Keine Ruhe den Verdammten

So viel mal wieder zu guten Vorsätzen…

Aber endijian hat (hier) Recht: Zu diesen 6-Karten-Boostern – von deren Existenz ich erst durch ihn erfahren habe, da kann man auch ruhig mal ein Link angeben, damit der arme Zeromant nicht überall suchen muss! – muss ich tatsächlich etwas loswerden:

WÜRG!

Okay, das werdet Ihr erwartet haben, also muss ich Euch wohl erklären, WARUM ich das zum Kotzen finde. Zunächst aber die Fakten, so weit ich sie gefunden habe:

“Yes, this is something new for Conflux: The Six Card Booster. It won’t replace regular booster packs, and it will only appear in mass market stores. The MSRP for the six card booster is $1.99. While we never guarantee the rarities of cards within packs, the expected contents of each 6-card booster is a tips/token card, 1 land, 3 commons, 1 uncommon, and 1 slot that has an equal chance of being rare/mythic, uncommon, or common. You even have a chance of opening a foil card.”

Zunächst einmal das Offensichtliche: Das ist ein deutlich ungünstigeres Kosten-Nutzen-Verhältnis als bei normalen Boostern, insbesondere, was die Chancen, eine Rare oder Mythic Rare zu öffnen, angeht.

Weiterhin sind diese Dinger (bisher) vermutlich nur für den amerikanischen Markt, insbesondere für die Walmart-Läden, konzipiert.

So, und jetzt der Grund, warum mir von den Dingern schlecht wird: Sie sind der Anfang vom Ende! (Nein, NICHT das Ende von Magic, das stirbt nicht, nur keine falschen Befürchtungen/Hoffnungen!) Deswegen, weil sie sich gezielt an Kundschaft richten, die nicht in der Lage ist zu erkennen, dass sie hier einen weit schlechteren Deal als mit “normalen” Boostern erhält. Eine Kundschaft, denen bereits ein normaler Booster zu teuer ist, und die sich deswegen nicht leisten kann, mehr als 2 Dollar für so eine Packung hinzulegen.

Richtig: Diese 6-Karten-Packungen sind ein gezielter Angriff auf das Taschengeld der jüngsten und unmündigsten Käufer! So wie bereits das Konzept der Mythic Rares, und wie letztlich auch die Einführung des neuen überspektakulären Kartentyps Planeswalker, untermauern sie eine Tendenz: MAGIC GIBT AUF! Und zwar gibt es den Versuch auf, eigene Qualitätsstandards zu setzen, sich von ausschließlich durch Kiddie-Verarsche lebenden Spielen wie Yu-gi-Oh! abzusetzen.

“We’re just keeping up with the industry standards”, das ist das relevante Maro-Zitat – es stammt aus seiner Rechtfertigung der Mythic Rares, aber es passt auch hier. Wisst Ihr: Vor einer Dekade noch hat Magic die Standards in der TCG-Industrie GESETZT. Vor 15 Jahren hat es diese ganze verdammte Branche überhaupt erfunden! Heute jedoch, garantiert angetrieben durch die Aktionäre des großen Mutterkonzerns Hasbro, hechelt es seinen Konkurrenten hinterher.

Magic, das TCG für Erwachsene – mit diesem Image wird mittelfristig Schluss sein. Wir Erwachsenen spielen es ja eh immer mehr nur noch virtuell, weil das unserer Erwachsenen-Zeitplanung besser entgegen kommt. RL-Magic braucht die jüngsten Käuferschichten, um zu überleben. Mittelfristig jedenfalls – ob das langfristig genügt, um sich einen hohen Marktanteil zu sichern, ist eine andere Frage.

In der Diskussion um diese Packungen liest man immer wieder Töne wie “was soll’s, entweder wird es halt ein Flop, oder es war offensichtlich eine gute Entscheidung” oder “Wenn Magic auf diese Weise mehr Nachwuchs kriegt, dann ist das doch nur gut!” – aber das ist zu kurz gedacht. Dass alles, was sich gut verkauft, eine gute Idee ist, ist ein kapitalistischer Mythos: Sind Zigarettenpackungen gut? Ist es positiv, wenn der Verkauf von Zigaretten an Jugendliche angekurbelt wird?

Diese Packungen sind eine Kundenverarsche, die sich letztlich nur dadurch rechtfertigt, dass die Kundem sich halt verarschen lassen. Sie sind außerdem, so ganz nebenbei, Umweltverschmutzung – was zum Thema Turnierpackungen vs. Boosterpackungen unter den Tisch fiel, ist der Umstand, dass Booster mehr Müll produzieren als Schachteln, und Mini-Booster sind da natürlich noch schlimmer! Mini-Booster sind aus allen Perspektiven ein beschissenes Produkt, abgesehen davon, dass sie sich wahrscheinlich trotzdem gut genug verkaufen, um ihre Existenz zu rechtfertigen.

Die Qualität eines Spiels wird auch durch seine Produktform bestimmt. Mit der Produktion der Mini-Booster geben Wizards ein klares Statement ab: Die Qualität ihrer Produkte ist ihnen egal, sobald sie sich verkaufen! Natürlich leidet das Image ihrer Marke Magic darunter, aber eben dies ist die Einschätzung, die von den Entscheidungsträgern offensichtlich vorgenommen wurde:  Magic besitzt nicht mehr die Stärke, sich über Qualität und ein gutes Image zu vermarkten. ES MUSS SICH DEN INDUSTRIESTANDARDS ANPASSEN, und die Industriestandards für Sammelkartenspiele definieren deren qualitativen Anspruch irgendwo zwischen Lutschbonbons für die Kleinsten und Zigaretten für die Abhängigen.

Magic hat es endgültig aufgegeben, sich von Yu-gi-oh!, One Piece und Konsorten abheben zu wollen. Es hat Anlauf genommen und stürzt sich mit Schwung in die matschigen Abgründe der Sammelkartenindustrie, die in erster Linie von der Unmündigkeit ihrer Kunden lebt: Von der Unfähigkeit der Kinder, das Preis-Leistungsverhältnis derjenigen Produkte, die sie für ihr Taschengeld erwerben, einzuschätzen; sowie von der Unfähigkeit erwachsener Magic-Spieler, ihre Sucht zu kontrollieren und sich einem Spiel, dessen vollständige Bestandteile immer teurer erworben werden müssen, zu verweigern.

Die Mini-Booster werden zur Zeit als Ergänzung der normalen Produktlinie vermarktet. Was aber, wenn sie stattdessen ein Testballon sind? Was, wenn Wizards feststellen, dass die Gewinnspannem, die sie damit an der Supermarktkasse erzielen, diejenigen, die sie mit “normalen” Boostern machen, übersteigen? (Denn das ist natürlich der Plan – keine wholesale-Preise für Großhändler mehr, der Booster geht direkt vom Hersteller ins Regal!)

Das könnt Ihr Euch selbst beantworten, denke ich. Die Idee von Magic als intellektuellem Sport, bei dem alle Teilnehmer mit einigermaßen vertretbaren Investitionen ihr Rüstzeug erhalten, stirbt. Es geht Wizards am Arsch vorbei, wie schwer Mythic Rares tatsächlich zu bekommen sind, mit der einzigen Ausnamhe natürlich, wenn sich das auf das Kaufverhalten ihrer Kunden auswirkt. Und da sind die Industriestandards ja gesetzt: Superseltene Karten fördern den Verkauf! Nun sind Mythics aus “normalen” Boostern allerdings vielleicht noch nicht selten genug… Die Shards-Planeswalker kosten (abgesehen von dem als Release-Karte erhältlichen Ajani) in Internet-Shops nur zwischen 20 und 30 Euro – das muss doch besser gehen!

Mini-Booster sind Lotterielose. Die Chance, einen Gewinn zu machen, ist gering, aber ihre Kosten sind gering genug, dass man sie einfach trotzdem kauft, selbst dann, wenn man weiß, dass es sich eigentlich nicht lohnt. Zumindest, wenn es keine besseren Alternativen gibt. Ja, Magic wird auch dann in 5 Jahren noch Käufer finden, wenn Mini-Booster die “normale “Produktform geworden sind! Natürlich bedeutet dies dann eine Verschiebung der Kundschaft, weg von den kalkulierenden Turnierspielern hin zu den impulskaufanfälligen Gelegenheitsspielern und eben vor allem zu den mit der Verwaltung ihres Taschengeldes komplett überforderten Kiddies. Die “ernsthaften” Spieler draften dann halt auf Magic Online (Draft mit 6-Kartenboostern… hmm… online werden die sich wohl nicht durchsetzen, dafür sind Drafts eine zu wichtige Einnahmequelle für Wizards, aber natürlich werden sie keinerlei Skrupel haben, virtuelle und reale Produktformen voneinander zu trennen!) Constructed-Turniere erfordern dann einen effektiven “Buy-in” durch den Erwerb der dazu notwendigen Rares und Mythic Rares. Natürlich wird es in diesen Turnieren auch Spieler geben, die es mit Budget-Decks versuchen – das sind dann halt die Opfer des Systems, so wie es heute schon die Budget-Spieler bei Vintage-Turnieren sind, oder die ganzen Möchtegern-Pokerpros bei den Veranstaltungen mit den großen Börsen. Irgendwo muss der Breakeven für die Topspieler ja herkommen, und es ist NICHT die Bank… äh, der Hersteller, meine ich… der draufzahlt!

Ein paar Jährchen wird es noch dauern, dann wird die Trennung endgültig vollzogen sein. Wizards wird öffentlich bekanntgeben, dass sie eingesehen haben, dass der virtuelle und der reale Sammelkartenmarkt unterschiedliche Erfordernisse besitzen und daher unterschiedliche Produktformen verlangen. RL-Magic wird für Kiddies und Sammler produziert werden, mit “Casual” als dem einzigen real existierenden Constructed-Format; und Online-Magic für diejenige Kundschaft, die Wert auf ein anspruchsvolles Spiel legt, was bedeutet Limited (und hier insbesondere Draft), sowie für die semiprofessionellen Zocker, die bereit sind, in Constructed-Rares zu investieren, um dann damit  “infinite” zu gehen.

Nanu – schieße ich hier vielleicht über das Ziel hinaus? Wir werden es ja sehen! Wer allerdings von Euch schon so lange wie ich dabei ist, der sei gefragt: Was hättet Ihr vor der Jahrtausendwende gesagt, wenn Euch jemand erzählt hätte, Magic würde mit virtuellen Karten – die das gleiche kosten wie echte! – bald mehr gespielt werden, als mit denen aus Pappe? Was hättet Ihr gesagt, wenn jemand behauptet hätte, Magic würde eine zusätzliche Seltenheitsstufe einführen und in 6-Karten-Boostern verkauft werden?

The times are a-changing. Read the signs.

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38 Comments on “Keine Ruhe den Verdammten”

  1. Mathias Says:

    Ja, ich glaube auch, dass du vielleicht 1-2 Schritte zu weit gehst, aber im Großen und Ganzen muss ich dir leider Recht geben. Wenn man 3 Minibooster für 6$ kauft hat man im Schnitt 3 Token, 3 Länder, 10 Commons, 4 UCs und 1 Rare, mit 2 Boostern für geschätzte 7 $ steht man einfach viel besser da. Immerhin kommen auf die Art und Weise mehr Länder in Umlauf, das müsstest du doch eigentlich gut finden ;)


  2. Hast Du mal längere Zeit irgendwo verbracht, wo Sammelkarten verkauft werden? Wenn ja, dann weißt Du wahrscheinlich, wie kleine Kinder Sammelkarten kaufen – aufreißen, die “Holo” suchen und den Rest wegschmeißen. Selbst wenn es nicht ganz so krass ist und sie mehr Karten behalten, sehe ich für die Länder schwarz. Außer natürlich, sie haben noch keine, aber dann werden sie auch mit dem Kaufen von Mini-Boostern nicht weit kommen…

  3. SDF Says:

    Völker hört die Signale. Schöne Überspitzung zum Schluss

    Also ehrlich, die Mystic Rares erinnern mich an die Anfänge. Damals waren 4 Rares von einer Sorte schwer zu bekommen, zumindest für mich. Und zwanzig Euro ist heute für mich wie damals 5 Mark… vom Gefühl her…

  4. RolandB Says:

    Also dieser 6-Karten Booster ist mir super egal. Mehr Kaufoptionen kann nicht schlecht sein. Ich reg mich ja auch nicht drüber auf das “Kunst-Orginale” viel Geld kosten. Ich kaufe sie einfach nicht.

  5. Und was lernen wir daraus? Says:

    Roland, wenn vor deinem Wohnhaus Crack verkauft würde, wäre dir das auch egal, weil du es ja nicht kaufen würdest?
    Nein du hättest Sorgen, warum sowas passiert und was es für Auswirkungen hätte.


  6. Ich habe auf MTGSalvation einen sehr interessanten Kommentar dazu gefunden:

    WotC did not want to make half-pack gravity feeds. Wal-Mart and Target demanded it. They’ve demanded it for years. Almost every other product that has gone into mass market in the past few years has had to have half-pack gravity feeds, even for games so small that the additional printing cost was extremely expensive for them. Mass market average shelf space for trading cards has gone down, and if you want to get into mass market these days, gravity feeds are it.

    The only way Magic has been able to get away with not having gravity feed product for this long is because it’s, well, Magic. But it looks like whether it was the recent layoffs, the large decrease in sales from 2007 to 2008, corporate pressure from Hasbro, or just WM and Target finally really cracking down and threatening to remove 15-pack boosters from their stores, WotC has had to finally give in.

    So no, these are not made for you. They’re not even really meant for Wal-Mart and Target consumers. They are meant for Wal-Mart and Target corporate purchasers so they’ll continue to keep Magic on the shelves. Because mass market sales are way, way too big to lose.

    Again, the fact that this product exists means WotC has lost a fight to mass market. It’s not really a good sign. The best we can hope for is it gives them some positive economic results.

    Ungefähr das meinte ich mit “Der Anfang vom Ende”…

  7. TimR Says:

    Uiuiui, das ist YGO!-Schülerverarsche at it`s best.
    Wird nicht lange dauern und mythics bekommen noch einen graphischen Gimmick, den man sofort erkennt -.-

  8. Chris Hennig Says:

    ist nicht der vater/mutter der bösewicht der den kindern ohne nachzudenken einfach die karten/sammelbildchen/süßigkeiten kauft damit die blagen ruhe geben
    und heut kommt die tochter und denkt das der spass mit schuhen genauso weitergeht
    ja auch ich habe den kinder die sinnlosen pokemon usw. karten gekauft die nie gespielt wurden und eher einem statusobjekt auf dem schuhlhof gleichkamen

    man gewinnt mit diesen aktionen keine neuen spieler nur altpappe

    für uns stellt sich die frage wo der wahnsinn hingeht
    im grunde bin ich schon beleidigt mein deck aus 42 karten zu bauen und währen die letzten reihen nicht so voll limited karten währen spielbare haufen noch seltener

  9. endijian Says:

    Wow…
    Das ist der intelligenteste Kommentar, den ich je von mtgsalvation gelesen habe.
    Stimmt alles schon. Auch das was Du gesagt hast.
    Man steckt halt nicht drin in der US-Marktwirschaft, es ist schwer, Konzepte wie Shelf Space, etc zu begreifen, wenn ma es nicht kennt.

    Aber ich stelle mir gerade vor, wie Du vor dem Monitor mit meinem letzten Kommentar sitzt und Dir langsam der Unterkiefer runterfällt: 6… Karten… Booster? W…T…F?
    Nächstes Mal gibt es ‘nen Link.

    Ein kleines bischen nöhlen muss ich aber doch: “One Piece” hatte damals (vielleicht ist das mittlerweile auch anders) das absolut revolutionäre Konzept, dass es nur eine Seltenheitsstufe (also Common) gibt. Eine löbliche Ausnahme von den anderen Anime-TCGs.

  10. Teardrop Says:

    Abgesehen davon, dass Du trotz haarsträubender Übertreibung den Nagel auf den Kopf triffst, eine Frage:
    Wo hast Du Deine Planeswalkerpreise her? Auf MKM kostet gerade genau KEIN Planeswalker mehr als 20 Euro, nicht mal Nicol Bolas oder Elsbeth…

  11. endijian Says:

    Naja, strenggenommen ist MKM auch ja kein Internet-Kartenladen, sondern eine Tauschbörse:

    Überhaupt, hast Du nicht mal geblogt, dass irgendwelche Karten von MKM nicht angekommen sind, während der Service von MU top war? Also sollte Dir der Unterschied geläufig sein…

  12. Spambot Says:

    Willkommen im Kapitalismus…


  13. Na, welche Internetshops werde ich wohl genommen haben, wenn nicht Magic Universe und den PlanetMTG-Sponsor Miracle Games?

    Klar, auf Ebay, bei irgendwelche Tauschbörsen oder vom Ladendieb an der Straßenecke kriegt man Karten immer billiger. Diskussionsgrundlage können aber nur die Preise seriöser, etablierter Läden sein – wenn wir über Boosterpreise reden, beziehen wir uns ja auch nicht auf die halblegale Ebayware, die Magicspieler so gerne beziehen!

  14. MServos Says:

    Nicht zu vergessen ist, dass die veränderte Käuferschaft einen Einfluss auf das Design der Karten haben wird. Wohlmöglich kriegen wir dann irgendwelchen WWUURRGGBB-10/10-Protection-from-Everything-Creature-Kram….

  15. Charly Says:

    Ist das so? Dass das Online Play das RL Play bald übertreffen wird? Irgendwie kann ich mir das beim besten Willen nicht vorstellen. Daher, woher kommt deine Annahme?


  16. Gegenfrage: Wie viele Turniere hast Du im letzten halben Jahr auf MTGO gespielt, und wie viele im RL?

    Und klick’ doch mal das Link hinter Deinem Namen an. Ja, genau, dasjenige, welches zu Deiner Seite “MagicLog” führt. Lies Dir Deine jüngsten paar Einträge durch.

    Was fällt Dir auf?

  17. Tigris Says:

    Aber gibt es zu magicOnline wirklich zahlen? Also würde mich wunder nehmen, wie viele booster online und wie viele in real verkauft werden.
    Aber kann mir schon gut vorstellen, dass halt auf MagicOnline viel mehr Booster wegen drafts verkauft werden, denn wer macht schon mehr als einen Draft im RL Pro woche. Aber auf MagicOnline wird es wohl schon mehrere Leute geben, die das tun.

  18. Charly Says:

    Das ist ja eine super Antwort. Ich bin ja mit Sicherheit nicht der Maßstab für die weltweite Magic Community. Aber gut. Ich weiß nur ungefähr wieviele Leute zB. im Draftroom sind, zum selben Zeitpunkt indem ich mich auch dort´befinde. Das sind meist so um die 100, meist etwas mehr. Es wundert mich nur ein bisschen, dass du eine gar nicht mit Fakten unterlegte Behauptung aufstellst und dann, darauf hingewiesen, mit so einer schwachsinnigen, denn ich bin wie gesagt nicht der Maßstab (ich studiere, arbeite, habe eine Freundin und bin 26, wenn dass deiner Meinung nach auf den durchschnittlichen Magic Spieler zutrifft, na dann.) Gegenfrage kommst. Wie wäre es, wenn du einfach mal sagst, wie es ist. Du hast keine Ahnung und das ist dein subjektives Empfinden. Aber naja “Pischner knows best”, oder?

    At Tigris: Man darf nicht vergessen, dass auf MOL auch sehr viele Booster aus Preisen stammen und so, oder über den sekundären Markt, wieder zu Drafts verarbeitet werden. Es stammt also nur ein Teil des Produkts aus Verkäufen. Wie groß dieser Wirklich ist kann ich nicht sagen. (das wissen vermutlich nur die Wizards)

  19. René Appel Says:

    logo ist es “traurig” (ich finde es ist das falsche wort, weil preying on the weak halt nen ganz normaler Vorgang im Kapitalismus ist)das wotc sich industriestandards anpassen muss, aber mit einem zumindest halbwegs massentauglichen produkt das überleben soll muss man massenabsätze machen, ein elitärer anspruch hält kein trading card game am leben! sowas funktioniert bei oberklasse autos usw aber eben nicht auf dieser ebene, darum gibt es halt nur die option das zu machen was funzt oder die sparte als unprofitabel zu schließen… dass es vor 15 jahren anders aussah als man ein quasimonopol hatte ist doch logisch!
    und interessant ist auch wie du dir widersprichst… auf der einen seite ist modo immer doof… aber dann gegen die umweltverschmutzung der pax wettern…sowas fällt ja auf modo gar nicht an…

  20. tfp Says:

    Hmmm in wie fern solltest du dich vom Durchschnitts-Spieler unterscheiden? Von dem, was ich an Magicspielern kenne:

    Studieren: check
    Arbeiten: check
    Freundin: größtenteils check
    26: check

    Ich finde du passt recht gut ins Raster…
    Die Zeiten des pickligen 16 jährigen ohne Freundin und Dusche als Fremdwort sind zwar nicht gezählt, aber wort wörtlich “in die Jahre gekommen”.

  21. Charly Says:

    War ja auch eine Frage. Bin ich der durchschnittliche Spieler?
    Wenn du es deiner Meinung nach auch bist. Dann sind wir es. Gut.
    Aber was ich damit andeuten wollte, ist die Zeitproblematik. Ohne Modo würde ich vermutlich 0 RL Turniere spielen. So sind es dank Vorbereitung wenigstens ein paar.

  22. Handsome Says:

    Oh Mann Pischner, seit du dem Spiel immer mehr den Rücken kehrst, werden deine Einträge immer wirrer und durchgeknallter.

    Um deine Argumentation zusammenzufassen: Magic nähert sich immer mehr dem Industriestandard an, angetrieben von den bösen, raffgierigen Hasbro-Aktionären. Da drängen sich mir doch drei Fragen auf. Zum ersten: Hat Magic überhaupt eine Wahl? Hätte das Spiel überhaupt noch eine Überlebenschance, wenn es weiter auf seinem hohen Roß säße und auf seiner Marktnische beharren würde? Immerhin ist es ja DAS intellektuelle Sammelkartenspiel für Erwachsene, schon klar. Damit alleine verkauft man allerdings kein Produkt. Dass der Industriestandard IndustrieSTANDARD heißt, hat durchaus seinen Grund!
    Zum Zweiten: Warum genau ist es jetzt schlecht, wenn mehr Leute dadurch mit Magic anfangen? Kundenverarsche hin oder her – das Produkt gefällt den Spielern ja anscheinend, sonst hätte es sich nicht in anderen TCGs etabliert. (Der Vergleich mit den Zigarettenmarken ist nicht nur irreführend, sondern völlig daneben.)
    Und zum Dritten: Ist es nicht völlig normal, dass Aktionäre eine Gewinnmaximierung fordern? Also, wenn ich Aktionär wäre, würde ich mich schön bedanken, wenn die Firma, an der ich Anteile habe, kein Interesse an Gewinnmaximierung hätte. Gerade in Zeiten, in der die Welt in der schwersten verdammten Wirtschaftskrise seit 70 Jahren steckt!

    Interessante Fragen, die sich eigentlich SOFORT aufdrängen, wenn man sich mit der Thematik auseinandersetzt, die du aber geflissentlich ignorierst. Stattdessen: Random Rants, aufgefüllt mit imnmer wieder denselben Halb- bzw. Unwahrheiten, die jeglicher Faktenlage entbehren. Mythic Rares machen das Spiel teurer, Magic Online ist beliebter als RL-Magic, Magic verkauft sich immer schlechter blablabla. Unterfüttere diese Argumente doch bitte mal mit Zahlen und Fakten! Stattdessen brabbelst du sie solange vor dir her, bis die Leute sie dir glauben.

    Das Ganze garnierst du dann mit deiner tollen apokalyptischen, völlig aus der Luft gegriffenen Zukunftsvision, die du natürlich genau deswegen bringst, weil sie sich ja so schön apokalyptisch liest. Ich hab auch eine Zukunftsvision: Sechs-Karten-Booster erweisen sich als optimales Einsteigerprodukt für Neulinge, die Spielerbasis wächst exponentiell, die Turnierbasis wächst und gedeiht, es werden wieder PT’s eingeführt statt gecuttet und Magic wird schlussendlich beliebter als Texas Hold’Em. Argumente dafür? Null. Aber das ist bei dir ja nicht anders…

    Sorry, wenn das hier hart und unfreundlich klingt, aber ich hab diesen Blog immer sehr gerne gelesen, weil er immer gut begründete und durchdachte Gedankengänge geboten hat. Aber in letzter Zeit hab ich den Eindruck, als müssten die Fakten und ernstzunehmenden Argumente in deinem Blog immer öfter irgendwelchen populistischen Rants auf BZ-Niveau weichen. Und das ist ehrlich gesagt bedenklich. Dass dir die meisten Leute immer noch alles glauben, ohne überhaupt darüber nachzudenken, was du da von dir gibst – das ist eigentlich der wahre Beweis der Unmüdigkeit der Magic-Spieler.

  23. René Appel Says:

    da stimme ich handsome mal absolut zu, dieses gemeckere gegen den bösen kommerz ist absolut lächerlich, wenn die nicht kommerziell denken gibts das spiel nämlich von heute auf morgen nicht mehr…entwickele doch einfach selbst ein spiel das deinen anforderungen entspricht und versuch mal eine spielerbasis damit am leben zu erhalten.. und schau sie mal einer kuck… schon muss man sich den standards anpassen sonst ist man halt weg!

  24. kranger Says:

    Da muss ich Handsome zustimmen. Aus Sicht des Unternehmens Hasbro ist es durchaus nachvollziehbar, wenn neue Wege gesucht werden, wie man unsere geliebte bedruckte Pappe unters Volk bringt. Letzten Endes hängt die Existenz des Spiels ja auch ab von Verkaufszahlen und Gewinnen. Dadurch, dass wir alle in Nostalgie schwelgen wird Magic ganz sicher nicht überleben.

    Ich lese eigentlich sehr gerne Deine Einträge, weil sie, persönliche Meinung hin oder her, gut durchdacht und begründet sind. Momentan habe ich aber das Gefühl, dass Du nicht wirklich objektiv bist, was die Bewertung mancher Entwicklungen anbelangt. Ist natürlich auch Dein gutes Recht, weil Dein Blog und so.
    Aber: normalerweise positiv hervorzuheben, kann dabei Dein rhetorisches Talent und Dein Standing in der Gemeinschaft dazu führen, dass die Leser Dein subjekives Empfinden als Fakt werten und unreflektiert Deiner Meinung folgen.

  25. Flo Says:

    Ich habe auch bei den letzten paar Blogeinträgen den Eindruck, daß Herr Pischner im Kern durchaus Recht hat, aber dann aus diesem Kern ein recht abenteuerliches Konstrukt bastelt. Ich meine, mal nüchtern verglichen liegt afaik die unverbindliche Preisempfehlung für einen normalen Booster doppelt so hoch wie für diesen Minibooster. Aus zwei Miniboostern kriegt man im Schnitt 2 Länder, 6 2/3 Commons, 2 2/3 Uncommons und 2/3 Rare. Ist das jetzt wirklich so eine Verarsche oder doch nur das normale, äh, Gegenteil von Mengenrabatt? Kann man so und so sehen, finde ich.
    Okay, so genau weiß ich auch nicht, wer sich warum die Minibooster kaufen soll. Mit einem einzigen Booster, sei er nun mini oder nicht, kommt man nicht weit, und ich denke doch, daß auch das dümmster Kind irgendwann auf den Trichter kommt, daß es sich besser alle zwei Wochen einen richtigen als jede Woche einen Minibooster kauft. MÖGLICHERWEISE ist das Ganze tatsächlich einfach als Einstiegstdroge zu sehen. Dazu würde auch passen, dass man doppelt so viel Länder bekommt…

  26. moick Says:

    hast Du für trash t die Mathe Sachen gemacht?


  27. Antworten auf Eure Kommentare findet Ihr dann in meinem nächsten Eintrag.

  28. GerwaldBrunner Says:

    Zumindest ist es sicher das das Spiel seinen Zenit überschritten hat da kann schöngeredet werden was man will.
    Als reines Online Spiel wird es sich ggf länger halten können jedoch gibt kein Mensch wirklich langfristig so viel Geld für virtuelles Produkt aus zumindest aus der Sicht meiner Generation.

  29. Yawgmoth Says:

    Nur um ein paar Fakten einzustreuen: Auf MTGO starten immer 10-20 Alara-Drafts pro Stunde, und das jetzt seit 14 Wochen, 6.75 Tage pro Woche, 24 Stunden pro Tag -> 10*14*6.75*24 = 22680 Drafts wo jeweils mindestens 12 Booster verbraucht werden (12 sind ja payout) -> _mindestens_ 272160 Booster, die im Shop gekauft wurden, aber es sind wahrscheinlich wesentlich mehr, so 400 000 halte ich für realistisch. Interessant wären die Zahlen für RL Magic, aber ich denke doch, dass da noch einige mehr verkauft werden … Eigentlich wollte ich die Prerelease-Locations abzählen, aber allein bei Australien und Japan bin ich auf 200 gekommen. Wenn bei jedem im Schnitt 20 Leute mitspielen bräuchte man nur 6667 Prerelease-artige Turniere um auf mehr Alara-Booster als auf MTGO zu kommen, und da sind noch gar nicht die Preise mitgezählt. Drafts und Leute, die einfach so Booster kaufen gibts ja auch noch. Also ja, einzelne Spieler spielen mehr MTGO als RL Magic, aber es gibt auch Leute, die mehr Zeit in WoW verbringen als in ihrem “anderen” Leben. Auf die Mehrheit trifft das deswegen noch lange nicht zu.


  30. Yawgmoth, die Diskussion ging darum, wo mehr Turniere stattfinden, nicht darum, wo mehr Produkt verkauft wird. Wenn Deine Annahmen zutreffen, dann hat MTGO hier vermutlich bereits die Nase vorn.

    Dass viele Booster an Leute verkauft werden, die eben keine Turniere damit spielen, darum geht es doch: Der Verkauf von RL-Magic wird immer stärker unabhängig vom Stattfinden von Turnieren! Deswegen prognostiziere ich ja auch die entsprechende Entwicklung: RL-Magic wird Casual; Turniermagic wird virtuell.

    Übrigens ist die Anzahl der verkauften Booster alleine noch nicht ausschlaggebend für den wirtschaftlichen Stellenwert: Pappkarten besitzen mit Sicherheit ERHEBLICH höhere Produktionskosten als virtuelle (wenn die überhaupt nennenswerte haben), und außerdem sind bei RL-Karten auch noch Zwischenhändler eingeschaltet (wenn auch bei den Miniboostern eben einer weniger). Wenn ein virtueller Booster für 4$ (oder was kosten die zur Zeit?) verkauft wird, dann bleibt davon fast alles direkt bei Wizards, während sie an einem RL-Booster vielleicht… keine Ahnung… 1$? …verdienen. Ach ja, und die Tix verkaufen sie ja auch noch…

  31. Charly Says:

    Yawgmoth, du hast einen boosterliefernden Faktor in deiner Berechnung vergessen. Die aus Constructed Events kommen…
    Es ist halt in Wirklichkeit nicht so einfach und ich glaube es ist auch im Interesse von Wizards das es so ist, sonst würden sie ja Verkaufszahlen veröffentlichen.

  32. FloKi Says:

    auft eigentlich irgendwer von euch die 2 kg Pkg. z.B.Kartoffel um 0,99€ statt der 5 kg Pkg um 1,59€ einfach weil er sonst immer 3 kg wegwirft?

    Das ist doch genau das selbe. Ein kleines Kind kauft sich halt statt alle 2 Wochen 1 Booster jede Woche 1 Mini-Booster, weil es will jua neue Karten haben, es will aufreißen, es will das Zeug seinen Freunden zeigen(“Boah schau mal was ich wieder neues hab”).
    Die Karten die nach dem 2mal durchschauen keiner haben will und die in keinem Deck landen sind einfach Vergeudung und zumindest ich habe in meiner Zeit beim Zivi(Kindergarten/Hort) gemerkt, dass es schon echt toll ist wenn ein Kind sich 5Karten aufmerksam durchschaut.
    Das Produkt ist einfach an die Bedürfnisse von 6-12 jährigen angepasst,aber anscheinend darf Magic diese Schicht aus Sicht einiger leute nicht ansprechen.


  33. Was für ein blödsinniger Vergleich… Vielleicht wirft man von 5 kg Kartoffeln 3 kg weg, weil der eigene Bedarf mit 2 kg gedeckt ist, aber wessen Bedarf soll denn bitteschön mit diesen 6 Karten gedeckt sein? Insbesondere, wenn darin der Anteil der Karten, die keiner haben will und die in keinem Deck landen, höher ist als in echten Boostern!

    Und nein, ich finde es tatsächlich nicht in Ordnung, wenn ein Sammelkartenspiel 6- bis 12-jährige anspricht (auch wenn das der Normalfall …äh, soll heißen, der INDUSTRIESTANDARD ist)! Kaum ein Kind in dieser Altersklasse ist in der Lage, mit einem Sammelkartenspiel vernünftig umzugehen.

    Dazu kommt noch, dass Magic auf Dauer nicht den Spagat zwischen den Zielgruppen Grundschüler und Erwachsenen schaffen kann. Wenn auf diese Weise ein Spiel, das ich liebe, sich zu einem Spiel, mit dem ich immer weniger anfangen kann wandelt, dann stört mich das!

  34. steco Says:

    A.P. sollte Maro endlich ablösen und Magic unter seiner Führung den glanzvollen alten Zeiten zuführen. Als erstes wäre ich für eine Zielgruppenerweiterung im Osten…

  35. Yawgmoth Says:

    AP: Mit meinen Zahlen bekommst du ja auch Aufschluss über die Anzahl der Turniere (zumindest Limited). (btw. find ich “Anzahl der Turniere” eine relativ sinnlose Metrik, da das die Größe der Turniere einfach mal ignoriert, Anzahl von Teilnehmern ist IMO wesentlich sinnvoller). Nach meinen Annahmen oben haben wir 22680 Drafts die in den letzten 14 Wochen gestartet sind. Oder Sagen wir es wären 35000. Glaubst du wirklich nicht, dass es weltweit 2500 Locations gibt, an denen wöchentlich _ein_ Draft stattfindet? Allein in Österreich gibts ~7, und das ist noch ein relativ kleines Magic-Land. Und dann kommt da noch dazu, dass ein MTGO-Draft _immer_ 8 Leute hat, aber Drafts IRL oft mehr. Also ich bezweifle, dass MTGO wirklich mehr Turnierteilnehmer anlockt und was ich vorhin auch schon angesprochen habe: Das sind die Ausnahmespieler, i.e. da spielen “immer die gleichen” (Wieviele MTGO-Accounts gibts? 10000?). Vielleicht wäre “Anzahl unterschiedlicher Turnierteilnehmer” ein noch sinnvolleres Maß, aber das ist wohl eher schwer herauszufinden.

    Und außerdem: Ich glaube nicht, dass die Produktionskosten bei “realen” Karten so einen wesentlichen Unterschied machen. Mehr als ein paar Cent pro Booster können das nicht sein, und im Gegenzug muss man ja für virtuelle Karten Server bereitstellen und Software entwickeln, und das ist teuer (Und das skaliert auch mit der Anzahl der Karten, da jetzt zB schon so viele Karten im Umlauf sind, dass WotC einen neuen Collection Server schreiben muss, weil der alte das einfach nicht mehr schafft). Die von dir angesprochenen Gewinnspannen für Zwischenhändler sind hingegen schon relevant.


  36. Die Gesamtanzahl der RL-Turniere findet man ja in der DCI-Datenbank (siehe meinen Beitrag). Und ja, Server etc… kosten auch Geld, aber ich glaube nicht, dass das pro Booster besonders viel ist. Entwicklungskosten für Sets sind natürlich eine andere Sache, die sind aber halt einmalig.

    Sammelkarten zu drucken ist meiner Einschätzung nach ein produktionstechnisch sehr aufwändiger Vorgang. Dazu kommen noch Verpackung und Auslieferung.

    Was den Collection Server angeht, sind Wizards übrigens selbst schuld… Magic Online Spieler fordern schon lange eine Möglichkeit, unerwünschte Commons shreddern zu können, weil die bloß ihre Sammlung verstopfen! Man wird das Zeug einfach nicht mehr los… Eigentlich hilft nur, isch immer mal wieder einen neuen Account einzurichten und mit den Karten, die man wirklich haben will, dorthin umzuziehen (was ein Riesenaufwand ist, wenn das 32-Karten-Limit pro Tausch noch besteht), und die Abertausenden Draftcommons auf dem alten, ungenutzten Account verschimmeln zu lassen…

  37. SilverBullet Says:

    Das hier aber auch niemand die Systemfrage stellt.
    Ab dem Moment, in dem ein Unternehmen Investoren hat, die in dem diesem Unternehmen nur ein Sparbuch mit höherem Risiko, aber auch potenziell höherem Ertrag sehen(namentlich Aktionäre), wird jegliche Entscheidung mit der Gewinnmaximierung begründet.

    Ich will hier keinsfalls sagen, dass solche Entscheidungen wie z.B. Mini-Booster oder Mythic-Rares per Definition schlecht sind, aber das Argument “der Konzern muss ja Gewinn machen” ist halt auch etwas ausgelutscht.
    Außerdem ist kurzfristige Gewinnmaximierung kein Zeichen von großem Weitblick. Wenn nicht alle so auf ihre nächsten Quartalsergebnisse abgingen(letzlich weil es die Investoren machen), hätten wir vielleicht keine Wirtschaftskrise.
    Aber ich denke irgendein BWL/VWL-Fachmann wird mir mit vielen merkwürdigen Begriffen, den Grundrechenarten und inbrünstiger Überzeugung erklären, warum das nie sein kann.

    Der Kapitalismus hat einfach versagt, es wird Zeit für die Weltrevolution. Ich denke die Player-Party auf der nächsten DM wäre ein guter Ort und Zeitpunkt um damit anzufangen, aber dir Players-Party wurde ja gekürzt, wegen zu geringen Return-on-Investment oder so.


  38. Diese Weltrevolution könnte beim Verbraucher anfangen. Wenn wir damit aufhören würden, jeden Mist zu kaufen, nur weil er billig, bequem und verlockend ist, und uns die Zeit nehmen würden, qualititiv höherwertigr Produkte zu suchen, auch wenn wir dafür mehr Geld asugeben müssen, dann würden längerfristige Strategien für Unternehmen auch wieder attraktiver.

    Aber man sieht ja, wie hervorragend wir uns bereits haben konditionieren lassen: Der größte Mist wird mit den Worten “naja, was soll’s, es verkauft sich halt, und dann kann es nicht schlecht sein” akzeptiert. Konsumverzicht ist schlicht unvorstellbar geworden.


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