Noch eine Draftumgebung: Der Sturm auf Atlantis

Dies ist eine weitere Draftumgebung für die von mir hier vorgestellten Draftformate, mit der man sowohl Zweidritteldraft als auch Purchase Draft umsetzen kann. Ich dachte mir, wenn ich die 360er-Umgebung schon als “Default” bezeichne, dann sollte ich dafür auch ein Beispiel geben…

Sie teilt sich in zwei Hälften auf, die (blaubasierende) Zivilisation und die (rot-grünen) Barbaren. Ich empfehle, die Karten wie folgt vorzubereiten:

Die 108 Zivilisationscommons und 108 Barbarencommons werden getrennt gemischt und dann jeweils 72 Commons für die Draftbooster abgezählt. Ebenso verfährt man mit den jeweils Zivilisations- & Barbarenrares, von denen jeweils 24 abgezählt werden. Diese 144 Commons und 48 Rares werden getrennt nochmals gründlich gemischt, bevor sie auf die Booster verteilt werden.

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5 Comments on “Noch eine Draftumgebung: Der Sturm auf Atlantis”

  1. Weller Says:

    Geht das nur mir so oder hat Torment noch anderen Spielern Draftumgebungen mit unausgewogener Farbverteilung auf ewig verdorben?

    Allgemein finde ich die Idee deiner Draftumgebungen allerdings trotzdem spannend — gerade für die “Magic = Gesellschaftsspiel”-Casuals sind da viele gute Ideen bei.


  2. Ah, das geht nicht nur Dir so – aberdas Problem mit Torment war halt, dass die Farbverteilung tatsächlich UNAUSGEWOGEN, nicht nur ungleichmäßig war – und das ist hier (hoffentlich) nicht der Fall.

    Im Prinzip ist das hier eine Variante von Rorschachs Welt, wo es einfach nur zwei Farben gibt (woran nichts Unausgewogenes oder Ungleichmäßiges ist). Der Sturm auf Atlantis ist sozusagen Rorschachs Welt mit den beiden Farben Blau und Gruul. Natürlich muss man sich seine exakte Manaverteilung immer noch hinfummeln, aber das ist bei normalem Fünffarbdraft ja nicht anders. Tatsächlich kann man argumentieren, dass bei vier Spielern eine Umgebung mit fünf Farben unausgewogener ist als eine mit zwei!

    In jedem Fall helfen sowohl Zweidritteldraft als auch Purchase Draft den Spielern dabei, sich in ihre Farben zu finden, da der Pool, aus dem man auswählt, größer ist. Dadurch hat man mehr Möglichkeiten, auf die Farbverteikung in den Boostern und das Draftverhalten seiner Mitspieler zu reagieren, und die Playables sind auch nicht so knapp bemessen, dass man am Ende ohne eck dasteht (was in OOT zum Beispiel rasch passieren konnte, wenn mehrere Spieler Weiß drafteten). Zusammengefasst: Ich hoffe, die Probleme des Ody-Blocks hier gelöst zu haben!

    Ach ja, Magic als Gesellschaftsspiel ist genau DIE Idee hinter meinen Draftumgebungen! Ich packe meine eingehüllten Karten für eine Draftumgebung (einschließlich Basic Lands, einschließlich Würfel für Lebenspunkte und Marken, einschließlich Ersatzhüllen, einschließlich Karten für Tokens, einschließlich Glassteinchen für Purchase Draft) in Deckboxen und diese Deckboxen in eine dieser zweireihigen Pappboxen und diese Pappbox in meinen Rucksack, und dann habe ich alles, was man zum Spielen benötigt – außer Mitspielern natürlich! – eingepackt!

    So stelle ich mir das Spielen mit Freunden auch vor, denn ich kann es heute nicht mehr vertreten, andere zum Kauf von Magic-Produkt zu ermutigen.

    • Weller Says:

      Deine Vorschläge sind in jedem Fall besser gelöst als die unsägliche Ody-Block-Umgebung.
      Trotz guter Argumente würde es mich zunächst reichlich Überwindung kosten die Farbverteilung zu ändern. Goldene Kälber und so.

      –Einschub–
      Dank diesem Eintrag komme ich mir auch mal wieder als so unglaublich “alter Mann” vor. Ich empfinde den Onslaught-Block noch als ziemlich neu, der auch schon 8 Jahre zurückliegt.
      –/Einschub–

      “So stelle ich mir das Spielen mit Freunden auch vor, denn ich kann es heute nicht mehr vertreten, andere zum Kauf von Magic-Produkt zu ermutigen.”

      Das geht mir nicht anders – unsere letzte Draftrunde war noch 10. Edition, glaube ich.
      Seit ca. Lorwyn hat ein Großteil des Bekanntenkreises dem Spiel den Rücken zugekehrt.
      Da der Verwaltungsaufwand für Limitedpools jetzt auch nicht größer oder kleiner ist als der für ein paar Decks ist das aber vielleicht eine gute Idee noch einmal nostalgisch auf das Spiel zu blicken.

  3. endijian Says:

    Heyho,
    ich habe mir das ganze jetzt nochmal angesehen, und mir ein paar Gedanken gemacht. Es gibt eine Sache, die mich an den selbstgemachten Limitedumgebungen stört. Auch wenn man einen großen Pool anlegt, der nur zur Hälfte gedraftet wird, hat der Poolersteller noch immer noch einen Vorteil. Er kennt halt doch jede Karte, die im Draft vorhanden sein könnte.
    Daher war meine Lieblings-Limitedvariante im Selberbau immer “Quadruple Sealed”. Andi kennt es bestimmt, hier nochmal für andere Leser: Vier Spieler bringen jeweils 15 verschiedene Karten im Playset mit. Dann teilt man die Karten so auf, das jeder Spieler einen identischen Pool von 60 Karten hat, von denen er 15 selber eingebracht hat. Daraus dann Decks bauen und gegen jeden anderen spielen. Ist aber sehr zeitaufwändig und benötigt viel Initiatie von den Mitspielern.

    Ich plane zum Draft jetzt folgendes Experiment: Drei Leute zum “2/3-Draft” einladen. Ich bereite dafür einen Pool von 144 Karten vor (also die “Commons”). Dann bitte ich jeden Mitspieler, 16 Karten beizusteuern – also die “Rares”.
    Dann hat man natürlich das Risiko, dass die Leute Blödsinn machen. Man sollte evt. erwähnen, dass man keine Planeswalker dabei haben will (wenn man sie nicht mag und in den Commons Sachen wie Rootgrabble vermeiden will). Dann kann man auch mit Pools wie “Rorschachs Welt” spielen – wenn man die Leute bittet, nur schwarze, weiße oder farblose Karten mitzubringen.
    Das ganze fühlt sich beim Hinschreiben ein wenig an wie die Vorbereitung einer Rollenspielrunde – man bereitet Hintergrund und Szenario vor, aber auf die Ideen der Spieler muss man sich trotzdem noch einstellen. Diese Ideen sind aber auch erwünscht (in meinem Fall). Und da ich (abseits von Turnieren) Magic mit Leuten spiele, die ich kenne und mag, fürchte ich mich nicht davor, dass ihre Ideen mein selbstgebautes Environment zerschießen.


    • Man kann ja auch einfach zusammen mit anderen Spielern ein Environment erstellen. Ich denke schon, dass es sinnvoll ist, wenn die gesamte Umgebung aufeinander abgestimmt ist, und dass zusätzlich mitgebrachte Karten die Spielerfahrung nur verschlechtern können.

      Das Problem, das Du ansprichst, löst man übrigens naheliegender- und simplerweise, indem man den Aufbau und exakten Inhalt des Pools den anderen Spielern eine Woche vorher bekanntgibt! (Und es löst sich eh von alleine, wenn man den selben Pool öfter benutzt.)


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