Uns schwant etwas

GP Barcelona ist nun also vorbei. Die Coverage war – wie eigentlich immer – hundsmiserabel: Standings gab es mit einer Verzögerung von mehreren Stunden (und “mehrere” bedeutet hier teilweise >3, selbst wenn man außen vorlässt, dass WIEDER EINMAL die Abschluss-Standings des ersten Tages über Nacht nicht komplett waren); die Top-8-Decklisten waren ebenfalls stundenlang voller offensichtlicher Fehler (und eine fehlte – wie kann das eigentlich nicht auffallen, dass da eine Deckliste direkt hintereinander doppelt ist? Das geht doch nur, wenn keiner der Coverage-Heinis auch nur einen einzigen prüfenden Blick auf das wirft, was er da verbricht!), und Decklisten über die Top 8 hinaus sind bis jetzt noch nicht zu finden (ich erwarte ja gar nicht ALLE Tag-2-Decklisten, wie es irgendwann einmal üblich war, aber doch wenigstens die ersten 64 oder so!) Die Tatsache, dass die Coverage-Qualität seit Jahren nicht nur stagniert, sondern sogar langsam abnimmt, sagt ebenfalls etwas über den neuen Stellenwert, den das Konzept von Magic als intellektueller Sport bei Wizards unterdessen genießt, aus.

Nun ja, immerhin kann ich ja mit Hilfe der Top-8-Decklisten den Trend bestätigen, den ich zuletzt schon bei den Berliner NQs festgestellt hatte: In dieser Top 8 waren sogar 56,2% aller Karten rare! Langsam wird es gruselig…

Zum Thema “gruselig”: Kaskadierte Schwäne waren natürlich das Breakout-Deck des Turniers. Eine Freespell-Mechanik, die sich als broken erweist – was für eine Überraschung! Okay, dieses Deck wird die nächste Rotation natürlich nicht überleben, und es besteht zumindest eine kleine Hoffnung, dass es keine weiteren vergleichbaren Konzepte in Standard geben wird, denn die entscheidende Synergie dieses Decks ist es ja, dass es wegen der Cascade-Karten ganz viele Länder spielt, um nur seine Schlüsselsprüche zu finden, und gleichzeitig diese Länder für seine Win-Condition auch gebrauchen kann. Dafür benötigt man die Swans-Assault-Kombo. Trotzdem, zumindest in älteren Formaten gibt es ja schon ein weiteres Cascade-Kombo-Deck, nämlich das mit Hypergenesis (ich hatte gerade das “Vergnügen”, im MTGO Casual Room dagegen zu spielen – manche Leute haben echt den Arsch offen!), und dass sich in M10 und Zendikar nicht irgendetwas anderes befinden wird, das mit Cascade zusammen arbeitet, ist wohl eine eher naive Annahme.

Ja, das Deck ist superstark – drei Exemplare in den Top 8 sind eine klare Ansage, und der Gesamtsieg steht ebenfalls zu Buche! Außerdem wurde im Finale ein Gegner besiegt, welcher immerhin 4 Broken Ambitions, 4 Cryptic Command, 3 Negate, 3 Meddling Mage, 2 Pithing Needle, 1 Thought Hemorrhage und 3 Vendilion Clique dagegen aufbieten konnte – und das erwies sich als ZU WENIG Hate??? Natürlich kann (und muss) man im Zweifelsfall immer noch mehr tun, aber wie kann das denn bitte schön NICHT genügen, um Seismic Assault zu verhindern? Auch, dass das Feld nicht vorbereitet gewesen sei, kann man vielleicht noch  für Tag 1 anführen, aber unter den professionellen Spielern war dieses Konzept ja wohl gewiss bekannt gewesen!

Naja, alle Jahre wieder ist halt ein neues Storm oder Dredge fällig… Auch das wird sich nicht mehr ändern. Und es wird auch immer irgendwelche Leute geben, die das sogar spaßig finden. (So wie die Furzkruke, die mit ihrem Hypergenesis-Deck im MTGO-Casual-Raum unterwegs war. Spielt doch mit Euch alleine, Leute, das ist Euch ja offensichtlich sowieso lieber…)

Die übrigen 5 Decks spiegeln vermutlich das Prä-Swans-Metagame wieder: Da ist zwei Mal BW Token (ich frage mich übrigens, warum eigentlich Boat Brew so viel schlechter sein soll und komme zu dem Schluss, dass die von Handsome so geschmähte Zealous Persecution den Unterschied macht!), welches also keineswegs enttäuschend performt hat; da ist einmal BG Midrange (ich würde es ja “Rock” nennen, wenn es ein wenig mehr Disruption und Card Advantage besäße); da ist der Dauerbrenner Faeries, von vielen schon abgeschrieben, doch in kompetenten Händen immer noch Tier One; und da ist ein so genanntes 5-Color-Control, welches unorthodoxerweise auf Cruel Ultimatum verzichtet und stattdessen mit Nicol Bolas, Planeswalker und Obelisk of Alara den Sack zumacht. Wieso das so ist, da habe ich eine Vermutung, nachdem ich diese Liste ein wenig genauer studiert habe: Das ist ja gar kein 5cc! Tatsächlich handelt es sich hierbei in der Hauptsache um ein beinahe schon klassisches UW -Control-Deck, welches für einige wenige Karten Rot und für noch weniger Schwarz “splasht” – heutzutage “splasht” man ja auch doppelt farbige Manakosten mühelos – und damit seine Manabasis zumindest ein bisschen entlastet. Tatsächlich lassen sich von den 46 farbigen Sprüchen 37 allein mit UW spielen und 44 mit UWR. Überhaupt vermisst man einige Staples aus Cruel Control, so wie Wall of Reverence oder Runed Halo, obwohl diese in das UW-Konzept eigentlich hinein gepasst hätten, aber der Pilot des Decks, Riccardo Neri, hat auf andere Karten gesetzt, und diese haben ihn nicht enttäuscht. Vielleicht hat auch die Angst vor sehr speziellen Sideboardkarten im Mirror (Swerve, Hindering Light) oder eben schlicht Runed Halo dazu beigetragen, dass er die Ultimaten außen vor ließ.

Was auffällig fehlt, ist Blightning-Aggro, trotz Anathemancer – offensichtlich eine überbewertete Karte, die sich in den Top 8 nur in einem Sideboard findet. Vermutlich ist Rot einfach zu schwach: Lifegain ist überall, mit den grünen Midrange-Kreaturen kann man nicht mithalten, und Aggro braucht einfach Windbrisk Heights. Noch weniger scheint Schwarz (mehrfarbiges Zeugs ausgenommen) derzeitig zum Metagame beizutragen. Ganz grob gesprochen sieht es wohl so aus: Aggro ist weiß; Midrange ist Grün; Kontrolle ist blau. Naja, und Kombo nimmt sich eben, was sie gerade braucht…

Wie haben eigentlich die Deutschen abgeschnitten? In den zweiten Tag waren sie noch schwungvoll gestartet, mit vier Spielern innerhalb von drei Punkten Abstand zur Topposition, aber dann haben sie sich doch ein wenig durchreichen lassen, so dass es am Ende nur zu einem unglücklichen 17. Platz, zwei weiteren glücklichen Top-32-Platzierungen, zwei unglücklichen Fast-Top-32 Platzierungen und noch einmal zwei glücklichen Top-64-Platzierungen gereicht hat. Allerdings waren die ersten Plätze diesmal doch recht bunt besetzt, mit acht verschiedenen Nationalitäten im Viertelfinale (wie oft kommt das eigentlich bei Grand Prixs vor?), so dass kein allzu deutlicher Trend zu erkennen ist. Drei Länder, die besonders gut abgeschnitten zu haben scheinen, sind allerdings Frankreich, Italien und Polen.

Alles in allem erweckt der Ablauf dieses Turniers, so wie ich ihn aus der Ferne mitbekommen habe, nicht das Gefühl in mir, etwas verpasst zu haben. Ob das jetzt am Turnier selbst liegt, oder nicht einfach nur eine neue Phase in meinem Genesungsprozess als Ex-Turnierspieler darstellt, kann ich jedoch nicht sagen.

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45 Comments on “Uns schwant etwas”

  1. Teardrop Says:

    Anathemancer wird erst gut, wenn man ein Deck um Discard (auch eigenen ) herumbaut und er ausschließlich vom Friedhof kommt. Dahin muss man allerdings erstmal kommen. Ich wurde schon von 5cC besiegt, der einfach 6 RUnde den Drachen machte. Bis ich da auf 7 Mana kam war ich einfach schon TOT!

  2. mitsch Says:

    also man weiß ja nie, aber man kann doch schon sagen, dass es das Deck auch nach der Rotation geben wird. Da wie bereits erwähnt man auch über Ad NAuseam+ Assault gewinnen kann. Dafür muss natürlich erst das Assault in M10 wieder aufgenommen werden.

    Aber das Control Deck sieht echt interessant aus, differenziert sich erheblich von den herkömmlichen Listen.Ich würde es eher als Good Color Control betrachten mit Bolas Splash :P


    • Kann das Deck wirklich auch ohne die Schwäne realistisch gewinnen, oder ist das nicht eher ein Backup-Plan gegen Kontrolle?

      • kola bär Says:

        Ich glaube nicht, man müsste schon zuverlässig 7-8 länder mit Ad Nau aufdecken ansonsten fisselt man doch.
        Und ohne Swans will man ja auch net gerade so viele Länder spielen…

        Halt ich für schlecht

  3. kola bär Says:

    Ohne Schwans bringt der Assault aber nicht mehr wirklich so viel :P

  4. kola bär Says:

    äh sorry hab verstanden was du meinst, vergiss meinen post

  5. TobiH Says:

    “ALLE Tag-2-Decklisten, wie es irgendwann einmal üblich war”

    Hohoho, guter Witz! Bei Pro Touren, wo Wizards mit einem zehnköpfigen Coverage-Aufgebot antritt, ja – aber bei einem Grand Prix? Zeig mir drei! (Und selbst aus dreien dürfte eine “Üblichkeit” schwer herzuleiten sein.)


    • ALLE verlange ich ja auch gar nicht, aber mehr als 8 dürfen es schon sein, in diesem Fall zum Beispiel die ersten 68 (11-4 und besser). Da setzt sich jemand – es muss gar kein fester Mitarbeiter des Coverage-Teams sein, da kann man auch einmal einem Freiwilligen ein paar Booster zustecken – eine knappe Stunde hin, und fertig. Wenn natürlich die Sollstärke und die finanziellen Mittel des Coverage-Teams bei einem GP dafür nicht ausreichen, dann ist das doch ganz bestimmt kein Grund, weniger Kritik am Ergebnis zu üben! Es sagt ja niemand, dass die Leute vor Ort sich da einen faulen Lenz gemacht hätten.

    • endijian Says:

      Kurz ins Archiv gesehen:
      Bis zur Season 2002-2003 gab es bei GPs alle 64 Tag zwei Decklisten.
      Dann hat die Seite “Sideboard.com” augehört zu existieren, anscheinend wurden dabei die Coverageteams gesund geschrumpft, und dieser Service wurde eingestellt.

  6. endijian Says:

    2003-04 gab es auch immer noch hin und wieder alle Tag2-Listen

  7. René Appel Says:

    bitte wie willst du denn ca70 handgeschriebene listen in ner knappen stunde eingeben? sauklauen mitgerechnet und selbst mit einer guten autovervollständigungsfunktion unter einer minute pro liste ist doch schon fast steno … und das ist stress und den würd ich mir für random ein paar booster nicht machen… und ich glaub wirklich dass man zum eingeben eher so 2,5-3min braucht pro liste…
    ggf könnte wotc ja mal moderner werden und so bei registern schiebt man kurz den stick in den pc und zack liste im word dokument direkt zu dci nr eingetragen…


    • Eine Deckliste pro Minute, das geht schon; das habe ich früher oft genug gemacht, als ich noch die Serious Games Decklisten ins PlanetMTG-Regionalforum gesetzt hatte.

      • René Appel Says:

        ist das nicht auch stark formats, bzw davon abhängig wieviele verschiedene karten decks im schnitt so haben… zb in vintage oder highlander als extrembsp dauerts garantiert endlos viel länger mit den ganzen one ofs, in limited ists ja auch meist ne one of liste, klar wenn man halt 15 4 of blöcke hats gehts fix aber das ist ja immer seltener die regel…


        • Naja, Highlander-Listen habe ich natürlich nicht gemeint!

          Zugegebenermaßen hatten die Decklisten damals mehr Basic Lands, was das Abtippen doch enorm beschleunigt hat. Aber lass es zwei Arbeitsstunden sein: Wenn man es ernst meint mit der Coverage eines so großen Turniers, dann gehört das eben dazu!

      • Huy Dinh Says:

        Ich habe beim Grand Prix in Wien fuer 128 Extended-Decklisten etwa vier Stunden gebraucht, inklusive Plausibilitaets- (60 Karten Maindeck? 15 Karten Sideboard?) und Tippfehler-Check sowie Uebertragung ins [deck]-Format.

        Die tatsaechliche Dauer ist halt extrem formatabhaengig; wenn ich mir Arties abgetippte Decklisten so anschaue, denke ich, ich kann keine fehlerfreien Decklisten fuer unter zwei bis zweieinhalb Minuten garantieren. Und ich bin mir eigentlich sicher, dass Du Dich dann auch wegen “offensichtlicher” Fehler wie doppeltes Auftreten einer bestimmten Karten oder Fipptehler beschweren wuerdest.

        • HanHeinrich Says:

          Jawoll – Huy ist immer noch der Markstein beim Decklistenabtippen. Den GP Wien Rekord wird Dir so schnell keiner nachmachen.

          Und aus meiner eigenen Erfahrung: man kann zwar mal einen kleinen “Sprint” einlegen, wenn es nur um wenige Listen geht [Wir brauchen die Top8 in einer Viertelstunde! – Ich mach’s in 10 Minuten. (Scotty von StarTrek)], aber ein solches Tempo ist bei einer großen Zahl von Decklisten definitiv nicht mehr mit einer annehmbaren Fehlerquote durchzuhalten.

          Artie

  8. Nuegun Says:

    Und je schneller die Listen eingegeben werden, desto eher beschwert sich wer darüber, dass sie fehlerhaft sind.

    Übrigens gab es im Day2-Teil einen Abschnitt mit den ungeschlagenenen Decklisten von Tag 1 und noch ein paar Decktechs mit Listen. Nur Top8-Listen ist also ziemlich wahrheitsfern.

  9. gjgb Says:

    für je zehn booster[herstellungskosten 4 cent pro stück]

    finden sich auf so einem event garantiert in sekunden 3 leute, die sich zwei stunden zeit nehmen und je 20 listen abtippen.

    wenn sie das samstag abend machen stehen morgens schon die t2 listen bereit.

    es fehalt da einfach nur an gutem willen seitens des to!


    • Vom PRINZIP her gebe ich Dir ja Recht, aber im Detail ist das natürlich Quatsch, und da ich nicht will, dass das Prinzip durch die schlechte Argumentation in Zweifel gezigen wird: Die Herstellungskosten eines Boosters betragen gewiss ein Vielfaches von 4 Cent, und die Top-X-Listen kann man auch erst bei Fetsstehen der Final Standings abtippen.

      Nur: Auch wenn man dafür ein Display zum Händler-EK raushauen müsste und die Listen während der Top 8 abtippen lässt, sehe ich da kein prinzipielles Problem.

  10. gjgb Says:

    der boosterpreis war nicht ganz ernst gemeint.

    die t2[tag2] listen stehen schon samstags abends fest.
    für ein display bekommt man die sicherlich schon abends alle abgetippt.

    wenn dann t64 und t8 feststehen hat man die schon zur hand und muss nicht dann erst anfangen.

  11. Chickenfood Says:

    Warum BW besser als BBrew ist?

    BBrew is einfach ein haufen. und im gegensatz zu BBrew kann BW gegen cascade combo durchaus gewinnen. man hat a) eine funktionsfähige aggroschiene und b) einiges an disruption. Das racen ein akzeotabler plan ist erkennt man schon daran das das sunlight gespielt wurde.

    Combo, das hört sich langsam bei dir an wie ne Hexenjagd. aber jedem sein eigener sprung in der schüssel. die einen fangen an zu heulen wenn sie das wort “combodeck” nur hören, die anderen müssen hypergenesis-cascade im casual room spielen…

    @ Finale:
    Game 2 hat übrigens der Aggro-Plan gewonnen. und auch bei allem hate kann das so oder so ausgehen. und 6 manslands (biszu 8 in anderen builds) sind auch nicht zu verachten gegen kontrolle.
    Wie der game 1 gewonnen hat versteh ich immernoch net.
    imo hat der das assault von der hand mit RR gezahlt, laut coverage. (5 länder zu mana–> spielt 4 mana cascade spell, R floatin, dann kommt der landdrop und dann hat der auf einmal RRR???).

    Remeber Berlin? LSV hat kenny Öberg geschlagen und du hast geschimpft wie ein rohrspatz, wobei sich dieses combo deck so einfach haten ließ wie kaum ein anderes, nämlich am Board.
    Aufgrund der unvorbereiteten masse sind übermäßig viele in Tag 2 reingekommen, und da sind halt genug durchgerutscht.

    Mono R hat sein neues lieblings MU nicht oft genug bekommen, 5cc.

  12. japro Says:

    “Außerdem wurde im Finale ein Gegner besiegt, welcher immerhin dagegen aufbieten konnte – und das erwies sich als ZU WENIG Hate??? Natürlich kann (und muss) man im Zweifelsfall immer noch mehr tun, aber wie kann das denn bitte schön NICHT genügen, um Seismic Assault zu verhindern?”

    Ich kann mich an GENAU eine solche Aussage erinnern als du dich über die Extended Elfendecks ausgelassen hast (damals halt mit Elfen und Kennys Tezzerator). Und hat das Elfendeck nun das Extendedmeta verkrüppelt? Nicht wirklich.

    Alleine das vorhandensein von Hate gewinnt ja auch noch nicht. Die Spieler müssen auch auf die Decks vorbereitet sein und bei einem neuen Deck ist das halt nicht immer der Fall. Ich kenn das Vorallem von Vintage Turnieren wo die leute 8 Hatekarten gegen Ichorid haben, aber trotzdem verlieren weil sie nicht wissen was sie genau tun wollen (so manch einer vergisst vor lauter Hate das gewinnen).

    Klar werden die Spieler in den Top8 ausreichend intelligent sein um zu merken wie man gegen ein neues Deck spielt, aber die einzelne Runde die dort gespielt wird sagt ja nun nicht viel darüber aus, ob Kontrolldecks wirklich ein schlechtes MU gegen Swans haben oder nicht (ich glaube ja an letzteres).

  13. Nuegun Says:

    Nein, hört auf, ihr könnt den armen Jungen doch nicht einfach mit vernünftigen Argumenten schlagen! XD

  14. Und was lernen wir daraus? Says:

    naja, die nciht dominanz des elfendecks könnte damit zusammenängen, dass nciht genug Leute es in den ptqs gut spielen konnten/bzw. es garnciht erst versucht haben


  15. Ich bin eben der Ansicht, dass es nie gut für ein Format ist, wenn man nicht gegen breitflächige Strategien boardet, sondern gegen einzelne Karten, und wenn man darauf angewiesen ist, mindestens zwei Sideboardkarten in die Anfangshand zu ziehen, um eine Chance zu haben. In Extended zum Beispiel ließen sich die Elfen zwar haten, aber daraufhin marschierte Storm wierder durch das Feld. Stein-Schere-Papier ist eine Sache, aber die Frage “Hast Du xy sechs Mal im Sideboard und ziehst es auch entsprechend?” sollte Matchups nicht entscheiden, und ich bin auch weiterhin der Ansicht, dass Kombo prinzipiell nicht schneller sein sollte als kreaturenbasierende Aggro. Auch ein zuverlässiger Runde-4-Kill ist noch zu schnell. Manchmal Runde 4 und zuverlässig Runde 5, das ist noch okay, wenn man das Deck mit normalen Mitteln haten kann. Die Schwäne sind aber nach allem, was ich lese, beinahe garantiert in Runde 4 fertig, und das ist einfach zu schnell für ein gesundes Environment.

  16. Handsome Says:

    Ich hab nie Zealous Persecution “geschmäht”, ich halte die Karte nur für overrated.

  17. Tigris Says:

    Schwäne sind zwar konstant und oft schnell, aber um in runde 4 fertig zu werden müssen sie schwäne und assault einfach so ziehen, dafür ist die chance schon etwas klein. Runde 5 ist gut machbar sie bruachen einen von 10 spells (4 assault 6 4 mana cascade spells) und eine von 7 karten (4 schwäne 3 ad nauseam) oder der 5 mana cascade spruch + glück die schwäne zu ziehen.

    Wie es aber gegen so viel hate gewonnen hat frage ich mich auch. Vor allem vor dem sideboarden sollte das nicht so einfach gewesen sein. Nach dem sideboarden wird er zu viel hate geboarded haben und gegen die kreaturen verloren haben.

    Vielleicht kommen wegen diesen Decks jetzt sogar wieder mehr normale (viel blau + etwas weiss) kontrolldecks auf, weil die dagegen gute chancen haben sollten.

  18. japro Says:

    Naja, man muss ja auch nicht soo extrem spezifisch Boarden. Pithing Needle kann man durchaus gegen andere Decks benutzen (d.h. alles was Planeswalker spielt). Weisse Tokendecks könnten Mark of Asylum benutzen (Rotes Mass/Removal und DAS Kombodeck zu haten wäre fast schon genug). Wobei da sogar Runed halo besser wäre (hilft auch noch gegen Grinding, Banefire, Ultimatum…).

    Wir sind WEIT von der Situation entfernt dass man völlig einseitige Sideboardkarten spielen muss.

  19. Mathias Says:

    Der Neri haette das Turnier mal gewinnen sollen, dann waere ich der Letzte gewesen, der ihn an dem Wochenende geschlagen haette (Runde 9!).
    Naja, zum Thema: Das Schwandeck ist schlagbar. Der Kreuz hat mit 5CC immer dagegen gewonnen, auch BW kann dank Disruption dagegen gewinnen. Klar, man kann trotzdem verlieren und andere Decks sehen vllt schlechter aus, aber im Grossen und Ganzen ist es das Kombodeck, das dem Meta immer gefehlt hat. Es hat jetzt (wie die Elfen in Berlin) viele Leute ueberrascht, aber man wird sich darauf einstellen und sich entsprechende Alternativen einfallen lassen. Mehr Wispmares in weissen Sideboards waeren schonmal ein Anfang.

  20. Da Pyramide Says:

    wenn der assault aufgelegt wird gewinnt man per ad nauseam + assault, schwäne nicht notwendig -.-

  21. Dozer Says:

    Top-8-Decklisten: Wir haben eine komplette und (fast) korrekte Datei in die USA geschickt, wo dann ein Deck gedroppt und die von Sam Black verdoppelt wurde. Und Fehler: in einer Liste fehlten 4 Swans und 4 Bloodbraid Elf, das war ein Copy&Paste-Problem.

    Ansonsten würde ich gerne für Top-64-Listen in der Live-Coverage sorgen, nur muss mir dann jemand demonstrieren, wie wir das machen sollen. Während der Top 8 wird die Halle abgebaut, so dass nach dem Finale nur noch die großen Deko-Teile abgenommen werden und dann so schnell wie möglich alle rausgeworfen werden. Wir haben normalerweise ja nicht mal die Final-Coverage korrigiert und fertig, bevor uns gesagt wird: halbe Stunde, dann müssen alle raus sein aus der Halle.

    Was ginge wäre die Decklisten mitzunehmen und später zu Hause abzutippen, das passiert dann aber nicht im Rahmen der Event-Coverage.

    “Hundsmiserabel” würde ich die Coverage nicht nennen, denn was wir an Content insgesamt produziert haben, war gut. Für die Standings sind die Schreiber nicht verantwortlich; mehr als den Scorekeepern zu sagen, sie sollen jetzt doch bitte das auch in die USA mailen, können wir auch nicht machen.

    Was das Swans-Deck angeht: Ich halte es da mit Tobi, ich mag das Deck. Es macht Spaß, im zuzugucken, es gewinnt nicht garantiert, es kann locker mal fizzlen, es hat 40 Länder, es lässt sich haten… Neri hat im Barcelona-Finale einfach falsch geboardet. Ich glaube, mit mehr Removal im Deck hätte er zumindest das zweite Spiel gewonnen.


    • Immer wieder melden sich die Schreiber der Coverage und weisen darauf hin, dass SIE doch alles Menschenmögliche getan haben, aber die Bedingungen eben scheiße sind… Das glaube ich Euch ja – aber was ändert das für uns Leser? Die Kritik richtet sich doch nicht ausdrücklich an EUCH, sondern eben an diejenigen, die für die Coverage verantwortlich sind, also dann eben diejenigen, die diese Rahmenbedingungen schaffen!

      Über “hundsmiserabel” gibt es aber gar nichts zu diskutieren, wenn Standings Stunden zu spät kommen, auch wenn das nicht Eure Schuld ist: Es ist die Schuld von irgendjemandem, der für die Coverage verantwortlich ist. Das Gleiche gilt für den schlampigen Umgang mit den Decklisten und die miesen Logistik, die es offenbar unmöglich macht, mehr als die Top-8-Decks online zu stellen. Das Gesamtniveau der Coverage war wieder einmal absolut peinlich und dem Stellenwert, den solche Veranstaltungen angeblich besitzen, absolut unwürdig!

      • Dozer Says:

        “Das Gesamtniveau der Coverage war wieder einmal absolut peinlich”

        Siehste, und genau das ist doch ein ausdrücklicher Vorwurf gegen die Schreiber. Oder nicht? Alles andere, also die Logistik-Sachen, merken wir ja auch immer wieder gegenüber den Verantwortlichen an. Aber das hängt offensichtlich von der Tagesform der Producer auf der anderen Seite des Teiches ab.

        Mir ist auch klar, wie frustrierend es von zu Hause aus ist, wenn gerade so was wie Standings nicht klappt. Wenn daraus aber eine Pauschalkritik an der Coverage wird, ist doch logisch, dass z.B. ich als Schreiber auch auf die guten Seiten hinweise.

        Vom geschriebenen Content her war das nämlich eine ziemlich gute Coverage. Oder siehst du das anders? Kritik daran kann ich versuchen, auf persönlicher Ebene umzusetzen. Alles andere geht halt über’n Teich und muss abgewartet werden.


        • Manchmal verstehe ich nicht, was andere Leute nicht verstehen (wollen). “Gesamtniveau” ist doch eindeutig ein Vorwurf gegenüber dem Gesamtprodukt, oder? Wieso sollte das ein ausdrücklicher Vorwurf ausgerechnet gegenüber den Schreibern sein? Weißt Du, wenn ich jemandem persönlich einen Vorwurf mache, dann benenne ich ihn auch durchaus, das solltest Du doch wissen!

          Abgesehen davon scheinst Du durch Deine Involviertheit auch ganz andere Prioritäten zu setzen als ich. Du magst ja stolz auf den schreiberischen Content sein, aber der ist für mich bei einer Coverage bestenfalls zweitrangig. Wie habe ich es früher schon Tobi gegenüber gebetsmühlenartig gepredigt: STANDINGS & DECKLISTEN, DECKLISTEN & STANDINGS! Im Zweifelsfall verzichte ich lieber auf das ganze Geschreibsel, wenn dafür die harten Fakten zeitnah, ausführlich und korrekt vorhanden sind.

          Ihr könnt ja mal versuchsweise von einem Fußballspiel berichten und dabei die tollsten Geschichten darüber erzählen, wie die schwangere Freundin des Torwarts extra angereist ist, um ihren Mann zu unterstützen und versprochen hat, ihr Kind nach seinem Verein zu benennen, wenn er gewinnt… und dabei leider vergessen, die Mannschaftsaufstellung mitzuteilen und sofort davon zu berichten, wenn Tore gefallen sind oder Spieler des Feldes verwiesen werden. Auch wenn Ihr nichts dafür könnt: Ohne die absoluten Grundlagen der Berichterstattung ist Euer ganzer “Content” weitgehend wertlos!

  22. Michael Lauter Says:

    Gerade was Standings, Pairings und Results betrifft, verstehe ich den Umweg über die USA auch überhaupt nicht – bei allem anderen kann man ja noch sagen, klar, es wird nochmal Korrektur gelesen und hübsch gemacht, aber die Informationen kann man sicherlich als nicht Anwesender nicht kontrollieren, und beim Format kann auch nicht viel falsch laufen, da das ganze doch direkt aus dem Reporter kommt?

    • René Appel Says:

      das hat in den usa wegen verantwortlichkeit zu tun, da man da wegen jedem kleinen scheiss auf unsummen verklagen kann wollen die als verantwortliche alles durch ihre mühlen gehen lassen ob das rechtlich ok ist (ob der inhalt zum event richtig ist ist da wahrscheinlich sogar zweitrangig, verständlich wenn einem ggf ne lawsuit über x millionen ins hausstehen kann)


  23. Tja, heute Mittag bei der GP Seattle Coverage: “Day One[…]is in the books”, aber weder Results noch Standings aus Runde 9, und erst recht nicht die ungeschlagenenen Decklisten vom ersten Tag.

    Eine glatte 6, wie immer!

    Ach ja, und welche Yugi-Kiddies haben sie denn die Decklisten checken lassen, dass sie sich hierüber wundern? http://www.wizards.com/magic/magazine/article.aspx?x=mtg/daily/eventcoverage/gpsea09/welcome#3

    “Steve Griffin running some cards that, to be perfectly honest, we needed Gatherer to check they really were what we thought they were”

    Da ist nicht EINE Karte dabei, die sich nicht längst als Turnierkarte bewiesen hat, wenn auch möglicherweise in einem anderen Format (Thorn of Amethyst), und alle Karten ergeben in diesem Deck absolut Sinn! Naja, aber immer noch besser als die Leutchen, die “Farhaven Elf” in der Cascade-Swans-Liste entdeckt zu haben glaubten…

  24. Handsome Says:

    Ungeschlagene Decklisten vom ersten Tag werden immer erst gepostet, wenn der zweite Tag schon läuft, weil sonst den 9-0-Spielern ein ziemlich großer Nachteil entsteht. Das mit den nicht geposteten Standings aus Runde 9 ist allerdings wirklich schwach.


    • Okay, das Argument der Wettbewerbsverzerrung sehe ich ein. Andererseits kann man durchaus auch argumentieren, dass das öffentliche Interesse an der Berichterstattung schwerer wiegt – wenn von vornherein feststeht, dass die ungeschlagenen Listen gepostet werden, liegt ja zumindest keine Ungleichbehandlung der Spieler vor; dann wäre dieser kleine Nachteil eben ein zusätzliches Handicap für die bestplatzierten Spieler. Und mit dieser ARgumentation sollten diese Listen dann überhaupt nicht vor den Top 8 gepostet werden dürfen, denn auch in den späteren Runden kann sich ein gegner ja noch rasch über das Internet über die exakte Liste seines Gegners informieren…

      Wie auch immer, ich sehe ja gerne ein, wenn das der Grund sein sollte, aber irgendwie wirkt es für mich eher wie eine Ausrede. Man hätte doch stattdessen die Siegerlisten der Trials veröffentlichen können (nicht nur diese eine), wenn die Priorität wirklich darauf liegen würde, die Leser zeitnah über interessante Fakten zu informieren.

      • Michael Müller Says:

        Ich glaub zwar auch eher an “Ausrede”, aber der Nachteil ist alles andere als klein. Beim GP Warschau(?) waren die Decklisten der Top 4 vor dem zweiten Tag online, und die 4 haben zusammen noch 5(?) Matches gewonnen (+Mirror). Konsequenterweise müsste man dann die letzte Runde conceden, und das kann es nicht sein.


        • Also, diese Statistik ist einfach bereits ZU krass, um mich zu überzeugen! Klar ist es ein Vorteil, das Deck des Gegners zu kennen, aber das macht doch nicht den Unterschied zwischen einem 6:0 und einem 1:5 Deck aus! (Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass wirklich alle Gegner sich diese Decklisten angesehen haben.) Da müssen auch noch andere Faktoren eine Rolle gespielt haben.

  25. Handsome Says:

    “Und mit dieser ARgumentation sollten diese Listen dann überhaupt nicht vor den Top 8 gepostet werden dürfen, denn auch in den späteren Runden kann sich ein gegner ja noch rasch über das Internet über die exakte Liste seines Gegners informieren…”

    Klar, aber abends im Hotel mal kurz online schauen ist eben viel leichter als an der Site kurz W-Lan snacken. Zumal man in den späteren Runden die anderen Topdecks ohnehin kennen sollte, dank Spying und so.


  26. Au Mann, sind diese Coverage-Fritzen schon wieder scheiße! Statt auf die Standings verlinken sie mal wieder auf die Results. Ob wenigstens das Top-8-Bracket stimmt (da gab es bei früheren Coverages auch schon mal Fehler)? Naja, und was Decklisten angeht, werde ich wohl erst morgen welche zu sehen kriegen, und vermutlich wieder nicht mehr als die ersten acht… Aber dafür gibt es ja den tollen Content:

    “I was playing in Regionals in San Jose with a deck that had Rafiq of the Many, Mask of Riddles, and Finest Hour, which is a group that nobody is playing. You can draw four cards, so it’s pretty cool. I did ok at the event, but then traded away almost the entire deck to get the cards for BR. That didn’t go so well, but I got four foil Figure of Destiny. As soon as I got them a little thought occurred to me. I have a Revised Wrath of God, and I was hoping to get it signed by the best player I could find. And then I thought about the Player of the Year Race.”

    Ja, klar, deswegen klicke ich eine GP Coverage an… Muss ich ja wohl, denn weswegen sonst?


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