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Selbstbeschenkung und müßige Zahlenspielerei

December 27, 2009

Ich habe beschlossen, mir selbst auf Zeromagic ein kleines Geschenk zu machen: Schon längere Zeit habe ich mir gewünscht, dass ich Kommentare einem Verfasser eindeutig und unzweifelhaft zuordnen kann. Ich hatte dazu sogar schon einmal ein Stimmungsbild eingeholt.

Jetzt ist es so weit! Mir ist klar, dass das Kommentaraufkommen dadurch DEUTLICH zurückgehen wird, aber das ist schon in Ordnung: Ich wünsche mir zwar möglichst viele Kommentare, aber eben nicht IRGENDWELCHE Kommentare, sondern sinnvolle, aussagekräftige, zu deren Inhalt ihr Verfasser auch steht. Zugegeben – ein Hintergedanke ist auch, dass ich es wieder einmal in Angriff nehmen muss, die Zeit, die ich auf Zeromagic verbringe zu reduzieren. Das wird dadurch passieren, dass ich mich mit weniger Kommentaren auseinandersetzen muss, aber auch dadurch, dass ich mit den übrig bleibenden Kommentaren weniger Ärger zu erwarten habe.

Für alle diejenigen, die jetzt denken: “Ach, verdammt, das kann doch wohl nicht wahr sein – ich will hier aber weiter kommentieren!” – das könnt Ihr auch! Alles, was Ihr dazu benötigt, ist ein WordPress-Account, der sich in dreißig Sekunden ohne jegliche Verpflichtung einrichten lässt. Ich zitiere dazu einmal faul, was ich damals bereits geschrieben habe:

Was muss man aber eigentlich genau tun, um einen WordPress-Account zu bekommen? Man geht auf WordPress.com und klickt „Sign Up“ an. Dann gibt man seinen gewünschten Usernamen und ein Password, sowie seine Emailadresse ein. Außerdem kann man sich entscheiden, ob man ein Blog will oder nur den Account (man kann diese Entscheidung aber jederzeit umändern). Die Registration wird dann, wie auch in Foren üblich, über eine Mail an die angegebene Adresse bestätigt. Die Anmeldung ist selbstverständlich völlig gratis, und ich kann Euch aus mehreren Jahren WordPress-Erfahrung auch versichern, dass man keinerlei unerwünschte Mails erhält. Oh, und so ganz nebenbei ist WordPress auch eine kostenfreie und äußerst komfortable Blogging-Plattform, die ich nur weiterempfehlen kann. Ach ja, und für angemeldete WordPress-User verschwindet auf WordPress-Blogs auch das letzte bisschen Werbung, welches für unangemeldete Gäste gelegentlich auftaucht. (Das gilt natürlich nicht für Werbung, die ein Blogger selbst platziert.)

An alle, die sich dieses bisschen Mühe machen (oder eh schon einen WordPress-Account haben): Schön, weiter von Euch zu lesen! An alle anderen: Dann lest einfach nur hier weiter… und falls es Euch doch einmal auf den Nägeln brennt, Euren Senf dazuzugeben (denn Senf brennt ja), überwindet Euch halt!

Nun zur müßigen Zahlenspielerei:

Aktuell sind in der deutschen Total-Rangliste 10957 Spieler aufgeführt. Wenn man jetzt ein Turnier mit 2048 zufällig ausgewählten Teilnehmern aus dieser Rangliste durchführen würde, und zwar im K.O.-System und mit zufälligen Paarungen, und wenn man dabei (völlig realitätsfremd) davon ausgeht, dass Spieler mit einem höheren Rating solche mit einem niedrigeren Rating immer schlagen (und dieses Turnier die Ratings auch nicht beeinflusst) – mit welchem Rating kann man erwarten, in diesem Turnier wie weit zu kommen? (Ja, das ist nichts weiter als eine völlig an den Haaren herbeigezogene Veranschaulichung des Zentil-Prinzips!)

Rating unter 1598: Ausscheiden in der ersten Runde
1598+: Gewinn der ersten Runde
1660+: Gewinn der zweiten Runde
1746+: Gewinn der dritten Runde
1808+: Gewinn der vierten Runde
1855+: Gewinn der fünften Runde
1896+: Gewinn der sechsten Runde
1936+: Gewinn der siebten Runde (Erreichen des Achtelfinales)
1969+: Erreichen des Viertelfinales
1996+: Erreichen des Halbfinales
2058+: Finalteilnahme
2113+: Turniersieg!

Anders formuliert könnte man zum Beispiel auch sagen, dass man ab einem Rating von 1746 erwarten darf, 8-Mann-Turniere zu gewinnen, und ab einem Rating von 1896 64er-Turniere… Letztlich sagt dies alles aber nichts anderes aus, als dass nur jeder 64. Spieler dieser Rangliste ein Rating von 1896 oder besser hat usw. . Trotzdem kann man, wenn man möchte, nun in das Ganze hineininterpretieren, dass man ab ca. 1750 Rating-Punkten ein FNM-Hero ist und ab ca. 1900 ein potenzieller PTQ-Sieger!

Natürlich ist, wenn überhaupt, die Kausalität eigentlich anders herum, und weiterhin ist die Aussagekraft des DCI-Ratings seit der Einführung des Total noch einmal weitaus geringer, als sie es vorher eh schon war, und überhaupt… aber ich sagte doch: Es ist eine müßige Zahlenspielerei!

Frohes Fest!

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Pro-Portionen

December 5, 2009

Ich habe ja schon ewig keinen Ländervergleich mehr gemacht. Da gerade eine Saison zu Ende gegangen ist, will ich die Gelegenheit nutzen, einen Blick auf die Liste der aktuellen Pro-Spieler zu werfen. Welche Nationen haben 2009 wie viele Pros mindestens auf Level 4 (20 Punkte oder mehr) gebracht? Da sie sich bequemerweise ebenfalls leicht zugängig in der Datenbank befinden, nehme ich zum Vergleich auch noch die Daten von 2008 dazu. 2009 haben 76 Spieler diesen Level erreicht; 2008 waren es noch 91.


2009 2008
USA 18 16
Japan 17 19
Niederlande 6 3
Frankreich 5 6
Deutschland 5 3
Schweiz 4 4
Belgien 4 3
Tschechien 3 3
Brasilien 2 4
Italien 2 3
Österreich 2 3
Schweden 1 4
Spanien 1 2
Finnland 1 1
Großbritannien 1 1
Polen 1 1
Portugal 1 1
Slowakei 1 1
Hong Kong 1 0
Australien 0 3
Chile 0 1
Dänemark 0 1
Estland 0 1
Kanada 0 1
Kolumbien 0 1
Kroatien 0 1
Malaysia 0 1
Niederländische Antillen 0 1
Russland 0 1
Singapur 0 1

Ich denke, der Fachausdruck lautet “Konsolidierung” – weniger Pros insgesamt, verteilt auf weniger Länder, das ist die Entwicklung von 2008 hin zu 2009. Wie man aus Fürgewöhnlichgutunterrichtetenquellen hört, soll das ja auch beabsichtigt sein – möglichst wenige Namen mit hohem Wiedererkennungswert sind den Promotern lieber als viele neue Gesichter.

Ansonsten ist die Aussagekraft der Statistik eher beschränkt: Die USA und Japan marschieren uneinholbar vorneweg; dahinter gibt es keine klare dritte Macht, nur ein mitteleuropäisches Verfolgerfeld (und Brasilien). Wenn man natürlich danach aufschlüsselt, wie erfolgreich die vertretenen Pros sind, dann stellt Japan die USA ebenso in den Schatten wie Frankreich den Rest des Feldes.

Bemerkenswert finde ich noch, dass die größere Spielerbasis in Deutschland oder Frankreich gegenüber Benelux (minus Luchs) und den Alpenrepubliken sich trotz entsprechender PTQ-Slotanzahl nicht so recht in diesen Zahlen wiederfinden lässt. Woran liegt das? Ob es so etwas wie eine kritische Masse an engagierten und vernetzten Spielern pro Land gibt?

Heute die ganze Welt, Tag 3 & 4

November 22, 2009

Nach den ersten beiden Tagen wurde es aus DACH-ländischer Sicht ja noch einmal so richtig spannend bei der Weltmeisterschaft! Zunächst einmal die Fakten:

In den beiden Teamrunden haben alle drei Nationen leider nur 1-1 gespielt. Für die Schweiz war das leider  zu wenig, um Anschluss an die Spitze halten zu können. Nach den Einzelrunden sah es dann wie folgt aus:

Deutschland:

40 (13, 15, 12) Florian Pils
36 (9, 15, 12) Tobias Graefensteiner
34 (10, 12, 12) Simon Goertzen
33 (9, 15, 9) Martin Zimmermann
30 (3, 12, 15) Julian de Graat
30 (12, 9, 9) Sebastian Thaler (*)
30 (12, 6, 12) Sebastian Kuchenbecker (*)
30 (12, 6, 12) Alex Fanghaenel
30 (9, 12, 9) Fabio Reinhardt
29 (13, 4, 12) Lino Burgold (*)
28 (9, 7, 12) Reinhold Kohl
27 (12, 6, 9) Jan Ruess
27 (12, 6, 9) Kai Budde
24 (9, 9, 6) Olaf Krzikalla
21 (3, 12, 6) Andre Mueller
18 (0, 6, 12) Simon Leigh
15 (0, 9, 6) Roland Bode
12 (0, 6, 6) Jan Schmidt

Punkte insgesamt: 494 (147, 167, 180)
Punkteschnitt insgesamt: 27,4 (8,2; 9,3; 10,0)
Des Teams: 29,7 (12,3; 6,3; 11,0)

Jan und Roland sind nach Runde 12, Simon Leigh ist nach Runde 14 gedroppt. Der Punkteschnitt für die tatsächlich gespielten Extended-Partien beträgt somit hochgerechnet 9,6; für die tatsächlich gespielten Gesamtpartien 28,9.

Österreich:

43 (13, 12, 18) David Reitbauer
36 (15, 12, 9) Benedikt Klauser (*)
34 (7, 12, 15) Philipp Summereder
34 (16, 12, 6) Christopher Wolf
33 (9, 9, 15) Benjamin Rozhon (*)
30 (6, 12, 12) Thomas Preyer
30 (9, 9, 12) Bernhard Lehner (*)
27 (9, 9, 9) Stefan Steiner
18 (3, 9, 6) Oliver Polak-Rottmann
12 (0, 3, 9) David Obererlacher
9 (0, 3, 6) Nikolaus Eigner

Punkte insgesamt: 306 (87, 102, 117)
Punkteschnitt insgesamt: 27,8 (7,9; 9,3; 10,6)
Des Teams: 33,0 (11,0 10,0; 12,0)

Nikolas und David O. sind nach Runde 12, Oliver ist nach Runde 16 gedroppt. Der Punkteschnitt für die tatsächlich gespielten Extended-Partien beträgt somit hochgerechnet 10,0; für die tatsächlich gespielten Gesamtpartien 29,9.

Schweiz:

42 (18, 9, 15) Manuel Bucher
31 (10, 15, 6) Matthias Künzler (*)
28 (10, 9, 9) Michael Eberhard
27 (15, 3, 9) Tommi Lindgren (*)
22 (7, 9, 6) Nico Bohny (*)

Punkte insgesamt: 150 (60, 45, 45)
Punkteschnitt insgesamt: 30,0 (12;0 9,0; 9,0)
Des Teams: 26,7 (10,7; 9,0; 7,0)

Nach dem Einbruch im Draft gestern scheint Extended unseren Spielern wieder mehr gelegen zu haben, mit ordentlichen Ergebnissen für Deutschland und Österreich, sowie einer exzellenten Leistung der Schweiz! Ärgerlicherweise war bei dieser ausgerechnet Team-Mitglied Nico Bohny für den Ausreißer nach unten verantwortlich, weswegen die Teamleistung der Schweiz ebenso wie die Österreichs zwar solide war, aber nicht so gut, dass die Top 4 der Teamkonkurrenz noch in Reichweite rückte, in die Österreich auf Grund der guten Performance zuvor jedoch knapp noch hineinrutschte! Deutschland hingegen bot eine ausgezeichnete Teamleistung, scheiterte aber trotzdem äußerst knapp an den Top 4.

Hier die Platzierungen unserer Spieler und Teams nach dem Swiss:

1. David Reitbauer
5. Manuel Bucher
8. Florian Pils
29. Tobias Gräfensteiner
32. Bendikt Klauser
40. Philipp Summereder
51. Simon Goertzen
58. Christopher Wolf
60. Benjamin Rozhon
66. Martin Zimmermann
97. Mathias Künzler
104. Julien de Graat
111. Alex Fanghaenel
114. Sebastian Kuchenbecker
118. Thomas Preyer
125. Fabio Reinhardt
127. Sebastian Thaler
131. Bernhard Lehner
146. Lino Burgold
153. Reinhold Kohl
154. Michael Eberhard
179. Stefan Steiner
193. Kai Budde
195. Tommi Lindgren
202. Jan Ruess
244. Olaf Krzikalla
268. Nico Bohny
285. Andre Mueller
309. Simon Leigh
325. Oliver Polak-Rottmann
352. Roland Bode
367. David Oberlacherer
376. Jan Schmidt
394. Nikolaus Eigner

4. Österreich 117
6. Deutschland 116
11. Schweiz 107

Ich denke, das ist insgesamt durchaus eine Bilanz, mit der man zufrieden sein kann! In den K.O.Runden fehlte dann leider das letzte bisschen Glück, und so schieden Florian und Manuel im Viertelfinale, David und das österreichische Team im Finale aus. Trotzdem stand diese WM insgesamt klar im Zeichen der kleinen Alpenrepublik!

Heute die ganze Welt, Tag 2

November 20, 2009

Nach dem ersten Tag folgt natürlich der zweite!

Hinter der Gesamtpunktzahl stehen in Klammern die Punkte der Spieler am zweiten und ersten Tag.

Deutschland:

27 (12, 15) Julian de Graat
27 (15, 12) Tobias Graefensteiner
27 (15, 12) Florian Pils
24 (15, 9) Martin Zimmermann
24 (12, 12) Simon Goertzen
21 (12, 9) Fabio Reinhardt
19 (7, 12) Reinhold Kohl
18 (6, 12) Alex Fanghaenel
18 (6, 12) Simon Leigh
18 (9, 9) Sebastian Thaler (*)
18 (6, 12) Sebastian Kuchenbecker (*)
18 (12, 6) Andre Mueller
16 (4, 12) Lino Burgold (*)
15 (6, 9) Jan Ruess
15 (6, 9) Kai Budde
15 (9, 6) Roland Bode
15 (9, 6) Olaf Krzikalla
12 (6, 6) Jan Schmidt

Punkte insgesamt: 347 (167, 180)
Punkteschnitt insgesamt: 19,3 (9,3; 10,0)
Des Teams: 17,3 (6,3; 11,0)

Österreich:

30 (12, 18) David Reitbauer
27 (12, 15) Philipp Summereder
24 (9, 15) Benjamin Rozhon (*)
24 (12, 12) Thomas Preyer
21 (12, 9) Benedikt Klauser (*)
21 (9, 12) Bernhard Lehner (*)
18 (9, 9) Stefan Steiner
18 (12, 6) Christopher Wolf
15 (9, 6) Oliver Polak-Rottmann
12 (3, 9) David Obererlacher
9 (3, 6) Nikolaus Eigner

Punkte insgesamt: 219 (102, 117)
Punkteschnitt insgesamt: 19,9 (9,3; 10,6)
Des Teams: 22,0 (10,0; 12,0)

Schweiz:

24 (9, 15) Manuel Bucher
21 (15, 6) Matthias Künzler (*)
18 (9, 9) Michael Eberhard
15 (9, 6) Nico Bohny (*)
12 (3, 9) Tommi Lindgren (*)

Punkte insgesamt: 90 (45, 45)
Punkteschnitt insgesamt: 18,0 (9,0; 9,0)
Des Teams: 16,0 (9,0; 7,0)

Das war kein guter Tag für DACH-Land! Alle drei Nationen sind beim Draften nur Mittelmaß. Unterschiedlich fallen die Bilanzen der Teams aus: Während Österreich zwar gegenüber gestern deutlich nachlässt, aber immer noch eine gute Vorstellung bietet, und die Schweiz sich immerhin zu einer durchschnittlichen Leistung hin verbessert, zeigt das deutsche Team eine schlicht katastrophale Bilanz.

Morgen früh werden die beiden Teamrunden mit ihrer großzügigen Punktevergabe die Spreu vom Weizen trennen – noch hat jeder eine Chance! In der Einzelwertung können einige Österreicher und Deutsche mit einem starken Extended-Deck auf ein Erreichen der Top 8 hoffen.