Der letzte Arbeitsnachweis?

Bei PlanetMTG ist ein unglaublich langer Text von mir erschienen, Selbstgemachte Limitedumgebungen, der möglicherweise oder möglicherweise auch nicht meinen letzten Magicartikel darstellt (Zeromagic allerdings werde ich garantiert weiterführen, wenn auch bei Weitem nicht mehr so regelmäßig wie früher einmal).

Ich will Euch diesen Text besonders ans Herz legen – nicht nur, weil er (einschließlich aller Anhänge) unglaublich viel Arbeit gemacht hat, sondern vor allem, weil Zweidritteldraft und Purchase Draft wirklich ganz hervorragende und spaßige Draftformate sind, und weil sich herausgestellt hat, dass selbst entworfene Limitedumgebungen (jedenfalls meine – oder zuallermindest “Vier Männer im Schnee”, “Rorschachs Welt” und “Drachenfarben”, die ich bereits testen konnte) die in sie hinein gesteckte Arbeit absolut wert sind! So viel Spaß hatte ich bei Magic seit… äh, seit… also, eigentlich hatte ich noch nie zuvor so viel Spaß bei Magic! “Echte” Boosterdrafts sind zwar auch schön, aber bedienen eben die Bedürfnisse von Draftern (insbesondere in Viererrunden) nicht so gezielt. Und billig ist es aunomma, und Limitedumgebungen zu entwerfen macht noch viel mehr Spaß, als Casual-Decks zu bauen (und die dadurch entstehenden Draftdecks spielen sich auch noch unterhaltsamer als sowohl “herkömmliche” Limiteddecks, als auch typische Casualdecks). Nach über eineinhalb Jahrzehnten habe ich endlich eine Casualspielform entdeckt, mit der ich rundum glücklich bin, und auch wenn Geschmäcker verschieden sind, solltet Ihr dem Ganzen zumindest einen ernstgemeinten Versuch gönnen!

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2 Comments on “Der letzte Arbeitsnachweis?”

  1. endijian Says:

    So,
    ich habe -nach langem Rumgesuche in verschiedensten Kisten- die “Rorschach”-Umgebung nachgebaut. Nur 6 Karten fehlen noch, bei denen ich nicht bereit bin Sie mie nur für die Draft-Umgebung zu kaufen: Dark Confidant, Vindicate, Volrath’s Stronghold und die Doppelländer außer Caves of Coilos.
    Die ersten drei habe ich durch Phyrexian Arena, Mortify und Lake of the Dead ersetzt. (Ja, der Lake gefällt mir nicht zu 100%.)
    Bei den Ländern bin ich mir noch nicht sicher, als Alternativen probiere ich alles mögliche von Terramorphic Expanse/Evolving Wilds über Arcane Sanctum/Esper Panorama über Gemstone Mine/City of Brass bis zu Orzhov Signet/Basislica. So recht zufrieden stellt mich eigentlich nix davon…

    Wenn ich mal zum Draften gekommen bin erstatte ich genaueren Bericht.


    • Ich fürchte, insbesondere bei den Doppelländern sparst Du an der falschen Stelle! Rorschachs Welt zeichnet sich gerade durch die Ausdifferenzierung von einfarbigen, eineinhalbfarbigen und zweifarbigen Decks aus, und die Länder spielen sowohl dabei allgemein, als auch direkt bei den Pickentscheidungen im Draft eine essenzielle Rolle – gerade, weil sie erstklassiges Manafixing bieten. Es gibt dafür KEINEN brauchbaren Ersatz. Dann benutze lieber Proxys – ein Verzicht auf diese Länder kann die gesamte Draftumgebung runieren!

      Auch bei Deinen anderen Substitutionen würde ich eher zu Proxys raten, denn tatsächlich habe ich mir (wirklich!) bei der Auswahl jeder einzelnen Karte etwas gedacht! Dark Confidant & Phyrexian Arena sind zum Beispiel komplett unterschiedliche Karten im Limited: Der Confidant funktioniert nur entweder in einer Weenie-Strategie oder mit ganz viel Lifegain, sonst bringt er einen um (und trägt somit zur Ausdifferenzierung der Umgebung bei), während die Arena in jeder Umgebung, die nicht superschnell oder superlangsam ist, ein absoluter Toppick ist (und damit sowohl weniger Ausdifferenzierung bringt, als auch den Power Level deutlich anhebt). Mortify wiederum ist ein schlechter Ersatz für Vindicate, da dieser maßgeblich die Aufgabe mit erfüllt, die in dieser Umgebung bewusst starken Länder zu zerstören, und da er durch seine besondere Versatilität einen Splash-Anreiz bietet, der bei Mortify bei weitem nicht so stark ist (und dadurch Draftentscheidungen reduziert). Ohne Vindicate müsstest Du vielleicht die Sonderländer komplett aus der Umgebung nehmen (was wiederum dazu führt, dass Rain of Tears komplett überflüssig wird, und dass Saltblast deutlich weniger attraktiv ist)! Lake of the Dead schließlich könnte, wenn Du nicht gerade mit völlig Ahnungslosen draftest, ebenso gut eine Pro-Player-Karte sein… Der Stronghold ist höchst wichtig für die schwarze Kontrollstrategie und kann daher auch nicht einfach so weg gelassen werden, ohne den Charakter der gesamten Umgebung zu verändern.

      Wenn Du Dir diese Karten wirklich nicht besorgen willst, dann rate ich Dir nachdrücklichst zu Proxys! Gerade in einer Umgebung, in der jede Karte aus dem Pool auch tatsächlich in den Boostern auftaucht, kann bereits das Weglassen einiger weniger Karten das Gleichgewicht völlig zerstören, und eine zweifarbige Umgebung reagiert auf die Weglassung von Karten, welche zu einer Ausdifferenzierung beitragen, besonders empfindlich. Mach Dir und Deiner Testgruppe das Drafterlebnis nicht fahrlässig kaputt (und mich dann auch nicht dafür verantwortlich), ja?


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