Pro-Portionen

Ich habe ja schon ewig keinen Ländervergleich mehr gemacht. Da gerade eine Saison zu Ende gegangen ist, will ich die Gelegenheit nutzen, einen Blick auf die Liste der aktuellen Pro-Spieler zu werfen. Welche Nationen haben 2009 wie viele Pros mindestens auf Level 4 (20 Punkte oder mehr) gebracht? Da sie sich bequemerweise ebenfalls leicht zugängig in der Datenbank befinden, nehme ich zum Vergleich auch noch die Daten von 2008 dazu. 2009 haben 76 Spieler diesen Level erreicht; 2008 waren es noch 91.


2009 2008
USA 18 16
Japan 17 19
Niederlande 6 3
Frankreich 5 6
Deutschland 5 3
Schweiz 4 4
Belgien 4 3
Tschechien 3 3
Brasilien 2 4
Italien 2 3
Österreich 2 3
Schweden 1 4
Spanien 1 2
Finnland 1 1
Großbritannien 1 1
Polen 1 1
Portugal 1 1
Slowakei 1 1
Hong Kong 1 0
Australien 0 3
Chile 0 1
Dänemark 0 1
Estland 0 1
Kanada 0 1
Kolumbien 0 1
Kroatien 0 1
Malaysia 0 1
Niederländische Antillen 0 1
Russland 0 1
Singapur 0 1

Ich denke, der Fachausdruck lautet “Konsolidierung” – weniger Pros insgesamt, verteilt auf weniger Länder, das ist die Entwicklung von 2008 hin zu 2009. Wie man aus Fürgewöhnlichgutunterrichtetenquellen hört, soll das ja auch beabsichtigt sein – möglichst wenige Namen mit hohem Wiedererkennungswert sind den Promotern lieber als viele neue Gesichter.

Ansonsten ist die Aussagekraft der Statistik eher beschränkt: Die USA und Japan marschieren uneinholbar vorneweg; dahinter gibt es keine klare dritte Macht, nur ein mitteleuropäisches Verfolgerfeld (und Brasilien). Wenn man natürlich danach aufschlüsselt, wie erfolgreich die vertretenen Pros sind, dann stellt Japan die USA ebenso in den Schatten wie Frankreich den Rest des Feldes.

Bemerkenswert finde ich noch, dass die größere Spielerbasis in Deutschland oder Frankreich gegenüber Benelux (minus Luchs) und den Alpenrepubliken sich trotz entsprechender PTQ-Slotanzahl nicht so recht in diesen Zahlen wiederfinden lässt. Woran liegt das? Ob es so etwas wie eine kritische Masse an engagierten und vernetzten Spielern pro Land gibt?

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40 Comments on “Pro-Portionen”

  1. Zero_Fan Says:

    Ich mag Deinen trockenen Humor, der manchmal erst in der Wahl Deiner gesetzten Links aufblitzt. :-) Andreas, in 2 Wochen ist Weihnachten und als Dein geneigter Fan und Stammleser habe ich wieder einen alljährlichen Weihnachtswunsch an Dich: eine Rezension, eine Ranickieske Kritik! Könntest Du Dir nicht von jeder der von Dir hochfrequentierten Seiten einen exemplarischen Artikel raussuchen und rezensieren? So wie Du es einst als Leseempfehlung tatst? Den jeweils besten/schlechtesten? In Vorfreue…


    • Ich mag meinen trockenen Humor auch, aber in diesem Fall handelt es sich um einen Fall von automatischer Ergänzung (wie ich diese Funktion hasse!), die ich nicht rechtzeitig bemerkt habe.

      Zu Deinem Wunsch: Ich verspreche mal besser nichts, okay?

  2. Teardrop Says:

    Guter Link.
    Und ja, ich denke auch, es liegt an der kritischen Masse.
    Und an der Tatsache, dass zumindest die Niederländer und die Österreicher sich z.B. vor der WM nicht im Internet über die Decks unterhalten mussten. SOndern daaheem, beim zusammen Bier trinken ;-)

  3. blubb Says:

    “Ich denke, der Fachausdruck lautet „Konsolidierung“ – weniger Pros insgesamt, verteilt auf weniger Länder, das ist die Entwicklung von 2008 hin zu 2009.”

    LoL, der war gut.

    Das es 2008 2 GP’s mehr gab erwähnst du natürlich nicht, das ist ja irrelevant…
    Das 2008 30% mehr Geld bei GP’s ausgeschüttet wurde, ja das spielt natürlich auch keine Rolle…


    • Du kommst auch nur hierher, um dummes Zeug zu blubbern, oder?

      Einmal sind 2 Grand Prixs weniger ja wohl durchaus Zeichen einer gewollten Entwicklung. Zum anderen wirst Du mir sicherlich erklären können, wie eine Reduktion von 4 PTs und 21 GPs auf 4 PTs und 19 GPs mit einem Rückgang von 91 auf 76 Pros matehamtisch korreliert. Zum dritten ist die Konzentration auf Spieler aus weniger Ländern damit auch nicht zu erklären. Und zum Vierten hat der Rückgang der Preisgelder damit genau so viel zu tun wie der Hüftspeck von Britney Spears.

      • blubb Says:

        LoL…

        Na klar, man reduziert die GP’s um weniger Leute mit 20+ ProTour Punkten zu haben, mach dich doch nicht lächerlicher als du sowieso schon bist.

        Wie kommen denn die Leute auf ihre 20+ Punkte?
        Richtig, indem sie an MEHREREN Events teilnehmen. Deswegen macht es überproportional viel aus, wenn man die Anzahl der Events reduziert. Reduziert man zeitgleich noch das Preisgeld so sinkt der Ansporn überhaupt teilzunehmen.

        Das tolle daran ist aber:

        Das kann man sogar sehr leicht überprüfen, man betrachte einfach wie sich die Punkte verteilen…

        Wenn ich recht habe, dann müsste sich zeigen lassen, dass es 2008 mehr Spieler mit einem hohem, aber weniger Spieler mit einem niedrigen rating gab als 2009.
        Ganz einfach weil 2008 die “guten” Spieler mehr Anreiz hatten mehrere Events zu besuchen.

        Das ganze kann man sehr leicht überprüfen, und siehe da, ich habe Recht. Es gibt tatsächlich 2008 WENIGER Spieler mit 10 Punkten als 2009.


        • Und dass es 2009 insgesamt mehr Spieler mit 10 oder mehr Pro Tour Punkten gibt als 2008, ist nach Deiner Logik also darauf zurückzuführen, dass es weniger Grand Prixs und eine geringere Preisausschüttung gab?

          Tut es eigentlich weh, wenn einen die Schweine beißen?

        • blubb Says:

          LoL

          da wil jemand absichtlich? nichts verstehen, nichts für ungut, mach dich doch nicht lächerlich.


        • “blubb”, das ist jetzt eine offizielle Trollwarnung für akkumulierte Vergehen. Für den Fall, dass diese Mischung aus Großkotzigkeit, Aggressivität und blankem Blödsinn, mit der Du hier schon längere Zeit postest, nicht als Trollerei beabsichtigt ist, stellt dies hier eine Chance für Dich dar, Deinen Kommentarstil zu verändern. Ansonsten wirst Du auf meinem Blog den Weg des Duodax gehen.

        • Anon Says:

          Weniger Spieler mit 20+ bei MEHR Spielern mit 10 und mehr Punkten lässt sich jetzt aber doch ziemlich einfach auf eine geingere Anzahl GPs zurückführen. Da wurde eben einer bestimmten Spielergruppe ein Teil der Möglichkeiten genommen, sich für Level 4 zu qualifizieren.


        • Es sind ja nicht einfach mehr Spieler mit einer Punktzahl zwischen 10 und 20, sondern mehr Spieler mit 10 oder mehr Punkten (was Spieler mit mehr als 20 Punkten einschließt)! Das ist absolut das Gegenteil, was man bei weniger Grand Prixs erwarten sollte. (Was natürlich daran liegt, dass da noch zahlreiche weitere Faktoren am Werk sind).

          Hier mal die Statistiken mit den Anzahlen der Spieler, die eine bestimmte Punkteschwelle erreicht haben:

          2008:

          50: 4
          40: 11
          30: 37
          20: 91
          10: 287
          2: 1668
          1: 2199

          2009:

          50: 8
          40: 11
          30: 26
          20: 76
          10: 325
          2: 1747
          1: 2286

          Das ist ein Anstieg in allen Segmenten außer bei 20 und 30! Da dies eindeutig im Widerspruch zu der geringeren Anzahl GPs steht, kann man also auch offensichtlich aus dieser keine Interpretation der Veränderungen herleiten. Andere Einflüsse, die man dafür untersuchen müsste: Die Gesamtanzahl der PTQs weltweit; die Anzahl der Nationals mit Propunktvergabe; wie viele Einladungen zu PTs verfallen sind (weil die Spieler nicht angetreten sind, oder weil bereits qualifizierte Spieler den Flug gewonnen haben)…

          Das macht hier natürlich niemand. Offensichtlich ist nur eines: Zwischen der leicht verringerten Anzahl der GPs und der Punkteverteilung besteht keine Korrelation.

          Was man stattdessen einmal nachrechnen könnte, wenn man zu viel Zeit hat: Wie viele Punkte die Pros mit 40 oder mehr Punkten 2009 insgesamt mehr haben; und wie viele Punkte die Pros mit weniger als 40 Punkten insgesamt weniger hatten. Wenn das einigermaßen zusammen passt, wäre das eine erheblich tragfähigere Erklärung!

        • Anon Says:

          “Es sind ja nicht einfach mehr Spieler mit einer Punktzahl zwischen 10 und 20, sondern mehr Spieler mit 10 oder mehr Punkten (was Spieler mit mehr als 20 Punkten einschließt)!”

          Was bei weniger Spielern mit einer Punktzahl von 20+ (und die haben wir hier, weil 76<91) aber genau doch darin resultiert: Mehr Spieler mit einer Punktzahl zwischen 10 und 20. Genau das zeigt die Statistik auch.
          (bis hier hin (und noch ein Stück weiter) sei mal alles unterhalb von 10 ausgeklammert)
          Einen Anstieg gibt es übrigens auch im Segment 40+ nicht.(Das die Statistik aus deinem Posting jeden einzelnen Bereich kumuliert mit allen darüberstehenden (=besser platzierten) anzeigt, ist dir ja hoffentlich bewusst.

          Wir haben also -25 Spieler im Segment 20+, dafür +38 im Segment 10-20. Diese Zahlen belegen natürlich gar nichts, liegen meiner Meinung nach aber doch relativ dicht beeieinander. Ich denke sehr wohl, dass sich mit 2 GPs mehr genau dort noch 20-30 weitere Spieler für Level 4 qualifizieren könnten.

          Was dann im unteren Bereich (1 und 2 Punkte) passiert muss sich allerdings wirklich auf eine andere Art erklären lassen können, da DAS tatsächlich nicht mit einer geringeren Anzahl GPs zusammenhängen kann.

        • Anon Says:

          Nachtrag: Sowohl in dem oben angegebenen Link als auch [woanders] komme ich nur auf 66 statt 76 Pros mit 20 oder mehr Punkten. Was mache ich falsch?


        • Du machst so ziemlich ALLES Falsch!

          Erst einmal führen Deine Links ins nichts, deswegen werde ich sie entfernen. Die Datenbank der DCI habe ich ja in meinem Beitrag verlinkt, da kann dann jeder Leser selbst nachsehen.

          Dann kannst Du nicht zählen bzw. hast es gar nicht getan! (Dir sollte aber klar sein, dass elf Spieler, die auf Platz 66 geführt werden natürlich bedeuten, dass sie die Plätze 66-76 einnehmen? Man erkennt es auch einfach daran, dass die Spieler mit 19 Punkten ab Platz 77 beginnen…)

          Schließlich musst Du auch erklären, wieso es 2009 bei weniger Grand Prixs mehr Level-8-Pros gibt – mit Sicherheit dasjenige Spielersegment, bei dem sich eine verringerte Anzahl Events am stärksten auswirkt (weil sie die meisten davon spielen!)Natürlich gibt es dafür Erklärungen, aber genau diese Erklärungen stehen einem Zusammenhang zwischen weniger GPs und weniger Level-4-Pros diametral entgegen!

          Was halt passiert ist: Die Punkteverteilung ist kopflastiger. Und diese Entwicklung hat nun einmal absolut gar nichts mit weniger Grand Prixs zu tun!

        • Anonymous Says:

          “…weniger Pros insgesamt, verteilt auf weniger Länder…”

          “Die Punkteverteilung ist kopflastiger.”

          Und nachdem du mir grad erklärt hast, wie man richtig zählt (danke dafür), guck dir doch auch noch mal die datenbank für 2008 und korrigiere deine Anzahl der 50+ Spieler. Das sind nämlich 5 statt 4.Da kann wohl noch jemand nicht zählen…


        • Oder es hat sich jemand vertippt. Ja, es sind 5 statt 4.

  4. RolandB Says:

    Das lässt sich ganz einfach erklären. Damit Pros oder angehende Pros sich weiterentwickeln brauchen sie Spieler die auf einem ähnlichen hohen Niveau spielen. Man erkennt deutlich das es Konzentrationen von Pros auf einzelne Städte gibt, also Städte die relativ zur Einwohnerzahl eine hohe Anzahl von Pros haben: Frankreich Paris, USA New York, Japan Tokio, Österreich Wien( nehme ich an) usw. . In Deutschland gibt es eine solche konstante Konzentration am ehesten in Hamburg bzw. München. Aber in weitem nicht so wie in Japan, USA oder Frankreich.


    • Hmm…

      1 Lino Burgold 32 Freiburg, BW, Germany
      2 Sebastian Thaler 31 Flintsbach, BY, Germany
      3 Jan H. Ruess 24 Hamburg, HG, Germany
      4 Reinhold Kohl 20 Brühl, NWF, Germany
      4 Florian Pils 20 munchen, BY, Germany

      1 David E. Reitbauer 30 Vienna, Austria
      2 Helmut J. Summersberger 21 Salzburg, Austria

      1 Manuel Bucher 29 Lucern, Switzerland
      2 Tommi Lindgren 27 Hombrechtikon, Switzerland
      3 Nico Bohny 23 Läufelfingen, Switzerland
      4 Matthias Künzler 22 Bern, Switzerland

      So richtig kann ich da kein Muster erkennen (was vielleicht auch an meiner mangelnden Kenntnis Schweizer Dorfgeografie liegt). Der Summereder ist übrigens Linzer, der Fanghaenel Aachener, der Gräfensteiner Nürnberger…

      Sicher wird man, wenn man genau genug analysiert, feststellen dass es Regionen mit einer höheren Konzentration an erfolgreicheren Spielern gibt; aber als Begründung für die relative Unterrepräsentation der deutschen Pros taugt dieser Ansatz wohl eher nicht.

      • SDF Says:

        hat nicht der Baberowski gesagt, dass er so gut gewesen sei, weil er die ganze ZEit mit dem Budde und dem Blumke zusammengehockt hätte? Da ist schon was dran

      • RolandB Says:

        Eben und genau das ist im Moment unser Problem die wohnen zu weit auseinander. Immer wenn konstant großer Erfolg da war hat der sich auf Regionen konzentriert: Zinks+Trash+Hajo oder die frühen Kölner und späteren Hamburger, usw..


        • Naja, das ist aber nur eine Umformulierung von “Die Zeit der Teams ist vorbei.”

          In unseren kleineren Nachbarstaaten ist das doch auch nicht anders. Die Frage bleibt: Warum hat Deutschland nicht entsprechend seiner höheren Einwohnerzahl mehr Pros? Wir haben doch wohl eigentlich dichtere und einwohnerstärkere Ballungsräume (die Niederlande einmal ausgenommen; die sind ja ein einziger Ballungsraum).

        • SDF Says:

          na, da will einer aber eine Diskussion nicht haben…

        • blubb Says:

          Warum auch auf Leute wie Phips hören, der die existenz solcher Gruppen bestätigt, wenn man doch seine eigene Meinung vertreten kann ;) .

  5. Phips Says:

    Ich muss dem A.P. ausnahmsweise ;) wieder mal zustimmen, ich glaube dass das sehr viel mit spielstarken Gruppen zu tun hat.

    Ich selbst bin das letzte noch aktive Überbleibsel einer starken Linzer Progruppe rund um Markus Jöbstl (~80 Pro Points), Johannes Hölzl und anderen. 2003 stellte Linz beispielsweise alle drei Teammember des Nationalteams.

    Helmut Summersberger in Salzburg hat neben seinen außergewöhnlichen individuellen Fähigkeiten auch eine recht gut organisierte Gruppe, die recht starke Spieler wie Thomas Holzinger beinhaltet – zudem extrem gute Connections nach Süddeutschland (Wasti).

    Wien ist der magictechnische Ballungsraum schlechthin, mit einer Gruppe rund um Oliver PR, David Reitbauer und Charly Preyer, mit vielen “Legenden” wie Benedikt Klauser oder Nikolaus Eigner. Darüberhinaus vielleicht in Deutschland wenig bekannte, jedoch außerordentlich starke Leute wie Simon Grünauer. (Der beispielsweise Austrodredge erfunden hat.)

    Der nächste wichtige Punkt ist, dass man in Österreich nicht sonderlich weite Strecken zurücklegen muss, um von A nach B zu gelangen.
    So bin ich beispielsweise zum Testen ab und an 1,5 h nach Wien gedüst.

    Aber der mit Abstand wichtigste Punkt ist meiner Meinung nach die intensive freundschaftliche Verbindung zwischen den aktuellen österreichischen Pros und Semipros. Gerade in Wien ist ein westentlicher Teil der Spielerschaft (alle oben genannten) ein richtiger Freundeskreis, wo ich richtig stolz und dankbar bin, dass ich speziell bei größeren Turnieren immer wieder herzlich willkommen bin.
    Offen gesagt ist der Spaß, den ich mit diesen Leuten regelmäßig habe meine einzige Motivation, Magic richtig ambitioniert zu betreiben.

    lg Phips

  6. Phips Says:

    Ich habe mich da oben bei den Statements verlesen – also kann ich Andi in diesem Punkt nur bedingt zustimmen.

    Es gibt zwar in Österreich – dank Magic Online – auch einige wenige gute Einzelspieler irgendwo verstreut, aber richtig erfolgreiche Zocker sind immer aus einer starken Gruppe hervorgegangen.

    lg Phips


    • Das klärt doch weiterhin nicht die Frage, WARUM es nicht entsprechend mehr solcher Konzentrationen/Gruppen/Seilschaften in Deutschland gibt als in unseren Nachbarstaaten?

      Unsere Bevölkerungsdichte jedenfalls ist noch ein Stück höher als in den Alpenstaaten.

  7. Handsome Says:

    Die Frage ist halt: Wenn es solche Pro-Communities beispielsweise in Wien gibt, wieso dann nicht in Berlin, Hamburg, München? Und das ist ja wirklich eine interessante Frage.

  8. Phips Says:

    Naja, ich glaube dass soetwas immer Phasenweise entsteht, weil man ja ne lange Anlaufzeit braucht, um gut zu werden. Es reicht ja nicht zu sagen, so wir sind jetzt zu 5, wir werden Pro Player.
    Wenns dann aber mal ne Pro-Gruppe gibt, dann gibts die eben ne Weile, bis die Mitglieder halt aufhören, zu Poker wechseln oder die Lust verlieren.

    In München hats ja beispielsweise vor einigen Jahren eine unglaublich Truppe gegeben, mit David Brucker, Christoph Lippert, Reinhard Blech und anderen. (Andre Delere, Martin Eidam usw.) Der Flo Pils ist ja beispielsweise auch ein Überbleibsel dieser Gruppe. (Soweit ich das weiß)

    Dann die Gruppe um Kai Budde, oder das eingangs erwähnte Team MIR – Beispiele gibts genug.

    Dass es jetzt grad ned soviele deutsche Pros gibt is ja ne Momentaufnahme, und in einigen Jahren schauts vielleicht schon wieder ganz anders aus.

    Es gehört ja auch immer viel Glück dazu, dass sich dann aus einer ambitionierten Gruppe wirklich Pro Player entwickeln.
    Wir hatten beispielsweise (bzw. haben noch immer) in Tirol einige ambitionierte Jungs wie Christian Kunwald, Christian Mauhart und Philipp Sovago, die zwar einige Erfolge bei GP’s oder PT-Qualifikationen usw feiern konnten,irgendwie so die richtige Breakoutperformance aber noch nicht gehabt haben – obwohl zweifelsfrei das Potential da wäre.

    Auf der anderen Seite hats vor Jahren die “Broken Specimen” in Graz gegeben, mit David Reitbauer, Armin Birner und Reinhard Hölzl. David is nach Wien gezogen, Armin konzentriert sich mehr aufs Studium und Reinhard hat zu Poker gewechselt. Und schwupps hat sich ein Grazer 150 ProPoints-Team in dieser Form aufgelöst – und in Graz gibts nur noch sporadische Erfolge durch etwa Armin Birner oder Stefan Stradner.

    Was ich damit sagen will: Es gehören viele Faktoren dazu, damit das mit dem Pro Player sein klappt – und ein recht wichtiger ist da die Gruppe in der man zockt.
    Linear (X Pro Player pro Y Millionen Einwohner) kann mans aber trotzdem nicht betrachten, dafür spielen zuviele Faktoren mit.

    lg

  9. Mortimer Says:

    mir fällt immer auf, dass das Metagame sich im internationalen Vergleich unterschiedlich darstellt, zumindest in den letzten Jahren und zumindest bei den Nats gewinnen regelmäßig keine Tier 1 decks, oder?

    • Kenshin Says:

      Bei den Split PTs und bei den Nats ist der Draftpart verdammt wichtig. den Top8 Kandidaten ist in der Regel gemein, dass sie sehr starke Draftergebnisse haben, aber meist nur solide Constructedperformances. Deshalb mogeln sich da auch Leute rein, die nur X-2 oder so Standard gespielt haben. Und in der Top8 ist es eh Glück mit den MUs.

  10. Mortimer Says:

    mag sein, aber irgendwie ist es schon auffällig…


  11. Die Topspieler bei großen Events spielen allerdings in der Regel auch Decks, die für ein Metagame voller Tier-1-Decks konzipiert sind.

  12. Handsome Says:

    “In München hats ja beispielsweise vor einigen Jahren eine unglaublich Truppe gegeben, mit David Brucker, Christoph Lippert, Reinhard Blech und anderen. (Andre Delere, Martin Eidam usw.) Der Flo Pils ist ja beispielsweise auch ein Überbleibsel dieser Gruppe. (Soweit ich das weiß)”

    Guter Punkt, die Jungs hab ich völlig vergessen, omg^^

  13. beefman Says:

    es gibt imo mehr gute ltd. spieler pro turnier, als spieler mit einem vernünftigen, ausgetechtem deck. und genau da zahlt sich ein gut organisiertes team aus. es wurde ausgiebig getestet mit unterschiedlichen spielertypen und unterschiedlichen decks.

  14. maximus Says:

    Vielleicht hilft ja das hinzunehmen des total Wertes bei der Auswertung der Daten (nur die ersten 5 Länder, mehr erlaubt mir meine Zeit (oder eher Lust) nicht). Dahinter jeweils Anzahl Level 4

    usa
    2008 3035 (16)
    2009 5253 (18)

    Japan
    2008 1320 (19)
    2009 1288 (17)

    Niederlande
    2008 235 (3)
    2009 458 (6)

    France
    2008 1204 (6)
    2009 1366 (5)

    Germany
    2008 779 (3)
    2009 835 (5)

    Bei den Amis ist ein starker Anstieg der Teilnehmerzahlen zu sehen, der sich in einer leichten Steigerung der Level 4 wiederspiegelt.
    Die Teilnehmerzahlen der Niederlande haben sich fast verdoppelt, die Level 4 tatsächlich. Japan hat weniger Teilnehmer und auch weniger Level 4.
    Frankreich mit steigenden Teilnehmerzahlen, weniger und Deutschland mit (leicht) steigenden Teilnehmern, deutlich mehr.

    Insgesamt steigen die Teilnehmerzahlen um fast 40 %. In den USA fast um 60 %. Dort scheinen sich die Punkte auf mehr Spieler als im Vorjahr zu verteilen (405 Spieler mit mehr als 1 P 2008, 456 2009).

    Wie sieht es nun bei einem der großen Verlierern aus:

    Australien
    2008 145 (3) 43 mehr als Null Punkte (nach den 3 mit mehr als 20 ging es mit 9 Punkten bei 2 Spielern weiter)
    2009 429 (0) 74 mehr als Null Punkte (8 Spieler mit 9 oder mehr Punkten)

    Für mich sieht es so aus, dass die rasant steigenden Zahlen bei Teilnehmern und Punktgewinnern es schwieriger machen viele Punkte zu gewinnen.

  15. tario Says:

    Hm ich finde einfach dass in Deutschland zu viele Großkotze und Möchtegern Pros unterwegs sind und es keine gute Communities mehr gibt wie früher noch.
    Das mag nur subjektiv sein aber ich empfinde es seit einigen Jahren schon so. Weiß nicht ob das in anderen Ländern anders ist, aber iwie halten sich in D zu viele für Überpros und stempeln andere schnell ab anstatt besser zusammenzuarbeiten.

    Merkt man oft auch an den Kommentaren auf diversen Inetseiten.

    Aber gut ich spiel nicht mehr so viele Turniere, vll lieg ich da auch total daneben.

    • Saber-Ants Says:

      eine gruppe spiegelt immernur wieder was der einzelne bereit ist in sie zu investieren

      und ja mit motivation und führungseigenschafften kann jeder eine comuniti aufbauen – die frage der leistungsstärke steht da dann immernoch im raum
      sollte der glückliche zufall eintreten das nicht nur ähnliche gemüter sondern auch befähigte spieler sich zusammensetzen und arbeiten kann alles möglich sein

      und da sehe ich auch den unterschied zwischen den alpennationen und unserer eigennützigen und doch stieseligen art


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