Generische Pickrangfolgen (und Arbeitsnachweis)

Ich vergesse mit unschöner Regelmäßigkeit immer wieder meine “Arbeitsnachweise”, womit bewiesen sein sollte, dass ich bei Weitem nicht so gut zum Selbstdarsteller tauge, wie manche behaupten. Also: Ich habe schon vor einiger Zeit auf dem Planeten eine vierteilige Reihe zum Zendikar-Draft verfasst. Wie einige Kommentare dazu beweisen, war ich dort mit meinen Erkenntnissen für viele ein paar Wochen zu früh dran, aber unterdessen sind meine Ansichten eigentlich bereits als Mainstream einzustufen. Hier sind die Links:

Teil 1

Teil 2

Teil 3

Teil 4

In diesem Zusammenhang ist mir ein Phänomen aufgefallen: Wer über Draft schreibt, neigt dazu Pickrangfolgen entweder auszuklammern (mea culpa!) oder, wenn er sie benutzt, durch unzählige Relativierungen zu verwässern. Nun sollte sich eigentlich in der Community herumgesprochen haben, dass man im konkreten Fall natürlich immer eine Reihe von Umständen berücksichtigen muss, wenn man seine Pickentscheidungen trifft, anstatt sich sklavisch an eine Bewertungsskala zu klammern (auch wenn man einmal pro Artikel immer wieder daran erinnern sollte, denn schließlich könnte man ja auch von Draftneulingen gelesen werden), aber macht das Rangfolgen überflüssig? Mitnichten! Wenn schon sonst nichts, sind sie doch zumindest immer ein notwendiger Maßstab beim Lesen und Geben von Signalen. Doch auch ansonsten ist eine Einschätzung der Kartenstärke im Vakuum immer die Grundlage für die Pickentscheidung. Von ihr ausgehend modifiziert man dann den Stellenwert der Karte für das angestrebte Deck auf Grund all dieser anderen wichtigen Faktoren, aber sie ist zunächst einal das Grundgerüst!

Nun habe ich mich gefragt, was Kartenstärke “im Vakuum” denn eigentlich bedeutet! Natürlich befinden sich Karten niemals im Vakuum (außer vielleicht bei Decks vom Grad 1 – mir fällt gerade auf, dass ich meine Liste seit damals gar nicht mehr upgedatet habe; da wurde ich wohl traumatisiert!), aber offensichtlich geht man von einigen allgemeinen Bedingungen aus, unter denen sie ihre Stärke entfalten. Für Zendikar-Drafts will ich einmal versuchen, diese Bedingungen zu definieren:

Man befindet sich in der ersten Boosterrunde, aber nicht im allerersten Pack (da würde es keinen Sinn ergeben, weniger attraktive Picks miteinander zu vergleichen), sondern irgendwo mitten im Booster. Man hat sich bislang nur auf eine Farbe festgelegt, geht aber bis auf Weiteres davon aus, zweifarbig zu draften, ohne allerdings die Option auf ein einfarbiges Deck bereits auszuschließen. Dabei wird die bereits feststehende Farbe zumindest als vollwertige Nebenfarbe eingeplant, aber nicht zwingend als Hauptfarbe. Man besitzt noch keine besonderen Synergien und keine ausgesprochenen Schlüsselkarten für bestimmte Strategien oder Archetypen und hat auch bislang noch keinen untypischen Mangel oder Überschuss an Karten mit einer bestimmten Funktion (Kreaturen, Removal, billige Sprüche etc…) feststellen können. Man kennt keine Präferenzen seiner Nachbarn und hat keine auffälligen Signale gegeben oder gelesen, mit Ausnahme derer bezüglich der betrachteten Farbe, die man als für sich frei annimmt und entsprechend nach hinten als belegt markieren will. Weiterhin geht man ohne besondere Präferenzen in den Draft, die sich nicht aus dem allgemeinen Verständnis des Metagames ergeben. Die bisherigen Booster waren alle typisch im Hinblick auf farbliche Verteilung und Powerlevel.

Unter diesen Umständen vergleicht man zwei Karten derselben Farbe miteinander und fragt sich, welche einem vermutlich nützlicher sein wird. Dieser Nützlichkeitsvergleich wird der Einfachheit halber als transitiv angenommen (dies ist in der Realität nur annähernd der Fall, da man durch das Weitergeben der Karten prinzipiell in ein der Mexikanischen Würfelei ähnliches Dilemma geraten könnte), was einem wiederum gestattet, alle Karten dieser Farbe als geordnete Menge zu beschreiben – und das ist unsere generische Pickrangfolge!

Damit das Ganze nicht in theoretischer Trockenheit verbleibt, gebe ich auch gleich meine generischen Pickrangfolgen für die Zendikar-Commons jeder Farbe an, wobei ich das farblich passende Land, sowie sämtliche Artefakte in jede Farbe integrieren will. Beachtet bitte, dass ich unter den von mir definierten Umständen prinzipiell immer ein aggressives Deck anstrebe und von dieser Herangehensweise erst abweiche, wenn besondere Umstände eintreten, weil eine aggressive Ausrichtung des eigenen Decks in diesem Environment nun einmal der Default ist. Habe ich den Draft mit starken, auf Kontrolle ausgerichteten Uncommons eröffnet, oder habe ich Grund zu der Annahme, dass der Versuch, ein monofarbiges Deck zu draften am erfolgversprechendsten ist, weichen meine Präferenzen von dieser generischen Rangfolge teilweise natürlich erheblich ab!

WEISS:

1. Journey to Nowhere
2. Kor Skyfisher
3. Kor Hookmaster
4. Steppe Lynx
5. Cliff Threader
6. Kor Sanctifiers
7. Kor Outfitter
8. Hedron Scrabbler
9. Adventuring Gear
10. Nimbus Wings
11. Explorer’s Scope
12. Shieldmate’s Blessing
13. Stonework Puma
14. Makindi Shieldmate
15. Ondu Cleric
16. Bold Defense
17. Pillarfield Ox
18. Spidersilk Net
19. Kor Cartographer
20. Expedition Map
21. Narrow Escape
22. Noble Vestige
23. Caravan Hurda
24. Kabira Crossroads
25. Sunspring Expedition

SCHWARZ:

1. Disfigure
2. Hideous End
3. Vampire Lacerator
4. Surrakar Marauder
5. Guul Draz Vampire
6. Crypt Ripper
7. Blood Seeker
8. Heartstabber Mosquito
9. Hedron Scrabbler
10. Adventuring Gear
11. Explorer’s Scope
12. Nimana Sell-Sword
13. Stonework Puma
14. Hagra Crocodile
15. Mindless Null
16. Giant Scorpion
17. Vampire’s Bite
18. Grim Discovery
19. Soul Stair Expedition
20. Spidersilk Net
21. Expedition Map
22. Bog Tatters
23. Mire Blight
24. Piranha Marsh
25. Desecrated Earth

GRÜN:

1. Oran-Rief Survivalist
2. Nissa’s Chosen
3. Grazing Gladeheart
4. Vines of Vastwood
5. Harrow
6. Timbermaw Larva
7. Hedron Scrabbler
8. Mold Shambler
9. Oran-Rief Recluse
10. Territorial Baloth
11. Savage Silhouette
12. Stonework Puma
13. Adventuring Gear
14. Explorer’s Scope
15. Expedition Map
16. Spidersilk Net
17. Joraga Bard
18. Zendikar Farguide
19. Vastwood Gorger
20. Scythe Tiger
21. Khalni Heart Expedition
22. Turntimber Grove
23. Tangle Sap
24. Relic Crush
25. Beast Hunt

BLAU:

1. Welkin Tern
2. Umara Raptor
3. Windrider Eel
4. Into the Roil
5. Whiplash Trap
6. Hedron Scrabbler
7. Adventuring Gear
8. Reckless Scholar
9. Stonework Puma
10. Explorer’s Scope
11. Caller of Gales
12. Paralyzing Grasp
13. Soaring Seacliff
14. Tempest Owl
15. Sky Ruin Drake
16. Kraken Hatchling
17. Ior Ruin Expedition
18. Expedition Map
19. Cancel
20. Lethargy Trap
21. Spell Pierce
22. Spidersilk Net
23. Shoal Serpent
24. Spreading Seas
25. Trapfinder’s Trick

ROT:

1. Burst Lightning
2. Plated Geopede
3. Goblin Shortcutter
4. Bladetusk Boar
5. Magma Rift
6. Highland Berserker
7. Torch Slinger
8. Ruinous Minotaur
9. Slaughter Cry
10. Spire Barrage
11. Hedron Scrabbler
12. Adventuring Gear
13. Explorer’s Scope
14. Stonework Puma
15. Goblin Bushwhacker
16. Shatterskull Giant
17. Teetering Peaks
18. Goblin War Paint
19. Tutuk Grunts
20. Molten Ravager
21. Spidersilk Net
22. Seismic Shudder
23. Expedition Map
24. Zektar Shrine Expedition
25. Demolish

Veränderungen seit meinen Artikeln: Ich nehme frühe Drops unterdessen NOCH ein wenig höher, weil sie immer schwieriger zu bekommen sind (Ausnahme: Caller of Gales, den man einfach immer spät kriegt). Dementsprechend ist das Equipment ein wenig abgerutscht (auch wieder, weil frühe Drops schwieriger zu bekommen sind). Spire Barrage nehme ich deutlich später, weil ich offensichtlich Ruinous Minotaur und Magma Rift höher bewerte als andere Drafter und demenstprechend irgendwie immer mehrere davon im Pool habe, was die 5-Mana-Sorcery unattraktiv macht. Auch der Shatterskull Giant rutscht deswegen noch weiter ab, weil die Manakurven meiner roten Decks immer extrem niedrig sind, und weil Bladetusk Boar den 4er-Slot fest im Griff hat. Expeditions sind in meiner Wertschätzung allgemein noch etwas gesunken, weil sie im Lategame gelegt schlecht sind, an Stelle eines frühen Drops gespielt aber sogar noch schlechter. Alles andere sind eher marginale Verschiebungen. Beachten muss man natürlich, dass die Wertigkeiten der Artefakte relativ zueinander auch abhängig von der Farbe, die man draftet, ist. Ach ja: Allies drafte ich teilweise etwas höher, als ich sie spielen will, um keine falschen Signale zu geben bzw. Ally-Drafter aus meiner Farbe herauszuhalten. Das gilt teilweise auch für teure Kreaturen (Sky Ruin Drake, Vastwood Gorger), die als besonders späte Picks von meinen Hinterleuten nicht fälschlicherweise als Signale gedeutet werden sollen.

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26 Comments on “Generische Pickrangfolgen (und Arbeitsnachweis)”

  1. Teardrop Says:

    Du bewertest den Hedron Scrabbler zu hoch.
    Der ist IMMER eine mega Wurst und auf dem Board total egal.


    • Argumente habe ich bereits in Artikellänge genügend gebracht. Praktische Spielerfahrung mit der Karte habe ich auch schon viel. Jetzt kann ich nur noch die Pro-Keule hervorholen:

      Ask the Pro, GP Kitakyushu:

      Masashi Oiso
      […]
      Tell us about your second draft.
      I had a red-black hedron deck that used 3 Hedron Scrabbler, and again Plated Geopede and Adventuring Gear. I won my first two matches and drew into the Top 8.
      What card you think is currently undervalued in this draft format?
      Hedron Scrabbler.

      Ach ja, und sein 8-0 Sealed Deck:

      1 Arid Mesa
      8 Mountain
      8 Plains
      2 Bladetusk Boar
      1 Cliff Threader
      1 Goblin Bushwhacker
      1 Goblin Guide
      1 Hedron Scrabbler
      1 Kazandu Blademaster
      2 Kor Hookmaster
      1 Kor Outfitter
      2 Kor Skyfisher
      1 Murasa Pyromancer
      2 Plated Geopede
      1 Ruinous Minotaur
      1 Stonework Puma
      1 Tuktuk Grunts
      1 Khalni Gem
      1 Magma Rift
      1 Seismic Shudder
      1 Slaughter Cry
      1 Trusty Machete

      So. Jetzt bleib’ von mir aus auf Deinem Standpunkt. Mehr habe ich nicht. Aber ich hoffe, Dir ist klar, dass Du Dich so langsam zum Flachwelttheoretiker machst?

  2. Mathias Says:

    Das ist übertrieben. Aber er bewertet ihn schon ziemlich hoch.


    • Gar nicht mal – ich nehme bis auf Ondu Cleric und Tempest Owl jeden anderen 2-Drop drüber. Bis jetzt habe ich jedenfalls noch keinen im Sideboard gelassen, was ich von Karten wie Shatterskull Giant, Spire Barrage, Sky Ruin Drake, Reckless Scholar oder Nomana Sell-Sword nicht behaupten kann. (Zugegeben, in den seltenen Fällen, in denen ich nicht Aggro drafte, picke ich ihn auch nicht.)

      Man kann nicht genügend 2-Drops haben. So einfach ist das.

  3. kalle Says:

    ohne jetzt den Hedron Scrabbler in Frage stellen zu wollen …
    aber wieso stellst du den Adventuring Gear immer dahinter?
    für mich sieht das eher so aus:
    weiss: gear>hedron scrabbler
    (den dritten Gear würde ich noch spielen den vierten vielleicht nicht mehr, aber in weiss sollte ich immer genug 2 drops bekommen um meine Gears super nutzen zu können)
    rot: gear>scrabbler (gleiche überlegung
    blau scrabbler>gear (nur welkin tern ist so richtig gut mit gear …)
    schwarz: gear>scrabbler (siehe rot und weiss)
    grün : hier bin ich unentschlossen es gibt die 2-drops aber diese grünen decks kloben mir trotzdem immer zu sehr rum

    Naja meine persönliche Meinung dazu ist halt: wenn ich in einer Farbkombination mit genügend 2-Drops ein aggresives Deck drafte freue ich mich über den dritten Adventuring Gear mehr als über x-ten Bären wenn dieser Hedron Scrabbler heisst.

    wobei x etwa gleich Picknummer mal Boosternummer geteilt durch 6 ist.
    obwohl ich am anfang eher zur kreatur greifen würde am ende wenn ich weiss was ich hab eher zum equipment (logisch weil bär ohne equipment ist ok, equipment ohne bär ist doof)

    cuKALLE


    • “Am Ende, wenn ich weiß, was ich habe” ist ausdrücklich NICHT der Fall, für den die generische Pickrangfolge erstellt wurde!

      Ansonsten gilt, zumindest für mich, dass ich eher zu viele Verstärker im Deck habe als zu viele 2-Drops. WEIT eher.

  4. stalking-bye Says:

    Ähm… jetzt nur nochmal zum Verständnis: Was genau nützt mir eine möglichst objektive (und das objektiv sei mal dahingestellt…) Pickreihenfolge, wenn ich mir dann jedesmal wieder das Metagame, eigene Farbpräferenz, ggf. bekannte Farbpräferenzen der Mitspieler und die Wichtigkeit JEDER EINZELNEN Karte in einem bestimmten Archetyp überlegen muss?
    Das erinnert mich doch sehr an mein Studium und wirtschaftliche Theorien, die versuchen, bestimmte Phänome zu erklären, allerdings keinerlei praktischen Nutzen haben bzw. empirisch wiederlegt werden, weil sie mit zu vielen restriktiven Annahmen arbeiten und somit über das gewünschte Ziel hinausschießen.
    Deine Analyse auf Planetmtg war exzellent, diese “objektive” Pickreihenfolge ist eine rein theoretische Spielerei ohne Mehrwert.


    • Ich verkneife mir einmal, einfach noch einmal zu wiederholen, was ich oben geschrieben habe. Nur eins zum Nachdenken: JEDER hat eine solche Rangfolge im Hinterkopf. Auch Du. Jeder braucht Ausgangswertigkeiten, die man im aktuellen Kontext dann anpassen kann.

      • stalking-bye Says:

        Ich habe ja auch nicht angezweifelt, dass man eine grobe Vorgabe im Kopf hat (siehe deine PMTG-Artikel). Dass gewisse Karten “im Vakuum” besser als andere sind, liegt ja in der Natur der Sache. Ein Lightning Bolt ist im Vergleich dem Schock halt überlegen, weil er für die gleichen Kosten eine bessere Leistung (in desem Fall mehr Schaden) bringt. Aber ob ein Disfigure “besser” als ein Hideous End ist, kann man so einfach nicht sagen. Das Disfigure ist billiger und schneller (in Bezug auf die Casting Cost), die Alternative kostet zwar mehr, hat dafür aber auch einen Nutzen gegen größere Kreaturen und gibt noch einen Bonus oben drauf. Da jetzt so einfach zu behaupten, das eine ist DEFINITIV besser als das andere, halte ich für unseriös. Beide sind gut spielbar, das ist das Wichtige. Und dafür reichen deine bisherigen Ausführungen (PMTG) bestens aus. Wie gesagt, ich bin auf der Suche des Mehrwerts gegenüber dem Bisherigen, denn den sehe ich (immer noch) nicht.

        • Boneshredder Says:

          Disfigure ist schon ganz deutlich besser als Hideous End. Das wäre auch noch so, wenn letzteres 2B statt 1BB kosten würde. Andi bewertet hier ja längst nicht mehr im Vacuum, sondern im Rahmen der zu erwartenden (sehr schnellen) Spielumgebung. Kreaturen, die Hideous End abschafft, aber Disfigure spätestens in Verbindung mit einem Block nicht, gibt es kaum, bzw. sind oft zu klobig, um im Format Schritt zu halten (etwa der Vastwood Gorger).

  5. stalking-bye Says:

    @bone: Ich nehme deine Meinung jetzt einfach mal als richtig an, obwohl ich eine andere habe. Dann muss ich mich aber fragen, wieso ein Hideous End (2. Platz) so weit vor einem Giant Scorpion (16.Platz) steht. Der Scorpion entsorgt im Normalfall zuverlässig eine Kreatur ohne Fliegen oder Intimidate dank Deathtouch, Kreaturen mit 2/x können ihm “im Vakuum” (keine Combattricks, keine Landfall-Ability) gar nichts anhaben. Benutzt der Gegner ein Removal auf ihn, so tauschen wir 1:1 ab, erleiden also keinerlei Kartennachteil. Von den Manakosten her ist er sogar angenehmer als Hideous End. Die beiden Schadenspunkte des Hideous Ends kann man ggf. durch eigenes Angreifen auch erreichen.
    Du merkst sicher, worauf ich hinaus will: Man kann bei solch unterschiedlichen Karten einfach nicht 100% rational bewerten, welche Karte besser ist, es funktioniert einfach nicht. Und genau deshalb sind diese exakten Reihenfolgen auch völlig egal, man muss nur begreifen, welche Karten generell gut sind, alles andere muss man immer wieder von Situation zu Situation abwägen.

    • Tigris Says:

      weil der skoprion in einem offensiven deck eben genau nichts macht für 3 mana. Darum geht es das removal kann man in jedem deck gut spielen den skorpion eher weniger. Und ja ich habe bis jetzt mit bzw immer gegen den scrabbler nicht so gute erfahrungen gemacht, ich würde auf alle Fälle das adventure gear über ihm spielen, das adventure gear kostet gleich viel mana (wenn man ne kreatur hat) und macht bei landdrop auch fast immer seine 2 schaden, gut es kommt halt darau er kann gut gegen diverse 2/1 er abtauschen das ist am crappler sicher gut, aber er konnte mich einfach noch nie wirklich überzeugen, weil er im gegensatz zu den meisten andern 2 drops nicht blocken bzw nichtmal nen block androhen kann, (also gege 2/1 er schon aber gegen andres nicht) ich weiss nicht muss ihn mal ausprobieren aber ich hab ihn einfach noch nie als wirklich toll erlebt

      ah ja bei rot ist das netzt 2 mal drin und das würde ich zwar auch nie hoch picken, aber ich habe damit bis jetzt auf alle fälle eigentlich immer gute erfahrungen gemacht gehabt.


      • Danke für den Hinweis! Das zweite Netz ist natürlich eine Expedition Map.

        Apropos Scorpion: In den Berichterstattungen zu den letzten GP/PTs wurde bestimmt drei Mal an verschiedener Stelle von Spielen berichtet, in denen dieses Tierchen ein paar Runden lang einen gigantischen Crypt Ripper / Scute Mob aufhielt… bis dann Soaring Seacliffs / Nimbus Wings / Goblin Shortcutter / Kor Hookmaster / wasauchimmer kam, und dann war der Scorpion-Spieler tot.

        Etwas überspitzt ausgedrückt könnte man sagen, Blocker sind in diesem Environment das Äquivalent zu Angel’s Mercy in M10…

      • blubb Says:

        LoL

        Was willst du damit sagen, dass ein Crypt Ripper/ Scute Mob im Lategame besser als ein Scorpion ist?
        Ja, wer hätte das nur gedacht…

        Bist du sicher der einzige, wie immer halt

        • Tigris Says:

          nein das eben ein skoprion KEINE lösung für solche karten ist ein removal hingegen schon, ein skoprion stallt nur etwas heraus bis der gegner eine lösung für den skoprion gefunden hat…
          aber ja es war schon schwer zu verstehen was ap gemeint hat…

        • blubb Says:

          ach ja?
          Weder disfigure noch Hideouse End zerlegt den Crypt Ripper, insofern sind das auch keine Lösungen.

          Schon schwer zu verstehen, nicht wahr?


        • Für den Fall, dass Du nicht nur blubberst, sondern ein ehrliches Verständnisprobblem hast:

          Der Denkfehler liegt darin, Lösungen für die gegnerische Offensive zu suchen, anstatt eine eigene Offensive auszubauen.

        • blubb Says:

          Nein.

          Denn dann müsste man im Falle von schwarz den Crypt Reaper über das removal nehmen.

          Der Denkfehler ist hier ein anderer, es gibt ein early/mid/lategame.

          Der Skorpion dient dazu einem in das mid/lategame zu bringen, dann aber muss man selbst überlegen sein. D.h. hier macht es keinen Sinn 2 Karten zu vergleichen, das Deck muss entsprechend gebaut sein und der Skorpion ist eine sehr gute Karte.

          So einfach ist das.


        • Also:

          1. Nehme ich, wenn ich Monoschwarz bin, vielleicht den Ripper über Removal.

          2. Ist Removal nicht nur defensiv, sondern auch offensiv gut einsetzbar, im Gegensatz zum Scorpion.

          3. Bin ich langsam davon überzeugt, dass Du hier nur trollst.

    • Tilt Says:

      Ganz einfach weil ein Skorpion nicht die Flexibilität eines “Hideous Ends” hat, bzw. weil man dem Gegner die Entscheidung ob er nun tauscht oder nicht überlässt.

      Man kann bei den Karten im Kontext des Formats sehr genau bewerten wie gut eine spezifische ist. Die Pickreihenfolgen sind zu beginn des Draftens (ich meine jetzt nicht als Anfänger sondern bei den ersten Picks) sehr wichtig.

      Die Frage die man sich nämlich zu den ersten Picks stellen muß ist wenn xy noch im Booster ist was hat da vermutlich mein Vordermann genommen. Aufgrund der relativen Annordnung der Karten in einer Pickorder (die meistens bei den ersten 3-5 Karten generell sehr ähnlich ist) läßt sich somit eine Wahrscheinlichkeit abschätzen ob der Nachbar in den gleichen Farben ist.

      Um auf das Anfangsbeispiel zurückzukehren: ein Skorpion in einem Booster ist weniger ein Signal dafür das schwarz offen ist als ein Hideous End, welches wiederum (wenn auch nur ein klein wenig) ein geringeres Signal darstellt als ein Disfigure.

      Es ist zudem klar das dieser Vorgang keine absolute Wissenschafft darstellt und man in genügend Fällen daneben liegt aber es ist so ziemlich die einzige halbwegs vernünftige Methode die einem gegebenen Informationen zu verarbeiten und ihnen dadurch einen Kontext zu verschaffen.

  6. anonymous curacaoan Says:

    Geschickt aus dem Internet copypasten, um seine Meinung zu “bestaetigen” ist keine grosse Kunst. Irgendein “Pro” (im uebrigen selten exzellente Magicspieler und in den meisten Faellen nur die normal-guten Spieler mit dem meisten Luck in dieser Saison) labert immer irgendeinen Mist aus :-P
    Zumal selbst die Tatsache dass der Hedron Scrabbler “underrated” ist, rein gar nichts ueber seine Qualitaet aussagt. Wenn er 1st Pick Material ist aber die Leute ihn 3rd nehmen ist er underrated. Bei 11th und 13th genauso. Wenn er im Schnitt in 8% der Sealed Decks landen sollte, es aber tatsaechlich nur in 1% geschafft hat, ist er auch underrated. Genauso bei 80% und 70%.
    Ansonsten Konzept gut – eine Pickreihenfolge braucht man genau fuer die Gruende, die aufgelistet werden. Auch alles, wofuer man sie NICHT verwenden sollte, wird gesagt. Und stimmt alles!
    Mit den Pickreihenfolgen stimme ich nicht ueberein. Auf den ersten Blick fallen mir diverse grobe Schnitzer auf. Dem Leser sei geraten, sich mit den Konzepten vertraut zu machen, die Pickreihenfolge aber von jemand anderem zu nehmen. Bei der Gelegenheit erfahrt ihr dann auch gleich, ob die Meinung des Authors wirklich so “mainstream” ist wie er denkt und, wenn ja, wer genau der Trendsetter ist :-)


    • Ich dachte ja zuerst tatsächlich, dass dieser Post hier von TrashT wäre, aber der würde ja gewiss nicht einen Spieler, der exakt doppelt so viele Lifetime Pro Points wie er besitzt (und das bei weniger als halb so vielen gespielten Events!), so respektlos beurteilen…

  7. Mangoon2008 Says:

    Moin Andi!

    Warum zur Hölle fehlt da eigentlich der Nighthawk? Weil der ab Pick zwei nicht mehr kommt?

    Cya


  8. “Damit das Ganze nicht in theoretischer Trockenheit verbleibt, gebe ich auch gleich meine generischen Pickrangfolgen für die Zendikar-Commons jeder Farbe an, wobei ich das farblich passende Land, sowie sämtliche Artefakte in jede Farbe integrieren will.”

    Was meinst Du?


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