Eine Seife ist eine Seife ist eine Seife

An einer Umfrage auf Magic Universe haben nur 56 Leute teilgenommen, wovon die Redaktion sich auch angemessen enttäuscht zeigte.  Ich musste natürlich sofort den Vergleich zu meinen Umfragen ziehen, an denen sich 100+ bis 200+ Leser beteiligen (genau weiß ich es nur bei den Abstimmungen mit nur einer Stimmmöglichkeit) und freute mich, aber ehrlicherweise muss man schon sagen, dass der Vergleich mit einer Seite, bei der man sich einloggen muss, um abstimmen zu können, natürlich prinizipiell hinkt.

Nun ja, die Anzahl der Abstimmenden auf meinem Blog ist zwar erfreulich, aber der Anlass für meine jüngste Umfrage war es nicht. Da ich leider immer noch keine Möglichkeit sehe, meine Umfragen hier zu schließen ohne sie zu löschen, musste ich wieder zur Auswertung ein Zwischenergebnis hier hereinkopieren, weil auch weiterhin noch Stimmen abgegeben werden können, die dieses Ergebnis verändern. Der Zwischenstand ist von heute, 20 Uhr 19, und ich erwarte nicht dass noch großartige Veränderungen zu beobachten sind. Ihr findet ihn am Ende dieses Eintrags.

Wichtig ist zunächst einmal die Antwortmöglichkeit, welche die wenigsten Stimmen erhalten hat: “Ich komplementiere die inkohärente Disposition des kolportierten Prädikats und transzendiere seine stringente Absurdität mittels plakativer Ambivalenz.” Wisst Ihr, was das bedeutet? Nein? …ich auch nicht. Oh, ich kenne zwar die Bedeutung der einzelnen Wörter, aber wenn ich versuche, sie in einen Sinnzusammenhang zu bringen, wird mein Gehirn zu Kartoffelbrei. Dabei habe ich den Satz selbst erfunden! Er klingt doch toll, oder? Möglicherweise beschreibt er sogar tatsächlich eine der Aussagen des Eintrags, wer weiß – bei einer solchen Ansammlung vage definierter Fremdwörter ist alles möglich! Wichtig ist diese Antwort aber alleine deshalb, weil sie eigentlich niemand ernsthaft in Erwägung ziehen konnte. Alle dafür abgegebenen Stimmen sind also nicht ernst zu nehmen, sind sozusagen das statische Rauschen im Hintergrund des Abstimmungssignals. So kann man – zumindest grob – abschätzen, wie viele Stimmen pro Antwortmöglichkeit abgegeben wurden, die nicht ernst zu nehmen waren. Als Arbeitshypothese gehe ich also von einem “Rauschen” in Höhe von ca. 12 Stimmen aus.

Die übrigen Antwortmöglichkeiten lassen sich recht gut in zwei Kategorien einteilen: Einmal sind da “Ich sage voraus, dass in Zukunft viele männliche Autoren unter weiblichen Pseudonymen veröffentlichen werden.” (16 Stimmen), “Ich bezweifle, dass der Autor tatsächlich weiblich ist.” (18), “Ich will darauf hinweisen, wie scheiße der verlinkte Artikel ist.” (19) und “Ich kritisiere, dass die Autorin nicht genügend gebasht wurde.” (22) Deren Stimmenanteil beträgt jeweils weniger  als doppelt so viel wie das zu vermutende Rauschen. Es waren also nur sehr wenige Leser ernsthaft dieser Ansichten.

In der anderen Kategorie finden sich “Ich setze Seitenhiebe auf untalentierte und kritikresistente männliche Artikelautoren.” (42), “Ich kritisiere das allgemein übliche Bashen in der Magic-Gemeinde. “ (51), “Ich kritisiere Heuchelei in der Magic-Gemeinde. “(56) und “Ich weise auf allgemein verbreitetes geschlechtsspezifisches Verhalten hin.” (75). Der Abstand zu der anderen Kategorie und auch zum Rauschen ist sehr deutlich: Dies sind die Aussagen, welche ein Großteil der Leser tatsächlich in meinem Eintrag gefunden hat!

Ach ja: Tatsächlich sind die Aussagen der ersten Kategorie auch allesamt falsch und durch aufmerksames Lesen des Eintrags leicht zu widerlegen, zumindest wenn ein grundlegendes Verständnis des Prinzips der Ironie besteht! Die erste Erkenntnis ist also, dass nur eine geringe Minderheit meiner Leser diesen Eintrag tatsächlich falsch verstanden hat. Das Ausmaß, in dem sich diese Leser in den Kommentaren zu Wort gemeldet haben, ist allerdings WEIT überproportional! Wieder einmal ist also das erstaunliche Phänomen zu beobachten, dass diejenigen, die am wenigsten verstanden haben, am weitesten ihre Klappe aufreißen.

Nun, wenn ich einen Artikel auf einer kommerziellen Magicseite veröffentliche, dann kann man dafür argumentieren, dass ich mich dem Verständnishorizont meiner Leser so weit anzupassen hätte, dass auch das solcherart mit fehlendem Leseverständnis behaftete Publimussegment meine Texte richtig versteht. Man kann jedoch auch dagegen argumentieren (und das würde ich auch tun), aber zumindest gibt es dafür sinnvolle Argumente.

Wenn ich allerdings auf meinem privaten Blog Einträge verfasse, welche einige Leser, die nicht dazu bereit oder in der Lage sind sie korrekt zu verstehen, in den falschen Hals kriegen, dann liegt alle Schuld dafür eindeutig und vollständig bei diesen Lesern! Ich will es einmal ganz klar sagen: Bevor Ihr meine Einträge hier kommentiert oder kritisiert, bemüht Euch zunächst einmal, sie richtig zu verstehen! Wenn Ihr das nicht wollt oder könnt – dann geht in Frieden oder verpisst Euch, je nach Eurer Präferenz, aber geht! Ihr seid hier fehl am Platz. (Dass Ihr offensichtlich sogar deutlich in der Minderheit seid, ist hier eigentlich unerheblich, sollte Euch aber zu denken geben!)

Zu den “richtigen” Antworten will ich noch ein paar Worte sagen: Die Seitenhiebe sind zwar vorhanden, möglicherweise aber für Nicht-Insider schwierig zu erkennen. (Da es nur Seitenhiebe sind, ist das aber auch nicht so wichtig.) Meine Kritik am Bashen könnte vielleicht missverständlich sein: Ich befürworte absolut auch deutlich negative Kritiken veröffentlichter Artikel, wenn sie angebracht sind, aber ich finde inhaltslose, beleidigende, unfaire und unehrliche Abwertungen absolut zum Kotzen! Das ist für mich “bashen”. Die Magic-Community neigt leider (nicht anders als andere Communities) sowohl zu undifferenziertem und ungerechtfertigtem Lob als auch zu entsprechender Kritik. Dieses Verhalten kritisiere ich, nicht jedoch generell negative Kritik. Zu den beiden Auswahlmöglichkeiten mit den meisten Stimmen muss ich nichts weiter sagen, denke ich.

Dafür aber will ich den Kreis zum Titel dieses Eintrags schließen:  Auf einen Kommentar der anregte, dass die Intention eines Autors weniger wichtig sei als die Aufnahme seines Werkes durch das Publikum, antwortete ich mit folgendem Vergleich: “Genau! Wer ein Stück Seife isst und davon krank wird, der sollte auch den Hersteller verklagen können, ohne dass der sich damit hinausreden kann, dass seine Seife gar nicht als Nahrungsmittel hergestellt wurde…”

Seife ist nun einmal Seife und besitzt eine festgelegte Funktion, auch wenn sie sich noch für so manches mehr benutzen oder zweckentfremden lässt. Einige mögen es bevorzugen, sich in einer Männerdusche danach zu bücken. Für mich ist dies das Äquivalent zu denjenigen, die aus Spaß oder Bosheit eine unsinnige Antwortmöglichkeit gegeben haben: Letztlich sieht man halt ein Arschloch. (Manchen gefällt das ja auch.) Andere wiederum – diejenigen, die Antworten der ersten Kategorie für richtig hielten – haben sich als unfähig erwiesen, die tatsächliche Natur der Seife zu erkennen, und bei dem Versuch, sie hungrig herunter zu schlingen, fanden sie sie unverdaulich, weswegen sie sich mit Schaum vor dem Mund über den Hersteller ereiferten. Die Seife selbst hingegen, die ist vielleicht in diesem Fall nicht wohlriechend, aber eine Parfümierung trägt schließlich auch nichts zu ihrer reinigenden Wirkung bei, sondern ist im Gegenteil nur dazu geeignet, unangenehme Gerüche zu überdecken. Wem das wichtig ist, der soll sich solche duftende Seife eben woanders besorgen.

Dann muss ich noch etwas zu Kommentaren der folgenden Art sagen:

“Ich nehme die rolle als Schläger gerne an! Den ich denke Leute wie ein Andreas Pischner haben es nicht anders verdient.[…]in dem sinne
immer auf die Beine achten den sie könnten ja schnell mal brechen”

oder

“Oh und der Kommentar mit dem richtig unterhalten… der bezog sich lediglich darauf das ich mir zimlich sicher bin , das der Herr Pischner sich nunmal nicht trauen würde so von oben herrab zu agieren, wenn man sich mal von Angesicht zu Angesicht unterhalten würde.
Und wenn doch muss ich sagen das solch ein überhebliches , überzogenes Verhalten durchaus agressives Verhalten provozirt….[…]Jemandem der sich so wunderbar scheisse verhält wie einige hier…. JA!!! dem hau ich GERNE was auf die Mappe
damit solch arrogante Penner mal runterkommen !”

Glaubt Ihr, Ihr erwerbt Euch meinen Respekt mit solchen Drohungen? Das tut Ihr sogar wirklich! Menschen, die ihr Selbstwertgefühl davon ableiten, dass sie bereit sind, andere Menschen zu bedrohen, zu verletzen oder zu töten, denen begegne ich tatsächlich mit Respekt. Und zwar mit beinahe dem gleichen Respekt,  den ich auch gegenüber einer tollwütigen Ratte aufbringe: Wenn ich ihr gegenüber stehe, dann respektiere ich ihre Gefährlichkeit, und möglicherweise jagt sie mir Angst ein, und bestimmt verspüre ich Ekel. Ein wichtiger Unterschied ist jedoch, dass ich die Ratte nicht verachte! Die Ratte kann schließlich nichts für ihre Widerwärtigkeit.

Antwort Abstimmungen
Ich weise auf allgemein verbreitetes geschlechtsspezifisches Verhalten hin.
75 24%
Ich kritisiere Heuchelei in der Magic-Gemeinde.
56 18%
Ich kritisiere das allgemein übliche Bashen in der Magic-Gemeinde.
51 16%
Ich setze Seitenhiebe auf untalentierte und kritikresistente männliche Artikelautoren.
42 14%
Ich kritisiere, dass die Autorin nicht genügend gebasht wurde.
22 7%
Ich will darauf hinweisen, wie scheiße der verlinkte Artikel ist.
19 6%
Ich bezweifle, dass der Autor tatsächlich weiblich ist.
18 6%
Ich sage voraus, dass in Zukunft viele männliche Autoren unter weiblichen Pseudonymen veröffentlichen werden.
16 5%
Ich komplementiere die inkohärente Disposition des kolportierten Prädikats und transzendiere seine stringente Absurdität mittels plakativer Ambivalenz.
12 4%
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44 Comments on “Eine Seife ist eine Seife ist eine Seife”

  1. SDF Says:

    Den Konflikt von Intention und verstandener Erklärung muss man lösen. Nun löst Du ihn halt auch… Damit beraubst Du Deine Artikel aber einer Menge Diskussionspotential und Deiner Sophisterei eine wichtige Grundlage [hust]. Wenn Du es wirklich ernst meinst, dann weise auf diese besondere Anforderung an die Leser auf der Sidebar hin!


    • Ich sehe eigentlich keine “besondere Anforderung” – grundlegende Schulbildung, so genannter gesunder Menschenverstand und vor allem die Bereitschaft zu lesen was tatsächlich im Text steht, anstatt einfach etwas anzunehmen, was die eigenen Vorurteile bestätigt.

      Die Art und Weise, wie ich hier immer wieder ungerechtfertigt angegriffen werde, muss sich jedenfalls niemand bieten lassen!

      • SDF Says:

        die Vermittlung von Ironie über Texte ist schwierig. Sie wird schwieriger, wenn der Leser den Autor für einen arroganten Fatzke hält (ohne Wertung, du weißt was gemeint ist). Ich wäre für folgenden Text vor jedem Artikel: “wenn ihr nicht versteht, was ich meine oder nicht vollends ausschließen könnt, es nicht zu wissen, schreibt nichts!”


        • Zumindest Kritik an der Intention des Autors sollte einleuchtenderweise tabu sein, wenn man dessen Text nicht einmal versteht. Das sollte aber keineswegs nur für meine Texte gelten!

        • SDF Says:

          das ist mit etws zu drastisch formuliert. Die Intention eines Autors kann jedenfalls immer dann kritisiert werden, wenn sie auch objektiv kritikwürdig ist, was zweifels frei regelmäßig der Fall ist. Das liegt in der Natur der Meinungsäußerung. Es geht daher mehr um die Reduzierung von intellektuellen Blamagen. Das ist aber eine Angelegenheit, die nciht den Blogger, sondern den Poster betrifft…

  2. Mathias Says:

    “Die Art und Weise, wie ich hier immer wieder ungerechtfertigt angegriffen werde, muss sich jedenfalls niemand bieten lassen!”

    Ich hab Mitleid mit dir und uns allen!
    Im Ernst: Ich trau dir viel zu, aber auch du wirst das Internet nicht verändern können. Und um dir das zu zeigen hab ich auch Blödsinn angekreuzt.
    In diesem Sinne: Fight on!

  3. SDF Says:

    Stufe 1:
    “Glaubt Ihr, Ihr erwerbt Euch meinen Respekt mit solchen Drohungen? Das tut ihr sogar wirklich! Menschen, die ihr Selbstwertgefühl davon ableiten, dass sie bereit sind, andere Menschen zu bedrohen, zu verletzen oder zu töten, denen begegne ich tatsächlich mit Respekt. Und zwar mit beinahe dem gleichen Respekt, den ich auch gegenüber einer tollwütigen Ratte aufbringe: Wenn ich ihr gegenüber stehe, dann respektiere ich ihre Gefährlichkeit, und möglicherweise jagt sie mir Angst ein, und bestimmt verspüre ich Ekel. Ein wichtiger Unterschied ist jedoch, dass ich die Ratte nicht verachte! Die Ratte kann schließlich nichts für ihre Widerwärtigkeit.”

    Stufe 2 (es gibt sie!)
    “I killed a girl and I liked it
    The taste of her gushing lifeblood
    I killed a girl just to try it
    I hope the police don’t find me
    It felt so wrong
    It felt so right
    Don’t mean I’m in guilt tonight
    I killed a girl and I liked it
    I liked it”

    Stufe drei: Profit


    • Ich begreife übrigens auch nicht immer, worauf andere Schreiber hinauswollen. So wie bei diesem Kommentar hier zum Beispiel.

      • SDF Says:

        q.e.d.

        zwei Zitate von Dir. ich fand die Synergie der Aussagen, d.h. die Fassung der zweiten unter die erste einfach mal lustig.

        zum topic: auch wenn das zweite einen “künstlerischen Kontext” hat, wurde mir beim Lesen übel[Schluss auf Gewaltphantasien etc…].

  4. Lord Magico Says:

    Man sollte immer nett, höflich und vor allem fair mit seinen Mitmenschen umgehen. Dies sind Gundsätze, die der beste Magic-Spieler der Welt längst verinnerlicht hat. Lord Magico ist immer um professionelles Verhalten und Benehmen bemüht… darum wird er auch von so vielen Menschen geliebt…


    • …Dr. Abresch & Lord Hyde?

    • Doreen Says:

      Mich erinnert Lord Magico in letzter Zeit an Kirk aus Gilmore Girls, der hatte auch mal in einer Folge diese Macke auf diese Weise von sich in der dritten Person zu reden, ich glaub das war die Folge, in der er auch als Immobilienmakler gejobbt hat. Haha… xD

  5. mitsch Says:

    Ich hab auch nur nicht mitabgestimmt, weil ich nicht dauerhaft bei MU eingeloggt bleiben kann, und das nervt.

    Bei deinem Voting lag ich sogar in der Mehrheit, hab ich das nun richtig verstanden, oder lag ich damit total daneben?

    Aber im Grunde kann man leider nie erwarten, dass nur Leute mit gesundem Menschenverstand oder etc. hier posten. Bei manchen schaltet dieser sich eh aus, sobald sie mit irgendwas ned einverstanden sind oder sich auf irgendeine Art und Weise angegriffen fühlen, sei es nur durch deinen höheren Intellekt (ernsthaft).
    Das sind zwar alles keine Fußballfans hier, aber man muss sich mal bei Eurosport oder Sport1.de mal die KOmmentare zu den etwas brisanteren Themen oder unter den Live-Übertragungen durchlesen.
    Also darüber muss ich meistens herzhaft lachen, aber mir auch gleichzeitig an Kopf fassen.

    Aber ich kenn das auch von mir selber, auch ich lass manchmal Kommentare los, bei denen ich Tage danach denke: Hab ich da kurz auf Tilt geschaltet oder wie oder was?

  6. endijian Says:

    Ich finde es sehr geil, wie Leute unter einem Phantasie-Nick einem Autor, der höchste Maßstäbe an Transparenz bzgl. seiner Person verwendet, vorwerfen, dass er “sich nunmal nicht trauen würde so von oben herrab zu agieren, wenn man sich mal von Angesicht zu Angesicht unterhalten würde.”

    Nur ist “geil” hier mit “traurig” gleichzusetzen…


    • Das ist ja auch nichts anderes als die achso schlaue Art dieser Leute, indirekt eine Drohung auszusprechen (wie sie darauf kommen, dass sie damit im Zweifelsfall bei einem Richter durchkommen würden, ist nur mit maßloser Selbstüberschätzung zu erklären). Diese Drohung wiederum können sie überhaupt nur aussprechen, WEIL ich eben zu dem was ich sage auch stehe.

  7. Handsome Says:

    ““Ich komplementiere die inkohärente Disposition des kolportierten Prädikats und transzendiere seine stringente Absurdität mittels plakativer Ambivalenz.” Wisst Ihr, was das bedeutet? Nein? …ich auch nicht. Oh, ich kenne zwar die Bedeutung der einzelnen Wörter, aber wenn ich versuche, sie in einen Sinnzusammenhang zu bringen, wird mein Gehirn zu Kartoffelbrei. Dabei habe ich den Satz selbst erfunden! Er klingt doch toll, oder?”

    Und ich dachte, du hättest diesem PMTG-Troll einen Aphorismus geklaut.

  8. Handsome Says:

    Ahja, ich war btw mal Admin eines Forums und hab in drei Jahren vier Mord-Drohungen bekommen von Leuten, die ich gekickt habe. Das sollte man nicht so ernst nehmen.


    • Tja. Und wenn dann doch mal einer Amok läuft, heißt es immer, niemand hätte die Anzeichen beachtet… Eigentlich sollte man solche Drohungen VIEL ernster nehmen. Für eine “nicht ernst gemeinte” Amokankündigung gibt es hohe Strafen. Für Morddrohungen oder allgemein Androhungen körperlicher Gewalt sollte etwas Vergleichbares gelten, aber damit wäre die Justiz natürlich komplett überfordert.

      • Teardrop Says:

        Also für Morddrohungen gibt es auch was. Und man kann Verfügungen erwirken. Die Durchsetzung und die Umsetzung lässt etwas zu wünschen übrig, aber Morddrohungen gelten in DLand nicht als Cavalliersdelikt.

  9. Lord Magico Says:

    Ja Morddrohungen sind auf jeden illegal.
    Aber bellende Hunde beißen halt nur selten ^^

  10. Handsome Says:

    Naja, wenn mir jemand schreibt “ich TÖTE dich du Wixx0r!!!111”, dann KANN ich das leider einfach nicht ernstnehmen. Andererseits musste ich auch nicht Name und Adresse im Impressum der Seite angeben, von daher kann ich dich schon verstehen, wenn dir das nicht so ganz egal ist wie mir damals.


    • Es wäre mir auch in Deinem Fall nicht egal. Du vertraust hier einfach naiv darauf, dass Menschen gar nicht so primitiv sein können, dass sie eine solche Drohung ernst meinten. Sie können es aber und sind es auch. Du brauchst nur die Nachrichten zu verfolgen, um das zu erkennen. Aber klar, man kann und will sich nicht vorstellen, dass so etwas einem selbst widerfahren könnte…

  11. Kenshin Says:

    Ich finde die Forderung, richtig verstanden zu werden ehrlichgesagt etwas übertrieben. Erwartest du wirklich, dass das alle Leser schaffen? Sprichst du jedem Leser, der deine Aussagen mal in den falschen Hals bekommt die geistigen Grundvorraussetzungen ab?

    Ich bin sicherlich rhetorisch nicht auf deinem Niveau, aber auch in meinen Aussagen werde ich oft falsch verstanden. Das nervt, klar, aber meistens liegt das daran, dass deine Intention nicht offensichtlich ist und in so gut wie jedem Text ein Interpretationsspielraum besteht.

    Ich bin mir übrigens fast sicher, dass du auch einige meiner Aussagen falsch verstanden hast. (Habe jetzt keinen Beweis, also bitte nicht in der Luft zerreissen, nimm es als Hypothese hin). Macht dich das dann auch zu einem unmündigen Leser?

    Wenn man wirklich von jedem richtig verstanden werden will, muss man sich eben entsprechend ausdrücken oder es einfach hinnehmen. Der Seifenvergleich hinkt meiner Meinung nach einfach. Er trifft den Kerndes Problemes nicht. Ich denke eher man kann Artikel mit einem Bild oder einem Gedicht vergleichen. Es bedeutet für viele Leute das selbe und wenn sie es erklärt bekommen wird es auch vielen klar, aber es gibt immer Menschen, für die es eine andere Bedeutung hat. Der Künstler ist nicht verantwortlich für die Wahrnehmung und das Verständnis siner Kusnt gegenüber, aber er darf sich eben auch nicht beschweren, wenn jemand etwas anderes darin sieht.


    • Ich erwarte, dass jemand, der einen Text / ein Bild / wasauchimmer kritisiert, keine Interpretation der Intention des Produzenten vornimmt, wenn er nicht die entsprechende Vorleistung erbracht hat. Es ist keine Schande, wenn man nichts von höherer Mathematik versteht, aber dann darf man eine Arbeit über komplexe Zahlen auch nicht mit den Worten kommentieren: “Hey, es gibt doch gar keine Wurzeln aus negativen Zahlen – Sie sind ein Betrüger!”

      Insbesondere, wenn jemand der Ansicht ist, in einem Text eine Beleidigung gefunden zu haben, und um so mehr, wenn er diesen Text zum Anlass nimmt, selbst Beleidigungen oder Drohungen auszustoßen, ist er absolut verpflichtet zu überprüfen, ob seine Annahmen auch wirklich zutreffen!

      • Kenshin Says:

        Höhere Mathematik ist aber eben eine exakte Wissenschaft ohne Spielraum, da gibt es nur richtig und falsch und eine 100%ige Übertragung der Intentionen durch eine höchst formale Sprache. Dies kann bei normalen Artikeln nie der Fall sein. Der Vergleich hinkt meiner Meinung nach schon wieder.

        Im zweiten Punkt stimme ich dir zu. Bevor man jemanden bedroht sollte man nochmal nachlesen, was er auch gemeint haben KÖNNTE. Wenn ein Mann zu seiner Frau sagt “Wow, hast du aber einen dicken Hintern!” kann das ja sowohl bedeuten “Boah, bist du fett!” oder “ich mag dicke Hintern!” und ein unglücklich ausgedrücktes Kompliment sein. Hier sind sowohl Sender, als auch Empfänger in der Pflicht. Einerseits wurde eine Nachricht gesendet, die missverständlich ist (was man selten komplett vermeiden kann), andererseits besteht Interpretationsspielraum. Die meisten Menschen sind darauf konditioniert immer das negative anzunehmen, also werden sie ihrem Mann einen bösen Blick zuwerfen, oder sich aufregen. Dann Macht der Mann das, was du machst und ist zu tode beleidigt, wenn er seiner Frau ein Kompliment aussprechen wollte, aber unverstanden blieb. Sowas passiert, da darf man dann keine übermenschlichen Leistungen von beiden Seiten erwarten.

  12. Lord Magico Says:

    Jeder Text lässt Interpretationsspielraum offen. Kein Text kommt bei jedem Rezipienten gleich an. Und der Autor kann niemals vorher sehen wie der Text bei welchem Rezipienten ankommt. Das liegt daran, dass die Wahrnehmung eines Textes nur zum Teil etwas mit dem zu tun hat was dort tatsächlich geschrieben steht.
    Lesen ist ein mental rekonstruktiver Vorgang an dem große Teile der persönlichen Psyche, Bildung, Erfahrung beteiligt sind.
    Man kann schreiben was man will… es hat so viele verschiedene Bedeutungen, wie es Leser gibt.
    Bei simplen Zusammenhängen mag das noch recht überschaubar sein, wie “Der Baum trägt grüne Blätter…”, aber spätestens bei langen Artikeln kann ein Autor die Interpretationsbandbreite kaum mehr verhindern.
    Und zu der Sache mit deen Drohungen… man kann einfach nicht alle Drohungen ernst nehmen…

    Ich würde Drohungen ernst nehmen, wenn ich im öffentlichen Leben stehen würde klar. Aber nur weil einer einen aufm Blog bedroht…das muss man ignorieren…sonst macht man sich ja selbst verrückt.
    Kommt immer sehr auf die spezielle Situation an…wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass irgend n Typ der “Pischner ich würd dir gern aufs maul hauen” schreibt, sich wirklich ins Auto setzt und den ganzen Weg auf sich nimmt?
    Da die Polizei oder sonstiges einzuschalten wär unverhältnismässig.
    Was anderes ist es natürlich wenn man jemandem echt auf Schlips getreten ist und es konkrete Gründe für die Annahme gibt er könnte seine Drohung echt wahr machen…ansonsten kann man sich vor sowas einfach nicht schützen… noch weniger als vor nem Terroranschlag…und die Chance einem Terroranschlag zum Opfer zu fallen ist auch verschwindend gering ^^

    Außerdem kann man davon ausgehen, dass ein Mörder in Deutschland wohl keine Schusswaffe benutzen würde…da die hier nicht so stark verbreitet sind wie in anderen Ländern…und man ist ja selbst auch ein Mann… wenn der einen also angreift hat man noch ne Chance…anders als in einer explodierenden U-Bahn ^^

  13. Sebl Says:

    ;) Die letzte Antwortmöglichkeit ist leider Inhaltslos.
    Das lässt sich ganz leicht ohne die Kenntnis über die Bedeutung jedes einzelnen Wortes herausfinden- auch wenn es dann immer noch keinen Sinn ergibt :)- da sich alles in dem Satz auf das Subjekt ‘Prädikat’ bezieht und dieses Wort im Zusammenhang mit deinem Artikel einfach keinen nachvollziehbaren Sinn ergibt.

    Tja tut mir leid, ist trotzdem eiin netter Satz :).


  14. Eine Bedeutung von Prädikat ist “Bewertung”, und ich beziehe mich in meinem Eintrag tatsächlich auf die von der Community vorgenommene Bewertung eines Artikels… Ganz so einfach kannst Du es Dir nicht machen, Sebl!


  15. “Ich komplementiere die inkohärente Disposition des kolportierten Prädikats und transzendiere seine stringente Absurdität mittels plakativer Ambivalenz”

    Jetzt mal mit in zumindest manchem Kontext dagegen austauschbaren Nicht-Fremdwörtern:

    “Ich ergänze den unvollständig erscheinenden Grundton der abgegebenen Bewertungen und übertrage
    seine notwendige Widersprüchlichkeit mittels auffälliger Zwiespältigkeit in eine neue Bedeutungsebene.”

    Das haut ja schon FAST hin, oder?

  16. dicker_koenig Says:

    Zu den Vergleichen mit Mathematik & Seife. Vielleicht hinken diese so, weil Andreas ein anderes Verständnis von seinen Artikeln hat. Schon allein der Titel dieses Eintrags deutet ja auf eine postulierte unumstößliche Wahrheit hin. Aber ein Text kann doch nie so absolut in seinem Inhalt sein wie Mathematik; bei dem Vergleich mit der Seife gehts ja eh eher um ihre Funktion als um ihren Inhalt, was es schwierig macht.

    Natürlich bist du dir über das tatsächlich Gemeinte deiner Texte im Klaren, wenn du schreibst, aber man muss dem Leser wohl auch die Freiheit zugestehen, dass er nicht alles so verstehen kann, wie es gemeint war (diejenigen die absichtlich vieles falsch verstehen klammere ich hier mal aus). Und wenn man sich allzuoft mißverstanden fühlt, sollte man vielleicht versuchen an seinem Schreibstil und damit einhergehend der Vermittlung des Inhalts etwas zu ändern.

    • Kenshin Says:

      Tja, so gut hätte ich das auch gerne gesagt. Das trifft es gut.

    • Tigris Says:

      man kann auch in der mathematik wenn sich jemand unklar ausdrückt nicht verstehen was gemeint ist.
      Und er weiss was die wahrheit ist, was gemeint ist und ja die meisten intelligenten leute wissen das ja scheinbar auch. Und die Mathematik hat auch einige dinge die sehr umstritten waren/sind von daher.
      und @Kenshin anstatt hier zu spammen hättest du vielleicht besser etwas besser an deinem Alara Review gearbeitet.

      • Kenshin Says:

        Hmmm also lässt dich ein kurzer Eintraf alles vorher geschriebene vergessen? Interessant…
        Ich habe den Artikel btw am Sonntag Abend abgegeben, das hat sich also in keinster Weise mit mit meinen Kommentaren hier gebissen. Ich hoffe ich konnte helfen.


      • Das ist unfair und unangebracht, Tigris. Die Qualität seines Artikels hat nichts mit der Qualität seiner Argumentation hier zu tun.

        Tatsache ist aber, dass auch in der “exakten” Wissenschaft der Mathematik Aussagen letztlich kommuniziert werden müssen und deswegen prinzipiell nicht verstanden werden können. Wer “Gödel, Escher, Bach” gelesen hat, erinnert sich vielleicht daran, wie die Schildkröte zwar “Wenn A, dann B” und “Wenn B, dann C” akzeptierte, sich aber einfach weigerte, das daraus resultierende “Wenn A, dann C” zu akzeptieren, obwohl sie sämtliche Erklärungen dieses Zusammenhangs ebenfalls akzeptierte.

        Es gibt immer eine unter Grenze, bis zu der Erklärungen möglich sind, danach mus man sich darauf verlassen, dass alle Menschen die gleichen “offensichtlichen” Zusammenhänge erkennen. Diese Grenze mag in den Geisteswissenschaften etwas höher liegen, aber sie ist vorhanden, und wer hier die Position der Schildkröte einnimmt und sich einfach weigert, diese Zusammenhänge zu erkennen, erzeugt dadurch keinen alternativen validen Standpunkt.

  17. Chickenfood Says:

    ungefähr das ergebnis mit dem ich gerechnet hatte.

    Allerdings noch eins: ich finde es zwar schön das du die %-angaben mitgeliefert hast, allerdings find ich sie eher unnötig/störend bei der interpretation des (zwischen)ergebnisses, da es imho so etwas wie ” xyz% der befragten haben mit a (oder b oder c) geantwortet, was aber bei mehrfach nennungen nicht der fall sein kann.

    • Chickenfood Says:

      interessanter wäre natürlich, wenn sich aufschlüsseln ließe welche atworten in kombination geklickt wurden.


      • Ich habe das jetzt einfach mit Copy/Paste kopiert. Weitere Daten habe ich leider nicht. Es gibt da eine Menge, was an Polldaddy verbesserungswürdig wäre: Umfragen schließen; nicht nur Stimmen, sondern auch Abstimmende zählen; eine feste Anzahl Stimmen gestatten…

  18. DavidZ Says:

    Ich wollte mal anmerken, dass Du meiner Meinung nach durch die Wortwahl/Formulierung der “richtigen” und “falschen” Antworten die Votes beeinflusst haben köntest.
    Also: Die “richtigen” Antworten waren gemäßigt und sachlich formuliert, während zwei der “falschen” Antworten, die vielleicht einen Kern Wahrheit enthielten ducrch die Worte “scheiße” und “gebasht” quasi vom Rest abfielen.

    Anders Formuliert: Ich habe aus Deinem Blogeintrag durchaus raus gelesen, dass Du den fraglichen Artikel “SCHLECHT” fandest, und der Meinung warst, dass die Autorin im Verhältnis zu anderen Artikelschreibern zu wenig “KRITISIERT” wurde. Dennoch wollte ich natürlich nicht so weit gehen, Dir eine “Aufforderung zum Bashen” zu unterstellen, und habe daher die entsprechenden “falschen” antworten nicht angekreuzt.

    ABER ich hätte durchaus die folgenden zwei Antwortmöglichkeiten angekreuzt (INSBESONDERE die erste!):
    ( ) “Ich kritisiere, dass die Artikelschreiberin nicht genügend “KRITISIERT” wurde”
    und
    ( ) “Ich wollte darauf hinweisen wie “SCHLECHT” der verlinkte Artikel ist”.

    Also, durch Deine eindeutig negative Wortwahl “SCHEISSE” und “GEBASHT”, die sich deutlich von den Formulierungen der “richtigen” Antworten unterschieden hat, wurde ich, zumindest unbewusst in meiner Wahl beeinflusst. Eine gemäßigtere, aber INHALTLICH IDENTISCHE Wortwahl hätte zumindest meine Votes beeinflusst.

    Ich hoffe, Du verstehst so in etwa, worauf ich hinaus will…. — Natürlich waren einige Komentare zu Deinem Artikel komplett unter aller Sau. Und natürlich war Dein Artikel kein persönlicher Angriff auf die Schreiberin, das ist klar.
    Ich wollte also eher einfach mal darauf hinweisen, wie scheinbar unauffällige kleine Formulierungen durchaus eine Wahl beeinflussen können. Weil so etwas oft eben eher unbewusst abläuft, und es vielleicht nicht schaden kann, sich so etwas mal bewusst zu machen…

    lg, David


    • Nun ja, ich hatte aber nun einmal im Eintrag selbst die Formulierungen “wie scheiße” und “gebasht” genau so zu stehen. Das ist ja auch relevant, schließlich ging es ja darum, ob ein Leser sich bei seiner Interpretation des Textes nur an einzigen Wörtern orientiert oder den dahinter stehenden Sinn erfasst. Der Unterschied in den Formulierungen findet sich nämlich auch im Text selbst – wer also bei der Abstimmung einen Unterschied merkt, müsste diesen auch beim Text gemerkt haben.


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