Ma-Gi(c)-Oh!

Artie macht sich immer so schön viel Arbeit mit seinen Auswertungen, da kriege ich ja beinahe ein schlechtes Gewissen, dass ich mich nur noch peripher dafür interessiere. Eine Sache aber sticht mir ins Auge: In den 16 Listen qualifizierter Decks, die jeweils exakt 60 Karten plus 15 Sideboardkarten enthalten (wie es sich auch gehört), befinden sich insgesamt sage und schreibe SECHSHUNDERTACHTUNDZWANZIG Rares bzw. Mythic Rares (eine Handvoll weniger, wenn man Loxodon Warhammer nicht mitrechnet, aber da die einzige Standard-legale Version davon rare ist, wäre das nicht ehrlich)! Das ergibt einen Rare-Anteil von 52,33%.

ÜBER DIE HÄLFTE aller Karten in den Decks der qualifizierten Spieler sind also Rares, und das im Standard-Format. Findet Ihr das normal? Wirklich? Ich nicht!

Ich habe jetzt keine Lust, entsprechende Statistiken für frühere Standard-Formate aufzustellen, aber ich weiß trotzdem mit Sicherheit, dass dies eine jüngere Entwicklung ist! Früher gab es sicherlich auch ein paar Tier-1-Decks mit vielen Rares, aber eben auch immer ein paar Archetypen, die stärker auf Uncommons und Commons bauten… naja, und teilweise sogar BASIC LANDS enthielten (lasst Euch von den Limited-Spielern erklären, was das ist, ja?) Mehr als die Hälfte aller gespielten Karten rare – so etwas gab es in Standard einfach nicht!

Woran das liegt, kann man zumindest grob recht simpel umreißen: Das Format ist buntbuntbunt und die ganzen Doppelländer sind halt Rares (nur Cruel Control baut seine Manabasis ironischerweise stärker auf Uncommons auf). Nicht ganz so bunte Decks weisen dafür praktisch immer zumindest vier Windbrisk Heights auf. Kreaturen dominieren das Format, und die besten Kreaturen sind zuletzt fast alle rare. Außerdem enthält beinahe jedes Deck eine großzügige Dosis Planeswalker. Auch bei den anderen Kartentypen geht der Trend immer stärker dahin, dass seltenere Karten einfach besser sind. Nein, auch das war nicht immer so: Früher waren die starken Karten tatsächlich einigermaßen gleichmäßig über die Häufigkeitsstufen verteilt!

Apropos Häufigkeitsstufen: Jetzt habe ich doch noch rasch die Commons und Basic Lands gezählt (was bestürzend schnell ging). Es sind 69 und 83, also zusammen gerade einmal 152, was lächerliche 12,67% bedeutet – kaum mehr als ein Achtel! (Für die Uncommons ergibt sich dann, wenn ich mich nicht verzählt habe, eine Anzahl von 420 Karten und damit ein Anteil von 35%.) Noch einmal zusammen gefasst:

Basics & Commons: 12,67%
Uncommons: 35%
Rares & Mythics: 52,33%

Es gab tatsächlich einmal eine Zeit, da war das nahezu umgekehrt. Das war auch die Zeit, als wir Magic-Spieler noch die Pokemon- und Yu-Gi-Oh!-Kiddies auslachen konnten, weil diese den Unterschied zwischen der Seltenheit und der Spielstärke einer Karte nicht kannten – je seltener, desto stärker, das war doch klar!

Wer aber lacht heute?

Und nein, das ist gewiss keine zufällige, vorübergehende Entwicklung, sondern nur ein weiterer Hinweis darauf, dass Magic sich “dem Industriestandard anpasst”. Und der Industriestandard im Sammelkartenbereich ist eben der, dass man sich Siege erkaufen kann! Wie lange mag es noch dauern, bis turnierlegale, ultraseltene, extrem spielstarke und in keiner anderen Version erhältliche Promokarten produziert werden? Ich kann mir die entsprechende Verlautbarung schon vorstellen:

“Mythic Rares have been a runaway success[…]everyone likes promotional cards[…]we want to give our most dedicated customers something special for their commitment[…]when everyone has access to the same cardpool, the sense of mystery and exploration that defined the game in its earliest days and was an integral part of Richard Garfield’s original vision is lost[…] we want to return to Magic that feeling of awesomeness when you encounter a new opponent playing with a card you have never seen before…”

Natürlich wird die Mehrheit der Spielerschaft diese Scheiße auch noch voller Begeisterung schlucken!

Und Euch wird beim Anblick von 2g1c schlecht?

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54 Comments on “Ma-Gi(c)-Oh!”

  1. Boneshredder Says:

    Kommt eine vergleichbar hohe Rare-Quote raus, wenn man diese Statistik für das Alara-Block-Meta aufmacht?


    • Keine Ahnung – mach doch mal! Aber wahrscheinlich nicht, weil die Manabasis da weniger auf Rares beruht.

      • Boneshredder Says:

        Keine Zeit leider. Aber wenn Du das ohnehin schon so siehst, spräche das doch dafür, daß die Rare-Dominanz in diesem Auswuchs bloß eine Mode-Erscheinung ist, die wir bald hinter uns lassen.


        • Du kannst Standard nicht mit den Blockformaten vergleichen. Lorwyn-Block alleine war auch nicht ganz so Rare-Verseucht wie Standard jetzt, und wenn man Grundset-only spielen würde, wäre vermutlich Ähnliches zu beobachten. In Standard spielt man eben die besten Karten aus zwei Blöcken und dem Grundset, und DIE sind nun einmal zuletzt in der Regel selten, weswegen sie sich in Standard akkumulieren. Ebenfalls dazu bei trägt die Buntheit, die dafür sorgt, dass man Best-of-Decks aus mehreren Farben spielt, während man in früheren Formaten die Wahl hatte, auf Qualität zu Gunsten von Konstanz zu verzichten, indem man Decks mit weniger Farben und einer niedrigeren Manakurve spielte (und billigere Sprüche tendieren auch dazu, etwas häufiger zu sein).

          Von M10 wissen wir immerhin bereits, dass es gaaanz tolle Duals im Rare-Slot geben soll, was bestimmt nicht dazu beitragen wird, diese Situation zu entschärfen… Und von Zendikar ist bislang kaum etwas bekannt, außer dass Planeswalker wiederkommen. Tja.

  2. Teardrop Says:

    Ich gebe Dir Recht, stelle aber die Behauptung auf (ebenfalls ohne Zeit und Muse, dass nachzuprüfen), dass es in allen Standardformaten mit legalen Doppel oder Fetchländern ähnlich aussieht. Dann nämlich besteht die Manabasis aus Rarekarten, statt aus Basiclands. Und dadurch verschiebt sich die Seltenheitskurve.
    Ich sehe das allerdings gar nicht so schlimm. Zum einen sind die seltenen Karten heute billiger als zum Beispiel die Länder zu Ravnicazeiten, zum anderen finde ich es OK, wenn die besseren Karten in den höheren Seltenheitsstufen zu finden sind. Turnierstaples wie PTE, Terminate und O-Ring sind ja nach wie vor common bzw. uncommon.

  3. Handsome Says:

    War das im Ravnica-TSP-T2 nicht genauso?

  4. Usagi Says:

    Nein, war zu Ravnica Zeiten nicht genauso, weil die Ravnicaländer auch Aggro Strategien viel Potential gab (Gruul war sehr lange Deck2Beat), heutzutage gibt es nur die Painländer, um im ersten Zug das richtige Mana zu haben, also nur 4 statt 8 Länder. Wenn man sich alleine Arties NQ Berlin Statistik anschaut, dann merkt man schon, das Midrangedecks das Mittel zum Sieg sind, während Aggrodecks mal keine Chance haben.
    Und die Aggrodecks zu damaligen Zeiten haben auch viel mehr auf Commons und Uncommons aufgebaut, Llanowar Elves, Kird Apes, Scrab Clan Mauler, Seal of Fire, Incinerate usw.
    Mir fällt grad momentan außer Giant Solifuge und Call of the Herd keine Nonland Rare ein, die man gespielt hätte.

  5. Teardrop Says:

    Gruul-Aggro hatte 4(5) verschiedene Rares:
    Die beiden Länder und Giant Solifuge sowie der Schamane und vielleicht die Calls.

    Blightning hat genau die gleiche Zahl an Rares:
    8 Länder und die 4 Demigods plus die Figure.

    Und beides sind reine Aggrodecks. Das geht heute immer noch. Die Zahl der Rareländer hat sich nur durch die Windbrisk Heights erhöht. Und die Painländer sind hute viel billiger als damals, genauso wie die Duals heute weniger kosten.

    Und keiner kann mir erzählen, das Solarflare und Captain Amerika nicht rarelastige Decks waren…


    • Blightning-Decks waren in diesem Sample aber nun einmal keine mehr vorhanden, weil sie wohl nicht mehr mithalten können. Und zu Ravnica-Zeiten war die Rarelastigkeit gewisse höher gewesen als zum Beispiel zu Mirrodin-, Odyssey- oder Tempest-Zeiten, aber eben noch nicht so hoch wie heute. (Davon abgesehen markieren Kamigawa/Ravnica ja auch den langsamen Beginn dieser Entwicklung.)

    • Usagi Says:

      Nur das Gruul Deck2Beat war und Blightning ein Möchtegerndeck ist, ist wohl ein großer Unterschied.
      Und der Schamane wurde eigentlich mit dem Wegfall der Jitte nicht mehr gespielt.

  6. prof. muharhar Says:

    Stichwort Mirrodin& Odyssey: Ja die Decks waren damals weniger Rarelastig, aber das Metagame war dafür auch mehr von UGM und Affinity dominiert. Was hier unter den Tisch gefallen lassen wird, ist das höhere Stärke bei den Rares ein differenzierteres Metagame stärkt. Könnte man ein Tier 1 Deck mit fast auschlieslich C und Uc bauen würden dies die meisten Spieler auch machen und das Metagame würde zwischen Mirrors und Antidecks (sofern vorhanden) bestehen, was wohl nach allg Konsens viel aufregender und spasiger sein dürfte gegen 50% Rare Decks zu spielen…
    Schlieslich ist es ja auch nicht so als das der Link (welchen ich nur kurz überflogen habe da ich ebnf. keine Zeit/Lust habe aufgrund von Tatsachen meine Theorien aufzustellen) zu 16x dem selben Deck führen würde oder das viele gespielete Rares das Resultat von weitverbreiteter Spielbarkeit dieser wären. Werden diverse angesehene Spieler zum momentanen T2 gefragt antworten diese ja auch nur das T2 sehr gebalancend sei und man eig. alles spielen könne was man wollte, aber was verstehen ja die schon….

    Letztendlich ist es ja so das ein Sammelkartenspiel nicht auf der unterschiedlichen Wertigkeit & Seltenheit der einzelnen Karten aufbaut, oder geschwiege denn, das es denn je in Magic möglich gewesen wäre oder auch nur in der Theorie möglich wäre Siege durch Geld zu erringen. Besonders in den Casual Games, wleche sich Herr Pischner wohl verpflichtet fühlt, ist dies ja ein komplett undekbarer Sachverhalt.


    • Die Ausgewogenheit eines Formates und seine Rarelastigkeit sind unterschiedliche Aspekte – wenn Standard aus genau dem Cardpool bestehen würde, wie es das zur Zeit tut, aber alle Karten in allen Sets common wären, dann wäre exakt die selbe Augewogenheit zu beobachten. Gerade bei den Doppelländern, aber auch bei anderen Karten wie zum Beispiel Thoughtseize oder Fuminator Mage gibt es eigentlich keinen Grund, sie rare zu machen, außer eben, dass aus verkaufstechnischen Erwägungen starke Karten zuletzt immer öfter allein wegen ihrer Stärke selten gemacht werden, um den Verkauf der Sets anzukurbeln.

      Wenn Du übrigens jemals einen meiner Casual-Artikel gelesen hättest, dann würdest Du wissen, dass ich gerade diese Moneypowergaming-Einstellung immer scharf kritisiere und stattdessen immer nach Möglichkeiten suche, vergleichbare Voraussetzungen für ausgewogenes Spiel zu schaffen.

      Oh, und was die angebliche Vielfalt des aktuellen Formats angeht, kann man diese auch in Zweifel ziehen, denn wie unterschiedlich Tokendecks mit Windbrisk Heights oder diese ganzen Midrange-Klobovarianten sich in der Praxis tatsächlich spielen, sei einmal dahin gestellt.

  7. Sebastian Says:

    Gruul dürfte noch 2-4 Char gespielt haben.

  8. endijian Says:

    Prof. M.
    “Könnte man ein Tier 1 Deck mit fast auschlieslich C und Uc bauen würden dies die meisten Spieler auch machen und das Metagame würde zwischen Mirrors und Antidecks (sofern vorhanden) bestehen, was wohl nach allg Konsens viel aufregender und spasiger sein dürfte gegen 50% Rare Decks zu spielen”

    So ein Blödsinn…
    Wenn es ein Deck gibt, das stark genug ist, um das Meta so zu dominieren, dass es nur noch dieses Deck und das Antideck gibt, dann spielt es keine Rolle wie selten die Karten sind. Zumindest auf einem Niveau > FNM.

  9. Chickenfood Says:

    Andi du blitzmerker. in meiner direkten umgebung hat standard aufgehört zu existieren als ravnica kam. da hats den schlag bei mir gemacht. low budget an der manabas is unmöglich.

    Mir kommt grad hoch das sich viele darüber mokiert hatten das an verschiedenen orten lesen konnte “eternal is langfristig biliger als standard”

    Bald is eternal auch kurzfristig billiger als Standard (nämlich 1-2x rotieren)

    wem is schonmal der gedanke gekommen das die immensen kosten für ein ausreichend starkes Standarddeck auch ein grund sein könnten das Draft bald zum stardard-format wird. (andi hat darüber mal beim planeten referiert, aber dieser punkt kam glaube ich nicht vor.)

    Ein Staxx-Deck besitzt den gegenwert von 10 jahren draft(kommt übern daumen hin). und das is seit mirrodin ungefähr gleich geblieben, bis auf thorn
    wie viele drafts bietet dir ein verzicht auf Boat brew? und wie lang zeit ist das konkurrenzfähig? staxx gibts seit 2003. da sind mit allen möglichen versionen etwa 4.5k€. für etwa 6 jahre in der Formel 1 des Magic.

    und das war Vintage. und eigentlich braucht man über ne komplette PTQ season hinweg auch biszu 3 decks, wenn man das Metawheel mitmacht.

    Legacy gibts für die hälfte (von Vintage kosten)

    genug dazu.

    One piece-TCG hatte doch was.

    • Boneshredder Says:

      Vintage ist nicht die Formel 1 des Magic, sondern ein Abstellgleis. Gibt’s außer in Dülmen überhaupt noch Turniere in diesem Format?


      • Naja, sagen wir, es ist ein Oldtimer-Rennen.

      • kranger Says:

        Hierzu möchte ich doch mal anmerken, dass es sehr wohl regelmäßig vor allem im Westen Deutschlands und in Bayern Vintage-Turniere gibt (Iserlohn, Dülmen, Darmstadt, Nürnberg, München). In Zürich findet regelmäßg ein 50 Mann Turnier statt und vor allem die Italiener und Spanier sind ganz Vintage-verrückt. In Annecy/Frankreich hat erst ein Riesenevent stattgefunden (Samstag Legacy >450 Teilnehmer, Sonntag Vintage >350 Teilnehmer). Es gibt also durchaus eine T1 Szene in Deutschland und Europa.

        • Boneshredder Says:

          Aber insgesamt ist die deutsche Szene doch eher geschrumpft in den letzten Jahren, nicht? Das spricht nicht dafür, daß man bei einer Investition in dieses Format entsprechend viel Spaß und Action herausbekommt, insbesondere wenn die Anreisewege mit höheren Fahrtkosten verbunden sind als die zu Standard-Turnieren.

        • kranger Says:

          Man kann T1 auch nicht unbedingt mit anderen Formaten vergleichen. Es gibt sicher einige, die in dieses Format nicht primär investieren, um Turniere zu spielen. Ich kenne selbst etliche Leute, die halt um der alten Karten Willen Vintage spielen – Nostalgie und Liebhaberei und so. Mich selbst zähle ich da auch dazu. Wenn dann auch noch 1x im Monat ein Turnier dabei herausspringt – umso besser.

          Eine Kosten-Nutzen-Rechnung aufzustellen ist völliger Käse, weil die Motivation eine völlig andere ist. Deshalb verstehe ich auch nicht, wieso immer wieder Leute anfangen bzgl. Anschaffungskosten Standard mit Vintage zu vergleichen.


        • Ich denke, Legacy ist für das Schrumpfen von Vintage verantwortlich. Früher hat man noch versucht, die Leute mit Proxy-Vintage-Turrnieren zu ködern, was offensichtlich eine unbefriedigende Lösung ist und eigentlich von den Spielern nur als Übergang angesehen werden konnte – aber es gab halt keinen Übergang, weil die Kartenverfügbarkeit in Vintage sich einfach nicht mehr bessern kann. Seit der Popularisierung von Legacy haben eben viele gemerkt, dass dieses Format die bessere Budgetlösung gegenüber Proxy-Turnieren ist (und erst recht gegenüber aufs Maul bekommen mit so genannten Budget-Vintage-Decks), und so nebenher auch, dass Legacy einfach ein weit besseres Format ist.

          Dass Vintage sich jedoch noch weigert, vollständig zu verrecken, ist aber auch nachvollziehbar, denn schließlich gibt es ja immer noch diesen harten Kern von P9-Besitzern, die mit ihren superteuren Karten verständlicherweise auch angeben… äh, ich wollte sagen, SPIELEN wollen.

          Wie ich schon sagte, Oldtimer-Rennen…

  10. Handsome Says:

    Kommt jetzt schon wieder diese uralte “Vintage ist billiger als Standard”-Lüge?

  11. Chickenfood Says:

    Vintage is sicher die Formel 1 des magic? wo sonst gehts so schnell ab. in der Formel 1 fahren die schnellsten autos. von allen Formaten is Vntage das schnellste, daher der vergleich.

    das is evtl. nicht rausgekommen, ich unerstütze NICHT die behauptung das Vintage billiger ist. es war lediglich ein rant zum thema ala standard wird das neue vintage und draft der/das neue standard

    und im verleich zu früher ist Vintage nicht so viel teuerer als standard.


    • Vergleichen wir Magic doch nicht mit so etwas Langweiligem wie Autorennen, vergleichen wir es doch lieber mit Sex: Vintage ist auf jeden Fall das Format, in dem die Spiele am schnellsten vorbei gehen, da gebe ich Dir Recht!

      • kranger Says:

        Dafür kommt man umso heftiger ;-)


        • So lange man dabei Hüllen benutzt…

          Deswegen ist Draft doch so toll: Man nimmt sich einfach, was man will, nudelt das Ganze dann rücksichtslos ohne Hüllen ein paar Mal durch und lässt das wertlose Zeug danach einfach unbeachtet liegen…

  12. Usagi Says:

    Also ich würde immer noch eher Legacy anstatt Vintage als Vergleich nehmen, weil die Power9 doch einen Preis haben, der jenseits von gut und böse ist.
    Aber die Anschaffungskosten eines Legacydecks würde ich momentan nicht höher als die von 1,5 – 2 Standard Decks schätzen.
    Ich fand die Kosten von Standard eigentlich bis der Lorwynblock kam angemessen. Danach wurde es lächerlich. Ich hab nie höher als auf FNM Niveau gespielt, aber zu Lorwyn/Timespiral Block hatte ich ein Deck gespielt, das locker 300 Euros gekostet hat, da hatten wir die Karten in unserer Gruppe noch zusammen durch Tauschen, Displaykaufen und Drafts, aber seit Shadowmoor machts keinen Spaß mehr, auch weil das Meta eben nicht besonders ausgeglichen ist, Midrange dominiert viel zu sehr, wirkliche Aggrodecks sind quasi nicht möglich, wegen, man höre und staune, zu langsamer Manabasis, und wirkliche Controlldecks gibts nur noch Cruelcontrol, sonst nichts eigentlich (mal von diversen “Chuck Norris” Decks abgesehen).
    Finde das sehr schade, gerade weil ich auch mit Aggrodecks recht gut im Spielen war im Gegensatz zu den Midrange und Controldecks.


    • Wie ich ja auch irtgendwo schon einmal geschrieben habe: Das Problem ist, dass echte Kontrolle bei den Magic-Machern in Ungnade gefallen ist, weil es den N00bs keinen Spaß macht, dagegen zu spielen (“ext – no counter”…). Diese Decks, die es früher einmal gab, die auf alles, was man tat, eine Antwort hatten, und die dann irgendwann in Runde 27 mit Kjeldoran Outpost, einem Rainbow Efreet oder mit Stalking Stones gewannen… Die sind für ein wirklich gesunde Metagame wichtig. Warum? Weil sie Midrange im Zaum halten! Früher einmal konnte man mit Decks voller Kreaturen für 4 und 5 Mana einfach nicht gegen Counter, Wrath of God oder gar Control Magic gewinnen. Dafür schlug man diese Kontrolldecks hervorragend mit echter Aggro (insbesondere mit Jackal Pup & co). Diese aber wiederum wurde von Midrange eingestampft. Damit war das Schere-Stein-Papier-Meta fertig, wobei man sein Deck jeweils noch so tunen konnte, um das schlechte Matchup auf Kosten des guten zu verbessern, mehr für das Mirror zu tun oder generell ein paar Prozentpunkte mehr Gewinnwahrscheinlichkeit durch geschicktes Tunen herauszuholen. (Ja, das ist der Idealfall, der natürlich selten erreicht wurde, insbesondere, da WotC damals immer wieder viel zu starke Karten auf die Spieler losließ).

      Nun wurden die Kreaturen und Threats in den letzten Jahren generell immer gefährlicher und schwieriger zu beantworten und gleichzeitig sind die flexible Antworten (insbesondere Counter) schwächer geworden. Das Resultat ist, dass Kontrolle sich immer mehr Richtung Kontrollaggro entwickelt hat und nicht mehr in Runde 27 gewint, sondern in Runde 7 (denn bei Cruel Ultimatum ist das Spiel ja vorbei). Die Leute verlieren eben lieber gegen Drachen oder Ultimaten… Wenn jetzt aber echte Kontrolle nicht mehr existiert, hat Midrange seinen natürlichen Feind verloren, was Aggro wiederum unattraktiv macht. Der Todesstoß für Aggro ist dann der immer stärker werdende Lifegain, sowie der Umstand, dass ihre höhere Konstanz bei den zur Zeit existierenden zuverlässigen bunten Manabasen Aggro kaum noch einen Vorteil bringt. Deswegen ist das Metagame ein Brei aus Midrange und Kontrollaggro geworden.

      • Charly Says:

        Jup. Und traurig ist das. Ich hab mich auch zwischendurch mal gefragt… Decks die Kreaturen der CC 1 bis 5 zocken gab es vor Lorwyn einfach nicht. Seit Mulldrifter, Cloudgoat Ranger und Reveillark ist das anders. Ich finde es etwas seltsam und vom klassisch, ästhetischen Deckbaustandpunkt aus gesehen einfach nur hässlich.

      • Tigris Says:

        Naja es gibt momentan auch keine guten kombodecks, welche auch gut wären gegen so midrange mist. Und ja wie wizards selbst gesagt hatte, haben sie einfach reflecting pool + vivid lands und filter länder unterschätzt.
        Ich hoffe sehr, dass nach dem rausrotieren von Lorwin wieder normalere Decks gespielt werden.
        Übrigens hat es jetzt in Alara Reborn ganz klr einen trend zu guten commons und uncommons, und es hat nur sehr wenige gute Rares in dem Set.
        Ausser Maelstrom Pulse fällt mir eigentlich gar keine gute rare ein, welche man wirklich haben möchte.
        Commons und uncomons hat es aber viele, welche sehr gut sind, vor allem bärchen hat es enorm starke.


        • Der Ersatz für Kombo in diesem Format ist zur Zeit das TurboFog-Deck, aber das wird auch nur so lange funktionieren, wie das Metagame sich nicht darauf einstellt, Artfakte zu haten.

          In den verlinkten Listen finden sich neben Maelstrom Pulse auch Dauntless Escort, Identity Crisis, Sphinx of the Steel Wind und Jenara, Asura of War. Für ein Set, das sich erst seit drei Wochen im Verkauf befindet, ist das jetzt nicht sooo wenig, insbesondere da bislang eigentlich nur bestehende Decktypen mit Reborn-Karten aufgefüllt worden sind. Was die neuen Bärchen angeht, so bin ich nicht so recht überzeugt, dass sie eine allzu große Rolle in Standard spielen werden, wenn man für 3 und 4 Mana unterdessen solche starken Viecher kriegt.

  13. endijian Says:

    @ Usagi:
    Ich unterschreibe diesen Kommentar zu 100%.

  14. Duodax Says:

    Während bei Yu-Gi-Oh alle teuren Karten langsam aber sicher als Commons billig reprinted werden, kommt man bei Magic nicht mehr ums Rare.dec herum…

  15. Arne_F Says:

    Ich gebe nicht die Hoffnung auf.

    Ich könnte mir vorstellen, dass bei WotC gemerkt wurde, dass man es völlig übertrieben hat und viele Leute verschreckt. Denn ein bisschen haben sie in den letzten beiden Editionen gegengesteuert.

    Das Erscheinen von Anathemancer hat mich ein wenig beruhigt, zum einen weil es spielbarer Nonbasichate ist und zum anderen, weil er als 100%ige Turnierkare im Uncommonslot erschien. Anathemancer, Bloodbraid Elf, Zeolous Persecution, Path to Exile und Volcanic Fallout hätten in Lorwyn noch gute Chancen auf den Rarestatus gehabt.

    Zudem gibt es im gesamten Alara-Block nur die fairen Trilands als spielbaren Manafix. Und wenn man nach der 10ten und Zendikar wirklich nur die neuen Superduals und Trilands zum fixen hat, dann ergeben sich auch wieder realistische Manabasen.

    • endijian Says:

      Komischerweise bin ich wirklich davon ausgegangen, das der ‘Mancer eine Rare ist. Haben die wizards mich schon so gut konditioniert, dass ich von solchen Effekten erwarte, dass sie selten sind?


      • Nein, das sind die Alibikarten, mit denen der Masse der Spieler vorgegaukelt wird, dass sie sich gegen die Topstrategien wehren können. Anathemancer fällt da in die gleiche Kategorie wie Volcanic Fallout (Faeries) oder Path to Exile (gut geschützte Superfatties). Ältere Beispiele dafür waren Manriki-Gusari (Jitte) oder Samurai of the Pale Curtain (Arcbound Ravager) – eben die Art Karten, die bei den N00bs die Reaktion “JAAAA – Faeris/5CC/Affinity/whatever ist tot111” auslösen. Letztlich stehen sie immer noch in der Kategorie der originalen Hoser-Karten wie Karma, Flashfires oder Gloom, die schon immer uncommon waren.

        Spot Removal (wie PTE) ist eine der wenigen Kartenarten, die auch heute normalerweise nicht rare ist, und Massenremoval für Kleinzeug (Fallout) ist ebenfalls traditionell uncommon (Pyroclasm, Infest…).

        Nonbasic-Hoser besitzen dagegen keine eindeutige Tradition: Einmal gab es Price of Progress, Wasteland, Dwarven Miner, Ravenous Baboons oder Skyshroud Elite, andererseits aber auch Blood Moon, Primal Order, Back to Basics, Ruination und Fulminator Mage.

        Generell sehe ich hier kein Anzeichen für eine Trendumkehr: Die Alibihoser werden als Uncommons unters Volk gemacht, aber die wichtigen Turnierkarten bleiben rare.

        Ach ja, und dass die Trilands keine Rares sind, liegt einfach an ihrer vergleichsweise niedrigen Qualität: Gute Doppel (Dreifach-, Mehrfach-)länder sind selten, weniger gute Uncommons, das war auch schon immer so (Thalakos Lowlands, Elfhame Palace, Crosis’s Catacombs, Croudcrest Lake, Arctic Flats, Calciform Pools, Vivid Meadow…) Man kann wohl davon ausgehen, dass die M10-Länder wieder einmal ein Musthave werden…

  16. klau_s Says:

    5c Survival und 5c WW und 5c Sligh… Damals Tempest.
    4 city 4 pool 4 minen, und dann alles rein ins deck.

    ABER da gabs auch noch
    MonoU-20Counter-2Rainbow-4Disk.dec

    Denke das ist nen Zyklus.

    Aber ich befürworte auch die Vintage bewegung ;)
    Das macht wirklich spaß.


    • So stimmt das nicht. All die Decks, die Du aufzählst, besaßen eine klare Hauptfarbe und splashten den Rest, was einfach nicht das Gleiche ist wie die Buntheit heute. Insbesondere waren sie (abgesehen von Survival, das aber manatechnisch in der 5CG-Tradition steht, die ein Fall für sich ist) ohne ihre gesplashten Karten zu 80 Prozent funktionsfähig, und sie überstanden auch Blood Moon deswegen ganz gut. (Ich kann mich auch nicht an Aggro-Listen mit Reflecting Pool erinnern, stattdessen mit 4 City 4 Mine und vielleicht noch dem einen anderen Basic der Splashfarbe, und selbst Survival hat keine 4 Pools gespielt – damals gab es nämlich noch hinreichend potenten Hoser, um solche Ansätze in ihre Schranken zu verweisen.)

      Darüber hinaus ist im Rückblick auch fragwürdig, ob die meisten 5-Colorlisten nicht einfach nur gierig verbaut waren, weil die Spieler sich einfach noch nicht an die Abwesenheit der Duals gewöhnt hatten, und Versionen mir noch klarerem Fokus nicht stärker gewesen wären. Insbesondere 5C-Sligh ist eigentlich nur eine Murksvariante, und ob 5CW wirklich mehr als einen Rot-Splash gebraucht hätte, ist im Nachhinein auch zweifelhaft. Allerdings war es ein Phänomen der damaligen Zeit, dass Zweifarbigkeit schwieriger zu bewerkstelligen war als Buntheit, und dass ein Deck, welches eine Zweitfarbe wünschte, damit schon vier Fünftel des Weges hin zu weiteren Splashs unterwegs war.

      Ich denke deswgeen nicht, dass man die Verhältnisse von damals mit denen von heute vergleichen kann.

      • Tilt Says:

        Die Pools wurden eigentlich nur in einem Deck gespielt und das war dem heutigen cruel control gar nicht so unähnlich. Das Deck nannte sich glaube ich D5C oder 5-Color-Donais oder so ähnlich. Hat im Endeffekt halt mehr counter und dafür weniger spezifische antworten gespielt. Aber ansonsten war es genau gleich.


        • Sorry, aber das ist Megaquatsch!

          Einmal befand sich der Pool auf jeden Fall mit ein paar Exemplaren (typischerweise zwei, denke ich) zum Beispiel im Survival. Zum anderen war 5-Colour-Donais so ziemlich das absolute Gegenteil von Cruel Control, denn das war so ein Deck, welches einfach dadurch gewann, dass es nicht verlor! Oft genug fungierten schlicht die Gaea’s Blessing als Wincondition. Ansonsten gab es da nur den tödlichen Fireball, der nicht vor Runde 100 oder so mit mehrfachem Counterbackup gespielt wurde und auf den das Deck auch gut verzichten konnte, wenn der Gegner sich davor schützte – das absolute gegenteil von Cruel Control, welches mit 6 oder 7 mana das Spiel zu entscheiden droht! Solche Kontrollaggro kam erst relativ spät auf. Ich denke, das erste echte erfolgreiche reaktive Kontrollaggrodeck war Accelerated Blue gewesen.

  17. maximus Says:

    Dass die Decks fast nur noch aus Rares bestehen ist doch wirklich keine neue Entwicklung. Durch die Mehrfarbigkeit im Moment vielleicht etwas verstärkt, aber sonst. Nehmen wir doch mal: Nationals Germany 2007 Top 8:

    600 Karten
    254 Rares
    346 UC, C, Timeshift C UC
    also
    42 % Rares, 58 % Rest. Basic Lands insgesamt 66, Durchschnitt 8,25 pro Deck. 4 Decks mit mehr als 2 Farben, 3 Zweifarbige und ein Mono. Das Deck mit den wenigsten Rares spielt auch die meisten Basics: Idiot Live. Nur 20 Rares und 16 Basics (das Gruul in der Liste spielt übrigens 28 Rares und 8 Basic Lands).

    Im Vergleich beträgt der Anstieg also 10 %. Hätte sich bei den Nationals statt des einen Idiot Live ein weiteres Beach House in die Top 8 gespielt, wäre das Verhältnis Rares/der Rest 46/54 gewesen. Ist natürlich nicht messgenau, aber wirklich neu ist die Verteilung Rares zum Rest nicht. Das ist mit Ravinica gestartet.


    • Dass diese Entwicklung seit Kamigawa/Ravnica zu beobachten ist, steht ja nicht zur Debatte (ich verstehe unter “früher” vielleicht auch etwas anderes als Ihr). Davon abgesehen sind aber auch zehn Prozentpunkte in zwei Jahren ein durchaus signifikanter Anstieg!

  18. maximus Says:

    @Andreas: du schreibst selbst von “jüngerer Entwicklung”. Du willst also sagen, als keinerlei Doppelländer (Pain/Shock, was auch immer) vorhanden waren, wurden keine gespielt? Ja, das war 2005 z.B. so, da waren nicht mal die Pains legal (und die Decks spielen trotzdem zu mehr als einem Drittel Rares, selbst wenn sie Mono sind). Also noch weiter zurück bis zu Madness und Pschoatog. Da stimmt es wieder (aber das ist ja nun wirklich fern ab von “jüngerer Entwicklung”).


    • Magic gibt es seit 1993, und eine Entwicklung, die ca. 2006 eingesetzt hat, ist da eindeutig eine jüngere Entwicklung. Die Überschreitung der 50%-Marke ist darüber hinaus eine besondere Zäsur, und das ist meiner Ansicht nach noch nicht länger als ein Jahr her.

  19. klau_s Says:

    Jo Andreas, insbesondere waren die decks auch mit weniger als 50% rares voll. Die Länder dank painlands und Co waren zwar rare aber die kreaturen und spells meist nicht. (Survival außen vor) M14 hatte auch verdammt viele Rares aber die aggro decks und auch das MonoU hatte wenig rares. (dh.: Buntheit gab es früher immer mal wieder, die rares sind aber wohl gestiegen)

    Wobei es auch zeiten gab mit mega vielen rares: Academy, Pandeburst, und zu Apocalypse Zeiten

  20. maximus Says:

    über die genaue Definition von jüngste Entwicklung möchte ich nicht unbedingt weiter philosophieren. Ich hänge da weniger einer geologischen Sichtweise an.

    grundsätzlich sind auch die Vergleiche nicht repräsentativ. Da müsste mehr Arbeit rein, habe nur mal ein aktuelles rausgepickt (US Regionals 2009 – Dallas).

    rares t8: 263, also 44 % (wenn man z.B. Hurricane als Rare zählt).

    Die einzige Steigerung der letzten Jahren ist doch im Preis der Chase Rares zu beochten (Menge und Preis).

  21. Charly Says:

    Im Prinzip ist es so, dass seit dem Kamigawa-Block, also seinem Ende, dass Powerlevel stetig ansteigt. Kamigawa war irgendwie für die Wizards eine Art Homelands 2, also ein GAU. Und jetzt überwiegt dort anscheinend die Angst, das Powerlevel wieder zu drücken und einen neuen “Flop” zu produzieren.
    Es ist auch schwierig Constructed powertechnisch zu adjustieren. Der Schnitt darf einfach nicht zu hart sein, die Stärke der Karten muss also langsam abnehmen, sonst hat man dann einfach mal ein T2 Format, wo nur einer von 2 legalen Blocks gezockt wird. Ob Wizards den, meiner Meinung nach, wichtigen Schritt in Richtung annehmbarer Power/Cost Ratio machen wird, zeigt uns dann wohl der nächste Block.

  22. Tilt Says:

    Also diesmal muss ich dir ganz heftig wiedersprechen die Zahl der Rares ist wirklich nicht so heftig gestiegen. Vergleiche mal die Anzahl der heutigen Rares mit Urza/Tempest Decks. Budde hat in seinem Covetous Wildfire Deck als einzige common den Basic Mountain gespielt. In den Rebellen Decks der Masken Zeit waren auch so zur Hälfte Rares und Replenish war ein einziger haufen Rares, ebenso wie Academy oder Jar. In diesen Zeiten konnte man zwar auch immer die quasi rarelosen Decks spielen, diese waren jedoch meist auch nicht so überragend. Es lässt sich zu fast jedem nicht Mirrodin Format sagen dass es Rarelastig ist.

    Viel schlimmer noch damals gab es immer einzelne chase Rares welche im Verhältnis noch teurer waren als die heute, weil man sie wirklich in jedem deck brauchte. Cursed Scroll, Rishadan Port, Masticore – ohne diese Karten kam man in den jeweiligen Formaten fast schon unabhängig vom Deck nicht aus.

    Ich muss ehrlich sagen, dass mir das aktuelle Standard auch gar keinen Spaß macht, aber das liegt nicht an der etwaigen Rarelastigkeit sondern eher daran, dass man seit mehreren PTQ-Saisons schon quasi immer die gleichen Decks wieder und wieder testen muss. Was man schon an spielen Kithkin (bzw. Windbrisk+Procession-Deck) vs. Faeries vs. Lark vs. Midrange vs. 5CC testen musste. Irgendwann macht es keinen Spaß mehr. Da war es mir noch lieber Affinity gegen alles zu testen da wusste man wenigstens schon vorm testen immer was man danach eigentlich spielen muss.


    • Du argumentierst hier nach Gefühl, aber hast Du irgendwoe eine entsprechende Auswertung?

      Hier einmal ein Beispiellink:

      http://www.classicdojo.org/feature/nov98deck.html

      Da wirst Du schnell sehen, dass das rarelastigste Deck der damaligen Zeit (Survival) such ungefähr auf dem Niveau des DURSCHNITTSWERTES meines Samples befand, während die meisten anderen Decks DEUTLICH unter dieser Quote liegen. Natürlich kann man anzwiefeln, dass die “Decks to Beat” repräsentativ für das damalige Meta waren, aber dann musst Du schon ein besseres Besipiel finden und auswerten!

      Ach ja, noch etwas zu Counter Relebls:

      http://www.wizards.com/sideboard/article.asp?x=sb20010117b

      Die Lieste hie erscheint mir schon SERH rare-lastig, mit den ganzen reverent mantras zum Biepsiel oder den drei Magetas im Sideboard – und sie liegt trotzdem noch unter 50% Rares und damit unter dem Durchschnitt der aktuellen Decks!

      Und zu Buddes Wildfire:

      http://www.magicdeckvortex.com/DDB/covetous_wildfire.htm

      Das sind 38m7% Rares, damit würde er heute den Schnitt MASSIV drücken!

      Du siehst also, Du hast die Dinge einfach falsch in Erinnerung.

      Natürlich hast Du Recht,d ass es früher gewisse Länder und ARtefakte gab, die einfach jeder haben musste (Scroll, Port, ‘core) im Gegensatz zu heute, wo sie nur jeder zweite SPieler haben muss (Heights, Ajani, Command), aber das ist ein etwas anderes Problem, un die heutige Sutuation ist da übrigens auch nur für Spieler wirklich besser, die sich auf eine Art Deck festlegen.

  23. endijian Says:

    “Wie lange mag es noch dauern, bis turnierlegale, ultraseltene, extrem spielstarke und in keiner anderen Version erhältliche Promokarten produziert werden?”

    zusammen mit

    “Während bei Yu-Gi-Oh alle teuren Karten langsam aber sicher als Commons billig reprinted werden,”

    ergibt:

    “Jetzt als FNM-Karte: Super spielbare und turnierlegale Previewkarten aus
    der übernächsten Erweiterung.”
    Das sind dann zwar Commons, aber bis sie erscheinen gibt es sie nur als Promokarten.
    You read it here first…

    • Duodax Says:

      Bringt eh nix wenn man die nicht als Playset hat. Außerdem sind spielbare Karten Kaufanreiz und werden wohl nicht previevt werden… Siehe Errant Ephermon.

  24. silver_bullet Says:

    Ich persönlich finde die Rarelastigkeit eigentlich nur bei den Ländern störend, da aber richtig. Bei der Ankündigung vom “awesome” Landcycle in M10 wurde mir direkt übel, allerdings hege ich noch die Hoffnung, dass diese Länder so “awesome” sind wie z.B. Progenitus.

    Viel schlimmer empfinde ich dieses Spielen gegen immer die gleichen Karten. Da kann ja jemand behaupten, im Standard gibt es zur Zeit so viele verschiedene Decks, aber eigentlich sind das immer die gleichen Karten, nur anders zusammengeworfen. Entweder die Decks können Spectral Procession into Ajani, 2te Runde Doran, Reveillark oder es sind Sealed-Decks ohne Basics. Ob das jetzt Cruel Control, oder grün-basierte Sealed-Decks(sowas wie Jund-Ramp, aber gerne auch mit Bloodbraid Elf) sind, einen richtigen Gameplan haben die nicht, vielmehr tolle Karten spielen und hoffen, dass das klappt. Dass die tollen Karten Rares sind ist gar nicht so störend, sondern dass es keine herte Kontrolle gibt, die diese Haufen schlägt. Daher fand ich die Erklärung warum es keine harte Kontrolle mehr gibt und warum das schlecht ist sehr treffend.

    Dazu aber noch eine Anmerkung: Die Verschiebung zu Kontroll-Aggro kam nicht aus der Vorliebe der Spieler für Drachen/Ultimaten usw., sondern vielmehr aus Qualität der Threats, die man beantworten muss. Reveillark zu entsorgen erzeugt fast immer Kartennachteil, nur als Beispiel. Die Threats sind zur Zeit so stark, dass man einfach zeitnah das Spiel beenden muss, oder mehr Carddraw braucht und der kommt heute meist in Sorcery-Form daher.

  25. GerwaldBrunner Says:

    nja die Zeiten wo jeder Depp und sein Spion mit UG-Madness oder UB psychatog Decks herumzömmelte waren auch nicht grade sonderlich spannend der Gipfel in dieser Monotonie wurde mit Affinnity oder WG Eternal Witness Cycling erreicht.Dank Skullclamp waren echte Controldecks zu der zeit auch quasi nicht vorhanden.


    • Andere Zeiten, andere Probleme. Ich sage ja nicht, “früher war alles besser”. Wobei diese sehr übersichtlichen Metagames mit klaren Angriffszielen auch durchaus ihre Befürworter haben…


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