Deckmindestgrößen, dritte und letzte Umfrage

Jaja, das allgemeine Interesse an diesem Thema lässt so langsam nach, aber ich finde es halt interessant…

Also, die Ergebnisse der vorigen Umfrage waren ja eindeutig! Die Idee eines Wegfalls der Deckmindestgröße kommt bei Euch nicht gut an. Jetzt interessiert (furchtbar, dieses Wort – es gibt im Deutschen kaum vernünftige Synonyme dafür) mich noch eines: Ist die derzeitige Mindestgröße von 40 Karten im Limited perfekt? Immerhin stammt sie ja noch aus der grauen Vorzeit (nein, nicht “Ur-“zeit, sondern noch davor) des Spiels und ist meines Wissens niemals hinterfragt worden, obwohl sich Magic seit 1993 doch ziemlich geändert hat.

Gehen wir einmal davon aus, dass alles andere genau so bleibt, wie es ist – man draftet also weiterhin ganz normal. Welche Mindestgröße wäre dann ideal?

Argumente für größere oder kleinere Decks haben wir ja schon ausgetauscht (Varianz, mehr oder weniger verschiedene Karten, stärkerer oder geringerer Fokus). Würden zehn Karten weniger vielleicht gute Deckbauer und fokussierte Drafter stärker belohnen? Würden zehn Karten mehr dazu führen, dass Limited-Spiele abwechslungsreicher würden, weil man kreative Einsatzmöglichkeiten für seine späten Picks finden müsste? Oder hat Richard Garfield von Anfang an den Nagel auf den Kopf getroffen, bzw. wurde das Spiel in den letzten 16 Jahren gezielt beim Design auf das 40-Karten-Limit zugeschnitten?

Das ist dann jetzt auch die letzte Umfrage dazu – versprochen!

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14 Comments on “Deckmindestgrößen, dritte und letzte Umfrage”

  1. Boneshredder Says:

    40 bildet aus einem sehr einfachen Grund die goldene Mitte: Die Spielentwickler tüfteln jede Limited-Umgebung auf der Basis genau dieser Rahmenbedingung aus.

  2. japro Says:

    Ich glaube an 50 Karten sollte man nichtmal denken. Damit “ermordet” man doch den Deckbau, weil man dann wohl öfter alle Karten spielen muss, die man in passenden Farben gedraftet hat…

  3. mitsch Says:

    man muss sich halt dann 2 mal überlegen, ob man bei einem Deck aus 50 Karten tatsächlich nun den Hate Pick tätigt oder doch noch lieber eine weitere spielbare Karte pickt. Wobei man dann bei 50 Karten wohl mind. 20 Länder spielen will, also benötigt man um die 28-30 Playables.
    Es gibt tatsächlich drafts bei denen ich so viele Playables bekommen hatte, aber das sind max. 5% aller Drafts gewesen.

  4. Burton911 Says:

    “40 bildet aus einem sehr einfachen Grund die goldene Mitte: Die Spielentwickler tüfteln jede Limited-Umgebung auf der Basis genau dieser Rahmenbedingung aus.”

    This

    Aber es wäre wohl mal interessant einen Block zu entwickeln der auf 50-Kartenlimit, Limited ausgelegt ist, da man dann (sofern man die 15 Karten Booster beibehält) nicht so viele Crap Commons in den Boostern bräuchte.

  5. zur Says:

    In Homelands wären es wohl eher 20 Karten gewesen, aber im Draft sind 40 ziemlich perfekt imo wobei bei 50 Karten die Draftsignale noch wichtiger werden würden da man es wirklich schwer hätte genug Karten in den Farben zu bekommen (so ca. 28 müssten es schon), sprich: Das Draften bei 50 Karten wäre warscheinlich skillintensiver, der Deckbau aber viel leichter, da man einfach alles spielbare reinquetscht was man hat und auch ohne zu zögern Sideboardkarten (Disenchant ö.ä.) im Maindeck integrieren würde.

  6. atog28 Says:

    [x] 70 Karten minimum im Draft, 140 im Sealed.

  7. king magic Says:

    50 Halte ich für ausgeschlossen, da man nicht nur auf mehr Glück bei der Kartenstärke angewiesen ist um nicht zu viele Füller spielen zu können, man kann den Draft auch weniger beeinflussen durch hatepicks. Spätes umsteigen auf eine andere Farbe würde wohl auch nicht mehr sinn machen. Ich finde das nimmt zu viele optionen und erhöht den luck faktor.

    40 finde ich eig auch perfekt wie es ist.

    Mit 30 könnte man mal testen, aber eigentlich ist es interessanter, wenn man ein paar “filler” spielen muss und nicht ganz so stark haten kann.

  8. Niels Says:

    Ich denke nicht, dass an “der Limitedspielumgebung” auch nur irgendwas auf die Deckgröße hin ausgetüftelt ist.
    Kleinere oder größere Decks wären wahrscheinlich einfach nur anders. Noch fokussierter bzw. even splash- oder/und craplastiger. Als Denkaufgabe sicher mal interessant, sonst aber eigentlich ziemlich irrelevant, oder?

    • René Appel Says:

      natürlich sind einige sachen auf die deckgröße hin konzipiert! zb mill karten als offensichtlichstes….


  9. Doch, Magic wird schon seit vielen Jahren mit sehr bewusstem Blick auf die Deckgröße hin konzipiert (wie Karten wie Diminishing Returns, Battle of Wits, Arc Slogger oder Glimpse the Unthinkable beweisen) – die Frage ist nur, wie präzise und umfassend diese Abstimmung erfolgt. Ich denke, der Wegfall einer Common zu Gunsten eines Basic Lands in den Boostern, ist garantiert mit Hinblick auf die Folgen dadurch verkleinerter Limited-Kartenpools getroffen worden und hat vermutlich auch den prozentualen Rückgang der Unplayables (im eigentlichen Sinne – nicht die SCHLECHTEN Karten, sondern die, die man wirklich niemals im Deck haben will) mitmotiviert.

  10. Handsome Says:

    Auf keinen Fall 30, ich spiel viel zu gern mit Crapkarten^^

  11. helle Says:

    30 Karten Decks würden die durchschnittliche Kartenstärke signifikant zunehmen lassen, da man deutlich weniger gute Karten aus den Packs benötigt. Damit einher müsste dann wohl eine Reduzierung auf 2 statt 3 Booster folgen, was jedoch nicht im Interesse Wizards sein kann. Also werden es auch 3 Booster bleiben.

    Da man bei dieser Deckgröße mit 12 Ländern auskommen kann, würde sich möglicherweise die Bewertung vom Removal verändern, da man zwar die gegnerischen Kreaturen damit wegbekommt, jedoch noch lange nicht gewonnen hat. Daher könnte ich mir vorstellen, dass man dann mittelmäßige Kreaturen manchmal über durchschnittliches Removal nähme.

    Am meisten stört mich bei dieser Variante jedoch, dass Spoiler häufiger gezogen und dadurch auch öfter Spiele entscheiden würden.

    Mit dem aktuellen Verfahren bin ich eigentlich recht zufrieden, jedoch wohl auch aus dem Mangel an Erfahrung mit anderen Varianten. Die 23. Karte meiner Limited Decks ist des öfteren mal ein Filler; es kommt jedoch auch vor, dass ich am liebsten bei der 20. schon aufhören würde (das mag bei besseren Draftern durchaus anders aussehen).

    Bei einem 50 Karten Stapel würde man im Limited wohl im Schnitt 21-22 Länder spielen, d.h. man benötigt 5-6 mehr spielbare Karten, als dies zur Zeit der Fall ist. Erreichen kann man dies entweder durch Minderung der Erwartung an Spielstärke. Besonders fair wird es dabei jedoch nicht, wenn man 2-3 dieser Füllkarten in einem Spiel zieht, sodass der bessere Spieler vermutlich öfter einmal zufällig verlieren würde, als dies zur Zeit der Fall ist. Wobei sich dies durch die seltener gezogenen Spoiler ausgleichen könnte.

    Sollte Wizards jedoch die unspielbaren Karten aus den Boostern lassen (die , vor allem bei den meisten commons, auch Casual-Spieler meist nicht in die Hand nehmen) und stattdessen einige mäßige Karten mehr drucken, könnte ich mir durchaus vorstellen, dieses Format zu probieren. Es würde mich freuen, wenn es auf diese Weise sogar möglich wäre, cc1 Kreaturen im allgemeinen im Limited relevanter zu machen, ohne dabei ihr Powerlevel zu erhöhen.

  12. broedder Says:

    eins darf man nicht vergessen:

    wenn die richtig schlechten karten, die nicht einmal casualspieler in die hand nehmen, aus dem set gestrichen werden, werden andere karten zu den schlechtesten. karten, die jetzt gerade noch spielbar sind, werden in diesem fall zu unspielbaren, weil sie halt die allerschlechtesten im gesamten pool sind.


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