Weniger ist weniger… oder doch manchmal mehr?

Kein Zendikar für Andi in nächster Zeit. Offensichtlich haben Wizards ernst damit gemacht, Magic zu seinen Wurzeln zurückführen zu wollen: In der Anfangszeit waren Magic-Sets schließlich auch ständig underprinted gewesen. Das muss also etwas Gutes sein, richtig?

“Vielleicht Anfang/Mitte November”, so die neueste Information meiner Bezugsquelle. Na super! Ein Glück, dass ich es nicht wirklich eilig habe, aber andererseits nervt das schon enorm! Die Commons und Uncommons habe ich für meine persönliche Sammlung bereits verplant; die fehlenden Rares und Mythics wollte ich mir ab der nächsten Woche anzutauschen beginnen. Raredraften ist auch weniger lästig, wenn man zumindest genau weiß, was man selbst noch braucht. Aber werde ich überhaupt Drafts mit englischem Produkt finden? Es gehen ja bereits Gerüchte um, dass die PTQ-Saison in Deutschland möglicherweise auf deutsches Produkt zurückgreifen muss. Naja, viel Spaß dann, Leute!

Nun ja, was die Constructed-Spieler angeht, die werden auf diese Weise mit besonderem Nachdruck dazu erzogen, sich ihre Karten vom Sekundärmarkt zu holen. Vor allem dann, wenn sie auf die absurde Idee kommen sollten, auch tatsächlich kurz nach der Legalwerdung von Zendikar mit Zendikar-Karten spielen zu wollen. Hey – finden diese komischen “Bundesliga”-Turniere nicht teilweise in Block Constructed statt? Nun ja – viel Spaß, wie gesagt!

Deswegen zu einem komplett anderen Thema: Ich habe mich jüngst gefragt, wie Magic eigentlich aussehen würde, wenn es keine Deckmindestgrößen gäbe! Lassen wir einmal Constructed beiseite, wo es vermutlich hauptsächlich darum ginge, die perfekten 7 Karten für den 1st-Turn-Kill zusammen zu bekommen (und ja, wenn man nicht anfangen darf, nimmt man halt einen Mulligan) und reden wir über Limited. Als Beispiel soll uns M10-Limited dienen, weil ein Grundset eben generisch ist, und weil wir im Unterschied zu Zendikar unterdessen einen recht genauen Eindruck gewonnen haben sollten, wie es funktioniert. Also: Angenommen, wir spielten M10 Boosterdraft, und es gäbe KEINE Deckmindestgrößen – welche Deckgröße würdet Ihr anpeilen? (Denkt daran, dass man gegen die bösen Tome-Scour-Decks auch auf eine anständige Deckgröße zurück hochsideboarden kann!)

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6 Comments on “Weniger ist weniger… oder doch manchmal mehr?”

  1. Handsome Says:

    “Nun ja, was die Constructed-Spieler angeht, die werden auf diese Weise mit besonderem Nachdruck dazu erzogen, sich ihre Karten vom Sekundärmarkt zu holen. Vor allem dann, wenn sie auf die absurde Idee kommen sollten, auch tatsächlich kurz nach der Legalwerdung von Zendikar mit Zendikar-Karten spielen zu wollen. Hey – finden diese komischen „Bundesliga“-Turniere nicht teilweise in Block Constructed statt? Nun ja – viel Spaß, wie gesagt!”

    Dafür sind die Karten wenigstens schön billig^^

  2. Boneshredder Says:

    Schwierige Frage. Dafür muß man sich mE das Metagame komplett neu denken. Mächtige Sprüche kosten viel Mana, also braucht man auch eine ziemliche Ecke Land für sagen wir ein Nachtmahr. Wenn man aber die Größe selbst bestimmt, kann man Aggro-Decks deutlich fokussierter hinbekommen, weil man am Ende nicht mit miesen Sachen auffüllen muß, sondern an Deckgröße heruntercutten kann. Will heißen: Es ist nicht recht klar, ab sich dadurch das Meta nicht vielleicht so stark Richtung schnelles Aggro verschiebt, daß das aktuelle Kontroll-vs.-Kontroll-Meta überholt wäre und alles weitere bloß wilde Spekulation.

  3. Kenshin Says:

    Ich sehe ehrlichgesagt auch nicht das höhere Ziel hinter diesen zu kleinen Chargengrößen. Allerdings müssen solche Druckaufträge ja schon länger anberaumt sein und eventuell dachte vor einem halben/dreiviertel Jahr noch niemand daran, dass sich Magic so gut verkaufen würde. Und dass die Händler keine Displays mehr bekommen, bedeutet ja nich automatisch, dass die Ware jetzt unendlich knapp ist.

    Das mit den kleineren Decks kann man kaum beantworten. Da könnte man dann entweder ein extrem fokussiertes Aggrodeck bauen, oder eben etwas dagegen tun. Da geht dann eine völlig neue Art des Metagamings auf.


    • Gewiss werden Druckaufträge nicht von heute auf morgen erteilt, aber ein Vorlauf von 6-9 Monaten erscheint mir zu lang. Sicher wird der Printer rechtzeitig informiert werden, dass ein Großauftrag ansteht, aber was genaue Stückzahlen angeht, sollte man annehmen, dass nicht viel mehr als ein Vierteljahr Vorlauf besteht.

      Wie auch immer, ich befürchte den offensichtlichen Zusammenhang: Wizards hatten ein bestimmtes Budget für den “pricelesse treasures” Stunt. Wenn diese Treasures jetzt NICHT in allen Auflagen von Zendikar verteilt sein sollten (und das glaube ich einfach nicht), sondern nur in der Erstauflage, dann hing die Größe dieser Erstauflage offensichtlich zwingend davon ab, mit welcher Häufigkeit die Treasures sich in den Packs befinden sollten!

      Mit anderen Worten, möglicherweise ist diese PR-Aktion tatsächlich ganz unmittelbar für die Produktknappheit verantwortlich… In diesem Fall nehme ich selbstverständlich alles Positive, was ich darüber gesagt habe, zurück!


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