…und die Großen lässt man gewinnen?

Okay, über den Herrn Abresch haben wir ja nun schon sehr ausführlich diskutiert. Deswegen wenden wir uns heute einmal etwas anderem zu, nämlich der PT Kyoto: Davon habe ich mir die Coverage angesehen. Und hängen geblieben bin ich am Viertelfinale von Orsini-Jones gegen Nassif. Ihr wisst schon – das welches durch diesen UNGLAUBLICHEN Cruel Ultimatum Topdeck mit Ansage entschieden wurde… Nun ja, man kann ja ausrechnen, wie hoch die Chance ist, dass er aus seinen verbleibenden Karten ein Ultimatum zieht. SO unwahrscheinlich ist das natürlich nicht.

Habt Ihr Euch die Coverage dieses Viertelfinals durchgelesen? Wenn nicht, macht es doch bitte einmal. (Hier noch einmal das Link.) Ich warte so lange. Okay. Fällt Euch etwas auf?

So, wie es aussieht, hat Monsieur Nassif in diesem Match keineswegs nur bei seinem Ultimatum Draw besonderes Glück gehabt! Tatsächlich scheint er allgemein sehr gut darin gewesen zu sein, immer  – insbesondere eine Runde nach einem Tidehollow Sculler – genau diejenige Karte zu ziehen, die er benötigte. Das ist sogar dem Coverage-Reporter aufgefallen, der es entsprechend kommentiert hat.

Nun ja, schön, Glück braucht der Mensch. Aber dann habe ich etwas getan, was ich eigentlich sehr ungern tue: Ich habe mir das Video seines “unglaublichen” Topdecks angesehen. Bestimmt einhundert Mal unterdessen. Das solltet Ihr auch tun (nicht unbedingt einhundert Mal, natürlich)!

Was seht Ihr? Nun, vielleicht fällt Euch ebenso wie mir auf, dass Nassif, als sein Gegner den Thoughtseize spielt, beide Hände unter der Tischplatte versteckt. BEIDE Hände, und jeweils so weit, dass sie vollständig verschwinden – bis über die Ärmel hinaus (die übrigens deutlich länger sind als die seines Gegenübers). Was haben seine Hände dort zu suchen? Früher gab es einmal einen Passus in den Tournament Rules, dass Spieler ihre Hände jederzeit über der Tischoberfläche halten müssen. Den scheint es nicht mehr zu geben. (Warum eigentlich?)

Wie auch immer, Nassif zieht seine Hände wieder unter dem Tisch hervor, und das nächste, was er tut, ist das Ultimatum zu ziehen. Zumindest auf den Spielablauf bezogen. Tatsächlich macht er nämlich noch eine Menge mehr. Er sortiert, unglaublich umständlich, sein Mana für das zu erwartende Cruel Ultimatum. Er scheibt seine verdeckt vor ihm liegenden Karten hin und her. Und die ganze Zeit, während er das tut, bleibt seine rechte Hand – die, mit der er das Ultimatum dann zieht –  mit dem Handrücken nach oben in der Waagerechten. Selbst, wenn er damit Länder verschiebt, tut er dies  nur mit den äußersten Gliedern seiner Finger.

Er lässt sich dabei sehr, sehr SEHR viel Zeit – er “slowrolled”, wie es heißt. Der eigentliche Vorgang des Kartenziehens hingegen, der passiert BLITZSCHNELL! So schnell, dass ich es auch nach einhundert Versuchen und ständigem Drücken von Pausentaste und Vorwärtstaste nicht geschafft habe, ein klares Bild von diesem Ablauf zu bekommen. Vielleicht wäre das ja mit dem Mastertape dieses Videos möglich – bei der YouTube-Version gelingt es mir nicht.

Wisst Ihr, was ich glauben würde, wenn im Fernsehen ein Zauberkünstler bei einem Kartentrick dieses Verhalten zeigen würde? Was ich glauben MÜSSTE? Was so ziemlich JEDER glauben würde? Natürlich wisst Ihr das.

Ich bin der Ansicht, das Allermindeste, was die DCI tun müsste wäre, dieses Video einigen professionellen Kartenkünstlern vorzulegen und sie zu fragen, was sie davon halten. Abgesehen davon wäre es höchste Zeit, das Verbot, seine Hände zu verdecken, wieder einzuführen. Und außerdem sollten Judges in einer solchen Situation vielleicht auch einmal das Recht erhalten, sich die oberste Karte, die gleich einen Topdeck darstellen muss, anzusehen, bevor der Spieler sie zieht.

Ich kann nicht sagen, dass ich mir SICHER bin, dass Nassif an dieser Stelle betrogen hat. (Er würde wohl kaum so dumm sein, in einem Blogeintrag darüber zu schreiben.) Ich weiß auch nicht, ob aus diesem Video, selbst bei Heranziehung von Experten, eindeutig hervorgehen würde, dass er betrügt. Ich bin allerdings überzeugt davon, dass er mit diesem Verhalten IN DER LAGE WAR zu betrügen. Jeder einigermaßen talentierte Kartenkünstler hätte hier einen Weg gefunden, eine Karte aus seinem Schoß (der Ort, wo sich vor langer Zeit auch einmal der Cadaverous Bloom von Mike Long befand) auf den Tisch zu befördern, ohne dass die Zuschauer erkennen können, wie dies passiert ist. Ich vermute sogar, die meisten hätten sich dabei weniger auffällig angestellt.

Und wenn ich diese Überlegung in Verbindung mit den generell bemerkenswerten Topdeck-Qualitäten von Monsieur Nassif bringe, dann gelange ich zu dem Schluss, dass hier etwas mächtig stinkt!

Naja, aber wenn ich da mal die Meinungen einiger Kommentatoren zusammenfasse und auf dieses Thema hier ummünze: “Ist doch klar, dass auf der Tour beschissen wird, schließlich geht es da ja um viel Geld.” Vielleicht gilt die Solidarität mit Betrügern ja auch für Franzosen?

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114 Comments on “…und die Großen lässt man gewinnen?”

  1. Coolioo Says:

    JAJA , da waren in der Vergangenheit doch einige TOPdecks des Herrn Nassif.
    Man müsste sich mal die Mühe machen und die älteren Videoaufzeichnungen sich anschauen.

  2. RolandB Says:

    Also wenn es nassif geschaft hat vor ca. 3-4 Judges, einem Gegner und min. Scorekeeper sowie einer Kamera zu bescheißen. Respekt. Aber möglich.

    Fakt ist aber er hat auch verdammt gut gespielt. Vor allem in Game 4 des Finals.

    Hände unter dem Tisch zu haben ist btw. völlig normal. Ich “erwische” mich manchmal mit Händen unter dem Tisch und Karten auf dem Tisch ohne darüber nachgedacht zu haben. Einfach weil ich zu sehr in andere Sachen vertieft war.

    Ach ja sonst Ist es nochmal Zeit für das Zitat von einem Ruel. Auf die Frage ob alle Franzosen cheaten antwortete er: “Ne der Levy nicht.”


    • Wann hat er das eigentlich gesagt? Wenn das war, nachdem Levy seine Kolumne übernommen hat, nachdem er (Ruel) seine Suspension gekriegt hat, wäre das natürlich als Sarkasmus zu interpretieren…

  3. sdf Says:

    irgendwie sind die Handgelenke dünner als Magickarten. Alles perfekte Illusion?!

  4. RolandB Says:

    Habe mir das Video nochmal angeschaut. Also ich kann da nix sehen.

  5. RolandB Says:

    Vor allem schreibt er ja mit seiner Ziehhand zwischenzeitlich die Lebenspunkte auf.


  6. Wenn er zu diesem Zeitpunkt eine Karte im Ärmel hat, ist das ja gar kein Problem. (Trägt er eigentlich eimmer Hemden mit schwarzen Ärmeln, und spielt er immr mit schwarzen Hüllen?)

    Mich würde dazu wirklich die Meinung eines professionellen Zauberkünstlers interessieren. Insbesondere wäre es natürlich aufschlussreich, ob dieser in der Lage wäre, diese Aktion durchzuführen.

    Hat noch jemand außer mir “Die Tricks der größten Zauberer” gesehen? Insbesondere die Folge, in welcher der “Kaninchen aus dem Hut” Trick erklärt wird? Die Ähnlichkeit zwischen den Bewegungen des Zauberkünstlers dort und denen von Nassif hier finde ich erstaunlich, nur dass jener Profi sich insgesant erheblich weniger verdächtig bewegt… und dass das Päckchen mit dem Kaninchen, welches er unter der Tischkante hervorholt, schon ein wenig größer ist als eine Magic-Karte…

  7. Ashraf Says:

    also ich seh da ehrlich nichts – er zieht die karte ganz normal von oben, wo verdeckt er da irgendetwas?


  8. Vielleicht ist Deine Bildauflösung besser, aber ich kann nicht erkennen, ob er eine Karte zieht oder sie nur kurz anhebt und eine andere aus der Handfläche gleiten lässt.

    Ich kann übrigens auch nicht genau erkennen, was da mit der gezogenen Karte passiert, die noch längere Zeit auf dem Tisch liegt, und die er mehrfach mit dem Ärmel verdeckt und dann – übrigens WIEDER mit einer plötzlichen, blitzschenllen Bewegung! – zur Tischkante heranzieht, um sie aufzudecken.

    Wie auch immer: Klar sieht man nichts Genaues – schließlich standen da ja Judges und Zuschauer herum, die auch nichts gesehen haben. Aber hat jemals einer von Euch bei einem Zauberkünstler gesehen, wie die Karten oder Münzen durch die Gegend gewandert sind? Das ist ja gerade der Sinn der Sache…

    • Hübi Says:

      Also ich hab mir das Video auch einpaar mal angesehen und im ersten Moment nichts entdeckt.
      Wenn er die Karten tauscht, dann nicht im Moment des Ziehens,sondern erst kurz danach, als er die Karte mit den Fingern dreht, an der Stelle bin ich wirklich stutzig geworden.
      Aber eigentlich würde ich sagen, wie es auch vorher in einigen Comments schon angeklungen ist, das es verdammt schwierig ist, nicht nur gegen den Kamerablick senkrecht auf die Szenerie zu bescheißen, was leicht wäre, sondern den Gegener und die umstehenden Judges ebenfalls hinters Licht zu führen.
      Und dass er vorher schon ein paar mal getopdeckt hat, ist für mich eher ein Beweis dafür, dass er nicht betrogen hat, denn er kann wohl kein ganzes Deck auf seinem Schoß haben und dann auch noch unauffällig die richtige Karte daraus herauskramen.
      Ich denke er hat wohl nicht betrogen, wenn auch ein eindeutigeres Verhalten von ihm und für Klarheit sorgende Regeln wünschenswert wären.

  9. apfelschorle Says:

    also das der nassif lucky war die ganze top8 über kann man wohl nicht bestreiten, aber in seinen aktionen in irgendeiner form cheating zu sehen halte ich mal für sehr, sehr gewagt. ich will nicht sagen das er nicht cheatet aber so clever das nicht in der top8 vor laufender kamera zu tun ist er wohl. aber wenn er wirklich 4 judges sowie alle die das video gesehen haben, verarschen kann mit seinen zauberkünstler tricks, dann frage ich mich wieso er überhaupt matches verliert, wenn er die aktion quasi in nem non feature match 100mal leichter machen könnte. außerderdem würde es glaub sehr viel profitabler sachen als magic geben um mit dieser fähigkeit geld zu verdienen.

  10. Burton911 Says:

    Hmm scheint so, als ob sogar die objektivste aller Instanzen aka Pischner was gegen Franzosen hätte :/


  11. Ich sage ja nicht, er HAT gecheatet – aber auf jeden Fall empfinde ich diese Umstände als sehr verdächtig, und vor allem als UNNÖTIG verdächtig.

    Ich stelle mir da gerade ein paar Typen vor, die in einem Hinterzimmer um vierstellige Beträge pokern, und einer von denen steckt vor dem Aufdecken seine beiden Hände unter die Tischplatte, zieht sie dann hervor, ordnet superlangsam und umständlich die vor ihm liegenden Karten neu an – und deckt dann BLITZSCHNELL genau die Karte auf, die er gebraucht hat! Wer das macht, selbst wenn er tatsächlich nicht betrügt, darf sich nicht wundern, wenn er von seinem Geldgewinn dann später Krankenhauskosten bezahlen darf.

    Die Anzahl der Zuschauer ist jedenfalls kein Argument – entweder, es gibt etwas zu sehen, oder nicht. Ob ein Zauberkünstler vor einem Dutzend Zuschauer oder einem Millionenpublikum auftritt, macht auch keinen Unterschied.

    Was die Motivation und die Kostennutzenrechnung angeht, kann ich nicht viel dazu beitragen. Ich will allerdings an die historischen Fälle erinnern, als Mike Long plötzlich einen zentralen Teil seiner Kombo im Schoß hatte, oder als Mark Justice bei einem Draft Karten im Deck hatte, die er nicht gedraftet hatte – oder auch, als ein gewisser Mario Wirth in mindestens einem Fall – vermutlich aber häufiger – eigene Decklisten und Decks für Sealed-PTQs und Grand Prixs benutzt hat! (Den vorigen Satz habe ich nach Intervention eines Posters, der sich als Mario Wirth ausgegeben hat, umformuliert.) Auch hier könnte man fragen, ob diese Leute ihre kriminelle Energie nicht effizienter hätten einsetzen können, und ob sie nicht aus Größenwahn heraus zu große Risiken eingegangen sind.

    Ich finde Nassifs Verhalten auf jeden Fall verdächtig und, wenn er tatsächlich ehrlich sein sollte, absolut unnötig, und ich finde, die DCI sollte, wenn Ihr doch offensichtlich daran gelegen ist, dass Magic nicht den Ruf von “Gambling” erhält, dafür sorgen, dass solche Manipulationsmöglichkeiten ausgeschlossen sind. Insbesondere haben die Hände von Spielern absolut NICHTS unter dem Tisch zu suchen, und exzessives Manipulieren der im Spiel befindlichen Karten sollte in jedem Fall als unsportliches Verhalten bestraft werden, da es zwingend verlangt, ihn dabei ununterbrochen im Auge zu behalten.

    • MortisRex Says:

      Ich denke schon, daß die Anzahl der Zuschauer ein Argument sind, einfach weil Leute, die vor Ort sind, insbesondere die Judges, einen anderen Blickwinkel auf das Geschehen haben. Zaubertricks leben ja auch davon, daß niemand hinter oder neben dem Zauberer steht, sondern alle Zuschauer sich vor ihm befinden.

      Und das 4 Judges, ein Scorekeeper und Zuschauer allesamt den gleichen Blickwinkel wie die Kamera gehabt haben sollen, das finde ich noch viel suspekter als das Verhalten des Spielers.

  12. Ashraf Says:

    Erfolgen unterstellt man halt schnell mal Cheating.

    Also auf den Video ists wie folgt:
    Er zieht rotes Vividland und legt es tappt, die eine Karte bleibt an der Tischkante liegen. Dann spielt der andere Seize, mit der linken deckt er den Pool auf, danach schreibt er sich die -2 Lebenspunkt von Orsini Jones auf.
    Dann aktiviert der andere Mutavault und greift mit ihm und den beiden Forgetendern an!
    Mit der linken verdeckt Nassif wieder den Reflecting Pool.
    Seine rechte Hand ruht kurz auf dem roten Vivid Land, enttappt es dann mit den Fingerspitzen und zieht deutlich von oben eine Karte.
    Danach liegt die karte Rechts neben dem roten Vividland und er dreht sie (facedown) ein paar mal!
    Danach legt er sein Mana bereit, dadurch die Karte aber nur zum Teil verdeckt, die eine Hälfte davon sieht man noch.

    Für mich kein Cheating sondern einfach der lucky Top Deck den wir alle von MTG kennen. Vielleicht cheatet er ja woanders, aber vor laufender Kamara im PT QF zu cheaten wäre einfach unendlich dumm.

  13. TimR Says:

    Also über keepvid.com das youtube video ziehen.
    Das flv file nach avi oder mpeg konvertieren (zB mit Pazera freeflvtoavi), am besten mit gleich mehreren codices, um bestmögliche Quali zu erhalten.
    Dann kann man das ganze frame by frame begutachten, zB mit virtuadub(mod).
    Ich bezweifele aber, daß die Qualität ausreichend ist, da die meisten youtube-flv`s eher scheisse sind.

  14. Chickenfood Says:

    Ich habe ein bisschen erfahrung mit solchen Kartentricks und nachdem ich das Video bzw. die entscheidende Stelle jetzt 10 mal angeschaut habe muss ich sagen: Es ist durchaus im Bereichd es möglichen das er sich das Ultimatum ercheatet hat.

    Ich würde sagen er hat es an der stelle “reingeholt” als er bei 0:55 die Karte ganz schnell geschüttelt hat. Da kann man durchaus eine Karte mit der anderen austauschen bzw. sie aus dem ärmel herausschütteln. Bewiesen ist dadurch nix und man muss ganz schön Eier haben um das an der stelle durchzuziehen, aber beweisen muss man den Cheat ja auch nicht. (von den Regeln her).

    Mal ehrlich, da es ja diese möglichkeit der Viedeoaufzeichnung gibt denke ich schon das sich alle Relevanten Judges das mal angeschaut haben. Wenn die sich dagegen entschieden haben das als Cheating zu werten is die sache wohl Juristisch durch, da passiert nix mehr.
    (btw, wäre as überhaupt möglich den nachträglich zu disqualifizieren?)

    • Ashraf Says:

      bei 0:55 zieht er die Karte doch eindeutig vom Tisch??!!

      • apfelschorle Says:

        also wenn dann muss es wirklich genau da passieren, aber innerhalb einer zehntel sekunde die eine karte aus dem ärmel ziehen und die andere fallen (und verschwinden) lassen ohne dabei großartige bewegungen zu machen, (er bewegt ja wirklich nur die hände) das geht wirklich nie. also wenn das ein gecheatetes ultimatum ist hör ich auf mit magic


  15. Ich denke jedenfalls, normalerweise, wenn zwei Leute Magic spielen, dann gäbe es überhaupt keine Möglichkeit, eine solche Diskussion zu führen, weil da einfach viel weniger merkwürdige Dinge passieren.

    In jedem Fall sehen die Bewegungen eines “Magiers”, der ein Kaninchen aus dem Hut holt, DEUTLICH unverdächtiger aus, wenn man nicht genau weiß, worauf man achten muss. Deswegen kann eigentlich nur ein professioneller Kartenkünstler diese Szene beurteilen.

  16. Ashraf Says:

    Wenn es dir so wichtig ist enagier doch einen der sich das mal genau anschaut, die Rechnung schickste dann an Wizards falls was dran ist, die sollten das mit den 40.000 von Nassif dann schon wieder ausgleichen können.

  17. denderan Says:

    @AP

    An sich stimme ich dir in vielen Dingen zu obwohl du häufig eine Ausdrucksweise hast die viele nicht verstehen

    In diesem Fall allerdings muss ich dir sagen, da kann ich dir wirklich beim besten Willen nicht zustimmen.

    Es ist schon eine harte Anschuldigung die du hier triffst


  18. Andererseits mag Wizards es, wenn öfter mal die gleichen Spieler Turniere gewinnen. Und ich frage mich wirklich, WARUM der Passus “Players must keep their hands over the level of the playing surface at all times” eigentlich nicht mehr existiert…

    Hat jemand Lust auf eine wilde Verschwörungstheorie? Später in den Top 8 haben die Judges Nassif zur Seite genommen und iregndetwas mit ihm besprochen… was, wenn sie ihm gesagt haben, er soll ein bisschen weniger frech bescheißen?

    Naja, okay… aber ich kann wirklich nicht verstehen, wie eine Organisation, die so viel Wert darauf legt, dass ihr Spiel nicht mit “Gambling” in Verbindung gebracht wird, solch verdächtiges Verhalten nicht unterbindet.

  19. paluschke Says:

    Universal Tournament Rules

    33. Card Elevation
    Players must keep their cards above the level of the playing surface at all times, including during sideboarding.


    • Hm, war es das? Vielleicht verwechsle ich das. Aber ich hatte doch gerade vor ein paar Monaten mit einem Judge eine Diskussion, weil ich diese Regel nicht mehr wiederfand…

  20. grrr Says:

    je öfter man sichs ansieht desto auffälliger wird es!

  21. DavidZ Says:

    Es ist schon SEHR strange.
    Ich meine, man will doch einfach wissen, ob diese Karte jetzt der letzte Ausweg ist, oder nicht…
    Und dann bleibt man nach dem ziehen einfach so 20sekunden in ungewissheit, bevor man sich endlich die Karte anschaut… Und das obwohl es GARNIX gibt, was man in der Zeit zu überlegen hat. Ich meine, er hatte ja gar keine möglichen Entscheidungen, (leere Hand und keine Nonland-Permanents) und sitzt da 20sec. rum und schiebt seine Face-Down Karten hin und her…
    Warum MACHT man so was?

    Dazu kommen noch die überdurchschnittlich vielen Mulligans seiner Gegner — incl. Mulligan auf 5 und 9 Länder auf 5 Spells oder so — ausgerechnet im entscheidenden Spiel des Finales… Naja. Das summiert sich irgendiwe, oder?

    Ich könnte allerdings sehr gut vorstellen, dass es absolut NICHT im interesse von Wizards ist, das aufzudecken.
    Das einer der Superstars des Spiels eine ProTour dank cheatings gewinnt. Da denkt doch jeder gleich, “wer noch”? Diese “Superstars” dienen doch wizards als untermauerung, das Magic eben SKILL ist, und nichts mit Glück zu tun hat etc… Wenn jetzt einer dieser angeblichen “Skill-Master” in wirklichkeit nur ein Karten-Trickser ist… Das würde doch sogar einen Schatten auf Kai+John+ähnliche werfen…
    Das wäre schon sehr schlecht für den Ruf der ProTour, denke ich.
    Also: Selbst wenn da was dran sein sollte, werden wir das wohl ziemlich sicher nie erfahren. schade.

  22. DavidZ Says:

    Oh Mann!!! Ich will ne Edit-Funktion für meine Tippfehler. :(

  23. ferdi Says:

    öh ich würde zunächst mal dem rolandb zustimmen: der nassif schreibt doch mit der rechten hand was auf, da wird er wohl kaum ne karte bei versteckt halten können…? andi, wie stellst du dir das vor?

    bei 0:15 is die rechte hand auch zu sehen und nix kartenmäßiges zu erkennen.

  24. ferdi Says:

    dazu reicht übrigens 3x gucken ^^

  25. TobiH Says:

    Da sind normalerweise die Blicke mehrerer Reporter, Judges und Kameras drauf gerichtet – wesentlich mehr als wir zu sehen bekommen. Deshalb kann ich’s mir einfach nicht vorstellen.

    Ach ja, ich meine mich übrigens zu erinnern, dass das “alle Franzosen, außer Levy”-Zitat ursprünglich von Labarre und noch aus dem letzten Jahrtausend stammt. Aber live dabei war ich natürlich ebenso wenig.


  26. Beim Aufschreiben würde er die Karte im Ärmel haben. Wie genau es dann weiter geht, kann ich nicht sagen, sonst würde ich ja schreiben: “SO schummelt Nassif!”

    Ich würde ja auch gerne irgendetwas finden, wo ich sage: HIER SIEHT MAN GENAU! …aber ich sehe eben gar nichts genau. Ich sehe nur ganz viel Verdecken und Verschieben und Verdrehen mit einer Handhaltung, die mir merkwürdig vorkommt. Wie gesagt, das KANN alles mit rechten Dingen zugegangen sein – aber wieso dann dieses ganze Drumherum? Und wann immer ich einen Taschenspielertrick im Fernsehen sehe, schaue ich ganz genau hin, aber bevor ich nicht die Auflösung präsentiert bekomme, sehe ich halt jedes Mal absolut NICHTS, genau wie hier – aber ich bemerke eben auch einige merkwürdige Bewegungen und unnatürliche Handhaltungen und viel ablenkendes Drumherum, genau wie hier.

    Die Ausgangslage ist natürlich unterschiedlich: Beim Kartentrick WEISS ich, dass der Zauberer “bescheißt”, aber ich kann es trotzdem einfach nicht erkennen. Hier soll ich annehmen, dass alles mit rechten Bedingungen zugeht, und Nassif nur aus Spaß an der Freude so tut, als wenn er einen Kartentrick durchführte. Ich muss zugeben, das fällt mir schwer.

  27. OMeGa Says:

    Wegeditiert: Sorry, Links zu Imageshack-Bildern kann ich nicht hier stehen lassen, da ich sonst ständig überprüfen müsste, ob sich der Inhalt geändert hat. Warum kann man das Bild durch Suchen nach “Cruel” und “Pischner” oder “Cruelpischner” auf Imageshack eigentlich nicht finden?

  28. Kofi Says:

    Naja, man merkt halt ein bissel, wie du dich versteigst. Von wegen, Judges hätten ihn aufgefordert etc.

    Und an DavidZ: Du fragst, WARUM er da so eine Show draus macht? Nun, einfach, um eine Show daraus zu machen. Darum ist man ja kein Cheater, sondern zögert nur die Entscheidung etwas heraus.


  29. Ich dachte, dass diese Verschwörungstheorie von einem Augenzwinkern begleitet wurde, käme deutlicher heraus…

    Was die Show angeht… hm… hätte ihm in dieser Situation denn wirklich nur noch ein Cruel Ultimatum geholfen? Was lag denn da auf der anderen Seite des Tisches – wäre ein Infest nicht ebenfalls gut gewesen, oder ein Wrath of God? (Und ein Esper Charm, der diese karten nachziehen könnte?) Klar, sie hätten das Spiel nicht sofort zu seinen Gunsten entschieden, aber das ist es ja gerade: Wieso macht man eigentlich eine solche Riesenshow, wenn das Spiel danach durchaus noch eine Zeitlang weitergehen könnte? Nassif hat sich hier ganz klar auf das spielentscheidende CU festgelegt.

    Und naja, Möglichkeiten eine Show abzuziehen, fallen mir auch ein paar ein, bei denen NICHT der Eindruck entsteht, dass herumgetrickst wurde. Wenn jemand sich so verhält, als wenn er einen Kartentrick vorführt, kann er sich dann beschweren, wenn man vermutet, er habe einen Kartentrick durchgeführt? Ich kann nicht verstehen, wie dieses Gebaren einem PT-Spiel angemessen sein kann, insbesondere, da es ja in Magic schon einmal einen entsprechenden Präzedenzfall gegeben hat (siieh Long & Bloom).

  30. martenJ Says:

    vorab: ich hab das vid nicht gesehen!

    ich kann nur sagen das ich einen hohen 4stelligen betrag gegen einen cheater im poker verloren habe, der wohl so ~1M gewonnen hat bevor er gefasst wurde. alle haben sich gefragt warum er soviel gewinnen kann und haben ihm SEHR genau auf die finger geschaut.
    am ende kam halt heraus, dass er im prinzip oefter mal mit 4 holecards statt mit 2 gespielt hat indem er einfach seine holecards nicht immer “abgegeben” hat.

    das hat der herr unendlich professionell rübergebracht, und am ende hat es halt ein dealer herausgefunden nicht etwa einer der spieler die um 1M+ gescamt wurden!

    inzwischen bin ich mit einem magier befreundet, der mir gezeigt hat, was so alles möglich ist und das ist echt suuuuuper krass. bei youtube gibts auch schöne videos btw

    früher gabs sowas auch schon btw, der kai hat mir mal berichtet, dass ihm auf der einer bewiesen hat, dass er immer die oberste seiner library korrekt announcen konnte. die sleeves waren nagelneu btw.

    also ka möglich ist es defenitiv, aber ka ich glaube nicht drann, einfach weil die nase wohl nur noch just for fun mtg spielt und mit dem 52 karten spiel reich wird (so wie ich :))

    my 2 cents

  31. mitsch Says:

    Also ich finde das Verhalten von NAssif in der Situation auch sehr sehr auufällig. Ob er wirklich gecheatet hat ist wirklich schwer zu erkennnen.

    Was aber meiner Meinung nach in der einen Situation pasiert ist, wo ihn der Headjudge angesprochen hat, war, dass Nassif slow geplayed hatte. Zumindest war das eine sehr sehr knifflige Situation und er hatte, man kann die Zeit stoppen, über 4 minuten gebraucht bis irgendwas apssiert war. Und dazwischen hatte ihn der Headjudge angesprochen und es gab danach keine Verwarnung. Wenn ich mich da zurückerinnere an den MBracht ist das hier nur noch lächerlich….
    Und der Nassif hat nicht nur in dem Spiel unendlich lange nachgedacht, man kann sich seine Spiele im Halbfinale und im Quarter ma ansehen, da sind ganz viele Situationen dabei, in denen er sich wirklich sehr viel Zeit nimmt.

    Das hat mich viel mehr geärgert als das Verhalten beim Topdeck. Btw hat er im 1. Finalspiel auch unendlich getopdecked, nach dem seine Hand leer war kamen Broken AMbitions von oben die im Clash das Fallout ftw revealed haben. Darüber hinaus hat aber auch wirklich in einigen Situationen sehr tight und gut gespielt.

  32. mitsch Says:

    lol mir is grad noch was aufgefallen, da bin ich mal gespannt was der Paluschke dazu sagt:

    Unter diesem Link findet man ein Video vom Halbfinale der Worlds 2007. Chapin vs. Nassif, Storm Mirror.
    Bei ca. 2:25 des Videos, als CHapin abgeht, schaut mal hin wo NAssif seine Handkarten mischt.

    Ganz genau unter dem Tisch….. Gab es damals diese Regel noch nicht? Müsste man da nicht langsam echt mehr drauf achten bei Nssif, wie auffällig is das denn ?


    • Hm. Zuerst wollte ich ja sagen, das ist ein anderer Fall, schließlich musste ja ein Ignite Memories resolvt werden… aber dann habe ich mir die Coverage noch einmal durchgelesen:

      “Nassif: “Million to one. Story of my life…””

      …der Mann erlebt wohl öfter die Geschichte seines Lebens… und wenn die Karte eh ausgewürfelt wurde, wozu dann eigentlich das ständige Mischen?

      Interesant übrigens auch dieses Zitat aus ihrer Konversation:

      “It was Nassif’s turn to start on Spinerock Knoll which drew a response from Patrick Chapin: “Can you imagine if Mike Long played Spinerock Knoll?”

      Nassif: “Yeah, Brainstorm for four cards?””

      Eine Anspielung auf eine andere Geschichte, wo Long (es war doch Long, oder?) nach dem Ziehen der Karten in einem Brainstorm erst einmal eine Million andere DInge machte, und dann einfach weiterspielte, ohne Karten zurückzulegen und ohne auch nur den Brainstorm abzulegen!

      Auf jeden Fall waren Nassif solche Stories also sehr wohl bekannt, und das macht sein Verhalten nur um so anrüchiger – wenn man weiß, dass ein anderer Spieler mit exakt solchen Methoden (große Show, viel ablenkendes Herumgemache) zum berüchtigtesten Cheater der Szene geworden ist – sollte man dann als ehrlicher Spieler nicht den Teufel tun, das nachzumachen?

  33. bla Says:

    Hi,

    Ich finde diesen Eintrag sehr interessant und werde mal eine bekannte von mir (welche in der Magierbranche unterwegs ist) das mal vorspielen und Sie bitten andere zu fragen ob dies möglich ist.

  34. kranger Says:

    Wie soll er denn bitte in einem Umfeld, in dem alle möglichen Kameras (nicht nur die von oben, sondern auch von den Seiten – sollte man nicht vergessen) und Augen auf ihn gerichtet sind und mit einem Ärmel, der ganz offensichtlich schmaler ist als eine Magickarte so bescheissen, dass es niemand mitbekommt? Die kleinste falsche Bewegung und er hat das letzte mal auf einer PT mitgespielt – denkst Du wirklich, DAS Risiko würde er eingehen?

    Ich kann’s mir beim besten Wilen nicht vorstellen.

    Ich hab auch schon Spiele mit Ansage in einer ähnlichen Art und Weise gewonnen. Manchmal gibt’s das halt…

  35. mitsch Says:

    Zu dem Franzosen Zitat, dass alle cheaten würden außer Levy, das soll doch der eine Norweger(nikolai herzog oder so) mal gesagt haben, ich glaub zu Kai sogar.

  36. Stone Says:

    Zu welchem Zeitpunkt er da Karten austauschen soll, weiß ich nicht.

    Die Ärmel schauen mir nicht wirklich geeignet aus darin Karten zu verstecken. Und die Karten schaut definitiv aus als würde sie von oben kommen.

    Und dass er so lange braucht, und so ein Gewurstel macht, ist nicht wirklich verdächtig. Jeder von uns hat oft genug gegen Leute gespielt, die nächste Runde tot sind, ihre letzte Karte ziehen, ein fröhliches Gesicht auflegen und all ihr Mana tappen um dann ein Land zu revealen.
    Er weiß zu diesem Zeitpunkt genau, wenn er nichts zieht, ist die Pro Tour für ihn vorbei. So einen Augenblick etwas heraus zu zögern und spannender zu machen, ist meiner Meinung nach normal.


  37. Wenn da nicht so viel zusamen käme, wäre ich auch nicht so misstrauisch. Aber da sind erst einmel die beiden Hände ganz weit unter der Tischplatte, und dann ist da das ewige Hin- und Herschieben von Karten, und dann der Umstand, dass ausgerechnet das Karte Ziehen un das Karte Revealen die beiden blitzschnellen Aktionen sind, während er alles andere im Zeitlupentempo macht, und dazu eben noch ein paar Kleinigkeiten (steife Handhaltung, lange Ärmel – in allen anderen Videos hat er übrigens immer ganz weit hochgekrempelte Ärmel, ist Euch das aufgefallen?) und halt der Umstand, dass er schon bemerkenswertes Ziehglück an den Tag legt – da kommt eben viel zusammen.

    “Ärmel schmaler als Magickarte”, das halte ich jedenfalls für kein Argument. Einmal bin ich da keineswegs davon überzeugt, dass das so ist, zum anderen sind Karten ja auch leicht biegsam. Einen Ärmel, in den eine Magickarte nicht passt, kann ich mir bei einem erwachsenen Mann nicht vorstellen, auch nicht bei einem zierlichen Franzosen.

    Habe es mir gerade NOCH einmal angesehen: Seine Handgelenke sind schmaler, aber in seine Ärmel passt eine Karte ganz bestimmt hinein!

  38. RolandB Says:

    Auch wenn ich glaube das auf der PT mehr gegen die Regeln läuft, als die meisten anderen. Glaube ich nicht das der Nassif HIER gecheatet hat.
    Man kann sicher auch in den T8 cheaten, aber das im gefeaturten Match unter all den Kameras zu machen erfordert schon eine unglaubliche Abgebrühtheit und Professionalität.
    Für mich sieht das wie der Standard-Topdeck aus. Ausserdem hatte er deutlich mehr outs Mulldrifter, Broodmate Dragon. Dann Chancen auf einen Draw 2; Infest, Command, eine der Walls kaufen auch mindestens einen Turn.
    Nassif 1/8 Einzel-PT8-Gewinnquote ist jetzt auch nicht so übereugend.

    • Anonymous Says:

      RolandB Says:
      … Ausserdem hatte er deutlich mehr outs Mulldrifter, Broodmate Dragon. Dann Chancen auf einen Draw 2; Infest, Command, eine der Walls kaufen auch mindestens einen Turn.

      Völlig richtig. Genau darum ist es ja so seltsam, daß er solch eine Show abgezogen hat, Mana für Ultimatum vorbereiten und so…
      Ich halte einen Betrug auch für eher unwahrscheinlich (wobei ich dazu sagen muß, daß ich wahrscheinlich auch die billigsten Tricks nicht bemerken würde), aber verdächtig macht er sich mit derartigem Verhalten durchaus.

      • Chickenfood Says:

        ich hab mal gezählt, diese runde hätte er noch mit etwa 20% überlebt.

        jeder carddraw /mully evoke hätte ihm das command bringen können, jedes command ne runde (also 2 karten)
        mully ohne evoke + wall hätte ihn gegen das board gerettet. jedes removal 1 runde.

  39. jan Says:

    hmm, wahrscheinlich sieht man, wenn man sich das Video huntert mal ansieht auch den Geist von Inge Meysel durchs Bild laufen oder so…

    Okay: meiner Meinung nach in dem Fall hier definitiv kein Taschenspielertrick.


    • Nö, je öfter ich es sehe, desto deutlicher GLAUBE ich zu erkennen, dass ich seine Bewegungen jetzt nachvollziehen könnte, und dass da wohl kein Raum für eine Manipulation ist. (Nur, dass mir das halt bei Profizauberern auch nicht wirklich anders geht.) Den stärksten Verdacht hatte ich bei den ersten Malen.

      (DIe Bildqualität ist aber auch wirklich mies – teilweise kann man nicht einmal die schwarzen Hüllen auf dem schwarzen Tisch erkennen – aber für die Farbe des Tisches kann Nassif ja nun wirklich nichts.)

      Aber selbst, wenn das so ist: Normalerweise hat ein Gegenspieler ja auch nicht die Möglichkeit, sich die Bewegungen seines Gegners ein Dutzend Mal in Zeitlupe anzusehen. Für mich ist der ganze Affenzirkus, den Nassif da aufführt, deswegen zumindest eine Unsportlichkeit!

  40. Bedenkenträger Says:

    Die Hand mit der gezogenen Karte ist schon sehr nah an der Tischkante, es gibt dann eine etwas komische Beinbewegung und die gezogene Karte wird von unter der Handfläche auf den Tisch gedreht.

  41. nagano Says:

    ich erkennnen hier auch nach mehrmaligem schauen keinen trick. außerdem stützen sich die theorien hier auf ein video aus der vogelperspektive mit bescheidener auflösung. wer in echtzeit dabei war, hätte viel klarere sicht und einen besseren blickwinkel gehabt. es war für einfach ein gambling-show-move, der aus einem heftigen topdeck ein legendäres gemacht hat.

  42. Rosario Says:

    rede öfter mit gabriel und kann mir beim besten willen nicht vorstellen dass da was dran ist. er ist einfach nicht shady genug für sowas^^ wie marten bereits erwähnt hat ist gab durch poker steinreich und spielt magic nur wegen der competition, und wenn er da beischeisst, bescheisst er sich im endeffekt nur selbst.

  43. GerwaldBrunner Says:

    hey schicks doch an den pro 7 fake check, dann kommt das auch gleich im großen rahmen raus..gg

  44. Teardrop Says:

    Es sind mehrere Dinge, die mich stören:
    1. gab es bei der Pro Tour in Berlin einen Japaner, der immer die Hände unter den Tisch nahm. Der wurde von den Judges aufgefordert, das zu lassen.
    Warum der Nassif nicht?
    2. Macht er da unendlich die Show, was er normalerweise nicht tut.
    3. Warum macht man nach so einem Topdeck, schon alleine um den Verdacht rauszunehmen, nicht mal einen Deckcheck?

    Am Ende war wohl nichts, aber es ist einfach ungeschickt von allen Seiten.

  45. David Blaine xD Says:

    Also ich muss auch sagen, ich sehe hier absolut NICHTS. Meine Karten”magie”-Fertigkeiten beschränken sich allerdings auch auf die gängigsten Tricks und eventuell ein bisschen mehr.
    Die Bewegungen die er macht erlauben keinen Trick, der nicht wenigstens von einem Blickwinkel aus einsichtig gewesen sein müsste. Und es standen ja einige Judges drum rum.
    Also: Meiner Meinung nach ist da alles normal gelaufen.

  46. grrr Says:

    ich frage mich warum er solange das mana zählt ohne die karte überhaupt angeschaut zu haben.

    das geht nur wenn man genau weiss was kommt…

  47. Olaf Says:

    Naja, das einzige, was ich auf dem Video zu sehen glaube, ist, dass er die Karte beim Ziehen leicht nach oben knickt und so schon mal eine Blick darauf erhaschen konnte – absolut OK.
    Nur haben sich in dem Fall die Reporter schön verarschen lassen, die daraus dann gleich den unglaublichen Topdeck mit Ankündigung gemacht haben – obwohl noch ‘ne ganze Menge Karten in seinem Decks mindestens für die nächste Runde gereicht hätten. Auch im PT-Blog stehts falsch – er tappt sein Mana nicht vor dem Spielen des Ultimatum.
    Aber so hat er eben ‘ne Show geliefert und die Wizards habens dankbar aufgegriffen.

    • kranger Says:

      Das halte ich auch für die sehr viel wahrscheinlichere Variante als anzunehmen, dass Nassif jetzt unter die Zauberkünstler gegangen ist…

  48. pants Says:

    er zählt ja nicht wirklich sein mana, er vollzieht halt nen paar glücksrituale, das is genau so, als wenn man die karte auf nen deck nen paar mal mitm daumen nach oben knickt im draw step und dann zieht.

    aberglaube ftw, deswegen dreht er auch die karte =D

    außerdem was hätte er zu verlieren bei der glücksshow?
    zieht er cruel ultimatum nich, naja war halt zu erwarten, wenn er es zieht, legt er DEN topdeck der magicgeschichte hin.

    das er gecheatet haben soll, is wirklich stark zu bezweifeln, ich meine da stehen nicht nur 4-5 judges rum und ne kamera, sondern sein gegner guckt ja auch noch zu was er macht.

    außerdem sieht man rein garnichts auf dem video

  49. TimR Says:

    Ich habs mir angesehen und ich glaube, dass er waehrend des Ziehens einen kurzen Peak auf das Ultimatum hatte. Er zieht sie halt nicht direkt auf den Tisch, sondern hebt kurz an. Dann hat er halt seine Show abgezogen.


  50. Die meisten Argumente sind ja schon gebracht, und ich merke schon, wie ich beginne, mich zu wiederholen, aber etwas Neues ist ja da: Möglicherweise hat er die Karte also schon beim Ziehen erkannt – also, ich könnte das nicht, bei dem Tempo, in dem er zieht, aber nun ja, wenn er sich viel mit Kartenspielen beschäftigt… (das spricht allerdings auch nicht wirklich dagegen, dass er sich mit Kartentricks auskennt)

    Jetzt hat er die Karte also gesehen. Und was, wenn sie nun KEINE Karte war, die ihm hilft – kein CU, kein Infest, kein Mulldrifter etc…? Dann weiß er, dass er jetzt das Risiko eingeht, den Trick durchzuführen!

    Ich würde mich ja auch wohler fühlen, wenn ich davon überzeugt wäre, dass es einfach eine absurde Vorstellung ist, dass in diesem Umfeld jemand Kartentricks durchführt. Diese Überzeugung werde ich aber nicht gewinnen, so lange Spieler solche Vorführungen abziehen…

  51. Dozer Says:

    Ich sehe da nichts. TimR könnte sehr gut Recht haben, dass er das Ultimatum erkannt hat und dann die Show abzieht. Vor allem aber ist es doch eindeutig erkennbar, dass Nassif, bevor er das Ultimatum zieht, seine Hand nicht mal in der Nähe der Library hat. Wann sollte er denn da die Karte austauschen? In dem Moment, in dem er die Karte vom Tisch auf die Hand nimmt? Wenn er das kann, sollte er nicht als Kartenspieler sein Geld verdienen, sondern durch Handauflegen Skrofulose heilen.

    Zumal nicht nur mindestens der Table Judge, der Headjudge, der Coverage-Reporter und Scott Larrabee auf seine Hände guckten, sondern auch sein Gegner. Wenn dem an der Stelle IRGENDWAS aufgefallen wäre, meinst du nicht, er hätte sofort das Spiel angehalten?

    Magic hat solche Situationen nun einmal. Mit Cheating hatte das hier einfach nichts zu tun, davon bin ich fest überzeugt.

  52. Dozer Says:

    Ach übrigens, noch ein Nachtrag:

    Aus dem Originalpost: “lange Ärmel – in allen anderen Videos hat er übrigens immer ganz weit hochgekrempelte Ärmel”

    Ich habe als Coverage-Reporter schon dreimal auf diversen Top-8-Stages gesessen und mir gewünscht, meine Ärmel hochkrempeln zu können. Es wird verdammt warm unter diesen Scheinwerfern, und je länger man da sitzt, desto wärmer wird es. Bei seiner Spielgeschwindigkeit sitzt Nassif da halt auch sehr lange, und entsprechend warm ist es.


    • Genau, und damit kennt er sich auch aus. In den beiden Videos von 2007 hat er hochgekrempelte Ärmel. In dem Decktech-Interview von Kyoto hat er ebenfalls hochgekrempelte Ärmel (und krempelt sie sogar mehrfach noch höher). Er wusste also ganz genau, wie warm ihm wird. Diesmal aber hat er langärmelige Sachen an! Für sich genommen wäre das natürlich nicht wert, auch nur ein Wort darüber zu verlieren, aber zusammen mit all den anderen Dingen…


  53. Um nur das anzusprechen, was neu gesagt wurde: Wenn Du im Viertelfinale einer Pro Tour bist, und Du GLAUBSt igrnedetwas gesehen zu haben, bist Dir aber nicht sicher – würdest Du Dich trauen, Deinem gegner Kartenmanipualtion vorzuwerfen, gerade wenn doch die ganzen Judges und Zuschauer um Dich herumsitzen, oder hättest Du da nicht Angst, Dich läöcherlich zu machen?

  54. RolandB Says:

    @ Hochgezogenen Ärmel? (Verschwörungstheorie an): Genau und deswegen hat er diesmal gewonnen und die anderen Male nicht.

  55. Spam Says:

    Du nervst!!! Ernsthaft… Dich wollte ich nicht als Nachbar haben.

  56. steco Says:

    Der Trick ist alt, den hat der Abresch dem Nassif und mir mal in nem Bootcamp gezeigt..

  57. mufl0n Says:

    “Und außerdem sollten Judges in einer solchen Situation vielleicht auch einmal das Recht erhalten, sich die oberste Karte, die gleich einen Topdeck darstellen muss, anzusehen, bevor der Spieler sie zieht.”

    Klar

    “Lemme see,there is an ultimatum,no you can’t have that,whats next,a banefire?cant have it either,whats next? a land,here you go.”


    • Eigentlich müsste ich ja davon asugehen, dass Du einen Witz machen willst. Aber wenn Du DER muflon bist, der unter diesem Nick auch sonst überall postet, erkläre ich es Dir lieber: Nein, der Judge soll natürlich nur die Identität der Karte feststellen, bevor der Spieler die Gelegenheit erhält, sie zu manipulieren!

      • kranger Says:

        “Nein, der Judge soll natürlich nur die Identität der Karte feststellen, bevor der Spieler die Gelegenheit erhält, sie zu manipulieren!”

        Ja, genau – und dann soll er möglichst ein Pokerface aufsetzen, um dem Spieler auf keinen Fall auch nur den kleinsten Hinweis zu geben, ob was oben liegt, was ihm hilft, oder nicht. Also bitte…das ist wirklich ein seltsamer Vorschlag…

  58. Schneider Says:

    Am besten wäre ja, wenn die Sleeves von 1-61 irgendwie durchnummeriert (elektronisch?) werden und festgehalten wird welche Karte in welchem Sleeve ist. Dann könnte man alles nachvollziehen und es wäre sicher auch sonst noch interessant.

  59. Ashraf Says:

    die ideen die hier aufkeinem sind einfach unendlich dumm …
    Der Judge soll bei nem bevorstehenden Topdeck vorher mal nachgucken was da so kommt…. -.-
    Der Dealer kann sich auch einfach mal die River Karte angucken bevor er die anderen was setzen…

  60. Arne_F Says:

    Nassif wird zu 100% keine Karte aus dem Ärmel gezogen oder sonstige direkte Manipulation angewendet haben. Kameras und Judges sind überall und hinter ihm und sogar in Positionen von denen er nichts weiß. Damit ist das Risiko, erwischt zu werden, unkalkulierbar und man darf nicht vergessen, dass Nassif sehr viel zu verlieren hat – HoF Mitgliedschaft, Einladungen zu allen Pro Tours und sein Ruf sind mehr wert als ein einzelner Halbfinaleinzug.

    Dennoch bleibt der Eindruck von einem Kartentrick. “Ist das die Karte die du dir gemerkt hast?” wäre kein bisschen bemerkenswert, wenn der Ausführende es zuvor bereits 20x erfolglos versucht hat, denn dann wäre es bloßer Zufall. Aber diese statistisch wahrscheinlichen zugehörigen 20 falschen Topdeckvorhersagen die auf ein erfolgreich angesagtes Ultimatum kommen, gibt es von Nassif nicht. Also bleibt die Frage: War es einfach bizarres Glück nach einer einmaligen Ankündigung oder wusste er, dass das Ultimatum oben auf seiner Library liegt?

    Wenn es purer Zufall war, dann lief es so:
    Nassif ist verzweifelt über die Boardsituation und macht daher etwas, dass er sonst nie tut. Er sagt ein unwahrscheinliches Out voraus und zufälligerweise liegt auch genau dieses Out on top.

    Nun meine Theorie: Wenn Nassif gecheatet hat, dann lief es so:
    Man muss nicht in der Situation die du beschrieben hast suchen, sondern bereits in G3 als Nassif auf 5 Leben war und sein halber Dragon einem Path to Exile zum Opfer fiel. Danach sucht er sich ein Basicland und Jones hebt mit einem 3er Pile einfach nur die obersten ~12 Karten (bei 1:03:15) in die Mitte des Decks anstatt zu mischen. Das hätte eigentlich ein Warning für Insufficient Randomization geben müssen und Nassif hat eine Information über das Abhebeverhalten von Jones.
    Dann in G5 2 Runden vor dem getopdeckten Ultimatum spielt Jones wiederum ein Path to Exile, auf Nassifs Plumeveil, und Nassif durchsucht sein Deck nach der Insel. Danach kommt ein 1-Pile, welcher eine Karte aus der gesehenen unteren Hälfte von Nassifs Decks on Top legt. Danach kommen eine Reihe von Rifle Shuffles, welche natürlich die obersten Karten des Decks unverändert lassen. Beim weiteren Mischen hat Nassif den Daumen on top of the Library und hätte theoretisch kein Problem, hier gewisse Karten on Top zu lassen. Dann kommt leider eine Nahaufnahme von Jones und man kann den Rest des Mischens nicht nachvollziehen, aber wenn Nassif nun zuvor das Ultimatum an ~14 Stelle gelegt hat, erhöht er in Kenntnis von Jones’ Mischtechnik die Chancen, das Ultimatum zu ziehen stark.
    Dieser hebt dann wieder auf die exakt gleiche Weise das Deck ab und erhält erneut kein Warning für Insufficient Randomization.
    Einem Taschenspieler wäre es möglich gewesen sogar noch die Reihenfolge der Karten zu kennen, denn diese wird durch einmaliges Abheben ja nicht verändert. Und das würde dann für eine solche Ankündigung reichen, wobei das Hinauszögern beim Aufdecken nur Distraction ist.

    Was wirklich passiert ist, ist wegen der Nahaufnahme von Jones und der schlechten Bildqualität nicht erkennbar. Auf jeden Fall hätte sich aber vieles verhindern lassen, wenn Jones ordentlich gemischt hätte.


  61. Ashraf, mir fällt gerade auf, dass das ein sehr wichtiger Punkt ist: Die Möglichkeiten, das Spiel zu manipulieren, sind bei Magic um ein Vielfaches größer als zum Beispiel beim Pokern, weil eben jeder Spieler seine Karten selbst verwaltet. Welche Konsequenzen zieht die DCI daraus, wenn sie ehrlich um die Integrität dieses Spiels besorgt ist?

    Exzessive Manipulation von Karten sollte auf jeden Fall untersagt sein, ebenso wie das Verdecken von Karten und das Verdecken der eigenen Hände. Und außerdem, ganz ehrlich, empfände ich es auch nicht als überzogen, auf High-Stakes-Events kurze Ärmel vorzuschreiben!

  62. mufl0n Says:

    “Eigentlich müsste ich ja davon asugehen, dass Du einen Witz machen willst. Aber wenn Du DER muflon bist, der unter diesem Nick auch sonst überall postet, erkläre ich es Dir lieber: Nein, der Judge soll natürlich nur die Identität der Karte feststellen, bevor der Spieler die Gelegenheit erhält, sie zu manipulieren!”

    Warum nicht gleich jemanden dafür bezahlen der das deck in den Händen hält ,oder wie bei poker mit dem durchsichtigen Glas am Tisch nur liegen da immer die obersten 5 Karten.
    btw das was der abrech abgezogen hat war evtl dumm,aber den derbsten Bullshit kriegt man immernoch hier zu lesen

  63. LarsL Says:

    Ich glaube, die Illuminaten haben Nassif supported – mit Hitlers geheimen Ufoplänen!

  64. kni kna Says:

    selbst wenn er gecheatet hat, was er zu 99% nicht getan hat hätte er den ersten platz und die 40k verdient , einfach weil er 10 leute, alle auf seine hände blickend und all die vielen kameras von allen seiten outplayed hat :)

    • Chris Hennig Says:

      also bescheißen ohne erwischt zu werden ist ok?

      d.h. wenn oma nicht schaut grad mal die rente abzocken und darauf bauen das es alle auf die demenz schieben?

  65. Teardrop Says:

    @Arne_F:
    Das ist eine sehr nachvollziehbare Argumentation. Er hat beim Mischen das Ultimatum in die Mitte manipuliert (was WIRKLICH einfach ist, dass kann selbst ein Grobmotoriker wie ich), und der Jones macht es ihm leicht.
    Also lernen wir: Des Gegners Deck immer schön durchmischen!

    Andererseits hat er dann auch im Abschlussinterview eine gute Erklärung (abgesehen von der Möglichkeit, die Karte kurz gesehen und erkannt zu haben): Er wollte den Topdeck des Jahrhunderts. Und der ging nur mit Show. Wenns nicht klappt, naja, dann redet keiner drüber. Aber jetzt hat es halt mal geklappt.


    • Wenn Arne recht hat, dann ist das doch nicht weniger Betrug, als wenn er eine Karte aus dem Ärmel zieht?

      • Arne_F Says:

        Ob Betrug oder nicht ist nicht wichtig, weil man das mögliche Vergehen Nassifs keinesfalls nachweisen kann, da, sollte ein Betrug vorliegen, Jones ja die Arbeit verrichtet hat.

        Viel wichtiger ist imo die ungenügende Leistung der Judges, die der nicht erfolgten Randomization des Decks durch Jones keine Beachtung geschenkt haben. Dass man immer mischen soll ist sogar beim PTQ klar und das hier war in einer PT Top8!

  66. David Blaine xD Says:

    Sorry für die unpassenden Worte jetzt, aber das Geschreibsel hier kann man einfach nicht lesen teilweise.

    Der gute Herr Nassif hat so offensichtlich einfach NICHTS getan, dass es einfach üble Nachrede oder schlicht Penisneid ist wenn man hier das Gegenteil behauptet.
    Er ist einfach ein guter Spieler und die Ultimatum-Aktion war einfach nur ein Gag.

    Gegenbeispiel:
    Einige kennen Pen&Paper Rollenspiele… Jedes Mal wenn man seinen W20 wirft und ansagt “Los, Volltreffer” und ihn dann wirklich wirft. Ist man dann jedes Mal ein Cheater?
    Wenn ein Spieler beim Poker um 40k $ spielt und im entscheidenden HeadsUp beim River in die Kamera sagt “Pik 8, Pik 8”. Und sie danach kommt. Ist er dann ein Cheater?

  67. ke1nk Says:

    Nun habe das Video zwar nur einmal gesehen, aber ich bin definitiv froh darüber nur online zu spielen. Zwar hat Magic Online viele Sachen vorüber man sich beschweren kann, aber hier ist ein es nicht möglich zu betrügen. Btw durch das ganze Gerede hier könnte es aber Nachahmer geben und das ist es was die Offline Spieler wirklich ärgern sollte. Bzw. es wird nun immer hinterfragt und behauptet einer betrügt. Es werden Schiedrichter gerufen, Videobeweise angefordert, usw. Im Grunde genommen das ganze Programm. Und das ist wirklich schade. Aber irgendwann mußte sowas ja mal kommen. Stellt euch nur folgendes vor: Unbedeutes Fnn Match um ein paar Booster. Beiden Spielern droht die Niederlage und nur bestimmte Karten können dem entsprechenden Spieler helfen. Einer zieht sie. Zack der andere ruft Betrug alle sind sofort hellwach, Gedrängel, Gerede und während dessen betrügt dieser Spieler dann. Tja sowas will sich sicher keiner vorstellen oder. Ich hoffe für Offline Spieler das sowas nie passieren wird.

  68. nikelrah Says:

    Ob betrügen beim Online Spiel nicht möglich ist, hängt wohl stark davon ab, wie die entsprechende Software konzipiert ist. Bei MWS z.b., welches ja eine direkte Peer-to-Peer Verbindung zwischen beiden Gegner herstellt, das alle Informationen eines Spielers im lokalen Arbeitsspeicher verwaltet werden (Inhalt der Bibliothek, Hand) und nur spielrelevante Informationen (in-play-zone, trigger für phases, fähigkeiten usw) zwischen beiden Clients ausgetauscht werden (um traffic zu sparen). Insofern brauchst du nur einen guten Debugger, wie IDA o.ä., anwerfen und kannst dir dann in realtime die entsprechende Karte on top cheaten. Oder z.B. den Shuffle Code modifizieren ;-)
    MtGO scheint ja mehr serverbasiert zu laufen, insofern ist es denkbar, das hier die Daten hauptsächlich auf einem MTGO Server verwaltet werden, was Betrug natürlich deutlich erschwert.Das ist jedoch Spekulation, wäre interessant, was ein Blick in den Debugger so offenbart.

  69. klau_s Says:

    hey weisste was Pischner, die DCI könnte dich ja auch mal bannen für unsporting conduct major.

  70. Lüdi Says:

    Was mir eher komisch vorkam war auch in einem der Nassif spiele.. Da wird seine Kreatur gepatht und er fragt extra den Judge ob er jetzt sein Deck shuffeln muss usw weil er ja schon alle Basics raus hat.. Da dacht ich mir beim schauen auch erstmal “hmm komisch”.. Wenns er seine oberste Karte nicht kennt kanns ihm ja egal sein ob er shuffelt oder nicht aber naja..

    • mufl0n Says:

      Ich weiß ja nicht,er hat evtl ned gewusst ,dass es may ist ,sonst hätte er kaum gefragt.Weil sonst hätte er halt einfach nichts gemacht ohne zu fragen.

  71. gjgb Says:

    @jöns: sei doch froh dass sich jemand um sowas kümmert.

    du hattest doch selbst mal den verdacht, dass jemand cheatet als du damals den jduge gefragt hast ob nachträgliche deckchecks möglich seien.

  72. Graf Karl Says:

    Hitler wahrscheinlich nicht. Aber Nazivampire oder Cthulhu halte ich für die möglichen Urheber. Am besten direkt erschiessen, solche Cheater.

  73. Greg Says:

    Wenn er geschummelt hat, dann zZ des Drehens unter Hand. Was mich aber wirklich stutzig macht, ist die Aussage des Moderators als er meint Nassif hätte sich die Karte noch nicht angesehen, würde aber schon grinsen und er sortiert ja offensichtlich auch schon sein Mana. Ich denke es ist kein Betrug sondern nur der Vorteil eines einfachen Röntgenblicks.

  74. zauberprofi Says:

    leider hat das video recht wenig frames, daher erkennt man sehr wenig.

    aber von einem Illusionisten Standpunkt:
    – das deck zu manipulieren (beim mischen) ist eher schwierig, wenn der gegner es nochmal mischen oder abheben kann
    – eine karte von außerhalb herbei zu zaubern ist viel einfacher (z.b. aus dem ärmel)
    – schwierig ist der teil, die unnütze karte, die von oben vom deck gezogen wurde verschwinden zu lassen

    also wie folgt könnte man das ganze als Zauberkünstler machen:
    in einem holdout im ärmel hat man die gewünschte karte (das ist im prinzip eine sprungfeder konstruktion, die eine vorher plazierte karte in sekundenbruchteilen in die hand schleudert. das kann das menschliche auge und herkömmliche kammeras nicht wahrnehmen).
    das überflüssige karte “flipped” man von der tischkante nach hinten oder unter den tisch, im gleichen moment zaubert man die karte aus dem holdout in die hand.

    für diese möglichkeit spricht, dass der nassif die gezogene genau an der tischkante herumbewegt und biltzschnell aufdeckt.
    dagegen spricht natürlich auch einiges:
    – bei den ganzen umstehenden leute kann jemand die karte in seinem schoss relativ leicht entdecken.
    – der ganze trick funktioniert nur ein einziges mal in viertelfinale und kann nur eine vorher “deponierte” karte herzauber

    außerdem fällt natürlich auf, dass er sehr häufig die hände unter dem tisch hält. Das scheint hier aber aus meiner sicht nicht relevant für einen eventuell Zaubertrick zu sein.

    abschließend muss ich sagen, nassifs verhalten wird verdächtig, dass slowplayen ist meiner meinung nach sehr unsportlich, aber ich glaube nicht, dass er am ende des 5 spiels im viertelfinale “gecheated” hat


    • Ich stehe ja keineswegs auf dem Standpunkt, dass Nassif mit Sicherheit geschummelt HAT, aber wenn das hier der Fall war, dann wäre ein Cruel Ultimatum schon die richtige Karte, die man hier im Ärmel haben wollte. (Und ich kenne mich mit dieser Sprungfederkonstruktion ja nicht aus, aber ich denke einmal nicht, dass diese die ganze Zeit über “scharf” ist, oder? In diesem Fall wäre das Verdecken der Arme notwendig gewesen, um sie zu aktivieren, was auch die etwas verkrampf wirkende Handhaltung im Anschluss erklären würde.)

      Was das Austauschen der Karte angeht: Kann den irgendjemand zweifelsfrei erkennen, dass er tatsächlich eine Karte von seiner Bibliothek zieht – oder hebt er einfach nur kurz die oberste Karte an und schnippt dann die Karte aus dem Ärmel heraus? Diese Bewegung ist dermaßen schnell, da kann ich einfach nichts Genaues erkennen…

  75. zauberprofi Says:

    zum thema holdout:
    http://cardshark.us/holdouts_frs.shtml

    das ist immer scharf, aber du hat man immer nur eine karte drin, also die, die im match pauschal immer am besten wäre. also kann man vor dem match wissen, dass das CR die richtige karte ist?

    er zieht aber die oberste karte im video. (oder bewegt sie)
    die oberste karte liegt etwas schief auf dem deck. die ist nach dem ziehen weg (außnahmsweise kann man das im video sehen)


    • Frage: Spielst Du Magic auf Turnierniveau? Ich weiß nämlich nicht, wie tief ich in die Frage nach der “richtigen” Karte einsteigen muss…

      Als Topdeck im “Lategame” – also zu einem Zeitpunkt, wo üblicherweise die Spieler viel Mana zur Verfügung haben, aber ihre Handkarten knapp geworden sind, ist das Ultimatum mit Abstand die beste Karte, die ein Spieler ziehen kann, insbesondere gegen ein Deck, wie Nassif es im Viertelfinale als Gegner hatte (was er ja bereits seit dem vorigen Tag wusste), welches seine Handkarten angreift, aber hilflos gegen nachgezogene Topdecks ist (keine Counterspells). Ich denke auch, dass ein Spieler, wenn er sich mit einer Extra-Karte einen Vorteil verschaffen will, für eine Lategame-Situation plant.

      Ich habe ein bisschen auf der Seite, die Du verlinkt hast, gelesen, und mir ist aufgefallen, dass immer wieder betont wird, wie wichtig es doch ist, dass der Betrüger einen Vorwand findet, Karten mit der Hand zu verdecken. Genau das macht mich bei Nassif ja misstrauisch: Er ist doch, wenn ich das richtig verstanden habe, ein professioneller Pokerspieler – da muss ihm doch klar sein, dass man ohne zwingenden Grund nicht an Karten herummanipuliert, ohne Verdacht zu erregen! Wenn er in einem Casino eine solche Show abzöge, kann ich mir nicht vorstellen, dass man ihm das durchgehen ließe…

      Übrigens beschäftigt auch der höchst ungewöhnliche Umstand, dass er 61 Karten spielt, meine Phantasie, wenn auch nicht im Zusammenhang mit diesem Topdeck hier. Ein Topspieler weiß eigentlich, dass er mit exakt 60 Karten die besten Gewinnchancen hat, und jeder Gegner erwartet erst einmal ganz selbstverständlich, gegen ein 60-Karten-Deck anzutreten. 61=60+1… Hm. Wenn die Assistentin des Bühnenmagiers auf einmal ein schickes Abendkleid anhat, anstatt wie sonst halbnackt durch die Show zu tanzen, ist das immer ein Grund misstrauisch zu werden: Wann immer dort überflüssig erscheinende Acessoires ins Spiel kommen, haben sie etwas zu bedeuten.

  76. zauberprofi Says:

    wenn du zum GP Hannover kommst, stell ich mich persönlich vor ;)


    • Sorry, da werde ich nicht sein – wenn es Limited wäre, hätte ich es vielleicht (aber auch nur vielleicht) möglich gemacht, aber für einen Constructed-GP fahre ich nicht mehr weiter, als der öffentliche Nahverkehr reicht.

  77. zauberprofi Says:

    ok, also in wirklichkeit bin ich der timoK, aber man muss nicht wirklich kennen.

    was der nassif macht ist alles als gesamtbild verdächtig.
    aber warum sollte er so “verdächtig” cheaten?
    also immer hände unterm tisch, karten in der hand mischen, karten auf dem tisch rumdrehen, dann die final card slowrollen… der spielt ja nicht seit gestern….

    das macht man nicht, wenn man cheated und nicht erwischt werden will…

  78. Bodenski Says:

    Also ich denke, dass Nassif in diesem Moment nicht wirklich gecheated hat, er aber genau welche Karte die oberste war. Ich denke außerdem, dass die meisten Pros öfter mal cheaten und wenn sie zumindest immer wissen, welche Karte sie ziehen, das ist nämlich kein großes Problem.
    Ich meine außerdem den Jan Ruess bei den Nationals 2008 beim cheaten gesehen zu haben, wo er bei ner Telling Time (nen anderer Spruch lag noch aufm Stack) zwei Karten auf die Hand genommen hat und eine unter das Deck geschoben hat und keine obendrauf gelegt hat.Es war aber sonst keiner in der Nähe und sein Gegner war gerade auch mit was anderem beschäftigt. Hab mich da auch net getraut nen Judge zu rufen. Aber bei Magic zu cheaten bzw. das Deck zu manipulieren ist unglaublich einfach.

  79. TimR Says:

    Ich hab auch mal diesen Bodenski gesehen, wie er kleine nordkoreanische Babies an ausgehungerte Kleintiere verfüttert hat!

    Karten drehen ist btw am Pokertisch nicht mal unüblich. Anstelle von chiptricks kann man auch die Holecards hin- und hershufflen. Sieht man oft bei Live-Coverages.

  80. arim Says:

    fassen wir die argumentation von ap uzusammen:
    “gelegenheit macht betrüger”

    ich hab mich fast nass gemacht, als du fordertest, dass der judge die oberste karte kontrollieren soll.

    die nummer ist ein einziger witz, 2007 hat er bei den worlds im dragonstorm mirror genau so ne show abgezogen, als sein gegner ignite memories resolved hat und da hatte er die ärmel hochgekrämpelt und es stand (mindestens) ein judge daneben, als er die karten gemischt hat, aber du wirst mir sicherlich erzählen, das er seinen coup bei der pt 2 jahre vorbereitet hat…

    im übrigen hat sein hemd keine schwarzen ärmel, was dir sicherlich auch aufgefallen wäre, wenn du ein bisschen mehr objektivität und ein bisschen weniger verschwörungstheorie hättest walten lassen…

    p.s.: 9/11 was an inside job…

  81. Pee-Dee-2 Says:

    Spekulationen sind nur schön, wenn alle mitmachen oder?
    Blabla…was spricht fürs cheaten? Nassif? Franzose? Nein, weil er die Ärmelnicht hochgekrempelt hat. Uiuiui…unglaublich.

    Natürlich macht er ne show. Ich kenne das von lokalen Turnieren auch (nein, ich mache sowas nicht). das passiert bei jeder Counterbalance wenn der Gegner das eigene Deck eh kennt.
    Ich kenne Spiele von Threshold Spielern, die haben einfach mal blind 3 Predicts getroffen. Cheater? Nein, die haben einfach im blick gehabt, wieviele “Outs” sie noch haben und einfach Glück gehabt. Zwar 100% aber das geht.

    Ich weiß nicht wer das war, aber irgendwer sagte es: Trifft er, ist er der Held vom Erdbeerfeld. Trifft er nicht, war es halt gg und er lächelt + shake hands.

    Ich finde den Peek auch wahrscheinlicher und wenn man sich geistig damit abgefunden hat, dass man vieleicht nur noch dieses Out hat, dann baucht man einen Bruchteil einer Sekunde um zu realisieren, welche Karte man hat. Kurze Peek auf die Manacost und er weiß er hat ein Ultimatum und kann es auch den Bewegungsablauf “vom Tisch aufnehen und spielen” zügig und schnell durchführen.

    Warum Mana vorher ordnen. Wenn ich nur noch ein paar Outs habe, gehe ich auch geistig Situationen durch. Das macht er halt auch.

    Cheating ist das nicht. Karte im Ärmel? Genau und beim Würfelwurf holt man halt immer den gezinkten aus dem Schuh oder wie ;-)

  82. M. Wirth Says:

    als ein gewisser Mario Wirth eigene Decklisten und Decks für Sealed-PTQs und Grand Prixs benutzt hat!

    Ich würde mit solchen Behauptungen sehr vorsichtig Argumentieren, vorallem wenn ich keine Beweise habe. Es gab ein Vorfall wo ich heute noch Schwören würde ich bin unschuldig und hab nix in dieser Hinsicht gemacht. Jetzt von mehren Sealed PTq’S und sogar Grand Prix zu sprechen ist schon arge.

    Schnell kann sowas in einen Prozess enden.


    • Möglicherweise hast Du ja ein Recht darauf, dass man Dir nichts als Tatsache unterstellt, was Dir nicht nachgewiesen werden kann, auch wenn es sich dabei um nicht strafbewehrte Dinge wie Verstöße gegen die Regeln eines Kartenspiels handelt – das kann ich nicht beurteilen, und es ist mir jetzt auch nicht wichtig. Deswegen nehme ich die von Dir zitierte Formulierung hiermit zurück und ersetze sie durch:

      “als ein gewisser Mario Wirth in mindestens einem Fall – vermutlich aber häufiger – eigene Decklisten und Decks für Sealed-PTQs und Grand Prixs benutzt hat”.

      Solltest Du darauf bestehen, Dich auch für den Fall, in dem Du von der DCI gesperrt wurdest, und in dem die Beweislage absolut unzweifelhaft eindeutig war, für unschuldig erklären zu wollen, dann nehme ich dies hiermit zur Kenntnis und betrachte Deinen vorigen Kommentar als Gegendarstellung, fordere Dich aber außerdem auf, meinen Blogs in Zukunft fernzubleiben.

  83. M. Wirth Says:

    “vermutlich aber häufiger ”

    danke für die Umformlierung, leider bleibt die Aussage die gleiche das du an nimmst es wäre mehr als 1 Vorfall außer der in Salzburg gewesen. Das ist nicht die Wahrheit.

    Es ist richtig die DCI hat mich für 4 Jahre gesperrt, wird weder angezweifel noch entspricht dies nicht die Wahrheit.

    Da ich von dir aufgefrodert wurde den Blogs fernzubleiben entspreche ich natürlich diesen Wünsche möchte aber dennoch das die Aussage richtig gestellt wird oder dementsprechende Beweise vorgelegt werden.


    • Die Aussage hat sich geändert: Ich stelle es nicht mehr als Tatsache dar, sondern als Vermutung. Dass ich (und andere) es vermuten, das ist die Wahrheit. Diese Vermutung wird durch Deine gegenteilige Behauptung auch nicht entkräftet. Deine Gegendarstellung liegt ja nunmehr vor; damit ist das Thema abgeschlossen.


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