklich ins Geld zu rutschen, aber um einen hinreichend hohren Erartungswert zu haben, dass man bei einem vernünftigen Zeitaufwand damit rechnen kann, bzw. um bei Pro Touren konstant genügend Geld und Punkte zu machen,d ass man debn Breakeven schafft, muss man schon richtig gut sein!

    (Und erzähl das mal dem TMM, wie leicht das ist, sich zur PT zu qualifizieren – der reißt Dir den Kopf ab!)

    Übrigens können Grand Prixs durchaus die Rolle von pro Touren mit übernehmen. Dabei würden Byes im ersten Tag die Rolle von Qualifikationen übernehmen. So hat immer noch jeder Teilnehmer eine Chance, und die “Pros” hätten den nötigen Vorteil, um auf Tag 2 und geld spekulieren zu können. Natürlich würde das einige Veränderungen bedueten (insbesondere müssten die pros wieder Sealed spielen, Pfui Deibel!), aber prinzipiell ist es eine machbare Alternative. Ob man das gut findet, ist wieder eine andere Frage, aber die Tendenz geht eben dahin und weg von den reinen Werbeveranstaltungen, an denen die Massen nicht teilnehemn können, und die Wizards Minus machen.


  13. Derek, Du willst da etwas nicht begreifen: Die primäre Magic-Zielgruppe sind NICHT die normal verdienenden Arbeitnehmer, sondern die Schüler oder Studenten! Ohne diese hat man dann halt genau die Teilnehmerzahlen wie in Hannover.

    Mal abgesheen davon, dass Normalverdiener häufig einfach nicht die Zeit haben, Magic auf Turnierniveau zu betreiben. Wie auch bei anderen Hobbys lautet das Dilemma hier: Entweder man hat die Zeit, aber nicht das Geld, oder umgekehrt.

    Deswgeen ist MTGO so erfolgreich, weil es denjeinigen, die sich Magic noch leisten können, die Möglichkeit gibt, es in ihrem Zeitplan unterzubringen!

  14. DeppChef Says:

    “Magic ist einfach zu teuer!”

    Zu Kai Buddes Anfangszeiten (1996 glaub ich) haben wir in Köln und Bonn beim örtlichen Händler unseres Vertrauens bereits 160,- DM pro Display gezahlt. Beschwert hat sich damals keiner.

    Wenn ein Display heute 80,- Euro kostet, ist dies im Hinblick auf die Preiserhöhungen der letzen Jahre und die Indexierung daher nicht als teuer sondern eher als preiswert zu bezeichnen. Wenn du jedoch der Meinung bist, dass Magic nicht nur heute zu teuer ist – was demnach nicht stimmen kann – sondern generell schon immer zu teuer war, ist das Preisargument nicht stichhaltig, da nicht erklärlich ist, warum die Nachfrage nach Magicprodukten trotz nahezu gleichbleibender Preise gesunken ist.

    Richtig ist jedoch, dass die Einzelkartenpreise seit Einführung des Euro quasi eine Verdopplung erfahren haben. Damals nahm man den Inquest zur Hand und übernahm die Dollarpreise im Regelfall eins zu eins als DM-Werte. Heute geschieht selbiges mit Euro-Werten (ohne Inquest natürlich).

    In meinem Fall ist der Aktivitätenwechsel von “ich nehm in BeNeLux jeden PTQ und in Europa jeden GP mit” auf nunmehr “ich schaue mir täglich die Berichte im Netz an” in erster Linie auf die Einführung eines vierten Sets per anno zurückzuführen. Als Berufstätiger waren das Turnierleben und die Vorbereitungen hierzu eine willkommene Abwechslung zum Alltagsstress. Spass am Spiel stand an erster Stelle, Gewinnabsichten waren eher sekundär.

    Mit dem vierten Set ist die Sache jedoch zum zeitlichen Stressfaktor ausgeartet. Zu Studentenzeiten wäre es mir möglich gewesen, die zur gewissenhafte Vorbereitung notwendige Zeit investieren zu können. Mit einem Vollzeitjob war es bei drei Sets schon grenzwertig; bei vier Sets ist aus meiner Sicht die Grenze dann überschritten. Ungern habe ich daher meinen Kundenstatus gegenüber Hasbro gekündigt. Schad drum.

  15. Cigar Says:

    Na ja Shadowmoor Block war schon des gurten zuviel (so als zusatzblock), aber ansonsten kann man sich ja nicht über 4 blöcke pro Jahr beschweren. Dass alle 2 Jahre ein neues Grundset kommt war schon immer so und auch unhinged oder gar coldsnap haben nicht gerade volle Konentration bedurft…

    Und nächstes Jahr kommt erstmal wieder die 11te


  16. Grundsets muss man sich ja nun wirklich nicht kaufen , um konkurrenzfähig zu bleiben.

    Und über diesen “Händler Eures Vertrauens” häätet Ihr Euch wirklich beschweren können – das war ja praktisch Wucher! Booster gab es damals für 3,80 DM zu kaufen (und das sind nicht etwa die billigsten Preise, sondern die NORMALEN). Schon ein Display ohne rabatt hätte demnach weniger als 140 DM kosten müssen. Ich glaube, ich habe damals Displays für 120 DM gekauft (und der Händler hat daran immer noch Gewinn gemacht – ganz anders, als wenn er heute 80€ nehmen würde!)

    Die Einzelkartenpreise wiederum sind GESUNKEN, zumindest im Vergleich zu den Boosterpreisen, dank des Internets. Ich weiß noch, wie ich bei Serious Games die Einzelkartenpreise immer weiter senken musste, während die Booster immer teurer wurden… Nur die absoluten Toprares sind teurer geworden (und zwar einfach deswegen, weil weniger Booster gekauft werden!)

    Alles in allem hast Du meiner Ansicht nach keine Ahnung, was Du da redest! Dass Magicbooster fast doppelt so teuer geworden sind, ist nun einmal eine Tatsache.

  17. Handsome Says:

    “Es kann eigentlich gar kein Zweifel daran bestehen, dass Magic sich in einer Krise befindet. Weswegen hat Magic wohl letztes Jahr plötzlich ein Set mehr gehabt? Schlicht und einfach in der Hoffnung, die bestehenden Umsatzeinbußen abzufangen! Weswegen wohl plötzlich ein neuer Kartentyp?”

    Ähm, hast du das recherchiert? Magic hat momentan KEINE Umsatzeinbußen. Zumindest hatte das Spiel keine im dritten Quartal 2008. Hab ich mal auf Germagic gelesen und extra nochmal nachgekuckt:

    “In our Wizards of the Coast trading card business, both Magic: The Gathering and Duel Masters were up significantly.”

    (zitiert aus dem Hasbro-Geschäftsbericht, auf den Link verzicht ich jetzt mal, wegen Spamfilter und so ;) )

  18. Handsome Says:

    (Man kann das natürlich auch so interpretieren, dass das vierte Set dazu beigetragen hat.)

  19. Tigris Says:

    Ich weiss jetzt nicht wie stark das in Deutschland anders ist, aber ich habe weder von Lebensmittelerhöhungen noch sonstigen Folgen der Finanzkriese was mitgekriegt.
    Wenn diese bösen Medien nicht wären wüsste der normalmensch nicht einmal etwas davon (was vielleicht sogar besser wäre)
    dass Magic etwas teurer geworden ist, das stimmt, aber es wird ja alles langfristig teurer (nennt man glaube ich gesunde inflation)
    Und in der schweiz ist der Trend von zu wenig Leuten an der PTQs auch nicht wirklich der Fall. Bei uns gibt es eher zu wenige und dann hat es noch zu wenig plätze (ich und 3 Freunde konnten an die PTQ bei uns nicht gehen, weil wir nicht früh genug wussten ob wir können und als wir wussten dass wir können es keine Freien Plätze mehr hatte)
    Gut klar ist es auch so, dass uns schweizer die 25 Euro Sealed Deck PTQ Qualifier nicht so sehr stören, wir zahlen auch 12.50 Euro für ein FNM Booster Draft ohne boosterpreis support (also wir verdraften am ende die Rares und die gewinner kommen halt noch die FNM Karten, ausserdem gibt es bei uns nur booster draft fnms)

    Also ich würde vorher keinerlei magickarten mehr kaufen als nicht mehr an Turniere zu gehen (was ich auch jetzt schon so mache)

  20. Kenshin Says:

    Wenn sie die Pro Tour streichen verliert das Spiel in meinen Augen seine Daseinsberechtigung! Ich spiele das Spiel um genau da hin zu kommen und weil ich ein Ziel habe macht es unglaublichen Spass besser zu werden. Wenn das Ziel jetzt weg ist, warum mache ich es denn dann?
    Wenn ich einfach Spass mit Freunden haben will gibts günstigere Alternativen als Magic oder welche die weniger Nerdig/Zeitintensiv sind.
    Den hohen Zuspruch von GPs kann ich ehrlichgesagt nicht verstehen. Es kostet mich ein komplettes Wochenende, ist mit extremen Reisekosten verbunden und die Erfolgsaussichten sind winzig (Paris… von tausenden Leuten gewinnen die ersten 65 (?) ein wenig Geld… ehm ja… super? Lohnt sich da der random PTQ nicht mehr?)
    Das einzige schöne an GPs ist diese “Long time no see” Sache, bei der man Leute wieder sieht, die man monatelang nicht gesehen hat.
    Aber sonst Ende!
    Ich glaube das liegt eher an Hannover als Austragungsort, der Orga, die scheinbar einen miesen Ruf hat, dem Termin (Sonntag kann man ohne Auto doch nirgendwohin! Und selbst für mich als Student, war es in der Regel krass Sonntag abends heimzufahren, weil ich Montags Vorlesung hatte… Ich habs zwar trotzdem gemacht, aber ich denke, ich gehöre zu den Leuten, die sich kleine Hoffnungen auf Erfolg machen dürfen.), als an etwas anderem. Sealed ist halt auch irgendwie das dümmste Qualifier Format, weils teilweise unendlich Lucky ist, aber man eben gegen den besseren Spieler doch oft keine Chancen hat (Das ist kein Wiederspruch… Man wird beim Sealed erschreckend oft vom talentierteren Spieler oder dem Bombenmann umgelegt). Ach ich denke, dass da einfach zu viel zusammenspielt, um jetzt einen Schuldigen ausfindig machen zu können!

    Zum Thema kosten 160 DM vor 12 Jahren… das entspricht schätzungsweise 160 Euro heute, wenn man Inflation usw mitrechnet. Vielleicht auch etwas weniger, aber 80 Euro für ein Display ist im Vergleich dazu echt wenig Geld und der Wohlstand in Deutschland ist bestimmt nicht geringer als damals. Ich sehe das Problem eher in diesen fehlgeleiteten Grassroots Programmen, die genau die Turniere, die die Basis liebt (Mega Prereleases, State Championships) streicht und durch Schrott ersetzt, den eh niemand wirklich will. All die Änderungen der letzten Jahre waren zum großteil schädigend.

    MOL: WTF? Alternative zum real life Magic? Mir sei jetzt der geschmacklose Vergleich erlaubt, aber das ist wie YouPorn im Vergleich zur gutaussehenden Freundin auf der Matratze. Es ist halt nicht das wahre Ding, es ist ein schlechter Ersatz, der die wichtigen Dinge, das zwischenmenschliche z.B. , völlig außer Acht lässt. Ich weiss, dass viele Magicspieler ihre Zeit lieber auf MODO verbummeln, aber mal ehrlich, das ist doch echt sau dumm… Wozu benutzt man MODO, wenn nicht um sich auf PTQs vorzubereiten???

  21. Kenshin Says:

    Achso vielleicht ist Japan als Ziel auch nicht so beliebt? Man ist Analphabet, das Essen ist komisch, der Flug dauert 13 Stunden und es ist ein absolutes Hochpreisland. Ob die 750 Euro da reichen weiss ich nicht, aber man Zahlt unendlich drauf und ob Mama ihren Sprößling alleine nach Nippon fahren lässt, steht manchmal auch in den Sternen!


  22. Den Geschäfstbericht habe ich gelesen, aber was steht da wirklich drin? Die absoluten Umsatzzahlen (die natürlich mit einem Set mehr höher sind)? Die Reingewinne (die man durch Einsparungen steigern kann, wie sie auch statgefunden haben)? Und wurde MTGO da eingerechnet oder nicht?

    Ich gebe zu, das sich seit 2 Jahren oder so keine Insiderinformationen mehr habe, aber vorher ist Magic stagniert bis leicht zurück gegangen, mit Schwankungen je nach Block (Ravnica war ein erfolgreiches Jahr gewesen, Kamigawa und Time Spiral eher nicht).

    Magic hat in Russland und China vermutlich noch große Wachstumsmärkte. Damit lässt sich dann im TCG-Bereich insgesamt natürlich noch ein Plus erzielen, abwer was nützt uns das auf dem europäischen Markt?

    Apropos Schweiz: Ist da nicht das Preis- und Lohnniveau deutlich höher als in Deutschland? Wenn PTQs bei Euch ebenfalls 25€ kosten sollten (wieso gehst Du eigentlich von Euro aus – Ihr habt doch Schweizer Franken?), dann wäre das vergleichsweise gesheen billiger als in Deutschland! (Außerdem geht es Euch wirtschaftlich noch besser, oder?)

    Der Standpunkt “Lieber Turniere spielen als Karten kaufen” ist übrigens erstens außerhalb der eingefleischten Community untypisch (denn Magic ist ein HOBBY) und zweitens nicht im Interesse von Wizards, die ihre kartenverkaufen wollen (und deswegen ja auch auf Casual setzen).

    Kenshin: Du bist Teil einer immer kleiner werdenden Minderheit. DX. DU gehst ja auch noch nach Turnieren. Leute: Alle, die Ihr PTQs noch besucht – Euch muss doch klar sein, dass Eure Einstellung eben genau NICHT diejenige ist, deretwegen andere Leute wegbleiben? Ihr seid der harte Kern! Ihr seid die 40-50 Teilnehmer pro PTQ! Es geht aber um die 50-100 (okay, 100 ist schon länger her) anderen leute, die früher PTQs mitgezockt haben und es jetzt nicht mehr tun!

  23. Cigar Says:

    Also ich finde Japan ist sogar ein Pluspunkt. Aber sehen andere bestimmt nicht so.

    Na ja Modo ist auch nicht anders als WoW, krass gesagt, und das zocken auch viele, weils ihnen halt Spaß macht.

  24. Handsome Says:

    Der Kenshin ist halt noch Old-School ;)

    Ich sehs aber auch genauso wie er. MODO ist für mich nur ein nettes Testing-Tool, das RL Magic niemals ersetzen kann. Aber klar, dass Kenshin und ich da in der Minderheit sind. Für alle Leute, die nicht mit meiner zentralen lage und meinem jugendlichen Alter gesegnet sind, ist MODO die einzige sinnvolle Alternative geworden.

    Ahja: Und PTQ > GP, da hat Kenshin auch Recht. Gebt mir einen erreichbaren GP und einen erreichbaren PTQ am selben Tag, und ich nehm immer den PTQ.


  25. Siehst Du, und genau das ist untypisch, wie die Teilnehmerzahlen beweisen! (Übrigens ist im März ein GP in Hannover – leider in Extended, worauf ich nicht so viel Bock habe. Für Limited wäre ich vielleicht die 2 Stunden gefahren…)

    Wer wissen will, warum Leute NICHT zu PTQs gehen, sollte halt nicht auf einem PTQ die Leute fragen, die da SIND.

  26. Tigris Says:

    Wieso ich in euro rechne? Na weil die Preise bei uns in Euro und Franken angeschrieben sind (damit die ausländer die kommen nicht umrechnen müssen usw)

    Ja magic ist ein Hobby und für mich ist das Hobby spielen (also mit turnieren meine ich fnms usw) und nicht sammeln. Und da halt bei uns eh kaum Konstructet gespielt wird, wird der eigene kartenpool durch das Turnierspielen eh automatisch grösser.

    Dass die Preise bei uns und bei euch bei den PTQs gleich sind überascht mich auch sehr. weil sie sonst an fnms und so teurer sind.

    Hm wirtschaftlich geht es der Schweiz schon besser, es wurde hauptsächlich eine Bank richtig getroffen 8dafür die grösste) Und der würde es eigentlich dank der Intervention dernationalank schon wieder ok gehen, nur die dummen Leute wirken da leider dagegen.

    Und du hast schon recht, dass das Lohnniveau bei uns insgesamt höher ist. (als student verdiene ich um die 18 euro pro stunde im nebenjob) und unser durchschnittslohn liegt bei 3500 Euro (im monat) oder so und die minimalen Löhne liegen bei etwa 1800 euro im Monat (verkäufer oder so). Ich glaube das ist schon etwas höher als bei euch.

  27. sgtpepper87 Says:

    @RolandB:

    also es mag für dich ja einfach erscheinen, sich über nen PTQ für ne PT zu quen, klar, du hast es ja auch drauf. Aber damit sich ein eher unterdurchschnittlicher Spieler (von mir aus auch leicht überdurchscnittlicher) Spieler qualifiziert, gehört schon etwas mehr dazu (siehe TMM, der ist ja bestimmt nicht schlecht) Ich selbst hab bei ca 10 PTQs auch nur 1 mal top 8 erreicht, gehöre auch zu den Unterdurchschnittlichen.
    Aber dass es so mir nichts dir nichts jeder schaffen kann bezweifle ich stark! Dazu gehört dann schon Glück von der ersten Runde bis zum Finale. Auch bei einem Constructed PTQ! Das kommt auch mal vor, ist aber wohl selten denke ich. Dazu spielt der Zufall bei Magic halt eine zu grosse Rolle.

  28. jürgen Says:

    die tour ist auf dauer nicht zu halten. das muss allen klar sein.
    von der tour profitieren nur ganz wenige spieler.

    und wizards erhält die tour nur solange am leben wie sie ihr geld werbewirksam wert ist.

    und der werbewert der tour sinkt ständig. es paast einfach nicht zu dem konzept MTG. früher gab es 6 PTs im jahr jetzt sind es noch 3 plus WM.
    wenn man die tour ganz streicht hat mal locker 2millionen, die man besser ins marketing stecken kann:

    1. erhöhung der preisgelder auf den worlds
    2. erhöhung der preise auf den GPs
    3. das sponsoren größerer lokaler Turniere, zB großer Prereleases
    4. anstelle der PTQ kann man zB in unregelmäßigen abständen einzelne überregionale turniere mit superpreispayout sponsoren. statt einem flug gibts dann zehn displays zu verteilen.

    möglichkeiten gibts genug. wizards wird die tour langsam immer mehr zurückfahren.
    dieser prozess ist umumkehrbar

  29. endijian Says:

    word @ Jürgen

    Nur an Punkt 3 +4 glaube ich nicht.

    Stattdessen:
    3. Einführung einer neuen GP-Trial-Seirie mit variabler Anzahl von Byes
    (Von “1 Bye: Wenn man 3 FNMs in einem Monat gewinnt” bis zu großen 4 Byes und Reisegutschein-Turnieren.
    4. Pros kriegen Byes entsprechend ProclubLevel, Lvl 6 und 7 Pros spielen automatisch an Tag 2.

    Wenn Andi oder jemand anders diese Ideen vorher schon geäußert hat, mea culpa.

  30. Cigar Says:

    Nein so kranke ideen hat bisher noch niemand geäußert. (Ok, einige davon sind gut)
    Ich glaube die “casual GP Spieler” hat das 3 bye system der Pros eh schon gestört, sie gleich an tag 2 starten zu lassen find ich humbug!

    3-0 starten allein ist schon krass! Wer die ersten drei Runden eines GP mühsam gewonnen hat, weiß was das bedeutet.


  31. endijan: Ich habe etwas in dieser Richtung angedeutet, aber nicht so detalliert (und 6 oder 7 Byes sind bescheuert – da kann man Spieler auch gleich erst zu Tag 2 anreisen lassen).

  32. Kenshin Says:

    Wenn sie die Tour wirklich streichen bin ich definitiv weg und ich glaube nicht, dass ich da der einzige wäre! Mag ja sein, dass das nicht die Mehrheit ist, aber ich glaube schon, dass das Spiel die Pro Tour braucht um Personen hervorzubringen, die als Leitbilder dienen. Das “bisschen” Geld, das die Tour kostet sollte sie alles in allem durchaus Wert sein! Warum sollte man die Meinung eines Patrick Chapin anhören, wenn er nur mal nen GP gewonnen hätte? Wen juckt das denn? Aber er war mal Worlds im Finale, jetzt kennt ihn doch fast jeder und er darf für eine Seite Premium Artikel schreiben.

    Ne ich glaube ihr seht das alle zu einfach und auch Wizards sehen halt wie die guten alten (realitätsfremden) BWLer nur die Kosten und einfach niemals was das sein könnte, wenn man es ordentlich macht!

  33. endijian Says:

    Klar – so steht es ja auch in dem Kommentar :-)

    Auch 5 Byes sind eher dumm – aber nach der Abschaffung der Pro Tour (die sich nur so lange rauszögert, weil es die heiligste aller Kühe bei Wizars ist) ist der 4. Bye als zusätzlicher Anreiz auf den PTQ-Nachfolgerturnieren wohl nötig.

    Die Byes auf PC-Level stell ich mir eher so vor:
    lvl 1 : ein bye
    lvl 2 : zwei byes
    lvl 3-4 : 3 Byes
    lvl 5: 4: Byes
    lvl 6-7: Treten an Tag 2 an, kriegen die Übernachtung bezahlt, ziehen am Samstag mit ‘nem freigestellten WotC-MA und ‘nem Fotografen um die Häuser, um den “coolen Prolifestyle” zu promoten.

  34. Gulu Says:

    Ich bin wohl auch jemand der ohne Tour aus dem real life Magic ausscheiden würde. Modo Drafts vielleicht noch, aber das wars.

  35. endijian Says:

    Ach Kenshin – einfach dazwischen posten ;-)
    Mein Comment bezog sich auf Andi…

  36. Rote Zora Says:

    Ahja. Und kann man jemals wieder vom Train fallen wenn man immer Tag 2 startet?

  37. jürgen Says:

    die tour wird gehen und wenn ein paar selbsternannte ‘pros’ mitgehen ist auch nicht schlimm. die sollten sich mal überlegen warum sie mit dem spiel angefangen haben…
    wenn jemand sich ein computer/gesellschaftspiel kauft, dann tut er dies praktisch immer als hobby/unterhaltung und nicht um geld zu verdienen.

    mit magic verdient eh niemand geld.

    wenn jemand 10000dollar preise im jahr verdient(und das tun nur eine handvoll deutsche). dann haben die erstmal selbst 20% davon für anreisen, hotels, karten, ect investiert. dazu kommen noch mal hunderte bis tausende stunden zeit.
    –> stundenlohn von wenigen dollar…

    magic ist ein hobby kein beruf(wie das wort pro suggeriert).

    und deshalb muss die tour gehen. das geld kann besser verwendet werden.
    die masse der spieler wird den selbsternnannten ‘pros’ keine träne nachweinen…

  38. Rote Zora Says:

    Ach komm!

    Es geht hier nicht um die paar Leute die richtig was verdienen, sondern dass man die cahnce hat sich auf nen event zu qualifizieren (allein der Fluggewinn auf die andere Seite der Erde ist was tolles) und auf dem Event nochmal bis zu 40k abgreifen zu können macht einen anreiz aus.

    Turniersport ist halt ein ewiger Schwanzvergleich, sieht man auch am Fussball. Ohne große spezialevents für die bBesten und Preise fällt viiiiel weg…

  39. jürgen Says:

    und wenn es keine tour gäbe, aber dafür 100.000 auf den worlds wäre das kein anreiz?

  40. h.p. Says:

    weil ich schon öfters in deinen einträgen gelesen habe das FNM-Standorte aussterben und du häufig das bsp. Großtstadt linz, wo es keine Fnms mehr gibt, erwähnst! das hatte dort überhaupt nichts mit geringem Interesse zu tun, es handelte sich viel mehr in diesem bsp.: um menschliches versagen!

  41. Kenshin Says:

    Selbsternannte Pros? Ich hoffe mal du meinst nicht mich… Ich habe das Spiel ernsthaft angefangen, nachdem ich den Pro Tour Columbus Webcast gesehen habe. Ab dawar für mich als Kind klar: Da will ich auch hin! Nicht wegen des Geldes! Sondern wegen des Spasses. Es hat mir bisher kein Turnier so viel Spass gemacht wie die beiden Pro Touren auf denen ich spielen durfte. Und dass ich davon nicht leben kann, ist mir durchaus bewusst, das erwartet doch keiner ernsthaft… Die Pro Tour bietet halt den außergewöhnlichen Spielern eine Plattform um sich auszutoben und ohne eine solche Darstellung des “Denksportes” Magic, kann ich auch gleich Yugioh spielen, das hat dann das selbe Niveau wie ein Magic ohne Spitzenspieler, von denen all die faulen Leute sich ihre Decklisten kopieren können! Ich mein ernsthaft, viele Leute sind doch nichtmal in der Lage ein Deck selbst zu bauen, dasläuft (mich eingeschlossen), wir sind auf die Pros angewiesen um ein Format zu erschliessen und jeder, den ich kenne guckt sich die Finale Webcoverage der Pro Tour an… Jetzt erzählt mir einer, dass das nichts bringt und keinen Wunsch zu spielen erzeugt…

    Der Hund liegt wo ganz anders begraben… Aber es ist wie in der Politik, es werden Symptome bekämpft, nicht die Krankheit…

  42. Boneshredder Says:

    In dem Post vor mir offenbaren sich ja hochinteressante Perspektiven.


  43. Magic als Denksport, das ist schon ein wichtiger Aspekt. Aber schon der Begriff “Pro Tour” beweist ja, dass Wizards da ursprünglich ein anderes Image vermitteln wollte…

    Kenshin: Gehe davon aus, dass weltweit 99% (in den USA 90%) aller Magickäufer NICHT wissen, wer dieser Chapin ist! Ich bin zwar auch Deiner Ansicht, dass Vorbilder und eine sportliche Perspektive für Magic wichtig sind, aber Du überschätzt den Anteil derjenigen Magicpsieler, die sich um die Pro Tour und irgendwelche Typen, die da mistpielen kümmern, ganz gewaltig!

    Ich fände es ja schöner, wenn Magic sich weniger an Poker (oder Tennis / Golf / Formel 1) orientieren würde und mehr an Fuball, mit nationalen Meisterachaften, die wirklich etwas zu besagen haben, und einer Rückkehr der Europameisterschaft – und warum nicht, mit einer echten Bundesliga (mit richtigen Vereinen, nicht nur irgendwelchen Teams, die sich auflösen, sobal dein oder zwei Spieler aufhören), die von Wizards massiv gesponsort wird, und die regelmäßige Spieltage hat, die ebenso gecovert werden, wie heute PTs!

    Beatdown Berlin gegen Manascrew München – Mensch, klingt das nicht gut?

  44. jürgen Says:

    die casual spieler brauchen keine ‘aussergewöhnlichen spieler’ um ihr deck zu bauen.

    das bekommen die ganz alleine hin. und haben trotzdem spass. auch ohne dass wizards viel geld in eine tour investiert.

    deshalb muss die tour auch langsam aber sicher weichen, und niemand kann es aufhalten!

  45. Handsome Says:

    File me in 4 Manascrew München ;)

    Ich habe auch nichts gegen den Wegfall der Tour, wenn er adäquat aufgefangen wird. Beispielsweise mit dem von Andi angesprochenen System. Ich glaube allerdings eher, dass die Wizards das Turnierspiel immer mehr privatisieren bzw. outsourcen, wie es in den USA schon teilweise der Fall ist. Mit den States hat WotC praktisch nichts mehr am Hut, und soweit ich weiß, werden die nordamerikanischen GP’s ebenfalls von privater Seite aus organisiert. Das Problem in Europa ist halt, dass es wohl keinen Kartenhändler gibt, der so etwas stemmen könnte…

  46. Boneshredder Says:

    Dengscherz hatte doch mal eine kurze Liga-Saison laufen. Vielleicht fänden sich ja genügend Sponsoren, um die BuLi wieder aufzubauen. Ausreichend Spieler-Interesse wäre hierfür bestimmt vorhanden.

  47. CNN Says:

    Städte vs Städte
    Länder vs Länder

    sind eignetlich sehr gute Ideen. In fast jedem steckt doch ein kleiner Patriot.
    Man müsste nur das optimale system finden. (Ich kann den Länderduellen auf den Worlds nicht allzuviel abgewinnen)

  48. GerwaldBrunner Says:

    am 8. februar 2012 wird wizards das Magic eh beenden.

    und viele magicspieler kommen über FNM gewinnen eh nicht hinaus und selbst das kostet schon eine hübsche stange geld und Zeit zum Testen der decks.
    (selbstgebautes sieht man ja heutzutage auch immer seltener)

    und nen Display hat um 2ooo herum nen hundertakrschein gekostet, nen Absorb eine der chase Rares maximal 20 DM das heute in euro würde kein problem sein wenn eben nicht meine 2000DM moanta netto nicht zu 1ooo Euro netto geschrumpft wären…..

  49. TobiH Says:

    Zitate:
    “deshalb muss die tour gehen. das geld kann besser verwendet werden.
    die masse der spieler wird den selbsternnannten ‘pros’ keine träne nachweinen…”
    “deshalb muss die tour auch langsam aber sicher weichen, und niemand kann es aufhalten!”

    Wenn ich das lese, höre ich im Anschluss im Kopf irgendwie immer ein bösartiges “Muhahahaharr!”

    Was ist los? Schadenfreude? Warum? Mir fällt nichts Besseres als Neid ein…

  50. TobiH Says:

    @Kenshin: Als ich letztes Mal da war, war Japan noch überhaupt kein Hochpreisland! Da hatte ich 900 bei einem niederländischen PTQ bekommen und davon Flug + Übernachtungen + Verpflegung bezahlen können!

    Also so Teriyaki-Burger bei McD für 75cent und Schachtel Kippen für Zweifuffzig – von DEN Maßstäben, rede ich!

  51. René Appel Says:

    @tobih, kurzer off topic diss! meine Fresse euch leuten ist doch nicht mehr zu helfen! fahrt in ein land mit einer grandiosen und exotischen Küche! und dann zu McD gehen? da gibts frischesten Fisch, leckerstes sushi und alles spottbillig! man muss einfach nur mal die hauptstraßen verlassen und in die kleinen sushibars usw in den seitenstraßen gehen! da findet man soooo geniale kleine restaurants…und muss sich nicht den einheitsbrei reinhauen…und die sprachbarriere ist auch kein prob, einfach auf die sachen zeigen! da haben die nämlich die open kitchen philosophie!

  52. Matthias Says:

    Hmmm… in K´Japan hätte ich auch was besseres zu tun, als in McD zu gehn! ^^ Aber, um die Massstäbe zu zeigen muss man halt was nehmen, was man hier auch kennt… und dass ein Japanisches Restaurant hier teurer ist, als hier, ist klar, weil ein deutsches Gericht da ja auch bei weitem mehr kostet, als hier…

    hauptsache unsere Karten sind da billiger… und es gibt sie auf einer uns verständlichen Sprache! ^^

  53. Frank Topel Says:

    Tja, in den Zeiten des Internet, wo jeder alle Infos, und selbst die allerletzte neue Tech vom PTQ Timbuktu des Vorabends kennt, ist es einfach nicht mehr spannend, es sich auszudenken, sich zu bauen und dann gespannt der Performance entgegenzuschauen.

    Da ist im Highlanderbereich immer noch anders. Hinzu kommt aber vor allem eines: Zu uns kommen die Leute, um das Spiel zu spielen. Der Anteil an Spielern, die der Preise wegen kommen, liegt im HL sicherlich unter 10%.

    Aus diesem Grunde kann auch ein wesentlich höherer Preispool nicht sinnvoll sein für HL. Dann kommen nämlich genau die Leute, die wir auch garnicht unbedingt da haben wollen. Wir wollen, dass die Leute weiterhin wegen des Spiels kommen!


  54. Ziemlich off-topic, Dein Werbepost – aber von mir aus, hat ja zumindest mit Magic zu tun…


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