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Eine fundamentale Fundsache (+ Fun mit Fantasy!)

February 3, 2011

Mir ist gerade beim Durchsehen meiner Rest-Magickartenbestände (ja, ich bin den Großteil unterdessen losgeworden!) aufgefallen, dass ich immer noch zwei Decks besitze, mit denen ich Magic-Anfängern das Spiel beizubringen gedenke. (Allerdings bin ich im Gegensatz zu früher keineswegs mehr aktiv damit beschäftigt, Leute mit dieser Sucht anzustecken.) Da hatten sich also die beiden Silverback Ape versteckt!

Dies sind die beiden Decks:

Savage:
8 Forest
2 Swamp
2 Mountain
2 Savage Lands
2 Elvish Warrior
2 Borderland Ranger
2 Gravedigger
2 Vulshok Berserker
2 Kavu Climber
2 Silverback Ape
2 Lay of the Land
2 Giant Growth
2 Doom Blade
2 Volcanic Hammer
2 Mind Rot
2 Wing Snare
2 Lightning Blast

Aloft:
7 Plains
7 Island
2 Sejiri Steppe
2 Youthful Knight
2 Stormfront Pegasus
2 Wind Drake
2 Man-o’-War
2 Diving Griffin
2 Makindi Griffin
2 Air Elemental
2 Sleight of Hand
2 Pay No Heed
2 Counterspell
2 Divination
2 Chastise

Nachdem ich den Gedanken aufgegeben habe, dass solche Decks Spieler nahtlos an das Standardformat heranführen sollen, halte ich diese beiden für die perfekte Zusammenstellung.

Oh, und dann will ich die Gelegenheit nutzen, noch einmal auf meinen Fantasy-Fortsetzungsroman hinzuweisen! Gratislektüre in mundgerechten Häppchen für den Internetnutzer mit mittelkurzer Aufmerksamkeitsspanne – am besten sofort das Kapitelverzeichnis bookmarken!

(Bonus: Ach ja, und dann ist da ja auch noch das Deck, das ich benutze um zu demonstrieren, warum man Magic nicht mit den Originaldeckbauregeln spielen sollte:

Warp:
20 Simian Spirit Guide
20 Surging Flame

Damit lässt man übrigens immer den Gegner anfangen, einfach nur aus dem Grund, dass man ihn dann trotzdem noch vor seiner ersten Mainphase umbringt. Und das ganze Deck kostet keine 4 Euro!)

Der letzte Arbeitsnachweis?

August 27, 2010

Bei PlanetMTG ist ein unglaublich langer Text von mir erschienen, Selbstgemachte Limitedumgebungen, der möglicherweise oder möglicherweise auch nicht meinen letzten Magicartikel darstellt (Zeromagic allerdings werde ich garantiert weiterführen, wenn auch bei Weitem nicht mehr so regelmäßig wie früher einmal).

Ich will Euch diesen Text besonders ans Herz legen – nicht nur, weil er (einschließlich aller Anhänge) unglaublich viel Arbeit gemacht hat, sondern vor allem, weil Zweidritteldraft und Purchase Draft wirklich ganz hervorragende und spaßige Draftformate sind, und weil sich herausgestellt hat, dass selbst entworfene Limitedumgebungen (jedenfalls meine – oder zuallermindest “Vier Männer im Schnee”, “Rorschachs Welt” und “Drachenfarben”, die ich bereits testen konnte) die in sie hinein gesteckte Arbeit absolut wert sind! So viel Spaß hatte ich bei Magic seit… äh, seit… also, eigentlich hatte ich noch nie zuvor so viel Spaß bei Magic! “Echte” Boosterdrafts sind zwar auch schön, aber bedienen eben die Bedürfnisse von Draftern (insbesondere in Viererrunden) nicht so gezielt. Und billig ist es aunomma, und Limitedumgebungen zu entwerfen macht noch viel mehr Spaß, als Casual-Decks zu bauen (und die dadurch entstehenden Draftdecks spielen sich auch noch unterhaltsamer als sowohl “herkömmliche” Limiteddecks, als auch typische Casualdecks). Nach über eineinhalb Jahrzehnten habe ich endlich eine Casualspielform entdeckt, mit der ich rundum glücklich bin, und auch wenn Geschmäcker verschieden sind, solltet Ihr dem Ganzen zumindest einen ernstgemeinten Versuch gönnen!

Von Bomben und Stinkbomben

September 6, 2009

Da habe ich mich doch tatsächlich in einen Artikel verirrt, in dem ein Level-6-Pro uns davon erzählt, wie skillintensiv doch M10-Sealed ist:

Preparing for GP Prague

Darin sagt er zum Beispiel:

I know many people hate it, because they think that everything comes down to who has the bombs and who doesn’t. Well, that is not exactly true, and to be honest, I’ve heard this excuse every time a new set has been released.

sowie:

Having a good understanding of the format is way more important than relying on the randomness of rare or mythic cards. Those might make you win some games, but only the commons and the uncommons in your deck can make you win enough rounds to advance to day 2.

Ich weiß nicht, was Euch durch den Kopf geht, wenn Ihr so etwas lest. Mein erster Gedanke war, doch einmal in der GP Prag Coverage nachzusehen, wie jener Level-6-Pro, der M10 Sealed doch so liebt, weil er im Gegensatz zum Rest der Welt erkannt hat, dass es mehr Können als Glück verlangt, darin abgeschnitten hat.

Nun stellt Euch meine Überraschung vor (…not!), als ich feststelle, dass dieser Pro im Anschluss an seine drei wohl verdienten Byes ein Ergebnis von 1-3 in Matches (2-6 in Spielen) mit anschließendem Drop abgeliefert hat! Woran kann das nur gelegen haben? Doch nicht etwa daran, dass er das Format nicht verstanden hat?

Nun ja, Scherz beiseite: Prinzipiell gibt der Autor ja einige gute und richtige Tipps, insbesondere was die von vielen unterschätzten Sideboard-Optionen angeht, aber das ändert nichts daran, dass in diesem furchtbaren Format der Skillunterschied zwischen zwei Spielern schon enorm sein muss, um den Zufallsfaktor einigermaßen zuverlässig auszugleichen! Ja, es geht nicht NUR um die Bomben; es geht darum, Bomben zu haben, die man in ein vernünftiges Deck integrieren kann. Aber ob man nun gar keine Bomben hat, oder korrekterweise feststellt, dass man seine Bomben nicht sinnvoll spielen kann, weil sie sich in den falschen Farben befinden, macht letztendlich keinen Unterschied: Man kriegt mit einem gut gebauten Deck ohne Bomben gegen ein einigermaßen ordentlich gebautes Deck mit Bomben in der Regel immer noch auf die Fresse! Wenn Bomben sich zuverlässig ignorieren oder neutralisieren ließen, wären es keine Bomben.

Und klar – ab und zu hat ein erfolgreiches Deck nicht ganz so viele starke Rares, sondern eine hohe Konzentration von starken Uncommons oder sogar herausragenden Commons in zwei Farben. Die muss man aber auch erst einmal haben, und im direkten Vergleich mit einem ähnlich strukturierten Deck PLUS starke Rares sieht man immer noch alt aus.

(An dieser Stelle ist auch Tobi in seiner kurzen Analyse der ungeschlagenen Decks einem Trugschluss aufgesessen: Wenn alle diese Decks zweifarbig sind, dann bedeutet das nicht zwingend, dass es bei jedem Pool die richtige Entscheidung ist, zweifarbig zu sein, sondern möglicherweise stattdessen, dass sich stärkere Pools korrekterweise zu zweifarbigen Decks formen lassen, welche stärker sind als aus schwächeren Pools korrekterweise dreifarbig konstruierte Decks.)

Es ist einfach so: Magic hat immer einen Zufallsfaktor und immer einen Skillfaktor, und deren Größe ist je nach Format unterschiedlich. In manchen Formaten ist der Zufall gegenüber dem Skill besonders entscheidend, und M10 Sealed ist solch ein Format. Tipps zu geben, wie man hier den Skillfaktor besser nutzen kann, ist immer sinnvoll, aber die Dominanz des Zufallsfaktors zu leugnen, ist es nicht.

Oh, und Runeclaw Bear ist in einem Deck, in dem Overrun stark ist, eine gute Karte. Und Lava Axe ist keine schlechte Karte, und dagegen zu verlieren, absolut nichts Ungewöhnliches. Und natürlich ist eine Bombe den einen oder anderen Füller im Deck wert, nur eben nicht zu viele. Und überhaupt werden aus guten Spielern nicht notwendigerweise gute Trainer, und gute Trainer waren nicht alle früher gute Spieler, auch wenn man zumindest eine gewisse Korrelation erwarten kann – aber Pro Tour Punkte schreiben nicht automatisch gute Artikel, und Pros geben nicht immer gute Tipps.

Ich habe noch eine Frage an Euch: Ich habe einen Troll, und der geht nicht wieder weg. Obwohl ich aufgehört habe, mit ihm zu reden, hat er sich hier eingenistet und gibt immer wieder Trollscheiße von sich. Was soll ich machen? Ihn geduldig weiter ignorieren (so lange er nicht völlig über die Stränge schlägt, natürlich), oder ihn einfach rausschmeißen?

Zorn

August 22, 2009

Sie haben es tatsächlich getan.

Au ja, Standard Spielen mit Zendikar wird gewiss eine Freude werden!

Noch sind sie nicht ganz so weit, dass sie die Karte Mythic gemacht haben – aber einfach abwarten, noch ein, zwei Blöcke, dann passt das schon.

Und da wundern sich die Leute, dass Legacy sich anschickt, Standard in der Beliebtheitsskala zu überholen! Das ehemalige “Standard”-Format ist heute sowohl für alteingesessene Spieler, denen man zumutet immer neue funktionale Reprints oder leicht angeänderte Varianten von Karten, die sie bereits besitzen zu unverschämten Preisen zu kaufen, als auch für Einsteiger, die sich aus 50% Rares bestehende Decks zusammenkaufen sollen, unattraktiv.

Nun ja, ich habe ja schon mal etwas über den Niedergang des Standard-Formates geschrieben. Und damit leite ich gleich zu meinem jüngsten Artikel über, der sich mit M10-Draft befasst. Womit auch sonst?