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Just another Kassandra rant

November 2, 2011

You probably already read it. If not, be assured, this is n NOT a fake. This IS the end: The end of Magic as a mental sport.

If you have been reading ZEROMAGIC since its beginning, you know that I warned about this process as early as 2007. But the legitimacy of competitive Magic started getting eroded even earlier. Actually, with hindsight the first clear sign was the removal of Counterspell from the core set because it was “too strong”. (Later they corrected that reasoning to “many players hate to play against counterspells”, but the fact that they lied about this to appease those players who actually believed this due to a lack of strategic understanding shows how they began to embrace the dark side). I noticed something wrong when they created planeswalkers and added another rarity, but I couldn’t yet pinpoint where exactly they were going. Then WotC reduced PTQ slots in Germany and proved at several other more or less small occasions that they didn’t care for the integrity of the tournament scene and the interests of serious tournament players below professional level. That is when I began to take the hint and started to write about the deliberate erosion of tournament Magic. My personal epiphany, however, happened when they announced that new sets would now be legal on the first day they were officially sold. I immediately realized that this policy was completely incompatible with the concept of Magic as a mental sport (and I still fail to understand how anyone could NOT see this). I took the cue, stopped playing constructed and no longer travelled to PTQs.

Now that I knew what to look for, I understood that practically every decision made by WotC over the last few years pointed the same way: Players who took this game seriously were no longer of any consequence. Bad players were now officially the new target audience. All WotC did was to adjust the pace of this change so that it did not become too obvious too early. Of course, people refused to believe that WotC would do such a thing. As is often the case with changes for the bad, at first people were unable to see them for what they were, and later they already got used to them and no longer cared. Thus, WotC were able to increase that pace.

A few weeks ago they announced Planeswalker Points, and FINALLY some players realized what WotC were up to. Of course, it was too late. The game was already out of the hands of those who saw it as a competitive endeavour. Also, ingeniously, Planeswalker Points catered to the mindless masses in a blunt and irresistible way. But still some players who should have known better defended that decision, considering it to be just flawed or misguided.

Now, however, everything should be crystal clear. Planeswalker Points are no mistake. They do exactly what WotC WANT them to do. They kill the idea of Magic being a mental sport. That’s what they were made for.

Saying “I told you so!” does not give me any satisfaction, but I’m still unable to not say it.

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Die Rückkehr der überflüssigen Set-Reviews

April 30, 2011

Chh ist vor einiger Zeit nach einem knappen Jahrzehnt Abwesenheit wieder in der Magic-Szene aufgetaucht, und er scheint diese Zeit wohl in einem Stasisfeld verbracht zu haben: Diese Art sinnlose  Pseudo-Artikel, bei denen man den dafür nötigen geistigen Aufwand mit einem Elektronenrastermikroskop suchen muss, waren in der deutschen Magic-Szene eigentlich – zum Glück! – bereits ausgestorben!

Aber da ist es wieder alles: Das “Erster”-Syndrom, welches einen dazu zwingt, etwas zu schreiben, bevor man etwas zu sagen hat; die Rückkehr zu der unsäglichen R&D-Skala, welche selbst dort auf Grund ihrer fundamentalen Unzulänglichkeiten seit Jahren nicht mehr in Gebrauch ist; die sinnfreie Auflistung aller Karten nach Farben und Alphabet; die aussagelosen Kurzkommentare, deren Informationswert in Schnitt geringer ist, als wenn man stattdessen den Kartentext noch einmal in Großschrift wiederholte (nicht, dass dies nicht gelegentlich effektiv sogar der Fall wäre!); der oberpeinliche gescheiterte Versuch, lässig und witzig zu formulieren, der nur noch deutlicher herausstreicht, dass dieser Artikel letzlich nur aus unübersichtlich präsentierten Kartenbildern besteht; sowie die Weigerung, die selbstgewählte Skala wenigstens konsequent zu benutzen (wenn zum Beispiel eine zwar marginale, aber offensichtliche SB-Option gegen Infect-Decks wie Defensive Stance eine 0,0 erhält)… wenn Jürgen Klopp nicht heute Deutscher Fußballmeister geworden wäre, müsste ich ja befürchten, mich in eine Zeitmaschine verirrt zu haben!

Ich weiß nicht, wann ich zuletzt auf dem Planeten einen derart veröffentlichungsunwürdigen Artikel gelesen habe. (Glücklicherweise war es ja nicht viel zu lesen; die Karten kannte ich ja schon!) Nächstes mal bitte, wenn man schon artikeltechnisch in die Vergangenheit zurückreisen möchte, einfach den guten alten Visual Spoiler für die Leute wiederbringen, die zu dumm, zu faul oder zu uninformiert sind, Gatherer zu benutzen – der ist wenigstens übersichtlich und hübsch anzusehen!

Oh, und vielleicht kann jemand aus NRW ja bei Tobi sicherheitshalber eine Elektroschocktherapie vornehmen? Ich kann nicht fassen, dass ein eigentlich kompetenter Editor sich dazu herablässt, einen derartigen Mist auf der von ihm betreuten Seite zu präsentieren! (Und das, nachdem er doch neulich erst belegt hat, dass er doch durchaus schlechte Artikel auch ablehnt!) Ich zwicke mich lieber noch einmal… Dortmund Meister, okay, damit komme ich klar – aber das hier?#

(Nachtrag: Vielleicht sollte ich ja in diesem Zusammenhang hierauf verweisen. Das hätte igentlich der Grabgesang auf diee Art Artikel sein sollen, und einige Jahre hat das ja auch funktioniert…)

Gedanken zum New Phyrexia Leak

April 29, 2011

Wer in der Magic-Community nicht unter einem Stein lebt, der hat mitbekommen, dass das gesamte Set New Phyrexia bereits letzte Woche bekannt geworden ist, und dass Wizards darauf reagiert haben, indem sie selbst schon einen vollständigen Spoiler auf ihrer Seite veröffentlicht haben. Auch im Gatherer sind die Karten unterdessen bereits eingepflegt.

Diese ungewollte Veröffentlichung – ein Leak eben – geschah in Form eines so genannten “Godbooks”; einer PDF-Datei, in der sich hochauflösende Bilder aller Karten des Sets befinden (richtig schicke Sache, das!), welche Wizards zum internen Gebrauch erstellen, aber auch an ausgewählte Personen ihres Vertrauens schicken. Eine jener Personen hat dieses Vertrauen allerdings missbraucht, und Wizards haben zu diesem Vorgang Stellung genommen und (erste) Konsequenzen gezogen. Ob sie auch zivilrechtliche Schritte unternehmen, ist bislang nicht bekannt, aber zumindest Guillaume Matignon (der aktuelle Magic-Weltmeister! Und Wafo-Tapa ist der aktuelle Vizeweltmeister!) hat mit Sicherheit gegen eine explizite vertragliche Vereinbarung (ein so genanntes “non-diclosure agreement”) verstoßen und muss sich darauf wohl einstellen.

Auf ChannelFireball ist ein Artikel erschienen, in welchem die exakten Hintergründe und Zusammenhänge dieses Leaks beleuchtet werden.

Meine ersten Gedanken dazu habe ich bereits in einem Kommentar auf MagicBlogs geäußert (da kannte ich den CF-Artikel noch nicht):

Von wegen, sie äußern sich nicht zu Leaks… nie… NIEMALS… War das nicht die Aussage einer offfiziellen Stellungnahme vor einigen Tagen gewesen?

Irgendwie ist es ärgerlich, dass da einige Topspieler letztlich für eine Dummheit so lange gesperrt worden sind. (Auch wenn die Strafe für alle außer Matignon nur eineinhalb Jahre beträgt, nicht zwei.) Aber klar, Wizards müssen ihre IP schützen.

Ich habe es jedenfalls genossen, dass neue Set per Godbook zur Verfügung zu haben und mich auch intensivst damit beschäftigt. Ich bevorzuge diese Art der Veröffentlichung bei Weitem. Wenn 99% der Karten vor einem Prerelease WIRKLICH nicht bekannt wären, wäre das auch interessant, aber diese tröpfchenweise Veröffentlichung hasse ich wie die Pest!

Nichtsdestotrotz mussten Wizards so einen Vertrauensmissbrauch natürlich hart bestrafen, um Nachahmungstäter abzuschrecken. Wobei den Hauptteil der moralischen Schuld eigentlich denjenigen trifft, der das Ding im Netz verbreitet hat, denn derjenige hat es absichtlich bekannt gemacht, während die anderen nur fahrlässig im Bekanntenkreis damit gemauschelt haben – und das ist ein Verhalten, für das man in einer entsprechenden Situation fast jeden Magic-Spieler dran gekriegt hätte.

Andererseits – Matignon muss sich wirklich wie ein Obertrottel verhalten haben! Offensichtlich hat er seinem Kumpel ja nicht nur die Karten gezeigt, um dessen Meinung einzuholen, sondern ihm gleich die Datei zugeschickt. Dass DABEI so etwas passieren kann, ist ja wohl so was von offensichtlich!

Wie auch immer – ein ziemlicher Schlag für die französische Magic-Szene… Ich frage mich, ob Tobi auch ein Godbook erhalten hat? Wahrscheinlich nicht. Ob es bei ihm sicherer gewesen wäre (er ist ja eigentlich recht integer), oder ob er auch nicht der Versuchung hätte widerstehen können, zum Beispiel TrashT einzuweihen? Und ob es dann irgendwie über verschlungene Pfade zu Ashraf gelangt wäre, der es dann auf MTGO im Austausch für einen gehackten Account angeboten hätte?

Wer weiß!

Seitdem habe ich mir allerdings noch ein paar Gedanken mehr gemacht. Klar da ist einmal die unglaubliche Dummheit von Matignon, der schließlich so ein NDA unterzeichnet haben muss, dem aber offensichtlich nicht klar war, was eine solche vertragliche Vereinbarung tatsächlich bedeutet! Und dann ist da noch jener unendlich bescheuerte David Gauthier alias “%B-boy”, der das Godbook in einem öffentlichen Chatroom weiter gegeben hat und somit das eigentliche Leak verursacht hat, und dessen Mitteilungen im Chat sich genau so lesen, wie auch die typischer deutscher Magic-Spieler (zum Beispiel, aber nicht nur, aus dem norddeutschen Raum).

Aber wieso eigentlich stellt Matignon Wafo-Tapa direkt das Godbook zur Verfügung, anstatt mit ihm einfach nur (persönlich oder, falls das nicht geht, telefonisch bzw. über Skype oder Ähnliches) über die Karten zu reden? Wieso geht er dieses Risiko ein, eine derart sensible Datei zu verschicken? Und wieso teilt Wafo-Tapa diese dann auch noch mit Typen wie dem typischen Möchtegern-Pro-in-Wirklichkeit-aber-immer-noch-Kiddie Gauthier?

Hier haben sich zwei absolute Top-Pros ihre Magic-Karriere, und möglicherweise auch noch mehr versaut, und bloße Dummheit genügt mir irgendwie nicht als Antwort. Wenn man sich diesen Chat genau durchliest, und wenn man bedenkt, dass gerade Wafo-Tapa sich als hauptberuflicher Magic-Spieler begreift – muss man dann nicht vermuten, dass Wafo-Tapa gezielt Matignon gelöchert hat, ihm dieses Dokument zur Verfügung zu stellen, damit er durch einen mehrwöchigen Kickstart im Playtesting der durch dieses Set auf den Kopf gestellten Constructed- und Limited-Formate einen erheblichen Vorteil erhält?

Naive Kumpelei ist eine Sache, aber sie erklärt nicht zufriedenstellend, wieso ein Top-Pro wie Wafa-Tapa ein derart sensibles Dokument, welches offensichtlich seinen Freund Matignon in eine erhebliche Bredouille bringen kann, an seine Barns weitergibt. Ich denke, es ging hierbei darum, Playtesting-Partner zu finden, und in diesem Fall haben wir es nicht nur mit einer Dummheit zu tun, bei der die Begeisterung, Informationen über ein neues Set bereits zu besitzen, Integrität und gesunden Menschenverstand übertönt hat, sondern tatsächlich mit dem gezielten und bewussten Erlangen eines unfairen Wettbewerbsvorteils – und in diesem Fall ist gerade die Strafe für Wafo-Tapa eigentlich noch höchst moderat ausgefallen!

Zum Abschluss möchte ich wieder einmal, da es immer noch viel zu viele Leute gibt, die ihn noch nicht kennen, auf meinen Fantasy-Fortsetzungsroman Die Anstalt von Arkheim verweisen, der unterdessen bereits auf sein 40. Kapitel zusteuert (und sich immer noch in seinen allerersten Anfängen befindet…) Die einzelnen Kapitel sind bewusst so angelegt, auch per Internet ohne Ermüdungserscheinungen gelesen zu werden, also schaut einmal hinein!

Ungelesenes

March 16, 2011

Ich denke mal, Ihr wisst alle, dass dies hier nicht mein einziges Blog ist.

…oder?

Ihr kennt doch alle Ein Platz für Andi?

Wisst Ihr, mir ist schon klar, dass Ihr hierher gefunden habt, weil Ihr Euch für Magic interessiert. Andererseits hätte ich schon angenommen, dass dieses uns gemeinsame Interesse ein Indikator dafür wäre, dass viele von Euch auch andere Interessen mit mir teilen. So ist das jedenfalls in meinem Bekanntenkreis – aber natürlich ist der als Stichprobe nicht repräsentativ, weil er nun einmal mein Bekanntenkreis ist…

Mir geht es heute in erster Linie um meinen Fantasy-Fortsetzungsroman Die Anstalt von Arkheim, der unterdessen bereits seit einem Vierteljahr mit durchschnittlich ungefähr zwei Fortsetzungen pro Woche in Internet-Aufmerksamkeitsspannen-gerechten Häppchen erscheint: Warum lest Ihr den eigentlich nicht? DASS Ihr ihn nicht lest, kann ich aus den WordPress-Statistiken ohne größere Mühe herleiten – der eine oder andere hat vielleicht von hier dorthin gefunden, aber das ist eher ein Tröpfeln als ein Rinnsal – aber WARUM eigentlich nicht? Die Frage interessiert mich, und deswegen gebe ich sie jetzt an Euch weiter: