Lies, Damned Lies & Statistics

Statistiken sagen immer die Wahrheit. Dummerweise sagen sie einem immer eine ganz bestimmte Wahrheit, die dadurch zu Stande kommt, wie sie erstellt und aufbereitet wurden, und die in der Regel weit ab von einer begreiflichen Wahrheit liegt, sondern eben nur eine statistische ist – die Umsetzung statistischer Daten in erfahrbare Wirklichkeit ist immer wieder ein Stolperstrick, oder eigentlich sogar mehr ein künstlerischer Prozess: Nicht umsonst müssen Statistiken INTERPRETIERT werden – ein Begriff aus den Geisteswissenschaften.

Tobi hat heute einen Artikel veröffentlicht, in dem er widerlegt, dass die Teilnehmerzahlen bei PTQs in den letzten Jahren zurück gegangen sind. Trotz einiger kleinerer Mängel bei der Auswahl und Offenlegung der zum Vergleich heran gezogenen Daten und dem grundlegenden Problem ihrer Vergleichbarkeit unter sich verändernden Bedingungen hat er eindeutig Recht damit, dass PTQs in Deutschland insgesamt wohl nicht weniger Spieler anziehen, als in den voran gegangenen Jahren. Woher stammt dann aber der allgemeine Eindruck, dass diese Turniere schrumpfen? Um das zu beantworten, will ich einige weitere Statistiken präsentieren, die aus der selben Quelle stammen, wie Tobis Informationen, nämlich aus der offiziellen DCI-Datenbank.

Dabei benutze ich zunächst folgende Einstellungen: Magic (und nicht etwa MapleStory oder so), Any Format, Any Type, Rated, Germany. Die Zeiträume variiere ich natürlich, denn die will ich ja vergleichen. Später werde ich an Stelle von “Any Format” noch einige Formate einzeln betrachten und auch hinüber in die Staaten schauen. Leider gibt es keine Möglichkeit, alle ratingbeeinflussenden sanktionierten Turniere zusammen zu fassen – in der Liste befinden sich auch Gateway-Turniere, Casual Non-Rated Events und “Magic Tournaments”, die alles oder nichts sein können – aber deren Anzahl ist für die Gesamtrechnung bislang noch zu vernachlässigen.

Da ich natürlich auch die Entwicklung in 2008 mit unter die Lupe nehmen will, dieses Jahr aber noch nicht abgeschlossen ist, wähle ich als betrachtete Zeiträume nicht das Kalenderjahr, sondern jeweils die Zeit zwischen dem 1. November eines Jahres und dem 31. Oktober des darauf folgenden (ein bisschen Sicherheitsabstand zum aktuellen Datum muss sein, damit in der 2008er-Statistik möglichst keine etwas verschleppt reporteten Turniere fehlen). So erhalte ich folgende Daten für die jeweilige Tuniergesamtzahl, die diesen Kriterien entspricht:

1. November 1999 – 31. Oktober 2000: 1158
2001: 3016
2002: 3332
2003: 3864
2004: 6347
2005: 7485
2006: 7683
2007: 6985
2008: 6333

Ja holla – was sind denn das für großartige Zuwachsraten bei den Magic-Turnieren bis 2006! Die Turnierszene hat ja unglaublich geboomt!!

…Aber Vorsicht, meine Padawan-Schüler: Statistiken sagen immer die Wahrheit, aber nicht die Wahrheit, die man daraus lesen möchte! Tatsächlich gibt die Anzahl der DCI-Turniere in der DCI-Datenbank zunächst einmal an… wie viele DCI-Turniere sich in der DCI-Datenbank befinden. Bis dieses System einigermaßen lückenlos alle stattgefundenen Turniere erfassen und auswerten konnte, hat es einige Zeit gedauert. Wie groß also der Zuwachs an tatsächlich ausgerichteten Turnieren in dieser Zeit tatsächlich war (und streng genommen sogar, ob es überhaupt einen Zuwachs gab, obwohl ich daran eigentlich nicht zweifle), lässt sich daher aus dieser Statsitik nicht ablesen.

So, bis 2006 steigt diese Zahl also an (obwohl man zwischen 2005 und 2006 auch von einer Stagnation sprechen könnte). Aber was passiert danach? Kann mir irgendjemand einen systematischen Grund dafür nennen, dass diese Zahlen seitdem wieder sehr deutlich zurück gegangen sind, der NICHT darauf zurückzuführen ist, dass einfach weniger Turniere gespielt wurden?

Ich kann es nicht. Ich sehe hier einen zählbaren Niederschlag jenes deutlichen Gefühls, das nicht nur ich habe: Dass die (deutsche) Magic-RL-Turnierszene langsam eingeht! Zwar sind, wie Tobi gezeigt hat, die PTQs dafür nicht verantwortlich, die im Gegenteil (“dank” der 1-Slot-Regelung) zahlreicher als je zuvor stattfinden, aber sie sind nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Vor allem aber kommt ihnen plötzlich zumehmend ein anderer Stellenwert zu: Sie sind nicht mehr einfach nur die wichtigsten Turniere unterhalb des Pro Levels – sie sind für immer mehr Spieler auch mehr oder weniger die einzigen, die stattfinden! Die subjektive Wahrnehmung mag verzerren, aber in diesem Fall lügt sie nicht: Zwar gibt es PTQs jetzt deutlich häufiger, aber andere Turniere finden eben deutlich weniger statt, und deswegen nimmt die Spielerschaft die PTQs nicht als häufigeres Ereignis wahr und hat unterbewusst entsprechende Erwartungen an ihre Teilnehmerzahl. Objektiv betrachtet – und ausschließlich mit Blick auf die PTQs – müssen wir bei einer weit höheren Anzahl PTQs natürlich völlig zufrieden damit sein, wenn deren Teilnehmerzahl nicht im entsprechenden Maß zurück geht. In soweit hat Tobi Recht. Das berechtigte Gefühl jedoch, dass immer weniger Turniere stattfinden führt zu jenem nur teilweise unberechtigten, dass die PTQs alleine hier nicht genügend gegensteuern!

Für die letzten drei Jahre habe ich diese Statistik noch einmal nach einigen einzelnen Formaten aufgeschlüsselt:

Standard:

2006: 2903
2007: 2693
2008: 2035

Das ist beinahe ein Drittel Rückgang in zwei Jahren!

Extended:

2006: 247
2007: 194
2008: 143

40% Schwund! Extended droht außerhalb seiner PTQ-Saison völlig in der Versenkung zu verschwinden.

Legacy:

2006: 297
2007: 416
2008: 483

Legacy boomt, mit 60% Zuwachsrate! Allerdings kann es den Gesamtabschwung nicht einmal ansatzweise abfedern, und die Frage muss erlaubt sein, ob Formate, deren Popularität maßgeblich darauf beruht, dass man auf den Erwerb neuer Karten größtenteils verzichten kann, einen guten Indikator für die Gesundheit der Turnierszene darstellen.

Vintage:

2006: 289
2007: 274
2008: 130

Über 55% Rückgang!! Es sieht so aus, als ob dieses Goldkettchen-Format jetzt doch noch aussterben würde… Ich glaube jedenfalls nicht, dass es nur ein Zufall ist, dass der Zuwachs von Legacy in der Summe ungefähr den Verlusten von Extended und Vintage zusammen genommen entspricht.

Sealed:

2006: 1123
2007: 933
2008: 993

Booster Draft:

2006: 2520
2007: 2170
2008: 2195

Limited hat zwar auch spürbare Einbußen zu verzeichnen, zeigt aber zuletzt wieder einen leichten Aufwärtstrend. Hier ist es denkbar, dass die Popularität einzelner Limited-Umgebungen relativ starke Schwankungen verursacht. Auffällig ist in jedem Fall, dass Booster Draft Standard in diesem Jahr als den meistsanktionierten Turniertyp abgelöst hat!

Ach so: Damit mir niemand vorwirft, ich hätte etwas Wichtiges übersehen: “Any Team Format” ergibt folgende Zahlen:

Team:

2006: 288
2007: 250
2008: 245

Dabei stellte Two-Headed Giant Sealed jeweils über 80% dieser Turniere. Team-Formate positionierten sich somit zwischen Vintage oder Extended und Legacy, aber weit hinter Sealed und sind insgesamt für die Turnierszene nicht mehr als eine Ergänzung. In jedem Fall geht aber selbst diese als populär geltende Turnierform zuletzt zurück!

Zum Vergleich hier die entsprechenden Daten aus den USA:

Alle Formate:

2006: 45241
2007: 45509
2008: 54312

Standard:

2006: 20038
2007: 20401
2008: 22700

Extended:

2006: 1189
2007: 1058
2008: 1253

Legacy:

2006: 1445
2007: 1530
2008: 1455

Vintage:

2006: 588
2007: 324
2008: 337

Sealed:

2006: 5625
2007: 5123
2008: 6651

Booster Draft:

2006: 14833
2007: 15267
2008: 20069

Team:

2006: 1338
2007: 1367
2008: 1332

Ich muss zugeben – ich war sehr überrascht! Offenbar ist das Turniersterben in Deutschland ein lokales Phänomen. Standard verzeichnet in den USA leichte Zuwächse, Sealed schwankt zwar irritierend stark (was demonstriert, dass man in eine Datenreihe von nur drei Jahren natürlich nicht zu viele Feinheiten hinein interpretieren darf), legt aber insgesamt – auf relativ betrachtet weit niedrigerem Niveau als bei uns – ein gutes Stück zu, und Booster Draft explodiert geradezu (befindet sich aber immer noch knapp hinter Standard). Extended, Legacy und die Team-Formate bleiben essenziell konstant, wobei Legacy in den USA nicht den gleichen Beliebtheitsschub erfahren hat wie bei uns und nicht weit über Extended-Niveau dahindümpelt, und auch Team-Turniere relativ gesehen nur halb so beliebt sind wie bei uns. Vintage hingegen hat – relativ gesehen – einen freien Fall beinahe ins Nichts hingelegt.

Was kann man also konstatieren? Die DEUTSCHE RL-Turnierszene hat ein Problem! In den Staaten scheint zur Zeit hingegen alles in Butter zu sein. Das bedeutet übrigens, dass Entscheidungen, die von Wizards ja in der Regel für die gesamte Szene getroffen werden, auch wenn sie auf Deutschland negative Auswirkungen haben, insgesamt nicht unbedingt falsch sein müssen, denn die USA sind für die Entscheidungsträger natürlich wichtiger als wir.

Das hilft uns aber natürlich nicht weiter! Bei uns geht es bergab, wie die Statistiken auch unmissverständlich belegen (vorausgesetzt, wie gesagt, da steckt nicht irgendwo ein systematischer Einfluss anderer Art drin), und die miese Stimmung in Deutschland hat sich zwar mit den PTQs wohl das falsche Ziel ausgesucht, ist aber insgesamt absolut gerechtfertigt!

Nachtrag: Für Hasbro Großdeutschland will ich noch die entsprechenden Zahlen (alle Formate, gleiche Zeiträume) von Österreich und der Schweiz nachreichen:

Österreich:

2006: 1109
2007: 1050
2008: 966

Schweiz:

2006: 644
2007: 469
2008: 439

Auch hier also die gleiche Tendenz.

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18 Comments on “Lies, Damned Lies & Statistics”

  1. Mathias Says:

    Ich glaube, dass die rückläufige Zahl bei Standard- und Extendedturniere auch auf die Schnelllebigkeit der Formate zurück zu führen ist, auch dank MODO. Ok, beim T2 FNM geht das noch, aber das Extendedturnier am Samstag ist einfach nicht mehr wirklich lukrativ. Legacy hingegen ist recht konstant, sodass es da einfacher ist einfach ein Deck in die Hand zu nehmen und zum Turnier zu fahren.

  2. BamOida Says:

    Was is mit Österreich?


  3. Österreich (gleiche Zeiträume, alle Formate):

    2006: 1109
    2007: 1050
    2008: 966

    Gleiche Tendenz also, nicht ganz so heftig.

    Das kann aber auch wirklich jeder selbst finden…

  4. Sebastian R. Says:

    Deine Auswertung überrascht mich nicht besonders. Etwas ähnliches hatte ich erwartet. Ich kann natürlich nur für Berlin sprechen, aber hier habe ich das Gefühl, dass nicht nur die Anzahl der Turniere sondern auch die Teilnehmerzahlen im Schnitt nach unten gegangen sind. Ganz schlimm hat es beispielsweise die GPTs betroffen. Das liegt aber zu einem nicht unbeträchtlichen Teil am Wegbrechen der “Semi-Pro”-Szene, d.h. einer Szene von Spielern, die nicht regelmäßig auf der Pro Tour spielen, aber das durchaus gerne mal machen würden oder vielleicht auch schonmal auf einer Pro Tour waren. Die typischen Spieler, die quer durch Deutschland zu einem Grand Prix reisen.

    Ich habe das Gefühl, dass das aber ein Problem in ganz Deutschland ist. Wir besitzen ja auch kaum noch Spieler, die regelmäßig auf Pro Touren spielen, kaum noch “name players”. Allerdings habe ich auch das Gefühl, dass sich das sowohl regional als auch national zur Zeit bessert. Regional mit Spielern wie Olaf oder Artie, national mit Leuten wie Sebastian Th. oder Jan. Aber die “Szene” muss sich erst wieder bilden.

    Ich denke auch, dass die Änderungen und Einsparungen (weniger Pro Touren, kleinere PTQs, wobei das höherlevelige Turnierspiel in Deutschland z.B. im Gegensatz zu den USA einen hohen Stellenwert einnimmt) aber auch die fehlenden deutschen Erfolge der letzten Jahre zu einem gewissen Pessimismus geführt haben, der natürlich eine selbsterfüllende Prophezeiung ist.

    Und noch ein Nebengedanke: Mir fehlt eine vernünftige Turnierserie auf GPT-Niveau, d.h. auf einem Niveau zwischen PTQs und FNM, etwas, was sowohl casual player als auch “Semi-Pros” anspricht.


  5. So, für Österreich und die Schweiz habe ich die Gesamtzahlen jetzt noch nachgeliefert. Wer auch hier eine genaue Aufschlüsselung will, kann sie aber wirklich selbst machen – wie, kann man meinem Post doch wohl entnehmen!

  6. Endijian Says:

    Was das Goldkettchen-Format betrifft:
    Du darfst nicht vergessen, dass (wahrscheinlich) mittlerweile der Großteil dieser Turniere nicht mehr sanktioniert wird (Proxies).

  7. Teardrop Says:

    In den USA ist es eben, zumindest dort wo ich es erlebt habe, und von dort, wo ich es gehört habe, einfach so:
    Die Leute fahren Samstags und Sonntags (eher Samstags) zu Turnieren, die 2 Dollar kosten, und wo es für den Sieger 5 Booster gibt. Damit sind alle zufrieden. Dafür würden in DLand nicht mal die Local Pros hinter dem Ofen hervorkommen, dort drüben kommen 30 Leute. Man ist dort mit weniger zufrieden, spielt viel mehr für den Spaß als einzigen Benefit. Sicher wird dort auch mehr an Preisen ausgeschüttet bei verhältnismässig weniger Antrittsgeld (gerade auf dem Level PTQ, GPT und Prerelease (hier ist Level mit Turniergröße gleichzusetzen…)).
    In DLand sind die eute eben, aus finanziellen Gründen (die Anfahrt ist einfach teurer als da, und wenn mit Auto, dann ist oft das Parken schwierig) die Leute nicht mehr einfach zu Turnieren fahren. Außerdem sind viele Expertstores eingegangen und deshalb gibt es weniger FNMs. Drafts gibt es mehr, die sind aber, man sprach schon drüber, schlecht für die Neuanwerbung von neuen Spielern.

    Was Vintage angeht: Die größte deutsche Vintage-Turnierserie spielt jetzt auch mit Proxies, weshalb da einfach nicht mehr sanktioniert wird, ich denke mal, dies ist nicht nur in IS so. Deshalb fallen diese Turniere aus der Statistik!

  8. Tigris Says:

    Ausserdem ist nicht Deutschland auch mit dingen wie Highlander recht stark vertreten?
    Und weiter ist das Jahr 2008 im gegensatz zu den anderen Jahren noch nicht vorbei, das heisst das ganze wird noch etwas nach oben verschoben werden. Und dass es in der schweiz 2006 so viele Turniere gegeben hat kann ich irgendwie kaum glauben. Auf alle fälle waren damals viele fnms noch nicht auf der schweizer seite aufgelistet, so dass es jetzt zumindest nach mehr scheint.
    Ausserdem mal den 3fach ptq abwarten ich hoffe und denke dass das wiedermal ein grösseres turnier wird

  9. Mathias Says:

    “Da ich natürlich auch die Entwicklung in 2008 mit unter die Lupe nehmen will, dieses Jahr aber noch nicht abgeschlossen ist, wähle ich als betrachtete Zeiträume nicht das Kalenderjahr, sondern jeweils die Zeit zwischen dem 1. November eines Jahres und dem 31. Oktober des darauf folgenden”
    Wer lesen kann und so, ihr wisst es ja…

  10. Nagano Says:

    überasscht mich kaum. 2004 spielten wir fnm standard teils 6 runden mit 50 mann. heute gibts es keine mehr, weil keine 8 mann zusammen kommen. modo hat scheinbar eher wenig damit zu, da drafts weniger verloren haben als standard und modo ja vor allem die limitedspieler lockt. ich denke es hängt auch einfach mit den kartenpreisen zusammen, die va für t2 spiler nicht mehr finanzierbar waren.

  11. Seranas Says:

    Das deckt sich auch mit meinen Eindrücken. Ich habe knapp 3 Jahre regelmäßig Standard gespielt (FNM sowie jede Woche), bin in den letzten Jahren aber auch davon abgegangen. Ich mag constructed mit eigenen Karten immer noch lieber als Limited (vielleicht auch weil ich dass weniger gut “kann”) aber die Rotation ist einfach zu schnell.

    Ein Jahr ist schnell vorbei und dann kann man die ganzen erkauften/ertauschen Spoiler oft wegwerfen dass sie für Extended dann wieder nicht stark genug sind.

  12. beefman Says:

    sehr interessanter blog eintrag.
    magic erlebt in deutschland momentan eine negativ spirale. beim FNM gibts für gute limitedspieler nichts zu holen, diese spielen lieber modo, ist billiger und weniger zeitaufwendig. daraus ergibt sich dass sie weniger RL als VR karten besitzen und constructed formate daher ebenfalls lieber auf modo spielen. man hat durch das online gedrafte schon einen grundstock und kann die virtuellen karten zum großteil günstiger bekommen als im RL. den weniger ambitionierten “gelegenheitsspielern” fehlen daher die gegner. da komme ich 2 mal im monat zum fnm welcher nicht stattfindet und werde mich hüten in nächster zeit wieder zu kommen um unverrichteter dinge wieder zu gehen. die “ambitionierten spieler” werden lediglich vom heimischen PC gelockt wenn außergewöhnliche events angeboten werden, wie ein PTQ, Prerelease, GP oder die NQ´s.
    die frage ist also wie man die verlorenen internet spieler wieder in die shops lockt. mit promos alleine wird das wohl nicht zu schaffen sein…

  13. zelda Says:

    Ja, aber das war schon immer so.
    Oder ist der Anstieg der Kartenpreise hier der einzige Grund?

  14. MortisRex Says:

    Ich kann nur sagen wies bei uns ist. Bei uns gabs lange Zeit FNM, bis die Leute wegblieben. Grund: Die meisten Leute haben angefangen, ihre Karten nicht mehr im Laden sondern übers Internet zu kaufen. Der Store hat damit reagiert, daß er für die 2,5€ Startgeld nur noch die FNM-Karten ausgeschüttet hat. Die Spieler (zumindest die Schüler und Studenten) sind daraufhin zu Store B ausgewichen, wo es neben dem niedrigeren Startgeld von 2€ noch 3-5 Booster zu gewinnen gab.
    Store A hat mangels Interesse mittlerweile nicht nur die FNMs sondern auch die Prereleases abgeschafft, dort finden gar keine Turniere mehr statt.
    Store B hat, als die Konkurrenz weg war, die Preise auf 4€ erhöht, bis auch da die Spieler weggebleiben sind, da das neben dem höheren Startgeld halt auch ca. 1 Stunde ÖPNV bedeutet.
    Karten tauschen ist in beiden Lokationen quasi nicht mehr möglich, oder zumindest noch sehr eingeschränkt, weil für die brauchbaren Karten überteuerte Preise verlangt werden, während alles andere nur noch im Ordner rumschimmelt. CasualKarten braucht keiner mehr, weil es immer dieselben 4 Spieler sind, die nur Highlander oder Legacy spielen.
    Ohne regelmässige Turniere sind die Spieler halt nicht da, weil die weder Decks testen müssen, noch sich Karten besorgen wollen. Das führt dazu, daß der Laden leer bleibt (was nicht stimmt, die Yu-Gi-Oh-Kids sind nachgerückt), und ich selber hab auch keine Lust, mich da ne Stunde hinzusetzen und auf evtl. Mitspieler zu warten.
    Und so stirbt das ganze dann halt regional vor sich hin.

  15. sgtpepper87 Says:

    Also genaue Statistiken bezüglich steigender Kartenpreise habe ich nicht, aber wenn ich darüber nachdenke wie in den letzten Jahren die Preisentwicklung der Chase Rares war, dann bekommt man schon den Anschein:
    Ich habe mit Kamigawa/Ravnica T2 angefangen, da gab es die Jitte für ca 10 Euro, die Duals für 10 und der Rest für etwas weniger. Dann kam Time Spiral mit Damnation für ca 10 und der Tarmogoyf für 20-30 Euro und darüber! Und zuletzt Lorwyn mit Cryptic Command für 8-9, Garruk der zeitweise 15-20 kostete und Mutavault was es für 20 gab.
    Und jetzt Shards of Alara, bei dem viele Mythic Rares (Elspeth, Ajani) auch über 10 Euro liegen.
    Also der Trend zu teureren Chase Rares ist meiner Meinung nach eindeutig da, da überlegt sich schon mancher Spieler ob sich T2 Decks noch lohnen! (mich eingeschlossen, zu Kami/Rav Zeiten besass ich noch 2 T2 Decks)

  16. sgtpepper87 Says:

    Edit:
    Ich sehe gerade, dass Sarkhan Vol auf eBay über 20 Euro kostet! Woher dieser Preis kommt, weiss ich nicht, er wird ja kaum gespielt. Aber das zeigt ja erneut, dass die Karten teurer werden.

  17. beefman Says:

    yääs@all
    was also könnte WotC tun um die FNM-Szene wiederzubeleben?

  18. SDF Says:

    vllt kann sich manch einer an die Zeit erinnern, als ide Turniere am Dienstag bzw. Mittwoch waren. Zumindest im Serious Games. Damals war das kaum sanktioniert und die Leute (auch Erwachsene) kamen trotzdem: weil sie Magic spielen wollten und der mögliche Turnier-space stark limitiert war. Kinder und Erwachsene begegneten einander mit Distanz aber ferundlichem und hilfsbereitem Respekt. Heute ist FNM nur noch gekreische, geflame und gestinke.
    Vllt sollte man auf Sa Vormittag ausweichen. Ab 13Uhr wär ich bereit, danach kann man Sportschau schauen und hat immer noch den ganzen Samstag Abend! … mittlerweile habe ich keinen Bock, mich frühzeitihg ausser Arbeit abzuhetzen und um 16:00 neben kiddies – ich bin Ende zwanzig – Karten zu zocken… letzter aspekt wäre erträglich, wenn ich ausgeruht spielen könnte.


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