Das FNM-Sterben

Nach Anregungen von Darkpact und Michael Müller will ich jetzt den Zusammenhang des Rückgangs der Standardturniere mit dem Rückgang der FNMs allgemein ansprechen. Letzterer wiederum steht sehr wahrscheinlich auch in einem Zusammenhang mit dem Sterben der Ladenszene, aber für dieses habe ich leider überhaupt keine statistischen Grundlagen.

Untersuchen will ich Standard und Booster Draft in und außerhalb FNMs, sowie Legacy (offensichtlich nur außerhalb). Sealed Deck ist in FNMs ein vernachlässigbarer Faktor (und wird – das behaupte ich jetzt einfach einmal ohne Recherche – hauptsächlich zu Release- und Prerelease-Turnieren gespielt), und die übrigen Formate befinden sich, wie mein letzter Eintrag gezeigt hat, alle unter “ferner liefen”.

Erhebungszeitraum ist wiederum vom 1. August des Vorjahres bis zum 31. Juli des genannten Jahres. Die Einstellungen in der DCI Datenbank waren das jeweilige Format, Friday Night Magic bzw. Any Type, Rated und Germany.

Standard FNMs 2009: 1288
2008: 1842
2007: 2313

Hier sehen wird die Hauptursache des Standard-Sterbens!

Standard insgesamt 2009: 1780
2008: 2248
2007: 2667

Daraus ergibt sich folgende Anzahl von Nicht-FNM-Standardturnieren:

2009: 492
2008: 406
2007: 354

Und da ist tatsächlich ein kontinuierlicher Anstieg zu verzeichnen! Eine wichtige Frage ist aber, warum dieser Anstieg nicht deutlich stärker ausfällt, um den Rückgang der Standard-FNMs zu kompensieren.

Booster Draft FNMs 2009: 1326
2008: 1336
2007: 1487

Hier ist ebenfalls ein Rückgang zu verzeichnen, jedoch bei Weitem nicht so dramatisch wie bei den Standard-FNMs.

Booster Draft insgesamt 2009: 2419
2008: 2175
2007: 2262

Es ergeben sich folgende Nicht-FNM-Booster-Drafts:

2009: 1093
2008: 839
2007: 775

Auch hier also ein starker Zuwachs! Nach einem kleinen Knick im 2008 gleichen die Nicht-FNMs den Verlust der FNMs unterdessen mehr als aus.

Und hier noch einmal die Zahlen der Legacy-Turniere:

2009: 545
2008: 471
2007: 384

Das relativiert ein bisschen meine Aussagen über die Beliebtheit von Legacy im Vergleich zu Standard, denn immerhin finden kaum weniger Standard-Turniere außerhalb von FNMs statt als Legacy-Turniere. Andererseits befindet sich in diesen Standard-Zahlen eine nicht ganz unerhebliche Anzahl von “Pflichtturnieren” (PTQs und NQs etc…), und allgemein sollte man annehmen, dass die größere Bedeutsamkeit des Formates Standard seine Beliebtheit stärker pusht. Dann wiederum kann man die Beliebtheit der Formate nicht nur an den Nicht-FNMs festmachen, denn wenn immer noch eine sehr hohe Anzahl FNMs in Standard stattfindet (das Verhältnis FNM zu Nicht-FNM war auch zuletzt noch 3,6 zu 1), dann sinkt natürlich der Anreiz, dieses Format zusätzlich zu spielen, gegenüber dem Anreiz, Legacy zu spielen, welches als FNM überhaupt nicht angeboten wird. Nichtsdestotrotz scheint sich das Standard-Angebot der tatsächlichen Nachfrage zuletzt anzupassen und entsprechend zu schrumpfen, denn wie man bei den Booster Drafts sieht, ist es ja durchaus möglich, dass Nicht-FNMs den Wegfall von FNMs kompensieren und sogar überkompensieren! Die Nachfrage nach Standard sinkt also, während die von Booster Drafts steigt; und damit sieht man auch, dass das Lädensterben nicht unmittelbar für den Rückgang der Standardturniere verantwortlich gemacht werden kann, denn wenn es offensichtlich trotzdem noch möglich ist, immer mehr Drafts durchzuführen, warum dann nicht auch das organisatorisch eigentlich deutlich anspruchslosere Standard?

Zur relativen Beliebtheit von Drafts gegenüber Standard muss man ja auch nicht viel sagen – es hat schon seinen Grund, warum in 8-Man-Side-Events bei Grand Prixs oder Pro Touren WEIT mehr Drafts als Standard- (oder sonstige Constructed-) Turniere gespielt werden! Und auch ansonsten ist sich die Welt wohl weitgehend einig. Es hat gewiss seinen Grund, dass Wizards jetzt gemischte Pro Touren eingeführt haben: Das Interesse an Constructed PTs hinkte vermutlich dem an Limited PTs immer weiter hinterher!

Die relative Beliebtheit von Standard gegenüber Legacy ist hingegen mit diesen Zahlen schwierig zu fassen, da die Veranstaltungsbedingungen für beide Formate eben extrem unterschiedlich sind (FNMs, Premium Events…)

Eines ist mir noch aufgefallen: Wenn man den Gesamtzuwachs der Nicht-FNM-Turniere in den Formaten Standard, Booster Draft und Legacy von 2007 bis 2009 vergleicht, dann erhält man folgende Daten:

Zuwachs im Standard 2007-2009: 39,0%
Booster Draft: 41,0%
Legcay: 41,9%

Das ist doch erstaunlich konstant! Kann man daraus etwas schließen, und wenn ja, was?

Explore posts in the same categories: Lists

Tags: , , , , , , , , , ,

You can skip to the end and leave a response. Pinging is currently not allowed.

48 Comments on “Das FNM-Sterben”

  1. Kenshin Says:

    Das mit den Pro Touren sehe ich anders, aber vielleicht bin das auch nur ich. Ich finde Limited Pro Touren extrem langweilig und vor allem die Top8 Coverages sind dann sehr sehr dröge. Neueste Constructed Tech kommt irgendwie immer besser rüber als super Limitedpläne. Vielleicht ist das Geschmackssache, aber ich find zum Zusehen ist Constructed definitiv interessanter.

    • endijian Says:

      Schließe mich Kenshin an.
      Limited ist cooler zum Spielen – Constructed ist cooler zum Zuschauen. Wizards hat die Mixed-Tours ja damals damit begründet, dass bei Limited only Touren den Lesern der Coverage die TopXX-Listen gefehlt haben. Bin versucht, das so zu glauben.

      • René Appel Says:

        ich schließe mich da auch absolut der o.g. meinung an, zocken macht limited unendlich viel mehr spass, aber anschauen auf jeden fall constructed…!


    • Ich denke, darauf können wir uns einigen, dass Constructed-Matches für die meisten Zuschauer nachvollziehbarer und daher interessanter sind. Das ändert aber genau gar nichts daran, dass die allermeisten Leute lieber draften, als selbst Constructed zu zocken.

  2. EvilBernd Says:

    “Kann man daraus etwas schließen, und wenn ja, was?”

    Dass mal wieder alle drüber reden, aber niemand was tut…

    • atog28 Says:

      Second that, und bevor jemand schreit, ob er TO werden soll… wie gross ist wohl die Anzahl der Events in MTGO?

    • Tilt Says:

      „Kann man daraus etwas schließen, und wenn ja, was?“

      Das sich die Spielerschaft gut genug organisiert hat um bei Wegfall der FNMs in einem gewissen Format diese selbst zu übernehmen (Klar die Daten beinhalten immernoch einen gewissen satz an “Pflichtturnieren” den ich jetzt einfach mal vernachläßige).

      Somit würde ich insgesamt nicht von einem Aussterben der Turnierszene sprechen sondern nur von einer umorganisation vom FNM zum privaten TO hin. Das hierbei Standard nicht den verlust aufholt kann ich mir einfach damit erklären, dass ich schon an einigen selbst organisierten (gerankten) Drafts teilgenommen habe, jedoch quasi noch nie jemand einfach ein Standard turnier ranken wollte.

      Ich denke zudem einfach, dass in Deutschland die Läden im Schnitt weniger Community-Arbeit leisten als z.B. in den USA. In anderen Worten: Ich sehe das FNMs in den USA viel stärker Zugpferde für die Turnierszene, da sich die Läden (in meiner Erfahrung) dort viel stärker in die Ausrichtung dieser reinhängen.

  3. Michael Müller Says:

    Ich denke, der Anstieg ist nur scheinbar. Er ist vielmehr (Vorsicht Spekulation!) ein Effekt der Neustrukturierung der TO-Statusse (Stichwort für Atog: “Instabile Gruppe”). Wenn man die Nicht-FNM-Standards aufdröselt, fällt auf, dass der Anstieg (ausschliesslich) auf Freitags-Turniere fällt. Die Zahlen für 2008 und 2009:
    Freitags-Standard: 108 225
    Premier-Standard: 28 50
    Rest-Standard: 266 263
    (die Unterschiede zu Deinen Zahlen liegen wahrscheinlich daran, dass es Turniere gibt, die zwar als FNM gewertet wurde, aber nicht FNM im Titel haben). Der Anstieg zeigt also keine “neuen” Turniere sondern “umetikettierte.”

  4. SimonG Says:

    Die Hybridisierung der PT wurde genau so von Wizard begründet wie von den ersten Kommentatoren (Quelle hab ich nicht zur Hand, bin mir aber ziemlich sicher das mehr oder weniger deutlich gelesen zu haben): Man braucht Constructed um die Coverage interessant zu halten, Netdecks bereitzustellen (Sekundärmarkt!) und dem generellen Promotiongedanken gerechtzuwerden. “Leider” spielen aber sowohl die Pros als auch der Rest der Welt lieber oder zumindest sehr gerne Limited (und das ist auch gut so), also waren Mixed PTs die logische Konsequenz.

  5. SimonG Says:

    Hmm, war gar nicht so schwer – wie vermutet von Aaron Forsythe:

    “Our coverage audience absolutely devours Constructed decklists from top players. The written and video deck tech pieces we do blow away a lot of the other stuff we do on the coverage side, and unfortunately all-Limited events just aren’t as captivating to that at-home audience, regardless of how fun they are to play in. A lot of casual players see Limited play as kind of decadent, I suppose; they want more info on cool new decks or little bits of tech on how to make their Elf, Kithkin, and Mono-red decks better. The Pro Tour is aspirational and a big show piece; we want a show that people will watch. To that end, we came up with a schedule–a whole new paradigm for the Pro Tour, really–that gives us Constructed lists every single time for people to eat up, while at the same time giving the gravy-train pros the ability to play their favorite format–Booster Draft. It’s like a year of Nationals.”

    (Aus: Announcing the 2009 Pro Tour Schedule, BDM, Aug08)


    • Naja, Simon, das wissen wir doch alle – oder? Vielleicht war nicht klar, dass ich mit “Interesse” in meinem Eintrag “Interesse, das Format zu spielen” gemeint habe. Die stärkere Zuschauerresonanz beim Constructed war natürlich der Grund, warum Wizards eingeschritten ist.

  6. Markus Says:

    Also ich kann nur für mich sprechen, aber

    ich spiele inzwischen seit ca. 15 Jahren Magic.
    Zu damaliger Zeit war ich noch Schüler, da hatte ich Zeit zum Tauschen, Deckbauen, Turnierspielen (egal, wann und wo).
    Inzwischen bin ich Berufstätig,
    da mangelt es an Zeit für Turniere (FNM fängt bei uns um 15.00 Uhr an, Feierabend habe ich frühestens um 16.00) Zeit zum Deckbau (Dank des Internets ist ein Deck, das heute gut ist ja morgen schon Geschichte) und da ich keine Decks baue, kaufe ich mir die Karten auch nicht, solange sie noch jeder haben will und sie dementsprechend teuer sind. Das hat dann natürlich wieder zur Folge, dass ich nicht die Karten zum Deckbauen habe.

    Das alles (bis auf den Zeitfaktor) ist beim Draft egal! Wenn ich Zeit habe gehe ich zu uns in den Laden und drafte.

    Ich frage mich, ob es vielleicht mehr Spielern heute so geht. Immerhin kenne ich viele Magic-Spieler, z.B. den Pirschner, die mindestens so lange spielen wie ich.
    Interessant wäre also mal der Altersschnitt der Magicspieler im Verlauf der Zeit.

    Meine Meinung

  7. maximus Says:

    @Markus: veränderter Altersdurchschnitt, jupp, kann natürlich ein Fakror sein (bin ja selbst näher an der 40 als an der 30): Die Frage ist dann: Warum ist das in den USA nicht so? Mehr und mehr glaube ich das die einfache Lösung dieser Frage heißt: In den USA wird sich um Nachwuchs gekümmert, hier haben weder die Läden noch die etablierte Turniergemeinde ein Interesse daran, Nachwuchs zu fördern. Kann man auch scHon daran sehen, dass es anscheinend einigen Läden Probleme bereitet, alle 2 Monate eine neue DCI Anmeldung zu bekommen. Ich meine, mal ehrlich, wie Scheiße muss ein Laden sein, wie abweisend eine Turniergemeinschaft, dass sie es nicht schafft in einem Jahr 5 neue Anmeldungen zu erwirtschaften? Mit Prerelease und FNM? Das geht ja gar nicht.

  8. Teardrop Says:

    In den USA ist die Zeitstruktur etwas anders gewesen, zumindest da, wo ich war. Da starteten die FNMs um 19 oder 20 Uhr und der Laden war eben bis 2 in der Nacht auf. Da wurde erst Standard FNM und dann ein Draft gezockt. Sind ja auch alle mit dem Auto da, kein Problem nach Hause zu kommen. Und etwas weiter fahren machen die Leute, das sind die gewöhnt. In DLand fährt doch keiner 30 Kilometer für ein FNM, zumindest nicht regelmässig.

    Ansonsten gilt das Argument: Ich Drafte im Moment auch lieber, weil ich da nix vorbereiten muss, sondern nur auftauche,. Zur not sogar ganz ohne irgendwelches Material. Booster kaufen und ab.
    Für Constructedsachen braucht man die Vorbereitungszeit, die ich mir im Moment nicht nehmen kann/möchte. Ich denke es ist tatsächlich so einfach:

    – Ladenöffnungszeiten/Arbeitszeiten passen nicht gut zusammen
    – Standard kostet mehr Vorbereitung
    – Limited bringt den Läden mehr Geld, aber weniger Nachwuchs.
    – Immer nur Draft lässt deshalb Szenen langsam eingehen.

    • Olaf Says:

      qft. Wenn man dann noch das Alters-Argument vo Markus dazunimmt, kommt man ser schnell auch auf diese mögliche Ursache. Hüben wie drüben werden die Magicspieler im Durchschnitt immer älter (dürfte eine Binsenweisheit sein). D.h. immer mehr haben Arbeit, Familie etc. Und Freitag um 16:00 bestimmt keine Zeit zum Magic-Spielen. FNMs in Berlin (gerade dort!) starten 16:00, da kam ich damals immer grad vom Mittagessen. Hier in Dresden ist 18:00 Start, immer noch viel zu zeitig. Hey, ich will’nen gemütlichen Freitagabend haben und nicht rumhetzen.


      • Dass die Magic-Spieler älter werden, ist zwar eine Binsenweisheit, aber die Frage ist halt, wieso weniger Nachwuchs kommt. Der langsame Wegfall der erwachsenen Generation müsste durch nachrückende Teens und Twens kompensiert werden. Wenn er das nicht tut, liegt das vielleicht schlicht an der Konkurrenz: Yu-Gi-Oh! zieht immer noch massig Kinder in seinen Bann, und dann ist da natürlich das Internet: Ich denke, man kann davon ausgehen, dass auch bereits 13- und 14-jährige sich viel mehr im Netz herumtreiben als vor zehn Jahren noch.

        Man muss auch einmal fragen, was eigentlich faktisch eine größere Vereinsamung bedeutet: Vor dem Computer zu sitzen und sich in einem halben Dutzend Chatfenster mit RL- und Online-Freunden zu unterhalten, oder in einem Spieleladen zwischen verhaltensgestörten Kiddies zu lernen, wie man sich gegenseitig beim Tauschen bescheißt.

        Wizards versuchen zwar zuletzt massiv, eine jüngere Zielgruppe anzusprechen (BATTLEFIELD! HERE I RULE!), aber ich habe achon einmal einen Artikel darüber geschrieben, dass das nicht klappen wird, denn von seiner ganzen Struktur her spricht Magic nun einmal primär eher nerdige Teenager und Studenten an. Das ist die Gruppe, welche die Begeisterung weitertragen müsste – aber auch die sitzt heute eben im Internet (hallo, Leute!) und nicht in Läden.

        DIe USA allerdings, tja, bei denen scheint das ja irgendwie anders zu laufen! Wenn ich lese, dass dort FNMs um 20 Uhr beginnen, dann frage ich mich schon, ob dass nicht hauptsächlich Kleinstädte sind, in denen abends ansonsten die Bürgersteige hochgeklappt werden, oder ob die Fantasy-Nerds ansonsten aus Partys herausgeprügelt werden. Irgendwie will mir aber auch nicht so recht in den Kopf, dass man mit diesen Turnierzeiten für Nachwuchs sorgen kann…

      • HanHeinrich Says:

        Also in Berlin sind die FNMs m.M. nach im Moment richtig gut positioniert:

        16 Uhr – Standard FNM (für die Schüler, Studenten, Nachwuchs – da sieht man dann auch mal Kiddies mit den Preconstructed-Decks erste Turnierluft schnuppern)

        dann danach um
        20 Uhr – Draft FNM
        Da finden sich dann eher die älteren Semester ein (dauert ja auch meist bis Mitternacht)

        So ist wirklich für jede Interessensgruppe das geboten, was sie will.

        Artie

  9. GerwaldBrunner Says:

    Und eben MTGO und Mau Mau fressen auch ganz gut die potentielle Spielerbase auf.

    • Kenshin Says:

      Bei Mau Mau verstehe ich es einfach nicht. Das ist nach ein paar hundert Spielen immer gleich. Stinklangweilig für mich. Erklärt sich aus meiner Sicht nur durch Mode und besseren EV des Gewinns größer. Ah und man muss es nie wirklich neu lernen.

      Ich denke viele der Punkte die angesprochen wurden sind wahr. Die Szene altert und damit verschieben sich die Zeiten in denen die Leute spielen können. Viele steigen dann wohl komplett auf MTGO um. Und selbst wenn FNMs ab 18:00 sind können da genug Leute immer noch nicht.

      • René Appel Says:

        das mit dem umstieg auf mtgo kann ich absolut unterschreiben… während des studiums ists null prob sich zu drafts usw zu treffen.. aber jetzt im job mit 60+h wochen ist es halt unrealistisch dass man nachmittags irgendwo hin kommt , hier in essen gibts ja wenigstens noch nen mittwochs stattfindenden draft in ner kneipe, das kann man schon ab und an schaffen… (und außerdem will ich inzwischen auch nicht mehr zwischen kreischenden bratzen auf unbequemen stühlen sitzen sondern irgendwo wo ich meinem hobby frönen und dabei essen und trinken servieren lassen kann…)

      • Fritz Says:

        Der erste Teil von deinem Kommentar zeugt eindeutig von deiner Unwissenheit über Poker!
        Zu Behaupten, es sei gleich, ist so, als würde man behaupten, dass LOR-ARB dasselbe Standardformat wie ARB-ZEN ist.

        • Kenshin Says:

          Es sind immer die selben Karten und immer die selben Möglichkeiten. Der Rest ist Statistik… Klingt für mich nicht abwechslungsreich. Keine bunten Bilder, immer die selben 52 Karten, wenige diverse Strategien. Nach mehreren hundert Händen ist es für mich persönlich zu gleichförmig gewesen.

        • Fritz Says:

          zu Kenshin unter mir:

          You Fail @ Poker!

          Ganz offensichtlich hast du sowenig Ahnung davon, dass ich auch nicht gewillt bin, dir es erklären zu wollen. Bringt eh nix!

  10. Handsome Says:

    “DIe USA allerdings, tja, bei denen scheint das ja irgendwie anders zu laufen! Wenn ich lese, dass dort FNMs um 20 Uhr beginnen, dann frage ich mich schon, ob dass nicht hauptsächlich Kleinstädte sind, in denen abends ansonsten die Bürgersteige hochgeklappt werden, oder ob die Fantasy-Nerds ansonsten aus Partys herausgeprügelt werden. Irgendwie will mir aber auch nicht so recht in den Kopf, dass man mit diesen Turnierzeiten für Nachwuchs sorgen kann…”

    Seh ich auch so. Mit solchen Startzeiten akquiriert man sicher keinen Nachwuchs.

    • furb Says:

      Na ja, wenn der Nachwuchs nicht bei den Kiddies sondern halt bei den Nerd-Studenten aquiriert wird, dann halt schon.
      Es ist ja nicht so wie wenn man Fußballer werden will, dass man schon ab der D-Jugend dabei sein (oder als Profimusiker ab 3 Jahren eine Geige in den Händen halten) müsste…

  11. Meikel Says:

    Die Frage ist halt verschwende ich meine Zeit mit Spaß (Magic) oder versuche ich was “sinnvolles” wie Geldverdienen (Mau-Mau)…
    Denke, dass das Spiel ansich keinen Spaß macht ist allgemein bekannt.

    • René Appel Says:

      das poker per se keinen spass macht ist nicht ganz richtig denk ich (zumindest bei den meisten) online macht man es nur des geldes wegen, logo, magic zockt man rl und online aus fun, poker online nur wegen des geldes, aber poker rl macht durchaus spass und ist was ganz anderes, das kann ich sowohl aus unserer pokerrunde, die aus ner alten magictravelgruppe die zu jedem ptq fuhr als wir noch schüler/studenten waren erwachsen sit sagen, inzwischen treffen wir uns halt vierteljährlich zum pokern mit essen usw dabei und haben viel fun…

    • Fritz Says:

      Lol, wie alle Magicspieler immer schreiben, dass Poker niemanden Spaß macht.
      Wahrscheinlich sind es immer die, die genau wissen, dass sie losing Player sind…

  12. Teardrop Says:

    In den USA habe ich noch etwas anderes erlebt, was hier in DLand so nicht ist:
    Es wird früher geheiratet und Kinder gekriegt (und sich dann geschieden, do’h), Da sind viele Vatis egwesen, die Babysitten mussten und die Kinder waren dabei und haben mitgezockt. Die haben dann nur das FNM gespielt, aber trotzdem.
    Natürlich nicht alle Kinder, aber die ab 12, oder so. Schließlich waren da auch schon 35-jährige Spieler dabei, so wie hier auch.
    Der unterschied da ist halt, dass wenn man mal in einer Gruppe drin ist, man auch schlehct wieder rauskommt. So der Kartenspieler-Nerd eben. Im Gegensatz zum Sportler (cool), Bandspieler(seltsam) oder Chearleader (hot) etc.
    Klingt alles voll übertrieben, aber am Ende läuft es irgendwie darauf hinnaus, konnte es selbst kaum glauben…

  13. Handsome Says:

    “Na ja, wenn der Nachwuchs nicht bei den Kiddies sondern halt bei den Nerd-Studenten aquiriert wird, dann halt schon.”

    Ich kann nur für mich sprechen, aber ich würde zu keinem FNM gehen, der um 20 Uhr beginnt, und das obwohl ich Student bin. Das würde mir zu oft mit der Planung des restlichen Abends kollidieren. Es ist Freitag Abend, Mann!^^

    Abgesehen davon: Kann das eventuell nicht einfach mit den deutschen Ladenöffnungsgesetzen zusammenhängen, dass FNMs hierzulande so früh beginnen?

    Und was ich schon woanders geschrieben habe: Vergesst nicht die Gateway-Programme, die Standard-FNMs oftmals einfach ersetzen. Zumindest hier in München ist das so.

  14. TMM Says:

    warum sollte mau-mau keinen spaß machen? auch online spiele ich das nicht nur aus gier, sondern weil ich die challenge und intellektuelle beanspruchung mag.

    “Ah und man muss es nie wirklich neu lernen.” grober quatsch

    was bei mau-mau auch besser geht: multitablen! bei modo suckt das ein bisschen


    • Leute, das ist nicht das P-Forum hier – wenn Ihr Poker” meint, dürft und sollt Ihr auch “Poker” sagen!

      Mau-Mau ist nämlich ein eigenes Spiel, das mir (in der richtigen Variante) übrigens mehr Spaß macht als Poker.

      Allgemeine Aussagen darüber, was mehr Spaß macht, sind eh sinnlos. Es gibt Leute, die schauen sich Formel-1-Rennen im Fernsehen an. Es gibt sogar Leute, die hören freiwillig Hiphop…

      Erwähnenswert ist allerdings, dass die Beliebtheit von Poker erst in den letzten paar Jahren wirklich weltweit groß geworden ist. Da steckt schon ganz offensichtlich eine riesige Image-Kampagne dahinter. Spaß hat es sicherlich auch schon vorher Leuten gemacht, aber der Hype um das Spiel beruht gewiss nicht darauf, dass es auf einmal um ein Vielfaches unterhaltsamer geworden ist als früher, ebenso wie der Tennis-Boom in der Becker-Ära nicht darauf zurückzuführen war, dass Tennis auf einmal mehr Spaß machte als vorher, sondern darauf, dass Becker einen Trend gesetzt hatte.

      • Fritz Says:

        Klar, der gute HipHop Diss…

        Zum Pokerboom:
        Ganz offensichtlich ist es eine Image-Kampagne und zwar, das Herausholen aus den dunklen Hinterhofschuppen und hinneinbringen auf einen Sendeplatz zur besten Sendezeit, zumindest in Amerika. Ganz eindeutig ist der WSOP ME Sieg von Chris Moneymaker 2003 dafür verantwortlich.

        Das jedoch jeder, der cool sein will, Poker spielen muss, ist albern.


        • Das ist aber das, was die Werbung vermittelt: “Poker Spielen ist cool”, mit einer deutlichen zusätzlichen Botschaft “wer nicht Poker spielt, ist nicht cool, weil ihm die Eier dafür fehlen”. Aber “sind sie zu stark, bist Du zu schwach” ist ja schon lange ein Standard in der immer aufdringlicheren Werbeindustrie (und die meisten meinen es ernst!) – man attackiert gezielt die Minderwertigkeitsängste der Menschen.

          Die unzähligen Loser, welche die Gewinne der paar wirklich konstant erfolgreichen Pokerspieler finanzieren, sind doch letztlich nur dabei, weil man ihnen das Gefühl gibt, mit den großen Hunden pissen zu dürfen, und dabei nie wirklich mitbekommen, dass sie in Wirklichkeit das Zeug ständig nur in die Fresse kriegen.

        • endijian Says:

          Der “Appeal”, der hinter diesen Pokersendungen steht ist doch folgender:

          “Hier seht ihn euch an – das ist Mister Couchpotato, der 08/15-Specki, stuck in a deadend job, der nichts anderes gemacht hat als zu Hause vor der Kiste sitzen. Und jetzt ist der der Pokermillionär. Das kannst du auch! (Wenn Du die Eier hast, obv.)

        • TMM Says:

          jo dass die leute eigentlich viel zu bad sind, hat man krass bei mec in hamburg gesehen… da gab es ja eine million (einself!!!) zu gewinen und jeder hatte eine chance!!!

          die leute, die sich als das top 1% bei den online qualifiern gequed hatten, konnten z.t. nicht mal die regeln. aber eine million!!!!

      • TMM Says:

        ich würd auch nie behaupten, dass poker “objektiv” spaß macht. nur statements, dass es “immer das gleiche ist” und ja gar keinen spaß machen kann und man nix mehr lernen muss, sind eben auch grober quatsch

        btw ist das meiner meinung nach beste kartenspiel immer noch viel zu unpopulär: schwimmen/schnauz/whatever, idealerweise headsup

        ein skill game mit einem über lebenspunkte beliebig konfigurierbarem glücksanteil, basics leicht zu lernen und man kann bis zu einem gewissen grad immer noch was lernen

        • endijian Says:

          Jo schwimmen…
          hab ich in Neuseeland ein paar Jagdkollegen beigebracht.
          Immer nice zu spielen während man auf die neue Runde Kaninchen wartet.

      • TMM Says:

        poker gibt es btw auch in mehreren varianten

        die meisten leute, die “poker” schreiben, meinen halt “nlhe mtt”

    • Tilt Says:

      Bei modo ist multitablen durchaus drinn, braucht nur etwas mehr übung da es nicht so richtig von der Oberfläche unterstützt wird.

  15. beefman Says:

    Poker… ist ja wohl nur interessant wenns um lohnende einsätze geht. ansonsten schau ich mir noch lieber ein weiteres kanzlerduell an.^^


Leave a Reply

Please log in using one of these methods to post your comment:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s