Es war niemals: “Typ C”

Gerade eben bin ich auf meinem Desktop über die Verknüpfung zum Ordner “Angefangenes” gestolpert, der passenderweise Texte und andere Dateien von mir enthält, die ich angefangen, aber eben noch nicht beendet (was immer das konkret bedeuten mag) habe. Die gute Nachricht war, dass da gar nicht sooo viel drin war! Die schlechte Nachricht war, dass dies natürlich nur daran lag, dass ich diesen Ordner schon lange nicht mehr benutzte, sondern angefangene Projekte einfach dort ließ, wo ich sie zuerst abgespeichert hatte. (Ja, der ebenso nahe liegende wie absurde Gedanke, deswegen konsequenterweise den Ordner “Angefangenes” in sich selbst zu verschieben, ist mir gekommen, danke!)

Ich sah rasch durch und fand ein paar Dateien, die ich schlicht löschen konnte; ein paar, bei denen ich mir fest vornahm, sie irgendwann fertigzustellen – und dann ein paar, bei denen ich wusste, dass ich nie mehr daran weiterarbeiten würde, aber der Ansicht war, es wäre zu schade darum, um sie einfach zu löschen! Da es sich hierbei um Magic-bezogene Texte handelt, veröffentliche ich sie hiermit nun auf Zeromagic.

Einige Worte der Erklärung muss ich voranschicken: Vor etwas mehr als einem Jahr war ich zwar an den Geldmachmethoden der Hersteller meines Lieblingskartenspiels kaum weniger verzweifelt als heute, hatte mich aber noch nicht zu der Erkenntnis durchgerungen, dass die einzige für mich sinnvolle Konsequenz daraus die Verweigerung des Constructed-Spiels in jeglicher Form war. Deswegen war ich sowohl auf der Suche nach Parametern, welche meinen privaten Casual-Kartenpool in einer sinnvollen, sowohl finanziell verträglichen als auch ein Maximum an Spielspaß ermöglichenden Weise definierten, als auch nach Spielformen, mit denen ich auf dem höchst problematischen Gebiet des Casual-Spiels, in dem einfach zu viele unterschiedliche Vorstellungen und Möglichkeiten aufeinandertreffen, eine für mich und möglichst viele andere Spieler bewohnbare und angenehme Region besiedeln konnte.

Ich steckte damals sehr, SEHR viel Zeit in jenes Projekt, welches ich “Typ C” nannte – Zeit, die ich heute leider wohl als zum allergrößten Teil verschwendet verbuchen muss, wenn es auch zumindest immer ein wenig Spaß macht, sich mit seinem Hobby zu beschäftigen. Auch wenn ich dieses Projekt für mich unterdessen aufgegeben habe, besteht jedoch eine kleine Chance, dass irgendjemand in der deutschen Magic-Community sich dafür interessiert oder wenigstens Anregungen und Denkanstöße darin findet. Deswegen veröffentliche ich das Material, welches ich dazu noch habe, nun an dieser Stelle:

Da ist einmal ein für den Planeten verfasster Artikel, in dem ich meine Motivation für die Schaffung von “Typ C” darlege und dieses Format erkläre und definiere. (Beachtet bitte, dass dieser Text ein paar Wochen nach dem Erscheinen von Zendikar verfasst wurde.

Dann hatte ich zahlreiche Beispiellisten als erste Orientierungshilfe dafür verfasst, wie “Typ C”-Decks meiner Vorstellung nach aussehen konnten und sollten.

Schließlich will ich Euch noch zwei Antwort-Mails an Tobi (den damaligen und jetzigen Redakteur des Planeten) zur Ansicht stellen, in denen ich mit ihm über meine Herangehensweise an “Typ C” diskutierte. (Seine Mails habe ich nicht mehr, aber ich denke, man kann seine Aussagen aus meiner Erwiderung gut nachvollziehen.) Unterdessen verstehe ich seinen damaligen Standpunkt übrigens ein wenig besser, nachdem er öffentlich kundgetan hat, für ihn sei ein Format dafür da, gebrochen und somit getötet zu werden. Ich bin da natürlich diametral entgegengesetzter Ansicht und wollte ein solches “Brechen” insbesondere for “Typ C” selbstverständlich unbedingt vermeiden!

Hinter diesen drei Links findet Ihr also die Essenz meiner damaligen Idee eines speziell für die Bedürfnisse einer möglichst großen Casual-Community designten Formates. Ich freue mich, wenn Ihr etwas dazu zu sagen wisst (die Kommentarfunktion bei den einzelnen Seiten ist abgestellt, um etwaige entstehende Diskussionen zentral hier zu versammeln), möchte Euch aber daran erinnern, dass es sich hierbei aus meiner privaten Sicht um ein totes Projekt handelt, das ich zumindest nicht weiter zu verfolgen (und dementsprechend auch nicht bis ins Letzte zu verteidigen) gedenke!

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One Comment on “Es war niemals: “Typ C””

  1. chickenfood91 Says:

    Hi Andi,
    schade das das Projekt tot ist. Ich hätte sowas durchaus interessant gefunden.

    Ich verstehe das du im Bezug auf Kombo paranoid bist, aber ich habe dazu eine andere Meinung:
    Combo ist nicht prizipiell schlecht, es ist quasi eine andere Form von Manaramp.

    Wenn der Speed von Kreaturendecks etwa turn 4 ist, dan würde ich Combodecks mit nem durchschnitts Goldfish von knapp unter 4 durchaus zulassen. Wenn die Starthand überproportional stark ist, dann soll man auch mal turn 3 gewinnen können. So 1 von 10 spielen fänd ich ok, wenn sie denn mit hatebarkeit und gewisser instabilität erkauft wird. kreaturendecks können gegen einen goldfish ja auch in extremfällen turn 3 gewinnen. (z.B. irgendwas mit mono G und viel pump oder halt burn mit der 6-bolts-und-1-fireblast-hand).

    Nur soviel dazu.
    lg Chickenfood


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