Homepage-Spam

Aus aktuellem Anlass weise ich noch einmal darauf hin: Ich habe die Kommentarfunktion auf meinen Blogs so eingestellt, dass man WEDER eine Emailadresse NOCH eine Homepage angeben muss, um hier kommentieren zu können! Das wird auch so lange so bleiben, wie durch die fehlende Möglichkeit Kommentatoren zu identifizieren keine Probleme entstehen.

Natürlich kann es trotzdem sinnvoll sein, etwas davon anzugeben: Eure (nicht öffentlich einsehbare) Emailadresse ermöglicht es mir gegebenenfalls, Euch zu kontaktieren und zu identifizieren; und Eure Homepage dient logischerweise dazu, dass auch andere Leser, wenn sie das Interesse daran haben, mehr über Euch erfahren können! Wenn Euch also etwas daran liegt, dann gebt die entsprechenden Daten an; und wenn nicht – lasst es!

Was mir nämlich immer wieder auf die Nerven geht, sind nicht existierende Adressen. Dabei ist die Email weniger störend, weil diese ja niemand außer mir zu sehen bekommt, und ich sie in 99% der Fälle nicht benötige. Die Homepage allerdings ist für jeden Nutzer anklickbar, was auch bedeutet, dass ICH sie anklicken und gegebenenfalls entfernen muss, falls ich sie aus juristischen oder anderen Gründen als problematisch empfinde. Diese Mühe mache ich mir gerne, wenn Ihr auf eine real existierende und zu Euch in einem sinnvollen Bezug stehende Seite verweist, aber es geht mir absolut auf die Nerven, wenn es sich um eine Scherzadresse oder gar irgendeinen kommerziellen Mist handelt!

Deswegen betrachte ich von nun an alle Kommentare mit einer solchen “Homepage” als Spam und behandele sie dementsprechend. Nutzt also bitte die Eingabefelder für Email und Homepage sinnvoll oder gar nicht, verstanden?

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26 Comments on “Homepage-Spam”

  1. EvilBernd Says:

    “Die Homepage allerdings ist für jeden Nutzer anklickbar, was auch bedeutet, dass ICH sie anklicken und gegebenenfalls entfernen muss, falls ich sie aus juristischen oder anderen Gründen als problematisch empfinde. Diese Mühe mache ich mir gerne, wenn Ihr auf eine real existierende und zu Euch in einem sinnvollen Bezug stehende Seite verweist…”

    Den zweiten Satz würde ich nochmal überdenken…

    Btw. dein Impressum ist ordnungswidrig.


    • Die Mühe bezieht sich offensichtlich auf das Anklicken, nicht auf das Entfernen. (Und wenn wir schon bei gewollten Missverständnissen sind: Ich entferne natürlich nicht die Homepage, sondern die Verlinkung.)

      Wenn Du der Ansicht bist, dass mein Impressum ordnungswidrig sei, dann wäre es hilfreicher, mir zu sagen, wieso!

  2. EvilBernd Says:

    Mal davon abgesehen, dass die anderen beiden deiner Blogs überhaupt keins haben und das hiesige nicht direkt als solches zu erkennen ist, fehlt die §6 Nr.2 des TDG. Näheres dazu auf “meiner” Webseite… ;-)

    • Anonymous Says:

      “Diensteanbieter haben für geschäftsmäßige Teledienste mindestens folgende Informationen leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar zu halten: ”

      Wußte ja gar nicht, dass das hier ein geschäftsmäßiger Teledienst ist. Na, da werd ich das mal nicht weiter unterstützen ;-).


    • Alle meine Blogs besitzen Impressumsangaben, und sie entsprechen den Erfordernissen, wie sie durch Gerichtsurteile der letzten Jahre spezifiziert worden sind: Maximal einen Klick von jeder Inhaltsseite entfernt und klar erkennbar für jeden, der danach sucht. (Wie die von Dir zitierte Seite selbst sagt, muss dazu nicht das Wort “Impressum” im Link stehen; man darf auf den gesunden Menschenverstand des Lesers setzen, dass er hinter Bezeichnungen wie “Kontakt” oder “Über mich” die entsprechenden Angaben vermutet). Was die Möglichkeit der Kontaktaufnahme auf elektronischem Weg angeht, so ist diese bei Webseiten mit allgemein zugängiger Kommentarfunktion offensichtlich gegeben.

      Ich bin ja in solchen juristischen Fragen durchaus unsicher und deswegen dankbar für Hinweise, aber ich habe, ehrlich gesagt, nicht den Eindruck, dass Du Dich damit intensiver auseinander gesetzt hättest als ich.

      • atog28 Says:

        Der Eindruck entsteht eher bei dir, da du den Pflichtangaben nicht nachkommst, nicht weisst, was falsch ist oder wo man sich informiert und wenn man dich darauf hinweist, bockig reagierst. Zum Glück ist es bei Magicthemen nicht so.


        • Das ist doch wieder nur Geblubber hier! WELCHEN Pflichtangaben komme ich Deiner Ansicht nach nicht nach? Und was bringt Dich zu der unausgegorenen Vermutung, ich wüsste nicht, wo ich mich informieren müsste?

          Vor ein paar Monaten habe ich ich für alle meine Blogs Impressums erstellt. Dafür habe ich mich mit dem Teledienstgesetz selbst, sowie mit verschiedenen kommentierten Fassungen davon, juristischen Interpretationen und kommentierten Gerichtsurteilen auseinander gesetzt.

          Wenn EB oder Du wirklich etwas wissen solltet, was mir entgangen ist, dann sagt es mir explizit, anstatt Allgemeinplätze in den Raum zu stellen!


        • Ach übrigens, Atog, Du benutzt auf Couchmagic unter Deinem Impressum den rechtlich völlig irrelevanten und sachlich inkorrekten vorformulierten Haftungssausschluss (auch bekannt als “Der Zauberspruch”) – ein sehr eindeutiges Zeichen dafür, dass Du Dich in juristischen Dingen nicht selbst eingehend informierst, sondern auf Copy/Paste verlässt!

          Vielleicht interessiert es Dich ja jetzt?

          http://zeromant.wordpress.com/2007/06/01/ich-distanziere-mich-nicht/

          Oder, falls Du es trockener, aber sachlich kompetenter und ausführlicher lesen möchtest:

          http://www.knetfeder.de/recht/linkurteil/

          Oder halt selbst recherchieren.

        • Neverlord Says:

          Hat zwar gerade nichts mit dem Thema zu tun, aber danke für die Links:

          http://zeromant.wordpress.com/2007/06/01/ich-distanziere-mich-nicht/

          http://www.knetfeder.de/recht/linkurteil/

          Kannte ich noch nicht. Gesunder Menschenverstand hat mich zwar schon zur Erkenntnis gebracht, dass diese Disclaimer-Sülze genauso unsinnig ist wie diese ständigen “Privatauktion, …” Sätze bei eBay, war aber trotzdem nett mal ausführlicher darüber zu lesen. Insbesondere die “Anti-Disclaimer” auf http://www.knetfeder.de/recht/linkurteil/.

        • endijian Says:

          Diese “Privatauktion”-Sätze sind in der Tat totaler Quatsch – Es steht ja schon in der Auktionsbeschreibung, dass es eine solche ist.

          Was aber in diesem Zusammenhang für Magicspieler interessant sein dürfte: Man sollte wirklich immer mal wieder betonen, das man seine private Sammlung ausmistet, wenn man viele Karten verkauft – das kann (“kann”, nicht “muss” oder “wird”) einem später helfen, wenn man eine Abmahnung wegen gewerbsmäßigem Handel kriegt…

  3. EvilBernd Says:

    “Doch hier muß klar unterschieden werden zwischen den beiden Begriffen “geschäftsmäig” und “gewerbsmäßig”. Der Begriff “gewerbsmäßig” trifft auf eine Tätigkeit in der Tat erst dann zu, wenn mit ihr Geld erwirtschaftet werden soll (Gewinnerzielungsabsicht). Der Begriff “geschäftsmäßig” aber bezeichnet sämtliche Tätigkeiten, die ernsthaft betrieben werden und die nicht nur vorübergehend sind (nachhaltige Tätigkeiten).” — Quelle

    Letzteres ist ja leider nicht der Fall ;-)

  4. SDF Says:

    geil, das TDG ist schon seit zwei Jahren außer Kraft!


    • Stimmt, und es wurde durch das Telemediengesetz abgelöst. Ich erinnere mich noch, mich durch die Kommentare zu den sich daraus ergebenden Veränderungen gewühlt zu haben. Letztlich lief es darauf hinaus:

      „Anbieter von Telemedien, die nicht ausschließlich persönlichen oder familiären Zwecken dienen, haben folgende Informationen leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar zu halten: Namen und Anschrift, bei juristischen Personen auch Namen und Anschrift des Vertretungsberechtigten.“

      Weitergehende Pflichten gibt es nur für Anbieter von Telediensten.

  5. EvilBernd Says:

    Und wenn ich jetzt auf §5 (1) Nr. 2 TMG verweise??

    Ich meine, wenn wir schon random Klugscheißen, dann aber richtig. Teledienste im Sinne des Gesetzes gibt es nicht mehr, die heißen nämlich Telemedien und für die gilt oben verwiesener Passus, der die – ich zitiere kurz – Adresse der elektronischen Post als Pflichtangabe einschließt.

    Spam here we come :-)


    • Nein, dieser Passus gilt NICHT für alle Telemedien.

      “Unerheblich ist, ob der Diensteanbieter die Telemedien gegen Entgelt bereithält. Es genügt, dass solche Inhalte in der Regel gegen Entgelt bereitgehalten werden. Die Kenn-zeichnungspflichten treffen demnach alle Diensteanbieter, soweit sie Telemedien bereit-halten, mit denen auf dem Markt Einkünfte erzielt werden könnten.
      Teilweise wird die Rechtsauffassung vertreten, dass auch rein private Websites geschäfts-mäßig und in der Regel gegen Entgelt angeboten werden, soweit sie Werbebanner einblen-den und dadurch (auch nur kostendeckende) Einkünfte erzielt werden.”

      Trifft auf mich nicht zu.

      Was hingegen für mich gilt, ist jener Passus aus dem Rundfunkstaatsvertrag, den ich in meinem vorigen Kommentar zitiert habe.

  6. HanHeinrich Says:

    Hallo Andi,

    Das hier hat mit dem Thema zwar rein gar nichts zu tun, dürfte Dich aber interessieren:
    [Und damit nutze ich dann auch mal den oben beschriebenen Weg der elektronsichen Kontaktaufnahme.]

    http://www.wizards.com/default.asp?x=dci/suspended&tablesort=6

    Brandneu von der DCI – einfach mal bis Deutschland scrollen ;-)

    Gruß,

    Artie

  7. Eliminator Says:

    Und genau um solche Blockwart-Trollkommentare zu vermeiden, stellt der mündige Blogger seine Hirnfürze mittels eines ausserhalb von Europa gehosteten Anbieters ins Netz.
    Impressum my Ass, der feuchte Traum aller Hobby-Blockwarte und Freizeitquerulanten.


    • Mein Verständnis von einem “mündigen” Blocker ist nicht so, dass dieser seine Ergüsse anonym ins Netz stellt. Das mag zwar für Blogger aus Ländern mit problematischer Menschenrechtssituation der einzige Weg sein, aber in Deutschland geibt es keine Entschuldigung dafür, nicht zu seinen Aussagen zu stehen! Ein anonymes Blog ist nicht besser als eine anonymes Flugblatt mit Schmähschriften. Ich bin absolut der Ansicht, dass Menschen auch im Internet für ihre Aussagen presserechtliche Verantwortung tragen müssen.

      Was allerdings EBs Kommentar angeht, so war er halt leider weder fundiert noch hilfreich – so eine nebensätzliche Behauptung ohne nähere Begründung ist einfach wertlos. Wie gesagt, bin ich mir in juristischen Dingen absolut nicht sicher, und daher besteht absolut die Möglichkeit, dass mich jemand auf einen Irrtum hinweist, aber ich habe mir vor ein paar Monaten viele Stunden lang Gesetzestexte, Kommentare und Auslegungen dazu um die Ohren geschlagen (und jetzt habe ich meine damaligen Schlussfolgerungen zumindest teilweise wieder nachvollzogen, die ich mir nicht im Detail gemerkt hatte).

  8. SDF Says:

    jupp, und für gewöhnlich wird jeder Möchtegern-Rocker mit großer Klappe bei der ersten Abmahnung total handzahm und kooperationsbereit. Nur so, weil es nicht darauf ankommt, wo der Server steht… Das hat alleine beweisrechtliche Relevanz… Aber wenn man schon die Adresse angibt…

  9. Eliminator Says:

    @Pischner:
    Deine Meinung.
    Meiner Meinung ist die rechtliche Lage für Blogger bereits seit längerem so bescheiden, dass Bloggen via nicht zuordbarem Pseudonym eine mehr als nur sinnvolle Handhabe ist.
    Das hiesige Abmahnrecht macht es einfach zu leicht, unbequeme Meinungen aus dem Netz zu verbannen und abartige Pseudoansprüche durchzusetzen.

    @vorposter
    möchtest du deine gedanken vielleicht ein wenig präziser formulieren?
    Dass man seinen blog nicht mit Privatinfos vollkleistert habe ich vorausgesetzt, für die Generation “Facebook” ist das aber wohl nicht mehr logisch nachzuvollziehen.


    • Die Abmahnpraxis ist sicherlich ein großes Problem, aber es ist gewiss auch keine Lösung, dass jeder anonym im Netz nach Belieben Lügen und Verleumdungen verbreiten darf. Wer etwas zu sagen hat, soll auch dazu stehen! (Das gilt – trotz Abmahnanwälten – jedenfalls für die Bundesrepublik Deutschland. Auf Nordkorea oder so würde ich diese Aussage natürlich nicht ausdehnen wollen.)

  10. Eliminator Says:

    Kann man so sehen, muss man aber nicht.
    Mir ist es lieber wenn im zweifelsfall jemand anonym seinen Mist verbreiten kann, als wie wenn jeder sich erstmal ausweisen muss bevor er seine Meinung kundtun kann.

  11. SDF Says:

    und damit ist die Welt dann ein schönerer Ort?

  12. Eliminator Says:

    Aber natrlich.
    Freie Meinungsusserung und so. Aber das dürfte manche Leute überfordern

  13. SDF Says:

    steht noch aus, dass “mehr” an Meinungsfreiheit zu beweisen. Wer seine Meinung kundtun will, muss sich nicht verstecken… Eine Meinung genießt auch vor der Abmahnung uneingeschränkten Schutz.

  14. Eliminator Says:

    In der Theorie vielleicht, in der Praxis ist das Abmahnwesen in Deutschland jenseits von gut und böse.


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