LinkDings, mehr Diskussion und ein wenig private Erinnerung

Mein letzter Arbeitsnachweis ist schon wieder ein bisschen her – wenn auch nicht ganz so lange, wie ich zuerst dachte: Offensichtlich findet die bloginterne Suchfunktion keine Tags! Das ist ziemlicher Mist. Wie auch immer, Folgendes ist zuletzt von mir in Artikelform erschienen:

Ein Praxisbericht von meinen M10-Drafts,

und ein kurzer Casual-Artikel, der sich mit in diesem “Nichtformat” problematischen Karten befasst. Diesem sollen in näherer Zukunft noch weitere folgen – alle tendenziell eher kurz – in denen ich von meiner Herangehensweise an das Casual-Spiel erzähle.

Dann habe ich zuletzt in diesem oder jenen Blogeintrag wieder einmal die Thematik des Niedergangs der RL-Standardturnierszene in Deutschland angesprochen und ihre Verbandelung mit dem Rückgang der FNMs. Auf GerMagic hat jetzt auch Teardrop etwas zu diesem Themenkomplex gebloggt, und zu einigen Dingen, die er oder seine Kommentatoren ansprechen, will ich etwas loswerden:

Das Niveaugefälle zwischen Anfängerdecks (oft verschlimmbesserte Precons) und Netdecks bei FNMs: Es ist unsinnig zu fordern, dass kompetetive Spieler mit getuneden Decks die Neulinge nicht abschrecken sollten! FNMs sind Turniere in entspannter Atmosphäre für jedermann, aber das bedeutet doch nicht, dass man dort nicht seine ernstgemeinten Kreationen testen dürfen sollte, oder nicht versuchen sollte zu gewinnen! FNMs sind KEIN Casual – das gibt es noch einmal extra. Wo sonst soll denn die vom Aussterben bedrohte Spezies der Standardspieler regelmäßig spielen, und woher sonst soll überhaupt der Anreiz kommen, sich nicht nur saisonal (wie bei den PTQ-only-Formaten Extended und Block Constructed) mit Standard zu befassen? Ich behaupte einmal, wenn auf FNMs Kiddies mit 16-Forest-50-grüne-Fatties-Decks ständig auf die Nase bekommen und deswegen die Lust verlieren, dann sind NICHT die Netdeck-Spieler daran schuld – die Kiddies sind das Problem! Und zwar insofern, dass ihnen offensichtlich nicht genügend andere Möglichkeiten gegeben wurden, Erfahrungen mit Deckbau und Kompetetivität im Standard zu sammeln, bevor sie ein Turnier spielen. Entspannte Atmosphäre kann doch keine Niveau-Beschränkung bedeuten!

Zu den Anfangszeiten der Turniere: FNM steht für “Friday Night Magic”, und es ist nur den – größtenteils unterdessen offenbar abgeschafften – deutschen Ladenschlussgesetzen zu verdanken, dass diese Turniere bei uns so häufig um 16 Uhr beginnen/begannen. Es hat auch seinen Grund, dass sie freitags stattfinden, was bedeutet, dass die meisten Spieler am nächsten Tag nicht früh aufstehen müssen! Dieses ganze Konzept richtet sich offenbar NICHT an Kinder, auch wenn es in Deutschland logischerweise dafür genutzt wurde. Das Heranführen von Neulingen an Turnierformate oder überhaupt erst an das Spiel Magic muss an anderer Stelle passieren. Früher einmal geschah dies ganz von selbst, aber in jüngerer Zeit wurden dafür Programme wie Arena oder Gateway geschaffen, um träge Shopkeeper zu ermutigen, ihren Nachwuchs zu fördern.

Die Aufgabe der FNMs ist es also eigentlich, denjenigen Spielern, die bereits erfolgreich angesteckt worden sind, und die zumindest auf semikompetetiven Niveau bereits einigermaßen mithalten können, einen regelmäßigen Spielort zu bieten. Es ist aberwitzig, sich einerseits Neulinge heranziehen zu wollen, aber dann, wenn diese so weit sind, ihnen die Spielmöglichkeiten versagen zu wollen! Deswegen hängen diese ganzen “Grassroots”-Geschichten in der Luft, wenn gleichzeitig die FNM-Szene (und zwar, um genau zu sein, die FNM-Standard-Szene) eingeht.

Sicherlich sind etablierte Spieler für Läden ein Problem, weil sie sich nicht nur mit dem Spiel, sondern eben auch mit den Bezugsmöglichkeiten dafür auskennen, was bedeutet, dass sie direkt oder indirekt den Nachwuchs darauf stoßen, sich ihre Karten billiger im Internet zu besorgen. Aber kann es da eine Lösung sein, wie von manchen gefordert, diese Spieler aus den Läden zu verbannen und nur noch Kiddies zu bedienen? Natürlich nicht! Neulinge brauchen Vorbilder, und sie brauchen Ziele, auf die sie hinarbeiten. Nach der anfänglichen Begeisterung für das neue Spiel kochen sie sonst rasch im eigenen Saft und verlieren entweder wieder das Interesse, oder entwickeln sich selbst zu etablierten Spielern. Es ist völlig utopisch anzunehmen, dass heutzutage Magic-Spieler nicht irgendwann ganz von alleine im Internet stöbern und dort auf MKM und co. stoßen! Okay, in einer gewissen, immer jünger werdenden Altergsruppe mag das noch so sein – deswegen verdient man ja auch so gut mit Yu-Gi-Oh! – aber das trägt keinen Laden.

Was mich zum nächsten Punkt bringt: Das Gejammer über die “Abzocke” der Läden, die ja so unverschämt sind, Displays zehn oder zwanzig Euro teurer als im Internet anzubieten, oder gar für Booster den empfohlenen Verkaufspreis zu fordern! Wisst Ihr was, Leute: Ihr könnt ja mal versuchen, einen Hobbyshop zu führen, in dem Ihr Produkte mit einer Handelsspanne von weniger als 15% anbietet. Viel Glück! Das funktioniert eigentlich nur, wenn man dafür andere Produkte zum Ausgleich noch teurer verkauft. Als Shopbesitzer steckt man in einem Dilemma: Mit konkurrenzfähigen Verkaufspreisen macht man kaum noch, wenn überhaupt, Gewinn (die Handelsspanne ist NICHT die Gewinnspanne, weil sie die anteiligen Unkosten nicht berücksichtigt), aber mit Preisen, welche eine zufriedenstellende Gewinnspanne ermöglichen, ist man nicht mehr konkurrenzfähig! Deswegen muss man als Händler abwägen, ob man lieber mehr Produkt mit geringerem Gewinn oder weniger Produkt mit höherem Gewinn verkauft, und lasst Euch etwas sagen: Normalerweise rechnet es sich bei Produkten, die im Internet knapp über ihrem Einkaufspreis erhältlich sind, immer mehr, höhere Preise zu verlangen, auch wenn man dadurch einen Großteil seiner Kunden verliert! Das ist die Kalkulation, welche einem das Internet praktisch aufzwingt.

Allerdings wird die ganze Angelegenheit dadurch noch komplizierter, dass es irgendwo eine Schmerzgrenze gibt, ab der man von seiner Kundschaft als “unverschämt teuer” eingestuft wird und dieser schlechte Ruf sich verselbständigt. Insbesondere Läden mit Konkurrenz am Ort können sich das nicht leisten. (Deswegen haben wir in Berlin ja auch so “faire” Preise – über die die Kunden aber immer noch meckern!) Und dann kommt noch das Problem dazu, dass gerade sammelbare Spiele eine kritische Masse an Konsumenten benötigen, unterhalb derer die Nachfrage nach dem Produkt wie ein Kartenhaus in sich zusammenfällt.

Wenn ein Laden sich in diesem Dilemma gefangen sieht – um sich zu finanzieren, müsste er das Produkt so “teuer” anbieten, dass er damit seine Kundschaft verschreckt – und es nicht mit einer Mischkalkulation, oder vielleicht auch illegalen Mauscheleien (Grauimporte, Steuerhinterziehung) ausgleichen kann oder will, dann bleibt ihm irgendwann nur die Schließung. So kommt das Lädensterben zustande.

Daran kann man uns Spielern natürlich eine Mitschuld geben, denn wir sind einfach nicht bereit, einen angemessenen Brickstore-Aufschlag zu zahlen, welcher den Standort (und damit unseren Spielort und Treffpunkt) und die dort arbeitenden Menschen finanziert! Wenn wir abends in die Kneipe gehen, zahlen wir für unser Bier bereitwillig ein Vielfaches dessen, was wir im Supermarkt dafür abdrücken müssen und labern den Wirt nicht voll, dass man das Zeug bei Aldi ja so viel billiger kriegt! Unsere Spieleläden jedoch sind uns nicht einmal einen Bruchteil dieses Preisaufschlags wert (denn natürlich kalkulieren selbst die teuersten Händler nicht so wie ein Schankwirt).

Wer jetzt sagt, dass dieser Vergleich hinkt, da man ja das Bier in der Kneipe sofort an Ort und Stelle trinkt, der sei darauf hingewiesen, dass Drafts an Beliebtheit immer mehr zunehmen, während Constructed sich auf dem absteigenden Ast befindet. Seht Ihr die Parallele?

Doch letztlich liegt die Schuld beim Produzenten. Einmal kümmern Wizards sich VIEL zu wenig um die Spieleläden. Obwohl diese ihnen den Nachwuchs besorgen sollen, werden sie nur äußerst sporadisch mit T-Shirt-Aktionen, Box Promos oder Gateway-Karten unterstützt – da wäre so viel mehr drin! Vor allem aber machen Wizards ihr Produkt einfach zu teuer. Das betrifft nicht unbedingt den Boosterpreis an sich, aber eben die Einstiegs- und laufenden Kosten für Standard, über die ich immer wieder schimpfe: Wer soll denn ernsthaft von einem Neuling (und insbesondere von einem im Schulalter) erwarten, sich diese kompetetiven Decks zusammenzukaufen? Wer es auch nur versucht, wird selbstverständlich die günstigstmöglichen Bezugsquellen nutzen. Ich bin sicher, dass ein Teardrop als fertiger Arzt in der Lage ist, sich ohne mit der Wimper zu zucken im Laden vor Ort mit Magic-Produkt zu versorgen (und selbst er tut dies gewiss nicht konsequent) – aber wie kann man dies von Schülern, Studenten und Arbeitslosen verlangen? Kann man natürlich nicht.

Ich will Euch ein bisschen aus der “guten alten Zeit” erzählen: Unsere Freitags-Standardturniere bei Serious Games damals (“damals” ist die Zeit, bevor es FNMs gab), waren immer so voll, dass wir Nachrückerlisten führen mussten (falls vorangemeldete Spieler nicht kamen), weil wir nicht Platz für mehr als – abhängig von der aktuellen Bestückung des Ladens – 16, 24 oder 32 Teilnehmer hatten. Nachrücker warteten dann bang, und wenn sie es nicht ins Turnier schafften (was selbst bei 32 Spielern gelegentlich vorkam!), durften sie sich für den nächsten Freitag eintragen, und standen dann in der Regel daneben und schauten zu. Ach ja, und die Anmeldung schloss jedes Mal PÜNKTLICH um 16 Uhr – das musste sie, weil es unfair gegenüber den wartenden Nachrückern gewesen wäre, wenn wir auch nur eine Minute auf vorangemeldete Spieler gewartet hätten! Wäre so etwas heute noch denkbar?

Als wir dann den zweiten Berliner Laden eröffneten (im Rückblick eine absolut dekadente Entscheidung), hatten wir Platz für bis zu 40 Spieler bei den unterdessen eingeführten FNMs, und auch hier benötigten wir zunächst Nachrückerlisten. Dann bekamen wir allerdings einen neuen Geschäftsführer, und der handhabte einige Dinge anders als vorher. Zum einen ließ er beim FNM ALLE mitspielen, egal ob Platz dafür war oder nicht. Das klingt jetzt erst einmal nett, aber wisst Ihr, das 40-Spieler-Limit hatte schon seinen Sinn gehabt: 40 Spieler bedeutete, dass absolut alle Stühle besetzt waren und die Spieler sich an den Tischen so eng zusammendrängten, dass sie ihre Ellenbogen nicht ausfahren konnten. Mehr als 40 Spieler bedeutete, dass Spieler teilweise im Stehen an hastig frei geräumten Mittelgondeln spielten, und dass Tische mit großen Tabletop-Platten so verlängert wurden, dass niemand mehr an den Spielern vorbei kam (auch nicht die Kunden, die zu den Regalen mit unseren Waren wollten), und dass es praktisch unmöglich war, dass ein Spieler während der Runde aufstand, ohne dass die ganze Tischreihe aufstehen musste. Ach ja, und als Judge kam man auch nur noch auf Rufweite an die Spieltische heran…

Dafür allerdings mussten die Turniere im Gegensatz zu vorher PÜNKTLICH um 20 Uhr beendet sein! Vorher war es kein Problem gewesen, wenn es einmal halb neun oder gar neun Uhr wurde, aber nun war der Geschäftsführer Freitag abends immer persönlich anwesend und wollte pünktlich nach Hause (und dass er mich nicht mit 40+ Spielern alleine lassen konnte, war klar – man hätte uns die Tapeten von den Wänden geklaut!) Könnt Ihr Euch vorstellen, wie stressig das für mich als Judge, aber auch die Spieler war, ein Turnier mit 4 Runden und über 40 Spielern in dieser Zeit durchzuziehen? Raucherpausen gab es nur für Spieler, die wirklich besonders schnell fertig wurden, und wenn eine Partie in die Extrazüge ging, stellte ich mich gedanklich schon auf einen Anschiss ein, und versuchte die verlorene Zeit mit einer besonders zügigen Freigabe der nächsten Runde auszugleichen. Und zu allem Überfluss erwartete der neue Geschäftsührer auch noch von mir, dass ich die Turnierleitung nebenher betrieb und ansonsten an der Kasse stand oder Inventuren machte!

Gleichzeitig geriet ich mich mit ihm (und da war ich nicht der einzige Mitarbeiter) immer wieder über seine Preispolitik in die Haare. Deckboxen, die woanders für 2,20 Euro erhältlich waren, kosteten zum Beispiel bei uns 4,50 Euro. Wir erwarben uns in kürzester Zeit einen Ruf als Nepper-Laden. Nichtsdestotrotz hielten wir unter ihm (die Geschäftsführung würde noch einmal wechseln) an der Hochpreispolitik fest, ganz nach dem Motto: Lieber weniger Kunden, aber mit denen anständig Gewinn erzielen!

Warum erzähle ich Euch das hier? Um darüber zu jammern, wie schwer ich es hatte, und wie gestresst ich war, und wie auf diese Weise ein ursprünglich beliebtes und spaßiges Turnier und die unstrittige Nummer Eins unter den Läden in Berlin nach und nach vor die Hunde gingen (denn bald suchten die Spieler sich natürlich lieber andere Spielorte, und die Kunden gingen zur Konkurrenz, und wir hatten schließlich nur noch die lokalen Kiddies im Laden)? Okay, das auch, aber eigentlich geht es mir darum zu sagen, dass ich – auch wenn ich seine ganze Zielrichtung für falsch halte – Verständnis für die Entscheidungen dieses Geschäftsführers habe! Er wollte eben irgendwie diesen Laden rentabel führen, was bedeutete, dass er die Arbeitszeit der Mitarbeiter maximal rentabel gestalten und seine Preispolitik auf maximalen Gewinn ausrichten wollte.

Ich wusste damals schon, dass das nicht funktionieren konnte: Dass ein Spieleladen von seinem Ruf lebt, und davon, dass seine Kunden sich dort wohlfühlen, und dort gut beraten und bei Spielveranstaltungen betreut werden. Jener Geschäftsführer wollte effektiv aus Serious Games einen Kiosk machen.

Wie gesagt, ich wusste, dass dieses Konzept für Serious Games nicht funktionieren konnte, aber vielleicht wusste er damals wiederum bereits, dass das bisherige Konzept nicht weiterhin funktionieren würde! Die Gewinnspannen wurden immer niedriger, und die Mitarbeiter, welche mit Kundenberatung und der Durchführung von Veranstaltungen betraut waren, rentierten sich immer weniger. Serious Games war genau in das oben beschriebene Dilemma geraten: Ein nach marktwirtschaftlichen Erwägungen geführter Hobbyshop ist nicht attraktiv, aber ein für die Kunden attraktiver Hobbyshop wirft kaum Gewinn ab. Als Familienvater war dieser Geschäftsführer nicht bereit, effektiv für einen Appel und ein Ei zu arbeiten (und schon gar nicht, gleichzeitig bezahlte Mitarbeiter zu beschäftigen, die ihre Arbeitszeit nicht finanzieren konnten).

Nach dem erneuten Wechsel der Geschäftsführung zurück zum alten Geschäftsführer schrumpfte Serious Games sich gesund. Einer der Läden wurde geschlossen, die Preisstruktur wieder konkurrenzfähiger gemacht und die Mitarbeiterschaft reduziert (aber jede Menge Gratis-Praktikanten beschäftigt). Mit anderen Worten, Serious Games arbeitete jetzt nach dem gleichen Prinzip wie alle überlebenden Hobbyshops:  Geringe Personalkosten, niedrige Gewinnspannen. Der Laden geriet so zurück in die Gewinnzone, aber sobald die dringendsten Verbindlichkeiten zurückgezahlt waren, schmiss auch dieser Geschäftsführer hin – nicht, weil es nicht mehr ging, sondern weil er nicht mehr WOLLTE. Auch er war Familienvater und wollte sich den Arsch nicht mehr für minimale Gewinne abarbeiten.

Das ist das Schicksal der Spieleläden. In Berlin kenne ich das Funtainment, den ASL und Area 51 (falls es den noch gibt) ein bisschen, und sie arbeiten alle nach diesem Prinzip: Geringe Personalkosten, geringe Gewinnspannen. Serious Games HÄTTE VIELLEICHT, wenn es nicht zwischendurch zu profitorientiert geleitet worden wäre, der Übergang gelingen können: Auf Grund des enorm hohen Warenbestandes und des breiten Warenangebotes wären Mischkalkulationen vielleicht rentabel gewesen, und mit den relativ günstig angebotenen Waren wäre es möglicherweise gelungen, genügend Kundschaft in den Laden zu bekommen, um die rentablereren Produktgruppen an den Mann zu bringen. Ladenhüter ließen sich über das Internet verticken. Wir hatten immer noch Top-Fachleute für alle Fantasy-bezogenen Warengruppen und hätten uns als Fachgeschäft mit hervorragender Beratung etablieren können (den zweiten Laden mussten wir natürlich in jedem Fall wieder schließen). Vielleicht.

Vielleicht aber auch nicht. Leute, was ich damit sagen will: Die Händlerperspektive kommt in diesen ganzen Diskussionen immer viel zu kurz! Ich kann mich nicht über Händler im großen Stil wie Bazaar of Wonders oder auch das Kesselchen äußern, denn mit dieser Geschäftsebene kenne ich mich nicht aus. Ich kann Euch aber VERSICHERN, dass sich im Brickstore-Einzelhandel NIEMAND eine goldene Nase verdient!

Daran sind letztendlich natürlich die allgemeinen Marktbedingungen schuld, und ich kann niemandem einen Vorwurf machen, der lieber billiger einkauft – das tue ich ja selbst. Aber zumindest sollten die Schuldzuweisungen gegenüber den Ladenbesitzern aufhören, wenn diese irgendwie versuchen, genügend Gewinn zu machen, dass sie die Führung ihres Ladens gegenüber dem Bezug von Hartz 4 noch rechtfertigen können!

Wizards kämpfen darum, die Profite ihrer Anleger zu maximieren. Die Hobby Shops kämpfen ums Überleben. Das ist ein Unterschied!

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26 Comments on “LinkDings, mehr Diskussion und ein wenig private Erinnerung”

  1. pes Says:

    Guter Artikel.

    Das ist schon etwas problematisch, wenn man im Laden halt für etwas mehr Geld zahlen muss, als man für dasselbe Produkt im Internet zahlt. Aber der Laden muss halt Miete und Beschäftigte bezahlen – das muss der Internet-Shop nicht. Aber in der Tat bietet mir kein Internet-Händler die Möglichkeit, mich mit Gleichgesinnten zu Pre-Releases, Releases (neudeutsch Launch-Parties) oder FNMs zu treffen. Oder man kann auch einfach zum Gateway oder Planechase-Event hingehen. Da bieten die Läden wirklich viel – und wenn dann nach dem FNM noch gedraftet wird, wird das auf jeden Fall ein langer Abend. Da muss ja auch immer noch jemand aufpassen und das ganze organisieren.

    Karten kaufe ich fast immer billig über MKM, da ich die Einzelpreise im Laden nicht bezahlen will. Aber Booster, Displays und Spielmaterial kaufe ich oft auch im Laden. Ich denke, dass ist okay so.

    Danke auch für den Einblick in die Serious-Games-Vergangenheit. Damals hat mich Magic noch nicht interessiert, da war ich immer nur wegen LARP-Utensilien dort. Aber dass da viele Magic-Spieler waren, war mir da auch schon aufgefallen.

  2. Arenaleiter Says:

    wahh son langer artikel den lese ich dann wohl doch erst später…

  3. Kenshin Says:

    Interessanter Einblick. Ich hatte nie das Gefühl, dass sich ein Ladenbesitzer eines kleinen Stores mehr als gerade so über Wasser halten kann.

    Ich finde es auch mysteriös, dass sich so über die Preise aufgeregt wird. Am Wochenende gehen Leute in die Disko und zahlen da für Alkohol und Getränke wirklich irre Preise. Klamotten und Schuhe haben absolute Luftpreise. Das zahlt jeder breitwillig. Ich auch. Das hat vermutlich etwas damit zu tun, dass wir viele Ausgaben als nötig betrachten, aber eben Magic absolut nicht.

    Da viele der Magicspieler vermutlich Klamotten und Essen von Mama und Papa bezahlt bekommen (zu der Gruppe gehöre ich) geht dort das Verständnis für Preise total verloren. Dinge die Mama und Papa bezahlen sind für mich gratis, da müssen sich die fragen, ob es akzeptabel bepreist ist. Aber bei meinem Hobby, von Taschengeld finanziert, da muss ich es selbst einschätzen. Und weil viele keine Ahnung davon haben, wie Einzelhandel funktioniert, schreien sie auf.

    Natürlich kostet mich die Teekanne bei meinem kleinen Teeladen deutlich mehr, als im Internet… Dieser kleine Laden muss versuchen aus ein bis zwei verkauften Kannen seinen Stundenlohn zu ziehen. Ein Internethändler muss sich den Profit über die Masse holen. Für beide ist das unangenehm, aber so hat sich das eben entwickelt. Ich denke aber auch Wizards sollte mehr mit Promos und kleinen Goodies für die Leute arbeiten die auch wirklich im Laden sitzen. Sowohl für die “alten Hasen” die sich ab und an mal blicken lassen um den Anfängern zu helfen, als auch für die Anfänger selbst.

    Was sich all die Leute die herumschreien, dass Magic im Laden wucher ist überlegen sollten ist “was würde ICH in der Situation tun?”. Da stehen Existenzen dahinter! Teilweise ganze Familien. Der Shopowner ist auch ein Mensch und die Angestellten müssen ebenso Essen und Trinken und wollen eventuell auch mal verreisen. Hinter jedem Laden stehen so gut wie immer mehrere Personen (mindestens ein Besitzer und sehr oft eine Putzkraft). Hinter so gut wie jedem Internetshop steht eine einzige Person, die das bequem von ihrer Wohnung aus führen kann. Sogar neben dem regulären Beruf ist das oft noch drin.

    Ich verlange nicht, dass Booster für vier Euro gekauft werden, aber wenn der Satz Hüllen oder die Box Würfel ein paar Euro mehr kostet, wen juckts? Im Internet müsst ihr Zeit opfern, Versandkosten bezahlen und darauf warten. Im Laden hat man es sofort in der Hand. Man muss sich eben überlegen, ob es einem das Wert ist.

  4. Sera Says:

    Dein bester Blogeintrag seit langem in meinen Augen, Andreas.

    Meine Spielgruppe bzw Kollegen und ich sind seit Jahren im selben Lokal-Laden Kunden. (Über den sind wir eigentlich überhaupt erst zu Magic gekommen.)

    Ich erinnere mich, dass Problem als Schüler nicht wirklich wahrgenommen zu haben. Man achtete eigentlich nur auf den Preis. Wenn wir Karten/Booster etc woanders billiger bekommen haben, wurde es auch dort gekauft, zum spielen mit den *woanders gekauften* Sachen waren wir dann wieder “in unserem” Spieleladen. Damals (muss jetzt ungefähr 10 Jahre her sein, heute bin ich 28) hat niemand diesen Widerspruch wahrgenommen (jetzt erscheint er mir so offensichtlich dass es peinlich ist darüber nachzudenken). Der damalige Besitzer muss froh gewesen sein, dass die Internetkonkurrenz damals wohl nur aus Trader bestand und wahrscheinlich nur halb so massiv war wie Sie es heute sein dürfte.

    Schüler haben nicht das Geld oder das Verwantwortungsbewusstsein um auf so etwas zu achten, und dass ist ein (wenn nicht DASS) Problem.

    Unsere Gruppierung spielt inzwischen immer noch gelegentlich in besagtem Laden (natürlich weniger als früher, immerhin hat man heute weniger Zeit), und wir achten inzwischen darauf ihn möglichst zu unterstützen. So haben wir bspw. die neuen Planechase Decks dort im Komplettpacket erworben. Sicher im Internet hätte man noch 10 Euro gespart, aber so oft kaufen wir diese Decks auch nicht und wenn unser Laden damit erhalten bleibt zahlen wir dass Gerne. Das selbe gilt wenn wir andere (Brett-)Spiele dort erwerben. Der Ladenbesitzer macht uns oft einen guten Preis, das Niveau im Netz erreicht er aber nie (wie sollte er auch).

    Aus unserer Sicht: zum einem ist heute mehr Geld verfügbar als man es als Schüler hatte, zum anderen hat man aber auch dass Feingefühl um dieses Dilemma zu bemerken (anstatt sich zu wundern warum der Laden *plötzlich* schließt).

    Wenn ich heute die jungen Spieler dort sitzen sehe (ja es GIBT Nachwuchs, auch wenn ich subjektiv sagen würde dass es weniger sind als früher)- kann ich von 13-17 Jährigen erwarten, dass Problem zu begreifen und Ihr Taschengeld dort auszugeben? Nein, Ich habe es ja vor 10 Jahren selbst nicht registriert, das wenige Taschengeld (ok einige haben wohl eher “zuviel” Taschengeld ;-)) wird woanders ausgegeben.

    Allerdings, “Erschreckt” hat mich die Erkenntnis dass einige der sehr jungen Spieler bereits intensiv auf MKM handeln. Wenn schon der 13 Jährige Knirps mir stolz sein Playset Baneslayer Angel vom MKM präsentiert und zusammen mit einem Freund ein Display öffnet (welches NICHT im Laden gekauft wurde), muss ich mich doch fragen ob Spieleläden bestehen können.

  5. Myrthe Says:

    Schon seit Jahren geht mir dieser ‘Geiz ist Geil’ Scheiß auf die Nerven. Irgendwie hoffe ich immer wieder aufs Neue, daß der Trend endlich mal abreisst und wir wieder zurückkehren zu vernünftiger Beratung, vernünftigen Produkten, gutem Service, …

  6. René Appel Says:

    also eins stößt mir ja stark auf, auch wenns nur ein kleiner teile eines satzes ist, wie man von schülern und studenten verlangen kann das geld aufzubringen ist natürlich problematisch, weil die natürlich das problem haben dass sie noch in der ausbildung sind und dadurch ein kleines budget haben… aber arbeitslose… dann sollen die sich nen job suchen dann verschwindet, bzw minimiert sich das budgetproblem…

    • Kofi Says:

      Ähm… dir ist aber schon klar, dass das gerade das Problem von Arbeitslosen ist? Dass sie nämlich gerade keinen Job finden?

      Ich bin gerade ein bischen fassungslos und muss mich zurückhalten, Dinge zu schreiben, die der AP wegeditiert.

      • René Appel Says:

        ja klar.. ich sehe wie die sich bemühen… jeden morgen auf dem weg zur arbeit wenn man an nem kiosk vorbeikommt und die schon das bier in der hand haben… wer arbeiten will findet was…(als bsp, meine eltern wurden beide wegen firmeninsolvenz im denkbar ungünstigsten alter, nämlich mit ende 50 arbeitslos und haben sich angestrengt und innerhalb von 3 monaten was neues gehabt…, ich selbst hab auch immer sofort nen job gefunden… )das prob ist ja das viele sagen och ne ich bin gelernter xy da mach ich doch nicht z.. oder ziehe um, weil hier sind ja meine freunde…

        • Teardrop Says:

          Hrrrmmmhhhh

          Die Leute, die morgens am Kiosk stehen sind auch nicht faul. Sondern Suchtkrank!

        • TimR Says:

          Es gibt bestimmt einen ganzen Haufen Arbeitslose, die einfach nix mehr machen wollen und auch gar nicht mehr vermittelt werden können. Die müssen auch gar nicht mit Hund, Knasttättowierung und Karlsquell im Park stehen, die ziehen sich halt den ganzen Tag Kallwass rein.
          Das muss auch mal gesagt werden können, ohne direktes Schwingen der PC-Keule.
          Auf der anderen Seite gibts eben auch supermotivierte Leute, die nix finden, weil es eben nicht genug Arbeit für alle gibt.
          Platt, aber wahr!


    • Ich will zu diesem blödsinnigen Thema hier nichts mehr lesen, klar?

      • René Appel Says:

        Edit: War meine Aussage irgendwie missverständlich?

        • Kofi Says:

          Nein, sie war nicht missverständlich sondern scheiße.

        • endijian Says:

          DAS ist jetzt missverständlich…
          Der einzige, der hier Edits machen kann ist doch Andi, oder?
          Und damit stammt der Satz
          “War meine Aussage missverständlich” doch vom Andi… Aber es steht RA drüber – weil der noch weiter diskutieren wollte, dann aber moderiert wurde?
          Und bezieht Kofi sich nun auf RA, oder AP?

          Deutlicher moederieren, bitte?


      • Natürlich bin ich hier der einzige, der Kommentare editieren kann, auch wenn Kofi das offensichtlich nicht gecheckt hat. Und ich könnte natürlich an Stelle von “Edit” “Edit vom Admin” schreiben, aber da ich nun einmal der einzige BIN, der editieren kann, und das auch jeder Kommentator feststellt, wenn er nach einer Möglichkeit sucht, seinen Kommentar zu editieren, spare ich mir das.

  7. Kofi Says:

    Ganz so kann ich das einfach nicht sehen, weil ich eben das Gefühl habe, dass genau dieser Effekt, den du beschreibst (weniger Wohlfühlen, mehr Profit) für den Niedergang eines Ladens verantwortlich ist.

    Natürlich kannst du einen Laden als in den Zwängen der Marktwirtschaft gefangen beschreiben, auf der anderen Seite geht man aber in einen Laden nur, um seinem Hobby zu fröhnen, und das tut man nur, wenn man sich dort auch einigermaßen wohl fühlt. Auch in der Marktwirtschaft gibt es sowas wie Service – oder warum gibt es im Kaufhaus Kundenberaterinnen, und warum liegen dort Teppiche in der Kleiderabteilung und nicht roher Betonboden?

    Was ich sagen will ist, dass ich eben vielfach das Gefühl habe, dass Ladenbesitzer zu weit von den Spielern weg sind, zu wenig mit ihnen zu tun haben, und darum zu wenig dafür tun, dass sich die Spieler wohlfühlen, dass die Spieler wiederkommen – und dass sie durch dieses “herzlose” Profitstreben eben vielleicht kurzfristig Profit erwirtschaften, sich aber mittel- bis langfristig zugrunde richten.

    Trotzdem gibt es immer wieder gegenteilige Bestrebungen: Zum Beispiel eine Kaffeetheke im Funtainment Berlin mit günstigem Cappucchino. Wie cool ist das denn?

    • René Appel Says:

      ja diese crossover geschichten sind eine echt coole und erfolgreiche sache, zb bei uns hier in der großbuchhandlung der starbucks… wenn man halt sachen wo man sich sowieso zu bequem hinsetzen will mit gastronomie verbindet lässt sich da sicherlich einiges an synergieeffekten erzeugen, wäre es nicht zb auch sinnvoll wenn man bei nem laden der fnm drafts oder constructed anbietet und zb ne dönerbude nebenan hat nen kombi eintrittspreis mit döner oder sowas anzubieten? da haben dann beide was von, oder bonuskartensysteme.. nur so nen paar ideen zu synergieausnutzung off the top of my head, man müsste das natürlich mal durchkalkulieren aber ich denk das ginge


    • Selbst die Kaufhäuser beginnen zu sterben, weil Kundenservice sich eben NICHT rentiert. Was nützt die beste Beratung, wenn der Kunde sich danach bedankt und die Ware dann zu einem deutlich günstigeren Preis im Internet bestellt? Wer sich den Luxus von Personalkosten für beratende Verkäufer leistet, der kann nicht nur ein bisschen teurer sein als die virtuelle Konkurrenz; der muss spürbar teurer sein – und das zahlt sich einfach nicht aus. Das Dilemma besteht eben darin, dass es oft keine Überschneidungsmenge zwischen genug Service und hinreichend attraktiven Preisen um die Kundschaft zu halten und zum Kaufen zu bewegen, und ausreichender Gewinnspanne um das Ganze zu finanzieren, gibt!

      • René Appel Says:

        du weisst aber schon dass die kaufhäuser sterben weil kundenservice dort nicht existent ist? versuch mal bei karstadt usw ne kompetente beratung zu finden… in guten boutiquen usw ist top beratung und man zahlt einen hohen preis für ambiente und beratung und nicht für rohstoff xy..
        schlimmstes bsp sind baumärkte, da sind idioten am start die keinen plan von baustoffkunde usw haben und einem falsche produkte für zb ne schimmelsanierung verkaufen wollen.. aber nicht mal wissen was grundlage dieses pilzes ist, nährgrund usw..

        wenn die beratung und das ambiente gut genug ist geht man auch hin und bezahlt dafür , nur schauen einen ja in good ol germany ddie verkäufer auch böse an wenn man ansprüche hat oder, gott bewahre, 3 min vor ladenschluss reinkommt und was will…


        • Ich denke, der Kundenservice in den Kaufhäusern wurde nach und nach zurückgefahren, WEIL er nicht rentabel war. Boutiquen halten sich hauptsächlich deswegen, weil Kleidung anprobiert werden will, was übers Internet nun einmal nicht möglich ist. Das ist kein sinnvoller Vergleich.

          Und was die Verkäuder angeht, die Dich kurz vor Ladenschluss böse anschauen: Das sind möglicherweise Menschen, deren Arbeitszeit bis eine Viertelstunde nach Ladenschluss geht, und die noch einen Kassenabschluss zu machen und den Laden in Ordnung zu bringen haben? Die möglicherweise nach ihrer Arbeitszeit selbst noch einkaufen gehen müssen, und die vielleicht noch etwas von ihrer Familie sehen wollen? Warum sollen es eigentlich ausgerechnet die ausbaden, wenn die Geschäftsführung ihre Arbeitszeit maximal mit Tätigkeiten auslastet?

          Heutzutage sind die Aufgabenbereiche der meisten im Einzelhandel tätigen Arbeitnehmer so angelegt, dass Kundenberatung darin kaum Platz findet. Stattdessen werden sie zum Ein- und Umräumen von Waren, zu Reinigungstätigkeiten, zum Auspreisen, zu Lagerarbeiten, zu Inventuren oder Reparaturen, zu Bestellungen oder der Bearbeitung von Lieferungen oder Reklamationen oder im Versandbereich, oder für was auch immer eingeteilt. Ein Verkäufer, der für Kunden ansprechbar ist, ist per Definition ein Verkäufer, der gerade nichts tut, und damit eine unproduktive Arbeitskraft. Wenn Verkäufer Dir also das Gefühl geben, dass Du sie als Kunde von ihrer eigentlichen Arbeit abhältst, dann liegt das häufig daran, DASS DAS GENAU SO IST! Hast Du Dich nie gefragt, warum auch in brechend vollen Supermärkten immer nur ein Bruchteil der Kassen besetzt ist? Die Verkäufer spielen nicht im Hinterzimmer Online-Poker; die arbeiten im Lager oder der Verwaltung, und wenn sie eine Kasse besetzen, obwohl das nicht absolut notwendig ist (alos nur, um die Wartezeiten der Kunden zu verkürzen), dann kriegen sie einen Anschiss, weil sie mit ihrer “richtigen” Arbeit nicht fertig werden.

          Mangelnder Kundenservice ist in mindestens 95% der Fälle die Schuld der Geschäftsführung, und diese “Schuld” ist auch relativ, weil sie vermutlich mit ihrem Konzept immer noch besser fahren. Willkommen im Kapitalismus!

  8. stalking-bye Says:

    Wie wahr, wie wahr… Das Schlimme ist eigentlich, dass jetzt alle zu Hause sitzen, sagen:” Oh der arme Ladeninhaber” – und dann eben doch wegen 10€ Preisersparnis im Internet bestellen. Und sich wundern, warum der Preissupport bei Turnieren immer schlechter wird… Ein Teufelskreis.

    Zu der Standard vs. BoosterDraft-Diskussion: Ich glaube, dass Läden lieber BD anbieten, weil sie damit auch Produkt umsetzen, was attraktiver ist, als 2€ für nen Standardspieler einzustreichen.

    • skurhofer Says:

      Da ich auf Grund deines Namens annehme, dass du Frank bist, kann ich deine Aussage nicht nachvollziehen.

      Im Laden beträgt der Displaypreis 95 Euro, früher gab es fünf Euro Rabatt, für jedes Displays welches man kauft, bis maximal 80 oder 85 Euro. Dies ist weggefallen. Ein Freund von mir wollte sich von M10 mehrere Displays, zum Aufmachen und zum Draften kaufen. Also ging er zum Ladenbesitzer und fragte, ob er bei zehn Displays Rabatt bekommen würde, dies war nicht der Fall!
      Als Folge dessen, haben wir die Displays im Internet bestellt.
      So etwas kann ich absolut nicht nachvollziehen.

      Prereleases finden auch kaum noch statt, und wenn dann mit max. 15-20 Spielern, vor einem Jahr war es noch so, dass es eine Warteliste gab, da alle 32 Plätze voll waren.
      Weiterhin hat der Judge Booster aus dem Preispool der Spieler bekommen, warum auch immer.

      All diese Sachen haben dazu geführt, dass die nicht Legacy Szene in Hannover so gut wie tot ist.

  9. TimR Says:

    Ich war jahrelang in der exakt gleichen Position wie Andreas (TO, Judge und zumindestens 75% der Zeit auch an der Kasse) und kann das alles genau so unterschreiben. Sobald Geschäftsführer eher nicht aus dem Hobbybereich kommen, sondern eine vernünftige Mark machen wollen, kommt es zu diesen Diskrepanzen zwischen Vorstellung der (cleveren, interneterfahrenen) Spieler und denen der Geschäftsführung.
    Wobei ich auch oft feststellen musste, daß viele Spieler überhaupt gar keine Ahnung von wirtschattlichen Zusammenhängen hatten.
    Jahrelang sind Leute zu uns gekommen, haben versucht zu den Drafts eigene Booster mitzubringen, nie einen Cent im Laden gelassen, um dann schlussendlich wegzubleiben, weil die neuen YGO Kids so genervt haben, von denen wir die Kohlen dringend brauchten.
    Jetzt gibts keine FNMs mehr in HB. Schade.

    Das ist aber nicht alleine Problem der Magic-Spieler.
    Wir hatten ein umfangreiches Computerspielgeschäft mit erstklassigen Experten (kA mehr, wievielen Leuten ich WoW-Bossencounter erklärt habe :)), dessen Vollpreisspiele ein paar über den grossen Ketten lagen. Das ging soweit, daß sich Leute bei uns beraten liessen, um dann das Spiel bei Karstadt zu kaufen.
    Menschen sind halt so, darf man unterm Strich nicht drüber meckern. Aber andererseits ist die Jammerei auf Kundenseite dann immer riesig, wenn Preise erhöht, Produktlinien eingestellt werden oder die Verkäufer weniger Ahnung haben. Das ist dann halt dämlich.

  10. Teardrop Says:

    Ich meine gar nicht, dass man mit Netdecks nicht aufs FNM kann. Ich habe auf FNMs angefangen, da wusste ich, dass ich gegen einige Netdecker immer verliere, und das war ok.
    Nur heute sind auch Anfänger leider etwas gewinnorientierter. Aber das ist eben auch eine schwierige Diskussion.
    Zum Ladenteil: I second that!

  11. GerwaldBrunner Says:

    waren die FNM bei Serious Games Bundesallee nicht immer am Donnerstag ? zumindest bis 2004 war es ziemlich sicher am Donnerstag.


    • FNMs waren ganz offensichtlich IMMER am Freitag – das ging gar nicht anders. Aber unser Turnier in der Vor-FNM-Zeit wich zwischenzeitlich auf einen Donnerstagstermin aus, ja. Wir hatten mit Freitag angefangen, waren dann aber auf Donnerstag umgestiegen, um einer Doppelbelegung dieses Tages auszuweichen, weil Magic Dreams sein Turnier auf den Freitag gelegt hatte. Als dann aber die FNMs kamen, spielten wir auch wieder am Freitag.


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