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Das Ende der Lernphase

November 10, 2008

Phips hat unter einem früheren Eintrag von mir richtig gestellt, dass außer Bensch auch David weiterhin Mitglied im MU-Team sein wird. Okay, dann sind das ja immerhin noch 50% der Originalbesetzung.

Trotzdem hat sich der Charakter dieses Teams offensichtlich völlig geändert: Der Schwerpunkt liegt eben nicht mehr auf der Entwicklung vom Noob zum Pro, sondern eben eher auf einer Testgemeinschaft mehr oder weniger gestandener Spieler. Kann man das überhaupt noch als “Team” bezeichnen, oder ist das effektiv nicht nur noch ein MTGO-Clan?

Was mich ja besonders ins Grübeln bringt, sind einige der Personalien unter den Neuzugängen. TMM zum Beispiel ist ja nicht wirklich für seine Fähigkeit, die Ursachen für ausbleibenden Magic-Erfolg bei sich selbst zu suchen, bekannt. Aber auch Kenshin hat sich da bereits in mehr als einem Blogeintrag nicht viel anders geäußert: Dieses ständige Schimpfen darüber, von irgendwelchen Noobs, die natürlich viiiiiel schlechter spielten und überhaupt nicht die geringste Ahnung von Magic besäßen, weggeluckt worden zu sein – das haben sie beide drauf!

Ein Paradebeispiel dafür ist Kenshins jüngster Eintrag. Okay – er war auf MTGO einmal unverdienterweise colorscrewed und hat das andere Mal von einem Oberspoiler aufs Maul bekommen. So weit, so unglücklich – das passiert, und natürlich darf man sich auch darüber aufregen. Kenshin schießt hier aber weit über das Ziel hinaus, als er seinem Gegner deswegen jegliche Magickompetenz abspricht!

Da lese ich, dass dieser fünffarbige Kontrolle mit mindestens 5 Obelisken, sowie ohne Removal und ohne Cycling-Kreaturen gespielt hätte. Ja – und woher weiß der Kenshin das? Soll sich sein Gegner nach Spiel 1 vielleicht gedacht haben “so ein Idiot, spielt schwarze Sprüche ohne schwarze Manaquellen”? Wieso geht er eigentlich davon aus, dass sein Gegner ihm ein repräsentatives Segment seines Decks gezeigt hat, wenn er doch lauthals darüber jammert, wie untypisch er selbst doch gezogen hätte?

Wie viele verschiedene Obelisken hat er denn gesehen? Wirklich mehr als drei? Eine Manabasis von 16 Ländern plus 4 Obelisken ist in Extremfällen übrigens durchaus noch vertretbar. Zwar würde ich für gewöhnlich die Grenze bei 17 Ländern + 3 Obelisken ziehen, was schon klobig genug ist, aber manchmal funktioniert das Fixing halt nur so. Und wenn ich schon Extremfälle erwähne: Wenn ich in meinem 5-Color-Deck zum Beispiel ZWEI Hellkite Overlord haben sollte, und vielleicht noch einen Sphinx Sovereign oder Godsire, dann spiele ich möglicherweise auch tatsächlich 17 Länder und 5 Obelisken! Nein, so ein Deck lässt sich nicht planen, und unwahrscheinlich ist es natürlich auch. Aber was weiß man denn nach drei kurzen MTGO-Spielen wirklich über das gegnerische Deck? Vielleicht haben sich die ganzen Removal beim Gegner einfach geweigert aufzutauchen (weil er stattdessen alle seine Obelisken gezogen hat)?, und seine Cycler bzw. sein Card Draw ebenfalls?

Was Kenshin wirklich über dieses Deck WEISS, das scheint nicht mehr zu sein, als dass es fünffarbig mit Obelisken ist, mindestens einen Hellkite Overlord besitzt und ansonsten Fatestitcher, Kederekt Creeper und Waveskimmer Aven spielt. Letztere beiden führt er übrigens als Argument dafür an, wie schlecht das Deck doch gewesen sei. Und da liegt bereits ein Denkfehler! Offensichtlich waren sie ja nicht wirklich so schlecht, denn er hat ja dagegen verloren (und man kann vermuten, dass das nicht passiert wäre, wenn es sich stattdessen um Jhessian Lookout und Godtoucher gehandelt hätte!) Tatsächlich handelt es sich hierbei um genau diejenigen Kreaturen, welche in ein solches Kontrolldeck auch hinein gehören! Sowohl Creeper als auch Aven sind sowohl in der Defensive als auch in der Offensive stark. Abgesehen von Knight of the Skyward Eye gibt es wohl keine Kreatur für weniger als 3 Mana, die in fünffarbiger Kontrolle eine sinnvolle Funktion erfüllt (deswegen spricht Kenshin ja auch die Cycler an) – aber ab 3 Mana haben wir es hier mit zwei der stärksten Commonkreaturen zu tun! Natürlich überbrückt man die frühen Runden als Kontrollspieler lieber mit zahlreichem Removal, aber da Magic nun einmal kein Wunschkonzert ist, sind ein paar Viecher für weniger als 7 Mana schon eine ganz gute Idee.

Bereits deswegen muss sich Kenshin also fragen, ob er wirklich so viel von Alara-Draft versteht, wie er offensichtlich glaubt, wenn er die Schwäche des gegnerischen Decks an zwei Karten festmacht, die darin durchaus ihren Platz finden sollten! Apropos: Der Fatestitcher ist im Kontrolldeck eine großartige Karte! Nicht nur, weil er dem Gegner Kreaturen tappt, sondern eben auch, weil er die eigenen Fatties herausbeschleunigt. Ach ja – und in Zusammenarbeit mit welchen Karten kann der Stitcher besonders gut Mana fixen? Richtig – mit Obelisken! Da sind auch die Farbanforderungen für Creeper und Aven plötzlich viel leichter zu bewerkstelligen. Wäre es nicht theoretisch denkbar, dass der Gegner vielleicht ZWEI Fatestitcher gehabt haben könnte (weitaus wahrscheinlicher als zwei Hellkite) und deswegen ein oder zwei Extra-Obelisken ins Deck gepackt hat?

Kenshin hat sich an keiner Stelle darüber Gedanken gemacht, wie das gegnerische Deck funktionieren könnte. Da er nun einmal der Größte ist, konnte er ja nur auf Grund von Pech verloren haben, und da er die Funktionsweise jenes Decks nicht nachvollziehen konnte, musste sein Gegner ja offensichtlich ein Noob sein. Hey – natürlich IST es möglich, dass dieser tatsächlich ein Noob war, der Rares gedraftet und ansonsten einfach alle Obelisken und späten Picks (was Creeper und Aven ja wegen ihrer Farbanforderungen oft sind) ins Deck geschmissen hatte! Aber ebenso ist es möglich, dass dieses Deck tatsächlich sinnvoll gebaut war und nicht etwa gewonnen hat, weil es absurd gut gezogen hätte, sondern obwohl es eher unterdurchschnittlich zog!

Was man hingegen sicher weiß ist, dass Kenshin ein fünffarbiges Kontrolldeck mit Violent Ultimatum gespielt hat, welches er  – worüber er sich auch beschwert – nicht siegbringend ausspielen konnte, weil er nur RRGBB2 zur Verfügung hatte anstatt RRRGGBB (und bei solchen Problemen, darauf muss ich einfach hinweisen, pflegen Obelisken und Fatestitcher zu helfen!) Also, ich weiß, dass ich echte Fünffarbigkeit auch in Alara nach Möglichkeit vermeide, um eben NICHT von schlechteren Spielern weggeluckt zu werden. Wenn man glaubt, dass man der bessere Spieler ist, sollte man dann nicht lieber konstantere Decks bauen, die einem erlauben, seine Sprüche auch zuverlässig zu sprechen und damit den Gegner auszuspielen, als fünffarbige Haufen, die auf Autopilot gewinnen, wenn das Mana funktioniert (Violent Ultimatum – gleich drei Ziele auf einmal muss man da ansagen, das braucht aber wirklich Skill!)? Nun, das muss jeder für sich entscheiden. Wenn nun aber ein fünffarbiger Haufen gegen einen anderen fünffarbigen Haufen wegen Manaproblemen verliert, und der Pilot des Verliererhaufens sich darüber beklagt, dass der andere Haufen viel schlechter sei, weil er wohl noch mehr Manafixing enthielte… Tatsache ist, dass Kenshins Gegner seinen Spoiler ausspielen konnte, und Kenshin seinen nicht. Für mich klingt das wie eine schlüssige Erklärung dafür, wieso Kenshin verloren hat, und sie hat nichts von himmelschreiendem Unrecht oder Münzen, die nach dem Wurf auf der Kante stehen bleiben und sich dann auf Grund quantenphysikalischer Zufallsprozessen in Hundehaufen verwandeln, zu tun!

Oh, eine weitere Karte aus Kenshins Deck kenne ich ja auch noch: Bone Splinters! Nun ist ein Removal ein Removal ein Removal, und vielleicht befanden sich ja in Kenshins Deck ein halbes Dutzend Unearther und/oder Dragon Fodder (obwohl er nur Cycler und Courier’s Capsule erwähnt), aber wenn ich darüber nachdenke, welche der folgenden drei Karten  – Kederekt Creeper, Waveskimmer Aven, Bone Splinters – am wenigsten in ein fünffarbiges Kontrolldeck gehört, dann werde ich als Antwort nicht auf eine der beiden Kreaturen kommen!

“Mir offenbart sich in diesem Alara Draftformat überhaupt nicht, wo da der Skill versteckt ist”, schreibt Kenshin. Ich frage mich ernsthaft, ob er ihn überhaupt gesucht hat!

Dieser Eindruck wird durch seinen Wettbewerbsartikel bei Magic Universe noch einmal verstärkt. Der ist zunächst einmal, bereits ganz unabhängig vom Limitedverständnis des Autors, grottenschlecht. Ohne jede Einleitung geht es da mit einer herunter geratterten Kartenliste los, und ohne jegliches Schlusswort endet es auch damit. Wozu gibt es in der Schule eigentlich Deutschunterricht? Einleitung, Hauptteil, Schluss… Dies hier ist kein Artikel, es ist ausschließlich eine kommentierte Kartenliste! Alleine deswegen wäre hier eine 1-Punkte-Bewertung ausnahmsweise einmal absolut begründbar.

Noch schlimmer ist es allerdings, dass diese Kartenliste für alle praktischen Zwecke absolut unvollständig ist! Da werden doch tatsächlich Executioner’s Capsule und Bone Splinters, zwei der wichtigsten Karten für jedes Jund-Deck, nicht erwähnt? Ach ja richtig, sie gehören ja in Esper und Grixis… Wieso ist dann aber Elvish Visionary dabei, der doch aus Naya stammt? Ach so, weil der in Jund-Decks wichtig ist… AHA! Soul’s Fire gehört übrigens auch zu Naya. Und Vein Drinker offensichtlich zu Grixis. Die Shard-Zugehörigkeit war also nicht das Auswahlkriterium, welche Karten der Autor bespricht und welche nicht. Dabei finde ich die Weglassung der Kapsel und der Knochensplitter, deren Srärke eher noch als offensichtlich einzustufen ist, sogar noch etwas weniger schlimm als die von Blister Beetle und Dregscape Zombie, welche auf den ersten Blick unspektakulär aussehen, jedoch besonders in Jund-Decks zu ganz besonderer Hochform auflaufen! Was hat sich der Autor bei seiner Auswahl eigentlich gedacht?

Die Antwort muss lauten: Offensichtlich gar nichts! Dieser so genannte “Artikel” ist ohne jegliches Konzept herunter geschrieben worden. Da ist es auch kein Wunder, dass man darin dann Einschätzungen wie “Ich habe selten so eine schlechte Karte gesehen” liest. Auf Stimmigkeit wurde hier auch kein Wert gelegt: “Die Manakosten machen es total unspielbar” steht da bei Vicious Shadows – wieso, was ist an 6R so problematisch, wenn das direkt darunter befindliche Violent Ultimatum für BBRRRGG doch “gerne eingesammelt” wird? Hier war der Autor schlicht zu faul auszuformulieren, was er eigentlich meinte.

Da sind fragwürdige Einschätzungen wie bei Blood Cultist (“Nicht besonders hoch zu picken”) oder Scavenger Drake (“Vier Mana und dann ein fragiler Nichtsnutz”) schon gar nicht mehr nötig, um den Gesamteindruck zu verfestigen: Kenshin hat sich praktisch gar keine Gedanken zu diesem Artikel gemacht!

Und genau da sehe ich ein Problem, denn ein Spieler, der sich keine Gedanken macht, ist ein Spieler, der sich nicht verbessert. Kenshins Blogeintrag beweist, dass er sich weigert, aus seinen Niederlagen Schlüsse zu ziehen. Sein Wettbewerbsbeitrag zu Jund beweist, dass er nicht in der Lage gewesen ist, die Struktur dieses Scherben zu erfassen. In beiden Fällen aber wird deutlich, dass er die Probleme nicht in seinem mangelnden Verständnis des Formats sieht! “Manchmal frage ich mich, ob Leute ein völlig anderes Format draften als ich”, schreibt er in den Kommentaren. Stattdessen sollte er sich fragen, ob er das Format nicht vielleicht anders sieht, als es ist.

Kenshin kann offensichtlich Magic spielen. Spätestens sein 13. Platz bei der PT Berlin beweist das. Er besitzt Talent, keine Frage.

Beim Fußball, Schach, Jazz Dance oder Klavierspiel wird jedem Nachwuchstalent eingetrichtert, dass Talent wichtig ist, aber nicht genügt! Talent kann den Lernprozess nicht ersetzen, es kann ihn nur beschleunigen und auf höhere Ebenen führen. Bei Magic hingegen glaubt beinahe jeder Spieler, der erkannt hat, dass er sich in seinem Spielverständnis von der Masse der Scrubs abhebt, dass er nichts mehr zu lernen hättte.

Kenshin und TMM stehen sehr deutlich für diese Denkweise. Beide sind der Ansicht, sie seien eigentlich längst gut genug für den Gravy Train, und alles, was ihrem Erfolg im Weg steht, ist haarsträubendes Pech. (Witzig übrigens, dass Phips von Kenshin in dessen Kurzvorstellung genau das Gegenteil behauptet – er liest wohl dessen Blog nicht!) Das ist eine Einstellung, welche für die weniger erfahrenen Teammitglieder Gift ist! Wenn sie sich auf diese überträgt, nun, dann ist die Lernphase im MU-Team wohl endgültig, wenn auch nicht beendet, so doch vorbei.

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Ein bisschen “Trash-Bash” und Gedanken zum neuen MU-Team

November 7, 2008

Der letzte Teil von Trashs Limited-Analyse ist online gegangen. So wie er er die Rares bespricht, kriege ich manchmal das Gefühl, dass er mit den Karten noch nicht wirklich viel gespielt hat… Ich habe jedenfalls zum Beispiel mit (bzw. gegen) Covenant of Minds, Goblin Assault, Kederekt Leviathan, Quietus Spike, Empyrial Archangel & Sphinx Sovereign andere Erfahrungen gemacht. (In Kurzform: Der Archangel hat immer mal wieder enttäuscht, die anderen Karten erschienen mir deutlich stärker, als Trash sie beschreibt.)

Sehr interessant ist natürlich dies hier: Phips stellt das neue MU-Team, welches auf MTGO basieren soll, vor! Hier fällt meiner Ansicht nach allerdings ein wesentlicher Aspekt ein wenig unter den Tisch: Das ist nicht einfach “die nächste Stufe” – das ist ein völlig neues Projekt! Zunächst einmal stellen wir fest, dass Bensch das einzige bisherige Team-Mitglied ist, welches dabei bleibt (Phips als Cheffe nicht mitgezählt). Wenn dann fünf neue Leute dazu kommen, ist das keine Weiterentwicklung oder auch ein Umbruch – das ist ein Neubeginn!

Das muss jetzt natürlich nichts Schlechtes sein, abr es ist schon schade, dass das Originalprojekt auf diese Weise nicht zu Ende geführt wird (denn Ziel war es ja gewesen, Nachwuchsspieler an die Pro Tour heran zu führen). Zwischen den Zeilen wurde ja bereits klar, dass dies einerseits an der letztlich nicht vorhandenen Motivation der meisten Spieler (Bensch ausgenommen) gelegen hat, aber eben auch am Ausbleiben der nächsten Erfolgsstufe (da gibt es natürlich einen Zusammenhang). Letztlich steht hier also (wieder einmal): Das MU-Team ist tot – es lebe das MU-Team!

Die Verlagerung des Testprozesses auf MTGO entlastet dabei die Teammitglieder natürlich in vielerlei Weise. So fallen zum Beispiel regelmäßige Teamtreffen weg, ebenso wie jene schwierig zu organisierenden RL-Testsessions. Die Mitglieder MÜSSEN also weniger Zeit investieren. Gleichzeitig KÖNNEN sie natürlich flexibel sogar MEHR Zeit investieren! Hier zeigt sich an einem weiteren Beispiel, warum MTGO die RL-Turnierszene tötet – es ist eben alles eine Frage des Zeitmanagements.

Ist diese Entwicklung eigentlich wirklich im Interesse des Sponsors? Tatsache ist, dass mit MTGO nur Wizards selbst wirklich verdienen. Für Internethändler (und Brickstore-Einzelhändler sowieso) gibt es da kaum etwas zu holen – für sie bedeutet die Abwanderung der Szene ins Netz praktisch nur Verluste. Sicher, ein Ziel des Projektes ist es, die Versorgung der Seite mit Artikeln sicher zu stellen – aber war es nicht auch ein anderes gewesen, die kränkelnde Turnierszene mit einem Modellprojekt wiederzubeleben? An diesem Ziel ist also letzten Endes auch Phips gescheitert. Nein, Magic ist nicht tot, auch RL-Magic ist nicht tot – aber RL-Turniermagic stirbt, und irgendwie scheinen wir uns alle auch bereits daran zu gewöhnen.

Bei der Team-Zusammensetzung wird deutlich, dass Phips unbeschriebene Blätter vermieden hat. Kannegießer, Reiter, Michels, Kirchbacher und Passin junior – das sind alles Namen, die man schon länger aus dem Netz kennt (wenn auch teilweise besser unter anderen Nicks) und Spieler, die schon so einiges an Turniererfahrung mitbringen. Das überraschte mich dann doch, denn die Idee der Nachwuchsförderung wurde damit effektiv ad acta gelegt – diese Spieler reihen sich dann doch eher im Spektrum “fortgeschritten” bis hin zu “bereits für eine PT qualifiziert” ein!

Das neue MU-Team fängt also nicht bei Null an, sondern startet bereits auf recht hohem Niveau. Somit fällt auch der Gedanke weg, die Fortschritte eines Teams zu verfolgen – stattdessen darf man hier gleich von Anfang an qualitativ gute Artikel erwarten.

Ach ja – wurde nicht gerade erst ein MU-Blog eingerichtet, um die Fortschritte des alten Teams zu dokumentieren? Das passt letztlich überhaupt nicht zu diesem plötzlichen Neuanfang. Hier muss man wirklich vermuten, dass der ursprüngliche Plan mangels Motivation der Team-Mitglieder aufgegeben werden musste (das kenne ich ja gut genug). Offenbar war die grundlegende Idee wohl doch nicht so gut, wie ich damals dachte: Dass es keine motivierten Nachwuchsspieler gibt, liegt wohl doch nicht an den Rahmenbedingungen, sondern schlicht am Mangel an Motivation beim Nachwuchs (Katze, beißen, Schwanz)! Phips hat das Ganze zwar deutlich länger am Köcheln gehalten als ich, indem er die Erwartungen herunter schraubte, das Team stärker in Schutz nahm und mit seinen eigenen Erfolgen geschickt ablenkte, aber letztlich hat sich der Standort Linz auch nicht als erfolgreich für dieses Projekt erwiesen, was wohl an der Konzeption des Projektes selbst lag (Ja, das bedeutet, es ist meine Schuld – zumindest Mitschuld!) Ein MU-Team analog einer Sportmannschaft aufzubauen scheint einfach nicht zu klappen – dafür fehlen die Begeisterung, der Einsatz und der Teamgeist. Magic wird eben doch nicht als Sport wahr genommen.

Wie auch immer, das neue Team verspricht zumindest guten Content! Ich bin allerdings neugierig, wie lange es dauert, bis TMM sich mit dem Hinweis “Der MTGO-Shuffler ist broken!” wieder einmal von Magic abwendet… Phips jedenfalls hat bewiesen, dass er auf höchstem Niveau wiederholt gute Leistungen erzielen kann, und der Rest des Teams (Bensch eingerechnet) ist zumindest qualifiziert genug, eine starke Testgruppe zu ergeben. Ob dann auch bei dem einen oder anderen das letzte Quäntchen Talent vorhanden ist, welches dem dauerfrustrierten PTQ-Reisenden (aka “TMM”) zum Durchbruch verhelfen kann, das wird man dann sehen!

MU-Team Berlin: Schlussstrich!

April 9, 2008

Moment mal, werdet Ihr Euch jetzt wohl fragen – hatten wir das denn nicht schon längst?

Natürlich, aber es gab da noch ein paar lose Enden. Genauer gesagt: Es gab noch Booster zu verteilen.

Vielleicht erinnert Ihr Euch ja noch: Letztlich war der endgültige Auslöser dafür, dass ich dieses Projekt beendet hatte, die fehlende Kommunikation. Oder anders ausgedrückt: Gewisse Personen haben sich einfach nicht mehr gemeldet. Nicht eingehaltene Verabredungen, keine Erklärung oder Entschuldigung, auch im Nachhinein absolut gar nichts.

Nun, ich hatte das Ende des MU-Teams Berlin natürlich nicht nur öffentlich verkündet, sondern selbstverständlich auch alle Team-Mitglieder per Mail davon in Kenntnis gesetzt. Dabei habe ich auch ausdrücklich gesagt, dass es noch Booster zu verteilen gab, und dass sie sich bitte schön melden sollten. Der einzige, der das getan hat, war wieder einmal Alex F. (Alex K. bekam nichts mehr.)

Tja. Am 3. Januar habe ich das Team aufgelöst. Heute ist der 9. April. Genügend Zeit, um sich zu melden, würde ich sagen!

Nun ist es so, dass offiziell bei der Auflösung des Teams nur noch ich, Alex K. & Alex F. Mitglieder gewesen waren. Mathis & Milan waren zunächst nur Mitgliedschaftskandidaten (was sie nach einem vielversprechenden Start dann gründlichst in den Sand gesetzt haben). Nichtsdestotrotz hatte ich ihnen gesagt, dass ich bereit war, sie für die von ihnen als Gastschreiber verfassten Artikel ebenso wie Vollmitglieder zu entlohnen..

Dieses Angebot haben sie nicht genutzt, und deswegen besteht es jetzt nicht mehr. Insgesamt haben die beiden damit 38 Booster verfallen lassen.

Tja, es sieht wohl tatsächlich so aus, dass sie das Sponsoring nicht nötig hatten!

Jedenfalls ist jetzt dieses Kapitel für mich endgültig beendet.

Anwesenheitsmeldung und Arbeitsnachweis

March 1, 2008

Schande über mich!

Ich musste erst durch meine Leser darauf hingewiesen werden, wie lange ich meine beiden Blogs schon wieder vernachlässigt habe! Wenn man erst einmal aus dem Tritt kommt…

Ich reiße mich dann mal lieber zusammen und gewöhne mich wieder an einigermaßen regelmäßige Postings. Zunächst einmal gibt es aber so einiges nachzuarbeiten – schließlich bot Zeromagic früher ja das eine oder andere regelmäßige Feature. Heute gebe ich einen Überblick über meine Internet-Tätigkeit im Bereich Magic seit dem letzten Eintrag dieser Art, und nächste Woche, wenn die Rankings ihr Update bekommen haben, kümmere ich mich auch wieder um die Magic-Ländertabelle. Auch ansonsten will ich mich bemühen, meine Magic-bezogenen Gedanken wieder in die Tastatur zu hämmern und nicht für mich zu behalten.

Also:

Auf Magic Universe habe ich Anfang dieses Jahres das MU-Team Berlin beerdigt und daraufhin auf dieser Seite eine schöpferische Pause eingelegt, die bis zur Mitte dieses Monats andauerte.

Dann habe ich dort eine neue Reihe gestartet, “Aus dem Magic-Antiquariat”. Zunächst stellt eine Einleitung dieses Konzept vor und gibt einen groben Überblick, der später als Index dienen kann (sobald genug vorhanden ist, dass sich das Indizieren lohnt).

Im eigentlichen ersten Teil befasse ich mich dann mit Beta, also letztlich mit der originalen Version von Magic: The Gathering.

Im zweiten Teil stelle ich dann Arabian Nights und Antiquities vor (sowie die paar nur als Promos erhältlichen Karten).

Auf PlanetMTG habe ich zur Weihnachtszeit meiner historischen Reihe “Magic-Decks im Wandel der Zeit” eine Unterbrechung verordnet, nachdem ich die Prä-Urza-Zeit noch mit Teil 12 abgeschlossen habe. Im Verlauf der nächsten Monate werde ich dieses Thema aber wieder aufnehmen!

In der Zwischenzeit habe ich die ebenfalls auf einen hier auf Zeromagic gemachten Vorschlag zurück gehende Anekdoten-Reihe “Geschichten aus der Gruft” begonnen, in der ich von persönlichen Erlebnissen meiner langjährigen Magic-Karriere berichte. Da sind unterdessen auch bereits sieben Teile zusammen gekommen:

Teil 1

Teil 2

Teil 3

Teil 4

Teil 5

Teil 6

Teil 7

Schließlich hat Tobi sich entschlossen, im monatlichen Rhythmus einen “klassischen” Artikel von mir auszugraben und neu zu veröffentlichen. Zum Auftakt dieser “Pischner Classics”-Reihe gab es einen damals unveröffentlichen Artikel.

Diese Woche konnte man dann den ersten “echten” Klassiker lesen.

Ich weiß übrigens selbst nicht, was Tobi da noch so alles aus der Mottenkiste hervorzerren wird, aber ich habe eine gewisse Vorahnung, was als nächstes drankommen könnte…

Ihr seht, ich war also durchaus fleißig – nur halt nicht hier. Aber, wie gesagt, das soll sich jetzt wieder ändern!