Eine schwierig zu belegende oder zu widerlegende Behauptung

Diese Behauptung stelle ich jetzt auf:  Die zuletzt steigenden Spieler- und Verkaufszahlen von Magic haben in erster Linie nicht mit den Entscheidungen der Macher dieses Spiels zu tun, sondern sind hauptsächlich auf die ehemaligen Yu-Gi-Oh!-Spieler zurückzuführen, die ein knappes Jahrzehnt später auf Magic umgestiegen sind!

Sicherlich haben Wizards ihr Spiel auch ganz bewusst dieser Klientel angepasst: Mythic Rares, Planeswalker, Power Creep und Coolness Creep, der Schwerpunkt auf dem abwechselnden Ausspielen starker (und in finanzieller Hinsicht teurer) Karten zu Lasten reaktiver und interaktiver Karten – alle diese Entscheidungen versteht man wohl erst dann richtig, wenn man sie in den Kontext des gigantischen Erfolges jenes widerwärtigen Kiddie-Spiels und die Bemühungen von Wizards, dessen Spielerschaft für ihr eigenes Produkt zu gewinnen, stellt.

Was natürlich niemand weiß ist, inwieweit diese Schritte notwendig waren, um die mehr oder weniger erwachsen gewordende Yu-Gi-Oh!-Generation vom Umsteigen auf Magic zu überzeugen, und ob die mit diesen Maßnahmen zusätzlich gewonnenen Neuspieler die dadurch vergraulten bisherigen Stammspieler zahlenmäßig überwiegen.

Auf jeden Fall möchte ich jedem widersprechen, der behauptet, Wizards hätten mit der Richtung, in die sie ihr Produkt zuletzt entwickelt haben, das Spiel verbessert, und dessen Erfolg sei auf diese Verbesserungen zurückzuführen! Dieser Erfolg ist auf dem Mist (SIC!) von Konami und Upper Deck gewachsen, und Wizards ernten jetzt die Früchte. Ob sie wirklich maßgeblich etwas dazu beigetragen haben, oder ob ihr Verdienst vielleicht nur darin besteht, nicht zu viele schlechte Entscheidungen getroffen zu haben, lässt sich nicht sagen.

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3 Comments on “Eine schwierig zu belegende oder zu widerlegende Behauptung”


  1. Es ist offensichtlich schon wieder zu lange her, dass ich daran erinnert habe:

    Ich will auf meinen Blogs keine Spam-Kommentare! Selbst dann nicht, wenn sie Zustimmung äußern.

  2. saber-ants Says:

    ich hoffe das ich nicht als spammer zähle.

    ich denk es ist nicht richtig die kinder von gestern als unwürdige neue spieler von heute zu sehn – im grunde sollten wir doch froh sein das es jemand geschafft hat die generation computer zu einer direkten auseinandersetzung (ja ich meiner den gegner ohne strom zu sehen) zu locken
    das diese ehemaligen kinder jetzt zu den erwachsenen spielen wechsel ist doch toll und ich kenne einen sehr guten yugioh spieler der nur nach kurzer trainigszeit sich mit den besten messen kann
    ich denke es ist bedenklich wie manch spieler (zweifachirgendwas) sich benimmt – hauptsächlich wird diese missachtung des anstandes nur im heimischen gefilden vor dem computer ausgelebt
    es ist zwar falsch dieses verhalten auf seine yugioh vergangenheit zu schieben – es liegt wohl hier ein versagen des gesammten systems vor
    ich möchte aber im besonnderen die spielleiter und mitspieler solch verzogener gören darauf hinweisen das sie eine deutliche mitschuld an diesen spielern tragen


    • Spammer ist, wer spammt.

      Ich habe hier den Verfasser eines Zweizeichenposts gebeten, sich etwas ausführlicher zu artikulieren, und er hat mit einem weiteren Zweizeichenpost geantwortet. Das ist Spam. Wer sich anständig artikuliert, spammt nicht.

      Sind die Yugi-Kiddies von damals die “unwürdigen” Spieler von heute? Es gibt Indizien, die dafür sprechen – einmal das Spiel selbst, das einfach im Niveau unterhalb jeder Fäkalkategorie anzusiedeln war; dann die leider sehr große Stichprobe an Yugi-Kiddies, mit denen ich in meiner Zait als Hobbyshop-Mitarbeiter zu tun hatte; schließlich “anekdotische Evidenz” in Form des einen oder anderen wohlbekannten ehemaligen Yugi-Kids, das jetzt Magic spielt.

      Ich will hier ja keine Pauschalverurteilung treffen: Als Kind ist man generell noch nicht besonders kritikfähig und lässt sich daher oft zu völligem Mist hinreißen. Ich selbst habe zum Beispiel mit Entsetzen vor einiger Zeit einige Folgen einer alten Fernsehserie, die ich aus meiner Kindheit in guter Erinnerung hatte, gesehen (“Hart aber herzlich”) und zweifelte an meinem kindlichen Verstand…

      Entscheidend für die Entwicklung von Magic ist aber nicht, ob die Generation Yugi tatsächlich mental und/oder sozial defizitär ist, ondern dass Wizards Magic so verändert haben, als sei sie es! Wenn das gar nicht der Fall ist, ist die Entwicklung, die Magic zuletzt genommen hat, nur um so ärgerlicher!


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