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Die Ergebnisse der (Groß-)deutschen Spieler am zweiten Tag in Austin

October 18, 2009

Die Coverages der Wizards waren ja schon immer mies, aber diese hier setzt neue Maßstäbe… Textbasierender Content wird durch Audio- oder Videofiles nicht ergänzt sondern ersetzt, und die wenigen Textbeiträge sind ein unredigierter, mit unvollständigen HTML-Befehlen durchsetzter Wörtersalat. Decklisten von Tag 1 oder Tag 2? Fehlanzeige. Vielleicht wird da ja noch etwas nachgereicht, aber die ungeschlagenen Extended-Decks eines Tages, sowie die 3:0-Listen der Draftpods hätte ich schon ganz gerne einigermaßen zeitnah gesehen. (Edit: Zumindest die habe ich jetzt gefunden – waren aber gut versteckt!)

Naja, hier jedenfalls die Vervollständigung meiner kleinen Statistik (einen dritten Tag kann ich mir ja sparen):

Von den zehn Spielern im zweiten Tag haben alle bis auf den Deutschen Martin Zimmermann und den Österreicher Thomas Holzinger bis zum Ende teilgenommen. Thomas droppte nach Runde 14, Martin bereits nach Runde 12. Damit haben diese Spieler folgende Gesamtbilanz (wieder ist der erste Score in Klammern der von Extended, der zweite der vom Booster Draft):

36 Simon Leigh (7:3/5:1)
33 Jonas Wallendorf (6:4/5:1)
33 Mike Hofmann (6:4/5:1)
33 Tommi Lindgren (6:4/5:1)
32 Sebastian Thaler (5:3:2/5:1)
27 Matthias Künzler (5:5/4:2)
27 Jan Schmidt (7:3/2:4)
24 Nico Bohny (4:6/4:2)
21 Thomas Holzinger (5:3/2:4)
18 Martin Zimmermann (3:3/3:3)

Insgesamt erzielten die Deutschen also aus 136 Runden Constructed 206 Punkte (1,51 im Schnitt) und aus 78 Runden Limited 117 Punkte (1,50). (Die Durchschnittspunktzahlen pro Runde geben diesmal nur tatsächlich gespielte Runden wieder.) Das bleibt eine äußerst ausgeglichene Bilanz.

Die Österreicher kommen auf 37 Constructed-Punkte in 18 Runden (2,06) und 9 Limited-Punkte in 12 Runden (0,75). Da hat ein einzelner Spieler im zweiten Tag nichts daran geändert: Extended hui, Booster Draft pfui!

Die Schweizer schließlich bieten in Constructed und Limited jeweils 57 Punkte auf, die sich allerdings auf 45 (1,27) bzw. 27 (2,11) Runden verteilen – weiterhin eine mäßige Extended-Bilanz, aber eine exzellente Draft-Bilanz.

Was ich wiederum recht interessant finde, ist die relative Stärke unserer großdeutschen Spieler im zweiten Tag in den einzelnen Formaten: Im Constructed holten sie im Schnitt 1,74 Punkte pro Partie; im Limited 2,00. Zum Vergleich dazu die entsprechenden Scores der Top-8-Spieler: 2,40 im Constructed, 2,25 im Limited. Ein bisschen suggeriert das, dass “unsere” Pros Constructed vernachlässigen, welches ja auch eine ungleich intensivere Vorbereitung erfordert.

Als Abschluss noch etwas zum Nachdenken. Die Antworten der Top-8-Spieler auf die Frage: “What was your draft strategy?” lauteten, sortiert nach ihren Limited Scores:

18 “Aggro.”
15 “Stay away from green, be as aggressive as possible.”
15 “Build a mono-colored deck.”
15 “Black or blue, 18 lands.”
15 “Nothing.”
12 “I like black with either red or blue.”
9 “Draft red, black or both – try to be aggressive.”
9 “Didn’t have one.”

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Die Ergebnisse der (Groß-)deutschen Spieler am ersten Tag in Austin

October 17, 2009

Ich mag ja Statistiken, und wenn ich schon für mich ein paar aufstelle, kann ich Euch auch gleich daran teilhaben lassen. Sollte ich mich irgendwo vertan haben, dürft Ihr mich gerne darauf hinweisen!

Von 418 Teilnehmern waren laut den offiziellen Standings 22 Deutsche, 3 Österreicher und 6 Schweizer.

Den zweiten Tag erreichten insgesamt 139 Spieler (33,3%), darunter 6 Deutsche (27,3%), 1 Österreicher (33,3%) und 3 Schweizer (50%).

Insgesamt erzielten die Deutschen im Constructed-Teil (5 Runden) 151 Punkte, im Limited (3 Runden, von denen vier deutsche Spieler nur zwei spielten, Trash sogar nur eine) 90 Punkte. Das sind im Constructed im Schnitt 1,37 Punkte pro Runde, im Limited 1,36 Punkte (1,50 pro tatsächlich gespielter Runde). Die Kompetenz der Deutschen im Limited und Constructed ist also ungefähr gleich stark ausgeprägt.

Die Österreicher erspielten sich im Constructed 34, im Limited 6 Punkte (im Schnitt 2,27 und 0,67). Unsere südöstlichen Nachbarn waren also im Extended exzellent vorbereitet, sind aber im Draft total abgestürzt!

Die Bilanz der Schweizer hingegen: 39 im Constructed und 42 im Limited (1,30 und 2,33) – okay im Constructed, aber exzellent im Limited (aus zwei Runden weniger mehr Punkte zu holen, das ist schon ein Ding)!

Die Ergebnisse im Einzelnen (der erste Score in der Klammer ist die Constructed-Bilanz, der zweite die Limited-Bilanz):

Deutschland:

Sebastian Thaler 19 (3:1:1/3:0)
Mike Hofmann 18 (3:2/3:0)
Jan Schmidt 15 (3:2/2:1)
Martin Zimmermann 15 (3:2/2:1)
Jonas Wallendorf 15 (2:3/3:0)
Simon Leigh 15 (2:3/3:0)
Jan Ruess 13 (3:1:1/1:2)
Simon Goertzen 13 (3:1:1/1:2)
Julian Hessling 12 (4:1/0:3)
Martin Wildmoser 12 (3:2/1:2)
Thomas Schmidt 12 (2:3/2:1)
Niklas Ziemann 12 (2:3/2:1)
Philipp Volk 10 (1:3:1/2:1)
Lino Burgold 9 (3:2/0:2)
Tim Michels 9 (3:2/0:3)
Mathias Passin 9 (2:3/1:1)
Julien de Graat 9 (1:4/2:1)
Martin Muller 9 (1:4/2:1)
Andre Mueller 6 (2:3/0:1)
Bernd Brendemühl 3 (1:4/0:2)
Mathias Wigge 3 (1:4/0:2)
Reinhold Kohl 3 (1:4/0:3)

Die durchschnittliche Gesamtpunktzahl beträgt 10,95 (11,34, wenn man die nicht gespielten Runden hochrechnet).

Österreich:

Thomas Holzinger 15 (4:1/1:2)
Helmut Summersberger 13 (4:0:1/0:3)
Christopher Wolf 12 (3:2/1:2)

Durchschnittsgesamtpunktzahl: 13,33

Schweiz:

Nico Bohny 18 (3:2/3:0)
Matthias Künzler 18 (4:1/2:1)
Tommi Lindgren 15 (2:3/3:0)
Manuel Bucher 12 (2:3/2:1)
David Progin 12 (2:3/2:1)
Matthias Flückiger 6 (0:5/2:1)

Durchschnittsgesamtpunktzahl: 13,5 Punkte

Zur Statistik des zweiten Tages

Oomph-Rage

July 18, 2009

Es hat diesmal ein wenig länger gedauert, bis der Stimmenfluss zu versiegen begann. Der Stand dieser Abstimmungsergebnisse ist Mitternacht zwischen Freitag und Samstag. (Es ist wirklich idiotisch, dass Polldaddy keine Möglichkeit bietet, eine Umfrage zu beenden!)

Die Analyse will ich diesmal zunächst größtenteils Euch überlassen und lediglich Euer Augenmerk auf einige wesentliche Punkte lenken:

Da ist einmal die Gesamtstimmenzahl jeder der drei Umfragen, die mit 142, 136 und 140 Stimmen einigermaßen konstant liegt, woraus man wohl schließen darf, dass im Normalfall jeder Abstimmende sich auch an allen Umfragen beteiligt hat. Das wiederum ist aufschlussreich, wenn man die Stimmenzahl der Leute, die keine Zeit haben um mitzuspielen; die deutlich geringere Stimmenzahl der Leute, denen das Format egal ist, weil sie eh nicht mitspielen; und die Stimmen bei der Umfrage, die keine klare Möglichkeit bot auszudrücken, dass man sich nicht beteiligen würde, vergleicht! Die offensichtliche Schlussfolgerung daraus ist, dass auch Leute, die gar nicht mitspielen würden, Vorstellungen davon haben, welche Formate gespielt werden müssten, und in welchem Modus das Ganze ablaufen soll – also eine Art “Zuschauerstandpunkt”?

Ach ja, außerdem glaube ich, dadurch hoffen zu dürfen, dass keine größeren Manipulationen stattgefunden haben, die sich auf technischem Weg leider nicht ausschließen ließen. Auch, dass ich keine Zwischenergebnisse veröffentlicht habe, sowie, dass es hier “um nichts geht”, trägt dazu bei. Sicherheit gibt es natürlich keine.

Bei der Frage nach dem Qualifikationsmodus habe ich nur Möglichkeiten berücksichtigt, bei denen die Qualifikation auch tatsächlich den Anreiz bot, diese “Liga” zu spielen (oder zumindest, sich dafür anzumelden).  Deswegen kam ich nicht auf die Idee, eine Option der Art “Ich will gar keine Liga spielen, einfach nur einzelne Turniere mit Tagespreisen, aber nennt das Ganze von mir aus ruhig Liga!” anzubieten. Damit habe ich allerdings nicht beide Möglichkeiten zur Auswahl gestellt, welche die Umfrage auf dem Planeten anbot. Deswegen sind Rückschlüsse vom Ergebnis hier auf diese nur sehr vorsichtig zu ziehen.

Schließlich will ich bei der Frage nach den Formaten noch auf eine sehr interessante Eigenheit hinweisen: Im Lager der Extended-Befürworter ist der Anteil derjenigen, denen das andere Format den Spaß an der Liga nehmen würde, deutlich höher als bei den Legacy-Befürwortern! Eine daraus abzuleitende Aussage ist natürlich, wie vielen Abstimmenden die Frage nach dem Format – die doch von so vielen als nachrangig bezeichnet wurde – essenziell zu sein scheint.

Als Allerletztes noch eine Erinnerung: Meine Umfrage hier mag zwar nicht in dem Maß manipuliert worden sein wie die auf dem Planeten, fand aber dafür nicht unbedingt unter einem repräsentativen Segment der Spielerschaft statt, sondern eben unter den Lesern von Zeromagic. Vermutungen darüber, inwieweit sich diese Leserschaft sowohl von der Leserschaft des Planeten, als auch von der Gesamtheit von potenziell an der Liga interessierten Spielern unterscheidet, müssen fundamentaler Bestandteil jeder ernstgemeinten Analyse dieser Ergebnisse sein.

Nun also die Ergebnisse!

Die Frage nach der Häufigkeit:

So ca. 7 Mal wäre genau richtig
43 30%
Eigentlich gar nicht, mir fehlt die Lust/Zeit
39 27%
Vielleicht so um die drei Mal im Jahr
39 27%
Einmal pro Monat fände ich am besten
21 15%

Die Frage nach dem Modus:

Jeweils sowohl die Möglichkeit sich direkt zu qualifizieren, als auch Punkte für eine Gesamtwertung, damit zwar ein Anreiz, aber keine Verpflichtung zur regelmäßigen Teilnahme besteht
68 50%
Nur die Gesamtwertung, so dass Teams regelmäßig antreten müssen, um sich zu qualifizieren, und um Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden, wird Nichtantreten mit finanziellen Nachteilen bestraft
52 38%
Jeder Spieltag sollte ein Qualifikationsturnier für die Endrunde sein, und es sollte keine Gesamtwertung geben, damit man nicht verpflichtet ist, immer teilzunehmen
16 12%

Die Frage nach den Formaten:

Lieber Extended, aber von mir aus auch Legacy
33 24%
Auf jeden Fall Extended, sonst habe ich keine Lust
31 22%
Lieber Legacy, aber von mir aus auch Extended
25 18%
Ist mir egal, ich würde beides gleich gerne spielen
19 14%
Ist mir egal, ich würde eh nicht mitspielen wollen
18 13%
Auf jeden Fall Legacy, sonst habe ich keine Lust
14 10%

The state of Magic as of now

January 21, 2009

Ja, was geht denn zur Zeit so ab?

Ach ja, ich habe mal wieder einen Artikel geschrieben, den sollte ich verlinken. Hier geht es also zum Magic-Antiquariat, Ausgabe Achte Edition. (Wie lange dieses Link noch funktioniert, wenn die Mutterseite weiter zwischen drei verschiedenen Domains und dem Nirwana hin- und herhoppelt, weiß ich allerdings nicht.) Immerhin kriege ich weiterhin als Bewertungen im Wesentlichen 1en und 10en – es gibt halt doch noch Konstanten in Magic.

Auf dem Planeten beschreibt Nico Bohny bereits zum zweiten Mal hinereinander einen Draftwalkthrough, in dem er ohne Rücksicht auf Verluste und ohne jedes Gespür für Kartenqualität Exalted forcet (würde er “Bant” forcen, nähme er zum Beispiel niemals Akrasan Squire über Naya Battlemage und würde wohl auch ansonsten einige Prioritäten anders setzen.) Auch bereits zum zweiten Mal hinereinander fliegt er damit bereits in der ersten Runde raus. (“Never change a losing team”, nehme ich an.) An der Qualität der anderen Drafter, oder daran, dass er in einer überdrafteten Scherbe gelandet ist, kann es ja wohl nicht liegen, wenn man sich einmal diesen VIERZEHNTEN PICK Jhessian Infiltrator reinzieht… Ob das jetzt einfach nur Pech ist, dass Nico seit Wochen außer Stande scheint, uns zur Abwechslung einmal einen Draft zu präsentieren, in dem er eine Runde gewonnen hat, oder ob er nicht doch einmal seine Draftstrategie überdenken sollte? In jedem Fall fällt auf, dass er in seinen beiden verlorenen Partien jeweils seinen zweiten Zug dazu verwendet hat, sein Mana zu fixen. Vielleicht ist ein Beatdowndeck, das keinen Beatdown macht, halt doch nicht ganz so gut?

Außerdem hat Tobi mal wieder ein Gewinnspiel veranstaltet, und diesmal wollte ich nicht der Spielverderber sein. Hat aber nichts genützt, denn Tobi hat das Ding ganz alleine in den Sand gesetzt… Will er uns wirklich erzählen, ihm sei die Möglichkeit, beliebig viel Schaden zu machen, klar gewesen, wenn er doch ausdrücklich die Teilnehmer dazu auffordert, die von ihnen erreichten Schadenspunkte zu posten? Und wenn ja – was hat er erwartet, was dann passiert? Dieses Rätsel wäre erheblich spaßiger gewesen, wenn eine gewisse Karte gebannt gewesen wäre…

Der Conflux-Spoiler auf MTG Salvation füllt sich weiter – zwei Drittel des Sets sind schon bekannt. Das Set gefällt mir immer weniger – größer, bunter, teurer… gähn. Progenitus ist eigentlich nur noch ein schlechter Witz (und ich will mal hoffen, dass das Einmischen in die Bibliothek eine Replacement Ability ist, und nicht, wie bislang formuliert, ein Trigger, sonst passieren unschöne Dinge mit Makeshift Mannequin!) Was kommt als Nächstes? WWWUUUBBBRRRGGG, 20/20, Protection from everything, can not leave play under any circumstances? Wenn der Werbetext auf der Regelkarte tatsächlich lautet “Conflux is so amazing that it has a whooping number of 6 cards w/ wubrg as casting cost/alt cost while there’re only 23 ever printed in the MTG history”, dann kapituliere ich vor dieser Werbestrategie!

Diese sogennante Rumor Mill wird auch immer peinlicher. An Stelle von echten Gerüchten gibt also offensichtlich ein Mitarbeiter von Wizards alle Infos an diese Seite weiter, und mir will doch keiner erzählen, dass das nicht von Wizards inoffiziell toleriert, wenn nicht sogar gesteuert wird? Tatsächlich zieht er sich sogar pünktlich zum offiziellen Beginn der Previews zurück. Das ist Marketing, und sonst nichts! Was soll ich davon halten, wenn ein Scan vom Thornling auftaucht, der nach allem, was man argumentativ vorbringen kann, einfach ein Fake sein MUSS (völlig unpassendes Artwork, falsche Jahreszahl in der Copyright-Zeile), aber die Moderatoren drohen jedem, der diese Argumentation weiter vorbringt, mit Infractions, weil sie eine “Confirmation” besitzen, über deren Quelle sie sich ausschweigen? Funktioniert so eine Gerüchteseite? Ach, ist ja auch egal. Wenn dieses Artwork echt ist, dann ist das wohl das erste Mal in der Geschichte von Magic, dass mich ein Kartenbild WIRKLICH ankotzt – normalerweise mache ich mir wenig daraus, aber das hier ist einfach total daneben.

Erwähnenswert ist noch der Sieg von LSV in LA. Mit dieser Erfolgssträhne muss man ihn wohl als den dominantesten Spieler seit Kai Budde bezeichnen (zu dem er natürlich noch ein paar Kilometer Luft hat, aber trotzdem)! Was die Metagame-Lotterie angeht, so kann man nur konstatieren, dass sich halt schon wieder dasjenige Kombodeck durchgesetzt hat, welches nicht konsequent genug gehatet wurde (man beachte, dass im Viertelfinale ein anderes Storm-Deck im Mirror unterlegen war). Tja, so ist das halt in komboverseuchten Formaten: Elfen UND Storm UND Dredge kann man eben nicht gleichzeitig haten (und Affinity, obwohl kein Kombodeck im engeren Sinne, kann eigentlich auch nur mit gezieltem Hate im Zaum gehalten werden).

Normalerweise suche ich meine Zuflucht ja immer im Limited, aber bei diesem Block überlege ich ernsthaft, ob ich mir das noch antun will. Alara-only war ja noch okay – manchmal wurde man zwar vom Lucky Fünffarbdrafter rausgefixt, aber alles in allem war das Format in Ordnung. Mit Conflux wird es, fürchte ich, kippen. Gibt es wirklich Spieler, die Spaß daran haben, mit Fusion Elemental zu gewinnen? Würg.

Conflux droht (und mal ehrlich, das letzte Drittel Karten kann die Natur dieses Sets nicht mehr umkrempeln!) die misslungenste Edition seit dem Maskenblock zu werden, vielleicht sogar seit Homelands! Mercadian Masques war zwar furchtbar dröge, aber was ist schlimmer: Ein fader Geschmack, oder ein aufdringlich unangenehmer? Masques hatte meinen Magic-Appetit nicht gestillt, aber mir zumindest nicht den Geschmack verdorben.

Dass sich Wizards immer mal wieder ihren Kunden aufdringlich anbiedern, naja, daran habe ich mich gewöhnt – Lorwyn mit seinem Tribal-Kram zum Beispiel war nicht wirklich mein Ding, aber zumindest interessant genug aufbereitet, dass ich trotzdem Spaß daran hatte. Auch Legions, bei dem die Diskrepanz in der Beliebtheit zwischen Gelegenheitsspielern und Turnierspielern vielleicht von allen Sets am größten war (ja, Legions war ein Riesenerfolg gewesen!), und das sich im Limited wirklich nervig spielte, bot mehr Innovation und weniger Übersättigung.

Das Schlimmste aber ist: Conflux kommt beim Publikum gut an! Nicht bei Euch, wie ich den Kommentaren zu meinem früheren Eintrag entnehmen kann, aber Ihr seid ja auch die Hardcore-Spieler – doch schaut einmal in die Threads bei MTG Salvation… Ob das ein Zeichen dafür ist, dass sich Magic langfristig mit einer stärkeren Neuausrichtung auf ein oberflächlicheres Publikum wieder besser am Markt positioniert, oder ob wir hier einen kreativen Ausverkauf miterleben, das wird sich zeigen. Ich will nur hoffen, dass es zu Alara Reborn nicht heißen wird: “Alara Reborn is so AMAZING that it has more 2-digit-power creatures than all previous sets combined!”